Slowenien
     

 

 
33.-34. Spieltag Slowenien erstklassig NEU 14.03.02
Vereinsbericht Renkovci Turnisce abgestiegen NEU 14.03.02
29.-32. Spieltag Vorentscheidungen und weiter gehts 07.03.02
25.-28. Spieltag Bitterer Absturz für Sobota 28.02.02
21.-24. Spieltag Heftiger Kampf um Silber und Bronze 21.02.02
17.-20. Spieltag Slowenisches Dreigestirn 14.02.02
13.-16. Spieltag Schwacher Auftakt für die neuen Trainer 07.02.02
09.-12. Spieltag Ungewohnter Schwung im Trainerkarussell 31.01.02
05.-08. Spieltag Nur Sobota noch ohne Niederlage 24.01.02
01.-04. Spieltag 50 Prozent Remis 17.01.02

 
 
Slowenien erstklassig

14.03.02 - Die slowenische Nationalmannschaft hat es geschafft. In der dritten Saison der Europe-Leauge gelang der Truppe um Teamchef Siggi Scheffler der Aufstieg in Europas Königsklasse. Mit einem taktisch hervorragend herausgespielten 4:2-Sieg gegen Estland wurde am 17. Spieltag die Tabellenführung übernommen. Selbst die 3:4-Niederlage im abschließenden Spiel in Polen konnte den Aufstieg nicht mehr verhindern. Da die Konkurrenz aus Finnland (3:3 im Heimspiel gegen Absteiger Malta) und der Slowakei (1:1 im Heimspiel gegen Luxemburg) patzte, gelang nicht nur der Aufstieg, die Slowenen errangen zudem die Meisterschaft in der Second Division A. In der kommenden Saison heißt das von Trainer Scheffler ausgegebene Saisonziel verständlicherweise erstmal Klassenerhalt, jedoch kann dieses Team an guten Tagen durchaus für die ein oder andere Überraschung
sorgen. Gleich im Auftaktspiel am ersten Spieltag gibt es einen Knüller im bereits ausverkauften Nationalstadion Bezigrad in Ljubljana, zu Gast ist der
frisch gekürte Europameister Israel. Doch zurück zur abgelaufenen Saison. Neben der Euro-League nahm das slowenische Team in dieser Saison noch an der Balkan-Meisterschaft teil. Hier gelang im letzten Spiel ein 2:1 gegen Jugoslawien. Damit erreichte Slowenien die Vizemeisterschaft hinter den im ganzen Turnier ungeschlagenen Griechen.

Der Ligabetrieb in Slowenien ist, trotz der bereits feststehenden Meisterschaft von Olimpija Ljubljana, immer noch sehr spannend. Während in Ljubljana
anläßlich des letzten Heimspiels der Saison bereits der Meisterpokal an das Hauptstadtteam übergeben wurde und die Mannschaft sich im Spiel gegen
Abstiegskandidat Renkovci Turnisce in ausgezeichneter Form präsentierte und am Ende verdient mit 4:2 gewann, kämpften andere Teams um Ihre letzte Chance auf den zweiten Platz, der die Teilnahme an der CL-Qualifikation ermöglicht. Beste Karten hat jetzt wohl Potrosnik Beltinci, die nach einem 3:1 gegen Pohorje Ruse der Konkurrenz um drei Punkte enteilt sind. Einziger verbliebener Verfolger ist Korotan Prevalje nach einem 2:2 bei den zuletzt so stark aufspielenden Mannen von Tabor Sezana. Der Tabellenvierte Rudar Velenje (4:1 gegen Brda Bobrovo) und auch der Tabellenfünfte Branik Maribor (3:2 gegen NK Koper) dürfen sich lediglich noch Hoffnungen auf Platz drei und damit die Teilnahme am UEFA-Cup machen. Im Abstiegskampf sind nur noch vier Teams involviert: Ivancna Gorica steht nach der 1:4-Niederlage bei Promorje Ajdovscina als Tabellenletzter als Absteiger bereits fest. Davor spielen noch drei Teams um einen Platz, der zum Verbleib in der ersten Liga berechtigt. Die besten Karten hat zur Zeit Nafta Lendava. Der Vizemeister hatte in dieser Saison sogar größere Probleme, als es von den Experten vor der Saison vorhergesagt wurde. Offensichtlich hat Nafta die Belastung durch die Champions-League-Teilnahme falsch eingeschätzt. Ein Hoffnungsschimmer bleibt: Obwohl das Team seit dem 25. Spieltag sieglos ist, hat es immerhin noch drei Punkte Vorsprung auf die beiden anderen abstiegsbedrohten Teams Renkovci Turnisce und Zeleznicar Maribor. 

Und damit kommen wir zum großen Finale der Saison 2002/2: 
Olimpija Ljubljana gelingt als erstem slowenischen Team die Titelverteidigung in der Meisterschaft. Am 34. Spieltag erreichte die Truppe von Trainer
Heiner Zimmermann ein 3:3 beim NK Sentjur. Damit kassierte der alte und neue Meister in der gesamten Rückrunde der abgelaufenen Saison lediglich eine einzige Niederlage. Der Siebzehnte der Tabelle, Zeleznicar Maribor, zeigt im letzten Saisonspiel lange vermißte Qualitäten und gewann in Bobrovo mit 2:1. Dieser Sieg half nur leider nichts mehr, da auch Renkovci Turnisce mit 2:1 gegen HIT Nova Gorica gewann. Nun blieb den Mannen von Renkovci nur, auf eine Niederlage von Nafta Lendava zu hoffen, um selbst in der Liga zu bleiben. Diese Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht, Nafta Lendava bezwang am 34. Spieltag Promorje Ajdovscina mit 3:2 und sicherte so endgültig den Erstliga-Verbleib. Zudem kletterte Nafta durch diesen Sieg sogar noch bis auf Platz 13. Bei Tabor Sezana riß die Serie von sieben Spielen ohne Niederlage, mit der sich das eigentlich als bereits abgestiegen geglaubte Team noch retten konnte, zum Saisonende mit einer 1:4-Niederlage beim NK Koper. Rudar Velenje verabschiedete sich mit einem 1:1 bei Pohorje Ruse endgültig aus dem Kampf um den Startplatz im UEFA-Pokal. Branik Maribor wahrte mit einem 2:1-Sieg bei Autoplus Korte Izola seine Chance. Damit wurde das letzte Ligaspiel dieser Saison für Korotan Prevalje zu einer hochbrisanten Partie. Man traf ausgerechnet auf den direkten Konkurrenten, das derzeit zweitplatzierte Team von Potrosnik Beltinci. Bei einer Niederlage müßte man auf einen Sieg im Pokalfinale hoffen, um noch in den internationalen Wettbewerb zu kommen. Bei einem Unentschieden hätte man die Qualifikation für den UEFA-Cup über die Liga bereits geschafft. Und bei einem Sieg mit mehr als einem Tor Unterschied ist sogar noch der Startplatz in der Champions-League Qualifikation erreichbar. Das Spiel begann und das Team von
Potrosnik Beltinci war nicht wiederzuerkennen. Fehlpässe und Anfängerfehler bildeten eine Kette und am Ende war man mit dem 0:4 noch gut bedient. Damit heißt der neue Vizemeister in Slowenien also Korotan Prevalje.

Direkt nach diesem Spiel begann die Reise zum Pokalendspiel gegen NK Mura Sobota. Beflügelt von der Erfolgsserie in der Liga (8 Spiele in Serie ohne
Niederlage) gelang auch im Pokalfinale eine beeindruckende Leistung. Am Ende gewann Korotan das Spiel mit 4:2. Trost für Sobota: Da Pokalsieger Korotan Prevalje sich bereits über die Liga für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren konnte, ist Sobota in der kommenden Saison ebenfalls auf europäischer Bühne vertreten.
Die Presseabteilung Slowenien gratuliert allen Titelträgern und bedankt sich bei allen Lesern. Wir freuen uns auf eine neue interessante Saison.

Heiner Zimmermann

Renkovci Turnisce abgestiegen

14.03.02 - Nachdem Patrick Adam die Mannschaft am 28. Spieltag übernommen hatte, blieb er 4 Spiele lang ungeschalgen. Leider waren das 4 Unentschieden, so dass Turnisce auf einen Abstiegsplatz rutschte und es mit 3 Punkten Rückstand auf den 15. sehr schwer wurde. Als man dann im schwersten Spiel der Saison auswärts beim Tabellenersten und vorzeitigen Meister Olimpija Ljubljana klar und verdient mit 4:2 verlor, blieb nur noch die Hoffnung, dass Nafta Lendava verlieren würde, was dann auch geschah. Sie wurden unerwartet vom Letzten mit 1:0 knapp aber verdient geschlagen. Die Tordifferenz war gleich aber Turnisce hatte ein Tor mehr geschossen. Also war klar, dass das letzte Spiel entscheiden würde. Turnisce machte seine Hausaufgaben mit einem 2:1 gegen HIT Nova Gorica. Das Spiel war völlig ausgeglichen und der Sieg SEHR glücklich. Doch das nützte alles nichts, da Nafta Lendava in einer absolut hochklassigen Partie letztendlich verdient mit 3:2 Promorje Ajdovscina schlug. Damit muss Turnisce den schweren Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Ziel ist natürlich der sofortige Wiederaufstieg.

Patrick Adam

Vorentscheidungen und weiter gehts

07.03.02 - Zum 29. Spieltag präsentierte Nafta Lendava seine neue Trainerin. Der Vorstand gab Nadja Wegl das Ruder in die Hand, laut Vorstand hätte sie das durchdachteste Konzept.
Wir wünschen Nadja die von Vratnik Sarajevo (Bosnien) kam auf diesem Wege alles gute. 
Aber das ein Trainerwechsel nicht immer Erfolg bringt kann man daran sehen das alle neuen (Fritz Berlin, Nadja Wegl und Patrik Adam) nicht gewinne konnten Nafta Lendava unterlag Branik Maribor mit 2:1 und Ivancna Gorica musste sich mit 2:0 Tabor Sezana geschlagen geben, nur Renkovci Turnisce schaffte bei Rudar Velenje  ein 1:1.
Olimpija Ljubljana siegt weiter mit 1:2 bei Promorje Ajdovscina. Olimpija unterstreicht damit weiterhin das sie die Auswärtsstärkste Mannschaft ist. 
Potrosnik  Beltinci erhält sich seine Chance durch ein hart umkämpftes 1:0 kurz vor Schluss gegen  NK Sentjur.
Das Torreichste spiel war aber  NK Koper  gegen Brda Bobrovo. Konnte Michael Heissenbergers Team bis zur Pause das Spiel noch mit 2:1 offen halten, drehte Joern Kornfeld seine Mannschaft in der 2. Halbzeit richtig auf und fertigte Brda Bobrovo mit 5:1 ab.

Der 30. Spieltag löste mit 7 Unentschieden den 7. Spieltag mit den meisten  Unentschieden (6) ab. Ferner fielen insgesamt nur 25 Tore welches auch ein Minusrekord darstellt.
Olimpija trennte sich von NK Mura Sabota  wie im Hinspiel mit 1:1.
Nadja Wegl erreichte überraschend mit Ivancna Gorica  Ihren ersten Sieg  mit 2:0 ausgerechnet gegen den Verfolger Nr. 1 Potrosnik Beltinci, der nun schon 12 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer hat und damit den Kampf um die Meisterschaft wohl aufgeben kann. 
Das der 30. Spieltag „der Spieltag“ der Frauen war, wurde durch das 3:2 von Carlotta Maries Team NK Sentjur über Rudar Velenje unterstrichen und von Jasmin Jurrack komplettiert die mit  Promorje Ajdovscina ein 1:1 bei HIT Nova Gorica erreichte.

