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| Pokalfinale:
Niva Ternopol - Metalurg Donezk
20.12.01 - In der Liga setzen sich die ersten Mannschaften so
langsam etwas ab. An der Tabellenspitze steht nach dem 28. Spieltag Karpaty
Lwow. Zwölf Punkte konnte Lwow aus den letzten vier Spielen ergattern
und sie schoben sich somit vom siebten Tabellenplatz an die Tabellenspitze.
Dabei waren unter den vier Spielen drei Spiele Auswärtsspiele. Demnach
ist Lwow in einer Topverfassung und sicherlich ein heißer Titelanwärter.
Dass man vom siebten auf den ersten Platz nach vorne kommen konnte, zeigt
aber auch, dass die anderen Vereine in der Tabellenspitze ziemlich ins
Taumeln kamen. So konnte der nach dem 24. Spieltag überraschende Tabellenführer
FC Winniza nur zwei Spiele gewinnen. Darunter am 28. Spieltag das Spiel
gegen Zarkapattya Uzhgorod, dem damaligen Tabellenführer. Völlig
gespannt wurde das Spiel beobachtet. Viele Experten hatten den Einbruch
vom Aufsteiger erwartet, nachdem es in den letzten Wochen nicht mehr so
rund lief. Das kleine Stadion war restlos ausverkauft und es fing schlecht
an. In er siebten Minute verschoss Winniza einen Elfmeter, in der 13. Minute
schoss der Stürmer freistehend am Tor vorbei. Das musste sich rächen
und so ging Uzhgorod in der 31. Minute in Führung. Das war gleichzeitig
der Halbzeitstand und die Experten fühlten sich in ihrer Meinung bestätigt.
Nach der Halbzeitpause nutzte Winniza aber die Chancen, die es sich erspielte.
In der 62. Minute schafften sie den Ausgleich und ließen dem Gegner
von da an keine Chance mehr. Sie schnürten ihn in deren Hälfte
ein, konnten sich aber nicht zwingende Torchancen erarbeiten. Bis zur 85.
Minute. Denn dann gab es endlich das erlösende 2:1 und die Gewissheit,
dass man weiterhin um die Meisterschaft mitspielt. Die Konsequenz aus der
Niederlage bei Uzhgorod war, dass der Trainer Michael Ott überraschend
gefeuert wurde. Auf der Suche nach einem Nachfolger ist man schnell fündig
geworden. Man hat Helmut Fichtinger verpflichtet, der den Kampf um die
Meisterschaft aus einigen Erfahrungen kennt.
Am Tabellenende tummeln sich nach wie vor die gleichen Vereine. So
überraschend, wie man die gute Saison von Winniza ist, ist die schlechte
Saison von Stal Altshevsk. Langsam hat man sich aber an die Situation gewöhnt.
Mit fünf Punkten aus den letzten vier Spielen konnte sich der Meister
um einen Platz vom achtzehnten auf den siebzehnten verbessern. Allerdings
ist es immer noch nicht wieder das Team, das man aus den vergangenen Spielzeiten
kennt. Ebenfalls eine eigentliche Spitzenmannschaft ist Niva Ternopol.
Ternopol hat jetzt die „Rote Laterne“ und muss sich genau so wie Altshevsk
sputen, damit sie nicht absteigen. Beide Mannschaften haben bereits drei
Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Auf dem 16. Platz steht
Naftovyk Okhtyrka. Dieser Verein hat schon den dritten Trainer in dieser
Saison. Für acht Spiele hat man Raphael Kohrs vertraut, aber mit dem
ist man nicht glücklich geworden. Jetzt darf Ratko Zavta sein Glück
versuchen. Auf dem 15. Platz steht der FC Cherkasy. Auch hier wurde mit
Michael Paluszek im Laufe der Saison ein neuer Trainer verpflichtet, aber
der erhoffte Erfolg blieb bisher aus. Diese letzten vier Vereine haben
sich ihre Tabellenposition aber selbst zuzuschreiben. Sie haben am wenigsten
Tore in der Liga geschossen und daran müssen sie für die letzten
Spieltage auch arbeiten. Nur viele Tore können sie retten!
