England
     

 

 
Nationalmannschaft Große Spiele zum Abschluß einer großen Saison NEU 10.01.02
Nationalmannschaft Sieg beim Erzrivalen, aber Niederlage im Spitzenspiel 27.12.01
Nationalmannschaft England is back! 13.12.01
Nationalmannschaft Team zeigt großes Herz gegenüber kleinen Nationen 06.12.01
Nationalmannschaft Sind Englands Profis zu satt? 06.12.01
Nationalmannschaft Trübes Novemberwochenende wird Anschauungsunterricht 06.12.01
Nationalmannschaft Am Wochenende nicht besiegt 06.12.01
Nationalmannschaft Englisches Team begeistert Millionen 06.12.01

 
 
Große Spiele zum Abschluß einer großen Saison

10.01.02 - 14 Tore in 4 Spielen, gewohnt eindrucksvoll verabschiedete sich die englische Nationalmannschaft aus der Saison 2001´5. Zum Wiederholten Male verzichtete das englische Team auf den Titel des Suproleaguemeisters um anderen, nicht mit solch eleganten Kickern gesegnete Nationalmannschaften, den Vortritt zu lassen. So kann der fast schon traditionelle 2. Platz als voller Erfolg gewertet werden. 

Im vorletzten Spiel wurden die vom Schnee gebeutelten Griechen mit 4:2 in die Kälte zurückgeschickt. Die sagenumwogene Lichtgestalt demonstrierte schon in der aller-aller-ersten Minute, daß technische Eleganz und fernöstlicher Kampfgeist zu den Stärken der Engländer gehören. Auf noch die dagewesene Art und Weise umkurvte er die Griechen nach Belieben und schlenzte den Ball über den Keeper hinweg an die Lattenunterkante, um seine eigene Vorlage mit dem Nacken zu verwerten. 60.000 Zuschauer freuten sich auf ein rauschendes Fußballfest, doch rechneten sie nicht mit der sensiblen Menschlichkeit, mit der das englische Team ein weiteres Mal seine Charakterstärke unter Beweis stellte. So wurde schon in der zweiten Minute auf Anweisung vom Trainer des Jahrhunderts 3 Gänge zurückgeschaltet, um die Griechen nicht allzufrüh zu einem unwürdigen Gegenr werden zu lassen. Trotzdem benötigte der Ausgleichtreffer der Griechen einmal mehr die Mithilfe des gesamten englischen Teams, welche sich auf ein geheimes Handzeichen von Henning Schaaf hin gleichzeitig die Schuhe zubanden um ihren Gegnern freie Schußbahn zu gewähren. Überraschenderweise gelang so Ott in der 16. Minute der Ausgleichstreffer. Um auch den Griechen einmal das annähernde Gefühl eines Spielrauschs erleben zu lassen, gewährten die Engländer auch Fleschenberg und Muster 2 Chancen hintereinander, welche aber ohne Wert blieben. 
Nach dem Pausentee, welchen die Engländer anläßlich des letzten Heimspiels zusammen mit den Fans in der Südkurve einnahmen, verfielen die Inselgiganten jedoch dem alten Trott und stellten mit dem Doppelpack von Andreas Michael nach Vorarbeit von Michael Weber die Weichen auf einen klaren Sieg. Teamchef Konsensky krönte seine eigene Trainer- und Spielerleistung mit seinem Tor zum 4:1 in der 88. Minute. Besinnend auf die Marschroute der ersten Halbzeit ließ man die Grichen noch zum zweiten Ehrentreffer durch Ganglitz kommen - ein Geschenk, welchem nicht jeder Gegner der Engländer in der Suproeuroleage, sich würdig zeigt. 
Rührende Szenen spielten sich nach Abpfiff des letzten Heimspiels der Engländer ab. Während der Ehrenrunde stimmten alle 60.000 Fans eine eigens von Faninitiativen komponierte zweieinhalbstündige Oper an. Der Mitschnitt dieses imposanten Meisterwerks ist bereits am ersten Verkaufstag auf Paltz 1 der Charts Englands, Griechenlands und natürlich Polens gestürmt. 

Im letzten Saisonspiel gaben sich die Engländer ein Stelldichein bei der Ukraine. Berauscht und immer noch Tränen der Rührung in den Augen kam es zu einem Fußballfest, daß seinesgleiche sucht. Mit 4:3 verabschiedeten sich die Engländer aus der Saison. Roos, Bärsch und Bierwirth waren erfolgreich, nur Feder vergab seine Chance um die Ukraine nicht noch am letzten Spieltag unnötig zu deklassieren. 

Hacke-Spitze-1-2-3. Dies war auch das Motto des letzten Gastspiels in dieser Saison. Glücklicher Gastgeber waren diesmal die Polen, mit den England seit dieser Saison eine rege Freundschaft betreibt. 4 Punkte schenkte man den Polen im Laufe der Saison um den Abstieg des vermeintlich zukunftsträchtigen Teams zu vermeiden. Das dies nicht reichte betrübte die Engländer sichtbar, doch war man mehr noch von der Unfähigkeit der polnischen Kicker enttäuscht. Nichtdestotrotz bemühte sich England ein gefasstes Abschiedsspiel den Polen zu bereiten und präsentierte sich in Geberlaune und verteilte artig Gastgeschenke an die einheimischen Kicker. Vor dem Spiel einigte sich der Mannschaftsrat, diesmal Udo Zimmermann, Markus Krolinski, Dennis Brochonski und vor allem Peter "Väterchen" Forst zu Torerfolgen kommen zu lassen. Um den Sieg zum Abschied für Polen perfekt zu machen, versprachen Henning Schaaf und Axel Collofong auf Tore zu verzichten und überließen diese Ehre dem kürzlich mit dem Grimme-Preis geehrtem Pressesprecher Volker Klug sowie dem endgültig etablierten Neuling Stephan Bierwirth und Stefan Boll. 
Ein 5:3 Erfolg für die Polen, doch zu offensichtlich trat ein weiteres Male die Notwendigkeit der englischen Schützenhilfe zu Tage. 

Fast in Vergessenheit geriet darüber das Speil gegen die Litauer. Müde und ausgepunpt wirkten die Engländer nach einer langen, harten, nervenzehrenden Saison. Umso erstaunlicher, welch Kampfgeist das englische Team entwickelte um auch in diesem unbedeutenden Spiel mit 3:2 siegreich vom Platz zu gehen. Klug, Orlik und Collofong besorgten die Tore, während Boll und Roos vergaben. Auf litauischer Seite waren Thamm und Kopshoff erfolgreich. 

Chris Penzkofer, Andreas Feder, Jens Orlik, Alain Jasper, Jürgen Roos, die Lichtgestalt, Stefan Boll, Andreas Michael, Burkhard Sprengepiel, Stephan Bierwirth, Henning Schaaf, Michael Bärsch, Volker Klug, Axel Collofong und Axel Konsensky - einmal mehr liest sich das englische Team dieser Saison wie das Who is Who des europäischen Fußballs. Ein weiteres großes Jahr voller Anmut, Eleganz, Kampfgeist und Sensibilität geht zu Ende. Ob auch in der nächsten Saison einer ausgesuchten notleidenden Mannschaften der Gewinn der Meistertitels großherzig überlassen wird oder zur Abwechslung England selbst einmal den Pott in den Händen halten wird - das wird die große Frage der nächsten Saison sein. 

Michael Baersch

Sieg beim Erzrivalen, aber Niederlage im Spitzenspiel

27.12.01 - Ein Sieg bei dem Erzrivalen Irland und eine Niederlage im Spitzenspiel gegen Spanien unter skandalösen, wettbewerbsverzerrenden Bedingungen, so lautet die Bilanz der letzten Runde der NM-Liga. 2 Freundschaftsspiele ohne Niederlage rundeten das Bild ein wenig positiv ab.

