Slowenien
     

 

 
33.-34. Spieltag Slowenischer Olymp NEU 10.01.02
25.-28. Spieltag Heißer Tanz um Platz Drei NEU 20.12.01
21.-24. Spieltag Am Tabellenende geht's aufwärts 13.12.01
17.-20. Spieltag Weihnachten 06.12.01
13.-16. Spieltag Erster Sieg für Jadran Sepic 29.11.01
09.-12. Spieltag Olimpija Spitze - Sepic schon abgestiegen? 22.11.01
01.-04. Spieltag Double-Gewinner mit Startschwierigkeiten 01.11.01

 
 
Slowenischer Olymp

10.01.02 - Der vorerst letzte Erstliga-Heimauftritt für Jadran Sepic stand am 33. Spieltag auf dem Programm. Das Team, das bereits seit dem 31. Spieltag definitiv abgestiegen ist, bekam es mit dem bisherigen Tabellendritten Zeleznicar Maribor zu tun. Zu einem Sieg für Sepic reichte es nicht ganz, am Ende stand ein 3:3-Unentschieden. Ebenfalls fast gewonnen hätte Abstiegskandidat Esotech Smartno. Beim 2:2 gegen Vorjahresmeister Autoplus Korte Izola waren die Gäste dem Siegtreffer deutlich näher und überholten durch diesen einen Punkt in der Tabelle den 16., Drava Ptuj, der sein Heimspiel gegen Brda Bobrovo mit 1:2 verlor. Sowohl Smartno als auch Ptuj haben nach 33 Spielen je 35 Punkte auf dem Konto. Da Pohorje Ruse (15., 2:2 gegen Branik Maribor) und NK Sentjur (14., 1:1 gegen Potrosnik Beltinci) in ihren Spielen jeweils den 39. Punkt verbuchen konnten, ist der Abstiegskampf bereits eine Runde vor Schluß entschieden. Ähnliches Bild auch im Titelrennen. Die lange Zeit überlegene Mannschaft von Olimpija Ljubljana hat mit einem 3:1 gegen Tabor Sezana im letzten Heimspiel der Saison alles klar gemacht und besteigt erstmals den slowenischen Fußball-Olymp. Der Meister führt vor dem letzten Spieltag die Liga sogar mit sieben Punkten Vorsprung vor dem Zweiten, Nafta Lendava, an, da Lendava im Auswärtsspiel bei Rudar Velenje nur zu einem 1:1 kam. Auch Lendava hat, bei 10 Punkten Vorsprung vor dem dritten, die Vizemeisterschaft und damit die Teilnahme an der CL-Quali sicher. Die einzige noch ausstehende Entscheidung vor dem 34. Spieltag ist also der Kampf um Platz drei, der zur Teilnahme am UEFA-Cup berechtigt. Die Ausgangssituation vor dem letzten Spieltag: Überraschend neuer dritter ist seit diesem Spieltag Promorje Ajdovscina, nach einem 2:1 gegen Renkovci Turnisce, mit 51 Punkten, gefolgt von drei Mannschaften mit je 50 Punkten, die alle noch Anspruch auf Platz drei erheben. Als da wären: Zeleznicar Maribor, praktisch die gesamte Saison im Kampf um Platz drei involviert und mit der besten Tordifferenz dieses Quartetts ausgestattet; HIT Nova Gorica, die lange Zeit sogar im Abstiegskampf steckten und sich zum Saisonschluß mit einer Serie von vier Siegen in Folge (zuletzt 2:0 bei Korotan Prevalje) nach oben kämpften; sowie der Meister der Saison 2001/3, Potrosnik Beltinci, der zwar aufgrund der niedrigen Tordifferenz die vermeintlich schwächste Ausgangsbasis hat, jedoch mit dem bereits abgestiegenen Drava Ptuj wohl auch auf den schwächsten Gegner trifft.

Der 34. Spieltag. Erwartungsgemäß schlägt Potrosnik Beltinci Drava Ptuj mit 3:1, hat damit 53 Punkte. Auch dem bisherigen fünften, HIT Nova Gorica, gelingt gegen Rudar Velenje ein Sieg, 1:0. Bei gleicher Tordifferenz steht Gorica jetzt nur aufgrund der mehr erzielten Tore vor Beltinci. Der bisherige Vierte, Zeleznicar Maribor, verliert sein Heimspiel gegen Autoplus Korte Izola mit 2:4 und rutscht in der Tabelle sogar noch hinter Izola zurück auf Rang 7. Die einzige Mannschaft aus dem Quartett, das noch um Platz drei kämpft, die an diesem Spieltag auswärts antreten muß, ist der bisherige Dritte, Promorje Ajdovscina. Zudem ging es gegen Sloweniens erfolgreichstes Team der letzten Jahre, Tabor Sezana. Doch das Team von Karsten Birkle ließ sich nicht beirren, erzielte mit einer Glanzleistung einen 4:1-Sieg und sicherte sich so den dritten Rang und damit die Teilnahme am UEFA-Cup. Alle weiteren Partien wurden mehr oder weniger zu Freundschaftsspielen. Vizemeister Nafta Lendava und Schlußlicht Jadran Sepic trennten sich mit 3:3-Unentschieden. Auch der Meister Olimpija Ljubljana verabschiedet die Saison mit einem Unentschieden (2:2 bei Esotech Smartno), wobei hier das Spiel nur schmückendes Beiwerk der großen Meisterfeier war, die am Tag darauf in der Hauptstadt begangen wurde. Den Gastgebern, Esotech Smartno, bleibt nur, zu hoffen, im nächsten Jahr selbst die Meisterschaft zu erringen - in der zweiten Liga. Womit wir auch schon bei den diesjährigen Aufsteigern wären. Meister der zweiten slowenischen Liga der Saison 2001/5 wurde Ivancna Gorica. Auf Rang zwei landete der letztjährige Erstliga-Absteiger und frühere slowenische Meister NK Mura Sobota, es hat sich also durchaus ausgezahlt, Trainer Jens Osmer nach dem Abstieg nicht gleich in die Wüste zu schicken, sondern ihm die Aufgabe des direkten Wiederaufstiegs anzuvertrauen. Als drittes darf sich noch der Vorjahrespokalfinalist NK Koper über den Aufstieg freuen. 

Außerdem fand an diesem Wochenende noch das Pokalfinale statt. Auch hier waren die Rollen schon vor dem Spiel klar verteilt, auf der einen Seite Vizemeister Nafta Lendava, bereits über die Liga für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert, auf der anderen Seite Tabor Sezana, die in der abgelaufenen Saison nicht wie gewohnt erfolgreich waren und sich nur durch die Pokalfinalteilnahme für den UEFA-Cup qualifizieren konnten. Dementsprechend nahm Lendava auch gleich das Heft in die Hand und siegte am Ende souverän mit 3:1. 

