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| RC Genk im
Champions-League-Finale
26.07.01 - Hinspiel:
Der RC Genk hatte im Halbfinale der Champions-League zuerst Heimrecht.
Gegner war der französische Vizemeister AJ Auxerre, der gleich in
der 10. Spielminute mit der 1:0-Führung für den ersten Schock
für das Ott-Team sorgte. In der Folgezeit verkrampfte der RC Genk
etwas, kam aber nach einem Foulelfmeter zum 1:1 in der 28. Minute wieder
ins Spiel. Zwei Minuten später ging der RC Genk nach einem Klassekonter
sogar mit 2:1 in Führung. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in
die Pause. Die Gäste aus Auxerre erwischten nach dem Seitenwechsel
erneut den besseren Start, der in der 46. Minute zum Ausgleich führte.
Genk-Trainer Pascal Ott tobte an der Seitenlinie über die Nachlässigkeit
seines Teams und wurde prompt auf die Tribüne verbannt. Für sein
Team war diese Begebenheit wohl die Initialzündung. Genk besann sich
auf seine Stärken und fuhr Angriff auf Angriff. Doch Genks Fans mussten
bis zur 68. Minute auf den wichtigen Treffer zum 3:2 warten. Dabei bleib
es dann bis zum Schlusspfiff.
Rückspiel:
Nach diesem Hinspielergebnis war der RC Genk gezwungen, in Auxerre
auf Risiko zu spielen, da den Gastgebern bereits ein 1:0 zum Finaleinzug
gereicht hätte. Folglich suchte der RC Genk sein Heil in der Offensive
und wurde bereits in der 12. Minute mit der 1:0-Führung belohnt. Genk
versuchte, den Zwei-Tore-Vorsprung aus der Addidition beider Spiele über
die Zeit zu retten, was zumindest bis zur Pause auch gelang. In der zweiten
Hälfte wurde der Sicherheitsfussball vom RC Genk bitter bestraft,
denn mit einem Doppelschlag in der 50. und 52. Minute rissen die Gastgeber
das Spiel an sich. Der RC Genk musste etwas tun, denn mit einem solchen
Endergebnis wäre man draussen. Doch der AJ Auxerre war es, der weiter
das Spiel machte. In der 66. Minute fiel dann auch noch das 3:1 für
Auxerre. Für den RC Genk rückte das Finale plötzlich in
weite Ferne. Ein einziger Treffer würde zwar reichen, um zumindest
die Verlängerung zu erzwingen, doch waren die Franzosen dem 4:1 näher,
als Genk dem 2:3. Die Fans des AJ Auxerre feierten schon den Einzug ins
Finale, als der RC Genk einen Querpass in der Verteidigung der Gastgeber
abfing und Sekunden vor dem Abpfiff noch den nicht mehr erwarteten Anschlusstreffer
zum 2:3 erzielte. Das Minimalziel Verlängerung war erreicht. Die Gastgeber
waren niedergeschlagen, wähnten sie sich doch schon im Finale. Schon
kurz nach dem Anpfiff zur Verlängerung gelang dem RC Genk der Treffer,
der zum Sieg über den nun demoralisierten AJ Auxerre reichte. Der
RC Genk hat es geschafft! Er steht im Finale der Champions-League! Ganz
Belgien fiebert mit der Mannschaft von Trainer Pascal Ott, die im Finale
auf den englischen Club Grimsby Town trifft dass der Pokal endlich nach
Belgien kommt.
Peter Lomott |
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| Finalist
Oostende feuert Trainer Sampson
26.07.01 - Eine Woche vor dem Pokalfinale hat der bereits abgestiegene
KV Oostende seinen Trainer Mark Sampson wegen Erfolglosigkeit gefeuert.
Hannes Schulz, Trainer von Oostendes Finalgegner FC Strombeek meint dazu:"Ein
Trainerwechsel macht die Situation noch schwieriger für mich! Taktisch
kann ich meinen Gegner nun kaum noch einschätzen! Bin gespannt, wer
den Posten übernimmt!"
Nachfolger ist Claus Janka. Janka wurde in der Saison 2000'3 und der
Saison 2000'4 mit dem FC Santa Coloma Vizemeister in Andorra. Mitte der
Saison 2001'2 verliess Janka den späteren Meister und übernahm
den Trainerjob beim bulgarischen Erstligisten Septemvri Sofia, von dem
er jetzt zu KV Oostende wechselte.
Peter Lomott |
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| Interview
mit Hannes Schulz, Trainer des FC Strombeek
20.07.01 - Tipmaster-News: Hallo Hannes. Du stehst mit deinem
Team FC Strombeek im Finale des Coca-Cola-Cup's. Hättest du vor der
Saison damit gerechnet?
Hannes Schulz: Nein, überhaupt nicht. Schliesslich
durften wir zum ersten Mal am Pokalwettbewerb teilnehmen. In den Jahren
zuvor wurden wir jeweils nur 18. in der zweiten Liga und waren somit nicht
für den Coca-Cola-Cup qualifiziert.
TMN: Also kann man jetzt schon sagen, dass das Erreichen des Pokalfinales
der bisher grösste Erfolg in ihrer Trainerkarriere ist?
Schulz: Absolut. Auch in der Liga hatten wir
als Aufsteiger eine gute Saison. Mit dem Abstieg werden wir wohl nichts
mehr zu tun haben. Also kann man sagen, dass wir unser Saisonziel (fast)
erreicht haben. Wenn jetzt noch der Cup dazu kommt....ein Traum! Dazu winkt
noch der internationale Wettbewerb!
TMN: Ihr habt auf dem Weg ins Finale mit Germinal Beerschot, dem letztjährigen
Pokalfinalisten RWD Molenbeek, dem Rekordmeister VV St. Truiden und dem
unberechenbaren Zweitligisten FC Herentals vier grundverschiedene Teams
geschlagen. Welches Team war der härteste Prüfstein?
Schulz: Härtester Gegner war wohl der RWD
Molenbeek!Der 2.-Ligist brachte uns im eigenen Stadion in Schwierigkeiten!Vor
allen Dingen im Offensivbereich ein sehr starker Gegner!
TMN: Der FC Herentals hatte einen ganz starken Auftritt im Wettbewerb.
Wie hast du das Spiel deiner Mannschaft gegen das letzte verbliebene Zweitligateam
gesehen?
Schulz: Wir haben das Finale nur mit sehr viel
Glück erreicht. Herentals stand nur hinten drin, tat nichts für
die Offensive und lauerte auf Konter. Glücklicherweise gelang uns
dann in der 89. Minute noch der Siegtreffer.
TMN: Am 16. Spieltag hat dein Team beim jetzigen Finalgegner KV Oostende
mit 2:3 verloren. Wie stark schätzt du
Oostende ein?
Schulz: Der KV Oostende ist ein unberechenbarer
Gegner! In der Liga fast abgestiegen,werden sie alles daran setzen,den
Pokal zu gewinnen! Es wird bestimmt ein offenes und interessantes Finale
geben!
TMN: Vielen Dank für dieses Gespräch, Hannes
Peter Lomott |
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| Interview
mit Pascal Ortt, Trainer des RC Genk
20.07.01 - Tipmaster-News: Hi Pascal, herzlichen Glückwunsch
zum Erreichen des Champ-League-Halbfinales. Als du in der Saison 2000 '4
den Trainerposten des RC Genk übernommen hast, war der Abstieg nicht
mehr zu verhindern. Mit der sofortigen Rückkehr im Oberhaus begann
der Aufstieg fur den RC Genk und für dich. Was machst du anders, als
deine Vorgänger?
Pascal Ott: Ich habe meine Trainerkarriere in
Osteuropa begonnen und bin dann via Österreich nach Belgien gewechselt.
Im Osten wird ja bekanntlich sehr viel Wert auf die Disziplin gelegt, was
in Westeuropa doch einigen Teams fehlt. Gepaart mit einer guten Technik
und einer hervorragenden Kameradschaft haben wir hier in Genk eine schlagfertige
Truppe zusammenbekommen, die mir sehr viel Freude bereitet. Unser Hoch
hat eigentlich in der Rückrunde der Aufstiegssaison begonnen (nach
der Vorrunde standen wir noch auf Rang 17). Zu diesem Zeitpunkt haben wir
uns zusammengesetzt und besprochen wie es weitergehen soll. Anscheinend
hat diese Aussprache genützt und seither läuft alles rund.
TMN: In der Liga läuft es im Moment leider nicht ganz so rund.
Ist die zusätzliche Belastung durch die Champions-League doch zu gross?
Ott: Meine Spieler sind alle noch jung und hungrig
und es tatsächlich möglich, dass die UCL-Träume meiner Jungs
auch in den Meisterschaftsspielen umhergeistern.
So lange wir nicht absteigen kann ich aber mit
dieser Situation leben, und nach dem letzten Weekend (9 Punkte) hat sich
unsere Tabellenlage doch etwas verbessert und ich hoffe, den Klassenerhalt
bereits an diesem Wochenende sichern zu können
TMN: Wollen wir doch einmal euren Weg ins Halbfinale Revue passieren
lassen. Dein Team vom RC Genk musste das gesamte Programm einschliesslich
der Qualifikation abspulen. War das eher ein Vorteil oder ein Nachteil?
