| Wiederholungstäter
Preissner hat es wieder einmal geschafft
10.01.02 - Vllaznia Shokder Meister – FK Memaliaj Pokalsieger
– NM gewinnt Balkanmeisterschaft und verpasst Aufstieg
Vllaznia Shokder entwickelt sich mehr und mehr zum FC Bayern Albaniens.
Hoffentlich kann Titelhamster Preissner, der Mannschaftsintern nur noch
Ottmar gerufen wird, diese Erfolgsserie auch im EC fortsetzen. Vizemeister
darf sich Albpetrol Patros nennen, ein überraschender Erfolg für
die Aufstiegsmannschaft von Trainer Ervin Ausli.
Der Pokalsieg ging an FK Memaliaj unter Trainer Jeschke, der die 2te
überzeugende Saison in Folge spielt. Ein Mann für unsere NM,
doch leider scheint er nicht die albanische Staatsbürgerschaft zu
besitzen...
Vorjahresmeister Lushnja mit einer dürftigen Vorstellung, Trainer
Grafe wird mit seiner Elf ebenso wenig zufrieden sein wie Trainerguru Bienhofer
mit seiner apolonischen Achterbahnelf. Wenigsten nicht abgestiegen...
Teamchef Seel, mittlerweile erfahren im Abstiegskampf rettet sich und
Partizani trotz einer 2:3 Niederlage gegen Fier wie üblich am letzten
Spieltag, Rückkehrer Fritze Golenia darf direkt eine Etage tiefer
den Wiederaufstieg angehen, zudem trat der FK Elbasan nicht
im Pokalfinale an, aber man hätte gegen ein entfesselte Mannschaft
aus Memaliaj wohl ohnehin keine Chance gehabt..
Den Sprung aufs Aufstiegspodium der 2ten Liga hat Frozzy Gump mit Dinamo
Tirana um einen lausigen Punkt verpasst. Währenddessen werden die
Gesichter in Pequin immer länger und Präsident Waliczek darf
an die Vereinshistorie Shuqumbini's ein weiteres Jahr 2te Liga anfügen.
Beide Teams vergaben ihre gute Ausgangsposition geradezu fahrlässig,
hier wartet wohl noch viel Arbeit auf die Verantwortlichen.
Der 2ten Liga treu bleibt auch Dauerbrenner Thomas Henning, der seinem
Club SK Tirana und später auch der NM schon seit Tipmastergedenken
die Treue hält, vielleicht sehen wir einige bald mal in der Belle
Etage des albanischen Fußballs.
Der EC entwickelte sich in dieser Saison zu einem Desaster für
Albanien. Lediglich der FK Elbasan konnte annähernd an frühere
Erfolge (Halbfinale im UEFA Cup) anknüpfen und überstand zumindest
2 Runden, während für alle anderen Vertreter aus Spesen nix gewesen
war.
Die albanische Nationalelf konnte den 1. internationalen Titel einfahren.
Die Balkanmeisterschaft, die Mazedonien alljährlich organisiert,
wurde mehr als souverän gewonnen. 6 Siege bei nur einer Niederlage
verdeutlichen die albanische Dominanz auf dem Balkan, überragende
Spieler waren Teamchef Seel der nicht nur ein glückliches Händchen
bei der Aufstellung sondern auch im Abschluss bewies und Thomas Henning,
der wie Seel ebenfalls 4 Treffer erzielen konnte.
In der Euroliga lief es weniger günstig für die albanischen
Doppeladler. Ein möglicher Aufstieg wurde am letzen WE aus den Händen
vergeben, als eine unglückliche 1:2 Niederlage gegen den direkten
Konkurrenten Aserbaidschan den Verbleib in der 3. Liga besiegelte. Allerdings
muss ganz klar festgestellt werden, daß die Auswärtsschwäche
die Achillesferse Albaniens bleibt, auf fremden Platz wurden unnötig
Punkte verschenkt. Die erfolgreichsten albanischen Auswahlspieler
waren Waliczek, Gump und Bienhofer mit je 5 Treffern. (Einzusehen auf der
Ligahomepage http://www.bedienelement.com/tm-nm)
Bleibt zu hoffen, daß der albanische Fußball in der kommenden
Saison endlich den ersehnten Durchbruch schafft. Oft genug wurde in Schönheit
gestorben und über das flüssige Kombinieren das Toreschießen
vergessen. Wenn es den Ligateams und der NM endlich gelingt ihren filigranen
Fußball mit ergebnisorientierter Nüchternheit zu kombinieren,
dann darf sich Europa auf eine lange Dominanz der Doppeladler einstellen.
Olli Bienhofer |