| Trotz fünf
Toren nur ein Punkt aus zwei Spielen
26.07.01 - Polen - Griechenland 3:5 (60:120)
In einer tollen Partie trennen sich Griechenland und Polen in Athen
mit 5:3 voneinander. Ein wahrlich aussergewöhnliches Spiel, dass alles
zu bieten hat, was ein Fußballerherz begehrt. Traumkombinationen
auf beiden Seiten, die pure Lust am Spiel zu erkennen an 20 Beinen, die
wahre Zauberstücke mit dem Ball machen, herrliche Tore, eine super
Atmosphäre und nicht zuletzt keine Fouls.
Das Spiel beginnt mit einem Tor. Gleich in der 5. Minute eröffnet
Polen durch Marc Lucassen den Torreigen. Wieder einmal, wie so häufig
zuletzt,
vorbereitet durch Vorlagengenie Marcus Krolinski. Das Spiel geht flott
weiter, Chancen über Chancen auf beiden Seiten, aber das nächste
Tor erst eine halbe Stunde später. Angesichts der häufiger werdenden
Chancen auf Seiten der Griechen allerdings nicht verwunderlich, dieser
Ausgleich mit dem Kopf. Und jetzt geht´s Schlag auf Schlag weiter.
Eine Minute später das 2:1 für die Hellenen, wiederum eine Minute
später das 3:1. Was ist da los? Tja, Polens Spieler haben sich einfach
mal gemütlich zu einem kleinen Pläuschen am Mittelkreis zusammengesetzt,
lassen den Fußball Fußball sein und
dem Spiel freien Lauf. Der Teamchef traut seinen Augen nicht, fängt
wie wild an zu gestikulieren und zu schreien. Aha, jetzt machen sie Anstalten
weiter
zu spielen. Und es läuft auch gleich wieder, sie sind drückend
überlegen, aber ihre Chancen nutzen die Polen wenig. Sage und schreibe
17:0 zu Gunsten Polens beträgt das Chancenverhältnis von Minute
37 bis zur Halbzeit - traurig, das da nichts bei rumkommt.
In der 2. Halbzeit nimmt das "Elend" seinen Lauf. Aber halt, warum
Elend? Es sieht so aus, als wenn die Spieler mehr Spaß am Spiel haben
als je zuvor. Muss am Ouzo liegen, den Griechenland in großen Mengen
in den polnischen Pausenvodka gemixt hat. Auf jeden Fall torkeln die polnischen
Spieler nur noch lachend über den Platz und so verwundert es nicht,
dass Griechenland seine Führung schnell um 2 Tore erweitert. Nach
einer Stunde Spielzeit führen die Griechen also mit 5:1 und das Polster
scheint ihnen nun groß genug, denn nun wird auch auf ihrer Seite
hochprozentiges in die Trinkflaschen gefüllt. Meine Güte, was
ist hier bloß los? Naja, wenigstens herrschen nun wieder gleiche
Bedingungen für beide Teams. Tja, und prompt fällt auch der "Anschluß".
Nur noch 2:5 und nun beginnt eine unnachahmliche Drangperiode der torkelnden
Polen. Und tatsächlich, es gelingt ihnen noch ein Tor zu erzielen.
Allerdings fiel zu spät, um den Sieg der griechen noch zu gefährden.
Alles in allem ein Achtungserfolg für Polen, auh wenn das Ergebnis
andere Bände spricht. Aber ein Chancenverhältnis von 35:10 für
Polen spricht ene deutlich andere Sprache. Schuld an der Niederlage sind
also einzig allein der griechische "Pausen-Ouzo" und vor allem das zu Pläuschchen
anregende Wetter. Hoffen wir, dass das Rückspel in Polen unter anderen
Voraussetzungen steigt... ;-)
Polen - Niederlande 2:2 (54:50)
Polens Spieler sehen verkatert aus - das kann ja heiter werden. Das
Spiel gegen die Griechen ist ihnen anzusehen, steckt ihnen noch deutlich
in den
Knochen. Der Sieger wird also Holland heißen. Oder? Der
Beginn deutet auf etwas andere hin. Bereits nach 9 Minuten hat Polen 4
Chancen. Aber dann passiert es doch: Polen gerät in Rückstand.
Nach einer erneuten vergeben Chance haben sie es versäumt mit zurückzulaufen,
haben sich stattdessen gegenseitig in Diskussionen über das Verwandeln
oder nicht-Verwandeln einer Chance verwickelt und darüber hinaus den
Gegner vergessen. Aber der Schock sitzt nicht lange, im Gegenzug schon
der kinderleichte Ausgleich. Wenn sie wollen können sie, aber sie
wollen dieses Wochenende so selten.
