Luxemburg
     

 

 
 
33.-34. Spieltag Alles schaut ins Stade Prince Jean NEU 16.05.02
29.-32. Spieltag Beggen begräbt Meisterhoffnungen 09.05.02
25.-28. Spieltag Vater schlägt Sohn 02.05.02
21.-24. Spieltag Trainer spekulieren auf Rümelinger Trainerposten 25.04.02
17.-20. Spieltag Die Liga spielt verrückt 18.04.02
13.-16. Spieltag Vorsicht, Schifflingen kommt! 11.04.02
09.-12. Spieltag Die Aufsteiger bärenstark 04.04.02
05.-08. Spieltag Wo zum Teufel liegt Merl-Belair? 28.03.02
01.-04. Spieltag Schwacher Start für Spitzenklubs 21.03.02

 
 
 
Alles schaut ins Stade Prince Jean

16.05.02 - 33. Spieltag: Diekirch zittert sich zu einem 1:0
Oli Tzschachels Young-Boys mussten bei Josef Nalbachs Schierenern antreten, für die es bereits um nichts mehr ging. Dennoch zeigte sich der Tabellenführer verkrampft und war in der 1. Halbzeit die deutlich schwächere Mannschaft. Nach dem Pausentee spielten sie 10 Minuten lang auf wie die Feuerwehr und erzielten den Führungstreffer. Nun folgte eine halbe Stunde müdes Gekicke nach dem Motto „Diekirch wollte nicht mehr und Schieren konnte nicht mehr.“
Was erreichte Merl beim wohl ungleich schwereren Spiel in Luxemburg? US-Trainer Matthias Steinbrück hatte noch vor dem Spiel getönt: „Da wir 3. werden wollen, putzen wir diese Hinterwäldler weg.“ Pustekuchen! Merl zog unbeeindruckt sein Kurzpassspiel auf, das schon in ganz Luxemburg berühmt ist und konnten am Ende gegen die Millionarios aus der Hauptstadt mit 2:1 gewinnen. Nach dem Spiel applaudierten alle Fans demonstrativ dem Sieger und man war sich einig, den Gästen den Meistertitel zu wünschen. Das Ziel Europacupteilnahme hatte US nun verfehlt.
Minerva Lintgen ging mit 0:3 bei Etzella unter und könnte nun den 3. Platz noch verlieren. Stefan Marx: „Wir werden bereitstehen, wenn sich Minerva noch einen Fehler erlaubt.“
Tommy Kellas’ hochgradig abstiegsgefährdetes Team kam zu Hause nicht über ein 1:1 gegen Fola Esch hinaus. Der Trainer: „Wir hoffen jetzt auf ein Wunder!“
Im Kellerduell zwischen AS Luxemburg und Monnerich setzte sich das Heimteam mit 2:1 durch einen Handelfmeter 5 Minuten vor Schluss durch und konnte den Klassenerhalt feiern. Hendrik Nalbach dagegen muss nun bis zum letzten Spiel zittern und immer mit einem Auge nach Rümelingen schielen, wo Spora spielt.
Dramatisch wird’s auch für den FC Koeppchen, der nach dem 1:1 gegen Jeunesse Esch nun ausgerechnet nach Merl muss, wo auch die Meisterschaft entschieden werden könnte.

