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| Polen mit
Galaleistung zum Aufstieg
27.09.01 - Slowakei - Polen 2:1
Wir schreiben den 15. Spieltag. Polens Verfolger Italien und Tschechien
haben gepatzt und Polen konnte mit einem Sieg in der Slowakei schon 3 Spieltage
vor Saisonende den Aufstieg perfekt machen. Die Anspannung war deutlich
zu erkennen, die sonst so ins Auge stechende Lockerheit der polnischen
Spieler - sie war verflogen.
Das galt ausserhalb des Platzes ebenso wie für die Leistung auf
dem Platz. Polen wirkte verkrampft und unsicher. Unnötige Fehler,
wie man sie von dieser Mannschaft eigentlich nicht gewohnt ist. Einer dieser
Fehler führte schon frühzeitig zum 1:0 der Slowakei. Daniel Certa
bedrängte in der 8. Minute nach einem Rückpass den polnischen
Keeper, der lässt sich davon beeindrucken, verliert den Ball und Certa
braucht nur noch einzuschieben.
Polen geschockt und konfus. Fehlpass über Fehlpass, kaum eine
Aktion gelingt. Das Selbstvertrauen der letzten Wochen, das Selbstvertrauen
eines Tabellenführers - wie weggefegt. Die slowakischen Spieler merkten
das und machten das einzig richtige, als sie Polen über die gesamte
erste Hälfte an deren Strafraum einschnüren. Nur der ungenügenden
Chancenverwertung haben es die Polen zu verdanken, dass sie zum Pausentee
nur mit 0:1 hinten
liegen.
In der Pause hat Polen umgestellt, wollte nun seinerseits in die Offensive
gehen und die eines Aufstiegskandidaten unwürdige erste Hälfte
vergessen machen. Aber das eine was man will, das andere was man kann...
Weiterhin nur die Slowaken mit Vorwärtsdrang, die Polen wie in der
1. Hälfte gehemmt. Das 2:0 durch Patrick Viets in der 61. Minute
verwunderte daher gar nicht. Auf der rechten Aussenbahn kam Daniel Zils
völlig ungehindert zum Flanken, zwirbelte den Ball mit viel Effet
direkt auf Viets, der nur noch den Kopf hinhalten musste. Ein Tor wie aus
dem Lehrbuch.
Polen weiterhin enttäuschend, konnte trotz der eigenen Vorgaben
keine Akzente setzen, stand weiterhin pausenlos unter Druck. Erst kurz
vor Schluß mal ein paar zaghafte Angriffsversuche, nachdem die Slowaken
zum Kräftesparen gegen harmlose Polen mehrere Gänge heruntergeschaltet
hatten. Und man konnte es kaum glauben, einer davon war sogar erfolgreich.
Christian Knoblich versuchte sich an einer Flanke, aber die missglückt
völlig und entwickelte sich stattdessen zu einem Torschuß. Der
slowakische Schlußmann guckte völlig verdutzt, als sich der
Ball langsam hinter ihm ins Netz
senkte. Selbst an solch miserablen Tagen, wo wirklich gar nichts läuft,
schaffen es die Polen, eine Art Torgefahr zu entwickeln... ;-)
Polen - Lettland 5:1
In Polen ging angesichts der unsäglichen Leistung in der Slowakei
die Angst um. Würde der Aufstieg durch weitere Angstauftritte noch
in Gefahr geraten, womöglich noch vollends verspielt werden? Die Verunsicherung
war groß und einzig die Mannschaft wusste die richtige Antwort zu
geben. Das Spiel vor wie immer ausverkaufter Kulisse - es sollte die beste
Saisonleistung werden...
Gleich zu Beginn übernahm Polen das Zepter, machte deutlich wie
die Rollen verteilt waren und wer hier Herr im Haus war. Offensive pur,
die Mannschaft schien im Vergleich zum Slowakei-Spiel wie ausgewechselt.
Polen erarbeitete sich Chance um Chance, erkämpfte sich durch das
lupenrein praktizierte Pressing schon frühzeitig wieder und wieder
den Ball, ließ den Gegner nie zur Entfaltung kommen. In der 27. Minute
war es dann endlich so weit, das Tor zum Aufstieg war erzielt. Marc Lucassen
erzielte es, mit einem direkten Freistoss in den Winkel. Verdient, keine
Frage. Der Jubel auf den
Rängen war groß, der Aufstieg so gut wie geschafft. Dann,
wie aus heiterem Himmel, der Ausgleich, nur eine Minute später. Niemand
fühlte sich für Christian Hoevels verantwortlich und so konnte
dieser am 16er völlig frei abziehen. Zu allem Unglück wurde dem
polnischen Keeper durch seine Vordermänner auch noch die Sicht verdeckt
und so war er bei diesem Gegentreffer ohne Chance. Der Aufstieg wieder
in Gefahr?
Polen zeigte sich unbeeindruckt, setzte seinen Sturmlauf fort. Aber
trotz zahlreicher Chancen, das Tor schien wie vernagelt, der Ball wollte
einfach nicht reingehen. Dennoch, die Zuschauer waren von der Leistung
ihrer "Helden" begeistert, begleiteten die Mannschaft unter tosendem Jubel
zum Halbzeitpfiff in die Kabine.
In der zweiten Hälfte alles wie gehabt: Polen im Angriff, Lettland
mit Mann und Maus in der Verteidigung. Aber auch das Tor war nach wie vor
für kein Tor mehr zu haben. Es dauerte geschlagene 25 Minuten, da
landete der Ball hochverdient wieder im Netz, allerdings ein irregulärer
Treffer, der Torhüter soll behindert worden sein. Der polnische Kapitän
rief seine wütenden Kollegen zur Besonnenheit auf, schwor sie darauf
ein, die Kräfte nicht ans Meckern zu vergeuden, sondern lieber für
die letzten Minuten zu sparen. Und er tat gut daran, denn nur 5 Minuten
später dann endlich die erneute Führung.
Billy Heinz setzte sich auf links durch, flankte schulmäßig
in den Rücken der Verteidigung und Udo Zimmermann war zur Stelle zum
Einnicken.
Das Tor, eine Erlösung. Die ohnehin schon offensiven Polen nach
der erneuten Führung noch befreiter, noch torhungriger. Und dieser
Hunger sollte gestillt werden. In der 84. Minute ging Mick Göske allein
mit dem Ball gegen drei Verteidiger. Und da an diesem Abend einfach alles
gelang, setzte er sich natürlich durch, durchbrach die gegnerische
Verteidigung ohne Probleme, um abschliessend den Torhüter zum 3:1
zu tunneln.
Die jubelnde Menge war ausser sich, verlangte nach mehr - und sie bekam
mehr. 85. Minute, wieder Göske. Er versuchte es erneut allein, wurde
allerdings durch ein Foul gestoppt. Er ließ es sich nicht nehmen,
diesen Freistoss selbst zu schießen. Er nahm Maß, lief an und
bugsierte den Ball über die Mauer hinweg zum 4:1 ins Netz. Ein herrlich
geschossener Freistaoss. Eine Mauer darf aber auch ruhig hochspringen.
Polenwie im Rausch, drängte weiter. Ein wahres Fussballfest, welches
im 5:1 durch Markus Krolinski in der Nachspielzeit einen krönenden
Abschluß fand. Flanke, Abwehrversuch, Fallrückzieher, Tor -
so einfach ist Fussball... Der Schiedsrichter pfiff gleich mit dem Tor
ab, ersparte den völlig
chancenlosen Letten ein größeres Debakel und läutete
damit gleichzeitig die Aufstiegsfeierlichkeiten ein. Die Feiern gingen
bis spät in die Nacht. Spontane Straßenparties, Autokorsos,
Jubelgesänge - die Nacht wurde in Polen einmal mehr zum Tag! :)
Christian Knoblich |
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| Stomil Olsztyn
weiterhin an der Spitze
20.09.01 - Auch nach den Spieltagen des letzten Wochenendes liegt
das Team von Markus Krolinski an der Spitze.
Dieses Wochenende reichte es zwar nur zu 2 Siegen (=6 Punkten),
aber das reichte zur Verteidigung der Tabellenspitze mit 47 Punkten. Darüber
hinaus steht das Team auch im Pokalendspiel schafft da etwa einer das
Double ?
Hartnäckigster Verfolger ist nun Lech Posen (Christoph Junker),
nur einen Punkt dahinter. 3 Siege an diesem Wochenende, allerdings auch
eine 1:5 Niederlage am 28.Spieltag, die sogar die Tabellenführung
kostete, ist die Bilanz von Lech.
Dahinter ein Verfolgerfeld von 5 Teams, angefangen vom Team des Wochenendes
(10 Punkte) GKS Belchatow (Dennis Viol) mit 44 Punkten, über Wisla
Krakau (Bernhard Grulich) mit 43 Punkten etwas zurückgefallen, da
es zu keinem Sieg reichen wollte (3 Unendschieden), Gornik Zabrze (Ricky
Ciuraj), die zeigten, dass sie auch Remis spielen können und Ruch
Radzionkow (bis Mitte dieser Woche von Siegfried Pohlack betreut) mit jeweils
42 Punkten bis zu GKS Kattowitz (Gregor Ziajka) mit 41 Punkten.
Unter diesen 7 Teams wird wohl auch der Meister dieser Saison zu finden
sein.
