Belgien
     

 

 
Europapokal RC Genk im Champions-League-Finale NEU 26.07.01
Pokal Finalist Oostende feuert Trainer Sampson NEU 26.07.01
Interview Hannes Schulz, Trainer des FC Strombeek 20.07.01
Interview Pascal Ott, Trainer des RC Genk 20.07.01
Pokal Meister Harelbeke scheitert im Halbfinale 19.07.01
Europapokal RC Genk zieht über UD Leiria ins Halbfinale ein 19.07.01
21.-24. Spieltag Harelbeke im Achtelfinale ausgeschieden 12.07.01
17.-20. Spieltag Mouscron neuer Tabellenführer 06.07.01
Pokal Herentals letzter Zweitligist im Coca-Cola-Cup 05.07.01
Europapokal Meister und Vizemeister im Viertelfinale 05.07.01
Pokal Nur zwei Erstligisten patzten 28.06.01
Europapokal Meister Harelbeke fast durch 28.06.01
09.-12. Spieltag Excelsior Mouscron nach Siegesserie an der Spitze 28.06.01
Europapokal RC Genk für die Gruppenspiele qualifiziert 21.06.01
05.-08. Spieltag Noch keine klare Führungsgruppe 14.06.01
Europapokal-Qualifikation Genk mit Freilos, Cercle raus 14.06.01
Pokal Titelverteidiger FC Vigor scheitert in der ersten Runde 14.06.01
Liga-Vorschau Die Mannschaften im Check 07.06.01
Europacup-Qualifikation Beerschot und Cercle Brügge erreichen zweite Qualifikationsrunde 07.06.01
Pokal Fünf Erstligaduelle in der ersten Pokalrunde 07.06.01

 
 
RC Genk im Champions-League-Finale

26.07.01 - Hinspiel:
Der RC Genk hatte im Halbfinale der Champions-League zuerst Heimrecht. Gegner war der französische Vizemeister AJ Auxerre, der gleich in der 10. Spielminute mit der 1:0-Führung für den ersten Schock für das Ott-Team sorgte. In der Folgezeit verkrampfte der RC Genk etwas, kam aber nach einem Foulelfmeter zum 1:1 in der 28. Minute wieder ins Spiel. Zwei Minuten später ging der RC Genk nach einem Klassekonter sogar mit 2:1 in Führung. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause. Die Gäste aus Auxerre erwischten nach dem Seitenwechsel erneut den besseren Start, der in der 46. Minute zum Ausgleich führte. Genk-Trainer Pascal Ott tobte an der Seitenlinie über die Nachlässigkeit seines Teams und wurde prompt auf die Tribüne verbannt. Für sein Team war diese Begebenheit wohl die Initialzündung. Genk besann sich auf seine Stärken und fuhr Angriff auf Angriff. Doch Genks Fans mussten bis zur 68. Minute auf den wichtigen Treffer zum 3:2 warten. Dabei bleib es dann bis zum Schlusspfiff.

Rückspiel:
Nach diesem Hinspielergebnis war der RC Genk gezwungen, in Auxerre auf Risiko zu spielen, da den Gastgebern bereits ein 1:0 zum Finaleinzug gereicht hätte. Folglich suchte der RC Genk sein Heil in der Offensive und wurde bereits in der 12. Minute mit der 1:0-Führung belohnt. Genk versuchte, den Zwei-Tore-Vorsprung aus der Addidition beider Spiele über die Zeit zu retten, was zumindest bis zur Pause auch gelang. In der zweiten Hälfte wurde der Sicherheitsfussball vom RC Genk bitter bestraft, denn mit einem Doppelschlag in der 50. und 52. Minute rissen die Gastgeber das Spiel an sich. Der RC Genk musste etwas tun, denn mit einem solchen Endergebnis wäre man draussen. Doch der AJ Auxerre war es, der weiter das Spiel machte. In der 66. Minute fiel dann auch noch das 3:1 für Auxerre. Für den RC Genk rückte das Finale plötzlich in weite Ferne. Ein einziger Treffer würde zwar reichen, um zumindest die Verlängerung zu erzwingen, doch waren die Franzosen dem 4:1 näher, als Genk dem 2:3. Die Fans des AJ Auxerre feierten schon den Einzug ins Finale, als der RC Genk einen Querpass in der Verteidigung der Gastgeber abfing und Sekunden vor dem Abpfiff noch den nicht mehr erwarteten Anschlusstreffer zum 2:3 erzielte. Das Minimalziel Verlängerung war erreicht. Die Gastgeber waren niedergeschlagen, wähnten sie sich doch schon im Finale. Schon kurz nach dem Anpfiff zur Verlängerung gelang dem RC Genk der Treffer, der zum Sieg über den nun demoralisierten AJ Auxerre reichte. Der RC Genk hat es geschafft! Er steht im Finale der Champions-League! Ganz Belgien fiebert mit der Mannschaft von Trainer Pascal Ott, die im Finale auf den englischen Club Grimsby Town trifft dass der Pokal endlich nach Belgien kommt.

Peter Lomott

Finalist Oostende feuert Trainer Sampson

26.07.01 - Eine Woche vor dem Pokalfinale hat der bereits abgestiegene KV Oostende seinen Trainer Mark Sampson wegen Erfolglosigkeit gefeuert. Hannes Schulz, Trainer von Oostendes Finalgegner FC Strombeek meint dazu:"Ein Trainerwechsel macht die Situation noch schwieriger für mich! Taktisch kann ich meinen Gegner nun kaum noch einschätzen! Bin gespannt, wer den Posten übernimmt!" 
Nachfolger ist Claus Janka. Janka wurde in der Saison 2000'3 und der Saison 2000'4 mit dem FC Santa Coloma Vizemeister in Andorra. Mitte der Saison 2001'2 verliess Janka den späteren Meister und übernahm den Trainerjob beim bulgarischen Erstligisten Septemvri Sofia, von dem er jetzt zu KV Oostende wechselte. 

Peter Lomott

Interview mit Hannes Schulz, Trainer des FC Strombeek

20.07.01 - Tipmaster-News: Hallo Hannes. Du stehst mit deinem Team FC Strombeek im Finale des Coca-Cola-Cup's. Hättest du vor der Saison damit gerechnet?
Hannes Schulz: Nein, überhaupt nicht. Schliesslich durften wir zum ersten Mal am Pokalwettbewerb teilnehmen. In den Jahren zuvor wurden wir jeweils nur 18. in der zweiten Liga und waren somit nicht für den Coca-Cola-Cup qualifiziert.

TMN: Also kann man jetzt schon sagen, dass das Erreichen des Pokalfinales der bisher grösste Erfolg in ihrer Trainerkarriere ist?
Schulz: Absolut. Auch in der Liga hatten wir als Aufsteiger eine gute Saison. Mit dem Abstieg werden wir wohl nichts mehr zu tun haben. Also kann man sagen, dass wir unser Saisonziel (fast) erreicht haben. Wenn jetzt noch der Cup dazu kommt....ein Traum! Dazu winkt noch der internationale Wettbewerb! 

TMN: Ihr habt auf dem Weg ins Finale mit Germinal Beerschot, dem letztjährigen Pokalfinalisten RWD Molenbeek, dem Rekordmeister VV St. Truiden und dem unberechenbaren Zweitligisten FC Herentals vier grundverschiedene Teams geschlagen. Welches Team war der härteste Prüfstein?
Schulz: Härtester Gegner war wohl der RWD Molenbeek!Der 2.-Ligist brachte uns im eigenen Stadion in Schwierigkeiten!Vor allen Dingen im Offensivbereich ein sehr starker Gegner! 

TMN: Der FC Herentals hatte einen ganz starken Auftritt im Wettbewerb. Wie hast du das Spiel deiner Mannschaft gegen das letzte verbliebene Zweitligateam gesehen?
Schulz: Wir haben das Finale nur mit sehr viel Glück erreicht. Herentals stand nur hinten drin, tat nichts für die Offensive und lauerte auf Konter. Glücklicherweise gelang uns dann in der 89. Minute noch der Siegtreffer.

TMN: Am 16. Spieltag hat dein Team beim jetzigen Finalgegner KV Oostende mit 2:3 verloren. Wie stark schätzt du 
Oostende ein?
Schulz: Der KV Oostende ist ein unberechenbarer Gegner! In der Liga fast abgestiegen,werden sie alles daran setzen,den Pokal zu gewinnen! Es wird bestimmt ein offenes und interessantes Finale geben! 

