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| Etzella bekämpt
Verliererimage
14.03.02 - 33. Spieltag: Etzella bekämpft Verliererimage
Mit einem 4:0 gegen den FC Koeppchen kann Etzella nun am UEFA-Cup schnuppern.
Stefan Marx’ Team spielte den Gegner förmlich an die Wand. Tolle Spielzüge
im Mittelfeld und eine bombensichere Abwehr begeisterten die Zuschauer
und den anwesenden Verbandspräsidenten Mark Prediger: „Etzella wird
Luxemburg sicher sehr gut im Europapokal vertreten, genau wie Schifflingen,
Diekirch und US Luxemburg. Wir werden wieder große Eupacup-Schlachten
zu sehen bekommen.“
Kaerjeng machte mit einer 1:3 – Niederlage in Beggen den Abstieg perfekt,
Rodingen mit einem Heim 1:1 gegen den SC Bettemburg fast. Dieses müde
Gekicke hätte eigentlich das spannendste Spiel des Spieltags werden
sollen, da beide Teams unbedingt einen Sieg brauchten. Stattdessen: unheimlich
fahriger Spielaufbau, Verkrampftheit und viele Fouls bei beiden Mannschaften.
Hans-Josef Loews Fola Esch durfte nach dem Sieg im Stadtderby an der
Rue de la Frontière den Klassenerhalt feiern. Der Trainer: “Großes
Kompliment an meine Mannschaft. Die ganze Saison standen wir tief im Abstiegskampf,
aber wir haben unser offensives Spiel beibehalten und sind nicht in Panik
verfallen. Angesichts der 63 Tore, die wir erzielt haben, stimmt mir sicher
jeder zu, dass wir eigentlich eine bessere Saison verdient gehabt hätten.
Nächste Saison werden wir uns in ganz anderen Tabellenregionen aufhalten.“
34. Spieltag: 2 luxemburgische Meister nun in Liga 2!
Nach der 0:1 Niederlage beim Tabellenletzten Düdelingen (!) kann
Meister FC Rodingen nun die Landkarte der 2. Liga studieren. Ja, es geht
nach Bastendorf und Muhlenbach..... Komisch, dass die MEISTER der vergangenen
beiden Jahre nun abgestiegen sind. Die Verantwortlichen und die Mannschaften
haben zu lange die Realität schöngeredet und sich auf vergangenen
Lorbeeren ausgeruht. Nun müssen sie die bittere Suppe auslöffeln.
Gerüchte über Rücktritte im Vorstand bei Rodingen und Kaerjeng
haben sich bisher nicht bestätigt.
Showdown im Stade municipal in Bettemburg, wo Etzella Ettelbrück
zu Gast war. Der Sieger würde in den UEFA-Cup einziehen, bei einem
Unentschieden hätte der 5. Avernir Beggen noch Chancen.
Das Spiel wurde zum großen Krimi. Schnelle 1:0-Führung für
Bettemburg, dann 2 Tore kurz vor und kurz nach der Pause für die Gäste.
Die Stimmung kochte hoch, rote Karte für einen Bettemburger Stürmer
nach Ohrfeigen eines Gegenspielers und Stefan Nalbach musste nach massivem
Meckern auf die Tribüne. Routiniert wollte Etzella nun die Führung
nach Hause schaukeln, als in der 80. Minute aus heiterem Himmel der Ausgleich
fiel. In den letzten 10 Minuten entwickelte sich noch ein offener Schlagabtausch,
der der Etzella kurz vor Spielende noch den Siegtreffer einbrachte. Ein
begeisterter Stefan Marx war sich nach dem Spiel und einigen Freuden-Bierchen
sicher: „Wir holen den U-EFA-Cup und werden wieder (?) Meister!“
Avenir Beggen ist sowieso in Monnerich nicht erfolgreich gewesen, sondern
hat vielmehr mit der Niederlage zum Klassenerhalt der Nalbach-Truppe beigetragen.
Was wird die neue Saison bringen? Werden Lintgen, AS Luxemburg und
Merl-Belair genauso starke Aufsteiger sein wie die letzten? Vor allem Merl-Belair
scheint doch schon als erster Absteiger festzustehen? Wird Schifflingen
auch den Weg des Meister-Vorgängers Rodingen gehen? Werden Jeunesse
Esch, US oder Spora Luxemburg endlich ihre Meisterhoffnungen erfüllt
sehen? Wird Stefan mit Bettemburg wieder „bester Nalbach-Brother“? Reichlich
Spannung für die kommende Saison also! Bleibt den Lux-News treu!
Tobias Koch |
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| Meisterliche
Glückwünsche nach Schifflingen
07.03.02 - Zu allererst meisterliche Glückwünsche nach
Schifflingen!! Im Spiel gegen den FC Brouch von Trainerkollegin Petra Prediger
gelangen Simone Marx’ Schützlingen die letzten noch benötigten
Punkte. Präsident Mark Prediger überreichte den Meisterpokal,
nicht ohne darauf hinzuweisen, dass zum 2. Mal eine Trainerin luxemburgischer
Meister geworden sei. Das zeige die gegenseitige Akzeptanz der Geschlechter
im hiesigern Fußballverband.
Auch der Vizemeister steht nun fest: Oli Tzschachels Young-Boys sind
endlich wieder in der Champions-League angekommen. U.a. am 31. Spieltag
beim 2. Saisonsieg gegen den nun frischgebackenen Meister zeigten die Diekircher,
dass sie in der Lage sind, nächste Saison unser Land gut zu vertreten.
Die Entscheidung über den UEFA-Cup-Startplatz fällt erst
am letzten Wochenende. Dabei haben theoretisch noch alle Teams bis Schieren
(also Bettemburg, Etzella, Mamer, Beggen und Wormeldingen) eine Chance
auf die Europacupteilnahme. Besonders brisant wird die Partie Bettemburg
– Etzella am letzten Spieltag werden. Hier wird wohl das Rennen entschieden!