Nach dem 31. Spieltag konnte man nach 2 Jahren wieder in Izola eine Meisterfeier starten, allerdings dieses mal nicht der ansässige Club Autoplus Korte Izola sonder die erfolgreiche Titelverteidigung von Olimpija Ljubljana.
Olimpija stellte gleich von beginn an klar das es hier nur einen Sieger geben kann, zur Pause führte Olimpija  2:0, das Endergebnis lautete dann sogar 4:0, die mitgereisten Fans ließen es sich dann auch nicht nehmen und feierten die ganze nacht durch den Erfolg Ihres Teams.

Wir haben noch versucht ein Statement vom Meistertrainer Heiner Zimmermann zu bekommen und befragten Ihn  nach dem Spiel, Er sagte noch „Ich bin froh die Meisterschaft erfolgreich verteidigt zu haben....“ da hatten Ihn schon seine Spieler auf die Schultern genommen und zu den Fans getragen und weg war er.

Autoplus ist jetzt sogar schon im 8. Spiel in folge ohne einen dreier und findet sich nun mitten im Abstiegskampf wieder.
Patrick Adam, der seit 3 Spieltagen das Zepter bei Renkovci Turnisce schwingt holte zwar bei Promorje Ajdovscina ein 2:2 was gleichzeitig das 3 Remis bedeutet, rutscht aber auf einen Abstiegsplatz weil Ludwig Penskofer sich mit Tabor Sezana in einen Torrausch spielte. Brda Bobrovo hatte kaum eine Chance und verlor verdient mit 1:5.
Nafda Lendava holte bei Potrosnik Beltinci unter Nadja Wegl  ihren ersten Auswärtspunkt, durch das 1:1 rutscht Potronik Beltinci von platz 2 auf 3 runter da Korotan Prevalje den NK Koper mit 2:1 besiegte. 

Der 32. Spieltag brachte überwiegend in der untere Hälfte der Tabelle durcheinander.
Die einzige Mannschaft die Ihren Platz gehalten hat ist Renkovci Turnisce die 2:2 gegen NK Mura Sobota spielte.
Im Kellerderby überreichte Ivancna Gorica mit dem 2:1 die rote Laterne an Zeleznicar Maribor. Das war nun schon der 7. Punkt in drei spielen für Ivacna, da aber beide 2 Spieltage vor Schluss noch 6 Punkte von einen Nichtabstiegsplatz entfernt sind können wir davon ausgehen das beide sich in der nächsten Saison in der 2. Liga wiedersehen werden. Aber Wunder soll es ja bekanntlich immer mal geben.

Auf dem Weg der Rettung befindet sich anscheint Tabor Sezana, nach dem Kantersieg letzten Spieltag  gewann Sezana diese Woche gegen Pohorje Ruse mit 2:0.
Auch Autoplus Korte Izola hat gezeigt das sie das Siegen noch nicht verlernt hat und gewinnt 3:1 gegen NK Koper.
Den rettenden 15. Platz hat z.Z. Nafta Lendava inne. Nafta erreichte zwar das 3. Remis in folge rutscht aber nach dem 2:2 gegen Rudar Velenje runter auf den 15. Platz.
Ob dieses 2:2 für Rudar Velenje reicht um noch in den Kampf um einen Internationalen Startplatz  einzugreifen werden die beiden letzten Spieltage zeigen.
Noch hat Korotan Prevalje, nach dem 1:1 gegen Branik Maribor, 3 Punkte Vorsprung.
Wieder auf Platz 2 steht nun Potrosnik Beltinci die bei Brda Bobrovo nach einer spannenden Partie mit 3:2 ‚(2:1) das bessere Ende für sich hatten.
Der Meister Olimpija Ljubliana trennte sich 1:1 von HIT Nova Gorica und damit steht fest das der Punkterekord von Jens Osmer mit NK Mura Sobota von 70 Punkten in der Saison 2001/1 in dieser Saison nicht mehr eingeholt werden kann.

Aussichten:
Der Meister steht mit Olimpija fest.
Um die Internationalen Plätze kämpfen noch Branik Maribor, Rudar Velenje, Potrosnik Beltinci und Korotan Prevalje.
Den Abstieg sehr nahe sind Zeleznicar Maribor und Ivanca Gorica.
Um nicht auf dem dritten Abstiegsplatz zu stehen spielen noch Autoplus Korte Izola, Tabor Sezana, Nafta Levanda und Renkovci Turnisce.
Wir wünschen allen diesen Teams das sie das Ziel welches sie nun haben erreichen.

Im Pokalfinale steht Helmut Delker mit Korotan Prevalje und Jens Osmer mit NK Mura Sobota. Für Helmut ist es eine Premiere im Finale zu stehen, Jens dagegen war in der Saison 2001/3 schon mal im Finale, unterlag aber mit NK Mura Sobota 1:3 gegen Pohorje Ruse. Einen Favoriten gibt es nicht da sich Korotan und Sobota in der Saison 1:1 und 2:1 getrennt hatten, es kommt also auf die Tagesform an. 
Da Korotan Prevalje in der Liga z.Z. auf einem Internationalem Platz steht hofft Jens das Helmut sich da hält, denn dann wäre er als Pokalfinale Teilnehmer automatisch für den UEFA 
Cup qualifiziert.

Nationalmannschaften:
Mit dem 2:1 gegen Luxemburg wurde der 3. Platz in der Second Division gefestigt, Torschützen für Slowenien waren unser Legionär Karsten Birkle und unser Teamchef Siggi Scheffler.
Leider kamen wir nicht über ein 1:1 gegen Italien heraus, Da die beiden vor uns Platzierten Finnland und Slowakei sich 1:1 trennten bleiben wir auf dem 3. Platz und müssen auf einem Ausrutscher von einem der beiden Teams hoffen, wobei uns ein Unentschieden unserseits und einer Niederlage von der Slowakei reichen müsste um Aufzusteigen, besser wäre natürlich ein Sieg dann reicht uns ein Unentschieden von einem der beiden aber es sind ja noch 2 Partien da ist noch alles möglich.

In der Balkan Liga mussten wir uns Bosnien mit 3:1 geschlagen geben, dadurch ist Bosnien an uns vorbei gezogen, wir stehen nun 2 Punkte hinter dem Spitzenreiter Griechenland.
In dem Freundschaftsspiel gegen England gab es eine knappe Niederlage mit 0:1.

die NC Nationalmannschaft :
Nach anfänglich Schwierigkeiten in den Gruppenspielen hat sich die Mannschaft gefunden und eine ordentliche Siegesserie hingelegt die diese Woche durch ein knappes 3:5 im Halbfinale der Trostrund gegen Lettland endete. Nun steht das Spiel um platz 19 gegen Spanien an, die haben wir zwar in einem Freundschaftsspiel mit 6:2 geschlagen aber die werden bestimmt wie die Stiere auf Revange drängen.
Im Freundschaftsspiel gegen Israel 2 gab es ein gerechtes 3:3, Kuriosität am Rande war der Mann der die Anzeigetafel bediente er hat fälschlicherweise das 3:3 von uns auf der Habenseite von Israel verbuchen wollte ( 4:2 ) aber das wurde schnell klargestellt :o).

Andreas Ventzlaff

Bitterer Absturz für Sobota

28.02.02 - Die Nerven liegen blank im Abstiegskampf der ersten Liga. Gleich zwei Vereine entließen kurz vor dem 25. Spieltag ihre Trainer. Beim Tabellenletzten Ivancna Gorica mußte Roland Kamleitner seinen Hut nehmen und beim derzeit auf Rang 15 liegenden Team von Renkovci
Turnisce trennte sich der Verein von Trainer Michael Steinbach. Ob diese Trainerwechsel die gewünschte Signalwirkung haben, muß die Zukunft zeigen, zunächst jedoch konnte keine Verbesserung festgestellt werden. Turnisce verlor bei Aufsteiger NK Koper mit 1:2 und bleibt weiterhin 15., Schlußlicht Ivancna Gorica kam immerhin zu einem 2:2 beim Abstiegskonkurrenten Pohorje Ruse. An der Spitze leisteten sich die Teams kaum Ausrutscher. Tabellenführer Olimpija Ljubljana hält mit dem 3:1 beim Tabellenvorletzten Tabor Sezana den sechs Punkte Vorsprung vor Platz zwei. Um diesen
kämpften im Verfolgerduell der bisherige zweite Potrosnik Beltinci sowie der bisherige dritte NK Mura Sobota. Klar überlegen siegt das Team aus Beltinci und fügt Sobota damit die vierte Saisonniederlage zu. Da die weiteren Verfolger Rudar Velenje (3:1 gegen Promorje Ajdovscina) und Korotan Prevalje (4:2 gegen NK Sentjur) auch zu Siegen kamen, wurde Sobota gleich auf Platz fünf durchgereicht.

Am 26. Spieltag setzte es für Mura Sobota die erste Heimniederlage der Saison. Durch das 1:2 gegen Rudar Velenje rutschte Sobota nun schon auf den siebten Platz ab. In Velenje hingegen herrscht Euphorie, nach der 2:3-Niederlage des bisherigen Tabellenzweiten Potrosnik Beltinci bei Olimpija Ljubljana ist das Team von Trainer Andreas Kochsrach einziger echter Verfolger des Spitzenreiters, wenn allerdings auch schon mit sechs Punkten Rückstand. Im Abstiegskampf zeigten sich erste Erfolge der Entlassungen. Ivancna Gorica gewinnt mit 2:1 gegen Korotan Prevalje und verläßt damit das Tabellenende. Neues Schlußlicht ist Tabor Sezana nach einer 1:2-Schlappe gegen HIT Nova Gorica. Renkovci Turnisce scheint der Trainerwechsel
nicht so gut zu bekommen, das 2:3 gegen Branik Maribor ist bereits die zweite Niederlage seit der Trainerentlassung. Da jedoch auch Zeleznicar Maribor
mit 1:3 bei Promorje Ajdovscina unterlag, behält Turnisce den drei Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen.

Der 27. Spieltag brachte vorerst den Höhepunkt an Peinlichkeiten für Turnisce, beim Schlußlicht Tabor Sezana ging das derzeit Cheftrainerlose Team mit 1:3 unter. Auch das andere derzeit kriselnde Team, NK Mura Sobota, verlor erneut. Das 1:2 bei Zeleznicar Maribor ist bereits die dritte Niederlage in Folge für das Team, das in der Hinrunde gerade mal ein einziges Spiel verlor. Man kann Trainer Jens Osmer eigentlich nur wünschen, daß das Präsidium in der momentanen Situation nie die Erfolge aus der ersten Saisonhälfte vergißt. An der Spitze beginnt Olimpija Ljubljana, sich auch der letzten hartnäckigen Verfolger zu entledigen. Rudar Velenje, erst am vorigen Spieltag durch den Sieg von Ljubljana gegen den bisherigen Zweiten Potrosnik Beltinci auf Platz zwei geklettert, muß nun seinerseits den zweiten Platz nach einer 1:3-Heimniederlage gegen den Tabellenführer räumen.
Damit hat Olimpija nun schon neun Punkte Vorsprung auf den neuen und alten Tabellenzweiten Potrosnik Beltinci.