TMN: Vielen Dank für dieses Gespräch, Hannes

Peter Lomott

Interview mit Pascal Ortt, Trainer des RC Genk

20.07.01 - Tipmaster-News: Hi Pascal, herzlichen Glückwunsch zum Erreichen des Champ-League-Halbfinales. Als du in der Saison 2000 '4 den Trainerposten des RC Genk übernommen hast, war der Abstieg nicht mehr zu verhindern. Mit der sofortigen Rückkehr im Oberhaus begann der Aufstieg fur den RC Genk und für dich. Was machst du anders, als deine Vorgänger?
Pascal Ott: Ich habe meine Trainerkarriere in Osteuropa begonnen und bin dann via Österreich nach Belgien gewechselt. Im Osten wird ja bekanntlich sehr viel Wert auf die Disziplin gelegt, was in Westeuropa doch einigen Teams fehlt. Gepaart mit einer guten Technik und einer hervorragenden Kameradschaft haben wir hier in Genk eine schlagfertige Truppe zusammenbekommen, die mir sehr viel Freude bereitet. Unser Hoch hat eigentlich in der Rückrunde der Aufstiegssaison begonnen (nach der Vorrunde standen wir noch auf Rang 17). Zu diesem Zeitpunkt haben wir uns zusammengesetzt und besprochen wie es weitergehen soll. Anscheinend hat diese Aussprache genützt und seither läuft alles rund.

TMN: In der Liga läuft es im Moment leider nicht ganz so rund. Ist die zusätzliche Belastung durch die Champions-League doch zu gross?
Ott: Meine Spieler sind alle noch jung und hungrig und es tatsächlich möglich, dass die UCL-Träume meiner Jungs auch in den Meisterschaftsspielen umhergeistern.
So lange wir nicht absteigen kann ich aber mit dieser Situation leben, und nach dem letzten Weekend (9 Punkte) hat sich unsere Tabellenlage doch etwas verbessert und ich hoffe, den Klassenerhalt bereits an diesem Wochenende sichern zu können

TMN: Wollen wir doch einmal euren Weg ins Halbfinale Revue passieren lassen. Dein Team vom RC Genk musste das gesamte Programm einschliesslich der Qualifikation abspulen. War das eher ein Vorteil oder ein Nachteil?
Ott: Ich denke für uns, als Europacup-Neulinge war es sehr gut, in den Qualifikationsrunden Europacup-Luft zu schnuppern, ansonsten wären wir in den Gruppenspielen wohl überrollt worden, aber das schwache Abschneiden in der Meisterschaft ist zum Teil wohl auch auf diese Qualifikationsrunden zurückzuführen.

TMN: Euer erster Gegner in der Quali hiess Ararat Erewan. Nach einer 1:2-Niederlage in Erewan konntet ihr euer Heimspiel klar mit 5:1 gewinnen. Ein Aufbaugegner?
Ott: So einfach sind diese "kleinen" im Fussball nicht mehr zu bezwingen, vor allem wenn man bedenkt, dass auch wir Neulinge waren. Im ersten Spiel waren wir wohl etwas zu nervös, aber glücklicherweise haben wir im Heimspiel gross aufgespielt.

TMN: Nach dem Freilos in der zweiten Qualirunde hiess der Gegner in der dritten Qualirunde Widzw Lodz, der beide Male mit 2:1 geschlagen wurde. Wie war die Stimmung nach Erreichen der Gruppenspiele?
Ott: Die Stimmung war phantastisch. Klar, wir haben vom Erreichen der Gruppenspiele geträumt, aber erwarten konnte man das wirklich nicht. Mit diesen Siegen konnten wir beide Hände in Richtung Geldtopf der UCL strecken, was ganz speziell die Führungsetage sehr glücklich gemacht hat. 

TMN: In den Gruppenspielen waren der 1.FC Nürnberg, Ethnikos Assia und Hammarby IF Gegner deiner Mannschaft. Hattest du Ethnikos Assia auf der Rechnung, welcher Club war dein Favorit?
Ott: Vor dem Beginn der Gruppenspiele schätzten wir den Club als Favoriten ein, dahinter ein Zweikampf zwischen Hammarby und Genk um Platz 2 und die Zyprioten auf Rang 4. Wir haben Assia wohl etwas unterschätzt, aber danach ist man immer schlauer. Dagegen hat mich Hammarby ziemlich enttäuscht.

TMN: Der RC Genk war bereits nach fünf Spielen für das Achtelfinale qualifiziert, auch weil Nürnberg und Assia am letzten Spieltag aufeinander trafen und folglich nur einer der beiden Clubs an Genk hätte vorbeiziehen können. Genk verlor im letzten Spiel gegen den bis dahin sieglosen schwedischen Meister Hammarby IF sein einziges Gruppenspiel. Ein Fehltritt oder Taktik?
Ott: Es war sicher keine absichtliche Niederlage, aber ich habe in diesem - für beide Mannschaften - bedeutungslosen Spiel einige meiner Stammkräfte für die Meisterschaft geschont. Wir hätten das Spiel sicherlich gerne gewonnen, aber es war schlussendlich eine Niederlage mit einem Lächeln im Gesicht.

TMN: Im Achtelfinale gab es dann nach einem 1:0-Heimsieg gegen CD Orense das Hammerspiel in Spanien. Wie hast du dieses Spiel erlebt?
Ott: Das Auswärtsspiel in Spanien war wohl unser spektakulärstes in der diesjährigen UCL. Leider konnte ich dieses Spiel nur am Fernseher verfolgen, da ich mit einer Lungenentzündung im Spital lag, aber mein Assistenztrainer Frank Bauer hat die Jungs perfekt auf dieses Spiel eingestellt und damit den Grundstein für die Halbfinalqualifikation gelegt. Danke Frank

TMN: Der portugiesische Meister UD Leira ging im Viertelfinale zweimal mit 1:0 in Führung. Dein Team schaffte es aber beide Male, das Spiel nach grossem Kampf zu drehen und mit 2:1 zu gewinnen. In der Liga war eine solche Moral des RC Genk seltener zu beobachten.Woran liegt das?
Ott: In der Champions League weisst Du, wenn Du dieses Spiel verlierst, dann bist Du draussen, das setzt wohl noch einmal einige Kraftreserven frei. Ausserdem ist unser Kader etwas klein um die doch enormen Zusatzbelastungen ohne kleinere Schwächeperioden zu überstehen, aber nächste Saison ist wieder mit uns zu rechnen.

TMN: Der Halbfinalgegner des RC Genk heisst AJ Auxerre. Wie stark schätzt du die Franzosen ein?
Ott: Vom Papier her sind die Franzosen wohl etwas zu favorisieren, aber uns liegt die Rolle des Aussenseiters und wir werden alles versuchen um Europas Krone erstmals nach Belgien zu holen.

TMN: Vielen Dank für dieses Gespräch, Pascal

Peter Lomott

Meister Harelbeke scheitert im Halbfinale

19.07.01 - Nun kann sich Trainerin Nicole Tonak vom Meister RC Harelbeke auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren. Eine Woche nach dem Aus im Achtelfinale der Champions-League ist der Meister nun auch aus dem Coca-Cola-Cup ausgeschieden. Gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten KV Oostende war der RC Harelbeke klar unterlegen. 2:0 hiess es nach 90 Minuten.

Im zweiten Halbfinale schied der letzte im Wettbewerb verbliebene Zweitligist FC Herentals aus. Die Gastgeber vom FC Strombeek waren zwar vor dem FC Herentals gewarnt, taten sich beim knappen 1:0-Sieg aber doch äusserst schwer gegen den Aussenseiter.

Das Finale lautet also KV Oostende - FC Strombeek

Peter Lomott

RC Genk zieht über UD Leiria ins Halbfinale ein

19.07.01 - Hinspiel:
Kein geringerer, als der zweifache portugiesische Meister UD Leira sollte der Viertelfinalgegner des RC Genk sein. Der RC Genk trat zuerst im heimischen Thyl-Gheyselinckstadion gegen den portugiesischen Meister UD Leira an. Schon nach knapp zehn Minuten gingen die Gäste, die in der portugiesischen Meisterschaft den letzten Tabellenplatz einnehmen, mit 1:0 in Führung. Genk übernahm in der Folgezeit zwar die Initiative, doch dauerte es bis zur 40.Minute, ehe der Ausgleich fiel. Vier Minuten später gelang dann den Gastgebern die Führung zum 2:1. Dabei blieb es dann auch nach 90 Minuten. 

Rückspiel:
In Leira merkte man beiden Mannschaften die grosse Anspannung an. Nur nicht verlieren hiess die Devise. Demzufolge ging es für beide Teams erst einmal darum, Tore verhindern. Bis zur Pause klappte das auch. In der 46. Minute dann ging UD Leira mit 1:0 in Führung. Doch diesmal brauchten die Genker Fans nur zwei Minuten auf den Ausgleich zu warten. Eine Viertelstunde vor Schluss gelang dem Ott-Team das alles entscheidende 2:1 zum Einzug ins Halbfinale.

Peter Lomott

Harelbeke im Achtelfinale ausgeschieden

12.07.01 - Hinspiele:
Der RC Harelbeke musste sich mit den Queens Park Rangers aus England messen. Die heimischen Fans fieberten im ausverkauften Harelbeker Forestiersstadion einem denkwürdigen Spiel entgegen, spielte der RC in der vorletzten Saison ja noch in der Zweiten Liga. Leider bestimmte in der ersten Hälfte auf beiden Seiten die Sicherheit das Geschehen. Beide Abwehrreihen standen solide und liessen den gegnerischen Stürmern keine Entfaltungsmöglichkeiten. Nach der Pause wurde das Spiel etwas lebhafter mit leichten Vorteilen für die Engländer, die dann auch in der 76.Minute in Führung gingen. Fast im Gegenzug gelang der RCH aber der Ausgleich. Das englische Team war vom Ausgleichtor dermassen geschockt, dass dem RCH in der 79. Minute das 2:1 gelang, was zugleich der Siegtreffer war.