Im Abstiegskampf hat Matze Bauer nur noch eine theoretische Chance.
6 Punkte in 2 Spielen sind (eigentlich) nicht aufzuholen. Schon längst
sind die Planungen für die 2. Liga abgeschlossen. Zwischen dem
FC Rodingen sowie Monnerich, Fola Esch und Ruemelingen wird es noch heiß
hergehen. Für Liebhaber des Abstiegskampfs sei das Lokalduell Jeunesse
– Fola Esch empfohlen. Wird Michael Loew seinem Vater Hans-Josef vielleicht
die entscheidenden Punkte liefern?
Ich wünsche ein spannendes Saisonende und frohes Feiern!
Tobias Koch |
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| Meistertrainer
Glänzel wärend Skatabend entlassen
28.02.02 - “Meistertrainer vor dem Rauswurf?” - so titelten die
Lux-News letzte Woche.Am Wochenende ist genau das passiert - nein nicht
Rodingens Thomas Jagtiani, sondern der Trainer von Altmeister Rümelingen
ist kurzfristig beurlaubt worden. Es war die 8. Saison für Micha Glänzel
in Rümelingen und das Ziel Klassenerhalt war bei 6 Punkten Abstand
fast gesichert. Bei einem zunächst geselligen Skatabend mit Vorstand
und Trainer teilte Präsident Schönbechler, der sich übrigens
den ganzen Abend schon auf der Verliererstrasse wähnte, seinem Trainer
Glänzel mit:"Du bist entlassen!", so erfuhren wir aus gut unterrichteten
Kreisen. Alte Weggefährten Glänzels zeigten sich entsetzt. Mark
Prediger: “Undank ist der Welten Lohn.” Thorsten Willems: “Eine katastrophale
Fehlentscheidung der Vereinsführung von Rümelungen!”
Der neue Trainer Chris Baumgart war zuletzt in der italienischen Amateurliga
tätig und hat noch keinerlei Erfahrung mit Profiklubs.
25. Spieltag: US Luxemburg will wieder Vizemeister werden
Wie immer offensiv eingestellt war US Luxemburg in Schieren. Nach vielen
tollen Torszenen konnte Matthias Steinbrück einen 4:3 - Sieg verbuchen:
“Wir haben nicht im Sturm versagt, aber die Defensive ließ zu wünschen
übrig.” Unter diesem Motto stand die ganze Saison. “Der US Lux hatte
sich diese Saison die Meisterschaft auf die Fahne geschrieben, diese ist
aber nicht mehr zu schaffen. Alle Spieler sind nun fest gewillt die Vizemeisterschaft
der letzten Saison zu wiederholen! Jeder weiß um was es geht, denn
wir wollen wieder in der CL-Quali starten und diesmal die Vorrunden überstehen.”
Sein Absteigertip: Neben Duedelingen Rodingen und Monnerich.
Einen klaren Auswärtserfolg beim Tabellennachbarm Mamer gab es
für Stefan Marx. Der 3:0-Erfolg war sehr wichtig beim Kampf um Platz
3.
26. Spieltag: Mamer stürzt ab
Schade: Der FC Mamer verlor auch das zweite “Spiel der Spiele” in Bettemburg,
sodass die Europacup-Träme von Tommy Zittauer wie eine Seifenblase
zerplatzten.
Etzella Ettelbrück befand sich schnell wieder auf dem Boden der
Tatsachen. Stefan Marx und die 6000 Zuschauer fand die 1:2 Pleite gegen
Avenir Beggen nur noch peinlich. Avenir Beggen? Waren die nicht ein heißer
Abstiegskandidat? Inzwischen befindet sich das Team auf dem 6. Platz! Seit
der Trainer Christian Ehmer heißt, gab es 11 Siege in 20 Spielen.
27. Spieltag: schon folgt der nächste Streich...
Die Siegesserie ging weiter. Avenir Beggen besiegte den SC Bettemburg
souverän mit 2:0. Damit wurde das Rennen um Platz 3 weiter spannender.
Christian Ehmer ist sich sicher: “In dieser Form wird meine Mannschaft
den UEFA-Cup erreichen!”
Der FC Monnerich holte beim 3:2 gegen Schifflingen wichtige Punkte
gegen den Abstieg. Schifflingen konnte die Niederlage bei dem Polster von
immer noch 7 Punkten leicht verschmerzen.
Hans-Josef Loew war ganz begeistert: “Wir haben unseren Gegner heute
in Grund und Boden gespielt. Das war großer Schritt in Richtung Klassenerhalt.”
4:1 gegen Schieren - wirklich eine beeindruckende Leistung.
28. Spieltag: Für Rodingen und Kaerjeng wirds eng
Im Heimspiel gegen den FC Brouch reichte es für den FC Rodingen
nur zu einem 1:1, obwohl man Brouch den Kräfteverschleiß wegen
der Doppelbelstung anmerkte. Schließlich hatte Petra Predigers Team
kurz vorher das Pokalfinale erreicht. Es sieht so aus, als würde Rodingen
nun die Tradition des FC Witz wiederaufleben lassen, der seinerzeit auch
als Meister absteigen musste.
“Ihr steigt ab und das ist gut so!” sangen die frustrierten Fans von
UN Kaerjeng. Hat das Team noch die Kraft, sich zu einem Endsput aufzuraffen?
Matze Bauer jedenfalls schuftete mehr denn je nach dem 2:3 in Schieren.
Spannend wird auch noch der Kampf um die Vizemeisterschaft nach Etzellas
Heim-3:0 gegen Tzschachels Young-Boys. Heiße Anwärter auf einen
Europacupplatz sind neben diesen beiden: SC Bettemburg (3.), US Luxemburg
(5.) und Avenir Beggen (6.)