Danach folgt ein gesichertes Mittelfeld, ebenfalls aus 7 Teams bestehend:
Legia Warschau (Rafael Dziurka) und Odra Wodzislaw (Christian Knoblich)
haben es bisher auf 39 Punkte gebracht, Ceramika Opoczno (Juergen Zehner)
und Meister Groclin Grodzisk (Billy Heinz) auf jeweils 38.
Nicht mehr um den Klassenerhalt bangen müssen auch die Teams von
Ruch Chorzow (Robert Kopetschke) und Widzew Lodz (Torsten Klabunde), mit
4 Unendschieden an diesem Wochenende übrigens neuer Spitzenreiter
in der kategorie Unendschieden in Serie, die bereits 37 Punkte im Haben
verbuchten, wohl auch bereits gerettet das Team von Odra Opole (Dominik
Kost) mit 36 Zählern.
Etwas im Ungewissen sind noch die Fans von LKS Lodz (Thomas Heihal)
nach diesem Wochenende. Das Team erreichte aus 4 Spielen zwar nur 2 Punkte,
der Vorsprung von 5 Punkten andererseits erscheint wieder als sicherer
Polster, wobei dieser nach 2 Spielen genauso wieder weg sein kann. Also
warten wir gespannt ab, zumal die Teams auf den Abstiegsrängen, Polonia
Warschau (Markus Junker), Zaglebie Lubin (Gregor Syga) und Polar Wroclaw
(Martin Jaschkowitz) ganz sicher den Kampf noch nicht aufgegeben haben.
Statistikteil:
Einige Statistiken zur laufenden Saison.
Die meisten Siege in Serie schaffte bisher Lech Posen mit 7 (Spieltag
21-27)
Die meisten Unendschieden in Serie schaffte bisher Widzew Lodz mit
4 (Spieltag 25-28)
Die meisten Niederlagen in Serie schaffte bisher Tabellenführer
(!!) Stomil Olsztyn mit 6(Spieltag 9-14)
Die meisten Spiele ohne Niederlage in Serie schaffte bisher Legia Warschau
mit 13 (Spieltage 7-19)
Die meisten Spiele ohne Sieg in Serie schaffte bisher Polar Wroclaw
ebenfalls mit 13 (ebenfalls Spieltage 7-19)
Mit 122 Quotenpunkten gelang Rafael Dziurka (Legia Warschau) das beste
Tippergebnis dieser Saison (Spieltag 14), insgesamt gab es bisher 6 Tipps
mit 100 oder mehr Punkten
Höchste Heimsiege:
GKS Kattowitz Lech Posen 5:1 (SpT 28)
Gornik Zabrze Polonia Warschau 4:0 (SpT 8)
Polar Wroclaw Widzew Lodz 4:0 (SpT 6)
Höchste Auswärtsiege:
Legia Warschau Stomil Olsztyn 0:4 (SpT 23)
Das torreichste Spiel fand am Spieltag 21 statt (Zaglebie Lubin Stomil
Olsztyn 3:5)
Thomas Heihal (Il Genio) |
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| Polen auf
deutlichem Aufstiegskurs
06.09.01 - Polen - Bosnien 1:0
Polen traf zum Abschluß der Hinrunde vor heimischen Publikum
auf Bosnien. Das Stadion war, wie selbstverständlich und zuletzt eigentlich
immer,
restlos ausverkauft. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand:
gegen Bosnien sollte die Hinrundenmeisterschaft klar gemacht und ein weiterer
Grundstein zum Aufstieg gelegt werden. Ausserdem ging das letzte Heimspiel
verloren, weshalb Polen hier eigentlich gewinnen musste, quasi als Rehabilitation
für die Heimniederlage gegen die Slowaken. Nur das Wetter wollte nicht
so recht Feierstimmung aufkommen lassen, denn leichter Nieselregen und
einige Regengüsse machten den Platz zu einer riesigen Pfütze
und an einen vernünftigen Spielfluss war von Beginn an angesichts
dieser Vorraussetzung nicht zu denken...
Polen begann flott, wollte hier früh in Führung gehen, um
sich danach auf kraftsparendes Konterspiel zu beschränken, so zumindest
die Maxime des Coaches. Und dementsprechend Polen gleich zu Beginn mit
einigen guten Chancen, von denen aber keine genutzt werden konnte. Zwei
davon wurden sogar auf tragische Weise vergeben, denn beide Male waren
die Polen allein auf dem Weg zum Tor und beide Male rutschten sie auf diesem
nassen, seifigen Untergrund einfach weg und verloren so den Ball. Als Reaktion
darauf wurde also das Schuhwerk gewechselt und prompt fiel auch schon das
1:0. Il genio, Thomas Heihal, traf nach 20 Minuten, als er, wie schon die
2 Unglücksraben vor ihm, allein auf dem Weg zum Tor war und den Torhüter
kinderleicht wie einen Amateur stehenließ.
Von nun an wurde das Spiel von Minute zu Minute langweiliger, denn
Polen zog sich wie angesprochen weit zurück, um sich aufs Kontern
zu verlagern und Bosnien kommen zu lassen, aber diese wollten offenbar
nicht so ganz. Keinerlei Angriffsbemühungen, von 2 30m-Fernschüßen
mal abgesehen. Polen hätte hier also, hätten sie weiter nach
vorn gespielt, schon frühzeitig alles klar machen können, aber
offenbar hat auch ihnen bei diesem "Schietwetter" irgendwie die Lust gefehlt,
hier groß nach vorn zu spielen. Man war fast geneigt, da von 10 Schönwetterfussballern
zu sprechen, die von
der Sonne der letzten Wochen wohl zu sehr verwöhnt wurden und
nun bei Regen streikten. Bis zu Halbzeitpfiff tat sich jedenfalls nichts
mehr.
In den zweiten 45 Minuten gab es wenigstens ansatzweise einen Versuch
von Offensivfussball der Bosnier, aber während in der ersten Hälfte
der Wille fehlte, so fehlten in der 2. offenbar Kraft und Können.
Zumindest wirkte es so, denn Bälle wurden viel zu leicht verstolpert,
Fehlpässe überwiegten und bis auf einen Kopfball aus 10 Metern
hatten sie keine Chancen. Wie auch die Polen, die sich nun komplett am
eigenen 16er versammelt hatten, um dort das Tor vor nicht-angreifenden
Bosniern zu schützen. Wenigstens die Zuschauer machten Stimmung auf
den Rängen, denen schien weder das Wetter noch das scheußliche
Gekicke auf dem Platz die Stimmung vermiesen zu können. Hier seien
die mitgereisten Bosnier zu nennen, die sich in das Gros der Feiernden
mit einreihten und gemeinsam mit den Polen feierten. Offenbar haben sie
schon nach 45 Minuten geahnt, dass hier und heute nichts zu holen sein
würde und dann das beste aus ihrer Situation gemacht. Vom Spiel selbst
gibt es jedenfalls nichts aufregendes mehr zu berichten, nicht mal eine
gelbe Karte wegen Trikotzupfens oder eine Ermahnung der trainer, wegen
Überschreitung der Coachingzone. Vom Fussball-Aspekt her, ein Abend
zum Vergessen, was die Stimmung angeht allerdings ein Spitzenabend!
Nordirland - Polen 0:2
Start der Rückrunde, Polen reiste nach Nordirland. Ein Fleckchen
Erde, auf dem man sich dank zahlreicher Auftritte während der EM-Quali
und einiger Freundschaftsspiele gegen die Nordiren bestens auskennt. So
auch das Auftreten der Polen, die selbstbewußt ins Spiel gangen und
noch selbstbewußter wieder aus diesem herausgingen...
Es war ein hartes, aber nicht unfaires Spiel. Die Nordiren attackierten
früh die Ballführenden Polen, umgekehrt lief es genauso. Beide
Seiten wollten sich gleich zu Beginn den Schneid abkaufen, dem Gegner beweisen
wer hier Herr im Hause ist. Die Anfangsviertelstunde war bestimmt durch
einige kleinere Fouls und dennoch gingen alle äusserst fair miteinander
um, fast schon freundschaftlich. Nach etwa 20 Minuten nahm Polen das Heft
in die Hand und begann Druck zu entwickeln und der Erfolg ließ
auch nicht lange auf sich warten. Der Brecher, Christian Knoblich, machte
es mal im Stile eines Zauberers. Ein schneller Antritt, ein toller Hackentrick
und schon war die Abwehr ausgespielt und der Ball im Netz. Offenbar denkt
da jemand über eine
Namensänderung nach... ;) Polen zog sich etwas zurück, Nordirland
nun am Drücker. Hin und wieder schafften die Nordiren es auch bis
vor das
polnische Gehäuse, aber wirklich gefährlich wurde es nur
einmal, als ein Nordire völlig frei vor dem Keeper auftauchte und
dieser bei dem Kullerball zweimal nachgreifen musste. In dieser Szene stockte
allen Polen der Atem und ein Raunen ging durch das weite Rund. Normalerweise
geht so ein
Ball rein...
Kurz darauf der Halbzeitpfiff. Polen geht mit einer 1:0-Führung
in die Pause und hat einmal mehr eine taktische Topleistung geboten. Hinten
sicher, zwischendurch mit einigen guten Kontern und selbst fast nichts
gemacht, ausser Kräften gespart.