Auch der RC Genk hatte gegen den spanischen Meister CD Orense, der uns ja noch von den Gruppenspielen gegen Harelbeke bekannt ist, zuerst Heimrecht. Orense wollte ein frühes Tor und legte zwar los, wie die Feuerwehr, doch das Team von Trainer Ott hielt erfolgreich dagegen. In der 38. Minute ging sein Team sogar in Führung. In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer eine spanische Elf, die mit Mann und Maus verteidigte. Letztendlich gelang dem RC Genk aber kein Treffer mehr, sodass es beim 1:0-Sieg blieb.

Rückspiele:
Bei Harelbekes Gastspiel bei den Queens Park Rangers standen sich erneut zwei absolut gleichwertige Teams gegenüber. Die Rangers mussten kommen, konnten sich aber bis zur Pause keinen Vorteil verschaffen. Nach der Pause nahm Harelbeke das Heft in die Hand, um eine Entscheidung herbeizuführen. Dabei liefen sie in einen Konter der Rangers zum 1:0 in der 50. Minute. Die restlichen 40 Minuten reichten nicht, um noch den nötigen Ausgleich zu erzielen. Mit Harelbeke schied nicht die schlechtere Mannschaft aus, sondern die unglücklichere.

Mit der 1:0-Führung aus dem Hinspiel im Rücken konnte der RC Genk darauf warten, dass CD Orense das Spiel macht. Orense übernahm auch sofort die Initiative. In der 18. Minute fiel dann auch das 1:0 für den spanischen Meister. In der Folgezeit war das Spiel weitgehend ausgeglichen, ehe dem belgischen Vizemeister in der 52. Minute der Ausgleich gelang. Zwei Minuten später gelang Orense die erneute Führung. In der 69. Minute bauten die Spanier ihre Führung auf 3:1 aus. Das würde den Spaniern reichen. Doch genauso wenig wie die Spanier gab sich das Ott-Team auf. Genk setzte alles auf eine Karte und erzielte in der 71. Minute den so wichtigen Anschlusstreffer zum 2:3. Fünf Minuten später gelang dem RC sogar der Ausgleich. War es das? Nein. Denn zehn Minuten vor Spielende gelang Orense die erneute Führung. Was dann folgte, war eine einzige Abwehrschlacht der Genker, die den Einzug ins Viertelfinale sicherte. 

Peter Lomott

Mouscron neuer Tabellenführer

06.07.01 - 17. Spieltag:  AA Gent ist Herbstmeister
Könnte zum dritten mal in folge ein Aufsteiger Meister werden?  Trotz einer 2:1 Niederlage bei Strombeek hat AA Gent die Herbstmeisterschaft gewonnen und seine Titelambitionen untermauert.  Gents Vorsprung wurde aber von vier auf nur zwei Punkte verkleinert.  Neuer Tabellenzweiter ist SK Beveren, der mit einem 1:0 Sieg gegen Cercle Brügge an VV St. Truiden und Excelsoir Mouscron vorbeiziehen konnte.

In einer Saison in der alle bisherigen Offensivrekorde der Jupiler Liga in Gefahr sind war dieser Spieltag eine große Ausnahme:  drei Spiele endeten 1:0, nur drei Spiele hatten vier oder mehr Tore.  In Topform war nur der Sturm von Sten Leissners SK Lommel, der gegen Schlußlicht SC Charleroi viermal erfolgreich war.

18. Spieltag:  Lommel und GBA mit Kantersiegen
Nach einem relativ torarmen Tag erwachten wenigstens die Stürmer von einer Hälfte der Mannschaften wieder. SK Lommel war erneut die beste Mannschaft des Tages. Standard Luettich konnte die Torflut nicht bremsen und verlor 5:1 gegen den Meister der Saison 2001’1. Germinal Beerschot konnte auch mit einem 4:1 gegen Abstiegskandidat KV Oostende überzeugen.  SV Waregem (gegen SC Charleroi) und VC Westerloo (gegen Cercle
Brügge) konnten beide 3:0 Siege feiern.

AA Gent blieb trotz einem enttäuschenden 0:0 bei RC Harelbeke an der Tabellenspitze.  Auch enttäuschend war Rekordmeister VV St. Truiden:  die zweite Niederlage in folge stürzte Frank Bauer von dem 2. Platz nach 16 Spielen bis auf Rang 7 herunter. 

19. Spieltag:  RC Harelbeke verläßt Abstiegszone
Mit einem 3:2 Auswärtssieg bei Vizemeister RC Genk konnte der amtierende Meister zum nur zweiten mal seit dem 10. Spieltag die Abstiegsränge verlassen.  Höher als der aktuelle 14. Rang stand Harelbeke nur ein mal in dieser Saison.  Aber sieben Punkte aus den letzten drei Spielen lassen die Fans hoffen daß die Mannschaft sich langsam aus der Krise spielt.

Tabellenführer AA Gent konnte wieder nicht gewinnen – es reichte nur zu einem 1:1 gegen FC Vigor.  Aber keiner der Verfolger konnte diesen Ausrutscher ausnutzen:  keiner der nächsten vier Mannschaften erspielte sich mehr als ein Punkt.

20. Spieltag:  Excelsoir Mouscron neuer Tabellenführer
Es mußte kommen:  nach zwei Niederlagen und drei Unentschieden konnte AA Gent die Tabellenführung nicht mehr halten.  An einem torarmen Spieltag gewann Excelsoir Mouscron 1:0 gegen Cercle Brügge und übernahm zum zweiten mal in dieser Saison die Tabellenspitze.  Nur zwei Mannschaften – SK Deinze (3:1 gegen Standard) und GBA (3:1 gegen Aalst) – konnten an diesem Tag mehr als zwei mal den Ball ins Netz kicken. 

Fazit:  AA Gent verpaßte an diesem Wochenende die große Chance sein Vorsprung auszubauen.  Nach 16 Spielen hatte Gent 4 Punkte mehr als der damalige zweite VV St. Truiden, jetzt ist der punktgleicher Excelsoir Mouscron sogar an der Spitze.  Vom ersten zum neunten Platz sind es nun nur fünf Punkte.  Es sieht also aus als ob wieder die halbe Liga bis zum Ende noch Chancen auf den Titel haben wird:  eine sehr typische Situation in der Jupiler Liga.   Auf den Abstiegsplätzen ist viel weniger los.  Schlußlicht SC Charleroi wartet seit dem 5. Spieltag auf den zweiten Saisonsieg, und seit dem 14. Spieltag auf einen Punkt.  Mit nur 7 Punkten (15 hinter dem 15. Platz!) muß sich die Vereinsführung schon auf die zweite Liga vorbereiten.  KV Oostende hat sich zwar etwas von dem katastrophalen Saisonstart (1 Sieg, 11 Niederlagen) erholt, ist aber immer noch 8 Punkte vom rettenden
Ufer entfernt.  Beim 16. Platz wird es aber interessant:  RC Genk und Standard Lüttich habe beide zur Zeit 22 Punkte, Standard aber eine wesentlich
schlechtere Tordifferenz.  Die Mannschaften auf den Plätzen 10 bis 12 haben aber nur 6 Punkte mehr als Standard und Genk, und könnten sich mit einer
schwachen Serie sehr schnell auf dem letzten Abstiegsplatz befinden.
Die beste Mannschaft des Wochenendes war ganz klar SK Lommel mit 10 Punkten und 12:4 Toren.  Lommel kletterte mit dieser Leistung vom 11. auf den 7. Platz.  SK Deinze (9 Punkte), FC Strombeek (8 Punkte) und RC Harelbeke (8 Punkte) können auch mit ihren Leistungen zufrieden sein.  VV St. Truiden (2 Punkte, 4:6 Tore) rutschte am weitesten ab – von Platz 2 bis Platz 9.  Auch AA Gent (3 Punkte, Tabellenführung verloren) muß nach dem Wochenende sehr enttäuscht sein.

Thies Kolln

Herentals letzter Zweitligist im Coca-Cola-Cup

05.07.01 - In den vier Pokalbegegnungen gab es wieder zwei Favoritenstürze. Der FC Herentals gewann knapp, aber verdient mit 2:1 in Lommel und ist damit letzter Zweitligist im Wettbewerb. Rekordmeister VV St. Truiden verlor unerwartet mit 1:2 gegen den FC Strombeek. 
Weiterhin in der Krise, trotz des erreichten Achtelfinals in der Champ-League befindet sich Meister RC Harelbeke. In der Meisterschaft gegen den Abstieg kämpfend, musste im Pokalwettbewerb gegen den VC Westerloo das Elfmeterschiessen die Entscheidung bringen, das der RC mit 5:3 für sich entschied. Aufsteiger Oostende tat sich mit einem 1:1 nach 120 Minuten gegen den FC Verbroedering schwer, ehe auch der KVO das Elfmeterschiessen für sich entschied. 