Im Pokalfinale kommt es zum Duell zwischen Niva Ternopol und Metalurg
Donezk. Die beiden Pokalhalbfinals waren von Torlosigkeit und mangelnder
Spielkultur geprägt. Niva Ternopol setzte sich überraschend
mit 1:0 gegen Poligr. Olexandriya durch. In der Abwehr standen sie Ausnahmsweise
gut und das Tor fiel durch einen Elfmeter. Viele spielerische Akzente konnte
keine Mannschaft setzen. So war das auch im anderen Spiel, das Metalurg
Donezk gegen Portovik Illischiwsk nach Verlängerung gewann. Donezk
war leicht überlegen und mussten sich ärger, nicht nach 90 Minuten
gewonnen haben, denn in der 86. Minute wurde eine 100%-ige Torchance vergeben.
Von diesem Pokalfinale darf man einiges erwarten. Das gleiche Spiel findet
auch zu Saisonende in der Liga statt und wird für Ternopol entscheidend
im Kampf um den Klassenerhalt sein.
Michael Pleus |
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| Ein etwas
ungewöhnliches Duell
06.12.01 - Am letzten Wochenende kam es in Kiew zu einem etwas
ungewöhnlichen Fußballspiel. Die Idee zu dem Spiel kam Christian
Grüning, als er im Stadion in der ukrainischen Fankurve ein Plakat
sah, auf dem stand: „Die Alten mit der Erfahrung, die Jungen mit dem Übermut,
das ist die richtige Mischung, ja darum sind wir so gut!“ Wie ein Blitz
schoss es ihm durch den Kopf. Ein Duell zwischen der alten und der jungen
Hälfte der Nationalmannschaft könnte man einmal austragen. Diese
Idee wurde von den Spielern und den Fans sehr gut aufgenommen und alle
freuten sich auf das Spiel. Christian Grüning betonte immer wieder,
dass er dadurch die Nationalmannschaft nicht spalten wollen würde,
sondern dass er den Spaßfaktor einfach erhöhen wollte. Und so
haben es auch alle verstanden Jedoch war das Spiel in der Freizeit der
Spieler und so konnten sie sich frei entscheiden, ob sie mitmachen wollten.
Da sich einige nicht von ihren sonstigen Aufgaben loseisen konnten, gab
es folgende Aufstellungen:
Der alte Teil:
Christian Grüning
Frank Marzinzik
Helmut Fichtinger
Björn Specht
Ralph Mathes
Alexander Remde
Enrico Erkens
Der junge Teil:
Bommel Hommelsheim
Arne Ruland
Magnus Heun
Andy Reinboth
Patrick Schärer
Michael Pleus
So begann dann das Spiel im Stadion von Kiew. Vor 80000 Zuschauern wurde
es zelebriert und alle hatten Spaß an der Sache. Auf dem Platz wurde
geflachst und auf den Rängen gefeiert. Trotzdem zeigten sich klar
die Unterschiede zwischen den Mannschaftshälften. Am Anfang rannten
die JUNGEN auf das Tor der ALTEN an und es stand schon nach zehn Minuten
2:0. Der Spritzigkeit und Antrittsschnelligkeit der jungen Hälfte
wussten die ALTEN anfangs nichts entgegenzusetzen. Bommel Hommelsheim gelang
nach einem feinen Solo durch die Abwehr des Gegners, die durch ihre Bewegungslosigkeit
bestach, in der siebten Minute der Treffer zur 1:0-Führung. Arne Ruland
köpfte in der zehnten Minute den Ball zum 2:0 ins Tor, nachdem er
von Patrick Schärer mit einer maßgenauen Flanke bedient wurde.
Diese beiden schnellen Tore gaben den ALTEN zu denken und sie stellten
ihr Spiel um. Durch geschickte Pässe zeigten sie ihre Überlegenheit
in der Übersicht und ließen die JUNGEN oft ins Leere laufen.
In der 19. Minute konnte Helmut Fichtinger dann den Anschlusstreffer erzielen.
Christien Grüning passte den Ball auf den Flügel zu Frank Marzinzik,
dieser tunnelte seinen Gegenspieler und schoss den Ball flach vors Tor.