Nach der Pause wirkten die Nordiren entschlossener, erspielten sich
schnell zwei gute Möglichkeiten, aber beide Male konnte der polnische
Schlußmann gut retten. Nach etwa 54 Minuten dann einer dieser brandgefährlichen
polnischen Konter und da war es dann auch passiert - das 2:0! Eine
Koproduktion von Markus Krolinski, aufgrund seiner technischer Versiertheit
auch häufig einfach als "Fussballgott" verehrt, und Marc Lucassen,
wegen seines knallharten Schußes auch "the kicker" genannt. Dass
Marc auch ganz anders, nämlich gefühlvoll mit dem Ball umgehen
kann, bewies er, als er
Markus mit einem genialen 50 Meter-Pass direkt auf den linken Fuss
in Szene setzte und dieser volley ins Eck verwandeln konnte. Ein Traumtor!
Jetzt war Nordirland geschlagen, sie hatten sich aufgegeben. Keinerlei
weitere Angriffsbemühngen von Seiten der Nordiren, die sich jetzt
immer größer werdenden Drucks der Polen ausgesetzt sahen. Polen
wollte hier offenbar noch etwas für das Torverhältnis tun, hatte
auch noch die ein oder andere
hochkarätige Möglichkeit, aber mit weiteren Toren wollte
es einfach nicht klappen. Links wie rechts vorbei, über das Tor -
das komplette Spektrum, nur leider kein Tor! Aber vielleicht nennst sich
das ausgleichende Gerechtigkeit, denn im Spiel gegen Bosnien wurde mit
wenig eigener Leistung das Optimum erreicht und gegen Nordirland waren
die Spielanteile bis zum 2:0 auch sehr ausgeglichen und auch standen Leistung
und Ergebnis Verhältnis, über das die Polen sich glücklich
schätzen können. Bis zum Abpfiff blieb es beim 2:0 und einmal
mehr ging Polen also als Tabllenführer vom Platz!
Nach 10 Spieltagen, also bereits über der Hälfte aller Spiele,
liegt Polen mit deutlichem Vorsprung, nämlich ganzen 6 Zählern,
auf Platz 1 und befindet sich somit klar auf Aufstiegskurs - das Saisonziel
ist also in greifbarer Nähe!
Christian Knoblich |
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| Lechia Danzig
schafft die Sensation
06.09.01 - Der einzige verbliebene Zweitligist Lechia Danzig
schaffte die Sensation und qualifizierte sich für das Halbfinale des
polnischen Tipmaster-Pokals. In einer aufopferungswürdigen Partie
hielten die wackeren Mannen ihr Tor über 120 Minuten gegen den hohen
Favoriten Ruch Chorzow rein und holten sich den dafür verdienten Lohn
im Elfmeterschießen (5:4) ab.
Gegner im Halbfinale ist das Team von Polonia Warschau, daß sich
im Duell der Tabellennachzügler gegen Polar Wroclaw mit 2:1 durchsetzen
konnte. Es war dies übrigens der einzige Sieg nach regulärer
Spielzeit im gesamten Viertelfinale.
Die Partien Groclin Grodzisk gegen Stomil Olsztyn und Zaglebie Lubin
gegen GKS Belchatow wurden beide erst in der Verlängerung entschieden.
Meister Groclin Grodzisk setzte seine schwarze Serie aus der Liga auch
im Pokal fort und verlor zwar denkbar unglücklich, aber doch 1:2.
Stomil Olsztyn tanzt daher weiter auf 2 Hochzeiten, 5.Rang in der Liga
und Pokalhalbfinale, da ist also noch einiges möglich.
Zaglebie Lubin, durch die andauernden Trainerwechsel total verunsichert,
konnte eine 1:0 Führung nicht nutzen, mußte gegen GKS Belchatow
den Ausgleich hinnehmen und nach dem 1:2 in der Verlängerung konnte
Zaglebie nichts mehr entgegensetzen.
Die Halbfinalpaarungen lauten:
Lechia Danzig (2.Liga) Polonia Warschau
Stomil Olsztyn GKS Belchatow
Den 4 verbliebenen Mannschaften alles Gute für das Halbfinale.
Thomas Heihal (Il Genio) |
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| Wisla Krakau
heisst weiterhin der Gejagte
06.09.01 - Das Team von Bernhard Grulich, das sich übrigens
auch den (inoffiziellen) Titel des Halbzeitmeisters sicherte, führt
weiterhin die Tabelle an. Sieben Punkte an diesem Wochenende reichten
zur Verteidigung der Spitze und zu 36 Punkten. Noch dazu verfügt Wisla
über
den besten Sturm der Liga, bisher bereits 41 Treffer.
Neuer erster Jäger des Tabellenführers ist nun Gornik Zabrze
(Ricky Ciuraj), das an diesem Wochenende drei Siege und somit 9 Punkte
einfahren konnte. Zabrze hat sich nun bis auf 2 Punkte an Wisla herangeschlichen.
Weitere 2 Punkte dahinter Widzew Lodz (Torsten Klabunde) weiterhin auf
Platz 3. Vor allem der Sieg im Derby in Runde 20 wird diesem Team wohl
weiteren Auftrieb geben. Außerdem ist Widzew das Team mit der besten
Verteidigung, bisher nur 28 Gegentreffer.
Auf den Rängen vier bis sechs drei Teams mit jeweils 31 Punkten:
Ceramika Opoczno (Juergen Zehner) mit 7 Punkten auch dieses Wochenende
im Spitzenfeld, die Mannschaft der Extreme, Stomil Olsztyn (Markus Krolinski),
dieses Wochenende wieder einmal das beste Team mit 10 Punkten, daher auch
der größte Sprung vorwärts in der Tabelle von Platz 11
auf 5, und Siegfried Pohlack mit Ruch Radzionkow, denen langsam die Luft
auszugehen scheint (von 2 auf 6 zurückgefallen).
Dahinter Legia Warschau (Rafael Dziurka) und der beste Aufsteiger GKS
Belchatow (Dennis Viol) mit 30 Punkten.
Der nächste Aufsteiger Odra Opole (Dominik Kost) folgt gleich
dahinter auf Rang 9 mit 28 Punkten.
Odra Wodzislaw (Christian Knoblich),weiterhin nur auf Rang 10, nachdem
man einige Zeit an der Spitze mitmischen konnte und GKS Kattowitz (Gregor
Ziajka), folgen mit 27 Punkten.
Die Plätze getauscht haben Lech Posen (Christoph Junker), nun 12.,
und Ruch Chorzow (Robi Kopetschke) auf 13, beide mit 25 Punkten.
Bei Chorzow sticht die schwache Verteidigung ins Auge, bisher nicht weniger
als 42 Gegentreffer sprechen eine klare Sprache, doch zum Glück steht
die Offensive um nichts nach und hat es bereits auf 37 Treffer gebracht,
der viertbeste Wert der Liga. Mit so starken Leistungen wird das Abstiegsgespenst
wohl dieses Jahr Chorzow nicht auf seiner Besuchsliste haben.
Dieser Besuch könnte allerdings dem Meister Groclin Grodzisk (Billy
Heinz) bevorstehen, wenn sich ein Wochenende wie dieses nochmals wiederholt.
Nur 1 Punkt aus vier Spielen und damit in der Liga der Rückfall auf
Rang 14 mit 24 Punkten. Da muß Meistermacher Billy Heinz bei seinem
Team wohl etwas Aufbauarbeit leisten diese Woche.
Weiterhin auf Rang 15 das Team von LKS Lodz (Thomas Heihal), allerdings
hat sich der dritte Aufsteiger mit sieben Punkten an diesem Wochenende
(Gesamt wie Meister Grodzisk übrigens 24 Punkte) nun etwas Luft gemacht
im Abstiegskampf und auf Rang 16 vier Punkte Vorsprung.
Auch auf den Rängen 16 bis 18 gab es keine Verschiebungen.
16 ist weiterhin Zaglebie Lubin. Dem zweimaligen polnischen Tipmastermeister
dürften die ständigen Trainerwechsel allerdings nicht sonderlich
weiterhelfen. 3 Niederlagen an diesem Wochenende.
Auf Rang 17 weiterhin Markus Junker mit seinem Team Polonia Warschau,
dem an diesem Wochenende auch nur zwei Punkte gelangen. Damit ist der Rückstand
auf den 15.Platz nun auf 5 Punkte angewachsen.
Weiterhin Letzter ist Polar Wroclaw (Martin Jaschkowitz), doch am 20.
Spieltag ereignete sich, was kaum jemand mehr außerhalb von Wroclaw
noch für möglich gehalten hätte: Polar Wroclaw siegte nach
nicht weniger als 13 sieglosen Runden und hat nun 16 Punkte am Konto.
Thomas Heihal (Il Genio) |
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| Polen mit
Licht und Schatten
30.08.01 - Lettland - Polen 1:2
Spiel 1 nach dem Verlust des Unbesiegbarkeitsnimbus und damit die Frage,
was von den Polen nun zu erwarten wird sein können. Die kraftraubende
aber erfolglose Aufholjagd gegen die Slowaken, wie wirkt sie sich auf die
Moral und Leistung der osteuropäischen Supertechniker aus?