Doch damit nicht genug. Am 28. Spieltag gelang Ljubljana mit einem 2:0 gegen Zeleznicar Maribor der vierte Sieg in Folge. Damit hat sich das seit 9
Spielen ungeschlagene Team nun schon einen Vorsprung von elf Punkten auf Platz zwei erhamstert, da die Konkurrenz an diesem Spieltag nicht gewinnen konnte. Potrosnik Beltinci schaffte beim derzeit kriselnden Renkovci Turnisce nur ein 1:1-Unentschieden, selbiges Ergebnis erzielte Rudar Velenje bei HIT Nova Gorica. Das aktuelle Sorgenkind der Liga bleibt weiterhin Mura Sobota. Mit der vierten Niederlage in Folge, einem 2:3 im Heimspiel gegen Promorje Ajdovscina, rutscht der ehemalige CL-Quali-Aspirant auf Platz zehn ab. Im Abstiegskampf bleibt es spannend. Renkovci Turnisce
holt den ersten Punkt seit der Entlassung von Trainer Michael Steinbach und bleibt damit einen Punkt vor dem ersten Abstiegsrang, der momentan von Zeleznicar Maribor belegt wird. Bereits drei Punkte hinter Turnisce auf Platz 17 rangiert derzeit Tabor Sezana nach einem 2:2 bei NK Sentjur. Für Schlußlicht Ivancna Gorica sieht es nach der 0:2 Heimniederlage bei nun schon 6 Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz schon sehr düster aus. Aber immerhin  konnte nach dem Spiel der neue Coach präsentiert werden: Fritz Berlin wird zukünftig für die Geschicke verantwortlich sein. Berlin gilt als Weltenbummler und hat bereits in diversen  Ländern agiert, jedoch selten mit nennenswertem Erfolg. Man  darf gespannt sein, ob sich selbiger nun bei Ivancna einstellt. Auch in Turnisce stellte sich ein neuer Trainer vor, und  zwar Patrick Adam. Er trainierte bisher ausschließlich  unterklassige Teams und wird jetzt versuchen, Turnisce in  der ersten Liga zu halten. Währenddessen gab es bereits den  nächsten Trainerwechsel: Nafta Lendava trennte sich in beiderseitigem Einvernehmen von Erfolgstrainer Erich Steiner. Steiner hatte Lendava in die erste Liga Sloweniens geführt und hier gleich im ersten Jahr die Vizemeisterschaft sowie den Pokalsieg geholt. In diesem Jahr erreichte Lendava mit Trainer Steiner sogar die Gruppenspiele der 
Champions-League. Das überschattete lange Zeit das triste Abschneiden in der Liga, doch schließlich wurde der Druck zu groß und Trainer Steiner nahm seinen Hut. Gerüchten zufolge hat er bereits das Kommando bei einem Schweizer Zweitligisten übernommen. Ein Nachfolger soll lt. Präsidium 
noch vor dem nächsten Spieltag gefunden werden.

Im Pokal fand an diesem Wochenende das Halbfinale statt. Korotan Prevalje gelang mit einem souveränen 3:0 gegen den einzigen noch im Wettbewerb verbliebenen Zweitligisten Slovenska Bistrica der Einzug ins Finale. Dort wird es hoffentlich ein spannendes Duell geben mit Mura Sobota, die mit dem 2:0 gegen ein jedoch star ersatzgeschwächtes Team von Potrosnik Beltinci den Ligafrust zumindest für eine Weile aus den Köpfen streichen konnten.

Die Nationalmannschaft agiert zur Zeit zumindest außerhalb des Platzes alles andere als harmonisch. Es gab harte Diskussionen und am meisten mußte Nationaltrainer Siggi Scheffler einstecken. Wenn die Spieler Ihre Energien jedoch weiterhin auf dem Platz so gut umsetzen können, braucht dem Fan auf der Tribüne nicht bange werden. Souverän gelang ein 2:1-Sieg gegen Lettland und damit der Sprung auf Platz zwei der Tabelle. Dieser mußte zwar nach dem 2:2 in Litauen wieder an die Slowakei abgetreten werden, aber bei nur einem Punkt Rückstand hat die slowenische Mannschaft noch alle Chancen auf den Aufstieg. Auch in der Balkan-Meisterschaft sieht es derzeit sehr gut aus. Im Spiel gegen Gastgeber Mazedonien war das slowenische Team deutlicher überlegen, als es der Endstand von 1:0 aussagt. Mit 10 Punkten liegt Slowenien in der Tabelle zwei Spieltage vor Schluß nur einen Punkt hinter den weiterhin ungeschlagenen Griechen auf Platz zwei. Wenn am Saisonende dann endlich die erhofften Erfolge herausspringen, werden
sich hoffentlich auch die Gemüter wieder beruhigen, damit in Slowenien auch weiterhin erfolgreich gespielt wird.

Heiner Zimmermann

Heftiger Kampf um Silber und Bronze

21.02.02 - Auch wenn in Salt Lake City derzeit die olympischen Winterspiele stattfinden, wird in der Wintersportnation Slowenien weiter Fußball gespielt. Passend zur Zeit der Olympiade sorgt Olimpija Ljubljana mal wieder für Furore. Mit einem 2:1 bei Pohorje Ruse konnte der Tabellenführer seinen Vorsprung auf fünf Punkte ausbauen, da die Verfolger NK Mura Sobota (1:2 bei Korotan Prevalje, die zweite Saisonniederlage für Sobota!) und Rudar Velenje (0:2 bei Tabor Sezana) patzten. Eine grandiose Vorstellung lieferte an diesem Spieltag Promorje Ajdovscina, die mit 4:1 bei NK Koper gewannen. Im Abstiegskampf wird es immer schwerer für die drei Kellerkinder. Brda Bobrovo setzt sich mit einem 1:0 gegen HIT Nova Gorica etwas ab, so haben Zeleznicar Maribor (1:1 im Derby bei Branik) und Tabor Sezana bereits 3 Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, Schlußlicht Ivancna Gorica (1:1 gegen Sentjur) sogar schon 6 Punkte. 

Die erste Niederlage seit dem 15. Spieltag kassierte am 22. Spieltag das Team von Korotan Prevalje. Mit 0:3 unterlagen sie bei Olimpija Ljubljana. Die Verfolger des Spitzenreiters, Mura Sobota (2:2 gegen NK Koper) und Rudar Velenje (2:2 gegen Potrosnik Beltinci) konnten auch diesmal keinen Sieg einfahren und können den bereits sieben Punkte entfernten Tabellenführer nur noch mit dem Fernglas erkennen, dürfen sich jedoch auch weiterhin ?dichteste? Verfolger nennen, da auch die weiteren Verfolger allesamt nicht zu einem Sieg kamen. Erst HIT Nova Gorica, vor diesem Spieltag auf Platz sieben der Tabelle und vier Punkte von Platz zwei entfernt, konnte einen Sieg einfahren. Im Abstiegskampf hat sich Zeleznicar Maribor noch lange nicht aufgegeben, mit einem 2:1 gegen den Vorletzten, Tabor Sezana, ist man jetzt wieder bis auf einen Punkt an den Nicht-Abstiegsplätzen dran. Für Sezana und auch Schlußlicht Ivancna Gorica nach der 1:3-Heimpleite gegen Autoplus Korte Izola wird es dagegen bei jetzt 4 bzw. 7 Punkten Rückstand sehr schwierig, die Klasse noch zu halten. 

Der 23. Spieltag brachte endlich mal wieder Bewegung ins Verfolgerfeld. Mura Sobota, bisher auf Platz zwei der Tabelle, verlor zum dritten Mal in der laufenden Saison, diesmal mit 1:2 bei Branik Maribor. Auch der bisherige drittplatzierte, Rudar Velenje, mußte im Spiel gegen Autoplus Korte Izola eine 1:2-Niederlage einstecken. Beide Teams wurden dadurch auf die Plätze fünf und sechs durchgereicht und an der Spitze machten sich jetzt andere Teams breit. Hinter Tabellenführer Olimpija Ljubljana, der mit dem 2:2 bei NK Koper seinen 42. Punkt einfuhr, steht nun nach einem 2:1 gegen Nova Gorica Korotan Prevalje mit 35 Punkten, gefolgt von vier Teams mit je 34 Punkten. Als da wären auf Rang drei Promorje Ajdovscina nach einem 2:2 bei Tabor Sezana, auf Rang vier Potrosnik Beltinci nach einem 2:1 Sieg gegen Zeleznicar Maribor sowie auf den Plätzen fünf und sechs, wie bereits erwähnt, Mura Sobota und Rudar Velenje. Insgesamt wurde an diesem Spieltag der Heimvorteil deutlich, in sieben der neun Begegnungen gewann die Heimmannschaft, in den restlichen zwei Partien schaffte die Heimmannschaft gegen ein in der Tabelle deutlich weiter oben platziertes Team immerhin ein Unentschieden. 

Einen totalen Einbruch erlebte Korotan Prevalje am 24. Spieltag. Mit 0:3 unterlag man beim Abstiegskandidaten Renkovci Turnisce. Der Gegner war drückend überlegen und dem vierten Treffer deutlich näher als Prevalje dem Ehrentreffer. Damit mußte Prevalje den gerade erst erkämpften zweiten Tabellenplatz bereits wieder abgeben und findet sich nach dieser heftigen Pleite bereits auf Platz fünf wieder. Noch schlimmer erging es Promorje Ajdovscina. Das Team, zuvor dritter, rutschte nach einem 2:4 gegen Potrosnik Beltinci auf den siebten Tabellenplatz ab. Beltinci nutzte mit diesem Sieg die Gunst der Stunde. Das einzige in der Rückrunde noch ungeschlagene Team steht nun auf Platz zwei, sechs Punkte getrennt vom Tabellenführer aus Ljubljana, der beim 2:2 gegen Branik Maribor nicht gerade glänzen konnte. Punktgleich mit Beltinci liegt jetzt auf Rang drei NK Mura Sobota nach einem lockeren 2:1-Erfolg gegen Abstiegskandidat Tabor Sezana. Auch Rudar Velenje hat sich wieder bis auf Platz vier vorgekämpft. Im Auswärtsspiel beim Abstiegskandidaten Zeleznicar Maribor hatte das Team von Trainer Andreas Kochsrach leichtes Spiel und gewann am Ende mit 3:1. Im Abstiegskampf scheint bereits alles entschieden. Nach dem überraschenden Erfolg von Turnisce hat Zeleznicar nun schon vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, Tabor Sezana sogar schon sechs und bei Aufsteiger Ivancna Gorica gehen nach der 1:3-Heimpleite gegen Brda Boborvo bei nun schon zehn Punkten Rückstand auf Platz 15 wohl bald die Lichter aus.