34. Spieltag: Alles schaut ins Stade Prince Jean
Showdown in Merl. Im Stade Prince Jean sollte die Meisterschaft und der Abstiegskampf mit entschieden werden. Gastgeber Red Star Merl, Aufsteiger und nun auf Platz 2 mit einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Diekirch, wollte einen eventuellen Schnitzer des Tabellenführers unbedingt ausnutzen. Der Gast FC Koeppchen Wormeldingen, seit 4 Saisons in der 1. Liga etabliert musste ums nackte Überleben kämpfen. Früh fiel das 1:0 für die Gäste, die mit 3 Stürmern angetreten waren, nach einem langen Flankenlauf. Das Abtasten war dann schon vorbei und die gefürchteten Merler Stürmer testeten mehrfach den Koeppchen-Schlussmann. Ein Steilpass in den Strafraum – und der Merler Toptorjäger und feststehender Torschützenkönig Jeff Strasser schob souverän am Torhüter vorbei zum Ausgleich. Weiter ging der Druck von Seiten der Gastgeber, doch kurz vor dem Halbzeitpfiff schlossen die Wormeldinger einen Konter erfolgreich ab. Nach Silvia Weis’ Pausenpredigt spielte Merl noch konzentrierter und drehte das Spiel durch 2 tolle Spielzüge in der 55. und 62. Minute. Nun wurde es für den FC Koeppchen eng, der für den sicheren Klassenerhalt einen Sieg brauchte. Man warf alles nach vorne und hatte doppelt Glück, als die Gastgeber erst in der 78. Minute eine 3 gegen 1 Kontersituation nicht erfolgreich abschließen konnten und sie in der 80. Minute mit einem Gewaltschuss an den Innenpfosten den Ausgleich erzielten. Ein 3:3 also, dennoch Tristesse pur in Merl:
Die Young-Boys hatten nämlich in ihrem Heimspiel gegen Etzella nicht viel anbrennen lassen und 1:0 gewonnen, und so konnte die Meisterfeier wie geplant stattfinden. Verbandspräsident Michael Loew meinte, als er den Meisterpott überreichte: „Wir ehren heute den verdienten Meister, der wie immer unglaublich diszipliniert und sicher gespielt hat. Dieser Verein hat eine große Tradition in der 1. Liga und im Europapokal und ich bin sicher, sie wird die Champions League wieder kräftig aufmischen!“ Die letzten, laut ausgerufenen Worte gingen dennoch im frenetischen Jubel der Fans unter. „Meister werden nur die Young-Boys“, „Oli Tzschachel Fußballgott“ und „Europa wir kommen!“ skandierten sie noch stundenlang.
Im entscheidenden Spiel musste der Tabellensechzehnte Spora Luxemburg beim bereits abgestiegenen US Rümelingen ran. Mit großem Einsatz kämpfte die als Söldnertruppe verschrieene Mannschaft ihren Gegner förmlich nieder und feierte mit dem 2:1 den Nichtabstieg. Keiner weiß, wie viele Liter Freibier flossen und Tommy Kellas war auch tags darauf noch nicht wieder richtig ansprechbar.
Hendrik Nalbach und sein FC Monnerich musste gegen das gesicherte Mittelfeldteam aus Schifflingen also mindestens einen Punkt holen, um sich zu retten. Für die Heimmannschaft sah es zunächst zappenduster aus, als Schifflingen schnell mit 2:0 in Führung ging. Aber die Zuschauer hörten nicht auf, ihr Team anzufeuern und so blies man zur gnadenlosen Aufholjagd. In der 85. Minute fiel das 3:2 – der Moment, in dem endlich auch Spengel glaubte, „dass der Fisch geputzt ist“.
Noch ein Team, das schwer gefährdet war, war der FC Brouch. Daheim gegen Bettemburg einen Punkt holen, das war nun die Devise, dann würden sie den FC Koeppchen ins Verderben stürzen. Es erwies sich als nicht derart schwer, in der 2. Halbzeit beschränkte sich Brouch darauf, das 1:1 über die Runden zu bringen – was Petra Prediger, die wusste, dass möglicherweise sogar ein Sieg notwendig gewesen wäre.
Den 3. Platz holte sich übrigens überraschend noch Avenir Beggen, womit Christian Ehmer doch ein Teilziel erreicht hatte. Ein Heim-2:1 gegen die nervenschwachen Luxemburger von Matthias Steinbrück reichte angesichts der desolaten 0:1 Heimniederlage von Lintgen gegen AS Luxemburg. 
GANZ HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE GEHEN AN DEN MEISTER UND DEN VIZE-MEISTER, UEFA-CUP-TEILNEHMER BEGGEN; POKALSIEGER MAMER UND AN TOMMY KELLAS FÜR DEN KLASSENERHALT!!!! ALS AUFSTEIGER DARF ICH US MONDORF, YELLOW BOYS WEILER UND UN KAERJENG BEGRÜßEN.
Wegen des Abstiegs werde ich die Lux-News nicht mehr weitermachen. Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand aus Luxemburg die News übernehmen würde. Also einfach losschreiben und den Artikel an die Tipmaster News und Matze Bauer schicken.
Ich danke meiner Leserschaft herzlich für das Interesse und Vertrauen.

Tobias Koch

Beggen begräbt Meisterhoffnungen

09.05.02 - 29. Spieltag: Will denn keiner Meister werden?
So sah es nämlich im Stade Hammerel aus, wo der Zweite Diekirch beim 6. US Luxemburg zu Gast war. Das ganze Spiel spielte sich im Mittelfeld ab, und wenn einmal der Ball zu einem Stürmer kam, blieb dieser schnell im gegnerischen Abwehrbollwerk stecken. Torlos und mit einem gellenden Pfeifkonzert endeten die 90 Minuten und kaum einer der Zuschauer glaubte nachher noch, einen kommenden Meister gesehen zu haben.
Der Spitzenreiter Red Star Merl dagegen zog mit einem 3:1 gegen den Tabellendritten davon. Trotzdem redete hier noch niemand von der Meisterschaft.