Tobias Koch |
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| Meistertrainer
vor dem Rauswurf
21.02.02 - 21. Spieltag: Wichtig für das Rennen um
den Uefa-Cup-Platz: US Luxemburg konnte daheim gegen Bettemburg mit 3:1
gewinnen und übernahm den 3. Platz. Etzella gewann in Schieren bei
Josef Nalbach mit 3:1. Stefan Marx durfte sich nun berechtigte Hoffnungen
auf den Europacup machen. Im Abstiegskampf feierte Fola einen 4:1 Sieg
gegen Rodingen und schnupperte am Nichtabstiegsplatz 15.
22. Spieltag: Rekordergebnis 1:1. Ganze 5 Spiele endeten mit
diesem Resultat. Da zählten die Siege von Ruemelingen, Brouch und
Mamer im Tabellenmittelfeld um so mehr.
23. Spieltag: Der Meister FC Rodingen fand sich nach der 0:2-Pleite
beim Tabellennachbarn Monnerich auf einem Abstiegsplatz wieder. Der Stuhl
von Trainer Jagtiani scheint trotz der großen Verdienste bedenklich
zu wackeln. Matze Bauers UN Kaerjeng schaffte mit dem Sieg gegen Etzella
eine kleine Sensation und durfte vorübergehend die frische Luft eines
Nichtabstiegsplatzes atmen.
24. Spieltag: 2 aufsehen erregende 5:1 Siege gab es in Luxemburg
zu bestaunen. Während Spora seinen Aufwärtstrend gegen die „Maurermeister“
der letzten Saison, Jeunesse Esch bestätigte, geriet US gegen den
FC Koeppchen böse unter die Räder.
95% glauben an Schifflingen!
FC Schifflingen: Der Aufsteiger hat 8 Punkte Vorsprung und ist seit
10 Spielen ungeschlagen. Kein Wunder, dass 95 % der Befragten auf Schifflingen
als Meister tippten. Simone Marx freut sich, es allen männlichen Kollegen
gezeigt zu haben: „Ich muss zugeben, dass wir diese Saison einfach die
überlegene Mannschaft sind. Und was mich besonders freut: Keiner hatte
uns auf der Rechnung!“
YB Diekirch: Oli Tzschachel hatte keine Zeit. Das einzige, was er uns
über den Zaun des Trainingsgeländes zurief: „Und wir werden doch
noch Meister!“ Derzeit hält er ein Trainingslager ab, um seine Mannen
nach 4 Spielen ohne Sieg wieder auf Kurs zu bringen.
SC Bettemburg: Der Pokalsieger hat nach dem miserablen Saisonstart
aufgedreht. Vielleicht gelingt sogar noch die Vizemeisterschaft, denn Diekirch
ist nur 3 Punkte voraus. Stefan Nalbach: „Wenn wir am Saisonende vor meinen
Brüdern liegen, bin ich hochzufrieden. Schließlich gewinne ich
dann die Wette mit meinen Brüdern um 2 Fässer Bier!“
FC Mamer: Von der grauen Maus hat sich Mamer zur zweitbesten Heimmannschaft
gemausert. Tommy Zittauer: „Bei den chaotischen Ergebnissen in den internationalen
Ligen bin ich sehr zufrieden mit dem, was wir bisher erreicht haben. Unser
Ziel heißt: mindestens UEFA-Cup!“
Etzella Ettelbrück: Der Erstliga-Dauerbrenner meint nach zuletzt
schwankenden Leistungen seines Teams: „Etzella hat sich als Favorit auf
die Europacupplätze bewiesen. Ich denke, bis Platz 8 haben alle noch
Chancen. Nur eines ist sicher: Unsere Nationalmannschaft steigt auf!“
Er wird sich wohl noch ein paar Tipps bei seiner Frau holen müssen,
damit das seit Jahren immer wieder knapp verfehlte Ziel Platz 3 diese Saison
gelingt.
US Luxemburg: Der Verein mit dem neben Jeunesse Esch höchsten
Etat war auch diese Saison wieder Meisterschaftsfavorit. Am längsten
von allen Luxemburgern waren sie im Europacup vertreten. Die Doppelbelastung
war sicher ein Grund dafür, dass US trotz seiner Stars nicht ganz
oben mitspielt.
FC Brouch: Petra Predigers Team ist eindeutig auf dem Weg nach oben
und gehört nach Meinung einiger Experten zu den Favoriten auf die
Uefa-Cup-Teilnahme. Prediger: „Wir haben eine schwere Zeit gut überstanden
und sind stärker denn je. Brouch ist reif für den UEFA-Cup!“
Jeunesse Schieren: Die Schierener gehören zwar noch zur oberen
Hälfte der Tabelle, aber seit dem Heimremis gegen den Tabellenletzten
sind die Fans etwas ernüchtert. Josef Nalbach glaubt noch an die Wende:
„Ich bin sicher, dass wir wenigstens noch einen Platz vor Bettemburg erreichen
können. Die können doch nicht weiterhin so einen Dusel haben.“
Spora Luxemburg: „Nach oben geht nix mehr und nach unten auch nicht.
Jetzt geht es für uns darum, die Saison unseren Fans zuliebe ordentlich
zu Ende zu spielen.“ so der selbst ernannte Meisterschaftsfavorit Tommy
Kellas. „Das ist eben das verflixte 2. Jahr.“
Koeppchen Wormeldingen: Kein Team war so unbeständig in dieser
Saison wie der FC Koeppchen. Ein 0:3 in Duedelingen und kurz danach ein
5:1 bei USL. Ich meine: „Wer so schwankende Leistungen abliefert, hat Glück
wenn er nicht absteigt. Wie immer sind wir diese Saison nach gutem Start
eingebrochen. Jetzt können wir alle Kraft für den Aufstieg unserer
Nm einsetzen.“
Avenir Beggen: Am 9. Spieltag gekommen, hat Christian Ehmer der klinisch
toten Mannschaft von Konstantin Heinze wieder neues Leben eingehaucht.
