9 Tore in Valencia

 
Spanien - Bosnien 3-4 (2-3) 75-92 (52-75) Details Estadio Santiago Bernabeu (87.000 Zuschauer) SR: Anders Frisk
Tore: 0-1
0-2
1-2
1-3
2-3
3-3
3-4
Michael Weber
Michael Weber
Marco Fritz
Patrick Ernst
Holger Junker (Assist: Thiel)
Joachim Salg
Rolf Tietze
(21.)
(23.)
(24.)
(28.)
(32.)
(63.)
(89.)
Madrid - Ein packendes und hochdramatisches Spiel sahen die 87.000 Zuschauer in Madrid. Wie bereits beim freundschaftlichen Aufeinandertreffen beider Teams am Ende der letzten Saison behielt Bosnien erneut die Oberhand und stürzte Spanien in tiefe Depressionen. Eigentlich hatte es keines der Teams verdient, als Verlierer vom Platz zu gehen. Spanien zeigte die geschlossenste Mannschaftsleistung im Rahmen der Qualifikation und Bosnien bestach durch seine herausragenden Einzelspieler, allen voran Spielertrainer  Michael Weber, der seine Truppe mit einem Doppelschlag 2-0 in Führung brachte. Spanien ließ sich jedoch nocht beeindrucken und Marco Fritz gelang postwendend der Anschlusstreffer. Als nur vier Minuten später Patrick Ernst den alten Abstand wieder herstellte, dachten viele, die Gastgeber würden nun auseinander fallen. Doch weit gefehlt. So wollte man sich den heimischen Zuschauern nicht präsentieren und nach einem Steilpass von Patrick Thiel schaffte der einzige Spanier, der die Quali in Normalform absolviert, Holger Junker, den erneuten Anschluss. In der Pause richtete Breucker seine Mannen noch einmal auf und so bestimmte man über weite Strecken der zweiten Hälfte das Geschehen in Bernabeu. Nach einer Stunde schaffte Joachim Salg den vielumjubelten Ausgleich und die Iberer spielten nun Zauberfussball. In den letzten Sekunden der regulren Spielzeit zeigte diese Sportart aber wieder seine hässliche Fratze. Nicht Leidenschaft, Teamgeist und aufopferungsvoller Kampf wird belohnt, sondern sachliches Abspulen von emotionslosen Ballstaffetten. Kalt bis ans Herz zog Tietze aus 17 Metern ab und traf genau in den Winkel. Und so blieb den Spaniern auch ein Achtungserfolg verwehrt.
 
Frankreich - Israel 0-2 (0-1) 00-46 (00-29) Details Estadio Camp Nou (98.000 Zuschauer) SR: Helmut Krug
Tore: 0-1
0-2
Chrigi Schaad (Assist: Winkler)
Stefan Esser
(31.)
(88.)
Barcelona - Der bisherige Tabellenführer aus Frankreich zeigte sich völlig ausser Form. In der Offensive fand die Grande Nation nicht statt und so reichte Israel eine durchschnittliche Leistung, um nach Toren von Schaad und Esser die Oberhand zu behalten. Zwar versuchten die Franzosen nach verschlafener erster Halbzeit, die zweite etwas ausgeglichener zu gestalten, aber wer zwei Elfmeter so kläglich vergibt, sollte froh sein, erst in der 88. Minute das entscheidende 0-2 zu kassieren. So durften die Fans wenigstens noch ein wenig hoffen - wenn auch vergebens.
 
Italien - Lettland 5-4 (5-3) 106-96 (106-75) Details Estadio Mestalla (53.000 Zuschauer) SR: Hugh Dallas
Tore: 1-0
2-0
2-1
2-2
3-2
4-2
5-2
5-3
5-4
Stephan Bierwirth
Stephan Bierwirth
Martin Ploberger
Martin Ploberger
Stefan Tonak
Stefan Tonak
Stefan Tonak
Peter Schäublin
Marc Wilson
(21.)
(22.)
(22.)
(23.)
(23.)
(24.)
(24.)
(27.)
(54.)
Valencia - Es dürfte sich um das torreichste Spiel gehandelt haben, das jemals zwischen Nationalmannschaften statt gefunden hat. Auch die 7 Tore in vier Minuten sind wohl für die nächste Zeit unerreichbar und Valencia wird dieses Spiel so schnell nicht vergessen. Zwei Tore von Bierwirth brachten den Favoriten zwar in Front, aber genau eine Zeigerumdrehung später hatte Ploberger schon wieder ausgeglichen. Es war aber nicht so, dass das Spiel sich nun beruhigen würde. Anstoß Italien, Tonak nimmt den Ball aus dem Mittelkreis - 3:2, Beim Anstoss der lettischen Spieler attakieren die Südeuropäer sofort, Bierwirth erobert den Ball, schickt Tonak steil und der schliesst volley zum 4-2 ab. Erneuter Anstoss Lettland. Schjiffer rennt schreiend auf Farle zu, der vor Schreck den Ball liegen lässt und die Flucht ergreift. Tonak nimmt sich das Spielgerät und überwindet aus 35 Metern den viel zu weit vor seinem Kasten postierten lettischen Torwart mit einem Heber zum 5-2. Die nächsten zwei Minuten verliefen in ruhigeren Bahnen, da die Balten den Ball nun behaupten konnten. Dann fasste sich Schäublin ein Herz und beförderte das Leder aus 23 Metern in die italienischen Maschen. Auf den Rängen tobte es. Acht Tore in 7 Minuten, Szenen wie aus einem schlechten Komödienstadl - die meristen neutralen Zuschauer standen kurz von einem Lachkrampf. Nachdem die Spieler sich zur Halbzeit beruhigt hatten, konnte Lettland nicht mehr viel zusetzen. Zwar reichte es in der 54. Minute nocvh zum Anschlusstreffer durch Wilson, aber der Sieg der Italiener geriet nicht mehr in Gefahr.