Jetzt plätschert das Spiel ein wenig dahin. Polen will keine Initiative,
nutzt das Spiel lieber etwas zur Regeneration vom Griechenland-Spiel und
Holland
kann nicht so, wie sie vielleicht wollen. Erst in der 36. Minute mal
wieder eine vernünftige Kombinaton auf rechts - und die führt
auch prompt zum Tor.
Holland kann es offenbar doch noch. Jetzt bleiben sie am Drücker,
drängen auf das 3:1, aber Polen rettet den knappen Rückstand
in die Halbzeit.
In Hälfte 2 dasselbe Bild. Holland drängt, Polen verteidigt.
Wenn man das so nennen kann. Die Polen haben sich einfach allesamt vors
Tor gestellt und
dreschen alles weg, was da auf sie zukommt. Kein Durchkommen für
Holland. Kurz vor Schluß dann das Unglabliche: ein weiterer Angriff
der Polen. Und als wenn das Spiel bisher nicht schon verrückt genug
gewesen wäre, führt dieser auch noch zum zwar unverdienten, aber
dennoch hart erarbeiteten Ausgleich. Das nennt man wohl Effizienz. Hätten
sie auch so gegen die Griechen gespielt, wären diese wohl zweistellig
deklassiert worden... :)
Christian Knoblich |
| Polen setzt
Siegesserie fort
19.07.01 - Polen - Norwegen 2:1 (53:22)
-------------------------------
Anpfiff im Spiel zwischen Polen und Norwegen und Polen übernimmt
sofort das Zepter. Offenbar sind sie noch immer von ihren hervorragenden
Leistungen der Vorwoche beflügelt und wollen diese wiederholen. Gleich
in der 2. Minute hat Polens "Z", Christian Knoblich, die erste Chance.
Bei einem Solo über rechts setzt er sich gegen zwei gegnerische Verteidiger
durch und kommt frei zum Schuß, aber der Ball touchiert "nur" den
Aussenpfosten und landet im Toraus - leichtfertig vergeben! Polen
macht weiter Druck und wird mit einer weiteren Möglichkeit drei Minuten
später belohnt. Marc Lucassen kommt völlig frei im Strafraum
stehend nach einer Flanke zum Kopfball... aber auch hier keine Gefahr -
der Torhüter kann den Ball sicher halten.
Polen setzt nach, drängt auf die Führung. In der 10. Minute
ist es Bernhard Grulich, der sich am gegnerischen Strafraum den Ball erkämpft
und "einfach"
draufhält... Und da ist sie, die verdiente Führung! Ein Schuß
wie am Schnürchen gezogen, der unhaltbar im Winkel landet - klasse!
Angesichts der bisher drückenden Überlegenheit zieht Polen sich
nun etwas zurück und lässt Norwegen etwas kommen. Die haben wenige
Minuten später auch prompt ihre erste Torchance. Kevin Mahler kommt
nach einem völlig missglückten Querpass eines polnischen Verteidigers
vor dem gegnerischen Strafraum in
Ballbesitz und zieht ab... Latte! Ein sehr schöner Schuß,
aus polnischer Sicht aber glücklicherweise nicht von Erfolg gekrönt.
Norwegen bleibt nach dem Aluminiumtreffer am Drücker und wird
in der 25. Minute mit einer weiteren Möglichkeit belohnt. Danilo Oswalds
Seitfallzieher
geht allerdings knapp vorbei, es bleibt weiterhin beim 1:0 für
Polen. Nach den Möglichkeiten für Norwegen wird auch Polen wieder
offensiver und das Spiel entwickelt sich zu einem offenen Schlagabtausch
hüben wie drüben. Quasi mit dem Halbzeitpfiff dann die letzte
Cahnce der ersten Hälfte. Reinhard
Hoelzel kann sich nach einem tollen Anspiel noch gegen einen polnischen
Verteidiger durchsetzen und beginnt dann seinen triumphalen Gang Richtung
1:1. Den herauseilenden Torhüter lässt er dabei kinderleicht
aussteigen... Der Ausgleich zu diesem psychologisch wichtigen Zeitpunkt
- tut er Polens bisher toller Leistung einen Abbruch?
In der zweiten Hälfte dauert es etwas, bis die Mannschaften wieder
in vorheriger Spiellaune auftreten. Die erste nennenswerte Chance resultiert
daher
auch erst aus der 63. Minute. Roberto Maisl versucht sich von rechts
aus äusserst spitzem Winkel, aber dieser Schuss birgt keine Gefahr,
denn der Ball landet am Aussennetz.