Welches Spiel kann zur Beantwortung all dieser Fragen besser geeignet
sein als ein Spiel bei einem direkten Konkurrenten, dem Tabellenzweiten,
der alles daran setzen wird die Polen von der Spitze zu verdrängen?
Nach dem Auflaufen eine Demonstration der mannschaftlichen Geschlossenheit
der Polen, der Mannschaftskreis, indem sie sich nochmal gegenseitig motivieren.
Diese Geste scheint ein Fingerzeig zu sein, als wollten sie der Öffentlichkeit
beweisen, die Niederlage hat uns nicht geschadet, wir sind
nach wie vor äusserst stark und schwer zu besiegen. Tolle Voraussetzungen
also für dieses Spiel, welches mit einem heißen Herausforderer
und entschlossenen Tabellenführern aufwarten kann.
Und nach dem Anpfiff geht es dann auch richtig los, in diesem hart umkämpften
und zeitweise arg ruppigem Spiel. Der stets hart umkämpfte Ball wechselt
in der Anfangsphase bedingt durch häufige Fehlpässe häufig
den Besitzer und bis auf Kampf und einige zaghafte Angriffsversuche beider
Mannschaften bekommen wir nichts zu sehen. Erst in der 24. Minute die
erste wirklich gefährliche Chance dieses Spiels und fast wie durch
den Mannschaftskreis heraufbeschworen, nutzt "der Schlachter", Billy Heinz,
die Chance eiskalt und bringt die Polen in Führung. Gleich zu Beginn
also das, was Polen im bisherigen Ligaverlauf so auszeichnete und in Hälfte
2 gegen die Slowaken so vermissen ließ - eine vernünftige Chancenverwertung.
Nach dem Tor dann wieder überwiegend Kampf und Gestochere, ohne
große Chancen. Weder die Letten noch die Polen wissen spielerisch
zu überzeugen. Viele Nickligkeiten lassen auch dem Schiedsrichter
keine andere Wahl, der relativ häufig mit dem gelben Karton wedeln
muss. Bis auf
eine Blutgrätsche und einen anschließend kläglich vergebenen
Freistoss keine weiteren Highlights in der ersten Spielhälfte und
die enttäuschten Zuschauer begleiten den Abgang der Spieler zum Pausentee
mit einem gellenden Pfeifkonzert.
Die 2. Hälfte beginnt für Polen äusserst unglücklich.
Ecke, Schuß, Abpraller, abgefälscht, Tor. Ein "Billard-Tor",
wie es im Buche steht. Der Glückliche ist Frank-John Leuwer, gleich
in der 46. Spielminute. Das Spiel nun also wieder offen und Polens Konzept
vorerst durcheinander gewürfelt.
Jetzt hat Lettland Blut geleckt und bringt Polens Hintermannschaft noch
einige Male in arge Bedrängnis, allerdings ohne den gewünschten
Erfolg, nämlich den Führungstreffer. Den erzielen stattdessen
die Polen mit einer ihrer heute wirklich knapp bemessenen Möglichkeiten.
In der 58. Minute ist es Bernhard Grulich, der bei einem Konter frei durch
ist und von den Verteidigern nicht mehr gestoppt werden kann. Das anschliessende
Umkurven des
Torhüters - reinste Formsache!
Nach Polens erneuter Führung ist Lettlands kurzzeitig aufgeflackerte
Spielkultur wie verflogen. Da durch Polens hinten jetzt seh gut stehende
Abwehrreihe absolut kein Durchkommen ist wird eine Art Brechstange ausgepackt,
die aber alles andere als gut praktiziert wird. Lettland
entwickelt so gut wie keine Torgefahr und bietet Polen stattdessen
ein ums andere Mal viel Platz für ihre gefährlichen Konter, aus
denen aber auch polen an diesem Abend kein Kapital schlagen kann. Aber
da auch Lettland zu keiner vernünftigen Chance mehr kommt ist es ein
leichtes für die wiedererstarkten Polen, die 2:1-Führung bis
zum Schlußpfiff zu halten und nach den Tschechen einen weiteren Herausforderer
auswärts in seine Schranken zu weisen. Ein routinierter Auftritt der
Polen, die ihre Aufstiegsambitionen mit diesem Sieg noch untermauert haben.
Italien - Polen 2:1
Nach dem wichtigen Sieg in Lettland steht das Spiel in Italien an.
Auf dem Papier eine klare Sache, denn hier spielt ein Team in Abstiegsnähe
gegen den Tabellenführer, aber genau mit dieser Einstellung scheinen
die Polen auch ins Spiel zu gehen. Zwar geht Polen schon in der 5. Minute
durch einen herrlichen Volleyschuss ihres Kapitäns Robert Kopetschke
in Führung, aber das scheint sie heute keinesfalls zu Glanztaten zu
beflügeln. Vielmehr stolzieren sie hier wie Pfaue über den Platz,
versuchen viel zu häufig zu Zaubern, unnötige Kunststückchen,
mit dem der Gegner lächerlich gemacht werden soll. Lässige Querpässe
vor dem eigenen Strafraum, unnötige Dribbelaktionen an den Aussenlinien,
Polens Auftreten sehr überheblich, arrogant. Nur ihrem guten Schlußmann
und dem Unvermögen der italienischen Stürmer ist es zu verdanken,
dass Polen noch eine halbe Stunde ohne Gegntreffer bleibt, ehe es dann
doch klingelt. In der 38. Minute erzielt Dieter Helf per Fallrückzieher
den hochverdienten Ausgleich und auf den Rängen kündigt
sich jetzt totale Partystimmung an.
Keine Minute später dann das 2:1 durch Mario Cerasa, der einen
Eckball direkt verwandeln kann. Das weite Rund kocht und die letzten Minuten
der ersten Hälfte entwickeln sich zum Spießrutenlauf für
Polens Lustloskicker. Laute Pfiffe bei jedem Ballkontakt und Schmähgesänge
tun ihr übriges
und verunsichern die ohnehin schon schwachen Polen noch weiter, allerdings
ohne Konsequenzen, denn Italien ruht sich zu sehr auf der eigenen Führung
aus, anstatt noch nachzusetzen.
In der Halbzeitpause muss es ein Donnerwetter in der polnischen Kabine
gegeben haben, in dem der Teamchef offenbar die richtigen Worte gefunden
hat, denn jetzt spielen sie wieder ohne diesem überheblichen Getue
und ohne unnötige riskante Pässe. Einfach und schnörkellos,
dass ist Polens Rezept in Hälfte 2. Vielleicht das bessere Rezept
an einem Tag wie heute, an dem nichts so recht gelingen will und es bisher
auch an der nötigen Disziplin und Einstellung gemangelt hat. Und tatsächlich,
auch Polen kommt zu einigen Möglichkeiten, aber leider bleiben diese
ungenutzt. Aber auch Italien versteckt sich nicht, macht weiterhin das
Spiel und kommt noch zu einigenMöglichkeiten, allerdings ist keine
davon so hoochkarätig, dass einer
der italienischen Stürmer sie nutzen könnte. Denen scheint
hier heute die kaltschnäuzigkeit zu fehlen, denn bei besserer Chancenverwertung
hätte Italien schon eine Vorentscheidung herbeiführen können.
So müssen sie sich durch die 2. Hälfte zittern, wenn am Ende
auch mit Erfolg. Sie fügen Polen deren erste Auswärtsniederlage
bei und verhindern den eigenen Sturz auf einen Abstiegsplatz, während
Polens Vorsprung auf platz 2 auf einen Zähler
dahinschmilzt. Über Polens Auftreten wird sicher noch zu reden
sein, denn so steigt man nicht auf. Aber vielleicht folgt ja jetzt wieder
eine positive Antwort, wie schon nach der ersten Saisonniederlage...
Christian Knoblich |
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| 7x 1.Liga,
einmal 2.Liga
30.08.01 - So lautet die Bilanz nach dem Achtelfinale.
Von den verbliebenen fünf Zweitligisten konnte nur Lechia Danzig
durch einen 2:1 Heimerfolg über Lech Posen das Viertelfinale erreichen.
Gescheitert sind Tloki Gorzyce (0:1 in Chorzow gegen Ruch), Wlokniarz
Kietrz nach tollem, spannenden Spiel gegen Polonia Warschau (2:2 n.V.,
6:7 n.E.), RKS Radomsko durch ein 1:2 bei Meister Groclin Grodzisk und
auch Amica Wronki daheim gegen Stomil Olsztyn (1:2)
Polar Wroclaw gelang, worauf die Fans in der Liga schon lange warten,
nämlich ein Sieg 2:1 gegen Gornik Zabrze.
Zaglebie Lubin mit neuem Trainer konnte den Lauf der Liga auch in den
Pokal übertragen und siegte auswärts bei Legia Warschau überraschend
klar mit 2:0.
Das Viertelfinale wird durch das Team von GKS Belchatow komplettiert,
das sich im Spitzenspiel des Achtelfinales bei Ruch Radzionkow 2:1 durchsetzte.
Die Auslosung des Viertelfinales ergab folgende Paarungen:
Ruch Chorzow Lechia Danzig (2.Liga !)