Peter Lomott

Meister und Vizemeister im Viertelfinale

05.07.01 - 4.Spieltag
Der Favorit der Gruppe D, Deutschlands Vizemeister 1.FC Nürnberg, schwächelt. Gegen Schwedens Meister Hammarby IF reicht es gerade einmal zu einem 1:1. Der RC Genk konnte mit einem 2:0-Sieg gegen Ethnikos Assia glänzen und die Führung der Gruppentabelle vor den Nürnbergern übernehmen.
Auch in der Gruppe E schwächeln die Favoriten. Während CD Orense gegen Moldova-Gaz Chisinau mit einem 1:1 einen Punkt rettet, hat Meister Harelbeke gegen Prek. Ivano-Frankovsk mit einer 1:2-Heimniederlage das Nachsehen.

5.Spieltag
Der RC Genk ist durch! Dem Team von Pascal Ott reichte ein 1:1 in Nürnberg, um das Achtelfinale zu erreichen. Genk steht somit mit 9 Punkten ganz oben in der Gruppe D vor dem 1.FCN mit 8 Punkten. Ethnikos Assia, das glatt mit 3:0 gegen Hammarby gewann, ist Dritter mit 7 Punkten, Hammarby ist mit bisher 2 Punkten bereits ausgeschieden. Am letzten Spieltag treffen der 1.FCN und Assia aufeinander. Nürnberg reicht ein Unentschieden, Assia muss gewinnen und Genk ist in jedem Falle weiter.
Nach Harelbekes fulminanten 3:0-Sieg bei Moldova-Gaz Chisinau ist in der Gruppe E nur sicher, dass Chisinau das Achtelfinale nicht mehr erreichen kann. Gleichzeitig gewann Prek. Ivano-Frankovsk überraschend mit 1:0 gegen CD Orense. Harelbeke führt die Gruppe zwar mit 10 Punkten an, aber am letzten Spieltag kommt es zum Duell beim mit 8 Punkten zweitplatzierten CD Orense. Bei einer Harelbeker Niederlage könnte Prek. Ivano-Frankovsk mit einem Sieg über Chisinau noch vorbeiziehen.

6.Spieltag
Was war das denn? Völlig unerwartet verlor der RC Genk sein Heimspiel gegen den bereits ausgeschiedenen Schwedischen Meister Hammarby IF mit 1:2. Wollte Trainer Ott sein Team für den Abstiegskampf schonen? Überraschend auch die 0:1-Heimniederlage des 1.FCN gegen Ethnikos Assia. Somit steht Assia neben dem RC Genk, der schon vor dem letzten Spieltag qualifiziert war, im Achtelfinale.
In der Gruppe E stand die Qualifikation zum Achtelfinale bis zuletzt auf des Messers Schneide. Nicole Tonak sollte Lars Werner von Moldova-Gaz Chisinau vielleicht eine Kiste Bier schicken. Trotz der eigenen 1:3-Niederlage bei CD Orense bescherte Chisinaus überraschender 1:0-Sieg in Ivano-Frankovsk dem RC Harelbeke das Achtelfinale neben CD Orense. Wahnsinn!

Peter Lomott

Nur zwei Erstligisten patzten

28.06.01 - Die Zweitligisten haben in dieser Saison im Pokalwettbwerb einen schweren Stand. Nur zwei von ihnen haben das Achtelfinale erreicht. Darunter ist der FC Verbroedering, der den SK Deinze überraschend deutlich mit 4:2 schlug. Der zweite Zweitligist, der die nächste Runde erreichte, ist der FC Herentals, der den SK Beveren aber erst mit 7:5 nach Elfmeterschiessen besiegen konnte.
Nur mit Mühe setzte sich Meister RC Harelbeke mit 3:2 nach Verlängerung gegen den Zweitligaersten RSC Anderlecht durch. Auch der KV Oostende, 1:0 gegen KV Mechelen, der FC Strombeek, 3:2 gegen RWD Molenbeek, und der VC Westerloo, 7:5 nach Elfmeterschiessen gegen den FC Brügge, hatten sich ihre Begegnungen gegen Zweitligisten leichter vorgestellt. Der Rekordmeister VV St. Truiden dagegen erfüllte mit einem mühelosen 5:1-Sieg gegen Maasmechelen die Erwartungen. Auch der SK Lommel wusste mit einem 4:2-Sieg gegen den favorisierten Excelsior Mouscon im einzigen Erstligaduell zu überzeugen.

Peter Lomott

Meister Harelbeke fast durch

28.06.01 - 1.Spieltag:
Am 1.Spieltag der Champ-League-Gruppe D setzte sich der Deutsche Meister 1.FC Nürnberg gegen den Schwedischen Meister Hammarby IF deutlich mit 4:2 durch. Der Belgische Vizemeister aus Genk hatte da bei Ethnikos Assia, dem Meister aus Zypern, schon mehr Mühe. Der RC Genk konnte mit einem 2:2 zwar einen Punkt aus Assia entführen, musste aber dem 1.FC Nürnberg die Führung in der Gruppentabelle überlassen.
In der Gruppe E gab es zwei Auswärtssiege. Spaniens Meister CD Orense war beim Moldawischen Meister Moldova-Gaz Chisinau zu Gast und gewann knapp mit 2:1. Belgiens Meister RC Harelbeke gewann beim Ukrainischen Vizemeister Prek. Ivano Frankovsk mit 3:2 und ist erster Tabellenführer.

2.Spieltag
Zur Genker Champions-League-Heimpremiere im ausverkauften Thyl-Gheyselinckstadion war der 1.FC Nürnberg zu Gast, der mit 2:1 geschlagen werden konnte. Genks erster Gegner Ethnikos Assia gewann gegen Hammarby IF mit 3:2 und übernahm mit 4 Punkten die Führung in der Tabelle. Hammarby bleibt weiter ohne Punkte.
Die beiden Sieger des 1.Spieltags in der Gruppe E tauschten ihre Gegner und siegten erneut. Prek. Ivano-Frankovsk musste in Orense eine 2:3-Niederlage hinnehmen, Chisinau verlor in Harelbeke mit 1:2. Somit führen der RC Harelbeke und CD Orense punkt- und torgleich die Gruppe an.

3.Spieltag
Völlig enttäuscht kehrte der RC Genk aus Schweden zurück. Nach Hammarbys bisherigen Auftritten hatte man 3 Punkte fest eingeplant, doch es reichte nur zu einem 2:2. Der 1.FC Nürnberg dagegen konnte die Erwartungen erfüllen ,schlug Ethnikos Assia glatt mit 3:1 und übernahm dadurch die Führung in der Gruppe D.
Der Belgische Meister RC Harelbeke freute sich über ein ausverkauftes Haus beim Gastspiel von CD Orense. Die beiden Favoritenteams lieferten sich beim 2:2 einen Kampf bis aufs Messer. sodass sie weiterhin gemeinsam die Gruppe anführen. Auch die beiden Aussenseiter aus Chisinau und Ivano-Frankovsk teilten sich die Punkte. Hier hiess das Ergebnis 3:3.

Peter Lomott

Excelsior Mouscron nach Siegesserie an der Spitze

28.06.01 - Am 2. Wochenende dieser Saison hat Excelsoir Mouscron vier Siege gefeiert.  Am vergangenen Wochenende hat Trainer Johannes Kalwa die Erfolgsserie gleich weitergesetzt.  Nach Siegen bei Schlußlicht KV Oostende und gegen früheren Tabellenführer SK Beveren hatte Mouscron sechs Spiele in folge gewonnen.  Nach einem harterkämpften Unentschieden am 11. Spieltag bei Eintracht Aalst konnte Mouscron das Spitzenduell gegen
Germinal Beerschot souverän mit 2:0 gewinnen und die Tabellenführung übernehmen.  Nach nur einem Punkt in den ersten vier Spielen hat Mouscron nun 22 Punkte aus den letzten acht.

Trotz der Niederlage in Mouscron hatte Germinal Beerschot auch wieder ein gutes Wochenende, mit Siegen in den anderen drei Spielen.  Damit steht GBA ebenfalls mit 23 Punkten nur wegen der schlechteren Tordifferenz auf Platz zwei.  Der dritte des Führungstrios ist Aufsteiger AA Gent mit ebenfalls 23 Punkten.  Auch Gent konnte drei Siege am Wochenende feiern.  Weil die anderen Aufsteiger zur Zeit nur auf den Plätzen 13 und 18 stehen, hat wahrscheinlich einzig Gent die Chance wie in den letzten zwei Saisons SK Lommel und RC Harelbeke als Aufsteiger Meister zu werden.

Die ersten drei konnten sich trotz guten Leistungen aber nicht von ihren Verfolgern absetzten.  Gleich hinter ihnen stehen die bisher zwei  offensivstärksten Mannschaften.  SK Beveren ist trotz 7 Punkten – darunter ein 4:0 Siege gegen Gent – von der Tabellenspitze bis auf Platz 4 abgerutscht, hat aber nur ein Punkt weniger als der erste.  Und Rekordmeister VV St. Truiden ist mit seinen 20 Punkten auch wieder oben mit dabei.  Pokal und Supercupsieger FC Vigor lauert mit ebenfalls 20 Punkte auf Platz 6. 