Zu guter Letzt standen natürlich noch die letzten beiden Spieltage der Second Division A an, in denen es für die slowenische Nationalmannschaft immerhin noch um den Aufstieg in die Super Euro League ging. Jedoch, so scheint es, waren die Nationalkicker müde, offensichtlich hatte man sich nach dem Gewinn des Balkan-Cups eine Woche zuvor zu früh zurückgelehnt. Am 17. Spieltag konnte gegen die Finnen kurz vor Schluß noch der 2:2-Ausgleich erzielt werden, der durch eine 1:2-Heimniederlage von Konkurrent San Marino gegen Malta sogar vorerst zu Platz zwei reichte, jedoch wurde das abschließende Finale, das Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten San Marino mit 1:2 vergeigt und somit der direkte Durchmarsch von der dritten in die erste Euro-Liga verpaßt. Wenn die Mannen von Nationaltrainer Siggi Scheffler jetzt aber nicht lang die Köpfe hängen lassen und in der kommenden Saison so couragiert weiterkämpfen, dürfte der Aufstieg nur aufgeschoben sein. Interessante Randnotiz der Second Division A: Das Nationalteam von Nordirland, um welches es bei der Gründung der Euro-League einen ordentlichen Wirbel gab, da man sich in der zweiten Liga zu schlecht angesetzt fühlte, ist als Schlußlicht der Second Division A mit 6 Punkten Rückstand auf den Vorletzten und sogar 10 Punkten Abstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz in die Third Division abgestiegen. 

Das Saisonfazit: 
Glückwunsch an die Nationalmannschaft zu Platz drei in der Second Division (wer hätte das vor der Saison wirklich erwartet?) sowie zum Gewinn des Balkan-Cups (einen Titel in einem Wettbewerb zu gewinnen, bei dem man nicht ein einziges Spiel nach der regulären Spielzeit gewonnen hat, dürfte einmalig sein).
Glückwunsch an Nafta Lendava zu Vizemeisterschaft + Pokalsieg, man bedenke, dieses Team war in der vorigen Saison noch zweitklassig, Trainer Erich Steiner leistet hier wirklich außergewöhnliches und setzt damit die Tradition der erfolgreichen Aufsteiger fort, die im Vorjahr von Double-Gewinner Autoplus Korte Izola begonnen wurde. 
Glückwunsch an Olimpija Ljubljana zur Meisterschaft und der Wunsch an alle anderen Teams, die kommende Saison doch bitte wieder etwas spannender zu gestalten. 
Zu guter Letzt noch vielen Dank für die Treue, die die Trainer der ersten Liga Sloweniens in diesem Jahr gehalten haben und das Vertrauen der Vereine in die Trainer. Jeder Trainer war am 1. Spieltag beim selben Verein aktiv wie am 34. Spieltag. 

Heiner Zimmermann

Heißer Tanz um Platz Drei

20.12.01 - Eine hochinteressante und spannende Partie sahen die Zuschauer am 25. Spieltag in Sezana. Gastgeber Tabor und Korotan Prevalje lieferten sich in einer brutal offensiv geführten Partie einen torreichen Schlagabtausch. Am Ende hatte die Heimmanschaft mit 4:5 das Nachsehen. Korotan Prevalje schob sich mit diesem Sieg auf den dritten Tabellenplatz vor, vorbei an Zeleznicar Maribor, die mit 0:2 beim Tabellenfünften Potrosnik Beltinci unterlagen. Der Tabellenzweite Nafta Lendava unterlag überraschend mit 0:1 beim Abstiegskandidat Brda Bobrovo, so konnte sich Spitzenreiter Olimpija Ljubljana mit einem 2:1 bei Promorje Ajdovscina noch weiter absetzen. Erstaunliches gab es an diesem Spieltag nicht nur in Sezana, auch die Zuschauer des Spiels Drava Ptuj gegen Jadran Sepic bekamen was besonderes geboten. Zwar fielen hier wesentlich weniger Tore, jedoch gelang Sepic in dieseem Spiel der erste Auswärtssieg der laufenden Saison (2:1)! Auch der Tabellenvorletzte, Esotech Smartno, konnte beim 1:1 bei Renkovci Turnisce punkten. Die Kellerteams bleiben also, wie schon in den letzten Spielen, in der „Erfolgsspur".

Am 26. Spieltag gelang Esotech Smartno ein 1:0-Erfolg gegen Promorje Ajdovscina. Da Mitkonkurrent Brda Bobrovo bei HIT Nova Gorica mit 1:2 verlor, kletterte das Team, das nach Meinung vieler Experten als bereits abgestiegen galt, sogar auf Rang 16 und kann sich jetzt, bei nur noch zwei Punkten Rückstand auf den Fünfzehnten, Branik Maribor (0:1 gegen Tabor Sezana), wieder berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. An der Tabellenspitze hat überraschend Olimpija Ljubljana beim 2:2 gegen NK Sentjur Punkte gelassen. Nafta Lendava nutzte die Gelegenheit, um mit einem 1:0 gegen Potrosnik Beltinci den Abstand wieder etwas zu verkürzen. Das Wechselspielchen um den dritten Platz, der ja bekanntlich noch zur Teilnahme am UEFA-Cup berechtigt, geht weiter. Korotan Prevalje, die ja erst am vorigen Spieltag den dritten Platz eroberten, müssen selbigen nach einem 0:1 bei Rudar Velenje bereits wieder räumen. Zeleznicar Maribor nimmt diesen Platz nach einem 2:0 gegen Renkovci Turnisce wieder ein. 

Olimpija Ljubljana beherrscht weiterhin die Liga. Mit einem 3:1 bei Drava Ptuj am 27. Spieltag verdeutlicht das Team seine Titelambitionen. Da Verfolger Nafta Lendava bei Renkovci Turnisce nur zu einem 2:2 kommt, konnte Olimpija seinen Vorsprung auf neun Zähler ausbauen. Weitere fünf Punkte hinter Lendava tobt der Kampf um Platz drei, in den sich neben den bekannten Protagonisten zwei weitere Teams eingeschlichen haben. Die aktuelle Lage: Auf Rang drei weiterhin Zeleznicar Maribor, die bei Promorje Ajdovscina ein Unentschieden erreichten. Einen Punkt dahinter, auf Rang vier, ist nun Potrosnik Beltinci nach einem 3:1 gegen das diese Saison stark schwächelnde HIT Nova Gorica platziert. Abgerutscht auf den fünften Platz ist nach diesem Spieltag Korotan Prevalje nach einem enttäuschenden 1:1 vor eigenem Publikum gegen das Schlußlicht Jadran Sepic. Bei nur 2 Punkten Rückstand auf den dritten Platz sowie der besten Tordifferenz aller vier Teams ist jedoch sicher noch alles möglich. Punktgleich mit Prevalje liegt auf Rang sechs Tabor Sezana, die Rudar Velenje mit 2:1 schlugen. Auf Platz 7 hat sich übrigens mittlerweile bereits der Meister des Vorjahres, Autoplus Korte Izola, eingefunden. Das Team, das in der Hinrunde eine große Krise durchmachte, hat sich offenbar wieder zusammengefunden, wird aber bei vier Punkten Rückstand auf Platz sechs wohl keinen Startplatz in einem internationalen Wettbewerb mehr erreichen. Im Tabellenkeller gerät die Erfolgswelle allmählich ins Stocken: Esotech Smartno verlor mit 3:4 bei NK Sentjur, Brda Bobrovo verlor 1:2 gegen den direkten Konkurrenten Branik Maribor, nur Jadran Sepic konnte bei oben erwähntem Unentschieden in Prevalje punkten. 