Ganz so schwarz sieht es für die Nationalmannschaft derzeit nicht aus, eher im Gegenteil. Durch ein 2:2 auf Malta am 11. Spieltag konnte der zweite Tabellenplatz verteidigt werden. Im folgenden Heimspiel gab es eine 0:1-Niederlage gegen Tabellenführer Finnland, die bei dem dicht zusammenliegenden Feld jedoch enorme Auswirkungen hat. So rutschte die slowenische Nationalmannschaft in der Tabelle auf den fünften Platz ab. Damit ist zwar weiterhin noch alles drin, allerdings in beide Richtungen - zu Platz zwei beträgt die Differenz nur einen Punkt, doch der erste Abstiegsplatz ist auch nur drei Punkte entfernt. Hoffentlich schaffen es Trainer und Mannschaft, wieder zu einer verschworenen Gemeinschaft zu werden, so wie es in den ersten beiden (sehr erfolgreichen) Jahren der Euro-League war. Vielleicht ist es da ganz hilfreich, daß die zusätzliche Belastung durch den Balkan-Cup für diese Saison vom Tisch ist. In einem grauenvollen Spiel des slowenischen Teams verabschiedete sich der Titelverteidiger mit 0:3 gegen den Nachbarn Kroatien. Nun steht also neben dem ein oder anderen Freundschaftsspiel nur noch die Euro-League und die Balkan-Meisterschaft auf dem Programm. Jungs, Ihr könnt etwas großes Erreichen, macht was draus!

Heiner Zimmermann

Slowenisches Dreigestirn

14.02.02 - Kurz vor dem letzten Spieltag der Hinrunde präsentierte Pohorje Ruse den Nachfolger des nach Ungarn abgewanderten Trainers Simonn Ostendorp. Der neue Mann am Ruder des aktuellen Tabellenzweiten heißt Holger Mey und war bisher Trainer vom SC Kherson, mit dem er in der vergangenen Saison in die erste Liga der Ukraine aufstieg. Zuvor war er einige Jahre Trainer in Albanien. Zum Auftakt gab es für Mey nicht gerade eine leichte Aufgabe, Ruse mußte auswärts beim Tabellendritten Rudar Velenje antreten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten unter dem ebenfalls erst kürzlich neu verpflichteten Trainer geht es in Velenje weiter bergauf. Diesmal gelang ein 1:0-Sieg, damit rutscht Pohorje Ruse gleich im ersten Spiel unter dem neuen Trainer aufgrund des noch ziemlich dicht zusammenliegenden oberen Tabellendrittels auf den sechsten Platz. Neuer zweiter ist nach einem 3:1-Sieg gegen Ivancna Gorica jetzt NK Mura Sobota vor Rudar Velenje und Promorje Ajdovscina, die nach einem 2:1-Sieg gegen Nafta Lendava immer dichter an die Spitze heranrücken. Als Herbstmeister stand ja bereits vor dem Spieltag Olimpija Ljubljana fest und auch zum Ende der Vorrunde verteidigte der Titelverteidiger seinen Vorsprung und gewann gegen NK Sentjur mit 3:1. Diese Niederlage bedeutet für Sentjr den Sturz auf Rang 16 der Tabelle. Zeleznicar Maribor konnte sich mit einem 2:1 im Kellerduell gegen Brda Bobrovo erstmal etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen und liegt nun punktgleich mit Sentjur auf Rang 15. Drei Punkte hinter diesem Duo liegt auf Rang 17 Ivancna Gorica, das Tabellenende ziert Tabor Sezana, daran ändert auch der 3:2-Sieg gegen NK Koper nichts. 

Zum Rückrundenauftakt zeigte Tabor Sezana, daß man sich noch nicht aufgegeben hat. Mit dem 3:1 gegen Branik Maribor gelang der zweite Sieg in Folge der Abstand zum rettenden Ufer beträgt jedoch weiterhin fünf Punkte, da auch die Konkurrenz weiter gepunktet hat. Einzige Ausnahme war NK Sentjur, die mit 1:2 bei HIT Nova Gorica verloren. Zeleznicar Maribor gelang mit einem 4:2 gegen Pohorje Ruse, sich weiter von den Abstiegsplätzen abzusetzen. Die größte Überraschung jedoch gelang Ivancna Gorica. Frech spielte man beim gerade gekürten Herbstmeister auf und besiegte Olimpija Ljubljana mit 2:1. Keiner der Verfolger jedoch konnte diese Schlappe des Tabellenführers nutzen. Der zweite, NK Mura Sobota, kam im Heimspiel gegen Nafta Lendava nicht über ein 1:1 hinaus, der dritte, Rudar Velenje, erreichte ebenfalls nur ein Remis gegen Korotan Prevalje und der vierte der aktuellen Tabelle, Promorje Ajdovscina, leistete sich sogar eine peinliche 1:3-Heimpleite gegen Brda Bobrovo. 

Am 19. Spieltag stand ein Spiel auf dem Programm, das man in der vergangenen Saison noch als Top-Spiel bezeichnet hätte. Die beiden slowenischen Vertreter in der diesjährigen Champions-League, Meister Olimpija Ljubljana und Vizemeister und Pokalsieger Nafta Lendava trafen aufeinander. Ein Blick auf die Tabelle würde eigentlich genügen, um die Ausgangsposition zu beschreiben: Olimpija wieder Herbstmeister und aktueller Tabellenführer, Nafta dümpelt als 13. im unteren Mittelfeld herum. Doch da war ja erst kürzlich dieses Super-Cup-Spiel in Gorica, bei dem Lendava den Meister mit 4:1 vom Platz fegte. Würde Olimpija nun die Revanche gelingen? Sehr offensiv waren beide Teams ausgerichtet. Zehn Minuten vor dem Ende stand es 3:3, in der 81. Minute erzielte Lendava das 4:3, keiner der Zuschauer traute sich mehr, auch nur zu blinzeln, als es in der letzten Minute Elfmeter für Olimpija gab. Lendavas Torhüter parierte glänzend und so verlor Ljubljana auch das dritte Spiel in der laufenden Saison gegen den großen Rivalen des Vorjahres. Doch erneut schienen die Verfolger des Tabellenführers wie gelähmt - Mura Sobota gelang ein 2:2 bei Brda Bobrovo, Rudar Velenje ein 3:3 bei NK Koper. Damit hatten beide zwei Punkte Rückstand auf Ljubljana, aber auch zwei Punkte Vorsprung auf den neuen vierten, Korotan Prevalje, die gegen Zeleznicar Maribor mit 3:1 gewannen. Kuriose Randnotiz: Maribor ist in der Tabelle nach dieser Niederlage um einen Platz gestiegen, da Konkurrent Renkovci Turnisce bei NK Sentjur gar mit 3:0 verlor und nun aufgrund der weniger erzielten Treffer hinter Zeleznicar landete. Tabor Sezana verläßt nach dem dritten Sieg in Folge (3:1 bei Autoplus Korte Izola) endlich das Tabellenende und überläßt diesen ungeliebten Platz nun Ivancna Gorica, die nach dem Sieg beim Herbstmeister im Derby gegen HIT Nova Gorica mit 1:2 verloren. Über seinen ersten Punkt in der slowenischen Liga (2:2 gegen Promorje Ajdovscina) konnte sich Trainer Holger Mey von Pohorje Ruse nicht so recht freuen. Ein Punkt aus den ersten drei Spielen ist alles andere als ein erfolgreicher Einstand. Die Fans forderten nach dem Spiel den Rücktritt des Managers, der offensichtlich für die Ausstiegsklausel im Vertrag von Ostendorp verantwortlich war. 

Nach drei Siegen setzte es trotz ansprechender Offensivleistung für Tabor Sezana am 20. Spieltag mal wieder eine Niederlage. Aufgrund einer desolaten Abwehr verlor das Team von Trainer Ludwig Penzkofer mit 3:4 bei Potrosnik Beltinci. Schlußlicht bleibt jedoch weiterhin Ivancna Gorica nach einer 1:2-Niederlage bei Renkovci Turnisce. Etwas aus dem Abstiegskampf befreien konnte sich an diesem Spieltag NK Sentjur, die nach einem 3:2-Sieg gegen Autoplus Korte Izola die Abstiegsränge verließen und auf Platz 14 kletterten. Auf Rang 16 landete nun Zeleznicar Maribor nach einer 0:1-Heimpleite gegen NK Koper. Ein hochklassiges Unentschieden bekamen die Zuschauer im Duell zwischen dem fünften Promorje Ajdvoscina und dem vierten Korotan Prevalje geboten. 4:4 stand es am Ende zwischen den beiden Teams, die sich noch Hoffnungen auf einen UEFA-Cup-Platz machen. Mit Siegen konnten sich die drei vor diesen beiden platzierten Teams erstmal absetzen und bilden, um es karnevalistisch auszudrücken, nun das slowenische Dreigestirn. An der Spitze der Meister, Olimpija Ljubljana, und mit je zwei Punkten Abstand dahinter zum einen das Team, das in den 20 Spielen der laufenden Saison erst eine einzige Niederlage einstecken mußte, NK Mura Sobota, sowie zum zweiten mit Rudar Velenje jenes Team, das durch den Trainerwechsel zwischenzeitlich etwas aus der Bahn geworfen wurde, sonst würde es vermutlich noch weiter vorn anzutreffen sein. Wenn nicht noch einer anderen Mannschaft eine überraschende Siegesserie gelingt, dürften diese drei Teams die Meisterschaft unter sich ausmachen. 

Im Restaurant ?slowenischer Pokal? wurde am Wochenende das Viertelfinale serviert. Als Aperitif wurde die Partie Triglav Krsko gegen NK Mura Sobota angeboten, in der das Erstliga-Spitzenteam trotz deutlicher Überlegenheit nur ein 1:0-Sieg gelang. Als Vorspeise gab es die Partie NK Usnjar gegen Potrosnik Beltinci, bei der der Zweitliga-Abstiegskandidat sich deutlich unterlegen mit 0:3 aus dem Wettbewerb verabschieden mußte. Als Hauptgang wurde die Partie Slovenska Bistrica gegen Brda Bobrovo serviert, bei der dem Trainer des Erstligisten der letzte Bissen in Form eines Gegentores im Halse stecken blieb. Brda verlor mit 2:3. Das Dessert bildete die Begegnung zwischen den beiden Erstligisten Korotan Prevalje und Renkovci Turnisce. Hier erhielten die Gäste beim 3:0 die Quittung für eine desolate Leistung. 

In der Champions-League stand die Rückrunde der Gruppenspiele auf dem Programm. In Gruppe B mußte Nafta Lendava zunächst zum großen Favoriten der Gruppe, Galatsaray. Die Türken gewannen souverän mit 3:1. Auch im zweiten Spiel der Rückrunde gelang dem Schlußlicht der Gruppe B kein Sieg, das Heimspiel gegen Austria Wien wurde mit 2:3 verloren. Damit waren bereits vor dem letzten Spieltag Galatasaray und Austria Wien für die nächste Runde qualifiziert, Espanyol Barcelona und Nafta Lendava kämpften nur noch um Platz drei. In einem dennoch sehr engagiert geführten Spiel behielten am Ende die Spanier mit 3:2 die Nase vorn, Lendava verabschiedet sich mit einem einzigen Sieg bei fünf Niederlagen aus der Champions-League. In der Gruppe E lief es für Olimpija Ljubljana nicht viel besser. Das erste Spiel der Rückrunde wurde gegen Stade Rennes unglücklich mit 3:4 verloren. In der zweiten Partie gelang gegen Calcio San Marino sogar ein 2:0-Sieg, doch im abschließenden Spiel gegen Sheffield United gelang der Sieg, der nötig gewesen wäre, um die nächste Runde zu erreichen, nicht. Das Spiel endete 2:2-Unentschieden, Olimpija Ljubljana ist ebenfalls als Schlußlicht seiner CL-Gruppe aus der Champions-League ausgeschieden. Doch im Gegensatz zu Lendava, für die der Abschied vermutlich längerfristig sein dürfte, darf sich Olimpija als aktueller Tabellenführer berechtigte Hoffnungen machen, auch im nächsten Jahr wieder zumindest an den CL-Qualifikations-Spielen teilzunehmen. Zudem sollte man nicht vergessen, daß diese beiden Teams seit langem die ersten waren, die Slowenien in den Gruppenspielen der Champions-League vertreten durften. 

