Schottland
     

 

 
25.-28. Spieltag War das die Wende? NEU 20.12.01
21.-24. Spieltag Schiedsrichter im Zwielicht 13.12.01
17.-20. Spieltag Team Scotia schwer gebeutelt 06.12.01

 
 
War das die Wende?

20.12.01 - Schottlands Nationalmannschaft punktet wieder! Angesichts der mehr als prikären Tabellensituation in der Super Euro League scheinen die Bravehearts ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt doch noch wahren zu wollen.
Am 13. Spieltag trat das Team Scotia den Kurztrip über die Irische See in die Republik Irland an. Schon kurz nach dem Anpfiff wurde auch dem letzten Zuschauer klar, was ihm an diesem Tag geboten würde: Ein Kampfspiel. Die erste Viertelstunde war geprägt von vielen kleinen Nicklichkeiten und eher wenigen Torszenen. Mit einem 0:0 verabschiedeten sich die beiden Teams in die Pause. Dann der Paukenschlag nach dem Wiederanpfiff. Der Irische Keeper unterschätzt eine verunglückte Flanke von Schottlands Nr. 15 Martin Schneider. Der Ball trifft mit viel Effet den Innenpfosten, und Schottland führt ab der 46. Minute mit 1:0, zu diesem Zeitpunkt ein wenig überraschend. Doch Irland steckte nicht auf. In der 61. Minute kann Markus Haehnle eine sehenswerte Einzelleistung zum verdienten 1:1-Ausgleich nutzen. Bei diesem Endstand blieb es denn auch, ein gerechtes Unendschieden.
Der 14. Spieltag brachte den Schotten ein Abstiegsduell. Mit Luxemburg kam ein direkter Konkurrent um den Klassenerhalt nach Schottland. Schnell entwickelte sich auch hier eine kampfbetonte Partie, wobei für Schottland Wolfgang Roellkens (5.) und Thomas Liepold (26.) gute Einschussmöglichkeiten vergaben. Doch wer die Schotten kennt, weiß, dass oft die zweite Halbzeit entscheidet. So auch diesmal. Die Uhr zeigt die 46. Spielminute an, als es einmal mehr Magnus Daum ist, dessen überragende Kopfballstärke zum Torerfolg führt. Ein zu kurzer Abschlag des Luxemburger Torhüters landet postwendend wieder im Strafraum der Gäste und auf dem Scheitel Daums und von da im Tor der Gäste, es steht 1:0 für die Gastgeber. Doch das Team aus Luxemburg steckt nicht auf, im Gegenteil. Die Schotten lassen sich mehr und mehr in die eigene Hälfte drängen. In der 65. Minute nutzt Konstantin Heinze einen Stellungsfehler der schottischen Hintermannschaft und schlenzt das Leder am völlig verdutzten Keeper vorbei zum 1:1. Offensichtlich war das das Zeichen, auf das die Gastgeber gewartet hatten. In der Folgezeit werden die Zuschauer Zeugen eines beeindruckenden Schottischen Sturmlaufs. In der 80. Minute ist es Erich Meier, der einen Freistoß aus ca. 21 Metern Torentfernung unhaltbar zum 2:1 verwandelt. Wer nun erwartet hat, das Schottland nur noch auf Halten spielt, sieht sich getäuscht. Die Kiltträger stürmen weiter. Das 3:1 durch den abermals überzeugenden Martin Schneider nach einem bemerkenswerten Alleingang fiel dann mit dem Abpfiff.
Sicherlich gibt es noch keinerlei Grund zur Euphorie, aber mit der gezeigten Leistung können die Schotten erhobenen Hauptes und mit ein wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt in die verbleibenden vier Spiele der Super Euro League gehen.