30. Spieltag: Abstiegskandidaten schlagen Titelanwärter
Zu Jan Tulke nach Rümelingen fuhren die Merler am 30. Spieltag und keiner hielt es für möglich, das sie die Punkte dortlassen würden. Am Ende wurde es mit 4:1die höchste Saisonniederlage für den Aufsteiger und in Rümelingen ist die Hoffnung zurückgekehrt.
Aber Tzschachels Young-Boys waren weit davon entfernt, diesen Fauxpas auszunutzen. Sie verloren sang- und klanglos 1:2 daheim gegen den akut gefährdeten FC Koeppchen.
Neuer Tabellenführer: Minerva Lintgen nach einem 2:0 gegen Mamer.

31. Spieltag: Walter Lima muss ich in Abstiegsnot bewähren
Der am Anfang der Saison so starke Aufsteiger AS Luxemburg steckt nach der 2:3 - Niederlage gegen den Letzten Bettemburg tiefer denn je im Abstiegssumpf. Walter Lima, der die Mannschaft Mitte der Saison von Manfred Friedrich übernommen hatte: „Der Klassenerhalt wäre für unseren Verein ein Riesenerfolg. Man merkt dem Team an, dass es bereit ist, alles dafür zu geben!“ Wir werden sehen, ob die viel kritisierte Entscheidung des Vorstands für ein völligen Neuling als Trainer sich als richtig erweist.
Der „neue“ Tabellenführer Diekirch gewann 3:2 bei Mamer und profitierte von den Niederlagen der ersten 3 Lintgen, Merl und Beggen.

32. Spieltag: Beggen begräbt Meisterhoffnungen
Im Stade „Rue Henri Dunant“ stand wieder mal ein Spitzenspiel an, in dem die Heimmannschaft die Chance hatte, eine gute Ausgangsposition für das Saisonfinish herauszuspielen. 2 eklatante Abwehrfehler entschieden das Spiel jedoch letztlich für den Gast aus Merl, der mit unglaublicher Sicherheit genau auf diese gewartet hatte. Die Gäste haben nun mit Lintgen, Diekirch, Fola Esch und Beggen alle Topteams geschlagen. 
Der FC Schifflingen sorgte mit seinem Sieg dafür, dass Stefan Nalbachs SC Bettemburg praktisch abgestiegen ist und hat sich selbst aller Abstiegssorgen entledigt.

Wie stehen die Chancen?
 1. Meisterschaft / Europacup:
Diekirch: 1 Punkt Vorsprung und wohl stärkste Mannschaft. Großer Favorit. RP: A Schieren, H Ettelbrück. nicht zu schwer, Meisterschaft ist Pflicht
Merl: Überraschungsmannschaft des Jahres. Großer Vorteil: Hat nix zu verlieren. RP: A US Lux, H Wormeldingen. schwer, wird aber wohl für Platz 2 reichen.
Lintgen: auch Aufsteiger, Platz 3 wäre toller Erfolg. bei 3 Punkten Rückstand kaum Meisterchancen. RP: A Etzella, H AS Lux. Heimsieg muss sein.
US Lux: muss laut Vorstand unbedingt Europacup erreichen, daher sehr unter Druck. RP: H Merl, A Beggen. sehr schwer, es wird knapp werden.

Außenseiterchancen auf Platz 3: Beggen, Fola & Jeunesse Esch, Ettelbrück
Im Niemandsland: Schifflingen, Mamer

 2. Abstiegskampf: 
Schieren: Gutes Torverhältnis und 2 Punkte Abstand müssen reichen (H Diekirch, A Fola)
Brouch: zu stark zum absteigen, außerdem leichtes RP (A Schifflingen, H Bettemburg)
Monnerich: Viele erinnern sich an 2001’3, als man in ähnlicher Situation abstieg. Aber letzte Saison gibt wiederum Sicherheit (A AS Lux, H Schifflingen)
Wormeldingen: Abstiegskampf schon die ganze Saison, daher müsste Rettung klappen (H Jeunesse, A Merl)
AS Lux: unerfahrener Trainer und Absturz zuletzt machen den Fans Angst. Alles kommt aufs Monnerich-Spiel an (H Monnerich, A Lintgen)
Spora: Tommy Kellas würde in der 2. Liga wohl weitermachen. letzter Spieltag entscheidet über Abstieg (H Fola, A Rümelingen)
Rümelingen, Bettemburg: können für die 2. Liga planen, nur noch minimale Chancen