Übermut und Realitätsverlust: mit diesen Begriffen muss der irische Pressespiegel vor dem Irland-England-Duell betitelt werden. Als realistisches Ziel wurde dort ein Remis gegen die Fussball-Grossmacht ausgegeben, welches angesichts der nicht vorhandenen irischen Fähigkeiten jeder Beschreibung spottet.
Nichtsdestotrotz hat Englands Trainer die Maxime der vollen Konzentration auf das Spiel ausgegeben, damit ein schwacher Gegner nicht unnötig aufgebaut würde. Die guten Worte Kosenskys fruchteten dabei jedoch nur mittelmässig, da Irland unnötige Freiräume gewährt wurden, die diese in ihrer Unbeholfenheit jedoch nur selten zu nutzen wussten. Dass es dennoch zum irischen Führungstreffer in der 38.Minute kam, war vielmehr eine Verkettung unglücklicher Umstände. Der Freistoss von Irlands Haker aus 20 Metern zielte mehr in Richtung Eckfahne und nicht auf das englische Tor. Der Ball fand jedoch bei Haehnle einen Passempfänger, wobei die anschliessende Flanke Haehnles mit tatkräftiger Mithilfe des englischen Keepers und einer kuriosen Flugbahn den Weg ins englische Gehäuse fand.
Der Gegentreffer besass eine heilende Wirkung, denn in der weiteren Fortdauer der Begegnung spielte nur noch eine Mannschaft, die englische. 
Wie erwartet, reichte die relative Ebenbürtigkeit Irlands mit England nur knapp eine Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel wurde dem irischen Team deutlich seine eigenen Grenzen aufgezeigt. Zunächst war es Pressefink Baersch in den englischen Reihen, der in der 57.Minute genau dort stand, wo ein Stürmer zu stehen hat. Im Stile eines Gerd Müllers deckte er, mit dem Rücken zum Tor stehend, Ball und Gegner mit ausgestrecktem Hinterteil ab. Dies verstand der irische Abwehrspieler wohl falsch und verlor seine Konzentration. Die kurzfristige Konfusion nutzte Baersch und vollstreckte mit einer blitzschnellen Drehung ins lange Eck zum Ausgleichstreffer. Die innerbritischen Kräfteverhältnisse wurden nur 12 Minuten später endgültig klargestellt, als Penzkofer einen Vorstoss aus der eigenen Hälfte startete und durch niemanden gestoppt werden konnte. Den irischen Torwart auf dem falschen Fuss erwischend, schob er souverän zum Führungstreffer ein. In den letzten 20 Minuten konnte sich das Publikum an der Unfähigkeit der irischen Teams belustigen. So endete das Spiel 2:1 für den haushohen Favoriten aus England.
Irland muss sich erneut das Hohngelächter in Europa gefallen lassen und sich für die Zukunft realistischere Ziele setzen.

Ein knochenharter und von mehreren Eisschichten verunstalteter Platz erwartete das englische Team in der spanischen Pampa. Dass das Spiel nur unter irregulären Bedingungen stattfinden könnte, stand ausser Frage, und so war die allgemeine Überraschung gross, als der schottische Schiedsrichter, einheimische Verhältnisse zum Maßstab nehmend, den Platz für bespielbar erklärte.
Das vereistes Spielfeld stellte sich dann auch in der Tat als ungeeignetes Medium für die englische Filigrankunst dar. Da das spanische Team seinerseits mit einem Remis zufrieden sein konnte, um die sensationelle Tabellenführung zu verteidigen, musste das englische Starensemble alleinig für Spielkultur unter diesen erschwerten Bedingungen sorgen. Das Resultat der englischen Angriffsbemühungen konnte sich dabei gut sehen lassen, da die ein oder andere Ballstaffette in der Luft zu zahlreiche Konfusionen in der spanischen Hintermannschaft führte. So wurde das spanische Team oft auch nur durch die widrigen Verhältnisse gerettet, als ein strammer Weitschuss dem Keeper zunächst keine Abwehrchance liess aber noch unglücklich von einer Schneesturmböe am Gehäuse vorbei gepustet wurde. Anschliessend war Fortuna erneut auf spanischer Seite, als ein herrlicher englischer Alleingang erst kurz vor dem spanischen Gehäuse durch einen Schneeballwerfer auf der spanischen Kurve gestoppt wurde. Weil sich die spanische Elf in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in der englischen Hälfte zeigte, endete die erste Spielhälfte mit einem trostlosen 0:0.
Auch die zweite Halbzeit zeigte zunächst das gleiche Bild, in dem England weiterhin versuchte, Akzente nach vorne zu setzen. Mit zunehmender Spieldauer und damit einhergehendem Druck auf englischer Seite, musste Trainer Kosensky alles auf eine Karte setzen, und löste in der 70.Minute den Libero vor der Abwehr auf und beorderte diesen fortan in die Spitze. Leider wurde der Mut erneut nicht belohnt, als Meyer bei einem der wenigen spanischen Angriffsbemühungen einen Weitschuss aus 30 Metern versuchte, dabei jedoch wegrutschte. Unglücklicherweise landete der Ball bei dem freistehenden Meyer, der am englischen Keeper vorbei zum Führungstreffer einschieben konnte. Da ein spanischer Sieg nahezu Vorentscheidungscharakter für die NM-Liga gehabt hätte, verstärkte das englische Team erneut seine Angriffsbemühungen, liess aber erneut zahlreiche Grosschancen ungenutzt. So sorgte dann Dammertz in der 91.Minute per Foulelfmeter mit dem 2:0 für die Entscheidung in diesem Spiel. Dass Spaniens Meyer nicht von einem englischen Gegenspieler gefoult wurde, sondern von einem eigenen Mitspieler, wird nur eine Randnotiz bleiben.
Es ist jedoch als skandalös zu bewerten, dass in dieser vorentscheidenden Begegnung der Fussball mit der Spieldurchführung derart in Misskredit gebracht wurde. Dass der schottische Schiedsrichter den Aufbau von drei Schneemännern im spanischen Gehäuse Mitte der zweiten Halbzeit ungestraft durchgehen liess, wird ebenfalls am grünen Tisch noch ein Nachspiel haben.

Den Grimm der englischen Mannschaft bekam im folgenden Freundschaftsspiel das bemitleidenswerte Team aus Georgien zu spüren. Endlich wieder auf englischem Grund und Boden, zeigte das englische Team, wozu es bei normalen Bedingungen in der Lage ist.
In der Anfangsphase verdiente sich zunächst Italo-Import Bierwirth durch seinen unermüdlichen Einsatz Bestnoten und wird in der englischen Elf immer unverzichtbarer. Nach wenigen Minuten entschied Bierwirth durch einen Doppelschlag bereits das Spiel. Leisteten die georgischen Abwehrspieler beim Alleingang des Magpies zum ersten Tor noch vereinzelt Gegenwehr, so war beim Fernschuss aus 25 Metern zum 2:0 nur noch Staunen angesagt. In der Folgezeit wurde Bierwirth allein von drei Gegenspielern bewacht. Die dadurch entstandenen Freiräume wussten jedoch die englischen Mitspieler geschickt zu nutzen und so war es dann Baersch, der die mangelhafte Zuordnung in den georgischen Reihen mit einem Aussenrist-Tor für die Erhöhung seiner persönlichen Torstatistik nutzen konnte.
In der zweiten Halbzeit liess sich das englische Team auch von dem kurzfristigen Anschlusstreffer der Georgier nicht aus der Ruhe bringen. Sunderlands Weber setzte sich auf der rechten Seite durch und sah, entgegen seiner normalen Spielweise, den besser postierten Boll im Zentrum, der nur noch den Fuss hinhalten musste, um den alten Abstand mit seinem Treffer zum 4:1 wiederherzustellen.
Bis zum Abpfiff wurde das Publikum Zeuge schöner Offensivaktionen auf englischer Seite, die nur noch einmal kurzfristig durch den 4:2-Anschlusstreffer Georgiens getrübt wurden.

Eine friedlich-weihnachtliche Zusammenkunft war das abschliessende Freundschaftsspiel gegen die sympathische Tschechische Republik. Der Respekt des tschechischen Teams vor dem übermächtigen Gegner war deutlich zu spüren, so dass das ausgelaugte englische Team Probleme hatte, den Gegner aus der Reserve zu locken. Da dies nicht gelang, plätscherte das Spiel bis weit in die zweite Halbzeit ohne nennenswerte Torchancen auf beiden Seiten dahin. Die so oft zitierten Motivationsprobleme bei freundschaftlichen Pflichtterminen traten erneut offen zutage. Als jedoch eine Gemeinschaftsproduktion von Baur und Dassler zum zwischenzeitlichen 1:0 Tschechiens führte, nahm es Spielertrainer Kosensky selbst in die Hand, postwendend für den 1:1-Ausgleich zu sorgen. Da die englischen Spieler sich mehr dem Verzehr von Weihnachtsplätzchen widmeten, passierte bis zum Schluss nicht zählbares mehr.