Schon am 12. Spieltag machte er mit einem Auswärtssieg in Schifflingen
(!) auf sich aufmerksam. Ehmer: „In dieser Mannschaft steckt großes
Potenzial. Ich erhoffe mir Einiges von der nächsten Saison. In Luxemburg
gefällt es mir sehr gut und ich möchte auf diesem Wege alle Luxemburger
grüßen!“
US Ruemelingen: 6 Punkte Vorsprung auf Platz 16. Das Saisonziel Klassenerhalt
ist greifbar nahe. „ Dann ist unser Saisonziel erreicht“ so Micha Glänzel,
obwohl sich die Fans zwischendurch Größeres erhofft hatten.
Jeunesse Esch: Michael Loew: „ Es wird wohl einer der beiden Escher
Vereine absteigen. Ich glaube, mein Vater wird es nicht packen. Mit meiner
Mannschaft bin ich überhaupt nicht zufrieden, wir hatten wie immer
das Ziel, Meister zu werden. Die Nationalmannschaft ist zur Zeit das einzige,
woran ich noch Freude habe. Hoffentlich packen wir den Aufstieg.“ Als Meisterfavorit
nannte Loew den FC Schifflingen (gewagte Prognose!) und legte sich auf
AS Luxemburg als Aufsteiger aus der 2. Liga fest.
FC Monnerich: Zum Thema Abstieg sagte uns Hendrik „Spengel“ Nalbach:
„Wenn Sie dieses Wort noch einmal aussprechen, lasse ich Sie rauswerfen!
Wir steigen nicht ab und damit Basta!“ Auf der Tabelle ergibt sich ein
anderes Bild. Nur 1 Punkt Vorsprung. Könnte noch bitter werden, mit
den Finanzen des Vereins soll es bei einem Abstieg in die 2. Liga sehr
schlecht aussehen.
FC Rodingen: Der Meister ist die größte Enttäuschung
der Saison. Die Meisterfeier und die Teilnahme an der Champions-League
hat den Verein wohl völlig überfordert und jeden Realismus geraubt.
Thomas Jagtiani traut sich schon nicht mehr zum Einkaufen aus Angst vor
wütenden Fans. Traurig...
Fola Esch: HJ Loew hat den Vorteil, dass der Abstiegskampf nun schon
seit dem ersten Spieltag dauert und sein Team gelernt hat mit der Situation
umzugehen. In den letzten Wochen waren zudem viel versprechende Ansätze
zu sehen. Hans-Josef Loew warnt die Kontrahenten: „Wer uns abschreibt,
wird sich noch wundern.“
UN Kaerjeng: Die wunderbare Story des Aufsteigers, der erst Vizemeister
und dann Meister wurde und sich anschickte, Europa unsicher zu machen ist
längst Geschichte. Es herrscht Keller-Tristesse in Kaerjeng und es
wäre Matze Bauer nicht zu verdenken, wenn er sich einen neuen Verein
suchen würde.
F 91 Duedelingen: „Nicht mehr zu retten!“ „Wird einen Minusrekord aufstellen!“
– Schon lange kann Georg Golda für die 2. Liga planen. Golda: „ Ich
freue mich, dass der Vorstand auch in der 2. Liga auf mich setzt. Ich werde
mein bestes tun, um den Durchmarsch ins Amateurlager zu verhindern.“ Pessimismus
pur beim ehemaligen luxemburgischen Pokalsieger.
Die 2. Liga lebt!!
Der AS Luxemburg hat 11 Punkte Vorsprung auf Platz 4 und darf sich schon
auf die 1. Liga freuen. Glückwunsch an Manfred Friedrich!
Minerva Lintgen, letzte Saison 5., hat die größten Chancen,
nächste Saison oben mitzuspielen. Aber die alten Erstligisten Grevenmacher
und Hollerich werden damit so nicht einverstanden sein. Unbedingt aufsteigen
will die junge Mannschaft aus Muhlenbach unter der Regie von Sebastian
Gronecke: „Nach dem unglücklichen 4.Platz im letzten Jahr möchte
ich endlich ins Elitehaus aufsteigen und dort die Alten ärgern. Bis
jetzt habe ich noch alle Chancen und hoffe dass ich es packe.“ In der Nationalmannschaft
hat er ja schon gezeigt, was er draufhat.
Die großen Aufstiegsfavoriten Hobscheid und Aris Bonneweg finden
sich im Niemandsland der Tabelle wieder. Präsi Mark Prediger von Aris
behauptet, man wolle die 2. Liga dadurch attraktiver gestalten: „Insgesamt
war es ein gelungener Neuanfang in einer starken, attraktiven 2.Liga, in
der mehr Zuschauer in die Stadien strömen als in der 1. Hobscheid
und Bonneweg machen's möglich....“ Die schlechte Plazierung in der
Liga begründet er folgendermaßen:„Nach dem letztjährigen
Abstieg ist bei Aris Bonneweg trotz durchwachsener Saison der Umbruch gelungen.
Viele junge Spieler wurden dem Kader zugeführt, die auch teilweise
den Sprung in die 1.Mannschaft schafften. Nach gutem Saisonstart durfte
man am Bonneweg vorübergehend sogar vom direkten Wiederaufstieg träumen,
aber Verletzungspech machten diese Hoffnungen zunichte. Mittlerweile haben
wir uns im Mittelfeld etabliert, müssen allerdings noch aufpassen
nicht ganz unten reinzurutschen.“ Man kann aber davon ausgehen, dass das
Umfeld unruhig wird, wenn man in der nächsten Saison nicht um den
Aufstieg mitspielt. Ähnliches gilt für den CS Hobscheid, wo Tino
Bettscheider sich wohl mehr um die Nationalmannschaft gekümmert hat
und erst zu spät gemerkt hat, dass die 2. Liga kein Selbstläufer
ist.