Nun sprühen beide Teams wieder vor Offensivgeist und erarbeiten
sich viele gute Möglichkeiten. Eine davon hat Polen in der 77. Minute.
Markus Krolinski
kann den norwegischen Rechtsaussen am Flanken hindern und nimmt ihm
den Ball ab. Im gleichen Atemzug beweist er ein super Auge spielt einen
herrlichen Pass über 50 Meter direkt in den Lauf des blitzschnellen
Billy Heinz, der sich nun mit dem Ball am Fuß unaufhaltsam seinen
Weg Richtung Tor ebnet. Norwegens Schlußmann läuft heraus, will
Heinz den Winkel verkleinern aber anstatt zu schießen lupft dieser
den Ball lässig über den Torhüter hinweg zum 2:1 ins Tor
- ein geiler Treffer, an dem Markus Krolinski mindestens genausoviel Anteil
hat wie der Torschütze selbt! Nun gilt es diese Führung zu halten
und eventuell sogar noch auszubauen.
Das Spiel lebt auch weiterhin von dem Offensivgeist beider Mannschaften,
die uns hier eine Spitzenleistung bieten und sich weiterhin eine Chance
nach der anderen herausspielen, bis zum Ende. In der 90. Minute dann die
letzte Möglichkeit zum erneuten Ausgleich für Norwegen. Mirko
Doerre ist durch und wird im Strafraum zu Boden gezerrt - ein dumme Aktion,
die Polen wahrscheinlich den schon sicher geglaubten Erfolg kostet. Doerre
lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er selbst verwandeln möchte
und schnappt sich den Ball, den er sich penibel auf dem Elfmeterpunkt zurechtlegt.
Er geht ein paar Schritt zurück, läuft an und... gehalten!!!
Ein schwacher Schuß, glänzend pariert. Doerre sinkt in sich
zusammen, wie ein Haufen Elend. Er weiß, was folgt - der Schlußpfiff.
Polen kann sich mit 2:1 gegen Norwegen durchsetzen und feiert nach dieser
Klasseleistung den 3. Sieg in Folge. Aber auch den Norwegern gehört
ein Lob für ihre tolle Leistung ausgesprochen, sie haben viel zu dieser
"Offensivschlacht" beigetragen, die eigentlich keinen Verlierer verdient
gehabt hat.
Torschützen:
-------------
1:0 Bernhard Grulich (10.)
1:1 Reinhard Hoelzel (44.)
2:1 Billy Heinz (77., Markus Krolinski )
Polen - Dänemark 3:1 (70:22)
-------------------------------
Das Spiel zwischen Polen und Dänemark beginnt ziemlich fad. Es
wird bereits knapp eine halbe Stunde gespielt und das gegenseitige Abtasten
beider
Mannschaften befindet sich noch im vollen Gange. Chancen gibt es bisher
noch keine zu vermelden.
Wir schreiben die 31. Minute und endlich traut sich mal jemand was.
Uwe Welskopf wird bei einem dänischen Angriff durch eine Flanke hervorragend
in Szene gesetzt, aber sein Fallrückzieher klatscht nur an die Latte
und von dort direkt auf den Fuß eines polnischen Abwehrspielers,
der auch gleich einen beispielhaften Konter einleitet. Ganze 3 Stationen
genügen der polnischen Mannschaft, um vor das dänische Tor zu
kommen, wo Robert Kopetschke noch schnell ein, zwei Haken schlägt
und den Ball locker und leicht zur 1:0-Führung im Netz zappeln lässt.
Ein Angriff für das Lehrbuch.
Jetzt laufen die Motoren beider Teams auf vollem Gange, erspielen sich
einige Chancen. Die nächste richtig Gute hat Dänemark kurz vor
der Halbzeit. Bernd Timmermann kann sich klasse durchsetzen und durchbricht
die polnische Abwehrreihe, um diesen sehenswerten Alleingang mit einem
strammen Schuß abzuschließen - drin! Unhaltbar - direkt in
den Winkel. Der Ausgleich, quasi mit dem Halbzeitpfiff. Die zweite Hälfte
beginnt wie die erste, mit dem Abtasten. Glücklicherweise wird diese
Phase diesmal auf eine Viertelstunde beschränkt und Dänemark
beschert uns "schon" in der 64. Minute die nächste gefährliche
Möglichkeit. Stephanie Zimbehl kann sich nach einem Eckball im Kopfballduell
durchsetzen, allerdings ist der Kopfball selbst zu unplatziert und so landet
der Ball nur neben dem Tor.