Der 28. Spieltag brachte eine ganze Menge überraschender Ergebnisse. Alle vier Teams, die um den dritten Platz spielen, konnten nicht gewinnen. Zeleznicar Maribor spielte zuhause gegen NK Sentjur 1:1, Korotan Prevalje, jetzt wieder auf Rang vier, schaffte selbiges Ergebnis beim noch amtierenden Meister Izola, Potrosnik Beltinci verlor beim im Abstiegskampf steckenden Branik Maribor mit 0:2 und Tabor Sezana verlor ebenfalls bei einem Abstiegskandidaten, nämlich Brda Bobrovo (1:3). Diese überholten damit Esotech Smartno, die ein 2:2 gegen Drava Ptuj erreichten, und haben wieder Anschluß gefunden an Platz 15. Selbigen belegt momentan, mit zwei Punkten mehr als Brda, Pohorje Ruse, die an diesem Spieltag immerhin ein 1:1 beim Tabellenführer Olimpija Ljubljana erkämpften. So kurios das klingt, mit diesem Unentschieden hat Olimpija die Führung weiter ausgebaut, da der Verfolger Nafta Lendava im Heimspiel gegen Promorje Ajdovscina unterlag. Lendava ist nun bereits gezwungen, alle sechs noch ausstehenden Spiele zu gewinnen und muß zudem hoffen, daß Ljubljana nicht mehr als 8 Punkte holt, damit Lendava doch noch den Titel holen kann. Doch auch, wenn dies nicht gelingen sollte, hat Trainer Erich Steiner in Lendava erstaunliches geleistet. Vor einem Jahr Meister der zweiten Liga, jetzt Zweiter der ersten Liga. Und schlußendlich war auch noch Pech dabei, daß sein Team ausgerechnet in diesem Jahr, in dem Olimpija die Liga so dominiert, oben mitspielt. Vor einem Jahr wäre Lendava mit der aktuellen Punktzahl Tabellenführer gewesen. 

Außerdem steht Lendava im Gegensatz zu Ljubljana auch noch im Landespokalwettbewerb. Dort standen an diesem Wochenende die Halbfinalpaarungen an. Lendava mußte ausgerechnet gegen Ljubljana-Bezwinger NK Mura Sobota ran, meisterte die Aufgabe aber glanzvoll und deutlicher, als es das Ergebnis von 2:1 aussagt. Finalgegner wird Tabor Sezana sein, das mit 3:2 bei Brda Bobrovo gewann. Der Zweite gegen den Sechsten der aktuellen ersten Liga Sloweniens, das verspricht ein interessantes Finale.

Die Nationalmannschaft kam am 13. Spieltag der Second Division A nur zu einem 1:1 gegen Tschechien. Dennoch konnte die Tabellenführung verteidigt werden, da Konkurrent Armenien in Litauen seine zweite Saisonniederlage (0:1) kassierte. Am 14. Spieltag ging die Tabellenführung aber doch an die gegen Malta siegreichen Armenier (2:1), da die slowenische Nationalmannschaft mit 1:2 in Italien unterlag. In der Balkan-Meisterschaft gelang auch diesmal kein Erfolgserlebnis, das 1:1 gegen Griechenland ist bereits das vierte Unentschieden in Folge in diesem Wettbewerb. Albanien hat alle Chancen, den Titel zu holen, vor dem letzten Spieltag hat das Team drei Punkte Vorsprung vor dem einzigen Verfolger, Gastgeber Mazedonien, die bei einem Sieg gleichzeitig noch auf eine Niederlage der Albaner hoffen müßten, um selbst den Titel zu erringen. Auch das Halbfinale im Balkan-Cup stand am Wochenende auf dem Programm. Hier kann evtl. noch die Forderung vom slowenischen Nationaltrainer  Siggi Scheffler erfüllt werden, bei den diesjährigen Balkan-Wettbewerben zumindest einen Titel zu holen. Im Halbfinale bezwang das slowenische Team Gastgeber Mazedonien mit 4:3 nach Elfmeterschießen. Im zweiten Halbfinale bezwang Bosnien Bulgarien souverän mit 3:1, damit treffen im Finale die beiden besten Teams der letztjährigen Balkan-Meisterschaft aufeinander. Für Spannung ist also gesorgt. 

Heiner Zimmermann

Am Tabellenende geht's aufwärts

13.12.01 - Den einzigen Auswärtssieg des 21. Spieltags schaffte Zeleznicar Maribor. Das Team von Trainer Benjamin Appl siegte überraschend mit 3:1 beim Tabellenzweiten Nafta Lendava und landete dadurch jetzt selbst auf dem dritten Rang, mit 34 Punkten nur einen Punkt hinter Lendava. Den 46. Punkt konnte an diesem Wochenende Tabellenführer Olimpija Ljubljana durch ein 2:2 bei Branik Maribor verbuchen. Das bisher auf Platz drei liegende Korotan Prevalje unterlag an diesem Wochenende mit 2:0 bei Promorje Ajdovscina. Den ersten Auswärtspunkt seit dem 3. Spieltag feierten die Fans von Jadran Sepic nach dem 1:1 bei Potrosnik Beltinci. Dadurch konnte der Abstand zum rettenden Ufer immerhin auf elf Punkte verkürzt werden. Zum Tabellensiebzehnten, Esotech Smartno, das diesmal 1:3 bei HIT Nova Gorica unterlag, sind es gar nur noch vier Punkte. Auf Platz 16 der Tabelle steht weiterhin Brda Bobrovo nach einem 2:2 gegen Autoplus Korte Izola. 

Auch am 22. Spieltag bleibt Tabellenführer Olimpija Ljubljana in Slowenien das Maß aller Dinge. Mit einem 4:2 gegen Brda Bobrovo gelang der 15. Sieg im 22. Spiel. Um nicht völlig den Anschluß zu verlieren, mußte auch Nafta Lendava gewinnen. Dies gelang auch, das Heimspiel gegen Tabor Sezana wurde mit 3:1 gewonnen. Mit einem 2:1-Sieg bei Rudar Velenje schiebt sich Promorje Ajdovscina nun schon auf Rang acht der Tabelle. Wenn man bedenkt, daß das Team von Trainer Karsten Birkle nach dem 20.Spieltag noch auf Platz 13 lag, sieht man, wie eng das Mittelfeld in der slowenischen Liga beisammen liegt. Eine überzeugende Leistung lieferte Zeleznicar Maribor ab. Mit 5:2 wurde HIT Nova Gorica direkt überrannt. Der Vizemeister gerät dadurch wieder tiefer in den Abstiegskampf, wie auch der letztjährige Titelträger Autoplus Korte Izola, der beim 2:2 gegen Potrosnik Beltinci wertvolle Punkte verloren hat. Die Verstärkungen, die in der Winterpause geholt wurden, scheinen sich bei Jadran Sepic bereits auszuzahlen. Das abgeschlagene Schlußlicht erreichte beim 3:1 gegen den letztjährigen Mitaufsteiger Renkovci Turnisce mittlerweile den 4. Saisonsieg. Auch Esotech Smartno mobilisiert die letzten Kräfte und schlägt Branik Maribor mit 3:1. 