Am anderen Tabellenende sieht es für KV Oostende trotz einem Trainerwechsel und dem langersehnten ersten Sieg weiterhin sehr schlecht aus.  Nach 12 Spielen hat Oostende nur 3 Punkte auf dem Konto und wird schon als fast sicherer Absteiger gehandelt.  Nicht viel besser läuft die Saison für SC Charleroi.  Mit ebenfalls nur einem Sieg und 6 Punkten ist der Anschluß zu den Nichtabstiegsplätzen schon fast verloren. 

Thies Kolln

RC Genk für die Gruppenspiele qualifiziert

21.06.01 - Der RC Genk hat es geschafft! Neben Meister RC Harelbeke ist das Team von Pascal Ott für die Gruppenspiele der Championsleague qualifiziert.

Genk musste zuerst bei Widzew Lodz in Polen antreten. In der ersten Halbzeit hatte Genk mehr vom Spiel als Gastgeber Widzew Lodz. Schon in der 11. Spielminute gelang dem RC Genk der Führungstreffer zum 1:0. Bis zur Pause bleib Genk die dominierende Mannschaft. Nach knapp zwanzig Minuten der zweiten Halbzeit gelang den Gastgebern  der Ausgleich. Doch dem RC Genk gelang weitere vier Minuten später die erneute Führung zum 2:1.
 

Zuhause im Thyl-Gheyselinckstadion hätte sich der RC Genk sogar eine 0:1-Niederlage erlauben können. Doch schon mit dem 1:0 in der 9. Minute machte Genk klar, dass nur ein Sieg zählte. Demzufolge fiel nach einer Viertelstunde das 2:0. Genk wollte in die Gruppenspiele, das war klar. Doch es wurde versäumt, nach diesem furiosen Auftakt, den Sack zuzumachen. Eine Minute vor der Pause gelang den Gästen der Anschlusstreffer zum 1:2. In der zweiten Halbzeit tat Genk nicht mehr als nötig und schaukelte dieses Ergebnis nach Hause. Genk ist drin in den Gruppenspielen!

Die Auslosung ergab folgende Gruppen:

Meister RC Harelbeke muss sich mit Prek. Ivano-Frankovsk (2.Ukraine), Moldova-Gaz Chisinau (Moldawischer Meister) und CD Orense (Spanischer Meister) auseinandersetzen.
Die Gruppengegner von RC Genk heissen 1.FC Nürnberg (2.Deutschland), Hammarby IF (Schwedischer Meister) und Ethnikos Assia (Zypriotischer Meister). 
 

UEFA-Cup 

Alle drei Teilnehmer sind draussen
Germinal Beerschot war zuerst in Portugal bei Salgueiros Porto zu Gast und konnte nur über eine beeindruckend aufspielende Portugiesische Mannschaft staunen. In der 16. Minute klingelte es zum erstenmal im Germinal-Tor. Danach war Porto zwar weiterhin die stärkere Mannschaft, aber bis zur Pause blieb es beim 1:0. In der zweiten Halbzeit konnte sich Porto von Anfang an Chance auf Chance erspielen. Germinal war kaum noch in der Lage, dem Druck der Gastgeber standzuhalten. Dann ging es Schlag auf Schlag. So fiel in der 68. Minute das 2:0 und in der 72. Minute das 3:0. Germinal verkürzte in der 76. Minute zwar noch auf 1:3, doch Porto setzte mit dem 4:1 im Gegenzug den Schlusspunkt in dieser Partie.

Die Vorzeichen für das Rückspiel waren denkbar schlecht. Schliesslich musste die Partie mindestens mit 3:0 gewonnen werden. Das Team von Trainer Kolln ging entsprechend nervös in dieses Spiel. Schon nach 10 Minuten lagen die Gastgeber erneut mit 0:1 zurück. Jetzt waren schon vier Tore nötig, um zumindest eine Verlängerung zu erzwingen. In der 12. Minute gelang auch prompt der Ausgleich. Auf das 2:1 mussten die Fans von Beerschot dann aber bis zur 86. Minute warten. Das war das Aus.
 

Genau wie Genk musste auch der SK Deinze in Polen antreten. Gastgeber war das Team von Stomil Olsztyn, das in der 26. Minute die 1:0-Führung erzielte. Eine Viertelstunde später fiel dann schon das 2:0. Mit diesem Zwischenstand ging es dann in die Pause. In der 73. Minute gelang den Gastgebern das eigentlich vorentscheidende 3:0. Mit einem Doppelschlag kurz vor Spielende kam Deinze aber noch einmal auf 2:3 heranwas die Chance auf ein Weiterkommen erheblich erhöhte.

Zuhause im Burgemeester-Van-De-Wiele-Stadionmusste also mindestens ein 1:0- oder 2:1-Sieg her, doch wie schon im Hinspiel lag Deinze bereits nach 21 Minuten mit 0:1 hinten. Als nach 32 Minuten das 0:2 fiel, war die Stimmung im Stadion auf dem Nullpunkt. Der SK Deinze gab sich aber noch nicht auf und konnte kurz vor der Pause den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielen. In der 75. Minute gelang dem Team von Trainer Engel sogar der Ausgleich. Hoffnung keimte auf. Diese machten die Gäste aber mit dem 3:2-Siegtreffer zwei Minuten vor Schluss zunichte. 
 

Einen offenen Schlagabtausch lieferte sich Pokalsieger FC Vigor beim Schottischen Club FC St. Johnstone. Nach einer knappen halben Stunde konnte der FC Vigor die 1:0-Führung erzielen. Mit einem Doppelschlag in der 32. und 33. Minute erzielten die Schotten den Ausgleich und Vigor die erneute Führung zum 2:1. Innerhalb von drei Minuten drehte sich kurz vor der Pause das Spiel, indem der FC St. Johnstone mit zwei Treffern zum 3:2 in Führung ging. Mitte der zweiten Halbzeit bauten die Gastgeber ihre Führung sogar auf 4:2 aus. Fünf Minuten vor Spielende gelang dem FC Vigor noch der Anschlusstreffer zum 3:4.

Auch in der heimischen Arena konnte der FC Vigor das erste Tor erzielen. Zehn Minuten später gelang den Gästen der Ausgleich und weitere 15 Minuten später sogar die 2:1-Führung. Eine Viertelstunde vor Schluss gelang Vigor zwar noch der Ausgleich, doch die Schotten liessen mt dem Siegtreffer mit dem Schlusspfiff nichts mehr anbrennen. 
 

Peter Lomott

Noch keine klare Führungsgruppe

14.06.01 - Nach acht Spielen in der Saison 2001’3 sind die Vereine am oberen Tabellenende noch dicht gestaffelt. Es gibt also noch keinen frühen Favoriten für den Titel wie im letzten Jahr RC Harelbeke, der sich schon zu diesem Zeitpunkt ein Vorsprung von drei Punkten geschafft hatte.  SK Beveren und Cercle Brügge haben beide 15 Punkte, aber drei Vereine habe 14 Punkte, zwei haben 13, zwei haben 12, zwei habe 11 und drei haben 10.

Spieltag 5:  In zwei Spielen kam es zu Aufeinandertreffen von ehemaligen Meistern und Vizemeistern.  In St. Truiden empfing der Meister 2000’4 den damaligen Vizemeister aus Westerloo.  Es war ein ausgeglichenes Spiel in dem keine Mannschaft bereit war viel Risiko einzugehen.  Zweimal konnten
die Gäste einen Vorsprung erzielen, aber St. Truiden hatte beide male eine Antwort.  Das 2:2 hat aber keinem geholfen weil dabei beide in der Tabelle um einen Platz abrutschten (St. Truiden auf Platz 7, Westerloo auf Platz 11).
In Antwerpen war der Meister 2001’1 SK Lommel beim damaligen Vizemeister Germinal Beerschot zu Gast. Lommel agierte sehr offensiv, spielte sich aber nicht viele ernste Torchancen heraus.  GBA war bereit dem Gast etwas Spielfeld zu überlassen um sich mehr Platz für Steilpässe zu schaffen.  Am Ende hat sich diese Taktik der Heimmannschaft als erfolgreich bewiesen als GBA in der letzten Viertelstunde per Konter das 2:1 erzielte.
In anderen Spielen haben SK Beveren (3:1 gegen Deinze) und Cercle Brügge (2:1 gegen AA Gent) mit Heimsiegen die ersten zwei Plätze verteidigt.  Mit einem Vorsprung von 3 Punkten vor dem Dritten sah es zu dieser Zeit aus als ob sie sich vielleicht etwas von den Verfolgern absetzten könnten.

Spieltag 6:  In zwei Spielen wurde an diesem Spieltag den Zuschauern Torfestivale geboten.  Excelsior Mouscron schoß mit seiner besten Leistung der Saison vier Tore gegen die Besucher aus St. Truiden, die immerhin auch zweimal erfolgreich waren.  In Deinze konnte Eintracht Aalst mit ebenfalls vier Treffern drei wichtige Auswärtspunkte holen. 
Spitzenreiter Beveren schaffte auswärts bei VC Westerloo nur ein Unentschieden, aber blieb dank Cercle Brügges 2:1 Niederlage in Lommel an der Spitze.