Volker Klug

England is back!

13.12.01 - Die Botschaft an die Fussball-Nationen ist überdeutlich. Mit zwei Siegen aus den letzten zwei Meisterschaftsspielen bei ingesamt 8 Treffern hat sich das Fussball-Mutterland rechtzeitig zum Endspurt in der Liga eingeschossen.

Wer gedacht hätte, die englische Presse würde für angesichts des 5:2-Erfolgs gegen Schottland kübelweise Häme und Spott über den unbeholfenen und desolaten Gegner ausschütten, der muss sich erneut eines besseren belehren lassen. Die indiskutablen und für den europäischen Fussball unwürdigen "Leistungen" Schottlands sprechen zu sehr für sich selbst, so dass das Treten eines bereits am Boden liegenden mit dem fairen Selbstverständis des englischen Fussballs in Einklang zu bringen wäre.
Das Waterloo Schottlands begann bereits mit dem Anpfiff. Wie eine Schülermannschaft muss dem geneigten Zuschauer die schottische Equipe vorgekommen sein, als Penzkofer in der ersten Spielminute nach einem Steilpass die komplette Defensive mit Leichtigkeit austeigen liess und über den Torwart hinweg zum 1:0 lupfte. Ratlosigkeit hinsichtlich dieser spielerischen Extraklasse Englands machte sich auf schottischer Seite breit und bevor behelfsmässige Zuordnungen organisiert werden konnten, hatte es auch schon zum zweiten mal im schottischen Gehäuse geklingelt. Es war erneut der unwiderstehliche Penzkofer, der die Gunst der Stunde nutzte und die im englischen Ligaalltag normalerweise undenkbaren Freiräume im gegnerischen Strafraum nutzen konnte.
Hatten die englischen Mannen in der Vergangenheit noch eine schnelle Führung dazu genutzt, eigene Kabinettstückchen zu zelebrieren, um damit unnötigerweise den schon geschlagenen Gegner ins Spiel kommen zu lassen, wurde hier schnell deutlich, dass man in diesem Fall keine Rücksicht auf fussballerische Unzulänglichkeiten des Gegners Rücksicht nehmen wollte. So walzte sich Sturmtank Weber in der 5.Minute unnachahmlich bis in den Strafraum durch, um anschliessend den Ball aus kürzester Entfernung mit gemessenen 125 Stundenkilometern in die Maschen zum 3:0 zu dreschen.
Der Rest der Halbzeit ähnelte mehr einem Katz-und-Maus- als einem Fussball-Spiel. Schottland wurde vorgeführt.
Zur zweiten Halbzeit liess Englands Coach Kosensky seine beiden Wunderstürmer Penzkofer und Weber in der Kabine, damit diese im Meisterschaftsendkampf gegen Spanien ausgeruht zur Verfügung stehen können. Ein kleiner Schönheitsfehler in diesem Spiel waren dann die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit. Auch wenn die Gründe, weshalb man den Gegner Schottland unterschätzen darf, plausibel sein mögen, so durften diese nicht zu den zwei unglücklichen Gegentreffern von Dzionsko und Meier unter tatkräftiger Mithilfe des englischen Keepers zum Zwischenstand von 3:2 führen.
Positiv anzumerken ist jedoch, dass diese beiden Gegentreffer erneut zu einer Mobilisierung der englischen Kräfte führten. In der 67.Minute legte sich Schaaf den Ball zu einem Freistoss aus 30 Metern zurecht. Der Schuss zog wie ein Strich am nicht reaktionsfähigen gegnerischen Torwart zum 4:2 vorbei. Nur vier Minuten später beteiligte sich Routinier Jasper am gemütlichen Scheibenschiessen und erwischte den Ball aus 18 Metern mit dem Vollspann und liess dem bemitleidenswerten schottischen Keeper erneut keine Chance, so dass dieser seinem Ritual, den Ball aus dem Netz zu holen, erneut folgen musste.
5:2 endete somit diese ungleiche Partie zugunsten der englischen Mannschaft.

Im zweiten Ligaspiel gegen Israel galt es nun für das englische Team, die positiven Eindrücke aus dem Schottland-Spiel zu bekräftigen und der Beginn des Spiels liess daran auch wenig Zweifel aufkommen, nachdem Spielertrainer Kosensky seine momentane Hochform bereits in der 5.Spielminute nutzen konnte. Auf der halbrechten Mittelfeldposition nahm sich Kosensky den Ball und setzte zu einem unglaublichen Spurt bis zum 16 Meter-Raum an. In Höhe der Strafraumecke fackelte er dann nicht lange und verwandelte mit einem strammen Rechtsschuss in die kurze Ecke zum 1:0-Führungstreffer.
Dass die Israelis im Gegensatz zu den schottischen Amateurfussballern dazu gewillt waren, eigene Akzente im Spiel zu setzen, konnte man in den Folgeminuten ansatzweise erkennen. Israels Preissler nutzte einen Stellungsfehler in der englischen Abwehr, um mutterseelenallein nach einer Flanke einzuköpfen. Dass der Willen im israelischen Spiel dann jedoch erwartungsgemäss nicht dazu reicht, der englischen Angriffsmaschinerie Paroli dauerhaft bieten zu können, war für den neutralen Beobachter aber danach mindestens ebenso deutlich.
Nachdem einige Grosschancen auf englischer Seite ungenutzt verstrichen, übernahm Feder nach einer halben Stunde Verantwortung, und vernaschte durch eine geschickte Körpertäuschung gleich zwei Gegenspieler, um eiskalt wie eine Hundeschnauze am gegnerischen Torwart zum erneuten Führungstreffer einschieben zu können.
Auch hier muss in der Rückbetrachtung positiv vermerkt werden, dass das englische Team sofort nachzulegen versuchte, um für die Entscheidung zu sorgen. Diese liess dann auch nicht lange auf sich warten, als Roos nur 6 Minuten nach dem Führungstreffer einen blitzsauberen Konter aus dem Fussball-Lehrbuch zum 3:1 abschloss.
Mit diesem Spielstand begaben sich die Teams in die Halbzeitpause und nach dem Pausentee geriet die englische Abwehr nicht mehr in ernsthafte Schwierigkeiten, so dass mit diesem Sieg gegen Israel der zweite Platz, der nur als Durchgangsstation zum ersten Platz gesehen werden kann, erkämpft wurde.

Nach den beiden Erfolgen in der Meisterschaft hatte nun der englische Verband noch die grandiose Schnapsidee, drei Freundschaftsspiele austragen zu wollen. Dabei sollten so malerische Fleckchen wie Moldawien und Weissrussland bereist werden.
Moldawien entwickelte sich dann zum ersten Flop an diesem Wochenende. Es begann damit, dass in diesem Land nicht ein brauchbarer Fussball aufzutreiben war. Das Spiel verzögerte sich somit um 60 Minuten, bis ein defekter Fussball entsprechend ausgebessert werden konnte.
Obwohl in Moldawien auch die Kreide ausgegangen ist, und somit das Spielfeld nicht seine notwendigen Markierungen hatte, wurde das Spiel anschliessend angepfiffen. Ob die drei Gegentreffer Englands, die Moldawien erzielte, letztendlich gültige Tore waren, wird wohl nie geklärt werden können, da auch die Torlinie fehlte. Der Treffer von dem bemitleidenswerten Wichmann, dem nach den schwierigen Zeiten bei Arsenal London auch der Auftritt in Moldawien nicht erspart blieb, war das einzige Highlight in diesem Spiel. Bei seinem Weitschuss kalkulierte Wichmann die Unebenheiten des Platzes so ein, dass sein Aufsetzer unberechenbar für den gegnerischen Torwart ins Tor segelte. Dass es insgesamt nicht zu einem unter gewönlichen Umständen normalen englischen Sieg gekommen ist, interessiert letztendlich nur die Statistiker.