Bei Potrosnik Beltinci kassiert am 23. Spieltag Tabellenführer Olimpija Ljubljana die erste Niederlage seit dem 13. Spieltag. Mit 4:2 gewann Beltinci, vor zwei Jahren slowenischer Champion, gegen den aktuellen Spitzenreiter, und erobert in der Tabelle Platz vier. Der Tabellenzweite Nafta Lendava nutzt die Gunst der Stunde, um mit einem 2:1-Sieg bei HIT Nova Gorica den Abstand auf den Führenden in der Liga auf acht Punkte zu verkürzen. Weiter im Hoch befindet sich Promorje Ajdvoscina. Nach einem 3:1 gegen Schlußlicht Jadran Sepic steht man nun schon auf Rang sieben. Ein tolles Spiel ihrer Mannschaft sahen die Fans in Sezana, wo Tabor gegen Pohorje Ruse mit 4:1 gewann. Im Kellerduell Brda Bobrovo (16.) gegen Esotech Smartno (17.) gab es keinen Sieger. Das 3:3 war für den neutralen Beobachter sicher ein interessantes Spiel, hilft jedoch keinem der beiden Team im Kampf um den Klassenerhalt weiter. 

Der Titelverteidiger in Meisterform, das konnten die Fans in Izola am 24. Spieltag bestaunen. Mit 4:1 bezwangen die Mannen von Autoplus Korte Izola das zuletzt dreimal hintereinander siegreiche Promorje Ajdovscina und beendeten somit deren kleinen Höhenflug. Tabellenführer Olimpija Ljublana hingegen konnte erneut nicht gewinnen, gegen Renkovci Turnisce reichte es im eigenen Stadion nur zu einem 2:2. Diese Chance ließ sich der Zweite erneut nicht entgehen und verkürzte den Rückstand auf den Tabellenführer durch ein spannendes 4:3 gegen Branik Maribor auf jetzt nur noch 6 Punkte. Überraschend deutlich war der 3:1-Sieg von Drava Ptuj bei Rudar Velenje. Ausrutscher oder Rückfall in bereits bewältigt geglaubte Krisenzeiten bei Rudar? Drava Ptuj läßt damit jedenfalls erstmal die Abstiegszone ein Stück weit hinter sich. Neben Branik Maribor ruscht auch Pohorje Ruse hier immer weiter hinein. Bei Korotan Prevalje verlor das Ex-Team von Spitzenreiter-Trainer Heiner Zimmermann mit 1:4. Am Tabellenende geht’s aufwärts, denn erneut gelangen sowohl dem Vorletzten Esotech Smartno (1:0 gegen Potrosnik Beltinci) als auch Schlußlicht Jadran Sepic (2:1 gegen NK Sentjur) Heimsiege. Trotz weiterhin 9 Punkten Rückstand von Sepic auf den ersten Nicht-Abstiegs-Platz ist nach diesem Spieltag die Frage erlaubt: Ist im Abstiegskampf doch noch gar nichts entschieden?

Den Bericht für die Nationalmannschaft gibt’s aus technischen Gründen dieses Mal leider nur in einer sehr kurzen Version:  In der Second Division A ist die slowenische Nationalmannschaft wieder Spitzenreiter, nach zwei Siegen konnten die Kontrahenten Armenien, die am 12. Spieltag zum ersten Mal ein Spiel der laufenden Division-Saison verloren, und San Marino überholt werden. In der Balkan-Liga ist das Team aus Slowenien nach einem 3:3-Unentschieden gegen Gastgeber Mazedonien auf Rang 6 zurückgefallen, obwohl erst ein einziges Spiel verloren wurde (lediglich Gastgeber Mazedonien ist noch gänzlich ohne Niederlage). 

Heiner Zimmermann

Weihnachten

06.12.01 - Passend zur Weihnachtszeit verteilt der Tabellenzweite am 17.Spieltag Geschenke. Gleich vier Tore ermöglichte die Abwehr von Nafta Lendava den Stürmern von Jadran Sepic, während die eigenen Stürmer nur zweimal ins gegnerische Netz trafen. Damit fuhr Sepic pünktlich zum Hinrundenende den zweiten Saisonsieg ein. Nafta Lendava verlor hingegen auf das bereits vor diesem Spieltag als Herbstmeister feststehende Team von Olimpia Ljubljana. Der Tabellenführer hat nach dem 3:1-Sieg gegen Esotech Smartno nun bereits sieben Punkte Vorsprung auf das zweitplazierte Team von Nafta Lendava. Doch zurück zu den Weihnachtsgeschichten der Liga. Denn nicht nur Lendava zeigte sich großzügig: Beim 3:3 zwischen Pohorje Ruse und Brda Bobrovo kamen die Stürmer beider Seiten auf ihre Kosten. Ebenfalls sechs Tore fielen beim 4:2 von Rudar Velenje gegen HIT Nova Gorica. Als die größten Weihnachtsmänner der Liga stellte sich das Team von Branik Maribor heraus. Gleich 5 Treffer ermöglichte man dem Gegner Korotan Prevalje, der folglich das Spiel mit 5:2 gewann. Insgesamt bleibt festzuhalten, daß kein Team der Liga am 17.Spieltag dieses Ritual des Schenkens mißachtete und jedes Team mindestens ein Gegentor kassierte.

In guter Form präsentiert sich derzeit der Meister. Mit dem 3:2 gegen Nafta Lendava am 18.Spieltag gelang bereits der dritte Sieg in Folge. Zwar steht das Team von Trainer Andreas Venzlaff dennoch nur auf Rang 10 der Tabelle, doch bei genauerer Betrachtung fällt auf, der Abstand zu Platz sechs ist kleiner als jener zu Platz elf. Gegner Lendava hält sich trotz dieser neuerlichen Niederlage weiterhin auf Rang zwei, hat aber nach einem neuerlichen Sieg Olimpia Ljubljanas (4:3 gegen Zeleznicar Maribor) bereits zehn Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Nach einem 4:1-Sieg gegen Brda Bobrovo landet Korotan Prevalje jetzt schon auf Rang drei der Tabelle. Brda hingegen steckt immer tiefer im Abstiegskampf und ist mittlerweile bereits auf den 16. Platz abgerutscht. Noch düsterer sieht es für Esotech Smartno und Jadran Sepic aus. Smartno hat nach dem 3:3 im Heimspiel gegen Tabor Sezana bereits drei Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz und Jadran Sepic hat trotz eines Punktgewinns beim 2:2 gegen das weiter kriselnde HIT Nova Gorica bei jetzt 11 Punkten Rückstand wohl kaum noch Aussichten auf den Klassenerhalt. 

Das Spitzenspiel stand am 19. Spieltag auf dem Programm. Der Zweite Nafta Lendava gegen den Tabellenführer Olimpija Ljubljana. Trotz einer frühen Führung für Lendava reichte es am Ende jedoch nicht zum Sieg. Immerhin wurde beim 3:3 der Abstand zwischen beiden Teams (10 Punkte) nicht größer. Nafta konnte damit zum dritten Mal in Folge nicht gewinnen, für Olimpija war es das dritte Mal in den letzten 13 Partien, daß sie nicht als Sieger den Platz verließen. Doch auch sonst geschah einiges in der Liga. Mit einem 3:1 gegen Pohorje Ruse verdrängte Renkovci Turnisce den bisherigen Tabellendritten Korotan Prevalje (3:1 bei Potrosnik Beltinci). Da jedoch der Vierte, Zeleznicar Maribor, und der Fünfte, Potrosnik Beltinci, mit Renkovci punktgleich sind, dürfte der Kampf um den einzigen UEFA-Cup-Startplatz Sloweniens (mal abgesehen vom Pokalsieger) noch spannend werden. Und auch im Tabellenkeller hat sich einiges getan. Branik Maribor hat sich mit dem 5:1 gegen Schlußlicht Jadran Sepic den Frust aus der Seele geschossen. Und der in dieser Saison stark schwächelnde Vizemeister HIT Nova Gorica hat mit dem 4:2-Heimsieg gegen den amtierenden Meister Autoplus Korte Izola erstmal wieder Selbstvertrauen tanken können. Brda Bobrovo hat nach einem 4:1 gegen Rudar Velenje erstmal die Abstiegsplätze verlassen. Dort findet sich jetzt Drava Ptuj nach einem 1:1 bei Promorje Ajdovscina wieder. 