Der folgende Abstoss misslingt völlig und so dauert es keine Minute
bis zur nächsten Möglichkeit der Dänen. Michael Harczula
versucht sich mit einem
Gewaltschuss aus etwa 30 Metern. Die Idee an sich ist nicht schlecht,
da der beim Abstoss ausgerutschte Torhüter noch nicht wieder voll
konzentriert scheint, aber der Schuss ist nicht genau genug gezielt und
deshalb landet er auch direkt in den Armen des völlig verdutzen polnischen
Schlußmannes. Es bleibt also weiter beim 1:1.
Aber Dänemark macht nun weiter ruck, drängt auf den Führungstreffer.
In der 70. Minute kommen sie erneut gefährlich vor das polnische Gehäuse,
Michael Pfeiffer bekommt auch seine Chance. Eine Flanke aus dem halblinken
Mittelfeld landet direkt auf dem starken rechten Fuß, welcher den
Ball gleich weiter Richtung Tor vorprescht. Ein knallharter Schuß
der direkt an die Unterlatte prallt und von dort ins Tor... oder etwa doch
kein Tor? Der Unparteiische zeigt weiterspielen an, zum Entsetzen der nun
protestierenden Dänen. Aber der Schiedsrichter lässt sich nicht
beirren und bestraft den dänischen Wortführer mit Gelb, um die
Meute zu beruhigen. Das Spiel läuft unterdessen übrigens weiter
und so lässt es sich das Schlitzohr Christian "Z" Knoblich nicht nehmen,
mit dem Ball an den protestierenden Gegnern vorbei in Richtung dänischer
Strafraum zu rennen und den Ball im Tor
zur 2:1-Führung zu versenken. Der Torwart ist dabei keine wirkliche
Hürde, ist er doch der Wortführer, der Gelb erhält.
Ein kurioser Treffer, über den
man bestimmt noch lange sprechen wird. Damit ist der Widerstand der
nun nur noch lustlos agierenden Dänen gebrochen und Polen beginnt
seine Schlußoffensive und erspielt sich Chance um Chance. Die nächste
"Hammermöglichkeit" wird auch prompt zum entscheidenden 3:1 genutzt.
Wie schon im Spiel gegen Norwegen gelingt Markus Krolinski auch hier wieder
eine Traumvorlage. Er erkämpft sich den Ball im Mittelfeld und versucht
sich von der Mittellinie mit einem Torschuss. Der Ball segelt und segelt,
über den Torhüter und klatscht von der Latte direkt auf den Kopf
von Marc Lucassen, der nur noch einzunicken braucht. Herrlich! Polen
drückt weiter, hat sich in einen Rausch gespielt, aber die Chancen
werden reihenweise vom dänischen Keeper entschärft. So auch die
letzte Möglichkeit des Spiels in der Nachspielzeit. Ein schneller
Pass von rechts in den Strafraum aber Henryk Jan Ciuraj verpasst den Ball
um wenige Millimeter. Das ist der Schlußpunkt, denn nun pfeift der
Schiri ab. Schade, dass Dänemark sich nach dem Tor, welches sich nach
dem Studium einiger Wiederholungen eindeutig als kein Tor erwiesen hat,
so hat hängen lassen. Alles in allem haben wir ein recht gutes Spiel
gesehen und Polen geht angesichts der Überlegenheit zum Schluß
auch als verdienter Sieger vom Platz und feiert den vierten Sieg in Folge.
Vielleicht hätte Dänemark einfach nur "normal" weiterspielen
sollen...
Torschützen:
-------------
1:0 Robert Kopetschke (32.)
1:1 Bernd Timmermann (45.)
2:1 Christian "Z" Knoblich (71.)
3:1 Marc Lucassen (79., Markus Krolinski )
Christian Knoblich |
| Zwei Pleiten
am Wochenende
05.07.01 - Polen - Andorra 0:1 (00:37)
In einer miserablen Partie konnte Andorra den Gegner aus Polen glücklich,
aber nicht unverdient mit 1:0 bezwingen. Das einzige Tor des Spiels erzielte
Roland Lucas in der 35. Minute, als er den Ball per Fallrückzieher
im Netz zappeln ließ. Wenigstens ein Highlight konnte dieses Spiel
also bieten, denn
ansonsten herrschte die Langeweile. Kaum verwunderlich also, dass das
Stadion zur Halbzeit schon wieder leerer wurde.
Über das Auftreten der polnischen Mannschaft wird intern mit Sicherheit
noch zu reden sein, denn das spielerische Niveau war allenfalls drittklassig.