Helmut Fichtinger grätschte in den Ball rein und spitzelte ihn über
den Torwart her ins Tor. Nach dieser Angriffsstafette mussten sich die
ALTEN aber wieder etwas zurückziehen, damit sie für die zweite
Halbzeit noch genug Kondition hatten. Das nutzte Magnus Heun in der 24.
Minute aus. Michael Pleus schlug den Ball aus der Abwehr heraus auf den
linken Flügel, Andy Reinboth ihn aufnahm und und zwei Gegenspieler
schwindelig spielte. Dann passte er weiter auf Magnus Heun, der nur noch
den Torwart vor sich hatte. Er täuschte einen Schuss an, umlief den
Torwart dann aber und schob in aller Seelenruhe zum 3:1 ein. In der 37.
Minute kam es dann zu einem Freistoß für die ALTEN aus 23 Metern.
Ralph Mathes legte sich selbstbewusst den Ball zurecht und die anderen
vertrauten ihm. Dies taten sie berechtigt, denn Ralph Mathes zirkelte den
Ball wunderschön um die Mauer ins Tor hinein. So stand es 2:3 und
so ging es in die Halbzeit.
Gutgelaunt kamen alle Spieler aus der Kabine zurück auf den Platz.
In den ersten zehn Minuten spielten nur die ALTEN und hatten drei hochkarätige
Chancen. Enrico Erkens hob den Ball aus zehn Metern freistehend über
das leere Tor, Christian Grüning trat in zwei Metern Entfernung zum
Tor am Ball vorbei und Alexander Remde rutschte aus, als zum Kopfball hochsteigen
wollte. Danach war die Luft bei den ALTEN entgültig raus und sie zogen
sich zurück. Somit hatten die JUNGEN das Spielfeld für sich,
aber es kamen kaum gescheite Pässe zustande und mit Laufkraft alleine
kann man keine Tore schießen. In der 67. Minute schoss Andy Reinboth
den Ball aus 27 Metern Entfernung ans Lattenkreuz und Patrick Schärer
war
gerade dabei, sich die Stutzen zurechtzuziehen, als er im Sturm angespielt
wurde. So rollte der Ball an ihm vorbei in die Arme des Torwarts. Mit Rücksicht
auf die ALTEN ließ der Schiedsrichter dieser absolut fairen Begegnung
dann auch keine Nachspielzeit und pfiff nach exakt 90 Minuten ab. Am Ende
war es also ein knappes 3:2 für die JUNGEN, aber die ALTEN werden
mit Sicherheit eine Revanche bekommen.
Völlig verschwitzt verkündete Alexander Remde nach dem Spiel,
dass das eingenommene Geld der wohltätigen Jugendorganisation „Fußball
statt Drogen“ gespendet wird.
Dann kam es zur dritten Halbzeit. Anlässlich des 100. Länderspiels,
dass zwei Wochen zuvor Italien stattfand und mit 3:2 verloren ging, gab
es ein großes Verbandsfest. Hier entpuppten sich die ALTEN dann doch
als wahre Konditionswunder, die aber schnell die Übersicht verloren
haben. Einige Nationalspieler kamen erst Tage später wieder zum Training,
da ihre anschließende Kneipentour lange andauerte oder sie aus unerklärlichen
Gründen unabkömmlich waren. So wurde drei Tage nach dem Spiel
beobachtet, wie Ralph Mathes, Christian Grüning und Arne Ruland mit
einem breiten Grinsen aus einem Altenheim kamen.
Michael Pleus |
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| Meister in
Abstiegsnöten
06.12.01 - An der Tabellenspitze befindet sich nun Poligr. Olexandriya.
Mit zwei Siegen und zwei Unentschieden aus den letzten vier Spielen erarbeiteten
sie sich drei Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten. Das schwierigste
der letzten vier Spiele war dabei sicherlich das Spiel bei Zakarpattya
Uzhgorod am 19. Spieltag. Es war das Spiel zwischen dem Tabellenvierten
und dem Tabellendritten. Demnach fand es vor vollem Haus statt, weil beide
berechtigte Chancen hatten, die Tabellenführung zu übernehmen.