Ott: Ich denke für uns, als Europacup-Neulinge
war es sehr gut, in den Qualifikationsrunden Europacup-Luft zu schnuppern,
ansonsten wären wir in den Gruppenspielen wohl überrollt worden,
aber das schwache Abschneiden in der Meisterschaft ist zum Teil wohl auch
auf diese Qualifikationsrunden zurückzuführen.
TMN: Euer erster Gegner in der Quali hiess Ararat Erewan. Nach einer
1:2-Niederlage in Erewan konntet ihr euer Heimspiel klar mit 5:1 gewinnen.
Ein Aufbaugegner?
Ott: So einfach sind diese "kleinen" im Fussball
nicht mehr zu bezwingen, vor allem wenn man bedenkt, dass auch wir Neulinge
waren. Im ersten Spiel waren wir wohl etwas zu nervös, aber glücklicherweise
haben wir im Heimspiel gross aufgespielt.
TMN: Nach dem Freilos in der zweiten Qualirunde hiess der Gegner in
der dritten Qualirunde Widzw Lodz, der beide Male mit 2:1 geschlagen wurde.
Wie war die Stimmung nach Erreichen der Gruppenspiele?
Ott: Die Stimmung war phantastisch. Klar, wir
haben vom Erreichen der Gruppenspiele geträumt, aber erwarten konnte
man das wirklich nicht. Mit diesen Siegen konnten wir beide Hände
in Richtung Geldtopf der UCL strecken, was ganz speziell die Führungsetage
sehr glücklich gemacht hat.
TMN: In den Gruppenspielen waren der 1.FC Nürnberg, Ethnikos Assia
und Hammarby IF Gegner deiner Mannschaft. Hattest du Ethnikos Assia auf
der Rechnung, welcher Club war dein Favorit?
Ott: Vor dem Beginn der Gruppenspiele schätzten
wir den Club als Favoriten ein, dahinter ein Zweikampf zwischen Hammarby
und Genk um Platz 2 und die Zyprioten auf Rang 4. Wir haben Assia wohl
etwas unterschätzt, aber danach ist man immer schlauer. Dagegen hat
mich Hammarby ziemlich enttäuscht.
TMN: Der RC Genk war bereits nach fünf Spielen für das Achtelfinale
qualifiziert, auch weil Nürnberg und Assia am letzten Spieltag aufeinander
trafen und folglich nur einer der beiden Clubs an Genk hätte vorbeiziehen
können. Genk verlor im letzten Spiel gegen den bis dahin sieglosen
schwedischen Meister Hammarby IF sein einziges Gruppenspiel. Ein Fehltritt
oder Taktik?
Ott: Es war sicher keine absichtliche Niederlage,
aber ich habe in diesem - für beide Mannschaften - bedeutungslosen
Spiel einige meiner Stammkräfte für die Meisterschaft geschont.
Wir hätten das Spiel sicherlich gerne gewonnen, aber es war schlussendlich
eine Niederlage mit einem Lächeln im Gesicht.
TMN: Im Achtelfinale gab es dann nach einem 1:0-Heimsieg gegen CD Orense
das Hammerspiel in Spanien. Wie hast du dieses Spiel erlebt?
Ott: Das Auswärtsspiel in Spanien war wohl
unser spektakulärstes in der diesjährigen UCL. Leider konnte
ich dieses Spiel nur am Fernseher verfolgen, da ich mit einer Lungenentzündung
im Spital lag, aber mein Assistenztrainer Frank Bauer hat die Jungs perfekt
auf dieses Spiel eingestellt und damit den Grundstein für die Halbfinalqualifikation
gelegt. Danke Frank
TMN: Der portugiesische Meister UD Leira ging im Viertelfinale zweimal
mit 1:0 in Führung. Dein Team schaffte es aber beide Male, das Spiel
nach grossem Kampf zu drehen und mit 2:1 zu gewinnen. In der Liga war eine
solche Moral des RC Genk seltener zu beobachten.Woran liegt das?
Ott: In der Champions League weisst Du, wenn
Du dieses Spiel verlierst, dann bist Du draussen, das setzt wohl noch einmal
einige Kraftreserven frei. Ausserdem ist unser Kader etwas klein um die
doch enormen Zusatzbelastungen ohne kleinere Schwächeperioden zu überstehen,
aber nächste Saison ist wieder mit uns zu rechnen.
TMN: Der Halbfinalgegner des RC Genk heisst AJ Auxerre. Wie stark schätzt
du die Franzosen ein?
Ott: Vom Papier her sind die Franzosen wohl etwas
zu favorisieren, aber uns liegt die Rolle des Aussenseiters und wir werden
alles versuchen um Europas Krone erstmals nach Belgien zu holen.
TMN: Vielen Dank für dieses Gespräch, Pascal
Peter Lomott |
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| Meister Harelbeke
scheitert im Halbfinale
19.07.01 - Nun kann sich Trainerin Nicole Tonak vom Meister RC
Harelbeke auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren. Eine Woche
nach dem Aus im Achtelfinale der Champions-League ist der Meister nun auch
aus dem Coca-Cola-Cup ausgeschieden. Gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten
KV Oostende war der RC Harelbeke klar unterlegen. 2:0 hiess es nach 90
Minuten.
Im zweiten Halbfinale schied der letzte im Wettbewerb verbliebene Zweitligist
FC Herentals aus. Die Gastgeber vom FC Strombeek waren zwar vor dem FC
Herentals gewarnt, taten sich beim knappen 1:0-Sieg aber doch äusserst
schwer gegen den Aussenseiter.
Das Finale lautet also KV Oostende - FC Strombeek
Peter Lomott |
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| RC Genk zieht
über UD Leiria ins Halbfinale ein
19.07.01 - Hinspiel:
Kein geringerer, als der zweifache portugiesische Meister UD Leira
sollte der Viertelfinalgegner des RC Genk sein. Der RC Genk trat zuerst
im heimischen Thyl-Gheyselinckstadion gegen den portugiesischen Meister
UD Leira an. Schon nach knapp zehn Minuten gingen die Gäste, die in
der portugiesischen Meisterschaft den letzten Tabellenplatz einnehmen,
mit 1:0 in Führung. Genk übernahm in der Folgezeit zwar die Initiative,
doch dauerte es bis zur 40.Minute, ehe der Ausgleich fiel. Vier Minuten
später gelang dann den Gastgebern die Führung zum 2:1. Dabei
blieb es dann auch nach 90 Minuten.
Rückspiel:
In Leira merkte man beiden Mannschaften die grosse Anspannung an. Nur
nicht verlieren hiess die Devise. Demzufolge ging es für beide Teams
erst einmal darum, Tore verhindern. Bis zur Pause klappte das auch. In
der 46. Minute dann ging UD Leira mit 1:0 in Führung. Doch diesmal
brauchten die Genker Fans nur zwei Minuten auf den Ausgleich zu warten.
Eine Viertelstunde vor Schluss gelang dem Ott-Team das alles entscheidende
2:1 zum Einzug ins Halbfinale.
Peter Lomott |
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| Harelbeke
im Achtelfinale ausgeschieden
12.07.01 - Hinspiele:
Der RC Harelbeke musste sich mit den Queens Park Rangers aus England
messen. Die heimischen Fans fieberten im ausverkauften Harelbeker Forestiersstadion
einem denkwürdigen Spiel entgegen, spielte der RC in der vorletzten
Saison ja noch in der Zweiten Liga. Leider bestimmte in der ersten Hälfte
auf beiden Seiten die Sicherheit das Geschehen. Beide Abwehrreihen standen
solide und liessen den gegnerischen Stürmern keine Entfaltungsmöglichkeiten.
Nach der Pause wurde das Spiel etwas lebhafter mit leichten Vorteilen für
die Engländer, die dann auch in der 76.Minute in Führung gingen.
Fast im Gegenzug gelang der RCH aber der Ausgleich. Das englische Team
war vom Ausgleichtor dermassen geschockt, dass dem RCH in der 79. Minute
das 2:1 gelang, was zugleich der Siegtreffer war.
Auch der RC Genk hatte gegen den spanischen Meister CD Orense, der uns
ja noch von den Gruppenspielen gegen Harelbeke bekannt ist, zuerst Heimrecht.
Orense wollte ein frühes Tor und legte zwar los, wie die Feuerwehr,
doch das Team von Trainer Ott hielt erfolgreich dagegen. In der 38. Minute
ging sein Team sogar in Führung. In der zweiten Halbzeit sahen die
Zuschauer eine spanische Elf, die mit Mann und Maus verteidigte. Letztendlich
gelang dem RC Genk aber kein Treffer mehr, sodass es beim 1:0-Sieg blieb.
Rückspiele:
Bei Harelbekes Gastspiel bei den Queens Park Rangers standen sich erneut
zwei absolut gleichwertige Teams gegenüber. Die Rangers mussten kommen,
konnten sich aber bis zur Pause keinen Vorteil verschaffen. Nach der Pause
nahm Harelbeke das Heft in die Hand, um eine Entscheidung herbeizuführen.