Um aus der Krise heraus zu kommen, nahm Teamchef Siggi Scheffler erneut einige Änderungen im Team der Nationalmannschaft vor. Im Euro-League-Duell gegen Polen ging die Rechnung voll auf, das slowenische Team gewann mit 3:1 und rückte, aufgrund der weiterhin sehr dicht beieinander liegenden Mannschaften sogar bis auf Rang drei vor. Im darauffolgenden Spiel gegen den bisherigen Tabellenzweiten, die Slowakei, gelang ein 2:1-Sieg und damit der Sprung auf den zweiten Platz. Doch bevor nun wieder alle vom Aufstieg träumen, sollte man sich vor Augen führen, daß man gerade einmal einen Punkt vor dem hartnäckigsten Verfolger Estland und nur vier Punkte vor den Abstiegsrängen liegt, somit also die Gefahr, bei einem einzigen Ausrutscher durchgereicht zu werden, relativ groß ist. An diesem Wochenende startete der zweite Balkan-Cup. Die slowenische Mannschaft, in diesem Wettbewerb Titelverteidiger, trat im Erstrunden-Spiel gegen Rumänien selbstbewußt auf und ließ dem Gegner beim 3:0 keine Chance. Im Viertelfinale geht es nun gegen Kroatien. 

Die Presseabteilung Slowenien bedankt sich bei allen Lesern für Ihr Interesse - schauen sie auch nächste Woche wieder rein.

Heiner Zimmermann

Schwacher Auftakt für die neuen Trainer

07.02.02 - Der Knüller des 13. Spieltag fand in Sobota statt. Das Team mit den wenigsten Niederlagen in der laufenden Saison, NK Mura Sobota, traf auf den Meister und aktuellen Tabellenführer Olimpija Ljubljana. Die sehr defensiv geführte Partie endete schließlich mit einem 1:1-Unentschieden. Dieser Punktverlust des Spitzenreiters bot für die Verfolger die Chance, den Abstand auf den Führenden zu verkürzen. Jedoch gelang dies weder dem Zweiten Rudar Velenje noch dem bisherigen Dritten Korotan Prevalje. Prevalje verlor das Auswärtsspiel bei Autoplus Korte Izola mit 1:3. Das Team von Rudar Velenje stand an diesem Spieltag offensichtlich noch unter dem Eindruck des plötzlichen Abschieds von Trainer Carsten Biereth. Als neuer sportlicher Leiter wurde erst kurz vor dem Spieltag Andreas Kochsrach vorgestellt. Kochsrach gilt als erfahrener Trainer und Weltenbummler, er hat schon bei vielen Vereinen in Europa gewirkt, unter anderem bei renommierten Teams wie Slask Breslau, Lok Moskau oder auch Ferencvaros Budapest. Zuletzt war er in der 1. Liga Aserbaidschans bei Nidzhat Mashtagi tätig. Das erste Spiel unter Trainer Andreas Kochsrach verlor das Team von Rudar Velenje im eigenen Stadion gegen Abstiegskandidat NK Sentjur. Auch der zweite Neuling der Liga, Trainerin Jasmin Jurrack von Promorje Ajdovscina, erlebte nicht gerade ein Traumdebüt. Ihr Team verlor zu Hause gegen HIT Nova Gorica mit 1:2 und rutschte dadurch in der Tabelle vom 6. auf den 10. Platz ab. Das torreichste Spiel des 13. Spieltags war die Partie zwischen Potrosnik Beltinci gegen Ivancna Gorica. In dieser sehr offensiv geführten Partie behielt am Ende Beltinci mit 4:3 die Oberhand. 

Das zehnte Unentschieden im 14. Saisonspiel erzielte das Team von NK Mura Sobota. Nach dem 2:2 bei HIT Nova Gorica darf sich Trainer Jens Osmer als ungekrönter König des Remis feiern lassen, immerhin hat seine Mannschaft erst ein einziges Saisonspiel verloren. Da jedoch auch die Siege bisher sehr spärlich ausfielen (3), muß sich das Team mit einem Platz im Tabellenmittelfeld begnügen. Ganz im Gegensatz zu Olimpija Ljubljana, die zwar bereits doppelt so häufig verloren, jedoch mit 7 Siegen immerhin genügend Punkte einfuhren, um in der Tabelle ganz oben zu stehen. Die anfängliche Enttäuschung der Fans über das magere 2:2 gegen Autoplus Korte Izola wich schnell der Begeisterung über die weiteren Ergebnisse. Der Tabellenzweite Branik Maribor hat nach einer 2:3-Niederlage gegen den neuen Dritten Pohorje Ruse nun schon vier Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter. Der bisherige Drittplatzierte, Rudar Velenje, rutscht nach einer 2:4-Niederlage bei Ivancna Gorica schon auf Rang vier ab und Trainer Andreas Kochsrach hat nach zwei Niederlagen gegen vermeintlich leichte Gegner in den ersten zwei Spielen unter seiner Regie bereits einen schweren Stand bei den Fans in Velenje. Auch Jasmin Jurrack bei Pormorje Ajdovscina geht es kaum besser, nach dem 1:1 bei Renkovci Turnisce steht ein Punkt aus zwei Spielen auf Ihrem Konto. Im Tabellenkeller hat sich kaum etwas getan. Auf Rang 16 liegt Brda Bobrovo trotz eines 2:1-Sieges gegen Schlußlicht Tabor Sezana, zwischen diesen beiden Teams auf Platz 17 liegt Zeleznicar Maribor nach einer 1:2-Niederlage bei NK Sentjur. 

Am 15. Spieltag gab es die ersten Erfolgserlebnisse für die neuen Trainer. Jasmin Jurrack freute sich über den Sieg Ihres Teams Promorje Ajdovscina gegen NK Sentjur (2:1). Andreas Kochsrach gewann beim mageren 1:0-Sieg gegen Nafta Lendava zwar kaum Sympathien bei den Fans, jedoch war für den Beobachter eine deutliche Steigerung der Abwehrleistung zu verzeichnen. Wenn dies in den kommenden Spielen einigermaßen kompensiert werden kann, könnte das Team in den Kampf um den Titel zurückkehren. Die beiden momentan größten Titelaspiranten, Olimpija Ljubljana und Branik Maribor, leisteten sich an diesem Spieltag keinen Ausrutscher, beide Teams gewannen ihre Spieler jeweils mit 2:1, Maribor gegen Korotan Prevalje und Ljubljana bei HIT Nova Gorica. Im Abstiegskampf gelang Brda Bobrovo ein Befreiungsschlag. Mit dem 3:1-Auswärtssieg bei Potrosnik Beltinci klettert das Team von Trainer Michael Heissenberger auf Platz 12. Dafür rutscht jetzt Ivancna Gorica nach einem 1:4 beim Siebzehnten, Zeleznicar Maribor, auf einen Abstiegsplatz. Schlußlicht Tabor Sezana holt beim 2:2 gegen Pohorje Ruse einen Punkt. 

Die große Chance für alle Verfolger bot sich am 16. Spieltag. Tabellenführer Olimpija Ljubljana patzte beim 1:2 bei Renkovci Turnisce. Jedoch auch der bisherige Tabellenzweite, Branik Maribor, verlor an diesem Spieltag, unterlag bei Aufsteiger NK Koper mit 3:2. Auch keinem der anderen Verfolger gelang es, den Abstand, den der Führende auf Platz zwei hatte, zu verkürzen, und so ist Olimpija Ljubljana einen Spieltag vor Ende der Hinrunde erneut Herbstmeister. Dahinter hat sich ein größeres Verfolgerfeld aufgebaut: Pohorje Ruse, Rudar Velenje, NK Mura Sobota und Branik Maribor liegen punktgleich auf den Rängen zwei bis fünf mit vier Punkten Rückstand auf den Tabellenführer. Auf Rang sechs behauptete sich durch einen 2:1-Erfolg bei Ivancna Gorica das Team von Promorje Ajdovscina. Die Irritationen nach dem Trainerwechsel wurden offenbar gut überwunden. Im Tabellenkeller gab es keine nennenswerten Veränderungen. 

Kaum haben die zwei neuen Trainer ihre ersten Spiel absolviert, da steht der ersten Liga Sloweniens ein weiterer Trainerwechsel ins Haus: Simonn Ostendorp vom derzeitigen Zweiten Pohorje Ruse wechselt überraschend zum Tabellenführer der ersten ungarischen Liga zu Honved Budapest. Weder der Verein noch der Trainer waren bisher zu einer näheren Stellungnahme bereit. 

Zum ersten Mal wurde in dieser Saison der slowenische Super-Cup ausgespielt. Meister Olimpija Ljubljana traf auf den Pokalsieger und Vizemeister Nafta Lendava. Das Publikumsinteresse war überwältigend, sogar Nationaltrainer Siggi Scheffler fand sich im Stadion ein, um den ein oder anderen Nationalspieler zu beobachten. Das Team von Meister Olimpija schien diesen neuen Wettbewerb jedoch nicht so ganz ernst zu nehmen und so gewann Nafta Lendava relativ mühelos mit 4:1. 

Im Landespokal gab es lediglich eine Überraschung beim Duell erste gegen zweite Liga. Erstliga-Abstiegskandidat Ivancna Gorica verlor nach Elfmeterschießen gegen den Zweitligisten Triglav Krsko. Viel überraschender jedoch waren eigentlich die Ergebnisse zweier anderer Spiele: Titelkandidat Rudar Velenje verlor deutlich mit 1:4 bei Renkovci Turnisce und Tabellenführer Olimpija Ljubljana verlor im eigenen Stadion gegen Brda Bobrovo mit 1:3. Offenbar haben die Spieler von Olimpija die Mehrfachbelastung durch Meisterschaft, Champions-League und nationalen Pokal nicht verkraftet. 

In der Champions-League begann am vergangenen Wochenende die Gruppenphase und Slowenien ist erstmals in seiner Geschichte mit zwei Teams an diesem Wettbewerb vertreten. Vizemeister Nafta Lendava spielt in Gruppe B und Meister Olimpija Ljubljana in Gruppe E. Werfen wir zunächst ein Auge auf die Gruppe B. Das erste Spiel, Lendava gegen Galatasaray Istanbul, war relativ ausgeglichen, am Ende siegte der türkische Meister glücklich mit 2:1. Auch im zweiten Spiel bei Austria Wien mußte Lendava eine Niederlage einstecken, diesmal war das Team von Trainer Erich Steiner jedoch deutlich unterlegen. Gegen Espanyol Barcelona kam es somit im letzten Spiel der Hinrunde schon zum Duell um die letzte Chance, denn auch die Spanier waren nicht sehr erfolgreich, konnten aus den ersten zwei Spielen nur einen Punkt holen. So sahen die zahlreichen Zuschauer ein Spiel, wie es in der Champions-League fast nie zu sehen ist, beide Seiten spielten offensiv wie selten und am Ende gewann Nafta Lendava mit 5:4 und schob sich dadurch auf den dritten Tabellenplatz vor. Der slowenische Meister Olimpija Ljubljana startete mit einem 2:0-Sieg gegen Stade Rennes in die Gruppenphase der Champions-League. Im zweiten Gruppenspiel bei Calcio San Marino setzte es dann eine 2:3-Ni
ederlage. Im dritten Spiel schwanden die Kräfte, gegen das bisher sieglose Team von Sheffield United unterlag Ljubljana mit 0:3. Aufgrund der schlechten Tordifferenz ist Olimpija nun Gruppenletzter. Für beide slowenischen Vertreter wird es in den Rückspielen nun sehr schwierig, einen der ersten beiden Plätze zu erreichen, die zum Weiterkommen ins Achtelfinale berechtigen. 