Polen - Georgien 1:3 (36:67)
Bereits nach 4 Minuten war das Spiel gelaufen. Ein Doppelschlag sorgte
dafür, dass die Polen bereits von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen
mussten. Diesen aufzuholen, war allerdings eine Nummer zu groß.
Bereits in der ersten Minute konnte Andreas Decker den Ball im polnischen
Tor versenken, ein Angriff über nur drei Stationen mit einem fulminantem
Schuß als Abschluß, kaum haltbar. Nur wenig später, in
der 4. Minute, nach einer Flanke das 2:0. Ein schöner Flugkopfball
sorgte für sowas wie eine Vorentscheidung.
Polen konnte kurz vor der Pause zwar noch einmal verkürzen, aber
der Anschlußtreffer durch Henryk Jan Ciuraj, er traf nach Bernahrd
Grulichs tollem Paß in den Lauf direkt in den Winkel, war nichts
weiter als ein Hoffnungsschimmer, denn in der zweiten Halbzeit konnten
sie Georgien zu keiner Zeit gefährden. In der 65. Minute dann die
endgültige Entscheidung als Patrick Gruening einen Strafstoß,
verursacht an ihm selbst, verwandelt. Die Entscheidung, denn es folgen
30 Minuten Mittelfeldgeplänkel, ehe der Schlußpfiff die völlig
überforderten Polen erlöst.
Auch in diesem Spiel konnte Polen alles andere als überzeugen,
weshalb sich die Spieler wohl auf das ein oder andere Straftraining "freuen"
dürfen...
Christian Knoblich |
| Nur gegen
Belgien nicht gewonnen
14.06.01 - Polen - Belgien 2:3 (47:60)
Gleich nach dem Anpfiff übernimmt Polen das Zepter und macht das
Spiel. Die erste Chance hat Ricky Ciuraj in der 9. Minute. Er zieht von
der Torauslinie in den Strafraum und versucht den Ball aus spitzestem Winkel
einzuschieben, allerdings knallt der Ball vom Aussenpfosten ins Aus.
Polen weiterhin stürmisch, aber die nächste richtige Möglichkeit
erst in der 21. Minute. Robert Kopetschke tritt einen Eckball und versucht
diesen direkt
zu verwandeln. Der Ball segelt Richtung Tor, aber prallt "nur" an die
Latte und von dort direkt auf den zum Einschieben bereit stehenden Udo
Zimmermann. Zimmermann schießt, aber der Ball landet am Pfosten.
Bernhard Grulich, der sich die Aluminiumtreffer von der Strafraumgenze
aus angesehen hat, stürmt heran und schießt den vom Pfosten
abprallenden Ball knallhart volley ins Netz. Das 1:0 in der 22. Minute,
die verdiente Führung, denn von Belgien war bisher nichts zu sehen.
Nach Polens Führung verflacht die Partie. Nur noch Mittelfeldgeplänkel,
ein Fehlpass jagt den anderen - ein Trauerspiel. Kurz vor der Pause dann
doch
noch einmal Aufregung. Und zwar im polnischen Strafraum. In der 45.
Minute Frank Beer mit einer Riesenmöglichkeit. Nach einer völlig
missglückten Flanke schaffen es gleich mehrere polnische verteidiger
nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu schaffen, alle treten über
den Ball drüber. Nur einer nicht, aber das ist ein Belgier. Beers
Schuß ist allerdings zu unplatziert und geht am Tor vorbei. Glück
für Polen. Der Schuß ist Schlußpunkt der ersten Hälfte
, denn der Schiedsrichter bittet zum Halbzeit-Tee.
Auch in der zweiten Hälfte bleibt die Partie schwach. Ganze 20
Minuten dauert es, bis wir die erste Möglichkeit zu sehen bekommen.
Belgiens Sten Leissner versucht sich mit einem Schuß aus 30 Metern,
allerdings ohne Erfolg. Der Ball geht weit am Tor vorbei. In der 70. Minute
wieder die Polen mit einer Möglichkeit. Thomas Heihal steht am gegnerischen
Strafraum, als plötzlich der Ball von einem Belgier direkt auf seinen
starken rechten Fuß gespielt wird. Ein haarsträubender Fehlpass,
den Heihal zu Nutzen weiß. Er donert den Ball knallhart ins Netz.
Das 2:0 20 Minuten vor Schluß, die Vorentscheidung? Offenbar nicht,
denn wenige Minuten später beginnt die Drangperiode der Belgier. In
der 75. Minute schafft Alfred Niessen den Anschluss. Der polnische Keeper
hat einen Rückpass fälschlicherweise in die Hand genommen und
den indirekten Freistoss verwandelt Niessen sicher.