Und das Spiel war von Anfang an spannend. Früh konnte Uzhgorod in
Führung gehen, aber das machte Olexandriya gar nichts aus. Immer und
immer wieder versuchten sie, den Ausgleich zu erzielen, bis es ihnen in
der 36. Minute gelang. Es ging hin und her mit hochkarätigen Chancen
auf beiden Seiten. Kurz vor der Halbzeitpause ging Olexandriya sogar in
Führung. Eiskalt verwandelte der Stürmer einen Konterangriff.
In der zweiten Halbzeit war Uzhgorod dann überlegen. Sie schnürten,
angepeitscht vom eigenen Publikum, Olexandriya in der eigenen Hälfte
ein und hatten eine Chance nach der anderen. In der 88. Minute kam es dann
endlich zum Ausgleich. Nur machte Uzhgorod jetzt wieder den Fehler, sich
hinten reindrängen zu lassen. In den letzten Minuten hatte Olexandriya
das Sagen auf dem Feld. Mit dem Schlusspfiff gelang dann das Tor des Monats.
Nach einer Ecke für Olexandriya wurde der Ball von einem Abwehrspieler
Uzhgorods herausgedroschen. Ein Abwehrspieler von Olexandriya nahm den
ball an, lupfte ihn über einen heranstürmenden gegnerischen Stürmer
und schoss ihn Volley aus 37 Metern ins linke obere Toreck. So endete das
Spiel mit 3:2 für Olexandriya.
Vom zweiten bis zum siebten Tabellenplatz liegen die Vereine nur zwei
Punkte auseinander. Das ist ein Zeichen für die Ausgeglichenheit in
der Liga und eine Begründung dafür, dass noch keine Mannschaft
zwei Meistertitel holen konnte. Tabellenzweiter ist Krivbas Krivoj Rog.
Nur Karpaty Lwow konnte Krivoj Rog in den letzten vier Spielen bezwingen.
In den anderen Spielen bot Krivoj Rog überzeugende Leistungen und
ist nicht unverdient soweit vorne. Auf den beiden Uefa-Cup-Plätzen
liegen Zakarpattya Uzhgorod und Karpaty Lwow, aber selbst der zehntplatzierte
Verein hat nur einen Sieg Rückstand auf den vierten Platz, so dass
noch nichts entschieden ist.
Am Tabellenende setzen sich so langsam Stal Altschevsk und Niva Ternopol
nach unten ab. Die beiden Vereine schaffen es nicht, ihre Krise zu überwinden
und haben nun schon fünf Punkte Rückstand auf den 15. Platz.
Dem amtierenden Meister Stal Altschevsk gelang am 17. Spieltag zwar ein
überzeugender 4:1-Sieg gegen den dritten Verein auf den Abstiegsplätzen,
Naftovyk Okhtyrka, aber das war wohl nur ein kleines Strohfeuer, denn an
den nächsten Spieltagen gab es eine 0:1-Heimschlappe gegen den überraschend
gut dastehende Aufsteiger FC Winniza, eine 2:4-Niederlage bei Metalurg
Donezk und ein 0:3 gegen Krivbas Krivoj Rog. Auch Ternopol ließ sein
Können nicht wirklich aufblitzen. Bei den beiden letzten Unentschieden
gegen ZSKA Kiew und Metalurg Mariopol konnten sie glücklich sein,
dass der Gegner die Chancen nicht zu nutzen vermochten. Okhtyrka hat zwei
Punkte Vorsprung auf die beiden letzten, aber auch schon drei Punkte Rückstand
auf den 15. Platz. Hier wird man sich die Frage stellen, ob es wirklich
richtig war, Raphael Kohrs aus Finnland zu holen.
Im nationalen Pokal gab es vier überraschend deutliche Ergebnisse
im Viertelfinale. Wer gedacht hatte, dass das Spiel zwischen den beiden
Tabellenletzten Niva Ternopol und Stal Altschevsk ein echter Krimi würde,
hat sich getäuscht. Beim 2:0 war Ternopol immer überlegen, aber
das machte das Spiel auch nicht ansehnlicher. Der letzte Zweitligist im
Wettbewerb, Yavir Sumy, konnte daheim nicht gegen den derzeitigen Tabellenführer
Olexandriya gewinnen. Ein Sieg wäre eine Sensation gewesen, aber das
Spiel endete 0:3. Metalurg Donezk und Portovik Illischiwsk konnten ihre
Heimspiele gewinnen. Donezk bezwang Krivoj Rog mit 4:1 und Illischiwsk
Zementnik Mykolajiw mit 4:2. In diesen beiden Spielen ist immer der in
der Tabelle schlechter positionierte Verein weitergekommen.