Die Nationalmannschaft läuft in der Second Division weiterhin hinterher. Nach der 2:3-Niederlage gegen Italien gab es heftige Kritik an der taktischen Aufstellung von Trainer Scheffler. Auch der 3:1-Sieg im folgenden Spiel gegen Estland konnte die Gemüter kaum beruhigen. Die slowenische Nationalmannschaft steht weiter auf einem Abstiegsplatz und doch redet immer noch alles vom möglichen Aufstieg. Wenn in Slowenien nicht bald der Blick auf?s Wesentliche gerichtet wird, statt weiter vom Aufstieg zu träumen, landet das Team ganz schnell wieder da, wo es einst begann: in der Third Division. Das erfolgreicher Fußball in Slowenien durchaus keine Utopie ist, zeigt 
die Balkan-Meisterschaft. Dort steht die Nationalmannschaft nach einem glanzvollen 4:1 gegen Kroatien auf dem zweiten Platz hinter den noch ungeschlagenen Griechen. Wenn die Nationalmannschaft solche Leistungen auch wieder in der Euro-League abrufen könnte, bräuchte man sich über den Abstieg keine Sorgen mehr zu machen. 

Heiner Zimmermann

Ungewohnter Schwung im Trainerkarussell

31.01.02 - Kurz nach 17.00h am vergangenen Donnerstag teilte der Vorstand von Promorje Ajdovscina mit, daß der Verein und Trainer Karsten Birkle ab sofort getrennte Wege gehen. Birkle werde zukünftig den Tabellenführer der zweiten türkischen Liga, Boluspor, trainieren. Damit ist der erste Trainerwechsel in der ersten Liga Sloweniens seit dem 25. Spieltag der vorletzten Saison perfekt. Der Verein hat angekündigt, in aller Ruhe nach einem geeigneten Nachfolger zu suchen. So betreut also Birkles Co-Trainer das Team im Auswärtsspiel bei Zeleznicar Maribor. Das Team zeigte sich vom Trainerwechsel völlig unbeeindruckt und erzielte ein 1:1-Unentschieden. An der Tabellenspitze freut sich Tabellenführer Korotan Prevalje über ein 3:2 gegen Schlußlicht Ivancna Gorica. Dahinter folgt auf Rang zwei nun Rudar Velenje nach einem beeindruckenden 4:1-Sieg gegen NK Mura Sobota vor Branik Maribor, die nach einem 3:2 gegen Renkovci Turnisce jetzt auf Rang drei rangieren. Der bisherige Tabellenzweite, Potrosnik Beltinci, ist durch eine 1:2-Heimniederlage gegen Olimpija Ljubljana gleich bis auf Platz sieben durchgereicht worden. Dies ist eine Folge des weiterhin recht dicht zusammenliegenden Feldes. Die positiven Seiten dieser Konstellation entdeckte an diesem Spieltag der NK Koper. Mit einem 4:3 im Abstiegsduell gegen NK Sentjur machte der Aufsteiger einen Sprung von Platz 16 hoch auf Platz 12 und steht nun sogar vor Vizemeister Nafta Lendava, die nach einer 1:4-Schlappe bei Pohorje Ruse auf den 14. Platz zurückgefallen sind. 

Viele meinten, dem Team aus Lendava bekäme die Zusatzbelastung durch die Champions-League nicht, doch sollten sie schon am 10. Spieltag allen das Gegenteil beweisen. In einer Fußball-Gala stürzte Nafta Lendava im eigenen Stadion den Tabellenführer Korotan Prevalje mit 3:1. Da auch der Tabellenzweite, Rudar Velenje, bei Olimpija Ljubljana mit 3:2 unterlag, eroberte nun Branik Maribor die Tabellenspitze, nachdem man das Auswärtsspiel beim Abstiegskandidaten NK Sentjur mit 3:2 gewann. Sentjur bleibt weiterhin 17., da Schlußlicht Ivancna Gorica im Heimspiel gegen NK Koper nur zu einem 2:2 kam. Auf Platz 16 liegt der frühere Spitzenklub Tabor Sezana nach einem 2:2 bei Renkovci Turnisce. Die größte Überraschung gelang an diesem Spieltag jedoch der Mannschaft von Promorje Ajdovscina. Mit 4:0 gewann das derzeit Cheftrainerlose Team gegen Autoplus Korte Izola. 

Die Abwehr scheint das Hauptproblem bei Izola zu sein. Nach dem 3:3 am 11. Spieltag gegen Pohorje Ruse hat das Team von Trainer Andreas Venzlaff die drittmeisten Gegentore der Liga, doch aufgrund der ordentlichen Trefferquote der Stürmer steht Izola noch im Mittelfeld der Tabelle (8.). Ganz anders Ivancna Gorica, die bis jetzt das Tabellenende bilden. Und dann stand an diesem Spieltag auch noch das Auswärtsspiel beim Tabellenführer auf dem Programm. Doch die Mannschaft von Branik Maribor war völlig von der Rolle und so konnte Gorica mit 3:1 beim Spitzenreiter seinen ersten Saisonsieg einfahren. Neuer Spitzenreiter ist jetzt Olimpija Ljubljana. Der Meister gewann mit 3:2 bei Zeleznicar Maribor und hat nach vier Siegen in Folge nun wieder die gewohnte Position eingenommen. 

Und auch am 12. Spieltag hielt die Siegesserie von Ljubljana, das Heimspiel gegen das weiterhin führungslose Team von Promorje Ajdovscina wurde, wenn auch etwas glücklich, mit 1:0 gewonnen. Und schon setzt sich der Meister wieder etwas ab. Rudar Velenje, nach einem 2:1-Sieg bei Renkovci Turnisce jetzt auf Platz zwei, hat bereits drei Punkte Rückstand und die nach einer 2:3-Niederlage bei Pohorje Ruse auf Rang drei zurückgefallene Mannschaft von Korotan Prevalje benötigt sogar schon fünf Punkte, um Olimpija einzuholen. Im Tabellenkeller dreht Ivancna Gorica jetzt richtig auf. Beflügelt vom Sieg beim Ex-Tabellenführer überrollt die Mannschaft von Roland Kamleitner diesmal Gegner Tabor Sezana mit 4:1. Ivancna klettert damit auf Platz 13, Sezana rutscht auf den letzten Tabellenplatz ab. Vorletzter ist nach einem 1:1 gegen Potrosnik Beltinci jetzt NK Sentjur, hinter Zeleznicar Maribor, die bei HIT Nova Gorica ebenfalls zu einem 1:1 kamen. 

Am kommenden Wochenende wird es neben der Liga erstmals in Slowenien das Endspiel um den Super-Cup geben. Meister Olimpija Ljubljana gegen Pokalsieger Nafta Lendava lautet die Partie. Nationaltrainer Siggi Scheffler hat bereits sein Kommen angekündigt, um einige Spieler mal live unter die Lupe zu nehmen. 

Doch zurück nach Ajdovscina. Es gab einige Gerüchte, wieso Trainer Karsten Birkle den Verein verließ. So spekulierten slowenische Boulevard-Zeitungen, daß Trainer Birkle heimlich eine türkische Freundin habe, und er das Amt angenommen habe, um in ihrer Nähe zu sein. Eine andere Zeitung berichtete über ein astronomisch hohes Gehaltsangebot, daß Trainer Birkle aus Slowenien weglockte. Am Montag abend stellte sich Birkle selbst der Presse und erklärte, er habe sich für diesen Schritt entschieden, da er in der ersten Liga der Türkei mehr in der Öffentlichkeit stehe und er für die Zukunft einen Job in Europas Top-Ligen anstrebe. Die slowenische Liga würde einfach nicht genug beachtet, um sich für eine solche Aufgabe empfehlen zu können, so Birkle. Die zweite Liga der Türkei erfährt jedoch sicherlich nicht mehr Beachtung, so ist der Aufstieg also Pflicht. Dies wird sicherlich kein leichtes Unterfangen, wie Trainer Birkle bereits festgestellt haben dürfte. Nach den ersten vier Spielen unter seiner Regie rutschte das Team von Platz eins auf den sechsten Rang ab. Am Dienstag mittag lud dann Promorje Ajdovscina zur Pressekonferenz, um den neuen Trainer vorzustellen. Oder besser, die Trainerin. Das Präsidium von Promorje konnte als neue Trainerin Jasmin Jurrack verpflichten. Jurrack war zuletzt bei Robezsardze Ludza in der ersten Liga Lettlands tätig. Das Präsidium begründete die Entscheidung in erster Linie damit, daß Jurrack bereits drei Jahre lang Sloweniens Zweitligisten NK Zagorje trainiert habe und daher im slowenischen Fußball keine Unbekannte sei. Noch bevor die Pressekonferenz in Ajdovscina beendet war, wurde bekannt, daß der Liga ein weiterer Trainerwechsel bevorstand. Carsten Biereth, seit Gründung der slowenischen Liga in der Saison 2000’3 Trainer bei Rudar Velenje, wechselt nach 250 Erstligaspielen als Chefcoach in Velenje nach Dänemark. Dort wird er sein Glück beim Erstligisten FC Fredericia versuchen. Der Vorstand von Rudar Velenje hat angekündigt, noch vor dem nächsten Spiel einen Nachfolger zu präsentieren, bis zum Redaktionsschluß gab es jedoch noch keine Informationen.

In der Champions-League gewann Meister Olimpija Ljubljana das Hinspiel gegen Adanaspor wie erwartet leicht mit 4:1. Dieser Sieg sorgte offensichtlich dafür, daß das Team im Rückspiel in der Türkei alle Konzentration vergessen ließ und beinahe doch noch ausgeschieden wäre. Am Ende setzte es eine 3:1-Niederlage, damit zieht zum ersten Mal seit der Saison 2000’4 wieder ein Team aus Slowenien in die Champions-League ein. Auch Nafta Lendava spielte noch um den Einzug in die CL. Gegen die stark ersatzgeschwächten Franzosen des AS Cannes gab es zwei Siege (1:0, 3:0) und so ziehen also erstmalig in der Geschichte Sloweniens zwei Teams in die Gruppenspiele der Champions-League ein. Bei der Auslosung landete Nafta Lendava in Gruppe B, gemeinsam mit Espanyol Barcelona, dem österreichischen Vizemeister Austria Wien und dem türkischen Meister Galatasaray. Auch wenn sich die Türken momentan in einem kleinen Tief befinden, so sind sie doch der große Favorit der Gruppe. Zu welchen Leistungen sie auf internationaler Bühne fähig sind, bewiesen sie, als sie in der Saison 2001’4 ins Halbfinale der Champions-League vordrangen. Nafta Lendava gilt in der Gruppe als krasser Außenseiter. Selbiges gilt für den slowenischen Meister Olimpija Ljubljana, der in der Hammer-Gruppe E landete. Favorit in dieser Gruppe ist Frankreichs Vizemeister Stade Rennes. Das Team von Startrainer Bodo Pfannenschwarz trägt mittlerweile den Beinamen „ewiger Zweiter", da in den letzten Jahren zwar einige zweite Plätze in Frankreichs Eliteliga erreicht wurden, der Sprung ganz an die Spitze jedoch bis dato nie gelang. Außerdem spielen noch der UEFA-Cup-Finalist der Saison 2001’1, Sheffield United, und der Meister aus San Marino, Calcio San Marino, mit. Kuriosität am Rande: Die beiden Meistertrainer dieser Gruppe, Heiko Poppen von Calcio San Marino und Heiner Zimmermann von Olimpija Ljubljana, waren beide einst Trainer beim slowenischen Erstligisten Pohorje Ruse. 