In der 79. Minute ist es Reinhard Milde, der den Ausgleich auf dem
Fuß hat. Er schießt von der Strafraumgrenze aus, aber der Keeper
kann zur Ecke klären. Roger Volders schnappt sich den Ball und tritt
den Eckball... Tor! Unglaublich, direkt verwandelt! Der 2:2 Ausgleich.
Nur eine Minute später ist Volders erneut zur Stelle und markiert
das entscheidende 3:2. Polen verliert den Ball kurz nach dem Anstoss und
wenige Stationen genügen, um den Ball zum allein im Strafraum verweilenden
Volders zu spielen, der den Ball nur einzuschieben braucht. Jetzt passiert
nicht mehr viel. Belgien will nicht mehr und Polen gibt sich geschlagen.
Relativ pünktlich beendet der Schiedsrichter diese zum Ende hin sehr
spannende Partie.
Die Torschützen:
1:0 Bernhard Grulich (22. Minute)
2:0 Thomas Heihal (70.)
2:1 Alfred Niessen (75.)
2:2 Roger Volders (79.)
2:3 Roger Volders (80.)
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Polen - Frankreich 3:1 (65:17)
Nach den ersten Minuten des Abtastens die erste Möglichkeit auf
Seiten der Equipe Tricolore. In der 12. Minute sieht Marco Bechert den
etwas zu weit
vor dem Tor stehenden polnischen Keeper und versucht diesen mit einem
Schlenzer zu überlisten. Der Ball senkt sich langsam in Richtung tor,
aber der Ball landet am Lattenkreuz und fliegt von dort auf den Kopf von
Heiko Nikutowski. Anstatt ins Netz köpft dieser den Ball allerdings
knapp daneben.
Unglaublich, diese Möglichkeit ungenutzt zu lassen. Die
Strafe folgt auf dem Fusse. Ein schneller und vor allem weiter Abstoss,
der beim völlig alleinstehenden Marc Lucassen ankommt. Er nimmt den
Ball herrlich mit der Brust an, lässt die beiden Verteidiger auf dem
Weg zum Tor wie
Slalomstangen stehen und schießt den für den Torhüter
unhaltbaren Ball in den rechten Winkel. Das 1:0 für die Polen in der
14. Minute. Es dauert eine Weile, bis Frankreich den Schock des Rückstandes
verkraftet und zu Gegenangriffen ausholt. In der 23. Minute ist es dann
aber so weit. Marc Werner versucht sich nach einer wunderbaren Flanke mit
einem Fallrückzieher. Der Ball prallt aber nur an die Unterkante der
Latte, von wo der Ball direkt in die Arme des Keepers abprallt. Chance
vergeben. Der schnelle Abstoss leitet den Tempogegenstoss der Polen
ein, aber Markus Krolinski, der allen Verteidigern mit unglaublicher Geschwindigkeit
davongeläuft, scheint beim Abschluss zu erschöpft zu sein. Anders
ist es nicht zu erklären, dass ihm der Ball vom Fuss verspringt und
ins Toraus kullert. In der 30. Minute ist es Andreas Hille, der sich im
Mittlefeld den Ball erkämpft und sich dann bis an die polnische Strafraumgrenze
durchdribbelt. Dort nimmt er sich ein Herz und versucht es mit einem Schuß
- und hat Erfolg. Der 1:1 Ausgleich in der 30. Minute. Der Torwart macht
eine unglückliche Figur, allerdings war dieser Aufsetzer sehr schwer
zu halten und für den Torhüter auch erst sehr spät zu sehen,
da ihm durch die eigenen Vordermänner die Sicht verdeckt war. Nach
dem Ausgleich weiterhin eine flotte Partie mit schnell vorgetragenen
Angriffen auf beiden Seiten, allerdings ohne nennenswerte Chancen.
Es bleibt beim 1:1 zur Halbzeit.
Auch in der zweiten Hälfte bleibt es spannend, auch wenn es weiterhin
nur kleinere unbedeutende Möglichkeiten gibt. Erst in der 59. Minute
gibt es die
nächste "vernünftige" Möglichkeit. Christian Knoblich
spielt einen tollen Pass direkt in den Lauf des sich von den gegnerischen
Verteidigern lösenden
Bernhard Grulich, der auf und davon zieht und diese Vorlage verwertet.