Dabei liefen sie in einen Konter der Rangers zum 1:0 in der 50. Minute.
Die restlichen 40 Minuten reichten nicht, um noch den nötigen Ausgleich
zu erzielen. Mit Harelbeke schied nicht die schlechtere Mannschaft aus,
sondern die unglücklichere.
Mit der 1:0-Führung aus dem Hinspiel im Rücken konnte der
RC Genk darauf warten, dass CD Orense das Spiel macht. Orense übernahm
auch sofort die Initiative. In der 18. Minute fiel dann auch das 1:0 für
den spanischen Meister. In der Folgezeit war das Spiel weitgehend ausgeglichen,
ehe dem belgischen Vizemeister in der 52. Minute der Ausgleich gelang.
Zwei Minuten später gelang Orense die erneute Führung. In der
69. Minute bauten die Spanier ihre Führung auf 3:1 aus. Das würde
den Spaniern reichen. Doch genauso wenig wie die Spanier gab sich das Ott-Team
auf. Genk setzte alles auf eine Karte und erzielte in der 71. Minute den
so wichtigen Anschlusstreffer zum 2:3. Fünf Minuten später gelang
dem RC sogar der Ausgleich. War es das? Nein. Denn zehn Minuten vor Spielende
gelang Orense die erneute Führung. Was dann folgte, war eine einzige
Abwehrschlacht der Genker, die den Einzug ins Viertelfinale sicherte.
Peter Lomott |
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| Mouscron
neuer Tabellenführer
06.07.01 - 17. Spieltag: AA Gent ist Herbstmeister
Könnte zum dritten mal in folge ein Aufsteiger Meister werden?
Trotz einer 2:1 Niederlage bei Strombeek hat AA Gent die Herbstmeisterschaft
gewonnen und seine Titelambitionen untermauert. Gents Vorsprung wurde
aber von vier auf nur zwei Punkte verkleinert. Neuer Tabellenzweiter
ist SK Beveren, der mit einem 1:0 Sieg gegen Cercle Brügge an VV St.
Truiden und Excelsoir Mouscron vorbeiziehen konnte.
In einer Saison in der alle bisherigen Offensivrekorde der Jupiler Liga
in Gefahr sind war dieser Spieltag eine große Ausnahme: drei
Spiele endeten 1:0, nur drei Spiele hatten vier oder mehr Tore. In
Topform war nur der Sturm von Sten Leissners SK Lommel, der gegen Schlußlicht
SC Charleroi viermal erfolgreich war.
18. Spieltag: Lommel und GBA mit Kantersiegen
Nach einem relativ torarmen Tag erwachten wenigstens die Stürmer
von einer Hälfte der Mannschaften wieder. SK Lommel war erneut die
beste Mannschaft des Tages. Standard Luettich konnte die Torflut nicht
bremsen und verlor 5:1 gegen den Meister der Saison 2001’1. Germinal Beerschot
konnte auch mit einem 4:1 gegen Abstiegskandidat KV Oostende überzeugen.
SV Waregem (gegen SC Charleroi) und VC Westerloo (gegen Cercle
Brügge) konnten beide 3:0 Siege feiern.
AA Gent blieb trotz einem enttäuschenden 0:0 bei RC Harelbeke an
der Tabellenspitze. Auch enttäuschend war Rekordmeister VV St.
Truiden: die zweite Niederlage in folge stürzte Frank Bauer
von dem 2. Platz nach 16 Spielen bis auf Rang 7 herunter.
19. Spieltag: RC Harelbeke verläßt Abstiegszone
Mit einem 3:2 Auswärtssieg bei Vizemeister RC Genk konnte der
amtierende Meister zum nur zweiten mal seit dem 10. Spieltag die Abstiegsränge
verlassen. Höher als der aktuelle 14. Rang stand Harelbeke nur
ein mal in dieser Saison. Aber sieben Punkte aus den letzten drei
Spielen lassen die Fans hoffen daß die Mannschaft sich langsam aus
der Krise spielt.
Tabellenführer AA Gent konnte wieder nicht gewinnen – es reichte
nur zu einem 1:1 gegen FC Vigor. Aber keiner der Verfolger konnte
diesen Ausrutscher ausnutzen: keiner der nächsten vier Mannschaften
erspielte sich mehr als ein Punkt.
20. Spieltag: Excelsoir Mouscron neuer Tabellenführer
Es mußte kommen: nach zwei Niederlagen und drei Unentschieden
konnte AA Gent die Tabellenführung nicht mehr halten. An einem
torarmen Spieltag gewann Excelsoir Mouscron 1:0 gegen Cercle Brügge
und übernahm zum zweiten mal in dieser Saison die Tabellenspitze.
Nur zwei Mannschaften – SK Deinze (3:1 gegen Standard) und GBA (3:1 gegen
Aalst) – konnten an diesem Tag mehr als zwei mal den Ball ins Netz kicken.
Fazit: AA Gent verpaßte an diesem Wochenende die große
Chance sein Vorsprung auszubauen. Nach 16 Spielen hatte Gent 4 Punkte
mehr als der damalige zweite VV St. Truiden, jetzt ist der punktgleicher
Excelsoir Mouscron sogar an der Spitze. Vom ersten zum neunten Platz
sind es nun nur fünf Punkte. Es sieht also aus als ob wieder
die halbe Liga bis zum Ende noch Chancen auf den Titel haben wird:
eine sehr typische Situation in der Jupiler Liga. Auf den Abstiegsplätzen
ist viel weniger los. Schlußlicht SC Charleroi wartet seit
dem 5. Spieltag auf den zweiten Saisonsieg, und seit dem 14. Spieltag auf
einen Punkt. Mit nur 7 Punkten (15 hinter dem 15. Platz!) muß
sich die Vereinsführung schon auf die zweite Liga vorbereiten.
KV Oostende hat sich zwar etwas von dem katastrophalen Saisonstart (1 Sieg,
11 Niederlagen) erholt, ist aber immer noch 8 Punkte vom rettenden
Ufer entfernt. Beim 16. Platz wird es aber interessant:
RC Genk und Standard Lüttich habe beide zur Zeit 22 Punkte, Standard
aber eine wesentlich
schlechtere Tordifferenz. Die Mannschaften auf den Plätzen
10 bis 12 haben aber nur 6 Punkte mehr als Standard und Genk, und könnten
sich mit einer
schwachen Serie sehr schnell auf dem letzten Abstiegsplatz befinden.
Die beste Mannschaft des Wochenendes war ganz klar SK Lommel mit 10
Punkten und 12:4 Toren. Lommel kletterte mit dieser Leistung vom
11. auf den 7. Platz. SK Deinze (9 Punkte), FC Strombeek (8 Punkte)
und RC Harelbeke (8 Punkte) können auch mit ihren Leistungen zufrieden
sein. VV St. Truiden (2 Punkte, 4:6 Tore) rutschte am weitesten ab
– von Platz 2 bis Platz 9. Auch AA Gent (3 Punkte, Tabellenführung
verloren) muß nach dem Wochenende sehr enttäuscht sein.
Thies Kolln |
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| Herentals
letzter Zweitligist im Coca-Cola-Cup
05.07.01 - In den vier Pokalbegegnungen gab es wieder zwei Favoritenstürze.
Der FC Herentals gewann knapp, aber verdient mit 2:1 in Lommel und ist
damit letzter Zweitligist im Wettbewerb. Rekordmeister VV St. Truiden verlor
unerwartet mit 1:2 gegen den FC Strombeek.
Weiterhin in der Krise, trotz des erreichten Achtelfinals in der Champ-League
befindet sich Meister RC Harelbeke. In der Meisterschaft gegen den Abstieg
kämpfend, musste im Pokalwettbewerb gegen den VC Westerloo das Elfmeterschiessen
die Entscheidung bringen, das der RC mit 5:3 für sich entschied. Aufsteiger
Oostende tat sich mit einem 1:1 nach 120 Minuten gegen den FC Verbroedering
schwer, ehe auch der KVO das Elfmeterschiessen für sich entschied.
Peter Lomott |
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| Meister und
Vizemeister im Viertelfinale
05.07.01 - 4.Spieltag
Der Favorit der Gruppe D, Deutschlands Vizemeister 1.FC Nürnberg,
schwächelt. Gegen Schwedens Meister Hammarby IF reicht es gerade einmal
zu einem 1:1. Der RC Genk konnte mit einem 2:0-Sieg gegen Ethnikos Assia
glänzen und die Führung der Gruppentabelle vor den Nürnbergern
übernehmen.
Auch in der Gruppe E schwächeln die Favoriten. Während CD
Orense gegen Moldova-Gaz Chisinau mit einem 1:1 einen Punkt rettet, hat
Meister Harelbeke gegen Prek. Ivano-Frankovsk mit einer 1:2-Heimniederlage
das Nachsehen.