Im internationalen Geschäft konnte nur ein ukrainischer Verein
das Achtelfinale erreichen. Metalurg Donezk ging in der Champions-League
als Gruppensieger der Gruppe E hervor, in der mit dem VV St. Truiden aus
Belgien der eigentliche Favorit den letzten Platz belegte. Diesen Verein
konnte Donezk am vierten Gruppenspieltag in einem packenden Duell mit 4:3
schlagen. An den letzten beiden Spieltagen gab es nur noch einen Punkt
für Donezk, aber da sich die anderen die Punkte klauten, reichte das
zum Gruppensieg. Im Uefa-Pokal verabschiedete sich Stal Altschevsk sang-
und klanglos mit zwei Niederlagen gegen den tschechischen Verein FK Mlada
Boleslav. Nach der 1:4-Hinspielpleite in Tschechien waren die Hoffnungen
auf ein Weiterkommen sehr gering. Im Rückspiel musste alles nach vorne
geworfen werden, um den Rückstand wettzumachen, aber der Gegner nutze
das mit zwei eiskalt abgeschlossenen Kontern aus und so gab es eine 1:2-Niederlage.
Michael Pleus |
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| Vorne noch
alles eng beieinander
29.11.01 - An der Tabellenspitze steht derzeit Karpaty Lwow.
Mit sieben Punkten aus den letzten vier Spielen konnte Lwow sich diesen
Platz erkämpfen. Überhaupt präsentiert sich Lwow in dieser
Saison gut, da sie in der Offensive stark und in der Abwehr gefestigt wirken.
Zwar spielten sie am vergangenen Spieltag 1:2 beim Neuling FC Winniza,
aber das wird sie nicht davon abhalten, weiter oben mitzumischen. Punktgleich
steht auf Platz zwei Poligr. Olexandriya. Olexandriya ist die Mannschaft
mit den wenigsten Niederlagen in der Liga. Daher scheint sich die Verpflichtung
des Trainers Arne Ruland zu Saisonbeginn schon auszuzahlen. Diese Saison
soll es nicht wieder passieren, dass sie lange oben mitspielen und am Ende
den unglücklichen fünften Platz belegen. Allerdings konnten sie
in den letzten vier Spielen nicht wirklich überzeugen, da es nur einen
Sieg gab.
Überraschender Dritter ist Zakarpattya Uzhgorod. In den vergangenen
spielzeiten boten sie eher blasse Leistungen und versanken im Mittelfeld.
Nun scheint sich im Verein aber etwas getan zu haben. Mit nur einem Punkt
Rückstand auf den ersten liegen sie in aussichtsreicher Position.
Direkt dahinter steht Shaktar Donezk. In den letzten Jahren haben sie ziemlich
an Prestige an den Stadtrivalen Metalurg Donezk verloren, der derzeit in
der Champions-League spielt. In dieser Saison konnten sie im Stadtderby
aber wieder gewinnen. Mit 2:0 schickten sie Metalurg nach Hause. Während
des ganzen Spiels war Shaktar überlegen, spielerisch und kämpferisch.
Durch die frühe Führung konnten sich das Spiel ruhig und
kontrolliert angehen und als sie Mitte der zweiten Halbzeit auf 2:0 erhöhten,
war allen klar, dass die Entscheidung gefallen ist. Metalurg Donezk selbst
ist aber nur zwei Punkte hinter Shaktar auf dem siebten Platz. Dazwischen
liegen noch Zementnik Mykolajiw, das zusammen mit Karpaty Lwow das Team,
mit den meisten Toren ist, und der ZSKA Kiew, die in der letzten Saison
den Abstieg gerade noch vermeiden konnten, Statt ihrer ist wegen der schlechteren
Tordifferenz der große Stadtrivale Dynamo Kiew abgestiegen. Dynamo
Kiew dümpelt derzeit aber in der zweiten Liga nur im Mittelfeld herum.