Das Team aus Ajdovscina muß nach dem 20.Spieltag sogar selbst wieder um den Klassenerhalt bangen. Hatte man sich nach Hinrundenende auf einem beruhigenden achten Rang noch relativ sicher gefühlt, so muß man nach einer 4:2-Niederlage bei Pohorje Ruse bei jetzt nur noch zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz wieder zittern. Auch der Meister rutscht durch eine 3:4-Heimniederlage gegen Branik Maribor wieder ab, nachdem man sich zwischenzeitlich wieder auf einem guten Kurs wähnte. Drava Ptuj verläßt die Abstiegsplätze mit einem 2:1 gegen NK Sentjur, der Kampf um den dritten Absteiger bleibt weiter spannend. Ebenso wie in den höheren Tabellenregionen der Kampf um den UEFA-Cup-Startplatz, wo jetzt Korotan Prevalje mit einem 4:2 gegen den direkten Konkurrenten Renkovci Turnisce wieder den dritten Platz eingenommen hat. Dem Tabellenzweiten gelingt an diesem Spieltag der erste Sieg der Rückrunde, ein 4:3 beim Tabellenvorletzten Esotech Smartno. Der 4:3-Sieg von Tabellenführer Olimpija Ljubljana (gegen HIT Nova Gorica) bedeutet den 14. Sieg der laufenden Saison, oder anders ausgedrückt: Olimpija hat 70 % der Spiele in der laufenden Saison gewonnen (15% Unentschieden, 15% Niederlagen). Zum Schluß noch eine Geschichte, die nicht mal an Weihnachten alltäglich ist. Jadran Sepic, abgeschlagenes Schlußlicht der Liga, bis dato gerade mal zwei Siege mit je zwei Toren Unterschied, schießt Brda Bobrovo in einem wahren Schützenfest 5:1 ab. Die Fans feiern, als hätten sie nie schöneres erlebt und noch Stunden nach dem Spiel verläßt niemand den Fanblock. Eine Geschichte, wie sie Charles Dickens nicht besser schreiben könnte.

Im slowenischen Pokal stand das Viertelfinale auf dem Programm. Der Tabellenzweite Nafta Lendava gewinnte souverän mit 4:2 gegen Ligakonkurrent Promorje Ajdovscina. Im zweiten Erstligaduell bezwingt Abstiegskandidat Brda Bobrovo Rudar Velenje ebenfalls mit 4:2. Der Tabellenführer der zweiten slowenischen Liga, Ivancna Gorica, mußte sich Tabor Sezana knapp mit 2:3 geschlagen geben. Einziger Zweitligavertreter im Halbfinale ist somit NK Mura Sobota. Der momentane Tabellenzweite der zweiten Liga schlug vor eigenem Publikum den Erstligisten Drava Ptuj mit 2:1.

Die Nationalmannschaft erwischte kein besonders glückliches Wochenende. Mit 2:3 wurde das letzte Spiel der Hinrunde beim Konkurrenten im Aufstiegskampf, San Marino, verloren. Da gleichzeitig das weiterhin ungeschlagene Armenien gegen Tschechien mit 4:1 gewann, übernahmen die Armenier die Tabellenführung. Aufgrund der Tordifferenz rutschte das slowenische Nationalteam zu allem Überfluß auch noch hinter San Marino auf Rang drei zurück. Im zweiten Spiel wurde in Deutschland zwar mit 3:2 gewonnen, doch da auch die beiden Führenden ihre Spiele gewannen, blieb die slowenische Mannschaft auf Rang drei. Um vorherzusagen, daß der Aufstieg unter diesen drei Teams entschieden wird, bedarf es keiner prophetischen Fähigkeiten, die Finnen als Vierter haben auf Slowenien bereits sechs Punkte Rückstand. In der Balkan-Meisterschaft gelang in Kicevo gegen die bisher sieglosen Kroaten nur ein 3:3-Unentschieden, damit bleibt hier weiterhin nur Rang fünf. Tabellenführer ist nach einem 2:0 gegen Bosnien jetzt wieder Albanien, da Gastgeber Mazedonien in Skopje gegen Bulgarien nicht über ein 3:3 hinaus kam. 

Heiner Zimmermann

Erster Sieg für Jadran Sepic

29.11.01 - Sensationelles ereignete sich in der slowenischen Liga am 13. Spieltag. Rudar Velenje schlug nach einem grandiosen Spiel den Tabellenführer Olimpija Ljubljana mit 5:1 und beendete damit die seit sechs Spielen andauernde Siegesserie. Da jedoch auch der Tabellenzweite Nafta Lendava (2:4 bei Drava Ptuj) und der bisherige Dritte Potrosnik Beltinci (0:2 bei Tabor Sezana) ihre Spiele nicht gewinnen konnten, konnte Olimpija seinen großen Vorsprung verteidigen. Rudar Velenje nutzte diesen Sieg zum Sprung raus aus der Abstiegszone, steht nach diesem Spiel auf dem elften Tabellenplatz und wird, wenn die Mannschaft dieses Niveau auch nur halbwegs in die kommenden Spiele retten kann, nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun bekommen. Doch auch andere Teams gelang es, im Abstiegskampf etwas nach Luft zu schnappen. So gewann Promorje Ajdovscina gegen Branik Maribor mit 2:1 und Brda Bobrovo schaffte gar ein 2:0 bei Renkovci Turnisce. Die größte Freude herschte nach diesem Spieltag jedoch bei Jadran Sepic. Der Aufsteiger schaffte gegen den amtierenden Meister + Pokalsieger Autoplus Korte Izola seinen ersten Saisonsieg (3:1). Die Fans feierten, als wurde die Meisterschaft errungen, bleibt ihnen nur zu wünschen, daß es nicht die letzte Feier der Saison war. 
 

Am 14. Spieltag holte sie der Alltag fast wieder ein - aber nur fast, denn die 1:0-Niederlage beim Tabellenführer Olimpija Ljubljana wurde von den mitgereisten Fans fast wie ein Sieg gefeiert. Auch der Meister kam an diesem Spieltag mal wieder zu einem Punkt, Autoplus Korte Izola erzielte im Heimspiel gegen Tabor Sezana ein 2:2-Unentschieden. Rudar Velenje konnte die überragende Leistung nicht nocheinmal vorzeigen und verlor bei Esotech Smartno mit 2:3. Als Gewinner des Spieltags können sich die Mannen von HIT Nova Gorica fühlen, durch einen 3:1-Erfolg gegen Drava Ptuj gelang es, die Abstiegsplätze zumindest erstmal zu verlassen. Dafür rutscht Branik Maribor nach einer 1:3-Heimschlappe gegen NK Sentjur immer tiefer in den Abstiegssumpf. An der Tabellenspitze läßt der Zweite Nafta Lendava mit einem 3:1-Sieg gegen Pohorje Ruse den Abstand zum Tabellenführer nicht größer werden. 