5.Spieltag
Der RC Genk ist durch! Dem Team von Pascal Ott reichte ein 1:1 in Nürnberg,
um das Achtelfinale zu erreichen. Genk steht somit mit 9 Punkten ganz oben
in der Gruppe D vor dem 1.FCN mit 8 Punkten. Ethnikos Assia, das glatt
mit 3:0 gegen Hammarby gewann, ist Dritter mit 7 Punkten, Hammarby ist
mit bisher 2 Punkten bereits ausgeschieden. Am letzten Spieltag treffen
der 1.FCN und Assia aufeinander. Nürnberg reicht ein Unentschieden,
Assia muss gewinnen und Genk ist in jedem Falle weiter.
Nach Harelbekes fulminanten 3:0-Sieg bei Moldova-Gaz Chisinau ist in
der Gruppe E nur sicher, dass Chisinau das Achtelfinale nicht mehr erreichen
kann. Gleichzeitig gewann Prek. Ivano-Frankovsk überraschend mit 1:0
gegen CD Orense. Harelbeke führt die Gruppe zwar mit 10 Punkten an,
aber am letzten Spieltag kommt es zum Duell beim mit 8 Punkten zweitplatzierten
CD Orense. Bei einer Harelbeker Niederlage könnte Prek. Ivano-Frankovsk
mit einem Sieg über Chisinau noch vorbeiziehen.
6.Spieltag
Was war das denn? Völlig unerwartet verlor der RC Genk sein Heimspiel
gegen den bereits ausgeschiedenen Schwedischen Meister Hammarby IF mit
1:2. Wollte Trainer Ott sein Team für den Abstiegskampf schonen? Überraschend
auch die 0:1-Heimniederlage des 1.FCN gegen Ethnikos Assia. Somit steht
Assia neben dem RC Genk, der schon vor dem letzten Spieltag qualifiziert
war, im Achtelfinale.
In der Gruppe E stand die Qualifikation zum Achtelfinale bis zuletzt
auf des Messers Schneide. Nicole Tonak sollte Lars Werner von Moldova-Gaz
Chisinau vielleicht eine Kiste Bier schicken. Trotz der eigenen 1:3-Niederlage
bei CD Orense bescherte Chisinaus überraschender 1:0-Sieg in Ivano-Frankovsk
dem RC Harelbeke das Achtelfinale neben CD Orense. Wahnsinn!
Peter Lomott |
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| Nur zwei Erstligisten patzten
28.06.01 - Die Zweitligisten haben in dieser Saison im Pokalwettbwerb
einen schweren Stand. Nur zwei von ihnen haben das Achtelfinale erreicht.
Darunter ist der FC Verbroedering, der den SK Deinze überraschend
deutlich mit 4:2 schlug. Der zweite Zweitligist, der die nächste Runde
erreichte, ist der FC Herentals, der den SK Beveren aber erst mit 7:5 nach
Elfmeterschiessen besiegen konnte.
Nur mit Mühe setzte sich Meister RC Harelbeke mit 3:2 nach Verlängerung
gegen den Zweitligaersten RSC Anderlecht durch. Auch der KV Oostende, 1:0
gegen KV Mechelen, der FC Strombeek, 3:2 gegen RWD Molenbeek, und der VC
Westerloo, 7:5 nach Elfmeterschiessen gegen den FC Brügge, hatten
sich ihre Begegnungen gegen Zweitligisten leichter vorgestellt. Der Rekordmeister
VV St. Truiden dagegen erfüllte mit einem mühelosen 5:1-Sieg
gegen Maasmechelen die Erwartungen. Auch der SK Lommel wusste mit einem
4:2-Sieg gegen den favorisierten Excelsior Mouscon im einzigen Erstligaduell
zu überzeugen.
Peter Lomott |
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| Meister Harelbeke
fast durch
28.06.01 - 1.Spieltag:
Am 1.Spieltag der Champ-League-Gruppe D setzte sich der Deutsche Meister
1.FC Nürnberg gegen den Schwedischen Meister Hammarby IF deutlich
mit 4:2 durch. Der Belgische Vizemeister aus Genk hatte da bei Ethnikos
Assia, dem Meister aus Zypern, schon mehr Mühe. Der RC Genk konnte
mit einem 2:2 zwar einen Punkt aus Assia entführen, musste aber dem
1.FC Nürnberg die Führung in der Gruppentabelle überlassen.
In der Gruppe E gab es zwei Auswärtssiege. Spaniens Meister CD
Orense war beim Moldawischen Meister Moldova-Gaz Chisinau zu Gast und gewann
knapp mit 2:1. Belgiens Meister RC Harelbeke gewann beim Ukrainischen Vizemeister
Prek. Ivano Frankovsk mit 3:2 und ist erster Tabellenführer.
2.Spieltag
Zur Genker Champions-League-Heimpremiere im ausverkauften Thyl-Gheyselinckstadion
war der 1.FC Nürnberg zu Gast, der mit 2:1 geschlagen werden konnte.
Genks erster Gegner Ethnikos Assia gewann gegen Hammarby IF mit 3:2 und
übernahm mit 4 Punkten die Führung in der Tabelle. Hammarby bleibt
weiter ohne Punkte.
Die beiden Sieger des 1.Spieltags in der Gruppe E tauschten ihre Gegner
und siegten erneut. Prek. Ivano-Frankovsk musste in Orense eine 2:3-Niederlage
hinnehmen, Chisinau verlor in Harelbeke mit 1:2. Somit führen der
RC Harelbeke und CD Orense punkt- und torgleich die Gruppe an.
3.Spieltag
Völlig enttäuscht kehrte der RC Genk aus Schweden zurück.
Nach Hammarbys bisherigen Auftritten hatte man 3 Punkte fest eingeplant,
doch es reichte nur zu einem 2:2. Der 1.FC Nürnberg dagegen konnte
die Erwartungen erfüllen ,schlug Ethnikos Assia glatt mit 3:1 und
übernahm dadurch die Führung in der Gruppe D.
Der Belgische Meister RC Harelbeke freute sich über ein ausverkauftes
Haus beim Gastspiel von CD Orense. Die beiden Favoritenteams lieferten
sich beim 2:2 einen Kampf bis aufs Messer. sodass sie weiterhin gemeinsam
die Gruppe anführen. Auch die beiden Aussenseiter aus Chisinau und
Ivano-Frankovsk teilten sich die Punkte. Hier hiess das Ergebnis 3:3.
Peter Lomott |
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| Excelsior
Mouscron nach Siegesserie an der Spitze
28.06.01 - Am 2. Wochenende dieser Saison hat Excelsoir Mouscron
vier Siege gefeiert. Am vergangenen Wochenende hat Trainer Johannes
Kalwa die Erfolgsserie gleich weitergesetzt. Nach Siegen bei Schlußlicht
KV Oostende und gegen früheren Tabellenführer SK Beveren hatte
Mouscron sechs Spiele in folge gewonnen. Nach einem harterkämpften
Unentschieden am 11. Spieltag bei Eintracht Aalst konnte Mouscron das Spitzenduell
gegen
Germinal Beerschot souverän mit 2:0 gewinnen und die Tabellenführung
übernehmen. Nach nur einem Punkt in den ersten vier Spielen
hat Mouscron nun 22 Punkte aus den letzten acht.
Trotz der Niederlage in Mouscron hatte Germinal Beerschot auch wieder
ein gutes Wochenende, mit Siegen in den anderen drei Spielen. Damit
steht GBA ebenfalls mit 23 Punkten nur wegen der schlechteren Tordifferenz
auf Platz zwei. Der dritte des Führungstrios ist Aufsteiger
AA Gent mit ebenfalls 23 Punkten. Auch Gent konnte drei Siege am
Wochenende feiern. Weil die anderen Aufsteiger zur Zeit nur auf den
Plätzen 13 und 18 stehen, hat wahrscheinlich einzig Gent die Chance
wie in den letzten zwei Saisons SK Lommel und RC Harelbeke als Aufsteiger
Meister zu werden.
Die ersten drei konnten sich trotz guten Leistungen aber nicht von ihren
Verfolgern absetzten. Gleich hinter ihnen stehen die bisher zwei
offensivstärksten Mannschaften. SK Beveren ist trotz 7 Punkten
– darunter ein 4:0 Siege gegen Gent – von der Tabellenspitze bis auf Platz
4 abgerutscht, hat aber nur ein Punkt weniger als der erste. Und
Rekordmeister VV St. Truiden ist mit seinen 20 Punkten auch wieder oben
mit dabei. Pokal und Supercupsieger FC Vigor lauert mit ebenfalls
20 Punkte auf Platz 6.
Am anderen Tabellenende sieht es für KV Oostende trotz einem Trainerwechsel
und dem langersehnten ersten Sieg weiterhin sehr schlecht aus. Nach
12 Spielen hat Oostende nur 3 Punkte auf dem Konto und wird schon als fast
sicherer Absteiger gehandelt. Nicht viel besser läuft die Saison
für SC Charleroi. Mit ebenfalls nur einem Sieg und 6 Punkten
ist der Anschluß zu den Nichtabstiegsplätzen schon fast verloren.
Thies Kolln |
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| RC Genk für
die Gruppenspiele qualifiziert
21.06.01 - Der RC Genk hat es geschafft! Neben Meister RC Harelbeke
ist das Team von Pascal Ott für die Gruppenspiele der Championsleague
qualifiziert.