Die Nationalspieler Babsi Boehme und Frank Andrae stehen mit Niederkorn
und Bastendorf an der Schwelle zur Abstiegszone. Wenn jetzt noch mal alle
Kräfte mobilisiert werden, ist der Klassenhalt bei beiden wahrscheinlich.
Tobias Koch |
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| Bauer: "Habe
Schnauze voll!"
14.02.02 - 17. Spieltag: Noch Hoffnung für Fola?
Nie und nimmer wie ein Absteiger spielte Fola Esch beim Tabellenführer
Diekirch auf. Der 3:1 – Erfolg war vollauf verdient, Oli Tzschachel bezeichnete
Fola nachher als „St. Pauli Luxemburgs“. Kriselt es nach der 2. Niederlage
in Folg nun in Diekirch?
Spora – Union Sportive, das Luxemburger Derby, fand keinen Sieger.
Die kampfbetonte Partie, in der US schon 2:0 führte, dann aber seinen
Libero durch einen Platzverweis verlor, endete insgesamt gerecht 2:2. Die
Teams von Simone Marx (Schifflingen 3:2 in Ruemelingen) und Stefan Nalbach
(Bettemburg 2:1 in Ettelbrück) verkürzten den Abstand zur Tabellenspitze.
18. Spieltag: Bauer: „Habe Schnauze voll!!“
Aus Kaerjeng gibt es weiterhin nichts positives zu vermelden. Nach
dem 1:2 bei Jeunesse Esch nun eine 1:2 - Niederlage beim schwächelnden
Spitzenreiter Diekirch. Matze Bauer war sehr angefressen, man merkte ihm
an, dass die Arbeit ihm derzeit alles andere als Spaß macht. „Mein
Team hat wieder wie eine Rentnermannschaft gespielt. Ich werde in
den nächsten Spielen konsequent aussortieren und keine Rücksicht
mehr auf vergangene Verdienste nehmen.“
Der FC Monnerich war in Esch himmelweit von der Erwartung entfernt,
den Trainer Nalbach vor der Saison formuliert hatte: „Ein einstelliger
Tabellenplatz muss drin sein!“ Nach dem 2:3 muss sich der Aufsteiger mit
einem 15. Platz auseinandersetzen.
Durch Schifflingens Sieg beim Meister Rodingen (2:1) konnte der 7-Punkte-Abstand
zum 3. Bettemburg konstant gehalten werden.
19. Spieltag: Ein Spiel für die Tototipper
Für Mamer das 4. Unentschieden in Folge, für Jeunesse schon
das Neunte in dieser Saison: Eine Bank für alle Tototipper Luxemburgs.
Thomas Zittauer jedoch war mit dem 3:3 nicht zufrieden: „Mit dieser Unentschiedenspielerei
können wir noch in Teufels Küche kommen.“
Kein Unentschieden, aber nicht weniger ärgerlich war die 3:4 Heimpleite
des FC Koeppchen gegen Avenir Beggen. Trainer Tobias Koch war stinksauer
über die unkonzentrierte Abwehrleistung und murmelte etwas von „lauter
Schönwetterfußballer“
Doch nach Monnerich gereist, aber wie erwartet verloren. Diekirchs
Trainer Tzschachel atmete nach dem 1:3, das die Tabellenführung kostete,
auf: „Jetzt haben wir die Nalbach zum Glück nur noch in Heimspielen!“
Bettemburg gewann in Duedelingen mit 1:0, so dass das Schlusslicht ohne
Sieg blieb.
20. Spieltag: Erster Sieg für Duedelingen – FC Koeppchen blamiert!
Der freundlichen Mithilfe von Wormeldingen sei Dank: F91 Duedelingen
feierte den ersten Sieg mit 3:0! Nun sind es „nur“ noch 10 Punkte bis zum
rettenden Ufer. Georg Golda hoffte, dass jetzt der Koten endlich geplatzt
ist: „Dieses Erfolgserlebnis brauchte meine Mannschaft! Wir haben uns noch
nicht aufgegeben. Die Leistung von Tobias Kochs Team war dagegen die eines
Absteigers.
Schifflingens 5. Sieg in Folge war das 2:1 im Spitzenspiel in Bettemburg.
Fragen nach der Meisterschaft wurden beim Tabellenführer noch abgeblockt.
In dieser Form ist Schifflingen Der Anwärter auf die Meisterschaft.
Der FC Brouch ist nach 7 Spielen ohne Niederlage und dem souveränen
3:1 über Monnerich nun Tabellensiebter und Petra Prediger erntete
endlich die Früchte ihrer offensiven Taktik.
Tobias Koch |
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| Stars gegen
Jugend 3-3
06.02.02 - 13. Spieltag: Stars gegen Jugend 3:3
Jeunesse Eschs Millionentruppe gegen den frechen Tabellenführer
aus Schifflingen – dieses Spiel war einen Besuch wert. 3:3 hieß es
am Ende und die Truppe von Michael Loew hatte wieder einmal verpasst, ein
6 Punkte-Spiel zu gewinnen. Loew: „Die Zuschauer haben natürlich ein
tolles Spiel geboten bekommen. Trotzdem werden meine Spieler so enttäuscht
sein wie ich, dass es uns wieder nicht gelungen ist, näher an die
Europacupplätze ranzukommen. Trotzdem bleibt Platz 3 unser Ziel, an
dem man uns am Ende der Saison messen wird.“
Beim Spiel Mamer gegen Schieren bekamen die Zuschauer 90 Minuten Einbahnstraßenfußball
zu sehen. Thomas Zittauers Team spielte den Tabellendritten mit 5:1 gegen
die Wand. Im richtungsweisenden Verfolgerduell gewann Etzella mit 3:2 in
Sporas Stade Josy Barthel.