Polonia Warschau Polar Wroclaw
Groclin Grodzisk Stomil Olsztyn
Zaglebie Lubin GKS Belchatow
Auf spannende Spiele können wir uns freuen ! Vielleicht gelingt
ja den Außenseitern aus Danzig ja nochmals eine Sensation. Viel Glück
allen noch verbliebenen Teilnehmern.
Thomas Heihal (Il Genio) |
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| Die Spannung
bleibt weiter erhalten
30.08.01 - Die polnische Liga bleibt weiterhin spannend, auch
wenn der neue Tabellenerste Wisla Krakau (Bernhard Grulich) mit einem
9-Punkte-Wochenende (nun gesamt 29 Punkte, damit Sprung von 5 auf 1) sich
ein klein wenig (3 Punkte) von den Verfolgern absetzen konnte. Aber allein
die Tatsache, daß zwischen Platz 2 und 10 nur 3 Punkte und zwischen
Platz 2 und 17 (!) ganze 9 Punkte Differenz sind, sagt einiges über
die Spannung in der Liga aus.
Erste Verfolger von Wisla Krakau sind nun der Tabellenerste der letzten
Woche, Ruch Radzionkow (Siegfried Pohlack) und Widzew Lodz (Torsten Klabunde),
das den größten Sprung in der Tabelle schaffte, nämlich
von Platz 9 auf 3, beide 26 Punkte.
Dahinter Teamtrainer Ricky Ciuraj mit Gornik Zabrze und Dennis Viol
als bester Aufsteiger mit GKS Belchatow, die es bisher auf 25 Punkte gebracht
haben.
Auf 24 Punkte kamen bisher Ceramika Opoczno (Juergen Zehner) und Odra
Opole (Dominik Kost).
Wieder nur einen Punkt dahinter Meister Groclin Grodzisk (Billy Heinz),
Legia Warschau (Rafael Dziurka), übrigens mit 3 Siegen und einem Remis
das beste Team des Wochenendes, sowie dem Team von Odra Wodzislaw (Christian
Knoblich), dem die Absetzung des Vorstandes anscheinend zuviel abgelenkt
hat, denn es gelangen dieses Wochenende nur 2 Unentschieden.
Markus Krolinski mit Stomil Olsztyn liegt mit 21 Zählern nun auf
Rang 11 vor den punktegleichen Mannen von Robi Kopetschke von Ruch Chorzow.
Der 13. Tabellenplatz gehört nun dem besseren der beiden Junker-Klubs,
Lech Posen (Christoph) mit 19 Punkten, ebenfalls 19 Punkte hat bisher auch
Gregor Ziajka mit seinem Team GKS Kattowitz erreicht, dem mit 7 Punkten
an diesem Wochenende der Sprung aus den Abstiegsrängen gelang.
Gerade noch vor den Abstiegsrängen LKS Lodz (Thomas Heihal) mit
17 Zählern, allerdings nur mehr dank des besseren Torverhältnisses
vor Zaglebie Lubin mit Ian Steward, dem mit 3 Siegen ein Einstand nach
Maß gelungen ist und der zweite Junker-Klub Polonia Warschau (Markus).,
dem wohl nicht nur der 17. Rang schmerzt, sondern wohl auch die Derby-Heimniederlage
von Spieltag 13 daheim gegen Legia Warschau (1:2).
Neuer Letzter ist nun Martin Jaschkowitz mit Polar Wroclaw, dem einfach
kein Sieg mehr gelingen will, und bei der 3-Punkte-Regel sind Unentschieden
(bisher bereits 9 !) einfach zuwenig. Nur so ist der nun doch große
Rückstand von 5 Punkten zu erklären, aber es kann eben genauso
schnell wieder in die andere Richtung gehen, sollten Polar Wroclaw ein
paar Siege gelingen.
Statistikteil:
Mit 122 Quotenpunkten gelang Rafael Dziurka (Legia Warschau) das beste
Tippergebnis dieser Saison (Spieltag 14), aber auch Juergen Zehner (Ceramika
Opoczno) gelang am Spieltag 15 mit 111 Quotenpunkten die bisherige Bestmarke
zu überbieten. Beide gewannen ihre Spiele übrigens 5:2
Höchste Heimsiege:
Gornik Zabrze Polonia Warschau 4:0
Polar Wroclaw Widzew Lodz 4:0
Höchste Auswärtsiege:
Ruch Radzionkow Groclin Grodzisk 0:3
Legia Warschau Groclin Grodzisk 1:4
Meiste Siege in Serie:
Stomil Olsztyn 5
Meiste Niederlagen in Serie:
Stomil Olsztyn 6
Spiele ohne Niederlage in Serie:
Legia Warschau 10
Spiele ohne Siege in Serie:
Zaglebie Lubin 11
Thomas Heihal (Il Genio) |
 |
| Gleiches Ergebnis
- unterschiedliche Freude
30.08.01 - 5. Spieltag: Tschechien - Polen 2:3
Am 5. Spieltag kam es in Tschechien zum Topspiel zwischen dem auf Platz
2 liegenden Verfolger Tschechien und dem gastierenden Tabellenführer
Polen. Das Stadion war restlos ausverkauft und die Stimmung war kurz vor
dem Überkochen. Mit anderen Worten: die Kulisse war eines Topspieles
mehr als würdig.
Das Spiel begann recht flott, wenn auch sehr chancenarm. Beide Mannschaften
kamen zwar das ein ums andere Mal gefährlich vor des Gegners Strafraum,
aber für die Torhüter bestand in den ersten 20 Minuten eigentlich
nie richtige Gefahr. Bis zur 22. Minute. Polens "Flitzpiepe", Robert Kopetschke,
wurde in Tschechiens Strafraum brutal zu Boden gebracht und erhielt den
fälligen Strafstoss. Wie selbstverständlich und dem ungeschriebenen
Gesetz, Gefoulte sollten nicht selbst antreten, zum Trotz trat er selbst
an und als alter Hase ließ er dem tschechischen Keeper keine Chance
und brachte Polen mit 1:0 in Front.
Polens Jubel währte nicht lange, gleich im direkten Gegenzug fiel
auch schon der viel umjubelte Ausgleich durch Martin Bucher. Mit einem
tollen Solo ließ er die polnische Abwehrreihe stehen und dem abschliessenden
Lupfer hatte Polen Torhüter nichts entgegenzusetzen.
Jetzt folgte Angriff auf Angriff der Tschechen, die angefeuert vom frenetischen
Anhang, immer wieder gefährlich vor das polnische Tor kamen und in
der
35. Minute folglich auch den verdienten Führungstreffer erzielen
konnten. Jan Tulke setzte sich auf rechts durch, flankt butterweich in
den Strafraum und Andreas Samjeske ist mit dem Kopf zur Stelle. Ein Tor
wie aus dem Lehrbuch.
Allerdings auch hier nur ein kurzer Jubel, denn nur vier Minuten später
bereits wieder der Ausgleich. Bullig tankte sich der Fussballgott Markus
Krolinski gegen seinen Gegenspieler durch und im Stile eines Fussballgottes
ließ er einen weiteren stehen, um dann eher bescheiden den Ball ins
Tor einzuschieben. "Man muß halt nicht immer zaubern", so sein Kommentar
nach dem Spiel.
Die Tschechen waren nun geschockt und das sollte man sich gegen die
offensivstarken Polen besser nicht erlauben, denn sonst fängt man
sich Tore, wie Henryk-Jan Ciuraj mit dem erneuten Führungstreffer
für Polen eindrucksvoll unter Beweis stellte. Ein herrlicher Schlenzer
vom rechten Strafraumeck, wo er völlig ungestört Maß nehmen
konnte und dem Torhüter so nicht den Hauch einer Chance ließ.
Nach dem Wechsel dauerte es wieder seine Zeit, bis das Spiel in Gang
kam. Die Tschechen waren feldüberlegen und versuchten Polen an deren
16er einzuschnüren, was den Polen natürlich reichlich Platz für
Konter bot. Allerdings wurden diese leider viel zu selten vernünftig
vorgetragen und so kam Polen bis auf eine Ausnahme, Thomas Heihal startete
durch und scheiterte erst am Keeper, zu keiner weitern Möglichkeit.
Aber auch Tschechiens doch drückende Überlegenheit brachte ihnen
nicht die Chancen, die sie sich erhofften. Nur zweimal kamen sie wirklich
gefährlich vor das Tor, aber beide Male versagten den Tschechen die
Nerven. Sowohl Bernard Ramsak als auch Ralph Baumann wollten es zu genau
machen und warteten zu lang mit dem Abschluß, weshalb sie sich selbst
um ihre guten Einschußmöglichkeiten brachten und somit Tschechiens
Chancen auf einen Punkt zunichte machten. Polen konnte seinen Siegeszug
also fortsetzen und fuhr den 5. Sieg im 5. Spiel ein.
6. Spieltag: Polen - Slowakei 2:3
Auf dieses Spiel haben sich Polen und Slowaken gleichermaßen
gefreut, denn es war das erste Aufeinandertreffen der befreundeten Verbände
in der Liga. Dementsprechend motiviert gingen beide Teams ins Spiel, in
dem Polen natürlich glasklarer Favorit war.