Genk musste zuerst bei Widzew Lodz in Polen antreten. In der ersten
Halbzeit hatte Genk mehr vom Spiel als Gastgeber Widzew Lodz. Schon in
der 11. Spielminute gelang dem RC Genk der Führungstreffer zum 1:0.
Bis zur Pause bleib Genk die dominierende Mannschaft. Nach knapp zwanzig
Minuten der zweiten Halbzeit gelang den Gastgebern der Ausgleich.
Doch dem RC Genk gelang weitere vier Minuten später die erneute Führung
zum 2:1.
Zuhause im Thyl-Gheyselinckstadion hätte sich der RC Genk sogar
eine 0:1-Niederlage erlauben können. Doch schon mit dem 1:0 in der
9. Minute machte Genk klar, dass nur ein Sieg zählte. Demzufolge fiel
nach einer Viertelstunde das 2:0. Genk wollte in die Gruppenspiele, das
war klar. Doch es wurde versäumt, nach diesem furiosen Auftakt, den
Sack zuzumachen. Eine Minute vor der Pause gelang den Gästen der Anschlusstreffer
zum 1:2. In der zweiten Halbzeit tat Genk nicht mehr als nötig und
schaukelte dieses Ergebnis nach Hause. Genk ist drin in den Gruppenspielen!
Die Auslosung ergab folgende Gruppen:
Meister RC Harelbeke muss sich mit Prek. Ivano-Frankovsk (2.Ukraine),
Moldova-Gaz Chisinau (Moldawischer Meister) und CD Orense (Spanischer Meister)
auseinandersetzen.
Die Gruppengegner von RC Genk heissen 1.FC Nürnberg (2.Deutschland),
Hammarby IF (Schwedischer Meister) und Ethnikos Assia (Zypriotischer Meister).
UEFA-Cup
Alle drei Teilnehmer sind draussen
Germinal Beerschot war zuerst in Portugal bei Salgueiros Porto zu Gast
und konnte nur über eine beeindruckend aufspielende Portugiesische
Mannschaft staunen. In der 16. Minute klingelte es zum erstenmal im Germinal-Tor.
Danach war Porto zwar weiterhin die stärkere Mannschaft, aber bis
zur Pause blieb es beim 1:0. In der zweiten Halbzeit konnte sich Porto
von Anfang an Chance auf Chance erspielen. Germinal war kaum noch in der
Lage, dem Druck der Gastgeber standzuhalten. Dann ging es Schlag auf Schlag.
So fiel in der 68. Minute das 2:0 und in der 72. Minute das 3:0. Germinal
verkürzte in der 76. Minute zwar noch auf 1:3, doch Porto setzte mit
dem 4:1 im Gegenzug den Schlusspunkt in dieser Partie.
Die Vorzeichen für das Rückspiel waren denkbar schlecht. Schliesslich
musste die Partie mindestens mit 3:0 gewonnen werden. Das Team von Trainer
Kolln ging entsprechend nervös in dieses Spiel. Schon nach 10 Minuten
lagen die Gastgeber erneut mit 0:1 zurück. Jetzt waren schon vier
Tore nötig, um zumindest eine Verlängerung zu erzwingen. In der
12. Minute gelang auch prompt der Ausgleich. Auf das 2:1 mussten die Fans
von Beerschot dann aber bis zur 86. Minute warten. Das war das Aus.
Genau wie Genk musste auch der SK Deinze in Polen antreten. Gastgeber
war das Team von Stomil Olsztyn, das in der 26. Minute die 1:0-Führung
erzielte. Eine Viertelstunde später fiel dann schon das 2:0. Mit diesem
Zwischenstand ging es dann in die Pause. In der 73. Minute gelang den Gastgebern
das eigentlich vorentscheidende 3:0. Mit einem Doppelschlag kurz vor Spielende
kam Deinze aber noch einmal auf 2:3 heranwas die Chance auf ein Weiterkommen
erheblich erhöhte.
Zuhause im Burgemeester-Van-De-Wiele-Stadionmusste also mindestens ein
1:0- oder 2:1-Sieg her, doch wie schon im Hinspiel lag Deinze bereits nach
21 Minuten mit 0:1 hinten. Als nach 32 Minuten das 0:2 fiel, war die Stimmung
im Stadion auf dem Nullpunkt. Der SK Deinze gab sich aber noch nicht auf
und konnte kurz vor der Pause den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielen. In
der 75. Minute gelang dem Team von Trainer Engel sogar der Ausgleich. Hoffnung
keimte auf. Diese machten die Gäste aber mit dem 3:2-Siegtreffer zwei
Minuten vor Schluss zunichte.
Einen offenen Schlagabtausch lieferte sich Pokalsieger FC Vigor beim
Schottischen Club FC St. Johnstone. Nach einer knappen halben Stunde konnte
der FC Vigor die 1:0-Führung erzielen. Mit einem Doppelschlag in der
32. und 33. Minute erzielten die Schotten den Ausgleich und Vigor die erneute
Führung zum 2:1. Innerhalb von drei Minuten drehte sich kurz vor der
Pause das Spiel, indem der FC St. Johnstone mit zwei Treffern zum 3:2 in
Führung ging. Mitte der zweiten Halbzeit bauten die Gastgeber ihre
Führung sogar auf 4:2 aus. Fünf Minuten vor Spielende gelang
dem FC Vigor noch der Anschlusstreffer zum 3:4.
Auch in der heimischen Arena konnte der FC Vigor das erste Tor erzielen.
Zehn Minuten später gelang den Gästen der Ausgleich und weitere
15 Minuten später sogar die 2:1-Führung. Eine Viertelstunde vor
Schluss gelang Vigor zwar noch der Ausgleich, doch die Schotten liessen
mt dem Siegtreffer mit dem Schlusspfiff nichts mehr anbrennen.
Peter Lomott |
 |
| Noch keine
klare Führungsgruppe
14.06.01 - Nach acht Spielen in der Saison 2001’3 sind die Vereine
am oberen Tabellenende noch dicht gestaffelt. Es gibt also noch keinen
frühen Favoriten für den Titel wie im letzten Jahr RC Harelbeke,
der sich schon zu diesem Zeitpunkt ein Vorsprung von drei Punkten geschafft
hatte. SK Beveren und Cercle Brügge haben beide 15 Punkte, aber
drei Vereine habe 14 Punkte, zwei haben 13, zwei haben 12, zwei habe 11
und drei haben 10.
Spieltag 5: In zwei Spielen kam es zu Aufeinandertreffen
von ehemaligen Meistern und Vizemeistern. In St. Truiden empfing
der Meister 2000’4 den damaligen Vizemeister aus Westerloo. Es war
ein ausgeglichenes Spiel in dem keine Mannschaft bereit war viel Risiko
einzugehen. Zweimal konnten
die Gäste einen Vorsprung erzielen, aber St. Truiden hatte beide
male eine Antwort. Das 2:2 hat aber keinem geholfen weil dabei beide
in der Tabelle um einen Platz abrutschten (St. Truiden auf Platz 7, Westerloo
auf Platz 11).
In Antwerpen war der Meister 2001’1 SK Lommel beim damaligen Vizemeister
Germinal Beerschot zu Gast. Lommel agierte sehr offensiv, spielte sich
aber nicht viele ernste Torchancen heraus. GBA war bereit dem Gast
etwas Spielfeld zu überlassen um sich mehr Platz für Steilpässe
zu schaffen. Am Ende hat sich diese Taktik der Heimmannschaft als
erfolgreich bewiesen als GBA in der letzten Viertelstunde per Konter das
2:1 erzielte.
In anderen Spielen haben SK Beveren (3:1 gegen Deinze) und Cercle Brügge
(2:1 gegen AA Gent) mit Heimsiegen die ersten zwei Plätze verteidigt.
Mit einem Vorsprung von 3 Punkten vor dem Dritten sah es zu dieser Zeit
aus als ob sie sich vielleicht etwas von den Verfolgern absetzten könnten.
Spieltag 6: In zwei Spielen wurde an diesem Spieltag den
Zuschauern Torfestivale geboten. Excelsior Mouscron schoß mit
seiner besten Leistung der Saison vier Tore gegen die Besucher aus St.
Truiden, die immerhin auch zweimal erfolgreich waren. In Deinze konnte
Eintracht Aalst mit ebenfalls vier Treffern drei wichtige Auswärtspunkte
holen.
Spitzenreiter Beveren schaffte auswärts bei VC Westerloo nur ein
Unentschieden, aber blieb dank Cercle Brügges 2:1 Niederlage in Lommel
an der Spitze.
Spieltag 7: Der Spieltag der Unentschieden-Spiele.
Gleich fünf der neuen Parteien endeten mit einem Remis. Dreimal
– in den Spielen St. Truiden - Gent, Lommel - Waregem und Aalst - Strombeek
– gab es ein 3:3. Die Spiele zwischen dem Tabellenführer Beveren
und Meister RC Harelbeke sowie zwischen dem Tabellenzweiten Cercle Brügge
und Vizemeister RC Genk endeten 1:1. Wegen den vielen Spielen ohne
Sieger gab es in der Tabelle nur wenige Änderungen.