14. Spieltag: Young-Boys überzeugten im Topspiel
Zum ersten Mal seit drei Jahren wurde wieder ein Spiel aus dem Stadion
an der Rue Denis Netgen live im Fernsehen übertragen. Welch ein Glück,
dass die Tausenden von Zuschauern, die nicht mehr ins Stadion gekommen
waren wenigstens so das Spiel sehen konnten. Leider konnte der Gastgeber
Schifflingen nie an bisher gezeigte Leistungen anknüpfen. Die Gäste
aus Diekirch verfielen nach dem 3:0 Erfolg in Träume von der Meisterschaft.
Trainer Oli Tzschachel konnte nicht einmal an der Pressekonferenz teilnehmen,
weil die feiernden Fans ihn nicht gehen ließen!
Vor eineinhalb Jahren noch Pokalsieger, jetzt immer noch sieglos: Auch
gegen den FC Brouch verlor Duedelingen kläglich mit 1:2. Ähnlich
geht es dem amtierenden Meister Rodingen. Dieser geriet nach dem Heim 2:4
gegen Wormeldingen sogar in bedrohliche Nähe zu den Abstiegsrängen.
15. Spieltag: Trainerinnen konnten gemeinsam feiern
Simone Marx und Petra Prediger, die beiden einzigen weiblichen Trainer
der Nationaldivision trafen am 15. Spieltag aufeinander. Während Predigers
FC Brouch diese Saison in der ungewohnten unteren Tabellenregion dümpelt,
ist Marx mit dem FC Schifflingen eine sensationelle Hinrunde gelungen.
Freundschaftlich trennten die Teams sich am Ende mit 3:3, so dass die Trainerinnen
am Abend noch ausgelassen in mehreren Bars gesichtet wurden.
Wer zwei verängstigte Teams an der Schwelle zur 2. Liga sehen
wollte, war im Stade Henri Dunant an der richtigen Adresse. Dort zitterten
sich Avenir und Fola Esch zu einem 1:1
Der Pokalsieger SC Bettemburg kann dagegen wieder nach oben schauen.
Beim Aufsteiger Rümelingen überzeugten Stefan Nalbachs Jungs
beim 3:1.
16. Spieltag: Spora enttäuschte wieder
„Jetzt ist Schluss mit lustig! So eine Leistung werde ich mir nicht
mehr bieten lassen!“ Mit diesen Worten strich Tommy Kellas seinen Spielern
den freien Sonntag und ließ sie morgens um 8 Uhr zum Waldlauf antreten.
Was war passiert? Die Abwehr offen wie ein Scheunentor, das Mittelfeld
lud die Gegenspieler zum Durchmarschieren ein, und der Sturm spottete jeder
Beschreibung. So hatte sich Spora ein 1:4 Debakel in Schifflingen abgeholt
und den Abstand zu Platz 16 auf 2 Punkte verringert.
Matze Bauer wird bei seinem UN Kaerjeng ähnliche Methoden anwenden,
wo sein Team jetzt mit 1:3 gegen Beggen auf den 16. Platz abgerutscht war.
Josef Nalbachs Jeunesse Schieren konnte mit einem 2:1 verhindern, dass
Diekirch sich weiter absetzt. Das war Diekirchs erste Niederlage seit dem
Spiel in Bettemburg. Wie heißt wohl dort der Trainer? Tzschachel
will sich jedenfalls überlegen, ob er zum Auswärtsspiel in Monnerich
überhaupt antritt.
Tobias Koch |
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| Torhagel in
Schifflingen
31.01.02 - 9. Spieltag: Führungsduo setzt sich ab
Souveräne Siege gelangen am 5: Spieltag den beiden Teams an der
Tabellenspitze. Die Young-Boys setzten sich mit 4:1 gegen den Aufsteiger
Ruemelingen durch. Ruemelingens Micha Glänzel orakelte: „Diekirch
hat wieder zu alter Stärke zurückgefunden. In dieser Form sind
sie für mich der Favorit auf die Meisterschaft!“ Schifflingen konnte
einen 4:1 – Auswärtssieg in Kaerjeng landen. Kaerjeng hatte dem Einsatz
und der Spielfreude der Spieler von Simone Marx kaum etwas entgegenzusetzen.
Die Trainerin meinte nach dem Spiel: „ Ich freue mich riesig für mein
Team! Wir ernten nun die Früchte von einem Jahr harter Arbeit. Wir
müssen aber schauen, dass wir auf dem Teppich bleiben, es erwarten
uns auch noch schwerere Spiele.“
Am Tabellenende verlor Fola Esch gegen Vizemeister US Luxemburg zuhause
mit 1:3. Für Luxemburg bedeutet das den Anschluss an die Spitze, H.-J.
Loew von Fola muss sich mehr denn je Sorgen machen.
10.Spieltag: Torhagel in Schifflingen
20.000 Zuschauer strömten zu dem ausverkauften Spitzenspiel der
Aufsteiger (!) Schifflingen – Monnerich! Und sie sahen das spannendste
und torreichste Spiel der bisherigen Saison. Schifflingen begann standesgemäß
mit dem 1:0 nach 20 Minuten. 10 Minuten später konnte Monnerich durch
einen Konter mitten in der Schifflinger Drangphase ausgleichen. Danach
blieb Schifflingen optisch überlegen, schöne Spielzüge bis
vor das Tor von Monnerich, aber ohne zählbaren Erfolg bis zur Halbzeit.
Die zweite Halbzeit begann ausgeglichen, Chancen gab es auf beiden Seiten.
Eine Viertelstunde vor Schluss drehte Monnerich mächtig auf: 2 Tore
innerhalb von 2 Minuten: 1:3 ! Im Gefühl des sicheren Sieges begannen
sie in der Offensive zu zaubern und in der Abwehr leichtsinnig zu spielen.
Ein Monnericher Abwehrspieler versuchte seinen Gegner zu tunneln – und
wird eiskalt bestraft. Ein weiterer Abwehrfehler brachte Schifflingen den
Ausgleich und mit einem fulminanten 20-Meter- Schuss gelang noch das 4:3.