Aber vom glasklaren Favoriten war in den ersten 45 Minuten absolut nichts
zu sehen und deshalb nahm das Unheil seinen Lauf. Mit einem Doppelschlag
innerhalb von 90 Sekunden versetzten Claudi Polster und Daniel Herzog Polen
den ersten schweren Schlag. Claudi Polster konnte fast ungehindert durch
den polnishen Strafraum marschieren und den Ball im Netz versenken und
Daniel Herzog hielt aus 30 Metern einfach mal drauf und traf natürlich
mit seinem Sonntagsschuß. Verdiente Führung, denn die Slowaken
waren die weitaus aktivere Mannschaft.
Das sollte sich auch nach den Gegentoren nicht mehr ändern und
folglich fiel statt dem Anschlußtreffer das vorentscheidende 3:0
der Slowaken. Klaus Honrath wurde gefoult und verwandelte den Freistoss
direkt. Symptomatisch für Polens schwaches Auftreten die Mauer, die
alles andere war, aber nur keine Mauer. Riesige Lücke kommt dem schon
viel näher. Man konnte den überforderten Polen die Erleichterung
beim Halbzeitpfiff förmlich ansehen, denn der Schock saß vorerst
tief.
Nach dem Wiederbeginn dann ein völlig verwandeltes Polen. Endlich
gab es den Fußball, der sie an die Tabellenspitze brachte, diesen
bedingungslose Offensivfußball, den wir schon in der ersten Hälfte
erwartet hatten. Polen wollte hier einiges gut machen.
Die Slowaken waren über die gesamte 2. Hälfte am eigenen 16er
eingefercht, gaben nicht einen einzigen Torschuß ab, so groß
war der Druck, den Polens Offensivmschinerie erzeugte. In der 54. Minute
der erste Hoffnungsschimmer. Der Brecher, Christian Knoblich, nahm seinen
Spitzamen hier sehr genau und durchbrach gekonnt die gegnerischen - nein,
nicht Beine ;-) - Abwehrreihen, die sich vor dem slowakischen Strafraum
angesichts des immensen Drucksgebildet hatten und hämmerte den Ball
ins Netz. Ein kurzer Jubel, denn es waren ja noch zwei weitere Tore aufzuholen.
Nach dem Anschluß weiterhin dasselbe Bild. Polen drückte
und forcierte Angriff um Angriff und die Slowaken waren mit Mann und Maus
am verteidigen. Aber sie machten ihre Sache gut, denn trotz Riesenchancen,
es kam immer noch irgendein slowakischen Bein dazwischen und verhinderte
das Tor. Selbst ein Elfmeter wurde verschossen, wobei gehalten wohl der
richtigere Ausdruck wäre, denn der Schuß war alles andere als
schlecht platziert. Der
Torhüter konnte ihn "einfach" irgendwie noch aus dem Winkel fischen
- Wahnsinn. Erst kurz vor Schluß dann doch noch ein Tor. In der 87.
Minute wird Micha Mueller auf dem Weg zum Tor zu Fall gebracht, aber der
Pfiff bleibt aus, was in dieser Szene allerdings eher positiv war, denn
Mueller, genannt der Haecksler, gab diesen Ball nicht verloren, erkämpfte
ihn sich am Boden liegend zurück und setzte seinen Weg zum Tor danach
ungehindert fort, wo der Torwart keine Hürde mehr darstellte. Hier
ging jetzt noch was...
Polen blieben noch 5 Minuten, um den mittlerweile verdienten Ausgleich
zu erzielen. Allerdings wurden sie nun nervös, die Zeit drängte.
Anstatt die Angriffe auch weiterhin vernünftig aufzubauen wurde nun
die Brechstange ausgepackt - leider ohne Erfolg. Die in den Strafraum segelnden
Bälle wurden immer wieder abgefangen, der verdiente Ausgleich blieb
aus. Polens erster Fleck auf der bis dahin makellosen Bilanz und trotz
der Enttäuschung, die
ihnen ins Gesicht geschrieben stand trugen sie es mit Fassung. Nach
dem Spiel, so wurde im Nachhinein bekannt, gingen Slowaken und Polen sogar
noch gemeinsam ein Bier trinken. Die Chemie zwischen diesen Teams stimmt
also nach wie vor, was sich übrigens auch in der fairness beider teams
wiederspiegelte - es gab weder rote noch gelbe Karten... :)
Christian Knoblich |
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| Erste Pokalrunde
- erste Sensationen
23.08.01 - Gleich 2 Erstligisten verloren daheim gegen Zweitligisten:
GKS Kattowitz (1.2 gegen Wlokniarz Kietrz) und LKS Lodz (2:4 gegen Tloki
Gorzyce).
Mit Wisla Krakau schied noch ein dritter Erstligist gegen einen Zweitligisten
(RKS Radomsko) aus, doch blieb den Spielern aus Krakau wenigstens eine
Heimblamage erspart, sie spielten auswärts.
In den weiteren Duellen 1-Liga-2.Liga setzten sich die Mannschaften
der höheren Spielklasse durch:
Ruch Chorzow bei Swit Novy Dwor (Elfmeterschießen), Stomil Olsztyn
bei Pogon Szczecin (ebenfalls erst im Elfmeterschießen), Polonia
Warschau bei KSZO Ostrowiec (1:0 n.V.), Polar Wroclaw bei Gornik Polkowice
(2:0), Groclin Grodzisk bei Slask Breslau (2:0), GKS Belchatow bei Polonia
Bytom (2:1 n.V.) und Legia Warschau daheim gegen Gornik Leczna (4:2)
Im absoluten Spitzenspiel der 1.Pokalrunde, Odra Opole Gornik Zabrze,
Vierter gegen Zweiter, setzte sich nach hartem Kampf Zabrze mit 1:0 durch.
Ergebnisse weiterer 1.Liga-Paarungen:
Lech Posen besiegt Pokalverteidiger Widzew Lodz 3:1, Tabellenführer
Ruch Radzionkow siegt bei Ceramika Opoczno 3:2 und Tabellenschlußlicht
Zaglebie Lubin konnte wenigstens im Pokal seine Negativserie durchbrechen
und besiegte Odra Wodzislaw auswärts im Elfmeterschießen (1:1
n.V.).
In den Duellen der Zweitligisten untereinander setzten sich Lechia Danzig
(3:0 bei Dolcan Zabki) und Amica Wronki bei Zaglebie Sosnowiec (1:0) durch.
Somit haben es 5 Klubs aus der 2.Liga geschafft, das Achtelfinale zu
erreichen. Die Auslosung bescherte allerdings jeweils Partien gegen 1.Liga-Vereine:
Lechia Danzig gegen Lech Posen, Wlokniarz Kietrz gegen Polonia Warschau
und Amica Wronki gegen Stomil Olsztyn dürfen dabei jeweils zu Hause
antreten, auswärts müssen Tloki Gorzyce bei Ruch Chorzow und
RKS Radomsko bei Groclin Grodzisk spielen.
Die drei Partien innerhalb der 1.Liga lauten:
Polar Wroclaw Gornik Zabrze, Legia Warschau Zaglebie Lubin und
Ruch Radzionkow gegen GKS Belchatow.
Thomas Heihal (Il Genio) |
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| Polnische
Meisterschaft immer spannender
23.08.01 - Die polnische Meisterschaft wird immer spannender
! Nach dem 12.Spieltag liegen zwischen Platz 1 und 9 nur 3 Punkte ! Dieses
Paket wird angeführt von Ruch Radzionkow (Siegfried Pohlack), dem
Team, das bereits nach dem 4.Spieltag in Führung gelegen war. Erwähnenswert
an unserem Tabellenführer ist, das die Tipquote (36,6) nur die 15.beste
der Liga ist, aber mit der besten Verteidigung (nur 16 Gegentore) war dieser
Sprung an die Spitze möglich.
Erster Verfolger ist nun Nationalteamtrainer Ricky Ciuraj mit seinem
Team Gornik Zabrze, dem bestem Team an diesem Wochenende mit 9 Punkten.
Christian Knoblich mit Odra Wodzislaw hat sich nun sehr zum Leidwesen
des Vereinsvorstandes mit 2 Siegen und 2 Unentschieden an diesem Wochenende
auf Platz 3 weiter vorgearbeitet, wobei sich Trainer Knobi nun wohl aufgrund
seiner Vertragslage ernsthafte Sorgen um seinen Job machen muß.
Weiterhin im Spitzenfeld Aufsteiger Odra Opole (Dominik Kost), weiterhin
4., Bernhard Grulich mit Wisla Krakau, trotz des Rückfalles von 2
auf 5,Dennis Viol mit einem weiteren Aufsteiger, GKS Belachtow (von 5 auf
6), Meistertrainer Billy Heinz mit seinen Mannen von Groclin Grodzisk (übrigens
mit 7 Punkten drittbestes Team dieses Wochenende), die langsam wieder die
Form der letzten Saison erreichen (beste Tippquote der Liga mit 52,4 !),
der gestürzte Tabellenführer Stomil Olsztyn (Markus Krolinski),
dem das sagenhafte Kunststück gelang, nach den 4 Siegen der Vorwoche
diese Woche keinen einzigen (!!) Punkt zu erobern und so der Rückfall
von der Spitze auf Platz 8, und Pokalverteidiger Widzew Lodz (Thorsten
Klabunde).