Neben den vielen Unentschieden war es auch ein besonders schlechter
Tag für die Heimmannschaften. Nur Germinal Beerschot (2:1 gegen
Deinze) und Standard Lüttich (3:1 gegen Westerloo) konnten im heimischen
Stadion drei Punkte holen.
Spieltag 8: Es gab an diesem Spieltag zwei 1:0 Spiele die
eigentlich nur interessant waren wein zwei Mannschaften ihre Serien darin
fortsetzten. Mit einem 1:0 gegen Standard Lüttich hat Excelsoir
Mouscron den vierten Sieg in folge gefeiert. Nach einem schlechten
Anfang mit nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen (und damit Platz
17) steht Mouscron jetzt auf Platz 6.
In Westerloo gewann die Heimmanschaft ebenfalls mit 1:0. Für
die Gastmannschaft aus Oostende bedeutete das die achte Niederlage in acht
Spielen. Obwohl es noch viele Spiele in dieser Saison gibt, sieht
es für den Aufsteiger mit null Punkten und –10 Tordifferenz schon
nach einer katastrophalen Saison aus. Trainerin Annika Stappmanns,
vor kurzer Zeit noch wegen dem Aufstieg gefeiert aber nun nur von Pfiffen
der Oostende-Anhängern begrüßt, verließ gleich nach
dem Spiel den Verein in Richtung Ausland. Ihrem Nachfolger steht
eine schwere Aufgabe vor.
Thies Kolln |
 |
| Genk mit Freilos,
Cercle raus
14.06.01 - Championleague-Qualifikation
Dem RC Genk winkte in der zweiten Champ-League-Quali-Runde (was für
ein Wort) mit einem von fünf Freilosen das Glück. In der dritten
Quali-Runde muss das Team von Trainer Ott nach Polen zu Widzew Lodz.
UEFA-Cup-Qualifikation
Aus und vorbei!!! Cercle Brügge ist draussen.
Im Hinspiel beim Ukrainischen Team Stal Altschevsk konnte Cercle zwar
einen 1:0-Rückstand nach einer Viertelstunde gleich im Gegenzug ausgleichen,
aber Stal Altschevsk ging nach einer Stunde Spielzeit erneut in Führung
und rettete diese über die Zeit.
Auch im heimischen Jan-Breydelstadion lief das Team von Trainer Urban
einem Rückstand hinterher. Stal Altschevsk ging in der 29. Minute
nach einem Fehler in Cercles Hintermannschaft mit 1:0 in Führung.
Zwar glückte in der 78. Minute der Ausgleich, aber dabei blieb es
dann auch. Das war das Aus für Cercle Brügge. Die Spieler verliessen
mit hängenden Köpfen und dem Bewusstsein, eine grosse internationale
Chance verspielt zu haben den Platz.
Auch der Auftritt von Germinal Beerschot beim unbekannten Albanischen
Club Skenderbeu Korce war alles andere als berauschend. Nach 13 Minuten
gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Als das Spiel drohte, zum
Langweiler zu werden, gelang Beerschot der Ausgleich, mit dem es auch in
die Pause ging. In der zweiten Hälfte bemühten sich die Gastgeber,
das Ergebnis über die Zeit zu retten, was ihnen auch gelang. Doch
dieses Unentschieden wird Beerschot wohl mehr nutzen als Korce.
Beim Rückspiel in Antwerpen war jede Menge Spannung drin. Dem Team
von Trainer Kolln würde Aufgrund des 1:1 aus dem Hinspiel ein 0:0
reichen. Mit diesem Bewusstsein ging sein Team wohl auch ins Spiel. Bis
zur Pause wurde nicht mehr, als nötig getan. So gingen beide Teams
mit dem Spielstand von 0:0 in die Pause. In der zweiten Halbzeit schien
ein anderes Team in den Trikots von Germinal zu stecken.Endlich war der
Siegeswille zu erkennen. Nicht erst als in der 49. Minute noch die Latte
rettete, lag das 1:0 in der Luft. In der 71.Minute fiel dann die langersehnte
Führung. Doch dieses Tor war wohl die Initialzündung für
die Gäste aus Albanien, denen in der 84. Minute der Ausgleich gelang.
Jetzt war es still im Stadion. Die Verlängerung drohte. Doch in der
89. Minute gelang Germinal der vielumjubelte Siegtreffer. Germinal Beerschot
steht in der 1. Hauptrunde des UEFA-Cups.
Peter Lomott |
 |
| Titelverteidiger
FC Vigor scheitert in der ersten Runde
14.06.01 - In der ersten Pokalrunde gab es einige Überraschungen.
So warf Pokalfinalist RWD Molenbeek mit einem 1:0 beim SV Waregem gleich
einen Erstligisten aus dem Wettbewerb. Für den Pokalverteidiger FC
Vigor dagegen bedeutete das Gastspiel des von Nationaltrainer Niessen gecoachten
VC Westerloo gleich das Ende aller Träume von einer erfolgreichen
Titelverteidigung. Westerloo zog mit einem 2:1 in die zweite Runde ein.
Eine weitere Überraschung gelang dem Zweitliga-Team von Maasmechelen,
das den Belgischen Vertreter in der CL-Quali RC Genk mit 2:1 n.V. schlug.
Für den SC Charleroi bedeutete eine blamable 3:1-Niederlage n.V. in
Herentals das Aus in Runde eins. Auch Jupiler-Liga-Aufsteiger AA Gent zog
gegen einen Zweitligisten den Kürzeren. Gegen den KV Mechelen setzte
es eine 1:2-Niederlage.Sehr stark präsentierte sich Aufsteiger KV
Oostende beim knappen 1:0-Sieg in Lüttich.Überraschend auch die
1:3-Heimniederlage von UEFA-Cup-Quali-Teilnehmer Beerschot gegen den Aufsteiger
FC Strombeek.
Meister RC Harelbeke dagegen konnte sich erwartungsgemäss mit
2:0 gegen Zweitligaschlusslicht Lierse SK durchsetzen. Mit dem gleichen
Ergebnis gewann Excelsior Mouscron gegen den SK Lokeren. Rekordmeister
VV St. Truiden konnte das Spiel gegen Zweitligist RTFC Lüttich erst
nach Verlängerung mit 2:1 für sich entscheiden. Teuer verkauft
hat sich auch Absteiger AA La Louvriere, der beim UEFA-Cup-Teilnehmer SK
Deinze knapp mit 0:1 verlor.
Zwei Krimis bekamen die Zuschauer beim Erstligaduell in Aalst -gegen
Lommel- und beim Zweitligaduell in Kortrijk -gegen den FC Brügge-
geboten. Bei beiden Begegnungen gewann der Gast mit 5:4 nach Elfmeterschiessen.
Das Duell der beiden Erstplatzierten der Jupiler-Liga, SK Beveren und
Cercle Brügge, entschied Beveren nach grossem Kampf mit 2:1 für
sich.
Weitere Ergebnisse:
FC Verbroedering - FC Antwerpen 1:0
Excelsior S. Niklaas - RSC Anderlecht 1:2
Peter Lomott |
 |
| Die Mannschaften
im Check
07.06.01 - RC Harelbeke (Letztes Jahr: 63 Punkte, Meister):
Letztes Jahr wurde Harelbeke als Aufsteiger souverän Meister.
In den letzten Jahren war es aber für Aufsteiger im zweiten Jahr immer
sehr schwer, besonders wenn sie in der ersten Saison gut abgeschnitten
haben. In 2001/2 hatte Harelbeke die zweitbeste Abwehr der Liga,
aber dieses Jahr werden die Gegner gegen den amtierenden Meister alles
geben. Harelbeke wird also zeigen müssen daß sie auch Erfolg
haben können wenn ihre Gegner mehr Tore schießen. Dazu
kommt die dreifache Belastung durch Liga, Pokal und Champions League.
Prognose: Mit voraussichtlich mehr Gegentore wäre mehr als ein Platz
im Mittelfeld eine Überraschung.
RC Genk (58 Punkte, Vizemeister): Angesichts Genks 72 erzielten
Toren (neuer Jupiler Liga Rekord) war die Vizemeisterschaft sogar etwas
unglücklich. Im kommenden Jahr wird Genk aber die selben Probleme
wie Harelbeke konfrontieren: hochmotivierte Gegner und dreifache
Belastung. Deshalb wird auch für Genk der eigene Sturm
der Schlüssel zum Erfolg sein. Prognose: Wegen dem überragenden
Sturm hat Genk die beste Chance die schwarze Serie der erfolgreichen Aufsteiger
zu brechen. Ein einstelliger Tabellenplatz wird von Genk erwartet,
und diese Mannschaft könnte auch wieder um die Meisterschaft spielen.
SK Deinze (56 Punkte, UEFA Cup): Wie wird Deinze den
Kollaps am Saisonende verkraften? Am 32. Spieltag wurde noch auf
die Meisterschaft gehofft, dann nach zwei Niederlagen sogar die Champions
League verpaßt. Die Moral der Mannschaft wird wohl diese Saison
kritisch sein – ein Fehlstart könnte katastrophal sein. Prognose:
Die ersten acht bis zwölf Spiele werden entscheidend sein.