Ein Heimduell gegen die Rumpelfüsse aus Nordirland stand im Anschluss auf dem Programm. Von Freundschaftsspiel kann bei einem Nordirland-Duell natürlich nie die Rede sein, da dies einen Funken Sympathie oder Respekt dem nordirischen Fussball gegenüber voraussetzt. Die Niederlage gegen Nordirland kann dann auch nur der Verweigerungshaltung des englischen Teams zugeschrieben werden. Einzig und allein Pressemogul Bärsch nutzte in einigen Offensivaktionen die Gunst der Stunde, um sich für künftige Aufgaben zu empfehlen. Sein herrlicher direkt verwandelter Freistoss änderte jedoch nichts daran, dass Nordirland mit drei regelwidrigen Treffern die Partie für sich entscheiden konnte.

Nach dem Gastspiel in Moldawien, reiste das englische Team zum Abschluss noch ins Ferienparadies Weissrussland. Kurioserweise haben sich nach dem Moldawien-Abenteuer gewisse Gewöhnungseffekte im englischen Team eingestellt, so dass sich das englische Team zu einigen Offensivaktionen motivieren liess. Die Treffer durch Abschiedsspieler Michael, Shooting-Star Orlik, Sorgenkind Wichmann und dem unbeschreibbaren Klug, der sich in der jüngsten Vergangenheit unberechtigter Kritik ausgesetzt sah, gehören ins Fussball-Lehrarchiv. Leider war in Weissrussland keine Videotechnik vorhanden, so dass diese Tore der Fussball-Nachwelt nicht erhalten geblieben sind.
Ungewohnt für das englische Team war auch, dass man in Weissrussland offenbar zur Halbzeit nicht die Seiten tauscht. Unglücklicherweise stellte sich dann auch erst nach dem Spiel heraus, dass das englische Tor 50 cm höher und 1 Meter breiter war, so dass die drei Gegentreffer, die das weissrussische Team erzielte, erklärbar sind. Da das Spiel von englischer Seite aus aber insgesamt mit 4:3 gewonnen wurde, verzichtete das Präsidium auf einen Einspruch.

Zwei Siege in der Meisterschaft, ein weiterer im einzig ernsthaft absolvierten Freundschaftsspiel, so lautet die Bilanz in der letzten Runde. Die vereinigten Kräfte werden auch in den kommenden Wochen für den Gewinn der Meisterschaft gebündelt. Vereinzelte Niederlagen in Freundschaftsspielen gegen unbeholfene Nationen werden da gerne einkalkuliert.

Volker Klug

Team zeigt großes Herz gegenüber anderen Nationen

06.12.01 - 5 Spiele, 2 siege,  3 Niederlagen. Wieder einmal stellte die englische Nationalmannschaft eigene Interessen zurück und bewies zum wiederholten Male ein großes Herz gegenüber kleinerer Fußballnationen und deren Anhänger. 

Sollte den Polen zum Rückrundenauftakt nun ein Sieg geschenkt werden, zelebrierten die englischen Profis für die jungen ukrainischen Kicker lehrbuchreifen Fußball zu Anfassen. Jürgen Roos, schon in jungen Jahren zum Idol gereift, versenkte gleich den ersten Angriff der Engländer nach schier unglaublichen Kombinationsspiel, bei dem im Grunde genommen jeder der 10 Feldspieler einen Scorerpunkt verdient hätte, im Tor der Ukraine (5.). Die Ukrainer, geschockt, kamen daraufhin nie recht ins Spiel. England hingegen, nahezu berauscht vom eigenen Können führten spontan dem Fachpublikum schon jetzt die neue Taktik der neuen Saison vor. Noch effektiver, noch stilvoller, noch beispielloser trat diese englische Nationalmannschaft bisher nie auf. Pragmatisch wurde der Verlegensheitschuß von Hommelsheim abgefangen (37.) und direkt in einen fünfminutigen Gegenangriff weitergeleitet, bei welchem der Ball nicht ein einziges Mal zurückgepasst wurde. Es war schon sensationell, wie die Engländer die Ukrainer langsam aber stetig in die eigenen Hälfte einschürten, bevor Schaaf nach 5 Minuten den ersten Schuß aufs Tor versenkte (42.). 2:0 der Habzeitstand, ein ehrfürchtiges Stadion erhob sich von den Sitzen und verabscheidete sprachlos die größte Fußballnation der Welt in die Kabinen. 
In der Halbzeit muß wohl Teamchef Konsensky einige deftige Worte gefunden haben. So gar nicht gefiel ihm die unabgesprochene, vorschnelle Vorführung der neuen Taktik, hat er doch als erfolgreichster Trainer aller Zeiten sicherlich noch einige, unmerkliche, Fehler entdeckt. So beschränkte sich England in der zweiten Halbzeit auf eher pragmatischen Fußball, man ließ sogar dem Gegner zum Anschlußtreffer durch Michael Pleus kommen (53.), nachdem bereits Specht und Erkens auf ukrainischer und Penzkofer auf englischer Seite vergaben. Den Engländern sollten nun die letzten 2 Szenen vorbehalten sein. Axel Collofong, laut Umfragen der Teenistar der englischen Truppe, traf -wie er vor dem Spiel vorhersagte- in der 76. Minute das Lattenkreuz, während Axel Konsensky in der 85. Minute den Endstand zum 3:1 bereitete. Ein Spiel, in dem die junge aufstrebende Truppe aus der Ukrainer sicherlich viel gelernt hat. 

Vor dem zweiten Spiel des Wochenendes hingegen verständigte sich die englische Nationalmannschaft darauf, den sympathischen Polen und deren Fans alle drei Punkte zu überlassen, nachdem trotz des geschenkten Punktes aus dem Hinspiel Polen trotz respektablem Fußballs auf einem Abstiegsplatz zu überwintern drohte. Eine Haltung die Respekt verdient, verabschiedete sich schließlich das englische Team nun bereits zum zweiten Male in Folge vom Traum vom Gewinn der SEL-Meisterschaft. Schon früh schenkte man den Polen reinen Wein ein, Alain Jasper und Michael Bärsch schossen beherzt Jaschkowitz und Forst an, deren Abpraller ließ der englische Keeper mit einer Slapstick-Einlage ins Tor kullern, womit die Polen erleichternden Jubel und die Engländer die Lacher auf ihren Seiten hatten. Befreit und dankbar für diese beiden Tore spielte Polen nun frisch auf, und die Fachpresse konnte dank der englischen Unterstützung sehen, daß hier eine sich entwickelnde Mannschaft spielt, von der man wohl noch viel hören wird. Nach dem Pausentee scherte Michael ´Lichtgestalt´ Weber überraschend aus der Reihe, und zog mit einem Solo das Unverständnis seiner Teamkameraden auf sich, verunsicherte er schließlich die Polen durch seinen Anschlußtreffer zum 1:2 erheblich (53.). Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen, ließen die Engländer gleich im Gegenzug Zimmermann den alten Vorsprung wieder herstellen (54.). Bärsch und Wichmann vergaben die verbliebenen englischen Chancen, in der 71. Minute ließ man Grulich das Torverhältnis der Polen weiter verbessern. 4:1 für Polen hieß es so am Ende. Polen steht nicht mehr auf einem Abstiegsplatz, die englische Schützenhilfe scheint sich nun, nach gut der Hälfte der Saison auszuwirken. Doch nun sind die Polen auf sich allein gestellt. Ein ganzes Stadion und Millionen von Fernsehzuschauern in aller Welt verneigten sich jedoch vor dem großen englischem Herzen. Gerührt von solcher Uneigennützigkeit verkündete nach Spielschluß der englische Ehrenspielführer Alain Jasper seinen Rücktritt vom Rücktritt, worauf englische und polnische Spieler Hand in Hand mit Fans, Stadionpolizei und Journalisten eine Ehrenrunde liefen. Sicherlich eine der schönsten Szenen dieses jungen -bisher noch nicht gesegneten- Jahrhunderts. 