Spieltag 7:  Der Spieltag der Unentschieden-Spiele.  Gleich fünf der neuen Parteien endeten mit einem Remis.  Dreimal – in den Spielen St. Truiden - Gent, Lommel - Waregem und Aalst - Strombeek – gab es ein 3:3.  Die Spiele zwischen dem Tabellenführer Beveren und Meister RC Harelbeke sowie zwischen dem Tabellenzweiten Cercle Brügge und Vizemeister RC Genk endeten 1:1.  Wegen den vielen Spielen ohne Sieger gab es in der Tabelle nur wenige Änderungen.
Neben den vielen Unentschieden war es auch ein besonders schlechter Tag für die Heimmannschaften.  Nur Germinal Beerschot (2:1 gegen Deinze) und Standard Lüttich (3:1 gegen Westerloo) konnten im heimischen Stadion drei Punkte holen.

Spieltag 8:  Es gab an diesem Spieltag zwei 1:0 Spiele die eigentlich nur interessant waren wein zwei Mannschaften ihre Serien darin fortsetzten.  Mit einem 1:0 gegen Standard Lüttich hat Excelsoir Mouscron den vierten Sieg in folge gefeiert.  Nach einem schlechten Anfang mit nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen (und damit Platz 17) steht Mouscron jetzt auf Platz 6.
In Westerloo gewann die Heimmanschaft ebenfalls mit 1:0.  Für die Gastmannschaft aus Oostende bedeutete das die achte Niederlage in acht Spielen.  Obwohl es noch viele Spiele in dieser Saison gibt, sieht es für den Aufsteiger mit null Punkten und –10 Tordifferenz schon nach einer katastrophalen Saison aus.  Trainerin Annika Stappmanns, vor kurzer Zeit noch wegen dem Aufstieg gefeiert aber nun nur von Pfiffen der Oostende-Anhängern begrüßt, verließ gleich nach dem Spiel den Verein in Richtung Ausland.  Ihrem Nachfolger steht eine schwere Aufgabe vor.

Thies Kolln

Genk mit Freilos, Cercle raus

14.06.01 - Championleague-Qualifikation
Dem RC Genk winkte in der zweiten Champ-League-Quali-Runde (was für ein Wort) mit einem von fünf Freilosen das Glück. In der dritten Quali-Runde muss das Team von Trainer Ott nach Polen zu Widzew Lodz.

UEFA-Cup-Qualifikation
Aus und vorbei!!! Cercle Brügge ist draussen. 
Im Hinspiel beim Ukrainischen Team Stal Altschevsk konnte Cercle zwar einen 1:0-Rückstand nach einer Viertelstunde gleich im Gegenzug ausgleichen, aber Stal Altschevsk ging nach einer Stunde Spielzeit erneut in Führung und rettete diese über die Zeit.

Auch im heimischen Jan-Breydelstadion lief das Team von Trainer Urban einem Rückstand hinterher. Stal Altschevsk ging in der 29. Minute nach einem Fehler in Cercles Hintermannschaft mit 1:0 in Führung. Zwar glückte in der 78. Minute der Ausgleich, aber dabei blieb es dann auch. Das war das Aus für Cercle Brügge. Die Spieler verliessen mit hängenden Köpfen und dem Bewusstsein, eine grosse internationale Chance verspielt zu haben den Platz. 

Auch der Auftritt von Germinal Beerschot beim unbekannten Albanischen Club Skenderbeu Korce war alles andere als berauschend. Nach 13 Minuten gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Als das Spiel drohte, zum Langweiler zu werden, gelang Beerschot der Ausgleich, mit dem es auch in die Pause ging. In der zweiten Hälfte bemühten sich die Gastgeber, das Ergebnis über die Zeit zu retten, was ihnen auch gelang. Doch dieses Unentschieden wird Beerschot wohl mehr nutzen als Korce.

Beim Rückspiel in Antwerpen war jede Menge Spannung drin. Dem Team von Trainer Kolln würde Aufgrund des 1:1 aus dem Hinspiel ein 0:0 reichen. Mit diesem Bewusstsein ging sein Team wohl auch ins Spiel. Bis zur Pause wurde nicht mehr, als nötig getan. So gingen beide Teams mit dem Spielstand von 0:0 in die Pause. In der zweiten Halbzeit schien ein anderes Team in den Trikots von Germinal zu stecken.Endlich war der Siegeswille zu erkennen. Nicht erst als in der 49. Minute noch die Latte rettete, lag das 1:0 in der Luft. In der 71.Minute fiel dann die langersehnte Führung. Doch dieses Tor war wohl die Initialzündung für die Gäste aus Albanien, denen in der 84. Minute der Ausgleich gelang. Jetzt war es still im Stadion. Die Verlängerung drohte. Doch in der 89. Minute gelang Germinal der vielumjubelte Siegtreffer. Germinal Beerschot steht in der 1. Hauptrunde des UEFA-Cups.

Peter Lomott

Titelverteidiger FC Vigor scheitert in der ersten Runde

14.06.01 - In der ersten Pokalrunde gab es einige Überraschungen. So warf Pokalfinalist RWD Molenbeek mit einem 1:0 beim SV Waregem gleich einen Erstligisten aus dem Wettbewerb. Für den Pokalverteidiger FC Vigor dagegen bedeutete das Gastspiel des von Nationaltrainer Niessen gecoachten VC Westerloo gleich das Ende aller Träume von einer erfolgreichen Titelverteidigung. Westerloo zog mit einem 2:1 in die zweite Runde ein. Eine weitere Überraschung gelang dem Zweitliga-Team von Maasmechelen, das den Belgischen Vertreter in der CL-Quali RC Genk mit 2:1 n.V. schlug. Für den SC Charleroi bedeutete eine blamable 3:1-Niederlage n.V. in Herentals das Aus in Runde eins. Auch Jupiler-Liga-Aufsteiger AA Gent zog gegen einen Zweitligisten den Kürzeren. Gegen den KV Mechelen setzte es eine 1:2-Niederlage.Sehr stark präsentierte sich Aufsteiger KV Oostende beim knappen 1:0-Sieg in Lüttich.Überraschend auch die 1:3-Heimniederlage von UEFA-Cup-Quali-Teilnehmer Beerschot gegen den Aufsteiger FC Strombeek.
Meister RC Harelbeke dagegen konnte sich erwartungsgemäss mit 2:0 gegen Zweitligaschlusslicht Lierse SK durchsetzen. Mit dem gleichen Ergebnis gewann Excelsior Mouscron gegen den SK Lokeren. Rekordmeister VV St. Truiden konnte das Spiel gegen Zweitligist RTFC Lüttich erst nach Verlängerung mit 2:1 für sich entscheiden. Teuer verkauft hat sich auch Absteiger AA La Louvriere, der beim UEFA-Cup-Teilnehmer SK Deinze knapp mit 0:1 verlor.
Zwei Krimis bekamen die Zuschauer beim Erstligaduell in Aalst -gegen Lommel- und beim Zweitligaduell in Kortrijk -gegen den FC Brügge- geboten. Bei beiden Begegnungen gewann der Gast mit 5:4 nach Elfmeterschiessen.
Das Duell der beiden Erstplatzierten der Jupiler-Liga, SK Beveren und Cercle Brügge, entschied Beveren nach grossem Kampf mit 2:1 für sich.

Weitere Ergebnisse:
FC Verbroedering - FC Antwerpen 1:0
Excelsior S. Niklaas -  RSC Anderlecht 1:2

Peter Lomott

Die Mannschaften im Check

07.06.01 - RC Harelbeke (Letztes Jahr:  63 Punkte, Meister): Letztes Jahr wurde Harelbeke als Aufsteiger souverän Meister.  In den letzten Jahren war es aber für Aufsteiger im zweiten Jahr immer sehr schwer, besonders wenn sie in der ersten Saison gut abgeschnitten haben.  In 2001/2 hatte Harelbeke die zweitbeste Abwehr der Liga, aber dieses Jahr werden die Gegner gegen den amtierenden Meister alles geben. Harelbeke wird also zeigen müssen daß sie auch Erfolg haben können wenn ihre Gegner mehr Tore schießen.  Dazu kommt die dreifache Belastung durch Liga, Pokal und Champions League.  Prognose: Mit voraussichtlich mehr Gegentore wäre mehr als ein Platz im Mittelfeld eine Überraschung.

RC Genk (58 Punkte, Vizemeister):  Angesichts Genks 72 erzielten Toren (neuer Jupiler Liga Rekord) war die Vizemeisterschaft sogar etwas unglücklich.  Im kommenden Jahr wird Genk aber die selben Probleme wie Harelbeke konfrontieren:  hochmotivierte Gegner und dreifache Belastung.   Deshalb wird auch für Genk der eigene Sturm der Schlüssel zum Erfolg sein.  Prognose:  Wegen dem überragenden Sturm hat Genk die beste Chance die schwarze Serie der erfolgreichen Aufsteiger zu brechen.  Ein einstelliger Tabellenplatz wird von Genk erwartet, und diese Mannschaft könnte auch wieder um die Meisterschaft spielen. 