FC Vigor (53 Punkte, Pokalsieg, UEFA Cup): Vigor geht nach dem
Pokalsieg mit großen Ambitionen ins neue Jahr. Trainer Björn
Schaubs: „Pokalsieg war nur der erste Streich! Vigor wird jetzt aufrüsten
und in der nächsten Saison die Meisterschaft ansteuern! Desweitern
hoffe ich Belgien im UEFA-CUP würdig zu vertreten. Minimalziel Achtelfinale“
Schaubs, erst seit dem 16. Spieltag der vergangenen Saison bei Vigor, muß
aber noch beweisen daß er nicht nur im Endspurt sondern auch über
die lange Saison erfolgreich das Team leiten kann. Prognose:
Schwer zu beurteilen, also wäre weder Meisterschaft noch Abstieg eine
große Überraschung.
Germinal Beerschot (53 Punkte, UEFA Cup Quali): Nach zwei Jahren
unter den ersten 5 der Liga und drei Auftritte in einem europäischen
Cup in vier Jahren sollte in Antwerpen Freude herrschen. Jedoch schraubt
Trainer Thies Kolln die Erwartungen eher herunter: „Es ist sehr schwer
jedes Jahr in der Liga solche Erfolge zu bringen. Nach zwei
guten Saisons erwarten wir sehr harte Konkurrenz im neuen Jahr. Ein
Platz im gesicherten Mittelfeld ist unser Ziel. Vor allem wollen
wir nach mäßigen Erfolgen in Europa dieses Jahr zeigen, daß
diese Mannschaft auch International mithalten kann.“ Prognose:
Die Mannschaft hat trotz seinen Erfolgen nicht bewiesen, daß sie
für einen Titel reif ist. Ein Einstelliger Tabellenplatz ist
durchaus machbar, aber das Versinken in den Abstiegskampf (wie vor zwei
Jahren) ist auch vorstellbar.
Cercle Bruegge (53 Punkte, UEFA Cup Quali): Nach zwei Jahren im
Mittelfeld spielte Cercle letztes Jahr wieder oben mit. Trotz unterschiedlichen
Platzierungen hat Cercle aber in letzten Jahren eine sehr konstante
Offensivleistung (58, 58, 62, 59 Tore). Ausbeuten von rund 60 Toren
sind zwar meistens gut genug um den Abstieg zu verhindern, reichen aber
nicht um ernst um den Titel zu Spielen. Prognose: Ein einstelliger
Tabellenplatz sollte schon drin sein, aber mehr Tore sind nötig um
ende dieser Saison noch mal im internationalen Geschäft zu stehen
statt wieder im Mittelfeld zu weilen.
SV Waregem (50 Punkte): Waregem hat noch ganz am Ende der letzten
Spielzeit einen neuen Trainer geholt mit der Hoffnung daß nach vier
Jahren im oberen Mittelfeld (8., 4., 6., 7.) dieses Jahr ganz oben mitgespielt
wird. Der neue Trainer, Peter Lomott, sagt dazu aber nur folgendes:
„Ich war von dem Angebot, das mir der SV Waregem gemacht hat, so dermaßen
überrascht, daß ich mich bisher nur sehr wenig über die
Belgische Liga informieren konnte. Deshalb wird der SV Waregem in
der neuen Saison erst einmal nur mit dem Strom schwimmen können. Ein
gesicherter Mittelfeldplatz mit Tendenz nach oben sollte das Ziel sein.“
Es gibt also schon am Anfang Lomotts Laufzeit mögliche Reibungen zwischen
einem Vorstand das große Erfolge verlangt und einem Trainer der die
Erwartungen zurückschrauben will. Prognose: Lomott fühlt
sich in Belgien wohl, aber besonders bei einem Fehlstart könnte es
für ihn unangenehm werden. Aufgrund seiner bisherigen Leistungen
sollte ein Mittelfeldplatz drin sein. Ob das aber dem Vorstand genügt?
SK Lommel (49 Punkte): Nach einer desolaten Leistung in der Hinrunde
erlebte der Vorjahresmeister einen starken Aufwind in der zweiten Hälfte
der Saison und konnte mit der besten Rückrundenbilanz wieder überzeugen.
Dazu kommt daß in der ersten Hälfte die extra Belastung durch
Champions League Gruppenspiele wohl sehr schwer wog. Trainer Sten
Leissner hofft daß er seine Erfolgsserie weitersetzen kann:
„Es wird schwierig werden, in der neuen Saison ähnliche Erfolge, wie
in den vergangenen Jahren zu feiern. Pokal-Halbfinale, Aufstieg, Meisterschaft
und das Erreichen des Champions League-Halbfinales waren die Ergebnisse
einer konsequenten und harten Arbeit des Vereins, der Spieler und der Fans.
Langfristig muß das Ziel sein, eine feste Größe im belgischen
Fußball zu werden. Internationale Qualifikationen und Aufmerksamkeit
lassen sich nur über Erfolge in der Liga erreichen. Deshalb ist es
wichtig, daß wir nächste Saison an die guten Leistungen der
Rückrunde anknüpfen, von Anfang an den Abstiegsrängen fernbleiben
und die europäischen Startplätze im Blick behalten. Platz 3 bis
8 ist deshalb unser Saisonziel.“ Prognose: Angesichts der starken
Rückrunde muß
Lommel zu den Favoriten zählen.
Eintracht Aalst (46 Punkte): In den letzten zwei Jahren war Aalst
dank einer soliden Abwehr zwei mal auf dem 9. Platz. In dieser Zeit
hat kein Verein
weniger Gegentore erlaubt als die Eintracht. Aber Sorgen gibt
es wegen dem Sturm – in beiden Jahren feierte Aalst die zweitwenigsten
Tore. Und es hat sich in Belgien und anderswo schon gezeigt daß
man sich auf Dauer nicht nur auf seine Abwehr verlassen kann. Prognose:
Wenn der Sturm sich dieses Jahr nicht verbessert muß Aalst zu den
Abstiegskandidaten zählen.
SK Beveren (44 Punkte): Letztes Jahr war für Beveren von
durchwachsenen Auftritten in der Liga und Riesenerfolgen in Europa geprägt.
Der 9. Platz konnte nach einem 3. Platz und dem Viertelfinale im UEFA Cup
nur enttäuschend sein. Aber bei so einer Doppelbelastung sind
schon viele Vereine in der Liga abgerutscht. Prognose: Ohne
Doppelbelastung ist Beveren möglicherweise vor dem großen Sprung
nach vorne. Wenn die Mannschaft gut startet könnte sie um die
Meisterschaft spielen.
VV St. Truiden (43 Punkte): Zum ersten mal seit 1999/4 hat sich
St. Truiden nicht für einen internationalen Startplatz qualifiziert.
Der Verein
ist vor einem Wendepunkt: geht es nach einem 5. und einem 10.
Platz nun weiter Bergab (sogar vielleicht richtung 2. Liga) oder wird die
Form die St. Truiden schon 4 Meistertitel gebracht hat wiedergefunden?
Eine Nummer die viel Hoffnung macht ist die Torausbeute der letzten Saison
(68, fünftbeste der Geschichte der Jupiler Liga). Wenn dieses
Jahr auch die Abwehr erfolgreich neugestaltet werden kann, wird es sehr
schwer sein gegen St. Truiden Punkte zu holen. Prognose: Wir
rechnen mit der Wiederbelebung des Vereins – St. Truiden wird wieder ganz
oben mitspielen.
Standard Luettich (42 Punkte): Jahrelang galt Standard als „Aufzugsmannschaft“
-- 1999’4 abgestiegen, 1999’5 wieder aufgestiegen, 2000’1 wieder
runter, und 2000’4 zurück in die erste Liga. Jetzt scheint
der Verein sich aber im Mittelfeld der Jupiler Liga zu etablieren.
Mit dem größten Stadion der Liga (Stade de Sclessin, 30000 Zuschauer)
sollte aber wenigstens finanziell dem weiteren Erfolg nichts im Weg stehen.
Prognose: Ein gesicherte Mittelfeldplatz wird erwartet – schafft
die Mannschaft dieses Jahr den Durchbruch nach oben?
VC Westerloo (40 Punkte): Nach der sensationellen Vizemeisterschaft
im Aufstiegsjahr 2000’4 zeigt Westerloos Tendenz eindeutig nach unten.
2001’1 dank einem starken Endspurt noch 7., letztes Jahr nur 13.
Viele Fragen hängen um diesen Verein: Welches ist die wahre
Mannschaft aus Westerloo? Ist für Trainer Alfred Niessen die
Doppelbelastung Vereinstrainer und Nationalmannschaft-Teamchef zu viel?
Kann der einst gefürchtete Sturm wieder die 60-Tore-Hürde erzielen?
Vielleicht werden diese Fragen in der kommenden Saison beantwortet.
Prognose: Dies ist die Stunde der Wahrheit für Westerloo.
