Bosnien stolpert aus dem Spitzentrio

 
Spanien - Frankreich 0-2 (0-0) 00-55 (00-00) Details Estadio Santiago Bernabeu (87.000 Zuschauer) SR: Anders Frisk
Tore: 0-1
0-2
Peter Russ
Hans-Peter Höfler (Assist: Nikutowski)
(62.)
(71.)
Madrid - Es war der erwartete Sieg des haushohen Favoriten. Zwar machten die Franzosen lange Zeit ein großes Rätselraten um ihre Aufstellung, aber Überraschungen barg diese dann doch nicht. In der ersten Hälfte konnten die Gastgeber auch noch ganz gut mithalten, man wollte sich vor eigenem Publikum ja nicht vorführen lassen wie eine Jugendmannschaft. In der zweiten Halbzeit ließen die Kräfte aber merklich nach, die Blauern bekamen Oberwasser und fuhren einen souveränen Sieg ein. Was dieser Sieg wert war, zeigten aber erst die beiden Parallel-Spiele, Frankreich hatte lediglich seine Pflicht getan, um weiter hoffen zu dürfen.
 
Bosnien - Lettland 1-2 (1-2) 39-44 (22-44) Details Estadio La Rosaleda (38.000 Zuschauer) SR: Helmut Krug
Tore: 0-1
1-1
1-2
Michael Meier
Rolf Tietze
Gerd Rother
(08.)
(13.)
(16.)
Malaga - Nich besonders überraschend, dass ausgerechnet Bosnien von den großen Drei stolperte. Sie hatten mit Lettland auch den stärksten Gegner vor der Brust. Und die offensiv starken Balten stellten den Balkan-Brasilianern ein Bein. Nicht ganz uneigennützig, schließlich war ein Sieg auch ihre letzte Chance noch auf den EM-Zug aufzuspringen. Den zwischenzeitlichen Ausgleich dr Bosnier konterten sich postwendend und ließen die Mannen um Michael Weber danach laufen. Lettland konterte geschickt, machte hinten die Räume eng und stand insgesamt sehr sicher. Esc lässt sich wohl sagen, dass die unglückliche Zusammenstellung der Einzelqualitäten gegen Bosnien sprach und sie deshalb trotz Feldvorteilen den Platz als Verlierer verlassen mussten.
 
Italien - Israel 0-1 (0-1) 00-22 (00-22) Details Estadio Mestalla (53.000 Zuschauer) SR: Hugh Dallas
Tore: 0-1 Stefan Esser (04.)
Valencia - Wie schon im Hinspiel gab es große Aufregung um Italiens Aufstellung. Spielberechtigt, nicht spielberechtigt, EU-Ausländer, gefälschter Pass. Das waren die großen Fragen kurz vor Spielbeginn. Und als es dann endlich in der von Italien gewünschten Aufstellung los ging, machte Israel das 1-0. Verdutzt schauten sich die Catenaccio-Könige an und wussten nicht mehr weiter. Mitte der ersten Halbzeit rannten sie geschlossen nach vorne, bestürmten mit allen fünf Mann das Tor der Israelis, schafften das Erfolgserlebnis aber nicht und zogen sich wieder zurück. Weitere Angriffsbemühungen fanden nicht statt und so hatte Italien seine letzte Chance verspielt, die EM-Endrunde zu erreichen.Israel reichte eine schwache Mannschaftsleistung, um weiter im Renen zu bleiben.