SK Deinze (56 Punkte, UEFA Cup):    Wie wird Deinze den Kollaps am Saisonende verkraften?  Am 32. Spieltag wurde noch auf die Meisterschaft gehofft, dann nach zwei Niederlagen sogar die Champions League verpaßt.  Die Moral der Mannschaft wird wohl diese Saison kritisch sein – ein Fehlstart könnte katastrophal sein.  Prognose:  Die ersten acht bis zwölf Spiele werden entscheidend sein.

FC Vigor (53 Punkte, Pokalsieg, UEFA Cup):  Vigor geht nach dem Pokalsieg mit großen Ambitionen ins neue Jahr.  Trainer Björn Schaubs:  „Pokalsieg war nur der erste Streich! Vigor wird jetzt aufrüsten und in der nächsten Saison die Meisterschaft ansteuern! Desweitern hoffe ich Belgien im UEFA-CUP würdig zu vertreten. Minimalziel Achtelfinale“  Schaubs, erst seit dem 16. Spieltag der vergangenen Saison bei Vigor, muß aber noch beweisen daß er nicht nur im Endspurt sondern auch über die lange Saison erfolgreich das Team leiten kann.  Prognose:  Schwer zu beurteilen, also wäre weder Meisterschaft noch Abstieg eine große Überraschung.

Germinal Beerschot (53 Punkte, UEFA Cup Quali):  Nach zwei Jahren unter den ersten 5 der Liga und drei Auftritte in einem europäischen Cup in vier Jahren sollte in Antwerpen Freude herrschen.  Jedoch schraubt Trainer Thies Kolln die Erwartungen eher herunter:  „Es ist sehr schwer jedes Jahr in  der Liga solche Erfolge zu bringen.  Nach zwei guten Saisons erwarten wir sehr harte Konkurrenz im neuen Jahr.  Ein Platz im gesicherten Mittelfeld ist unser Ziel.  Vor allem wollen wir nach mäßigen Erfolgen in Europa dieses Jahr zeigen, daß diese Mannschaft auch International mithalten kann.“  Prognose:  Die Mannschaft hat trotz seinen Erfolgen nicht bewiesen, daß sie für einen Titel reif ist.  Ein Einstelliger Tabellenplatz ist durchaus machbar, aber das Versinken in den Abstiegskampf (wie vor zwei Jahren) ist auch vorstellbar.

Cercle Bruegge (53 Punkte, UEFA Cup Quali):  Nach zwei Jahren im Mittelfeld spielte Cercle letztes Jahr wieder oben mit.  Trotz unterschiedlichen
Platzierungen hat Cercle aber in letzten Jahren eine sehr konstante Offensivleistung (58, 58, 62, 59 Tore).  Ausbeuten von rund 60 Toren sind zwar meistens gut genug um den Abstieg zu verhindern, reichen aber nicht um ernst um den Titel zu Spielen.  Prognose:  Ein einstelliger Tabellenplatz sollte schon drin sein, aber mehr Tore sind nötig um ende dieser Saison noch mal im internationalen Geschäft zu stehen statt wieder im Mittelfeld zu weilen.

SV Waregem (50 Punkte):  Waregem hat noch ganz am Ende der letzten Spielzeit einen neuen Trainer geholt mit der Hoffnung daß nach vier Jahren im oberen Mittelfeld (8., 4., 6., 7.) dieses Jahr ganz oben mitgespielt wird.  Der neue Trainer, Peter Lomott, sagt dazu aber nur folgendes: „Ich war von dem Angebot, das mir der SV Waregem gemacht hat, so dermaßen überrascht, daß ich mich bisher nur sehr wenig über die Belgische Liga informieren konnte.  Deshalb wird der SV Waregem in der neuen Saison erst einmal nur mit dem Strom schwimmen können. Ein gesicherter Mittelfeldplatz mit Tendenz nach oben sollte das Ziel sein.“  Es gibt also schon am Anfang Lomotts Laufzeit mögliche Reibungen zwischen einem Vorstand das große Erfolge verlangt und einem Trainer der die Erwartungen zurückschrauben will.  Prognose:  Lomott fühlt sich in Belgien wohl, aber besonders bei einem Fehlstart könnte es für ihn unangenehm werden.  Aufgrund seiner bisherigen Leistungen sollte ein Mittelfeldplatz drin sein.  Ob das aber dem Vorstand genügt?

SK Lommel (49 Punkte):  Nach einer desolaten Leistung in der Hinrunde erlebte der Vorjahresmeister einen starken Aufwind in der zweiten Hälfte der Saison und konnte mit der besten Rückrundenbilanz wieder überzeugen.  Dazu kommt daß in der ersten Hälfte die extra Belastung durch Champions League Gruppenspiele wohl sehr schwer wog.  Trainer Sten Leissner hofft daß er seine Erfolgsserie weitersetzen kann:  „Es wird schwierig werden, in der neuen Saison ähnliche Erfolge, wie in den vergangenen Jahren zu feiern. Pokal-Halbfinale, Aufstieg, Meisterschaft und das Erreichen des Champions League-Halbfinales waren die Ergebnisse einer konsequenten und harten Arbeit des Vereins, der Spieler und der Fans. Langfristig muß das Ziel sein, eine feste Größe im belgischen Fußball zu werden. Internationale Qualifikationen und Aufmerksamkeit lassen sich nur über Erfolge in der Liga erreichen. Deshalb ist es wichtig, daß wir nächste Saison an die guten Leistungen der Rückrunde anknüpfen, von Anfang an den Abstiegsrängen fernbleiben und die europäischen Startplätze im Blick behalten. Platz 3 bis 8 ist deshalb unser Saisonziel.“  Prognose:  Angesichts der starken Rückrunde muß
Lommel zu den Favoriten zählen.

Eintracht Aalst (46 Punkte):  In den letzten zwei Jahren war Aalst dank einer soliden Abwehr zwei mal auf dem 9. Platz.  In dieser Zeit hat kein Verein
weniger Gegentore erlaubt als die Eintracht.  Aber Sorgen gibt es wegen dem Sturm – in beiden Jahren feierte Aalst die zweitwenigsten Tore.  Und es hat sich in Belgien und anderswo schon gezeigt daß man sich auf Dauer nicht nur auf seine Abwehr verlassen kann.  Prognose:  Wenn der Sturm sich dieses Jahr nicht verbessert muß Aalst zu den Abstiegskandidaten zählen.

SK Beveren (44 Punkte):  Letztes Jahr war für Beveren von durchwachsenen Auftritten in der Liga und Riesenerfolgen in Europa geprägt. Der 9. Platz konnte nach einem 3. Platz und dem Viertelfinale im UEFA Cup nur enttäuschend sein.  Aber bei so einer Doppelbelastung sind schon viele Vereine in der Liga abgerutscht.  Prognose:  Ohne Doppelbelastung ist Beveren möglicherweise vor dem großen Sprung nach vorne.  Wenn die Mannschaft gut startet könnte sie um die Meisterschaft spielen.

VV St. Truiden (43 Punkte):  Zum ersten mal seit 1999/4 hat sich St. Truiden nicht für einen internationalen Startplatz qualifiziert.  Der Verein
ist vor einem Wendepunkt:  geht es nach einem 5. und einem 10. Platz nun weiter Bergab (sogar vielleicht richtung 2. Liga) oder wird die Form die St. Truiden schon 4 Meistertitel gebracht hat wiedergefunden?  Eine Nummer die viel Hoffnung macht ist die Torausbeute der letzten Saison (68, fünftbeste der Geschichte der Jupiler Liga).  Wenn dieses Jahr auch die Abwehr erfolgreich neugestaltet werden kann, wird es sehr schwer sein gegen St. Truiden Punkte zu holen.  Prognose:  Wir rechnen mit der Wiederbelebung des Vereins – St. Truiden wird wieder ganz oben mitspielen.

Standard Luettich (42 Punkte):  Jahrelang galt Standard als „Aufzugsmannschaft“ -- 1999’4 abgestiegen, 1999’5 wieder aufgestiegen, 2000’1 wieder
runter, und 2000’4 zurück in die erste Liga.  Jetzt scheint der Verein sich aber im Mittelfeld der Jupiler Liga zu etablieren.  Mit dem größten Stadion der Liga (Stade de Sclessin, 30000 Zuschauer) sollte aber wenigstens finanziell dem weiteren Erfolg nichts im Weg stehen.  Prognose:  Ein gesicherte Mittelfeldplatz wird erwartet – schafft die Mannschaft dieses Jahr den Durchbruch nach oben?

VC Westerloo (40 Punkte):  Nach der sensationellen Vizemeisterschaft im Aufstiegsjahr 2000’4 zeigt Westerloos Tendenz eindeutig nach unten.  2001’1 dank einem starken Endspurt noch 7., letztes Jahr nur 13.  Viele Fragen hängen um diesen Verein:  Welches ist die wahre Mannschaft aus Westerloo?  Ist für Trainer Alfred Niessen die Doppelbelastung Vereinstrainer und Nationalmannschaft-Teamchef zu viel?  Kann der einst gefürchtete Sturm wieder die 60-Tore-Hürde erzielen?  Vielleicht werden diese Fragen in der kommenden Saison beantwortet.  Prognose:  Dies ist die Stunde der Wahrheit für Westerloo.  Noch ist in dieser Saison alles möglich.  Ein weiteres abrutschen würde aber Zweitligafußball bedeuten.