Die erneute Führung für Polen. Nur 4 Minuten später vielleicht
die Vorentscheidung. Gregor Ziajka sieht mit dem Ball an der Mittellinie
stehend den viel zu weit vor seinem Gehäuse stehenden Keeper und hält
einfach mal drauf. Der Ball steigt hoch und senkt sich ganz langsam hinter
dem zurückeilenden Torhüter ins Netz - ein geiles Tor! Das 3:1,
kann Frankreich da nochmal rankommen? In der 75. Minute hat Hans-Jürgen
Vogt den Anschlusstreffer auf dem Fuß, allerdings geht sein mutiger
Schuß vom linken Strafraumeck knapp vorbei. Da hat keine Zeitung
mehr zwischengepaßt - Glück für Polen! Nach dieser Möglichkeit
ist die Luft raus aus dem Spiel. Polen zieht sich angesichts der sicheren
Führung mehr und mehr zurück, aber Frankreich weiß nichts
aus dem sich bietenden Platz zu machen. Sie erspielen sich keine weiteren
Chancen. Polen siegt also mit 3:1.
Die Torschützen:
1:0 Marc Lucassen (14.)
1:1 Andreas Hille (30.)
2:1 Bernhard Grulich (59., Vorlage Christian Knoblich)
3:1 Gregor Ziajka (63.)
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Polen - Tschechien 3:2 (63:46)
Das Spiel beginnt zerfahren. In den ersten 10 Minuten überwiegen
Fehlpässe und Fouls. Erst in der 14. Minute die erste Chance des Spiels.
Der Tscheche Ralf Baumann wird durch einen Traumpass wunderbar in Szene
gesetzt, spielt 2 Verteidiger aus und schiebt den Ball locker leicht zum
1:0 für Tschechien ins Netz. Ein schöner Treffer. Polen reagiert
allerdings alles andere als geschockt. Nur eine Minute später schon
der Ausgleich durch Udo Zimmermann. Auf dem Weg zum Tor wird er durch ein
Foul gestoppt und den fälligen Freistoss schießt er direkt in
den Winkel. Der Torhüter ohne jegliche Möglichkeit, diesen Ball
zu halten. Vielleicht hätten die Verteidiger in der Mauer mal etwas
springen sollen, anstatt wie angewurzelt auf dem Boden stehen zu bleiben...
Das Spiel bleibt hart umkämpft. Es gibt ein paar kleiner Möglichkeiten
auf beiden Seiten, aber die Torhüter sind immer zur Stelle. Die nächste
große Möglichkeit dann für Polen. Udo Zimmermann lässt
einen Verteidiger stehen und dringt auf der rechten Seite in den Strafraum
ein. Anstatt zu schießen spielt er auf den freistehenden Bernhard
Grulich, der den Ball nur noch einzuschieben braucht. Das 2:1 nach einer
halben Stunde Spielzeit. Eine gute Übersicht vom Debutanten Zimmermann!
In der 33. Minute erneut die Polen. Gregor Ziajka ist alleine mit dem Ball
auf dem Weg zum Tor. Er spitzelt dem Torhüter den Ball durch die Beine,
allerdings berührt dieser den Ball dabei noch und der Ball kullert
anstatt ins Tor
nur an den Pfosten. Leider steht kein Spieler zum Nachschuß bereit
und der Ball wird von der Verteidigung geklärt. Der Befreiungschlag
leitet prompt den Gegenangriff der Tschechen ein. Frank Reincke arbeitet
sich doppelpasspielend bis zum Strafraum vor, lässt den Torhüter
mit einem übersteiger stehen, aber verzieht den Schuß völlig.
Diese Riesenmöglichkeit, kläglich vergeben! In den letzten 10
Minuten der ersten Hälfte zieht Polen sich ein wenig zurück,
allerdings ohne dadurch in gefahr eines gegentreffers zu geraten, denn
Tschechien kann keinen Gewinn aus der optischen Überlegenheit schlagen.
Es bleibt also beim 2:1 zur Halbzeit.
Die zweite Hälfte beginnt fade. Erst in der 57. Minute die nächste
Möglichkeit. Christian Knoblich zeigt sein ganzes Können auf
dem Weg zum 3:1. Zwei
Verteidiger lässt er vorbei grätschen, einen dritten lässt
er per einfachem Übersteiger stehen und einen weiteren gegenspieler
überläuft er ganz einfach ehe er diesen Angriff mit einem fulminanten
Schuß in den linken Winkel abschliesst. Ein Tor für die Ewigkeit,
einfach grandios! Erst in der 72. Minute eine weitere Möglichkeit
in dieser äusserst schwachen zweiten Hälfte. Jan Tulke diesmal.
Martin Streiff flankt herrlich in den Strafraum, genau auf den Kopf vom
heranfliegenden Tulke. Der Flugkopfball trifft den Innenpfosten, von wo
er ins Tor fliegt. Allein diese geniale Flanke ist das Tor wert gewesen.