Dieses Vorhaben mißlingt jedoch am 15.Spieltag, als Nafta Lendava bei Korotan Prevalje nur zu einem 2:2 kommt, während Tabellenführer Olimpija Ljubljana im Duell gegen Autoplus Korte Izola einen 3:1-Sieg einfährt und damit den Abstand auf den ärgsten Verfolger auf 6 Punkte ausbaut. Dritter bleibt, trotz einer 2:1-Niederlage bei Rudar Velenje, weiterhin Zeleznicar Maribor. Beachtlich die Leistung von Promorje Ajdovscina. Das Team von Trainer Karsten Birkle hat durch drei Siege in den letzten drei Spielen den Sprung von Rang 13 auf Rang 4 der Tabelle geschafft. Hier wird deutlich, wie dicht die Liga insgesamt doch zusammenliegt, wenn man mal von den zwei Ausreißern an der Tabellenspitze und dem schon abgeschlagenen Letzten Jadran Sepic absieht. Sepic hat nach einer 1:2-Pleite im eigenen Stadion gegen Esotech Smartno bereits elf Punkte Rückstand auf den Vorletzten der Tabelle. Diesen Platz nimmt übrigens jetzt der amtierende Meister Autoplus Korte Izola ein. Das Team von Trainer Andreas Venzlaff hat offensichtlich Probleme, sich nach der gewonnenen Meisterschaft, dem Pokalsieg und der Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation wieder auf die Liga zu konzentrieren. 

Bereits am 16. Spieltag sichert sich in dieser Saison Olimpija Ljubljana die Herbstmeisterschaft. Ein Punkt aus dem Spiel bei Tabor Sezana (1:1) reicht den Hauptstädtern, um mit vier Punkten Vorsprung diesen nur symbolischen Titel vor dem 17. Spieltag bereits errungen zu haben. Da half dem Tabellenzweiten Nafta Lendava auch ein 3:0 gegen Rudar Velenje nichts mehr. Trotz alledem ist es eine erstaunliche Leistung, die Lendava in dieser Saison zeigt. Man darf schließlich nicht vergessen, daß dieses Team in der vergangenen Saison noch in der zweiten Liga spielte, nun ist man sogar bislang das treffsicherste in der ersten Liga und liegt mit drei Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten Zeleznicar Maribor und sogar sechs Punkten Vorsprung vor dem Tabellenvierten Potrosnik Beltinci aussichtsreich im Rennen um einen Platz im internationalen Wettbewerb. Ein Ende hatte die kleine Serie von drei Siegen in Folge an diesem Spieltag für Promorje Ajdovscina. Mit 4:1 kam das Team bei Renkovci Turnisce kräftig unter die Räder. Zu guter Letzt noch auf die unteren Tabellenregionen: Branik Maribor hat sich mit einem 3:0 erstmal wieder aus dem Abstiegskampf befreit, während Gegner Pohorje Ruse, auf Platz 15 liegend, nun schon ziemlich tief drin steckt. Autoplus Korte Izola gelang ebenfalls ein ordentlicher Sprung, vielleicht hat Trainer Venzlaff seine Jungs jetzt wieder auf Kurs gebracht. Der 2:0-Sieg bei Esotech Smartno war auf jeden Fall ein guter Anfang. Am Tabellenende tummelt sich weiterhin Jadran Sepic, die diesmal 2:3 bei Zeleznicar Maribor verloren. Während sich die sportliche Leitung bereits nach Verstärkungen für die kommende Zweitligasaison umsieht, glauben einige unverbesserliche Optimisten weiterhin auf den Klassenerhalt. Doch ob ihre mathematische Rechnung („man braucht nur einen Punkt pro Spiel aufholen") aufgeht, ist doch sehr zweifelhaft, da dies bedingt, daß pro Spiel mindestens ein Punkt geholt wird, was nach 6 Punkten aus den ersten 16 Spielen doch sehr utopisch scheint.

Auch im Pokalwettbewerb waren Sloweniens Vereine wieder aktiv. In sechs Duellen des Achtelfinales kam es zu Begegnungen zwischen Erst- und Zweitligisten. Standesgemäß gewannen die Erstligisten Nafta Lendava (2:0 gegen Vorjahresfinalist NK Koper) Pormorje Ajdvoscina (3:0 gegen Slovan Slavija), Drava Ptuj (2:1 bei Zivila Triglav Kranj) und Tabor Sezana (1:0 bei Publikum Celje) ihre Spiele, während der Titelverteidiger Autoplus Korte Izola zu Hause gegen Ivancna Gorica nur zu einem 2:2 kam und im anschließenden Elfmeterschießen den kürzeren zog. Doch nicht nur in Gorica darf man stolz sein auf das geleistete, Erstliga-Absteiger NK Mura Sobota bezwang im eigenen Stadion den aktuellen Tabellenführer der ersten Liga, Olimpija Ljubljana. Geschockt durch einen Doppelschlag gleich zu Beginn kam der Herbstmeister lange Zeit überhaupt nicht ins Spiel und erzielte erst kurz vor Schluß den Anschlußtreffer zum 1:2. Brada Bobrovo besiegte in einem der beiden Erstliga-Duelle Renkovci Turnisce mit 1:0 nach Verlängerung. In der anderen Begegnung zweier Erstligisten bezwang Rudar Velenje Esotech Smartno überraschend deutlich mit 4:0. 

Die Nationalmannschaft, derzeit führend in der Second Division A, mußte zum Spitzenspiel beim Tabellenzweiten Armenien reisen. Nach einem ausgeglichenen Spiel trennten sich die beiden Teams mit einem 1:1-Unentschieden. Am 8. Spieltag kam das slowenische Nationalteam vor eigenem Publikum nicht über ein 2:2 gegen engagiert kämpfende Finnen hinaus, da jedoch auch Armenien in Deutschland nicht gewinnen konnte, bleibt Slowenien weiterhin Tabellenführer mit besten Aussichten, am Saisonende aufzusteigen. In der Balkan-Meisterschaft läuft es hingegen nicht ganz so gut. In Bitola reichte es gegen Bulgarien ebenfalls nur zu einem Unentschieden, was bei jetzt 4 Punkten aus drei Spielen den fünften Platz in der Tabelle bedeutet. Momentaner Tabellenführer ist Gastgeber Mazedonien, daß in Skopje ein überragendes Spiel zeigte und den bisherigen Tabellenführer Albanien mit 5:1 bezwang. Titelverteidiger Bosnien liegt nach einem 2:0 gegen Jugoslawien hinter Mazedonien und Albanien momentan nur auf Rang drei, kann sich aber am nächsten Spieltag im direkten Duell mit Albanien weiter nach oben absetzen. Slowenien hat mit den bisher sieglosen Kroaten am vierten Spieltag eine relativ einfache Aufgabe, sofern man den Gegner nicht unterschätzt.  Davon wird natürlich in der nächsten Woche an dieser Stelle zu lesen sein.

Heiner Zimmermann

Olimpija Spitze - Sepic schon abgestiegen?