In den drei Freundschaftsspielen gab England den Fußballern aus Armenien, Dänemark und Nordirland die Chance, ihren Idolen einmal hautnah gegenüberzustehen, und bescherte so vielen Profis und deren Angehörigen den wohl schönsten Tag in ihrem Leben. In dem -für England- unwichtigen Spielen, gab es einen Sieg und zwei Niederlagen. 
Gegen Armenien tat sich nur Andreas Feder sehenswert hervor, während Michael, Bärsch, Weber und Boll allesamt vergaben. Die Armenier ließ man durch Beitelhoff und Stück zu zwei Toren kommen, die Steilvorlage des jungen Armeniers Weber konnte jedoch keiner seiner Mannschaftskollegen zum dritten Tor vollenden. 

Auch gegen Nordirland schonte England -noch immer berauscht vom Ukraine-Spiel, seine Kräfte. Stepahn Bierwirth, Neuling aus Italien, schoß jedoch in seinem ersten Spiel gleich sein erstes Tor für sein neues Nationalteam. Für Nordirland waren Döring und Preusse erfolgreich, England griff ein weiteres Mal mit Schaaf an, dessen toller Schuß jedoch nur an den Innenpfosten prallte und kein Engländer bereit zu Einschieben war. 

Mit einem Sieg gegen Dänemark beendete England das Wochenende so wie es es hat beginnen lassen. 3:1 wurden die rot-weissen nach Hause geschickt. Nachdem Roos das 1:0 besorgte, war es wieder der alles überragende Bierwirth, der sein zweites Tor für England machte. Es ist schon fulminat, wie schnell sich der Junge in das englische Team einfügte und ein weiteres -beeinruckendes- Beispiel für das intakte Mannschaftsgefüge der Engländer. Wahrend Feder das 3:0 besorgte, blieb Collofongs tödlicher Pass jedoch ungenutzt. So ließ man den Dänen den Ehrentreffer durch Burger und beendete damit ein erlebnisreiches und zufriedenstellendes Wochenende für den englischen Fussball. 

Fünf Spiele, zwei Siege, drei Niederlagen. Mit einem großen Herzen haben die Engländer in ganz Europa noch mehr Sympathien gewonnen. 

Michael Bärsch

Sind Englands Profis zu satt?

06.12.01 - Sind Englands Profis zu satt? Diese Frage muss nach den am vergangenen Wochenende gezeigten Leistungen ernsthaft diskutiert werden. Einem einzigen Sieg stehen, sage und schreibe, 3(!) Niederlagen gegenüber. 

Im Spitzenduell gegen die Kicker der iberischen Halbinsel wurde von Beginn an klar, dass sich hier die mit Abstand besten Mannschaften Europas zum Duell eingefunden haben. Nachdem die Anfangsnervosität abgelegt wurde, nahm England das Heft in die eigene Hand und spielte sich einige Grosschancen heraus, die aber allesamt ungenutzt verstrichen. 
In der 32.Minute kam es dann, wie es kommen musste. Nach einer fragwürdigen Foulentscheidung, legte sich Junker den Ball 20 Meter vor dem englischen Tor zum Freistoss zurecht. Der schwache geschossene Freistoss wurde dabei so unglücklich vor der englischen Mauer abgefälscht, dass dieser den englischen Keeper auf dem falschen Fuss erwischte. So trudelte der Ball zum schmeichelhaften spanischen Führungstreffer ins Gehäuse. 
In der Folgezeit wurde das spanische Team in der eigenen Hälfte eingeschnürt, aber es dauerte bis zur 50.Minute bis die Angriffsbemühungen Früchte trugen. Nach einem unwiderstehlichen Lauf entlang der rechte Aussenlinie erkannte Schaaf, dass der spanische Torwart auf eine Flanke spekulierte. Mit all seiner Cleverness spitzelte Schaaf den Ball mit Effet direkt in die kurze Ecke zum mehr als verdienten Ausgleich. 
Es mag im Nachhinein als Fehler gewertet werden, aber Trainer Kosensky setzte nach diesem Tor durch die Einwechslung eines zusätzlichen Stürmers alles auf eine Karte, da ein Remis gegen die bis dato verlustpunktfreien Spanier einer Niederlage gleichkommen würde. So eröffnete sich ein mehr oder weniger offener Schlagabtausch, in dem das englische Team die besseren Karten zu haben schien. Nichtsdestotrotz sah sich die englische Abwehr nach spanischen Kontern immer häufiger Unterzahlsituationen ausgesetzt. In der 79.Minute stand dann ausgerechnet der Spanier Reiss, dessen Karriere in Deutschland vor einigen Spielzeiten schon auf der Kippe schien, nach einem Befreiungsschlag auf einmal mutterseelenallein vor dem englischen Tor. Der englische Keeper versuchte die Situation noch zu retten, aber bei Hinauslaufen blieb er mit seinem linken Fuss derart unglücklich im Rasen stecken, dass er sich das Knie verdrehte und mit Verdacht auf Kreuzbandriss liegen blieb. Reiss konnte somit den Ball ins leere englische Tor schieben. 
Die letzten 10 Minuten des Spiels waren ein einziger englischer Sturmlauf auf das spanische Tor. Der verdiente Lohn blieb jedoch aus, so dass die Niederlage nicht mehr abgewendet werden konnte. 

Die unglückliche Niederlage im Duell gegen die Spanier schien das englische Nationalteam nachhaltig getroffen zu haben, so dass es im kommenden Spiel in Griechenland zu einem unvergleichlichen Fiasko kam. 
Aufgrund der schweren Verletzung des etatmässigen Keepers schien das unter normalen Umständen als Pflichtaufgabe zu bezeichnende Duell gegen Griechenland aber bereits mit einem Riskio behaftet zu sein. Schliesslich verdient der englische Ersatzkeeper bei einem griechischen Topclub seine Brötchen. 
So vergingen noch nicht einmal 4 Minuten, bis der neue Keeper im englischen Gehäuse bereits zwei mal gepatzt hatte. Nach einer Ecke von Muster boxte sich der unbeholfene Torwart den Ball ins eigene Tor und nach Wiederanpfiff war es erneut Muster, dessen Fehlpass in die Spitze den englischen Keeper erreichte. Der Abschlag-Versuch misslang jedoch derart krass, dass der Torwart den Ball komplett verfehlte, so dass dieser zum 2:0 für Griechenland ins Tor kullerte. 
Obwohl ebenfalls völlig von der Rolle, erarbeitete sich das englische Team ein deutliches Übergewicht, bis Towart-Fehler Nr.3 den Bemühungen einen erneuten herben Rückschlag versetzte. Der englische Keeper sah es nun als notwendig an, während des Spiels seine Handschuhe am Seitenrand zu wechseln, so dass Skusa den Ball in Höhe der Mittellinie nur ins leere Tor zum 3:0 zu lupfen brauchte. 
Diese neuen Handschuhe stellten sich dann aber als so gut heraus, dass der englische Torwart den Ball bei der nächsten Prüfung, eine harmlose Flanke, durch die Hände gleiten liess und damit in der 32.Minute den Zwischenstand von 0:4 besiegelte. Trainer Kosensky hatte nun genug gesehen und nahm den Ersatzkeeper vom Platz und stellte den dritten Torwart ins englische Gehäuse. 
Die Auswechslung schien Signalwirkung zu haben, denn bereits in der 43.Minute gelang Penzkofer mit einem Dropkick aus 13 Metern der sehenswerte Anschlusstreffer zum 1:4. 
In der zweiten Halbzeit müssten die Fans hinter dem englischen Tor eigentlich ihr Geld zurückforden, denn das Spiel fand ausschliesslich in der griechischen Hälfte statt. Mit einer 10er-Abwehrkette war jedoch für das englische Team kein Durchkommen, obwohl die Anzahl der hundertprozentigen Chancen erneut durchaus gereicht hätten, um das Spiel noch einmal umzudrehen. Es passt einfach in das momente Bild, dass England gegen diesen Gegner eine derartige Niederlage hinnehmen musste. 