Die Fans werden sich noch lange an dieses Spiel erinnern!
Sonst wäre hier noch der 3:0-Sieg Sporas gegen den FC Koeppchen
zu erwähnen. Für Koeppchen die dritte Niederlage in Folge, Spora
kann wieder nach oben schauen.
11. Spieltag: Kaerjeng im Aufwind
Matze Bauers Team konnte endlich mal wieder einen Sieg feiern. Mit
großem Kampfgeist wurde der Tabellendritte Jeunesse Schieren 3:1
niedergerungen. Bauer: „Endlich haben sich unsere teuren Neuzugänge
gelohnt. Wir werden daran arbeiten, unserem Publikum noch öfters solche
Spiele bieten zu können.“ Schieren konnte den 3. Platz trotzdem halten,
aber der Abstand zu den Führenden Schifflingen (3:0 in Mamer) und
Diekirch (2:1 gegen Ettelbrück) ist größer geworden.
Unter dem neuen Trainer Christian Ehmer ist Avenir Beggen der erste
Sieg seit langem gelungen. Im 6-Punkte-Spiel gegen Duedelingen wurde der
Gegner mit 4:1 geradezu überrollt. Duedelingens Coach G. Golda meinte
nach dem Spiel, sein Team hätte ein hartes Jahr vor sich. Er würde
nun auch die offensive Taktik der bisherigen Spiele aufgeben und mehr darauf
achten, dass „der Nuller steht“
12. Spieltag Sensation: Beggen entführt Punkte aus Schifflingen!
In Schifflingen rieben sich die Zuschauer die Augen. Waren sie doch
angereist in Erwartung eines Kantersiegs ihrer Mannschaft gegen die Kellerkinder
aus Beggen. Diese hatten aber frisch und rotzfrech den Tabellenführer
geschlagen. Die Avenir-Fans feierten Trainer Christian Ehmer stundenlang
mit Sprechchören.
Die Chance auf die Tabellenführung wurde von Oli Tzschachels Mannen
in Bettemburg leichtfertig vergeben. Beim kriselnden Pokalsieger durfte
man sich über einen 3:1 Heimsieg gegen Diekirch freuen.
Stefan Marx’ Etzella konnte den FC Brouch mit 3:2 besiegen und damit
den Kontakt zur Tabellenführung halten. Letztere laufen weiterhin
der Form des Vorjahres hinterher.
weitere Verfolger von Diekirch und Schifflingen sind Schieren, US Luxemburg
und Ruemelingen.
Tobias Koch |
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| Chaos in Beggen
- Konstnatin Heinze entlassen
24.01.02 - Die offizielle Begründung: „Er hatte Heimweh
und wollte wieder nach Jugoslawien zurück.“
Kaum zu glauben! Ein so junger und ehrgeiziger Trainer mit einer modernen
Auffassung vom Fußball geht freiwillig von einem Erstligisten in
die jugoslawische Amateurliga. Man hat eher den Eindruck einer überstürzten
Flucht als einer reiflich überlegten Entscheidung. Insider berichten,
Heinze sei in Beggen seit Ende letzter Saison massiv gemobbt worden. Hat
das etwa damit zu tun, dass der Präsident von Avenir ein entfernter
Verwandter von Hobscheids Coach Tino Bettscheider ist? Wurden durch den
6:2 (!) Auswärtssieg am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison
die Pläne der Mächtigen im luxemburgischen Fußball durchkreuzt?
Weder Bettscheider noch Horst Weiß, der Präsident von Avenir
wollten sich zu dem Thema äußern. Heinze wimmelte unseren Korrespondenten
in Jugoslawien mit den Worten ab: „Mit euch Luxemburgern will ich nix mehr
zu tun haben!“ Wir bleiben dran.
Fußball wurde auch noch gespielt dieses WE:
5.Spieltag Kaerjeng und Rodingen wieder wenig meisterlich
Mit Beifall empfangen wurde Simone Marx im Gau in Wormeldingen – hatte
sie doch vor 3 Spieljahren den Verein in die 1. Liga geführt. Mit
Beifall verabschiedet wurde die eigene Mannschaft ,die nach einem schönen
Spiel, dass 3:0 endete, die Tabellenspitze übernehmen konnte. Der
Tabellenzweite Diekirch hatte nämlich 0:1 bei Jeunesse Esch verloren.
Im Brüderduell Josef – Stefan Nalbach konnte keine Mannschaft
das Spiel für sich entscheiden. Stefan Nalbach vom Pokalsieger Bettemburg
sagte nach dem 1:1: „ Das Unentschieden bringt uns nicht weiter. Unsere
zweite Reihe konnte die Verletzten nicht ersetzen. Verstärkungen sind
dringend notwendig, wenn wir oben mitspielen wollen.
Die beiden letzten Meister Kaerjeng und Rodingen kommen auch nicht
in Fahrt. Nur ein müdes 1:1. Besonders Kaerjengs Matze Bauer war geladen:
„Wenn wir so weiterspielen, können wir gleich für die 2. Liga
planen!! Alle, die nicht mitziehen werden nun meine harte Hand zu spüren
bekommen.“
6. Spieltag Diekirch fegt Tabellenführer vom Platz
„Champions League wir kommen!“ und „Oli Tzschachel Fußballgott“,
so sangen die Fans des wiedererblühten Champions-League-Siegers nach
dem glanzvollen 4:1 – Heimsieg gegen den FC Koeppchen. Tzschachel und sein
Team sah man noch bis tief in den Abend Ehrenrunden laufen. Und wenn sie
nicht umgekippt sind, so laufen sie noch heute...
Einen 4:0 Kantersieg feierte der Altmeister Ruemelingen gegen den gut
gestarteten FC Mamer. Micha Glänzel: „Der kontinuierliche Aufbau in
der 2. Liga hat ein eingespieltes Team gebildet. Mit uns wird noch zu rechnen
sein!“ Petra Predigers FC Brouch, bekannt für eine super Offensive,
kam gegen Michael Loews Defensivkünstler nur zu einem 1:1 trotz 90
Minuten pausenlosem Anrennen.