Marcus Dzionsko

Schiedsrichter im Zwielicht

13.12.01 - Die Spieltage 11 und 12 der Super Euro League standen aus Schottischer Sicht ganz klar im Zeichen der Referees.
Am 11. Spieltag kam es zum Traditionsduell zwischen dem nominellen und dem tatsächlichen Mutterland des Fußballs. Schon vor dem Anpfiff gab es heftige Proteste des Schottischen Teams, spielte der Torhüter der Engländer mit der gleichen Trikotfarbe, mit der auch das Unparteiischen-Gespann den Rasen betrat. Allen Protesten zum Trotz begann die Partie pünktlich. Gleich in der ersten Spielminute gab es die nächste Aufregung. Chris Penzkofer streckt beim Kopfballversuch seinen linken Arm heraus, der Ball springt ihm an den Oberarm und von da aus über die Torlinie. Das Tor wird gegeben, es steht 1:0 für England. Noch in der gleichen Spielminute die nächste zumindest fragwürdige Situation. Wieder ist es Penzkofer, der stark abseitsverdächtig das Leder aus 11 Metern Entfernung zur frühen 2:0-Führung für das Drei-Löwen-Team einnetzt. Das Schottische Team ist ganz offensichtlich geschockt, die Hintermannschaft in heller Aufregung. So gelingt es dann Michael Weber in der fünften Minute, einen Abpraller zum 3:0 für England zu versenken. Das Spiel scheint gelaufen. Doch Schottland steckt nicht auf. Jetzt endlich geht ein Ruck durch die Mannschaft und der Rest der ersten Hälfte gestaltet sich offen. Wir wissen nicht, was die Schotten im Pausentee hatten, aber es zeigte Wirkung. Die Englische Mannschaft ordnet sich noch, als Marcus Dzionsko sich das Leder in der 46. Minute am gegnerischen Strafraum erläuft. Die schöne Einzelleistung schließt die Nr. 13 der Schotten mit dem zu diesem Zeitpunkt überfälligen 1:3 ab. Neun Minuten später taucht Erich Meier völlig frei vor dem konsternierten Englischen Schlussmann auf und lässt ihm keine Chance –2:3, der Anschlusstreffer für die Schotten und ein ganz klares Angriffssignal. Alle Zeichen stehen jetzt auf Sturm, das Spiel verlagert sich mehr und mehr in die Englische Spielhälfte. Doch die Englischen Stürmer lassen sich die Konterchancen nicht entgehen. In der 67. Minute kann Henning Schaaf einen solchen Konter zum 4:2 abschließen. Nun scheint sich die Schottische Mannschaft in ihr Schicksal ergeben zu haben. So war es kein Wunder, als Alain Jasper in der 71. Minute den 5:2-Endstand herstellte.
Am zwölften Spieltag war dann die Ukraine zu Gast in Schottland. Und wieder sieht es zunächst nach einem Debakel für die Kiltträger aus. In der 5. Minute kann Michael Pleus einen Stellungsfehler der Schottischen Hintermannschaft zur frühen Führung für die Osteuropäer nutzen. Doch diesmal behält die Schottische Mannschaft einen kühlen Kopf. Nach dem Wiederanstoß schnappt sich Magnus Daum den Ball, überläuft das überraschte Ukrainer Mittelfeld und zieht aus 20 Metern ab. Unhaltbar für den Ukrainischen Keeper schlägt der Ball im Winkel ein – 1:1 in der 6. Minute. In der 33. Minute ist es der lange Zeit glücklose Thomas Liepold, der nach einem bösen Faul an Martin Schneider den fälligen Freistoß zum 2:1 in die Maschen jagte. In der zweiten Hälfte wurden die Ukrainer zwar stärker, aber schlussendlich reichte Schottland eine mittelmässige Vorstellung, um das 2:1 über die Zeit zu retten.
Wieder einmal haben frühe Gegentore zur starken Verunsicherung im Schottischen Team geführt. Hier bleibt für den Coach noch eine Menge Arbeit.