Der einzige Sieg des englischen Teams konnte gegen das "Über-Team" von den Faröer-Inseln verbucht werden. Als Ergebnis der zuletzt desaströsen Leistungen, stellte sich Trainer Kosensky der Verantwortung und platzierte sich selbst in die Anfangsformation. Der Erfolg dieser Entscheidung liess nicht lange auf sich warten. In der Frühphase des Spiels nahm sich Kosensky den Ball in der eigenen Hälfte und startete einen Alleingang, umdribbelte dabei 5 Gegenspieler, umkurvte den herausstürzenden gegnerischen Torwart und schob den Ball zum Führungstreffer ein. Kosensky nahm auch in der Folgezeit die Regie des Spiels an sich und setzte gekonnt die eigenen Mitspieler in Szene. So profitierte Baersch von einem Zuckerpass Kosenskys in die Spitze und liess dem Torwart erneut durch einen strammen Schuss in die lange Ecke keinerlei Abwehrchance. 
Dass bis weit in die zweite Hälfte hinein kein weiterer Treffer für England fiel, ist der Tatsache zuzuordnen, dass man sich erneut an der eigenen Klasse berauschte und nach den letzten Niederlagen das Publikum mit einigen Kabinettstückchen zu entschädigen versuchte. Der Anschlusstreffer für die Faröer-Inseln durch Krause nach einem Missverständnis in der englischen Abwehr, hatte dann aber den positiven Nebeneffekt, dass England eine Schlussoffensive einleitete, die mit einem herrlichen Treffer in der 90.Minute belohnt wurde. Schaaf, einer der wenigen, die sich am vergangenen Wochenende etwas Kredit erspielen konnten, nahm einen Eckball in Höhe der 16-Meter-Linie volley und traf unhaltbar zum 3:1-Endstand. 

Als Trauerspiel muss das abschliessende Andorra-Spiel gewertet werden. Hier muss sich der englische Verband erneut die Frage nach der Sinnhaftigkeit solcher Spiele gefallen lassen. Es ist ja eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung, Fussball-Entwicklungsländer dadurch zu fördern, dass einmal das Fussball-Mutterland herausgefordert werden kann, aber die vorangegangen Niederlagen in der NM-Liga dürften überdeutlich demonstriert haben, dass Freundschaftsspiele gegen die grossen Fussball-Nationen bevorzugt werden sollten. 
Dass England in einem solchen Spiel eigentlich wieder nur verlieren kann, wurde nach wenigen Minuten bereits deutlich. Die andorranische Equipe ging mit einer überaus passiven Taktik in dieses Spiel, obwohl man sich auf heimischem Terrain befand. Englands Motivation, ein kräftezehrendes Offensivspiel aufzuziehen, hielt sich dann auch deutlich in Grenzen, zudem Mitte der ersten Halbzeit genau das eintrat, was dem Spiel am wenigsten gut getan hätte. Bei dem einzigen vorsichtigen Angriff Andorras traf Lucas nach einem Eckball aus dem Gewühl ins englische Tor zum Führungstreffer für Andorra. Die defensive Spielweise Andorras entwickelte sich daraufhin zum fast schon vergessen geglaubten Catenaccio. Bis zum Abpfiff rannte das englische Team vergebens an. Pech und der Mangel und Motivation verhinderten den unter normalen Umständen Ausgang des Spiels in die andere Richtung. 

Das Fazit der letzten Spielrunde ist offensichtlich. Um die Spitzenposition des englischen Fussballs auf der Nationalmannschafts-Ebene nicht weiter zu gefährden, müssen Konsequenzen gezogen werden. Jeder einzelne ist jetzt gefragt, damit es nicht zur Regel wird, dass zweitklassige Nationen die momentane Schwäche Englands zu weiteren Überraschungserfolgen nutzen. 

Volker Klug

Trübes Novemberwochenende wird Anschauungsunterricht

06.12.01 - Vier Spiele - Wieder keine Niederlage der englischen Nationalmannschaft - Einmal mehr wurde ein trübes Novemberwochenende zu einem Anschauungsunterricht in Sachen Athletik, Disziplin und Souveränität. Seit nunmehr 11 Spielen ist die Nationalmannschaft ungeschlagen, und schickt sich an, am nächsten Wochenende die bisher sensationell verlustpunktfreien Spanier zurück in die Realität zu holen. 

Gegen Österreich beließen es die englischen Kicker diesmal mit einem 1:1 Unentscheiden. Axel Collofong, seit Jahren ein zuverlässiger und ansehnlicher Spieler, besorgte schon mit dem ersten angriff nach 8 Minuten die englische Führung durch einen satten Schuß ins linke obere Toreck. Während sich lähmendes Entsetzen im weiten Wiener Rund ausbreitete, spielte England weiter frisch auf, vergab jedoch weitere Chancen durch Andreas Michael, Jörg Wichmann und Jens Orlik knapp bzw. schuldlos. Österreich ließ man durch Schmid und Eschbaumer vor die Tore Englands kommen, gestattete aber nur Krause den Ausgleichstreffer nach uneigennütziger Mithilfe des englischen Keepers (63.) Auch dem armen Kampel, bislang von der englischen Abwehr völlig abgemeldet, ließ man in den letzten Sekunden noch eine Torchance, welcher dieser aber in form des gentlemans-agreement in die Arme des Englischen Schlußmanns rollen ließ. 1:1 gegen Österreich - Österreich konnte und England wollte nicht mehr, zu wichtig und historisch sollte das nächste Spiel gegen Irland sein, als daß teure englische Fußballerbeine sich wegen läppischen zwei punkten verausgaben. 

Gegen den -sogenannten- Angstgegner aus Irland, zeigte das englische Team eindrucksvoll das die Phrase eines solchen "Angstgegeners" nur aus der ausländischen Presse kommen kann und die Verbindung der Begriffe "England" und "Angstgegner" in sich nicht schlüssig sondern eher auf besonders extreme Art divergent anzusehen ist. Teamchef Konsensky hielt zu dieser Disharmonie in Bezug auf die verzweifelten Versuche der ausländischen Presse, die größte Fussballernation unseres blauen Planeten kleinzureden, einen anderthalbstündigen öffentlichen Vortrag vor dem Spiel, zu dem bereits alle 80.000 Plätze besetzt waren. Tief beeindruckt von dieser -aus medien- und kommunikationswissenschaftlicher Sicht-sensationellen Analyse verschliefen die intellektuellen Kicker der Insel die erste Halbzeit völlig und überließen Hähnle den Führungstreffer für die Iren (32.) nachdem bereits Gress eine Chance leichtfertig vergab. Auch Kersten konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen und scheiterte kurz vor der Pause am englischen Keeper. Erst nach dem Pausentee, als die englischen Spieler Zeit fanden mit Teamchef Konsensky über seine Thesen zu diskutieren, setzte das englische Team auf sensationelle Art und Weise die Anweisungen des Teamchefs um. Konsensky selber leitete den Torreigen ein (50.) und nachdem Michael ´Lichtgestalt´ Weber und Volker Klug weitere Chancen vergaben, schossen Schaaf (75.) und Roos (87.) England zu einem nie gefährdeten Sieg. In der Nachspielzeit erlaubte man Melanie Haker wieder einen Treffer gegen das Fußballmutterland. Ihr dritter Treffer im dritten Spiel - eine nette kleine Tradition, welche die Engländer da erhalten und als Zeichen für Völkerfreundschaft in aller Welt begrüßt wurde. 3:2 für England - kein Spiel für die Geschichtsbücher, aber in Bezug auf das nächste Wochenende ein Big Point. 

Mit zwei weiteren Freundschaftsspielen ließ England das Wochenende ruhig und gemütlich am Mittelmeer ausklingen. Begnügte man sich im Vergleich mit Malta noch mit einem 1:1 durch Tore von Starke und Jasper, schlug man Zypern trotz Sonnenbrandes mit 2:1. Schoellhammer besorgte das 1:0 für die Südhälfte des geteilten Landes, während Ritz, Starke und Vollenberg, der für eine völlig übermotivierte Nadja Bertermann ins Spiel kam, Brandes Vorlage nciht nutzen konnten. Auf englischer Seite waren einmal mehr Feder und Klug erfolgreich. Bärsch und Konsensky wollten in Anbetracht der sommerlichen Temperaturen Boll´s Vorlage nciht vollenden. 

4 Spiele, 8 Punkte, 7:5 Tore. Einmal mehr herrschte Langeweile in den Wettbüros ob der frappierenden englischen Konstanz. In dieser Form dürfte sogar das sogenannte "Spitzenspiel" gegen den Tabellenführer aus Spanien ein klare Angelegenheit sein. 