7. Spieltag Enttäuschend, Enttäuschender, Avenir Beggen
Avenir Beggen, derzeit vom Torwarttrainer gecoacht, überbietet
sich selbst in Harmlosigkeit. Kein Problem für Ruemelingen, dort einen
ungefährdeten 1:0 Sieg nach Hause zu fahren.
A propos Harmlosigkeit: Fola Esch gab mit einem fulminaten 1:1 (!)
im Kellerduell gegen Duedelingen die rote Laterne an Beggen ab. Hans-Josef
Loew konnte sich nur noch in Galgenhumor flüchten: „Wenigstens kann
ich das Video von diesem Spiel als schlechtes Beispiel vor dem nächsten
Spiel zeigen.“
8. Spieltag Monnerich wieder erfolgreich
Hendrik Nalbach wollte seinem Bruder „zeigen, wo der Hammer hängt“.
Der hatte nach der erneuten Niederlage (1:2) genug gesehen und stürmte
aus dem Stadion ohne ein Wort zu sagen. Die Aufsteiger halten sich weiterhin
sehr gut in der Liga – ein Zeichen für das hohe Niveau der Zweiten
Liga? Der FC Schifflingen führt immer noch die Tabelle an, obwohl
sich Fola Esch mit einer bemerkenswerten Leistungssteigerung gegenüber
dem letzten Spiel ein 1:1 erkämpfen konnte. Verfolger Young-Boys Diekirch
nämlich brachte von Spora Luxemburg auch nur einen Punkt nach Hause.
Sporas Tommy Kellas hielt das Spiel für ein gutes Vorzeichen: „Unser
Ziel ist und bleibt ein Europacupplatz.“ Wird bei dem Etat auch Pflicht
sein...
Tobias Koch |
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| Aufsteiger
als Favoritenschrecken
17.01.02 - 1.Spieltag: Die Aufsteiger als Favoritenschrecken
Den 3 Aufsteigern gelang es, nahtlos an die vergangene Saison anzuknüpfen.
Dabei war es kein Hindernis, dass alle 3 es mit Spitzenmannschaften der
1.Liga zu tun bekamen. Der FC Schifflingen zeigte mit dem 2:1, dass ein
Meister der 2.Liga sich vor dem amtierenden luxemburgischen Meister FC
Rodingen nicht zu fürchten braucht. Dem Altmeister und Aufsteiger
US Ruemelingen gelang mit einer staken Leistung ein Punktgewinn bei Union
Luxemburg. Deren Trainer Matthias Steinbrück meinte: „Unser heutiger
Gegner braucht sich vor niemandem in der 1. Liga verstecken.“ Hendrik Nalbach
als dritter Aufsteiger konnte einen Sieg gegen den Vorjahres-Fünften
Jeunesse Esch feiern und spuckte gleich große Töne: „Der Klassenerhalt
ist uns zu wenig – ein einstelliger Tabellenplatz muss drin sein!“
2.Spieltag: Avenir Beggen mit „grausamer Leistung“ (Trainer
Heinze)
Letzte Saison noch CS Hobscheid aus der 1.Liga gekegelt, diese Saison
mit 2 beinahe kampflosen Niederlagen begonnen. Das 0:2 gegen den FC Koeppchen
warf die Frage auf: Wurde vor dem Saisonstart zuviel Urlaub gemacht? Stefan
Marx’ Etzella Ettelbrück kommt auch nicht so recht in Tritt: Eine
2:3 Heimniederlage gegen Schifflingen.
Im Spitzenspiel trennte sich der Meister Rodingen und der Vizemeister
US Luxemburg schiedlich, friedlich mit 1:1.
3.Spieltag: Josef Nalbach übernimmt Tabellenführung
Der FC Jeunesse Schieren, letzte Saison graue Maus der Liga, konnte
mit einem furiosen 3:0 gegen den FC Rodingen die Tabellenspitze übernehmen.
Meistertrainer Thomas Jagtiani: „Die Mannschaft ist nun endlich wieder
auf dem Boden der Realität.“ Es heißt, er habe die Tabelle in
der Kabine aufgehängt, um seine Spieler zu motivieren.
Mamer 32 besiegte Oli Tzschachels Young-Boys mit 2:1. In einem tollen
Spiel fiel der Entscheidungstreffer erst kurz vor Schluss.
Beim 1:1 in Kaerjeng zeigte sich Spora Luxemburg deutlich überlegen.
4. Spieltag Erster Sieg für Rodingen und Ettelbrück
Endlich konnte der 4. des Vorjahres, Ettelbrück seinen ersten
Sieg feiern (2:1 – Schieren) Das gleiche gelang auch Thomas Jagtianis Rodingern
(3:2 gegen Fola) Marx zeigte sich erleichtert: „Endlich ist der Knoten
geplatzt! Ich rechne mit 9 Punkten in den nächsten 4 Spielen.“
Keine Überraschung war Diekirchs 2:0 Heimsieg gegen Avenir Beggen.
Konstantin Heinze hofft, dass die vor der neu eingeführte Vierer-Abwehrkette
sich in den nächsten Spielen endlich auszahlen wird. Nur noch der
Aufsteiger Schifflingen steht nach dem 1:0 in Düdelingen vor dem Ex-CL-Sieger.
5000 Zuschauer sahen im Stade de la Frontiére 90 Minuten trostloses
Ballgeschiebe in der torlosen Partie Jeunesse – Koeppchen Wormeldingen.
Der zur Spielerbeobachtung angereiste Co-Teamchef „Willy“ Willems verließ
das Stadion wie viele andere Zuschauer schon nach einer Stunde. Zitat:
„Da ist ja ein Amateurligaspiel ein Thriller dagegen.“
Tobias Koch |
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