Marcus Dzionsko

Team Scotia schwer gebeutelt

06.12.01 - Am 9. Spieltag der Super Euro League hatte die momentan krisengeschüttelte schottische Nationalmannschaft Spitzenreiter Spanien zu Gast. Die Südeuropäer hatten allen Grund, selbstsicher aufzutreten. Zum einen, weil diese Saison bis dato hervorragend für die Iberer gelaufen ist, zum anderen, weil die Gastgeber in dieser Spielzeit noch nicht an die Form früherer Jahre anknüpfen konnten.
Doch die Schotten hatten sich viel vorgenommen. Die Spieler nahmen die Herausforderung an und erkämpften sich einen deutlichen Feldvorteil. Folgerichtig konnte Andreas Loos in der 26. Minute zum 1:0 einnetzen. Diese Führung sollte eigentlich beflügeln, hatte jedoch die gegenteilige Wirkung. Der Rest der Halbzeit plätscherte so dahin, mit einem schottischen Team, dass offensichtlich nicht wusste, wie es nun weitermachen sollte, und einem spanischen, dass auf den weiteren Sturmlauf der Schotten wartete.
Nach der Halbzeit das umgekehrte Bild. Spanien stürmte und Schottland verteidigte. Schon nach 5 Minuten in der zweiten Hälfte konnte Joachim Salg ausgleichen. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich der Schock für Schottland: Nachdem er sich den Ball im Mittelfeld erkämpft hatte, spaziert Holger Junker durch die Schottische Hintermannschaft und schiebt das Leder am herausstürmenden Torwart vorbei ins leere Tor zum 2:1 für die Gäste. In den nächsten Minuten besinnt sich die Schottische Nationalmannschaft auf ihre Stärken: sie fightet zurück. Der Torjubel der mitgereisten spanischen Fans ist noch nicht verklungen, da flankt Rechtsaussen Erich Meier aus vollem Lauf. Goalgetter Magnus Daum muß nur noch den Scheitel hinhalten, und das Spiel ist wieder ausgeglichen (60.). In der 71. Minute wird Noah Hammer im spanischen 16-Meter-Raum regelwidrig zu Fall gebracht. Der Unparteiische entscheidet entgegen der heftigen Proteste der Iberer ohne zu Zögern auf Strafstoß. Der Gefoulte tritt selber an und verwandelt zum 3:2. In der Folge zieht sich Schottland immer weiter in die eigene Hälfte zurück. „Ergebnis halten“ lautet die Devise. Doch in der 85. Minute macht Markus Reiss den Briten einen dicken Strich durch die Rechnung. Freistehend netzt er zum 3:3-Endstand ein.
Noch dicker kam es für die Schotten am 10. Spieltag. Der Überraschungszweite der Super League Israel kam auf die Insel. Die Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit ein mehr als unterklassiges Spiel beider Mannschaften. Erst nach dem Seitenwechsel kam ein wenig Bewegung ins Spiel. Die klareren Chancen erspielte sich hierbei das Team Israels. Eine der besten Gelegenheiten verwandelte Andreas Bruehl in der 50. Minute zum 1:0 für Israel. Drei Minuten später ist es Stefan Koopmann, der eine schöne Einzelleistung mit dem glücklichen 1:1 abschließt. In der Folgezeit steht die schottische Hintermannschaft permanent unter Druck, kann sich aber gegen die oft zu harmlosen israelischen Angreifer gut behaupten. Bis zur 71. Minute, als Dennis Wussow die Abseitsfalle überläuft und den Ball zum 2:1 für Israel einschieben kann. Zwar versuchten die Schotten noch das Spiel zu drehen, gegen eine clevere israelische Abwehr mit einem über sich hinauswachsenden Torhüter als Rückhalt konnten sie aber nichts mehr ausrichten, es blieb beim 1:2..
Das Schottische Team ist nun letzter, und 7 Punkte Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz lassen wenig Raum für Hoffnung. Aber wenn nun ein Ruck durch das Team geht, ist noch eine Menge möglich.

Marcus Dzionsko