22.11.01 - Durch ein 1:3 bei Aufsteiger Renkovci Turnisce verlor Tabellenführer Zeleznicar Maribor die erst am Spieltag zuvor eroberte Spitzenposition. Neuer Spitzenreiter in Slowenien ist Olimpija Ljubljana, die mit dem 1:0 bei NK Sentjur den dritten Sieg in Folge feiern konnten. Bereits mit zwei Punkten Rückstand liegt auf Platz zwei der überraschend starke Aufsteiger Nafta Lendava, der an diesem Spieltag ein 1:1 bei Potrosnik Beltinci erreichte. Einen Rückschlag mußte Rudar Velenje einstecken. Die zuletzt im Aufwind befindliche Mannschaft erlitt eine relativ klare 1:3 Niederlage bei Korotan Prevalje und rutscht in der Tabelle wieder auf den vorletzten Rang. Das Tabellenende ziert seit dem sechsten Spieltag der weiter sieglose Aufsteiger Jadran Sepic, der an diesem Spieltag mit 1:2 bei Pohorje Ruse verlor. Mit einem deutlichen 4:0 gegen Branik Maribor schaffte Sloweniens Renommierklub Tabor Sezana den Sprung von Rang 15 auf 9. Meister Autoplus Korte Izola steckt weiter in der Krise, das Team von Trainer Andreas Venzlaff verlor bei Drava Ptuj mit 2:1. 

Überraschend gut erholt zeigte sich Branik Maribor nach der hohen Niederlage gegen Tabor Sezana. Am 10. Spieltag wurde im eigenen Stadion dem Gegner Brda Bobrovo beim 4:1 keine Chance gelassen. Und auch dem Double-Gewinner Autoplus Korte Izola gelang mit einem 1:0 gegen Pohorje Ruse an diesem Spieltag ein Sieg sowie der Sprung auf Tabellenplatz 10.  An der Tabellenspitze hingegen blieb alles beim alten. Sowohl Tabellenführer Olimpija Ljubljana (2:1 gegen Drava Ptuj) als auch der Zweite Nafta Lendava (2:1 gegen Renkovci Turnisce) gewannen souverän ihre Heimspiele. Die Rote Laterne kann sich derweil schon mal in Sepic häuslich einrichten - nach der 8. Saisonniederlage (1:3 gegen Korotan Prevalje) im zehnten Spiel hat Jadran Sepic nun schon sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenvorletzten. Diesen 17. Platz belegt nach diesem Spieltag Esotech Smartno nach einer 1:2-Heimniederlage gegen NK Sentjur, da das bisher auf Rang 17 platzierte Team von Rudar Velenje mit einem 2:1 gegen Tabor Sezana immerhin wieder auf Rang 16 kletterte. Mit der zweiten Heimniederlage der laufenden Saison (3:4 gegen Potrosnik Beltinci) hat das Heimstärkste Team der vergangenen Saison, HIT Nova Gorica, in der laufenden Saison nach zehn Spielen bereits doppelt so viele Heimpleiten einstecken müssen wie im Vorjahr. 

Während Nafta Lendava beim 2:2 gegen Promorje Ajdovscina am 11. Spieltag zwei Punkte abgab, siegt Tabellenführer Olimpija Ljubljana weiter unbeirrt und baut mit dem 2:1 bei Pohorje Ruse seine Führung auf vier Punkte aus. Rang drei eroberte nach einem 3:2 gegen Branik Maribor Potrosnik Beltinci. Bereits auf Rang fünf steht nun Aufsteiger Renkovci Turnisce, die ein erneut enttäuschend spielendes Nova Gorica mit 3:0 bezwangen. Dennoch stellt sich das Präsidium weiter ohne Einschränkung hinter Trainer Michael Grafunder. Wie man eine Krise bewältigt, macht derzeit Rudar Velenje vor. Beim 5:1 gegen Jadran Sepic holte man sich nicht nur drei Punkte, man sammelte auch gleichzeitig Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. Auch Esotech Smartno schaffte mit einem 3:1-Sieg bei Drava Ptuj den Abschied von den Abstiegsplätzen, wenn auch nicht für lange, da...

... man am 12.Spieltag die relativ gute Ausgangsposition mit einer 1:2 Heimpleite bei Pohorje Ruse wieder verspielte und auf Rang 17 zurückfiel. HIT Nova Gorica zeigte beim 3:2 gegen Promorje Ajdovscina, warum man im heimischen Stadion in der vergangenen Saison bei den Gegnern gefürchtet war. Der Endstand sagt jedoch nur wenig über die drückende Überlegenheit der Heimmannschaft aus. Da jedoch auch Brda Bobrovo sein Spiel gegen Potrosnik Beltinci mit 3:2 gewann, steht Gorica immer noch auf einem Abstiegsplatz (16.). Das Schlußlicht Jadran Sepic konnte im Heimspiel gegen Tabor Sezana mit einem 3:3 immerhin mal wieder einen Punkt holen. Es ist der dritte der laufenden Saison und bei bereits 11 Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz kann man sich in Sepic wohl langsam schon auf die Rückkehr in die Zweite Liga vorbereiten. Nachdem Spiel gab es bei Jadran Sepic eine vierstündige Krisensitzung, in der beschlossen wurde, weiterhin an Trainer Micha Kornitzki festzuhalten. Als Grund für die sportliche Talfahrt wurde der konsequente Jugendstil genannt, der jetzt durch einige erfahrene Neuzugänge etwas gebremst werden soll. Ob jedoch in absehbarer Zeit geeignete Kandidaten verpflichtet werden können, steht wohl noch in den Sternen. Ganz anders das Bild in der Hauptstadt, wo Olimpija Ljubljana nach einem 3:1 gegen Korotan Prevalje nicht nur die Serie von mittlerweile sechs Siegen in Folge weiter ausgebaut hat, sondern auch die Tabelle weiterhin mit vier Punkten Vorsprung anführt. Dichtester Verfolger ist Nafta Lendava, die durch ein 2:1 gegen NK Sentjur ihrerseits die Konkurrenz auf Distanz gehalten haben. Es bleibt also wohl nur, auf ein paar Überraschungen an den kommenden Sp
ieltagen zu hoffen, damit in Slowenien nicht schon bald die große Langeweile regiert. 

Im Europapokal sind in der dritten Runde nun auch die letzten Vertreter Sloweniens ausgeschieden. Meister + Pokalsieger Autoplus Korte Izola konnte zwar sogar das Auswärtsspiel beim luxemburgischen Vertreter UN Kaerjeng gewinnen, daß Rückspiel in der Heimat verloren die Slowenen jedoch mit 3:1. Auch der überraschend erfolgreiche Zweitligist NK Koper mußte sich in dieser Runde verabschieden. Gegen Queen’s Park Glasgow war man chancenlos und verlor beide Spiele. Im internationalen Vergleich hinken die slowenischen Vereinsmannschaften also erneut hinterher. 

Ganz anders die Nationalmannschaft.
Durch ein 4:2 gegen Italien am 5.Spieltag wurde in der Second Division A der zweite Tabellenplatz weiter gesichert, der ja bereits zum Aufstieg in Europas Elite-Liga berechtigt. Am 6. Spieltag gelang dann ein überzeugender 4:1-Sieg gegen das in dieser Saison enttäuschend auftretende Litauen, das sich nach 6 Niederlagen und 2:21 Toren (!!!) wohl schon mit dem Abstieg anfreunden darf. Die Slowenen hingegen übernahmen durch diesen Erfolg sogar die Tabellenführung, da der direkte Konkurrent Armenien im Heimspiel gegen die Finnen nicht über ein Unentschieden hinaus kam. Die slowenischen Nationalmannschaft hat jetzt bereits 4 Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. Wenn man bedenkt, daß sie erst in der vergangenen Saison aus der Third Division A aufgestiegen sind, kann man dem Teamchef nur ein großes Kompliment machen, hier wurde offensichtlich sehr gute Aufbauarbeit geleistet. Etwas weniger erfolgreich verlief das Spiel gegen Albanien bei der Balkan-Meisterschaft, knapp wurde dieses Spiel mit 1:2 verloren. Da dies jedoch erst der zweite Spieltag war und Titelverteidiger Bosnien auch erst drei Punkte auf dem Konto hat, ist hier also noch alles offen. 