Der 3:2 Anschluss also. Es wird noch einmal spannend. 4 Minuten dann
später ist es Martin Bucher, der eine weitere Möglichkeit der
Tschechen versiebt. Er bedrängt den polnischen Keeper nach einem Rückpass
und kann ihm den Ball abnehmen, aber sein Schuß wird auf der Linie
von einem
polnischen Verteidiger geklärt. Zu unplatziert der Schuß,
sonst wäre er reingegangen. Das Spiel bleibt spannend und es gibt
noch zahlreiche kleinere Chancen auf beiden Seiten, allerdings sind diese
für die Torhüter relativ leicht zu entschärfen. Die Nachspielzeit
ist merkwürdig lang, offenbar hat der Schiedsrichter Gefallen an diesem
Spiel. Allerdings ändert auch das nichts an der Tatsache, dass Polen
dieses Spiel mit 3:2 für sich entscheidet.
Die Torschützen:
0:1 Ralph Baumann (14.)
1:1 Thomas Heihal (15.)
2:1 Bernhard Grulich (30., Udo Zimmermann)
3:1 Christian Knoblich (57.)
3:2 Jan Tulke (72., Martin Streiff)
Christian Knoblich |
| Polen erfolgreich
gegen glücklose Österreicher
07.06.01 - Das Spiel kann mit einem flotten Beginn aufwarten.
Bereits in der 2. Minute kommt Österreich zu seiner ersten Chance,
die Schiffmann allerdings nicht verwerten kann. Sein strammer Schuß
von der Strafraumgrenze geht knapp drüber. In der 7. Minute dann Polens
erster Versuch. Ziaijka hält aus 30 Metern drauf und trifft. Eine
Bombe, dieser Schuß, wie an einem Band gezogen schlägt der Ball
unhaltbar im Winkel ein. Unglaublich!
Nach der Führung zieht Polen sich ein wenig zurück, um Österreich
kommen zu lassen, aber die wollen offenbar nicht. Das Spiel plätschert
ein wenig dahin. Erst in der 23. Minute sehen wir die nächste Chance.
Klaus kommt nach einer Flanke zum Kopfball, doch der Keeper Österreichs
hat keine Probleme diesen zu parieren.
Nun beginnt die spannendste Phase des Spiels mit einem offenen Schlagabtausch.
In der 30. Minute setzt sich Stroj an der Aussenbahn durch und flankt in
den Strafraum, aber Polen Schlußmann ist zur Stelle und kann diese
Flanke abfangen. Mit einem schnellen Abschlag leitet er den Konter ein.
Lucassen kann den weiten Abschlag mit dem Kopf verlängern und auf
Heihal vorlegen, der der kompletten Abwehr Österreichs davonläuft
und den Keeper gekonnt ausspielt. Das 2:0 in der 30. Minute.
Nur zwei Minuten später wieder Polen. Krolinski kann sich im Mittelfeld
den Ball erkämpfen und beginnt einen atemberaubenden Sturmlauf. Zwei
Spieler kann er auf dem Weg zum Strafraumeck wie Slalomstangen stehenlassen,
ehe er von dort mit einem gekonnten Schlenzer zwar den Torwart, nicht aber
das Aluminium ausspielen kann. Langsam senkt sich der Ball ans Lattenkreuz,
von wo der Ball direkt zu Holzmeier springt, der geistesgegenwärtig,
doppelpass-spielend seinerseits einen Lauf beginnt. Während der 75
Meter, die er zurücklegt, schafft es kein polnischer Spieler ihn vom
Ball zu trennen. Stattdessen kommt er am Elfmeterpunkt völlig frei
zum Schuss, aber auch er hat kein Glück, denn sein Ball nur die Latte,
von wo er genau auf den Fuß von Binder abprallt, der sich ein Herz
nimmt und auch einfach draufhält. Und, wie sollte es anders sein,
auch er scheitert am heute äusserst sicher-haltenden Aluminium! ;)
Nach dieser hektischen Phase noch ein paar kleinere Chancen auf beiden
Seiten, aber vor der Halbzeit passiert nichts mehr. Genausowenig in der
2. Halbzeit, in der das Spiel doch deutlich abflacht. Polen will nicht
mehr und auch Österreich scheint sich mit dem Ergebnis abgefunden
zu haben, aber vielleicht fehlt beiden Mannschaften nach der kraftraubenden
ersten Hälfte auch einfach die Kraft. Es passiert jedenfalls nichts
mehr, weshalb Polen sich nach dem Schlußpfiff als der Sieger feiern
lassen kann.
Christian Knoblich |