Es scheint nicht so, als würden sie den direkten Wiederaufsteig schaffen.
Am Tabellenende stehen mit Niva Ternopol, Naftovyk Okhtyrka und dem
amtierenden Meister Stal Altshevsk drei Vereine schon etwas abgeschlagen
da. Von Niva Ternopol und Stal Altshevsk konnte man vor der Saison mehr
erwarten. Wer hat schon erwartet, dsas der Meister nur 13 Punkte aus den
ersten 16 Spielen holen kann und eine miserable Abwehrleistung zeigt? Außerdem
scheint die Mannschaft zu überheblich an die aufgaben gegen die vermeintlich
schlechten Mannschaften ranzutreten, denn wie soll man sich sonst erklären,
dass sie gegen Vereine wie Portovik Illischiwsk und Zirka Kirovograd verlieren,
gegen Zementnyk Mykolajiw aber gewinnen? So ist es auch bei Niva Ternopol,
die in der letzten Saison noch mit der besten Abwehr der Liga glänzen
konnten. Nun haben sie sich schon 39 Gegentore nach 16 spielen eingefangen.
Bei Okhtyrka scheint sich der Trainerwechsel auch nicht auszuzahlen. Der
neue Trainer Raphael Kohrs konnte den Verein in acht Spieltagen noch nicht
aus dem Tabellenkeller führen. Ternopol hat drei Punkte Rückstand
auf den rettenden 15. Tabellenplatz, die anderen beiden schon vier.
Im Achtelfinale des Landespokals gab es keine Sensationen. In den beiden
Spielen zwischen Erst- und Zweitligisten konnte sich jeweils der Erstligist
durchsetzen. Zwar musste Krivbas Krivoj Rog dafür gegen den SC Kherson
in die Verlängerung, hatte aber am Ende die Nase vorn. Zwei kleine
Überraschungen gibt es aber dennoch: Zum einen konnte der ZSKA Kiew
das derzeitige Ligaschlusslicht Stal Altshevsk nicht bezwingen. Im Gegenteil.
Altshevsk dominierte das spiel. Es sah so aus, als wäre dem Pokalsieger
der Saison 2000’3 völlig egal, ob sie die nächste runde erreichen
würden. Diese Einstellung führte zu einer 0:2-Niederlge und Altshevsk
ging als Sieger aus diesem glanzlosen Spiel hervor. Die andere Überraschung
ist das Ausscheiden vom Tabellenführer Karpaty Lwow. Sie mussten sich
nach Verlängerung mit 2:1 bei Portovik Illischivsk geschlagen geben.
Der letzte Zweitligist im Wettbewerb ist Yavir Sumy. Sumy hat es nun im
Achtelfinale mit Poligr. Olexandriya zu tun.
Im Europapokal mühen sich die letzten beiden vertretenen Vereine
redlich, die durch das frühe Ausscheiden der anderen drei Vereine
verlorenen Punkte in der Fünfjahreswertung wieder rauszuholen. In
der Champions-League ist Metalurg Donezk mit zwei Siegen und einer Niederlage
in die Gruppenphase gestartet. Dabei fing es mit der 2:0-Niederlage beim
belgischen Verein SK Lommel nicht gerade berauschend an. Es zeigte sich
aber, dass das Ergebnis wieder nur af die Auswärtsschwäche des
Vereins im Europapokal zurückzuführen war. In den drei Qualifikationsrunden
konnte Metalurg nur triumphieren, da sie immer überragende Leistungen
vor heimischem Publikum erbracht hatten, und die zeigten sie auch wieder
in der Gruppe. Jeweils mit 3:0 gewannen sie gegen den FC Lugano aus der
Schweiz und den FC Dopamengo aus San Marino. Stal Altshevsk ist im Uefa-Pokal
in die dritte Runde eingezogen. Mit einem 3:1 und einem 2:1 gegen Laisve
Silute, dem litauischen Meister, konnten sie sich ohne große Mühe
qualifizieren. Die Litauer waren völlig von der Rolle und Altshevsk
nutzte konsequent deren Abwehrschwächen aus. Nur hier scheint der
ukrainische Meister wohl zeigen zu können, was in ihm steckt.
Michael Pleus |
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