Michael Bärsch

Am Wochenende nicht besiegt

06.12.01 - 4 Spiele stand am vorvergangenen Wochenende auf dem Programm und das englische und internationale Presseecho dürfte mehrheitlich positiv ausfallen, da das englische Team in allen Spielen nicht besiegt werden konnte. 

Wer gedacht hätte, das englische Team würde vergangene Niederlagen einfach so vergessen, der sah sich in der Begegnung gegen Israel erneut getäuscht. Hatte die englische Niederlage gegen Israel in der letzten Spielzeit noch den Vorteil, dass zumindest den tölpelhaften Schotten die Möglichkeit einer nie verdienten Meisterschaft verbaut wurde, so mussten bei dem erneuten Aufeinandertreffen wieder englische Interessen wahrgenommen werden. 
Das englische Team startete sodann auch von Beginn an einen Sturmlauf auf das israelische Tor, so dass sich dem neutralen Beobachter die Frage stellte, welche Nation denn nun wirklich Heimrecht genoss. Folgerichtig fiel in der anfänglichen Drangperiode auch der Führungstreffer für das Fussball-Mutterland. Nachdem Coach Kosensky seine Spieler dazu anhielt, die vielen Unzulänglichkeiten des israelischen Keepers durch Fernschüsse auszunutzen, nahm Orlik in der 21.Minute sein Herz in beide Hände und drosch den Ball aus 25 Metern in die Maschen des israelischen Gehäuses. Leider wirkte sich der Treffer für die unmittelbare Folgezeit kontraproduktiv aus und das englische Team berauschte sich zu stark an der eigenen Technik und verursachte durch wiederholte Kabinettstückchen unnötige Provokationen in Richtung des Gegners. So scheiterte der englische Keeper bei dem Versuch, nach einem Rückpass den israelischen Mittelstürmer Bratbecker zu tunneln, so dass dieser in der 25.Minute ins leere englische Tor einschieben konnte. 
Augen- und Ohrenzeugen sprechen noch eine Woche später von dem Donnerwetter in der englischen Kabine, mit dem Kosensky seinen Mannen für die 2.Halbzeit mehr Disziplin abverlangte. Hochmotiviert bis in die Haarspitzen verstand es zu Beginn des Seitenwechsels dann vor allem Weber sich mit seinem oft unorthodoxen aber effektiven Spiel Respekt zu verschaffen, so dass beide Gegenspieler, die mit seiner Bewachung beauftragt wurden, mit Verdacht auf Gehirnerschütterung und Kniescheiben-Trümmerbruch ausgewechselt werden mussten. Frei von direkten Gegenspielern, fiel es Weber dann in der 50.Minute leicht, den Ball in Höhe des gegnerischen 16-Meter-Raums seelenruhig anzunehmen, den linken oberen Winkel des gegnerischen Tores anzuvisieren und mit dem Aussenrist über den Keeper hinweg zum 2:1 zu schlenzen. Danach beruhigte sich das Spiel ein wenig und das englische Team konnte seine Kräfte für künftige Aufgaben schonen, so dass der Schiedsrichter nach exakt 90 Minuten mit seinem Abpfiff den nie gefährdeten englischen Sieg besiegeln konnte. 

Die nächste Aufgabe gegen die Zwergstaatler aus Luxemburg wurde ebenfalls nur als mittelmässige Herausforderung erwartet, so dass Coach Kosensky auf frische Kräfte vertraute und den Stars aus der Premier League eine Pause gönnte. Leider wurde der Angriffsschwung der "jungen Wilden" im englischen Team bereits in der 1.Minute durch einen herben Rückschlag erst einmal unterbunden. Ein kapitaler Abwehrfehler, der aus der noch fehlenden Abstimmung im Dreier-Abwehr-Verbund resultierte, führte dazu, dass Luxemburgs Andrae plötzlich mutterseelenallein vor dem englischen Gehäuse stand. Andrae trat zwar bei seinem Torschuss in den Rasen. Dies führte doch zu einer derart krummen Flugbahn des Balles, so dass der englische Torwart auf dem falschen Fuss erwischt wurde und somit der Gegentreffer unvermeidbar war. Wütende Gegenangriffe waren die Reaktion des jungen englischen Teams und der verdiente Lohn zeigte sich bereits in der 9.Minute, als Roos im gegnerischen Strafraum, mit dem Rücken zum Tor stehend, den Ball hochhielt und mit einer schnellen Bewegung per Seitfall-Zieher einen Treffer Marke "Tor des Monats" erzielte. 
Unverständlich eigentlich, warum das junge Team den frischen Wind nicht zu weiteren Toren nutzen, sondern im Gegenteil in der 14.Minute bereits ausgekontert werden konnte, nachdem sich bei dem vorangegangen Angriff alle Defensivspieler einschalteten und somit die Absicherung nach hinten vergessen wurde. So stand der englische Torwart erneut vor einer 1-gegen-1-Situation. Dabei profitierte der Luxemburger Bauer davon, dass sein erster Schussversuch den Torwart genau im Gesicht traf und diesen damit ausknockte. Der zweite Versuch traf dann nach dem rechten Innenpfosten letztendlich das Tor. 
Positiv in dieser Begegnung anzumerken war der nun folgende Spielablauf, als die Routiniers Schaaf und Boll die Organisation des Spiels an sich nahmen. Und so war es dann auch in der 25.Minute Schaaf, der sich nach einer gekonnten Einzelaktion bis in den Strafraum durchtankte und dem gegnerischen Torwart mit einer geschickten Körpertäuschung nicht den Hauch einer Chance liess. 
Dass es in der Folgezeit nicht zu weiteren Treffern des englischen Teams reichte und man sich mit einem Remis begnügen musste, muss in der Spielanalyse eindeutig bemängelt werden. Das Remis mag in der Endabrechnung für den Meistertitel reichen, aber gegen höherklassigere Gegner als Luxemburg kann sich die mangelhafte Chancenverwertung deutlich negativer auswirken. 

Nach den hauptsächlich positiven Ligaergebnissen, konnte sich das englische Team noch kurz erlauben, die putzigen Belgier in einem Freundschaftsspiel zu verspeisen. Schon früh markierte Dauerbrenner Jasper in den Anfangsminuten der Partie mit einem direkt verwandelten Eckstoss den Führungstreffer zum 1:0 und in der Folgezeit war das englische Team dem nächsten Tor weitaus näher als die Belgier einem Ausgleichstreffer. Dass dieser Treffer dann doch viel, ist der mangelnden Konzentrationsfähigkeit in Englands Reihen kurz nach Beginn der 2.Halbzeit zuzuordnen, die gegen diesen Gegner auch normalerweise keinen grösseren Schaden anrichten sollte. Der Verzweiflungsschuss von Beermann traf dann jedoch unglücklich den englischen Pfosten und von dort aus prallte der Ball an den Hinterkopf des verdutzten englischen Keepers und dann ins Tor. 
Anschliessend setzte sich im englischen Team die Meinung durch, dass ein anderes Resultat als ein englischer Sieg gegen Belgien das Fussball-Mutterland der Lächerlichkeit in Europa preisgeben würde und so legte England auch prompt einen Gang zu. Nach herrlicher Vorarbeit von Wichmann, der sich an der rechten Aussenlinie gegen gleich 3 Gegner durchsetzen konnte, wuchtete Michael den Ball per Kopf ins belgische Tor zum 2:1-Endstand. 