Excelsoir Mouscron (39 Punkte):  Mouscron hat zwar noch nie einen Titel gewonnen, ist aber dank soliden Leistungen über lange Jahre dritter in der ewigen Tabelle.  In den Jahren 2000’3 bis 2001’1 schien dem Sturm aber die Puste auszugehen (50, 52, 53 Tore).  2001’2 gab es einen durchbruch – 60 Tore – aber dann ließ die Abwehr nach.  Ergebnis:  zwei Jahre bis zum letzten Tag fest im Abstiegskampf, und am Ende doch noch der rettende 14. Platz.  Ist Mouscron also unabsteigbar?  Oder hält das Glück nur so lange?  Prognose:  Ohne eine Steigerung der Offensivleistung wird Mouscron wieder um den Klassenerhalt zittern müssen.

SC Charleroi (39 Punkte):  Die Ähnlichkeiten zu Mouscron sind enorm:  Charleroi ist auch eins der fünf Vereine die nie abgestiegen sind, ist fünfter der
ewigen Tabelle, und hat in den letzten zwei Jahren nur knapp den Klassenerhalt geschafft (zwei mal 15.).  Der Abstiegskampf ist in Charleroi sehr bekannt:  in 10 Saisons gab es außer der Meisterschaftssaison 1999’3 nur einmal einen einstelligen Tabellenplatz.  Prognose:  Charleroi scheint für den Abstiegskampf prädestiniert zu sein.  Ein einstelliger Tabellenplatz wäre eine Überraschung.

AA Gent (57 Punkte in Liga 2), FC Strombeek (56 Punkte in Liga 2), KV Oostende (54 Punkte in Liga 2):  Bei den drei Aufsteigern wird noch der Erfolg der vergangenen Saison gefeiert.  Aber nun muß auch an die neue Aufgabe gedacht werden.  Die Trainer sagen öffentlich das sie nur den Klassenerhalt anstreben, zum Beispiel Hannes Schulz (FC Strombeek): „Bin neu in der 1.Division! Gerade aufgestiegen! Noch herrscht Freudentaumel in Strombeek! Ich bin überglücklich! Natürlich kann für mich nur der Klassenerhalt das Ziel sein! 40 Punkte,dann mal weiterschauen!“  Aber nach den Erfolgen die Neuaufsteiger in den letzten Jahren hatten müssen die Trainer, wenn auch nur heimlich, nach einem Titel sehnen.  Gent und Oostende zeigten in
der zweiten Liga mit 63 bzw. 65 Toren daß sie vom Sturm her auf jeden Fall für die erste Liga reif sind.  Prognose:  Alles ist für die Aufsteiger möglich. 
Einer könnte Meister werden.  Es könnte aber auch eine Trotzreaktion der etablierten Erstligisten geben, die ein oder mehr der Aufsteiger wieder in die zweite Liga schickt.

Thies Kolln

Beerschot und Cercle Brügge erreichen zweite Qualifikationsrunde

07.06.01 - Puh, das war knapp! Für Germinal Beerschot und Cercle Brügge hätte die 1. Qualifikationsrunde für den UEFA-Cup durchaus das Ende bedeuten können.

Germinal musste zuerst in Litauen bei Lietava Jonava antreten. Die Gastgeber legten auch gleich los, wie die Feuerwehr, dass man schon Angst um Beerschot haben musste. Bis zur Pause schossen sie eine ungefährdete 4:1-Führung heraus, so dass Trainer Kolln in der Kabine wohl ein gehöriges Donnerwetter auf seine Spieler los liess.
In der zweiten Halbzeit konnte Germinal das Spiel ausgeglichener gestalten. Die Abwehr legte endlich wieder die gewohnte Sicherheit an den Tag, so dass sich immer wieder Konterchancen ergaben. Mitte der zweiten Halbzeit führte einer dieser Konter zum wichtigen 2:4. Mehr war an diesem Tage für Germinal nicht drin.

Vor ausverkauftem Haus im Olympisch Stadion zeigte Germinal Beerschot vor allem in der zweiten Halbzeit eine Klasseleistung. Nach anfänglich vorsichtigem Abtasten in der ersten Halbzeit gelang Germinal nach einer Viertelstunde die 1:0-Führung. Doch wer dachte, dieses Tor würde dem Kolln-Team Sicherheit verleihen, sah sich getäuscht. Die Gäste von Lietava Jonava drängten mächtig aufs Germinal-Tor vergaben aber selbst todsichere Chancen. Langsam, aber sicher konnte sich Germinal aus der Umklammerung lösen und kurz vor der Pause das psychologisch so wichtige 2:0 erzielen.
In der zweiten Halbzeit spielte Germinal seinen Gegner schwindelig. Zehn Minuten nach der Pause fiel nach einer sehenswerten Kombination das 3:0, weitere zehn Minuten später per Freistoss das 4:0. War's das? Nein, denn Lietava gelang postwendend das 1:4. Es durfte gezittert werden. Letztendlich reichte es. Germinal Beerschot ist in der Qualifikationsrunde zwei. 

Auch für Cercle Brügge war die erste Qualifikationsrunde alles andere als ein Spaziergang. 
Brügge erwartete im heimischen Jan-Breydelstadion den FC Bangor aus Nordirland. Die Nordiren wurden kalt erwischt, denn gleich in der 2. Minute ging Cercle Brügge mit 1:0 in Führung. Nach zehn Minuten baute das Team von Thomas Urban die Führung sogar auf 2:0 aus und alles sah nach einer klaren Angelegenheit aus. Doch plötzlich lief bei Brügge nichts mehr zusammen. Klarste Chancen wurden vergeben und mit dem Pausenpfiff fiel das 1:2.
In der zweiten Halbzeit drückte der FC Bangor auf den Ausgleich. Aber die Brügger Hintermannschaft hielt den 2:1-Sieg fest.

Auch in Bangor erwischte Cercle Brügge den besseren Start. In der 5. Minute bekam Cercle nach einem üblen Foul einen direkten Freistoss zugesprochen, der zur 1:0-Führung führte. Mitte der ersten Halbzeit zog Cercle auf 2:0 davon und die nächste Runde rückte immer näher. Doch wie schon in der ersten Begegnung war das Urban-Team in der zweiten Hälfte nicht mehr wiederzuerkennen. Die logische Konsequenz war dann der Ausgleich von Bangor per Doppelschlag. Dabei blieb es dann und für Brügge reichte es, um in die nächste Runde einzuziehen.
 

Champions-League-Qualifikation: RC Genk überzeugt gegen Ararat Erewan

Nach einer solchen Odyssee Richtung Armenien war zu erwarten, dass der RC Genk keine Topleistung bringen kann. Die weite Anreise steckte den Spielern  noch in den Knochen. Das ausgeruhte Team von Ararat Erewan führte bis kurz vor der Pause erwartungsgemäss mit 2:0. Für Genk ging es nur darum, sich so teuer wie möglich zu verkaufen, um zu Hause alles klar zu machen. Mit dem Anschlusstreffer zum Endstand von 1:2 gelang es dem Ott-Team auch.

Im heimischen Thyl-Gheyselinckstadion zog der RC Genk dann alle Register. In der zwölften Minute ging der RC durch einen sehenswerten Alleingang des Liberos mit 1:0 in Führung. Nach einer halben Stunde fiel das 2.0 nach einer Ecke. Erewan gab sich noch nicht geschlagen und verkürzte im Gegenzug auf 1:2.
In der zweiten Halbzeit wurde der RC Genk immer stärker und erhöhte auf 3:1.Danach hatte Erewan nichts mehr entgegenzusetzen. So schoss der RC Genk einen auch in dieser Höhe verdienten 5:1-Sieg heraus.

Peter Lomott

Fünf Erstligaduelle in der ersten Pokalrunde

07.06.01 - Im Belgischen Pokal trifft der Titelverteidiger FC Vigor in der ersten Runde mit dem VC Westerloo gleich auf einen Erstligisten. Neben dieser Begegnung finden in der ersten Pokalrunde noch vier weitere Duelle unter Erstligisten statt. Der Pokalsieger der Saison 2000'3, Germinal Beerschot, empfängt den Aufsteiger FC Strombeek. Mit dem KV Oostende ist ein weiterer Aufsteiger im Stade de Sclessin von Lüttich zu Gast. Der entthronte Meister SK Lommel wiederum muss zur Eintracht aus Aalst. Cercle Brügge, das nur knapp einen internationalen Wettbewerb verpasste, reist zum SK Beveren, dem Pokalsieger der Saison 2000'1.
Der amtierende Meister RC Harelbeke hat mit Lierse SK einen Zweitigisten zu Gast, steht also vor einer lösbaren Aufgabe. Umso schwerer hat es  Pokalfinalist RWD Molenbeek, der beim Erstligisten SV Waregem antreten muss.

Peter Lomott