Teil 2 des Feldes wird von Ruch Chorzow (Robert Kopetschke) auf Platz
10 angeführt, der 3 Punkte Rückstand auf Platz 9 aufweist, genauso
wie Juergen Zehners Ceramika Opoczno und dem ersten Junker-Klub Lech Posen
(Christoph).
Auf Platz 13 nun Legia Warschau (Rafael Dziurka), dem der Sprung aus
den Abstiegsrängen genauso gelungen ist wie dem dritten Aufsteiger
LKS Lodz (Thomas Heihal) auf Rang 14, beide halten derzeit bei 13 Punkten.
Ebenfalls auf 13 Punkte und somit auf Rang 15 und dem letzten Nicht-Abstiegsrang
hat es der zweite Junker-Klub Polonia Warschau (Markus) gebracht.
Auf den Abstiegsrängen nun GKS Kattowitz (Gregor Ziajka) auf Rang
16 (nach 12 in der Vorwoche), wieder zurückgefallen Martin Jaschkowitz
mit Polar Wroclaw aufgrund der Defensivschwäche dieses Teams (offensiv
hat Wroclaw nämlich die 5.beste Tipquote der Liga !), daß es
nur auf 3 Unentschieden diese Woche brachte.
Ja, und dann bleibt da noch unser Schlußlicht, der polnische
Tipmaster-Rekordmeister (2 Titel) Zaglebie Lubin mit mageren 8 Punkten
bisher. Das Team von Trainer Hartmut Graefe hat es bisher erst auf einen
Sieg in der laufenden Meisterschaft gebracht und dieser stammt aus der
1.Runde (!). Damit ist Lubin seit 11 Spieltagen sieglos und hat mit 29
Gegentreffern die meisten der Liga.
...und noch ein klein wenig Statistik:
Die beste Tipquote in der laufenden Meisterschaft mit 101 Quotenpunkten
schafften bisher:
Polar Wroclaw (Martin Jaschkowitz) am 6.Spieltag und Gornik Zabrze (Ricky
Ciuraj) am 8. Spieltag
Interessant: der jeweilige Gegner in diesen Partien tippte 0 Punkte,
womit beide einen 4:0 Erfolg feiern konnten.
Thomas Heihal (Il Genio) |
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| Polen bleibt
das Maß aller Dinge
16.08.01 - Nachdem der Einstand am Vorwochenende mit 6 Punkten
nach Maß verlief herrschte in ganz Polen der Ausnahmezustand und
die
Euphorie vor den Spielen in Armenien und gegen Angstgegner Griechenland
wuchs ins Unermeßliche. Nur so lässt sich erklären, wie
mindestens 10.000 Polen den Weg nach Armenien antraten, um ihre Helden
dort zum Sieg zu schreien - mehr mitgereiste Fans gab es in der jüngsten
polnischen Fussballgeschichte bei weitem nicht. Aber es sollte sich lohnen...
Armenien - Polen 0:2
Polen, angetrieben von seinen Fans, machte von Beginn an Druck und
ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass man den 6 der Vorwoche
3 weitere Punkte folgen lassen wollte. Schon früh erste gute Chancen
und in der 26. Minute folgerichtig auch die verdiente polnische Führung.
Bernhard Grulich ließ bei seinem Solo die gesamte armenische Defensive
alt aussehen, umkurvte einen Abwehrrecken nach dem anderen und bahnte sich
unaufhaltsam seinen Weg Richtung Tor, vor welchem er auch dem Torhüter
keine Chance ließ und ihn gekonnt mit einem Lupfer zur Verzweiflung
trieb. Schon jetzt war klar, dass dieses Spiel so gut wie entschieden sein
würde, denn Armenien machte keinerlei Anstalten gegen denh Rückstand
anzukämpfen. Stattdessen unnötige Ballverluste, auch bedingt
durch das frühe Stören der polnischen Spieler, und mutloser Angsthasenfussball.
Ganz anders die Polen, die auch nach der Führung weiterhin couragiert
nach vorn spielten, es aber in der 1. Halbzeit nicht mehr verstanden noch
weiteres Kapital aus der
drückenden Überlegenheit zu schlagen. Bis zum Halbzeitpfiff
ein deutliches Chancenverhältnis von 10:0 für die polnische Auswahl
und ein für Armenien
schmeichelhafter 0:1 Rückstand.
In der 2. Hälfte dasselbe Bild. Polen am Drücker, will die
Vorentscheidung, wohl auch im Hinblick auf das noch anstehende schwere
Spiel gegen
Angstgegner Griechenland, welcher Polen im Vorfeld der Liga in zwei
Freundschaftsspielen zwei deftige Niederlagen zuführte und ihnen so
den
Angstschweiß auf die Stirn trieb. Und in der 60. Minute gibt
es diese Vorentscheidnug, unter tosendem Beifall der ekstatischen polnischen
Zuschauerschar. Chrisrtian Knoblich, überall nur ehrfürchtig
"Der Brecher" genannt, wurde mit einem genialen Pass von "il genio" Thomas
Heihal
fantastisch in Szene gesetzt und konnte gar nicht anders als das 2:0
zu erzielen. Der Pass war wirklich aller Ehren wert, ein super Auge, dass
Heihal dort bewies, als er Knoblich steil schickte und dieser nur noch
einzuschieben brauchte, weil der Keeper wie schon beim 0:1 fiel zu früh
aus seinem Kasten kam und somit leicht auszuspielen war.
Nach dem 2:0 dann nur noch lauer Sommerfussball. Polen wollte nicht
mehr und Armenien konnte noch immer nicht und somit passierte bis zum Abpfiff
auch nichts mehr, mal abgesehen von den herrlichen Jubelszenen, die sich
auch während der letzten halben Stunde in den polnischen Fanblöcken
abspielten. 3 Punkte, mit denen sich Polen die Tabellenführung erkämpft
hatte.
Polen - Griechenland 3:1
Gegen die Griechen ausverkauftes Haus und Gänsehautatmosphäre
in Lodz. Die dunkle Serie sollte unter tatkräftiger Mithilfe der Fans
ein Ende finden,
Griechenland mit leeren Händen nach Hause geschickt werden. Und
so spieltePolen auch, wie schon gegen Armenien Powerfussball und Druck
ohne Ende.
Allerdings ohne nennenswerten Erfolg und dann dem Schock in der 18.
Minute: aus heiterem Himmel der Rückstand. Ein völlig unnötiger
Gegentreffer, denn Polen befand sich in der Defensive mit 2 Spielern in
der Überzahl. Aber dennoch schaffte Birgit Gauglitz den Durchbruch
durch die Abwehrreihe der
Polen und offenbar inspriert von Jay-Jay Okocha schoss sie eine haargenaue
wirklich detailgetreue Nachahmung des Tores von Okocha, welches seinerzeit
ganz Fussball-Europa begeisterte. An dieser Spielerin wird Europa sicherlich
noch seine helle Freude haben. Aber was war nun mit Polen? Verfallen sie
angesichts des Rückstands in Panik, in Lethargie, in Angst gegen den
Rivalen, der sie zuletzt hat oft alt aussehen lassen? Nicht vergessen,
die schmerzhafte 3:5 Heimpleite, die die Polen sich vor dieser Partie noch
einmal auf Video ansahen, um sich bestens auf den Gegner vorzubereiten.
Mit Erfolg, wie sich nur Sekunden nach dem Rückstand zeigen sollte,
denn niemand geringerer als "Die Flitzpiepe" himself, Robert Kopetschke,
ging gleich nach dem Anstoss allein mit dem Ball Richtung 16er und konnte
nur durch ein Foul gestoppt werden. Wie selbstverständlich nahm er
sich den Ball und knallte den Ball mit einem tollen Freistoss mitten in
die Torwartecke. Sein Blick sprach Bände, denn in ihm stand die pure
Erleichterung, Genugtuung und Freude über das gerade vollbrachte.
Ein Tor, dass aus Griechenlands Sicht nicht hätte fallen dürfen,
aber die Wut in dem Schuß machte es auch sehr schwer für den
Torhüter.
Nun ging sie los, die polnische Herrlichkeit. Powerfussball, herrliches
Kurzpaßspiel, atemberaubende Ballstaffetten, mit einem Wort - Traumfussball!
Und das über den Rest des Spiels hinweg. Von Griechenland war
absolut nichts mehr zu sehen und bis zur Halbzeit hätte es eigentlich
3 oder sogar 4:1
stehen müssen. Aber es blieb vorerst beim 1:1.
Direkt nach der Pause dann das längst fällige Führungstor,
erneut vorbereitet von "il genio". Thomas Heihal flankte den Ball traumhaft
dem fast schon in
der Luft stehenden "Ricky" mitten auf die Stirn und sein Kopfball schlug
wuchtig im Winkel ein. Henryk-Jan Ciuraj freute sich wie ein Schneekönig
über das Führungstor, war von seinen Teamkameraden kaum zu beruhigen.