Die Nationalelf erreichte am 5. Spieltag der Second Division A der Europa-Liga ein 1:0 gegen Litauen. Da jedoch das Auswärtsspiel in Luxemburg am 6. Spieltag mit 1:2 verloren wurde, rangiert das Team weiterhin auf Platz acht, einem Abstiegsrang. Auch in der Balkan-Meisterschaft reichte es nur zu einem 2:2 gegen die bislang sieglosen Bulgaren. Auch in den Freundschaftsspielen gegen die Erstligisten Ukraine (1:1) und Spanien (1:2) gab es kein Erfolgserlebnis. Nationaltrainer Siggi Scheffler reagierte mit einer ungewöhnlichen Maßnahme: Ab sofort sind auch Legionäre, also im Ausland spielende Slowenen, in der slowenischen Nationalmannschaft spielberechtigt. Bereits am kommenden Wochenende wird sich zeigen, ob diese Satzungsänderung den gewünschten Erfolg bringt. Wenn dann wieder kein Sieg herausspringt, ist der Zug Richtung erste Liga wohl bereits abgefahren.

Heiner Zimmermann

Nur Sobota noch ohne Niederlage

24.01.02 - Obwohl der Spitzenreiter Potrosnik Beltinci am 5. Spieltag im Heimspiel gegen Rudar Velenje nur zu einem 2:2-Unentschieden kam, bleibt das Team von Coach Christian Wildner an der Spitze der slowenischen Liga, da sich der dichteste Verfolger HIT Nova Gorica eine 1:2-Niederlage bei Pohorje Ruse leistete und sich die weiteren Verfolger Branik Maribor (1:2-Heimpleite gegen Promorje Ajdovscina) und Nafta Lendava (0:1-Heimniederlage gegen Abstiegskandidat NK Sentjur) in ihren Spielen ziemlich blamierten. Neuer Tabellenzweiter ist nach diesem Spieltag Korotan Prevalje, die mit einer überzeugenden Leistung den Meister Olimpija Ljubljana mit 2:0 bezwangen. Da die Liga weiterhin sehr dicht zusammengerückt ist, rutscht Ljubljana durch diese Niederlage gar auf den letzten Nichtabstiegsplatz, allerdings mit nur vier Punkten Abstand zum Tabellenführer. Auf den Plätzen hinter Ljubljana, also den drei Abstiegsplätzen, findet man Teams, die dort vor der Saison auch erwartet wurden. Neben dem Schlußlicht Brda Bobrovo, die in den letzten Jahren eigentlich kaum aus dem unteren Tabellendrittel herauskamen, handelt es sich hier um die beiden Aufsteiger NK Koper und Ivancna Gorica. Diese drei Teams haben sich als einzige in der Liga bereits etwas abgesetzt, alle drei haben bereits zwei Punkte Rückstand auf Rang 15. 

Auch nach dem sechsten Spieltag sieht es für die Keller-Teams kaum besser aus. Brda Bobrovo erreicht immerhin ein Unentschieden (1:1) bei NK Sentjur und schiebt sich somit auf den 16. Platz vor. Ivancna Gorica verlor im eigenen Stadion gegen den Pokalsieger Nafta Lendava mit 2:3 und NK Koper unterlag bei Olimpija Ljubljana mit 1:2. Ivancna Gorica und Koper liegen damit punkt- und torgleich am Tabellenende. Ganz oben in der Tabelle behauptet sich auch am 6. Spieltag Potrosnik Beltinci nach einem Unentschieden bei Zeleznicar Maribor, allerdings nur aufgrund der besseren Tordifferenz vom neuen Tabellenzweiten, Nafta Lendava getrennt. Einziges Team, das neben dem Tabellenführer nach sechs Spielen noch ungeschlagen ist, ist überraschend der Aufsteiger NK Mura Sobota, die beim 1:1 gegen Branik Maribor bereits zum fünften Unentschieden in dieser Saison kamen. 

Und auch am siebten Spieltag sollte diese Serie halten. Das 1:1 bei Tabor Sezana war das sechste Unentschieden in dieser Saison und das fünfte in Folge. Sobota belegt in der Liga nun Rang 10, einen Platz vor dem amtierenden Champion, Olimpija Ljubljana, der diesmal bei Branik Maribor, seinem Gegner in der ersten Pokalrunde, zu einem 1:1 kam. Der Tabellenführer kann doch noch gewinnen. Potrosnik Beltinci schlägt Promorje Ajdovscina mit 2:1 und bleibt dadurch vorne. Neuer Zweiter ist jetzt Rudar Velenje nach einem starken Spiel mit einem 4:1-Sieg gegen Zeleznicar Maribor. Auf Platz drei hält sich weiterhin Korotan Prevalje vor dem Double-Gewinner der Saison 2001/4, Autoplus Korte Izola, die mit dem 3:2-Sieg einen großen Satz direkt auf den vierten Tabellenplatz gemacht haben. Alle übrigen Partien des siebten Spieltages endeten übrigens 1:1, insgesamt also sechs der neun Begegnungen. 

Am achten Spieltag gab es dann doch wieder mehr Abwechslung in den Ergebnissen und so kam Bewegung in die Tabelle. Die bisherige Nummer eins, Potrosnik Beltinci, verlor mit 2:3 bei NK Mura Sobota. Damit ist Sobota nun das einzige noch ungeschlagene Team der Liga. Neuer Tabellenfüher ist Korotan Prevalje nach einem 3:1-Sieg bei NK Sentjur (jetzt 15.). Hinter Beltinci hat sich durch einen 1:0-Sieg bei HIT Nova Gorica auf Rang drei Branik Maribor angesiedelt, gemeinsam mit dem punkt- und torgleichen Team von Mura Sobota. Auf Rang fünf rangiert jetzt Rudar Velenje nach einer 2:3-Pleite bei Promorje Ajdovscina (7.), direkt vor Olimpija Ljubljana, die nach einem 3:1-Sieg gegen Tabor Sezana nun bereits auf Platz sechs der Tabelle stehen. Gegner Sezana rutscht durch die Niederlage auf einen Abstiegsplatz (17.). Brda Bobrovo konnte nach einem überraschenden 2:1-Auswärtserfolg bei Nafta Lendava vorerst die Abstiegsplätze verlassen und auch Schlußlicht NK Koper kam mit dem 2:1 bei Renkovci Turnisce zu seinem ersten Saisonsieg und kletterte auf Platz 16. Neues Schlußlicht ist das einzige sieglose Team der Liga, Ivancna Gorica, die diesmal zu einem 1:1 gegen Pohorje Ruse kamen. 

Im Pokal stand an diesem Wochenende die erste Runde auf dem Programm. Da in zehn der 16 Begegnungen Ligakonkurrenten aufeinandertrafen, blieb kaum Platz für große Überraschungen. Ein paar kleine und größere Sensationen gab es aber dennoch. So gelang zum Beispiel dem Zweitligisten Elan Novo Mesto ein deutlicher 3:0-Auswärtssieg beim Erstligisten Autoplus Korte Izola. NK Usnjar, in der Zweiten Liga momentan auf Rang 17, konnte beim Erstligisten NK Sentjur mit 3:1 nach Verlängerung in die nächste Runde einziehen. Und der aktuelle Spitzenreiter der zweiten slowenischen Liga, Triglav Krsko, gewann beim Pokalsieger der Saison 2001/3, dem Erstligateam Pohorje Ruse, im Elfmeterschießen. Aber auch bei den Duellen der Ligakonkurrenten gab es einige kleine Überraschungen. So gewann z.B. das Schlußlicht der Zweiten Liga, Publikum Celje, sein Spiel gegen Zivila Triglav Kranj, überraschend deutlich mit 3:0 und der Abstiegskandidat NK Vrhnika siegte beim Erstliga-Absteiger Drava Ptuj, der sich in der Liga vom Abstieg gut erholt zeigte und momentan schon wieder einen Aufstiegsplatz belegt, mit 5:4 im Elfmeterschießen. Das Führungsduo der ersten Liga hat zwar die nächste Runde erreicht, doch taten sich sowohl die Spieler von Koroton Prevalje (1:0-Heimsieg gegen Zweitligist Jadran Sepic) als auch jene von Potrosnik Beltinci (3:2 n.V. im Heimspiel gegen Aufsteiger NK Koper) ziemlich schwer. Der Pokalsieger des letzten Jahres hat sich ebenfalls bereits aus dem Wettbewerb verabschiedet. Nafta Lendava unterlag mit 0:2 bei Renkovci Turnisce. Hier machte sich die Zusatzbelastung durch die Champions-League doch sehr deutlich. Und dann gab es da noch zwei Spiele der ersten Pokalrunde, die unter besonderer Beobachtung der Öffentlichkeit stattfanden: zum einen natürlich das Goricaer Derby, HIT Nova Gorica gegen Ivancna Gorica, bei dem Ivancna dem Favoriten immerhin ein 0:0 abtrotzte und im Elfmeterschießen sogar das bessere Ende für sich behielt, und zum anderen das Spiel zwischen dem Meister, Olimpija Ljubljana, und dem aktuellen Tabellendritten, Branik Maribor. Die Aufmerksamkeit hätte dieses Spiel jedoch nicht verdient gehabt, in einer schwachen Partie gewann Olimpija am Ende glücklich, aber nicht unverdient, mit 1:0. 

Aber für Olimpija gibt es ja auch noch einen wichtigeren Wettbewerb als den Landespokal: die Champions-League. In der zweiten Qualifikationsrunde griff der Meister erstmals in diesen Wettbewerb ein. Nach einem 1:1 im Hinspiel beim norwegischen Vizemeister Viking Stavanger stand es auch im Rückspiel in Ljubljana lange Zeit 1:1. Ein Treffer in der 90.Minute erlöste Mannschaft und Fans und brachte Olimpija in die nächste Runde. Dort bekommt man es nun mit Adanaspor aus der Türkei zu tun, sicherlich nicht gerade ein schweres Los, jedoch darf man dieses Team natürlich auf keinen Fall unterschätzen. Der zweite slowenische Vertreter in der Champions-League-Qualifikation, Nafta Lendava, hatte bei seinem Spiel gegen die Griechen von Proodeftiki Nikea eine leichte Aufgabe. Der Gegner leistet kaum Gegenwehr und so konnte Lendava mit einem 2:0-Sieg im Hinspiel in Griechenland bereits alles klar machen, der 1:0-Sieg im Rückspiel war lediglich noch Formsache. In der nächsten Runde wartet mit dem AS Cannes aber ein anderes Kaliber, dort dürfte dem Team von Erfolgstrainer Erich Steiner sicher alles abverlangt werden, um die Gruppenspiele der CL zu erreichen. 