Im letzten Spiel war die grösste Überraschung schon vor der Begegnung gegeben. Es muss eine Menge Geld in Richtung des englischen Fussballverbands geflossen sein, dass man sich bereit erklärte, diesen Gegner zu akzeptieren. Die Alpenjodler, die im europäischen Fussball bestenfalls als Entwicklungsland gelten, kündigten bereits an, die Begegnung als ihr "Spiel des Jahres" anzusehen und mit teilweise nicht ganz gesunder Härte aufzutreten. 
Die deutlichen Motivationsproblemen auf englische Seite gegen diesen dürftigen Gegner traten dann schon in der Startphase des Spiels offen zutage. Ösi Schmied, den kein englischer Abwehrspieler so recht angreifen wollte, versuchte es dann mit einem Schuss aus 30 Metern. Dieser Schuss verunglückte zwar und kullerte Richtung englisches Tor. Durch einen Platzfehler im 5-Meter-Raum jedoch begünstigt, fand das Schüsschen dann dennoch kurioserweise seinen Weg ins englische Tor. Belustigt von der Absurdität dieser Szene, entwickelte das englische Team noch weniger Initiativen für das Spiel, bis Trainer Kosensky die einzelnen Spieler in der Halbzeitpause darauf hinwies, dass eine Niederlage gegen Österreich auch in einem unbedeutenden Freundschaftsspiel keinesfall akzeptabel sei. So folgte Penzkofer kurz nach Beginn der 2.Halbzeit auch diesen Worten und liess mit einem seiner gefürchteten Dribblings die österreichische Abwehr wie eine unterklassige Schülermannschaft aussehen und schob am unbeholfenen Torwart zum Ausgleich ein. 
Dass das englische Team in der Folgezeit keineswegs gewillt war, sich unnötig zu verausgaben, war mehr als offensichtlich, so dass man mit diesem Remis den Ösis einen Achtungserfolg zugestand. 

Insgesamt darf die Serie "4 Spiele ohne Niederlage" durchaus als Teilerfolg gewertet werden, wobei der Sprung an die Tabellenspitze der NM-Liga nur eine Frage der Zeit sein dürfte. 

Volker Klug

Englisches Team begeistert Millionen

06.12.01 - 4 punkte in den pflichtspielen und 3 sehenswerte tore bei einembenefiz-freundschaftsspiel gegen irland – das englische team ist nicht nur aufdem weg nach oben, es begeisterte auch millionen von fernsehzuschauern in ganz europadurch sicheres kombinationsspiel, schöne tore und einen hauch von extravaganz. 

überließ man letzte saison noch großherzig dem kriesengeschüttelten nahem ostentreuhänderisch die trophäe des SEL-meisters ließ eine ganze fußballnationkeinen zweifel, dass dieses jahr der meister nur aus england kommen kann. 

zum auftakt gegen das junge aufsteigerteam aus polen begnügte sich england miteinem unentschieden. Zu offensichtlich war das spiel der engländer auf eine längerfristigetaktik ausgelegt, wollte man den unerfahren polen nicht gleich eine packungmitgeben, damit sie dann demoralisiert gegen direkte konkurenten der engländerauflaufen. 
so tat england während der gesamten 90 minuten nur das nötigste um sichwarmzuhalten und jeder engländer gab seinem direkten gegenspieler weiten raumum sich aus sicherer entfernung die jüngere spielergeneration einmal anzusehen.Großherzig gab man so ebenjener auch die Gelegenheit, sich dem westlichenTransfermarkt anzubieten, was jedoch an dem Respekt der Polen vor dem wahrenMeister der vergangenen Saion scheiterte. Die englische Spieler stolpertenabsichtlich, liefen bewußt in die falsche Richtung und inszenierten während desSpiels eine Diskussion untereinander damit das Spiel für Polen nicht zu einempeinlich denkwürdigen Fehlpassfestival wird. Schließlich band sich Wichmann imStrafraum die Schuhe um Polen endlich durch Heinz zum Führungstreffer gelangenzu lassen (16.). Die Polen –nun etwas befreiter- konnten fortan auf dieMithilfe der Engländer verzichten und schafften es nun aus eigener Kraft dieBälle in den eigenen Reihen zu halten. Raumgewinne waren jedoch selten undwenn, dann nur im Millimeterbereich meßbar. Als nach zwanzig Minuten ohnebesondere Vorkommnisse –kein eingreifen der engländer, keine eigenen fehlpässeder polen mehr- der COOL-Vorstand eigens eine Sondersitzung einberief, um überdas Verbot des Zeitspiels zu debattieren, nahm Boll den Ball im Strafraum indie Hand, um den Polen die Möglichkeit zu ermöglichen, Strafstöße auch inWettkampfumgebung zu üben. Nachdem die Polen minutenlang ausknobelten, wer sichdem Torwart-Ungeuher der Engländer opfert, zitterte sich christan knoblich zumominösen Punkt. Beherzt hämmerte er mit der kiecke den Ball genau auf denTorwart, welche ihn mit einem großartigen Reflex an die Lattenunterkante lenkteum dann auf Kopetsche zu warten der die kugel ins tor schob. (37.) 
Nach der Pause, wollte nun England den Polen einiges bieten und drehte großauf. Schaaf markierte 10 sekunden nach wiederanpfiff den anschlußtreffer (46.).die angriffslawine rollte nun ungebremst auf das polnische tor und nur 6minuten und 2 chancen (Wichmann, Boll) später stritten sich Sprengepiel undKlug, wer den Ausgleich den Polen einschenken muß und zelebrierten so aufunfreiwillige weise einen dreifachen doppelpass ehe dann Klug ein Loch in dasTornetz schoß. (52.) Weiter führten die Engländer Kombinationsfußball vomfeinsten vor, ließen den Polen durch Grulich noch eine Quotenchance,verschonten sie jedoch wie verabredet vor dem Siegtor. 
Bemerkenswert auch die Reaktion der englischen Fans während der 1. Halbzeit.Werden ehrliche und aufrichtige Fußballprofis andernorts leider viel zu schnellals „scheiß millionäre“ oder gar „Abzocker“ tituliert, stellten diefachkundigen fans der engländer wieder einmal ihre kompetenz unter beweis,erkannten und unterstützen lautstark die taktik ihres teamchefs volker klug.die polnischen anhänger verhielten sich mucksmäuschen still. zu dankbar war manengland für ein 2:2. 

Kein Erbarmen kannte man hingegen mit Lieblingsfeind Schottland. Michael„Lichtgestalt“ Weber –in der Liga kaum in Form gekommen- fühlt sich in derNationalmannschaft offensichtlicher wohler und rückte schon nach 5 minuten dieverhältnisse zu recht únd markierte mit einem unglaublich anmutigen solo das0:1 für england. Um vor allem die PayTV Zuschauern nicht zu verprellen und dasSpeil nicht zu schnell zu langweilig werden zu lassen, eröffnete man nun denSchotten einige Möglichkeiten. Während Zach noch vergab, machte Roellkens esbesser und versenkte die Kugel nach einem Eckstoß im Netz. Auch Dzionsko warnah dran am Tor, gab dann doch zu Hammer ab, der den Ball Richtung Eckfahneschickte. Nun hätte die große Stunde des neuen Mit-Pressesprechers Bärschwerden können. Nachdem das Spiel kurz unterbrochen worde, um werbewirksam dieNachricht seines Engagements zu veröffentlichen und seine Ehefrau mit Blumenbedacht wurde, spielte er die gesamte schottische abwehr in Grund und boden,vergaß jedoch den Pfosten und wurde so zum tragischen helden. Lipold vergabeine weitere Chance für die Schotten, mit sicherheit ahnend, dass Collofong ehim gegenzug das Siegtor für die Engländer erzielen würde (75.) 2:1 inSchottland – ein in dieser Höhe nicht gerechter Sieg der Engländer. 

In einem spontan ausgerichteten Freundschaftsspiel mit Irland zu Gunsten einesSpendenfonds für die Wissenschaftler, die 4 jahre lang versentlich mit Kuh-statt Schafshirnen experimentierten (die Zeitungen berichteten) gelang beidenteams ein fussballfest bei dem das ergebnis nur eine unwesentliche rollespielte. Jasper, Kosensky und Orlik markierten wunderschöne Treffer für dieEngländer, für Irland waren Arellano und Richenbacher mit einem Doppelschlagnach 3 Minuten sowie Reiff und Spreng erflogreich. Erfreulich auch, dass dasskandalspiel der letzten Saison (4:2 für Irland) keine rolle mehr spielte. 

2:2, 2:1 und 3:4, die dominanz der engländer hat sich diese woche nicht in den nakten zahlen ausgedrückt. Der 1. Platz in der SEL scheint für die nächstenspieltage den engländerns reserviert zu sein. Dann wird Teamchef Klug wohl auchnicht um Roos herumkommen, der in jedem spiel nur auf der ersatzbank platznehmen mußte, jedoch den trainingsleistungen nach in jedem spiel für ein torgut gewesen wäre. 

Michael Bärsch