Aber seine Freude übertrug sich nur noch mehr auf das polnische Spiel,
die jetzt noch offensiver und druckvoller agierten als ohnehin schon. Nicht
aus heiterem Himmel deshalb auch das überfällige 3:1 durch Debütant
Manuel Brunke in der 63. Minute. Aus eigentlich unmöglichem Winkel
und durch zwei Verteidiger hindurch drehte er dem Ball mit soviel Effet
von der Torauslinie am Rande des Strafraums hinein, dass dieser sich genüsslich
seinen Weg in die Maschen bahnte. Dieses Tor steht stellvertretend für
diesen Fussballabend, an dem Polen wirklich alles gelang. Leider fielen
bis zum Schluß keine Tore mehr, trotz einer Reihe weiterer Großchancen.
Aber wenigstens Griechenlands Torhüter hatte nun die Schnauze voll,
wuchs in den letzten 30 Minuten über sich hinaus und vereitelte eine
Großchance
nach der anderen. Seinen Patzer beim Ausgleichstreffer durch Kopetschke
bügelte er zum Schluß mehr als nur Aus, er verhinderte das totale
Debakel für die Hellenen. Polen ist in dieser Form sicherlich Aufstiegskandidat
Nummer 1 und unterstreicht das durch die Tabellenführung und die wirklich
blütenreine und eindrucksvolle Bilanz: 4 Spiele, 12 Punkte, 10 Tore
- eine Bilanz, die die derzeitige Spielfreude mehr als nur widerspiegelt.
Christian Knoblich |
 |
| Polen feiert
Einstand nach Maß
09.08.01 - Polen - Nordirland 2:0
Ganz Polen fieberte diesem Spiel entgegen, dem ersten Auftritt in der
neuen Liga - noch dazu vor heimischen Publikum und gegen das "Märtyrer-Team"
aus Nordirland. Das Stadion war ausverkauft, wie sollte es anders sein.
Polen begann sehr druckvoll und kam schon nach 5 Minuten zu der ersten
Riesenmöglichkeit, aber Thomas Heihals brutaler Gewaltschuß
ging nur Millimeter am Tor vorbei. In der 10. Minute kam Nordirland zum
ersten Mal vor Polens Kasten, aber Daniel Muellers Kopfball nach einer
Ecke stellt keine Gefahr für den Keeper dar.
Das war es dann auch von Nordirland gewesen in der 1. Hälfte,
denn von nun an stürmt nur noch Polen - und sie kommen zu einer Vielzahl
guter
Möglichkeiten. Eine davon hatte Markus Krolinski, der in den letzten
Wochen meist duch traumhafte Vorlagen auf sich aufmerksam machte."Diesmal,
so hatte er es vor dem Spiel den Journalisten diktiert, wollte er endlich
auch mal wieder selbst treffen. Gesagt, getan - und wie! Ein herrlicher
Fallrückzieher von der Torauslinie, aus solch spitzem Winkel und der
Ball senkte sich über den Torwart hinweg wunderbar ins Tor. Die Führung
nach
21 Minuten. Der Name Fussballgott bleibt wohl seiner - die Exklusivrechte
hat er sich jedenfalls schon sichern lassen. Polen machte danach weiter
Druck, scheiterte aber immer wieder am hervorragend aufgelegten nordirischen
Schlußmann, der sich eine Nominierung in die Elf des Spieltages redlich
verdient hatte. Kurz vor der Halbzeitpause seine größte Tat
- Mann gegen Mann, Robert Kopetschke vor Augen. Der hatte sich den Ball
am Mittelkreis erkämpft, die viel zu weit aufgerückte nordirische
Hintermannschaft komplett im Regen stehen lassen und war nun allein mit
dem Ball auf dem Weg zum 2:0. Zwischen ihm und dem Tor nur noch der Torhüter,
der geschickt den Winkel verkürzt. Kopetschke ging rechts vorbei und
zog ab, aber der Torwart lenkte den Ball an den Pfosten - Nachschuß
Kopetschke, Kopfballabwehr Keeper, erneut zog Kopetschke ab, diesmal wurde
der Ball an die Latte gelenkt und auch Kopetschkes dann folgenden Kopfball
konnte dieser Teufelskerl klären!
In der 2. Hälfte dasselbe Bild, Polen drängte. Aber sie boten
Nordirland dadurch natürlich Platz für Konter, wie in der 50.
Minute als Juergen Kley bei einem Tempogegenstoss so gut wie durch war
und nur noch der letzte Verteidiger ihm den Ball vom Fuss spitzeln konnte.
Eine weiterere Konterchance zwischen Polens ständigen Attacken hatten
die Insulaner in der 65. Minute, aber diesmal verstand Andreas Mirbach
nicht etwas daraus zu machen und verstolperte den Ball auf dem Weg zum
Tor. In der 80. Minute gab es die Vorentscheidung, Mick Goeske hatte nach
einem herrlich ausgeführten Eckball, Henryk Jan Ciuraj hat den Ball
mit dem Aussenrist und viel Effet ins Spiel gebracht, mit dem Hinterkopf
zum 2:0 getroffen. Zu erwähnen sei, dass das Stellungsspiel des Torhüters
in dieser nicht unbedingt das beste war - allerdings der erste und einzige
Fehler des britischen Keepers.
Jetzt ließ Polen den Fussball Fussball sein und zog sich zurück,
wohlwissend, dass Nordirland auch in den letzten 10 Minuten keine Gefahr
mehr darstellen würde. In der 90. Minute hatte Stefan Doering zwar
auch noch so etwas wie eine Chance, aber in diesem Spiel gelang Nordirland
gar nichts und so war Doerings Schuß auf die Tribüne symptomatisch
für Nordirlands insgesamt schwaches Auftreten.
Für Polen waren das 3 leicht verdiente Punkte auf dem Weg in die
Super Euro League und mit solchen leistungen gehört Polen auf jeden
Fall zum engeren Favoritenkreis.
Deutschland - Polen 2:3
Zum Spiel in Deutschland waren viele polnische Anhänger mitgereist
- angesichts der Euphorie, die derzeit in Polen herrscht, nicht verwunderlich.
Und dank der Leistung der polnischen Mannschaft beim schier übermächtigen
dreifachen Weltmeister hat sich der Ausflug für die polnischen Anhänger
auch gelohnt. Sie bekamen ein flottes Spiel, einen offenen Schlagabtausch
zweier gleichstarker Mannschaften zu sehen. Schon nach 20 Minuten gab es
auf beiden Seiten einige gute Chancen, allerdings blieben alle unverwertet.
Die besten Möglichkeiten hatten da noch Holger Leuck auf deutscher
und Marc Lucassen auf polnischer Seite, aber beide scheiterten mit ihren
Schüssen knapp. Aber dann ging es los! Markus Krolinski zog in der
25. Minute volley aus 30 Metern ab und der Ball flog wie am Schnürchen
gezogen unhaltbar in den Winkel. Schon sein zweiter Treffer im zweiten
Ligaspiel - Polen hat jetzt noch einen Knipser!
Wiederanpfiff, ein Blick, ein Schuss - der Ausgleich. Udo Wollert sah
den zu weit vor seinem Kasten stehenden polnischen Schlußmann und
liess diesen alt aussehen. Nur drei Minuten später dann die Führung
für den Favoriten. Polens Innverteidigung pennte, Bodo Pfannenschwarz
war durch und der Ball kurzerhand im Tor. Solche Fehler dürfen einem
gegen Deutschland nicht passieren, sonst kann man nicht gegen sie gewinnen.
Polen war geschockt und vergass nun weiter frech nach vorn zu spielen -
Deutschlands Drangperiode war eingeleitet. Gut für Polen, dass Fehler
in der Defensive ab
sofort ausblieben, denn Deutschland machte zwar Druck und versuchte
viel, aber sie scheitereten doch immer wieder an der nun sehr gut stehenden
Defensivreihe Polens oder aber am jetzt bravourösen Schlußmann.
Polen rettete so den knappen Rückstand in die Halbzeit.
Gleich nach Wiederanpfiff der Schock für Deutschland. Gregor Ziajka
mit einem schönen Schlenzer in das linke untere Eck und Henryk Jan
Ciuraj mit einem direkt verwandelten an ihm verursachen Freistoss. Aus
dem 1:2-Rückstand innerhalb von 2 Minuten die 3:2-Führung - das
brach Deutschland das Genick. Nach Thomas Schnaedelbachs Chance in der
50. Minute, die er jedoch kläglich vergab, war von Deutschland weitestgehend
jedenfalls nichts mehr zu sehen und so bestimmte nun Polen das Spiel, wenn
auch ohne sich dabei noch groß Chancen herauszuspielen. Aber Deutschland
konnte und
wollte offenbar nicht mehr, fand nicht mehr ins Spiel zurück und
sich mit dem Ergebnis ab. Die einzige und letzte deutsche Chance nach diesem
Doppelschlag und Schnaedelbachs vergebener Möglichkeit war Klaus Heiligert
vorbehalten, der in der 62. Minute den Ball an den Pfosten setzte. Mehr
aber auch nicht. Polen in der letzten halben Stunde mit gefälligem
Spiel, präsentierte sich motiviert und voller Spaß, also das
genaue Gegenteil
von der mittlerweile völlig verunsicherten deutschen Mannschaft.
Man sah Schnaedelbach und Co. den Druck, der auf ihnen lastet, förmlich
an.
In dieser Form wird Deutschland im Kampf um die Aufstiegsplätze
bestimmt kein Wort mitreden, muss eher aufpassen nicht abzusteigen - ganz
anders als die bärenstarken Polen!
Christian Knoblich |
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