Beim Neujahrsturnier ist die slowenische Mannschaft nach zwei Runden bereits wieder ausgeschieden. Nach einem 2:6 gegen die Vertreter aus Weißrußland verlor man am Wochenende mit 0:3 gegen Irland 3. Damit ist das abschließende Match gegen Schweden für die Slowenen bereits bedeutungslos, da selbst bei einem Sieg der zweite Platz nicht mehr erreicht werden kann.

Die Nationalmannschaft hat an diemal eines der torärmsten Wochenenden ihrer Geschichte erlebt. In der Second Division A der Euro-League reichte es zu einem 0:0 in Finnland, im zweiten Auswärtsspiel gab es jedoch eine 0:1-Niederlage in Lettland, damit steht das Team nach vier Spieltagen und einem ziemlich verkorksten Saisonauftakt nur noch auf Rang acht und damit auf einem Abstiegsrang. Doch Teamchef Siggi Scheffler sollte nicht in Panik verfallen, schließlich fanden drei der vier Spiele auf fremden Plätzen statt. Und das es auch anders geht, zeigt ja die Balkan-Meisterschaft. Zwar verlor die slowenische Nationalmannschaft auch hier mit 0:1 gegen Griechenland, in der Gesamtwertung steht das Team jedoch auf einem hervorragenden dritten Platz, lediglich einen Punkt hinter Spitzenreiter Kroatien. Am nächsten Wochenende geht’s jetzt richtig rund: Neben den üblichen Partien der Euro-League und der Balkan-Meisterschaft stehen noch Freundschaftsspiele gegen die Ukraine und den amtierenden Euro-League-Champion Spanien auf dem Programm. Die Presseabteilung Slowenien wünscht unseren Nationalspielern bei diesen Partien natürlich viel Erfolg. 

Heiner Zimmermann

50 Prozent Remis

17.01.02 - Die neue Saison begann in Slowenien relativ eintönig. So ziemlich alle Teams, die von Experten vor der Saison als Titelkandidaten eingestuft wurden, erreichten am ersten Spieltag ein Unentschieden. Allen voran der Titelverteidiger Olimpija Ljubljana, der mit dem 3:3 bei Aufsteiger Ivancna Gorica das torreichste Unentschieden erzielte. Bei Vizemeister Nafta Lendava gehen die Experten-Meinungen über die Erfolgsaussichten in der neuen Saison auseinander, interessant wird sein, wie das Team die Zusatzbelastung Champions-League verdaut. Im ersten Saisonspiel gab es auch für Lendava ein Unentschieden, dieses 2:2 zu Hause gegen Aufsteiger NK Mura Sobota dürfte jedoch nicht wirklich als Erfolg gelten. Als nächster Titelanwärter darf sich sicherlich der Meister der vorletzten Saison fühlen. Nachdem Autoplus Korte Izola im letzten Jahr ein Tief durchmachen mußte, ging es am Saisonende doch wieder etwas auswärts. Wenn jetzt die Krise überwunden ist, wird Izola sicher wieder ganz oben dabei sein. Im ersten Spiel setzte es ein 2:2 gegen Renkovci Turnisce. Als weiterer Titelkandidat gilt unter Experten HIT Nova Gorica. Nachdem auch sie in der vergangenen Saison lange im Tabellenkeller rumkrebsten, gelang am Saisonende ein starker Endspurt mit fünf Siegen in Folge, womit das Team von Trainer Michael Grafunder noch auf Platz vier kletterte. Auch Gorica muß sich zum Saisonauftakt mit einem Unentschieden begnügen, die Siegesserie riß mit einem 1:1 bei NK Sentjur. Der einzige, der aus der Remis-Serie der Titelkandidaten herausfällt, ist Zeleznicar Maribor. Das Team gilt, nachdem es in der letzten Saison sehr lange oben mitspielte als Geheimtipp auf die Meisterschaft. Im ersten Saisonspiel jedoch gaben sie sich gar nicht meisterlich, verloren bei Fast-Absteiger Pohorje Ruse mit 3:1. Ruse ist damit nach diesem Spieltag erster Tabellenführer, gefolgt von Rudar Velenje, die bei Korotan Prevalje mit 3:2 gewannen und auf Rang drei Branik Maribor nach einem 2:1-Sieg gegen Tabor Sezana, womit dann auch schon alle Spiele erwähnt wurden, die nicht Remis endeten.

Am zweiten Spieltag folgte der Meisterpatzer. Olimpija Ljubljana verlor vor eigenem Publikum gegen den letztjährigen Titelkonkurrenten Nafta Lendava mit 1:2 und setzt damit die Negativserie im eigenen Stadion (nur ein Sieg in den letzten 6 Heimspielen) fort. An der Spitze steht jetzt Punkt- und Torgleich mit dem bisherigen Tabellenführer Pohorje Ruse (2:2 bei Promorje Ajdovscina) auch Potrosnik Beltinci nach einem 3:1 gegen Branik Maribor. Kaum einer kann sich noch daran erinnern, aber Aufsteiger NK Mura Sobota war der überlegenste Meister in der Geschichte der slowenischen Liga. In der Saison 2001/1 holten sie sich mit überragenden 70 Punkten und 8 Punkten Vorsprung die Meisterschale, beide Rekorde bestehen noch heute. Doch vom alten Glanz ist kaum etwas übrig geblieben, Sobota spielte in der vergangenen Saison sogar zweitklassig. Doch nun sind sie wieder da, und nach einem einem 2:1-Sieg gegen Brda Bobrovo steht das Team von Trainer Jens Osmer im oberen Tabellendrittel. In Gorica ist Derby-Zeit. Aufsteiger Invancna Gorica mußte beim großen Ortsnachbarn HIT Nova Gorica antreten. Tapfer schlug sich der Ex-Zweitligist und erkämpfte sich ein 1:1. Insgesamt konnte auch an diesem Spieltag wieder ein deutlicher Trend pro Remis festgestellt werden, fünf Partien endeten mit einer Punkteteilung. Darunter übrigens auch zwei der drei Verlierer des ersten Spieltages, und da der dritte im Bunde, Tabor Sezana, sein Spiel gegen Autoplus Korte Izola sogar gewinnen konnte (3:2), ist bereits nach dem zweiten Spieltag kein Verein mehr punktlos. 

Die beiden führenden kamen am 3. Spieltag zum neuen Lieblingsergebnis der Liga, zum Unentschieden. Pohorje Ruse spielte 1:1 gegen den bislang stark spielenden Rückkehrer NK Mura Sobota und Potrosnik Beltinci erreichte das gleiche Ergebnis im Auswärtsspiel bei Tabor Sezana. Mit jetzt je 5 Punkten und 6:4 Toren stehen die beiden Teams gemeinsam auf Rang zwei der Tabelle, neuer Tabellenführer ist das als einziges noch unentschiedenfreie Team von Branik Maribor. Durch den zweiten Saisonsieg, ein überragendes 4:1 gegen Rudar Velenje, setzte man sich an die Spitze. Dorthin wollen natürlich auch andere Spitzenteams, z.B. Autoplus Korte Izola, die das mit einem 4:1-Sieg gegen Abstiegskandidat NK Sentjur auch deutlich unter Beweis stellten. Meister Olimpija Ljubljana kam im Auswärtsspiel gegen Brda Bobrovo nur zu einem 1:1 und ist damit in dieser Saison weiter sieglos. Sollte dem Team ein ähnliches Schicksal blühen wie den Vorgängern, die im Jahr eins nach der Meisterschaft erstmal schnurstracks in eine Krise schlidderten? Die Flut an Unentschieden scheint jedoch etwas abzuebben, es gab an diesem Spieltag nur drei Punkteteilungen. Dennoch ist die Liga weiterhin sehr ausgeglichen, den ersten und den letzten der Tabelle trennen gerade mal 4 Punkte.

Der Meister feiert am 4.Spieltag seinen ersten Saisonsieg. Mit 3:2 wurde Pohorje Ruse geschlagen. Tabellenführer Branik Maribor kam im Derby gegen Zeleznicar Maribor nur zu einem 2:2-Unentschieden und so war der Weg frei für Potrosnik Beltinci, nach der Doppelführung am 2.Spieltag nun endlich mal alleiniger Tabellenführer zu sein. Ein 2:1 gegen Autoplus Korte Izola reichte gerade aus, um den Platz an der Sonne zu übernehmen, denn der dichteste Verfolger, HIT Nova Gorica, hat nach einem 3:2 gegen das neue Tabellenschlußlicht Brda Bobrovo nur ein Tor weniger auf dem Konto. Pokalsieger Nafta Lendava korrigiert die 1:2-Heimniederlage gegen HIT Nova vom vorigen Spieltag mit einem 2:1-Sieg bei Renkovci Turnisce und klettert damit schon wieder auf den vierten Rang. Nur einen Punkt dahinter liegt auf Platz fünf Aufsteiger NK Mura Sobota nach einem in der Liga neuerdings üblichen Unentschieden (1:1) gegen Korotan Prevalje. Überhaupt die Unentschieden, sie sind in Slowenien ganz groß in Mode, 50 Prozent aller Spiele der ersten vier Spieltage endeten Remis. 

Auch international geht der Trend zur Punkteteilung. So erreichte zum Beispiel Nafta Lendava im Auswärtsspiel beim georgischen Vizemeister Sioni Bolnissi in der ersten Qualifikationsrunde der Champions-League ein 1:1. Mit einem 2:1-Sieg im Rückspiel wurde dann alles klar gemacht für die zweite Runde, in der es gegen den griechischen Vertreter Proodeftiki Nikea geht. Auch Promorje Ajdovscina gelang beim griechischen Pokalsieger Paniliakos Pyrgos ein Remis (2:2), jedoch unterlag Ajdovscina im Rückspiel vor eigenem Publikum überraschend mit 1:2 und ist damit bereits in der ersten Quali-Runde des UEFA-Cups ausgeschieden. Ähnlich erging es Tabor Sezana. Im Hinspiel reichte es gegen Metalurg Mariupol zu einem 2:1-Sieg, jedoch unterlag man im Rückspiel in der Ukraine mit 1:3 und verabschiedete sich ebenfalls aus dem internationalen Wettbewerb. Damit ist neben Nafta Lendava nur noch Olimpija Ljubljana vertreten, die als Meister erst in der zweiten Quali-Runde der Champions-League ins Geschehen eingreifen. Dort wird man es mit dem norwegischen Vizemeister Viking Stavanger zu tun bekommen. 

Womit wir beim einzigen Teil Sloweniens wären, der diesmal keine Unentschieden vorzuweisen hat: die Nationalmannschaft. Der Auftakt zur zweiten Saison in der Second Division ging mit einer 2:4-Pleite in der Slowakei zwar daneben, jedoch konnte im anschließenden Heimspiel immerhin Malta mit einer starken Leistung mit 3:1 bezwungen werden. In der ersten Begegnung der diesjährigen Balkan-Meisterschaft gab es sogar gleich ein 3:1 gegen Titelverteidiger Albanien. Man darf also gespannt sein, ob die Nationalmannschaft in den nächsten Spielen das Niveau der Spiele gegen Malta und Albanien halten kann, oder ob doch eher das Spiel gegen die Slowaken das wahre Gesicht der Nationalmannschaft 2002/1 gezeigt hat. Wir bleiben auf jeden Fall am Ball.

Heiner Zimmermann