Heiner Zimmermann

Double-Gewinner mit Startschwierigkeiten

01.11.01 - Nach einer diesmal etwas längeren Pause geht es endlich wieder los und natürlich wurde den zahlreichen Zuschauern gleich wieder einiges geboten.

Erster Tabellenführer der neuen Saison ist Branik Maribor. Ein 3:1 Sieg gegen Rudar Velenje reichte für den Spitzenplatz, da es der einzige Sieg mit mehr als einem Tor Unterschied am ersten Spieltag war. Mannschaft des Spieltages ist jedoch der letztjährige Zweitliga-Champion Nafta Lendava, der den Double-Gewinner Autoplus Korte Izola mit 3:2 bezwang. Auch der zweite Aufsteiger, Jadran Sepic, verschaffte sich gleich mit einem 1:1 beim Vizemeister HIT Nova Gorica den nötigen Respekt. Lediglich der dritte Aufsteiger, Renkovci Turnisce hatte im ersten Spiel im Oberhaus Schwierigkeiten und war mit der 1:2-Heimniederlage gegen Drava Ptuj noch gut bedient. 

Nach dem zweiten Spieltag hatten immerhin noch vier Teams eine weiße Weste. Die Tabellenspitze teilen sich jetzt Tabor Sezana (3:1 bei NK Sentjur) u
nd Branik Maribor (2:1 bei Jadran Sepic) mit jeweils 6 Punkten und 5:2 Toren. Ebenfalls 6 Punkte haben noch Olimpija Ljubljana, die das Überaschungsteam des ersten Spieltages, Nafta Lendava, mit 3:2 bezwangen, sowie Drava Ptuj nach einem 3:2-Sieg gegen Promorje Ajdovscina. Der Meister Autoplus Korte Izola konnte auch am zweiten Spieltag nicht überzeugen, kam im Duell mit dem Vizemeister vor eigenem Publikum nur zu einem 1:1. Aufsteiger Renkovci Turnisce kam mit einem 3:3 bei Pohorje Ruse zu seinem ersten Punkt in der ersten Liga. Nach einer 1:2-Heimniederlage gegen Zeleznicar Maribor ist Esotech Smartno als einzige Mannschaft in der laufenden Saison noch ohne Punktgewinn. 

Am dritten Spieltag konnte Branik Maribor den ersten Tabellenplatz zurückerobern. Nach einem 2:1-Sieg gegen einen erneut enttäuschenden slowenischen Meister ist Branik jetzt als einzige Mannschaft in dieser Saison noch ohne Punktverlust. Punkt- und Torgleich auf Rang zwei liegen Tabor Sezana (2:2 gegen Zeleznicar Maribor) und Korotan Prevalje, die an diesem Spieltag 3:1 bei Aufsteiger Renkovci Turnisce gewannen. Erneut keinen einzigen Punkt gab es für Esotech Smartno. Das Team von Daniel Penzkofer unterlag beim Zweitligameister Nafta Lendava mit 2:1. Das wird mittlerweile zum Standardergebnis, denn auch an den ersten beiden Spieltagen war Smartno mit 1:2 unterlegen. Ähnliche Serien schafften auch Brda Bobrovo, die gegen Jadran Sepic zum dritten Mal 2:2 spielten, sowie HIT Nova Gorica, mit einem 1:1 gegen Olimpija Ljubljana. Der Vizemeister hat damit zwar eine Super-Abwehr, mit nur drei Gegentreffern genauso wenige wie ansonsten nur der Tabellenführer, jedoch mit nur drei eigenen Treffern traf man so selten wie sonst nur der Tabellenletzte Esotech Smartno. 

Alle drei Serien brachen jedoch am vierten Spieltag: HIT Nova Gorica verlor bei Esotech Smartno mit 4:1 und verhalf diesen somit nicht nur zu den ersten Punkten in der laufenden Saison, sondern gleichzeitig zum Verlassen des letzten Tabellenplatzes. Die Serie von Brda Bobrovo riss beim Meister und Pokalsieger Autoplus Korte Izola, der nach Startschwierigkeiten offensichtlich zu alter Form zurück zu finden scheint und Brda mit einem ungefährdeten 2:0 bezwang. Endgültig blamiert hat sich jetzt UEFA-Cup-Teilnehmer Rudar Velenje, die im Heimspiel gegen den bisher sieglosen Aufsteiger Renkovci Turnisce verloren und somit mit nur einem einzigen Punkt das Tabellenende bilden. Am anderen Ende der Tabelle hat Korotan Prevalje durch ein 3:1 gegen Promorje Ajdovscina die Führung übernommen. Der bisherige Tabellenführer Maribor kassierte seine erste Saisonniederlage bei Olimpija Ljubljana (3:2), die damit als einzige neben Prevalje in der laufenden Saison noch ungeschlagen sind. 

Auch der Europapokal ist bereits gestartet. Da der Meister in der Champions-League in der ersten Runde noch nicht eingreift, trat aus Slowenien nur der Vizemeister HIT Nova Gorica an. Wie ja schon in der Liga deutlich wurde, steckt das Team von Michael Grafunder in einer Krise. So scheiterte man in der CL-Quali am russischen Vertreter Sokol Saratov mit 0:1 und 0:3. Rudar Velenje zeigte zwar im UEFA-Cup eine bessere Leistung als zuletzt in der Liga, jedoch reichte ein 3:3 im Hinspiel gegen den AC Florenz nicht, das Rückspiel in der Toskana wurde mit 3:1 verloren. Einziger Lichtblick im internationalen Wettbewerb war ausgerechnet der Zweitligist NK Koper, der als Pokalfinalist im UEFA-Cup mitmischen darf und Frem Kopenhagen vor eigenem Publikum mit 4:0 abschoss. Daß das Rückspiel mit 2:3 verloren ging, störte bei der Siegesfeier von NK kaum. 

Die Nationalmannschaft bekam zum Auftakt in der Second Division A der Europaliga ausgerechnet Deutschland als ersten Gegner serviert. Die Aufstiegseuphorie überschattete in diesem Spiel taktische Mängel und die Nationalmannschaft siegte mit 3:1. Da am zweiten Spieltag sogar ein 3:1-Auswärtssieg bei Mitaufsteiger Malta gelang, steht das slowenische Team nun nach der letztjährigen Meisterschaft in der Third Division auch in der Second Division A an der Spitze, dicht gefolgt von der Nationalmannschaft Armeniens, die punktgleich auf Rang zwei liegen, da sie ein Gegentor mehr kassiert haben. Auch in der Balkan-Meisterschaft gelang ein guter Start, das Team Jugosl
awien wurde mit 3:2 bezwungen, langsam zahlt sich die gute Arbeit aus und man kann beruhigt in die Zukunft blicken, auch wenn Nationaltrainer Scheffler zurecht warnt, jetzt nicht abzuheben.

Heiner Zimmermann