Noch ist in dieser Saison alles möglich. Ein weiteres abrutschen
würde aber Zweitligafußball bedeuten.
Excelsoir Mouscron (39 Punkte): Mouscron hat zwar noch nie einen
Titel gewonnen, ist aber dank soliden Leistungen über lange Jahre
dritter in der ewigen Tabelle. In den Jahren 2000’3 bis 2001’1 schien
dem Sturm aber die Puste auszugehen (50, 52, 53 Tore). 2001’2 gab
es einen durchbruch – 60 Tore – aber dann ließ die Abwehr nach.
Ergebnis: zwei Jahre bis zum letzten Tag fest im Abstiegskampf, und
am Ende doch noch der rettende 14. Platz. Ist Mouscron also unabsteigbar?
Oder hält das Glück nur so lange? Prognose: Ohne
eine Steigerung der Offensivleistung wird Mouscron wieder um den Klassenerhalt
zittern müssen.
SC Charleroi (39 Punkte): Die Ähnlichkeiten zu Mouscron sind
enorm: Charleroi ist auch eins der fünf Vereine die nie abgestiegen
sind, ist fünfter der
ewigen Tabelle, und hat in den letzten zwei Jahren nur knapp den Klassenerhalt
geschafft (zwei mal 15.). Der Abstiegskampf ist in Charleroi sehr
bekannt: in 10 Saisons gab es außer der Meisterschaftssaison
1999’3 nur einmal einen einstelligen Tabellenplatz. Prognose:
Charleroi scheint für den Abstiegskampf prädestiniert zu sein.
Ein einstelliger Tabellenplatz wäre eine Überraschung.
AA Gent (57 Punkte in Liga 2), FC Strombeek (56 Punkte in Liga 2), KV
Oostende (54 Punkte in Liga 2): Bei den drei Aufsteigern wird noch
der Erfolg der vergangenen Saison gefeiert. Aber nun muß auch
an die neue Aufgabe gedacht werden. Die Trainer sagen öffentlich
das sie nur den Klassenerhalt anstreben, zum Beispiel Hannes Schulz (FC
Strombeek): „Bin neu in der 1.Division! Gerade aufgestiegen! Noch herrscht
Freudentaumel in Strombeek! Ich bin überglücklich! Natürlich
kann für mich nur der Klassenerhalt das Ziel sein! 40 Punkte,dann
mal weiterschauen!“ Aber nach den Erfolgen die Neuaufsteiger in den
letzten Jahren hatten müssen die Trainer, wenn auch nur heimlich,
nach einem Titel sehnen. Gent und Oostende zeigten in
der zweiten Liga mit 63 bzw. 65 Toren daß sie vom Sturm her auf
jeden Fall für die erste Liga reif sind. Prognose: Alles
ist für die Aufsteiger möglich.
Einer könnte Meister werden. Es könnte aber auch eine
Trotzreaktion der etablierten Erstligisten geben, die ein oder mehr der
Aufsteiger wieder in die zweite Liga schickt.
Thies Kolln |
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| Beerschot
und Cercle Brügge erreichen zweite Qualifikationsrunde
07.06.01 - Puh, das war knapp! Für Germinal Beerschot und
Cercle Brügge hätte die 1. Qualifikationsrunde für den UEFA-Cup
durchaus das Ende bedeuten können.
Germinal musste zuerst in Litauen bei Lietava Jonava antreten. Die Gastgeber
legten auch gleich los, wie die Feuerwehr, dass man schon Angst um Beerschot
haben musste. Bis zur Pause schossen sie eine ungefährdete 4:1-Führung
heraus, so dass Trainer Kolln in der Kabine wohl ein gehöriges Donnerwetter
auf seine Spieler los liess.
In der zweiten Halbzeit konnte Germinal das Spiel ausgeglichener gestalten.
Die Abwehr legte endlich wieder die gewohnte Sicherheit an den Tag, so
dass sich immer wieder Konterchancen ergaben. Mitte der zweiten Halbzeit
führte einer dieser Konter zum wichtigen 2:4. Mehr war an diesem Tage
für Germinal nicht drin.
Vor ausverkauftem Haus im Olympisch Stadion zeigte Germinal Beerschot
vor allem in der zweiten Halbzeit eine Klasseleistung. Nach anfänglich
vorsichtigem Abtasten in der ersten Halbzeit gelang Germinal nach einer
Viertelstunde die 1:0-Führung. Doch wer dachte, dieses Tor würde
dem Kolln-Team Sicherheit verleihen, sah sich getäuscht. Die Gäste
von Lietava Jonava drängten mächtig aufs Germinal-Tor vergaben
aber selbst todsichere Chancen. Langsam, aber sicher konnte sich Germinal
aus der Umklammerung lösen und kurz vor der Pause das psychologisch
so wichtige 2:0 erzielen.
In der zweiten Halbzeit spielte Germinal seinen Gegner schwindelig.
Zehn Minuten nach der Pause fiel nach einer sehenswerten Kombination das
3:0, weitere zehn Minuten später per Freistoss das 4:0. War's das?
Nein, denn Lietava gelang postwendend das 1:4. Es durfte gezittert werden.
Letztendlich reichte es. Germinal Beerschot ist in der Qualifikationsrunde
zwei.
Auch für Cercle Brügge war die erste Qualifikationsrunde alles
andere als ein Spaziergang.
Brügge erwartete im heimischen Jan-Breydelstadion den FC Bangor
aus Nordirland. Die Nordiren wurden kalt erwischt, denn gleich in der 2.
Minute ging Cercle Brügge mit 1:0 in Führung. Nach zehn Minuten
baute das Team von Thomas Urban die Führung sogar auf 2:0 aus und
alles sah nach einer klaren Angelegenheit aus. Doch plötzlich lief
bei Brügge nichts mehr zusammen. Klarste Chancen wurden vergeben und
mit dem Pausenpfiff fiel das 1:2.
In der zweiten Halbzeit drückte der FC Bangor auf den Ausgleich.
Aber die Brügger Hintermannschaft hielt den 2:1-Sieg fest.
Auch in Bangor erwischte Cercle Brügge den besseren Start. In der
5. Minute bekam Cercle nach einem üblen Foul einen direkten Freistoss
zugesprochen, der zur 1:0-Führung führte. Mitte der ersten Halbzeit
zog Cercle auf 2:0 davon und die nächste Runde rückte immer näher.
Doch wie schon in der ersten Begegnung war das Urban-Team in der zweiten
Hälfte nicht mehr wiederzuerkennen. Die logische Konsequenz war dann
der Ausgleich von Bangor per Doppelschlag. Dabei blieb es dann und für
Brügge reichte es, um in die nächste Runde einzuziehen.
Champions-League-Qualifikation: RC Genk überzeugt gegen Ararat
Erewan
Nach einer solchen Odyssee Richtung Armenien war zu erwarten, dass der
RC Genk keine Topleistung bringen kann. Die weite Anreise steckte den Spielern
noch in den Knochen. Das ausgeruhte Team von Ararat Erewan führte
bis kurz vor der Pause erwartungsgemäss mit 2:0. Für Genk ging
es nur darum, sich so teuer wie möglich zu verkaufen, um zu Hause
alles klar zu machen. Mit dem Anschlusstreffer zum Endstand von 1:2 gelang
es dem Ott-Team auch.
Im heimischen Thyl-Gheyselinckstadion zog der RC Genk dann alle Register.
In der zwölften Minute ging der RC durch einen sehenswerten Alleingang
des Liberos mit 1:0 in Führung. Nach einer halben Stunde fiel das
2.0 nach einer Ecke. Erewan gab sich noch nicht geschlagen und verkürzte
im Gegenzug auf 1:2.
In der zweiten Halbzeit wurde der RC Genk immer stärker und erhöhte
auf 3:1.Danach hatte Erewan nichts mehr entgegenzusetzen. So schoss der
RC Genk einen auch in dieser Höhe verdienten 5:1-Sieg heraus.
Peter Lomott |
 |
| Fünf
Erstligaduelle in der ersten Pokalrunde
07.06.01 - Im Belgischen Pokal trifft der Titelverteidiger FC
Vigor in der ersten Runde mit dem VC Westerloo gleich auf einen Erstligisten.
Neben dieser Begegnung finden in der ersten Pokalrunde noch vier weitere
Duelle unter Erstligisten statt. Der Pokalsieger der Saison 2000'3, Germinal
Beerschot, empfängt den Aufsteiger FC Strombeek. Mit dem KV Oostende
ist ein weiterer Aufsteiger im Stade de Sclessin von Lüttich zu Gast.
Der entthronte Meister SK Lommel wiederum muss zur Eintracht aus Aalst.
Cercle Brügge, das nur knapp einen internationalen Wettbewerb verpasste,
reist zum SK Beveren, dem Pokalsieger der Saison 2000'1.
Der amtierende Meister RC Harelbeke hat mit Lierse SK einen Zweitigisten
zu Gast, steht also vor einer lösbaren Aufgabe. Umso schwerer hat
es Pokalfinalist RWD Molenbeek, der beim Erstligisten SV Waregem
antreten muss.
Peter Lomott |
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