Tobias Koch

Vater schlägt Sohn

02.05.02 - 25. Spieltag: Merl-Belair auf Rang 2!!
Ein überzeugender 4:2 Heimsieg gegen Petra Predigers FC Brouch brachte dem sensationellen Aufsteiger Red Star Merl den Sprung auf Platz 2, der am Ende der Saison zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Silvia Weis: „Ganz Merl steht Kopf! Das wird die mit Abstand beste Saison der Vereinsgeschichte und am Ende werden wir Luxemburg zeigen, wie in Merl und Belair gefeiert wird. Den Klassenerhalt werden wir uns nämlich nicht mehr nehmen lassen.“ Besonders erleichtert war die Trainerin, dass die kurze Krise um den 10. Spieltag so toll überwunden wurde. 
Von der Meisterschaft träumte Oli Tzschachel nach dem 1:0 Auswärtssieg beim Fünften Fola Esch: „ Ein guter Sturm gewinnt Spiele, aber eine sichere Abwehr gewinnt Meisterschaften. Und die wollen wir jetzt unbedingt.“ 
Immer näher zu den Abstiegsplätzen wandert Wormeldingen, die zu Hause 1:2 gegen den direkten Konkurrenten Schifflingen verloren. 

26. Spieltag: Zwei 6-Punkte-Spiele verloren – wartet nun Liga 2 auf Koeppchen?
Tobias Koch hatte noch extra darauf hingewiesen: „In Bettemburg müssen wir zeigen, dass wir dem Abstiegskampf gewachsen sind. Ich erwarte von meiner Mannschaft endlich 100%-igen Einsatz.“ Den wird auch Stefan Nalbach gefordert haben und so kam ein kampfbetontes Spiel ohne spielerische Glanzleistungen heraus, das Bettemburg am Ende mit 3:2 gewinnen konnte. Der Abstiegskampf kommt nun langsam in die entscheidende Phase und überall wird gezittert.
Wie in Ruemelingen, wo auf Trainer Chris Baumgart erst mal als 3. in dieser Saison Co-Trainer Beck folgte, der das Schlimmste beim Tabellenletzten verhindern sollte. Frei nach dem Motto „neue Besen kehren gut“ traten seine Mannen beim Spitzenreiter Young-Boys an und erstürmte ein 4:1. Die enttäuschten Fans sahen eine überhebliche Heimmannschaft, die das Spiel schon vor dem Anpfiff gewonnen geglaubt hatte. 
Ein weiteres Beispiel für die Auswirkungen eines Trainerwechsels gab der AS Luxemburg unter Walter Lima gegen Spora. Gegen die Gäste, die sich größtenteils wie ein Absteiger präsentierten kam man zu einem 3:1.

27. Spieltag: Punkt geklaut im Stade Hammerel
Auf einem UEFA-Cupplatz stand der FC Monnerich und konnte also mit breiter Brust ins Stade Hammerel, um dem großen US Luxemburg in die Suppe zu spucken. Was auch zunächst gelang, als man in der 25. Minute 0:1 in Führung ging. Der US Lux, der bisher das Spiel bestimmt hatte, kam fast postwendend zum Ausgleich. Ähnlich Anfang der 2. Halbzeit: 56. Minute 1:2 Monnerich, 63. 2:2. Dennoch war Spengel zufrieden: „Einen Punkt beim Meisterschaftsanwärter mitzunehmen ist eine gute Sache. Außerdem hat man gesehen, dass unsere Mannschaft hier absolut mithalten konnte.“
Besonders von dem Unentschieden im Spitzenspiel profitierten Red Star Merl durch ein dramatisches 4:3 gegen Minerva Lintgen und Fola Esch, die 1:0 beim erschöpft wirkenden „Vizemeisterbesieger“ Ruemelingen gewinnen konnten.

28. Spieltag: Vater schlägt Sohn
Hans-Josef Loew gegen seinen Sohn Michael. In Esch, um Esch und um Esch herum wurde dieses Stadtderby mit Hochspannung erwartet. Was würde sich der im Hinspiel unterlegene Michael einfallen lassen, um seinem Vater endlich mal wieder eine auswischen zu können?
Jeunesse begann mit 3 Stürmern gegen die Fola-Viererkette in der Abwehr. Viel zu ungestüm, wie sich zeigen sollte, denn durch einen Pass über 40 Meter leitete der Fola-Rechtsverteidiger einen Konter ein, der schon nach 10 Minuten zum 1:0 führte. Gleich darauf nutzte Fola den Schockzustand der Jeunesse-Truppe aus und erhöhte nach einem schnellen Spielzug auf 2:0. Anfang der 2. Halbzeit war das Spiel dann gelaufen, als nach einem erneuten Konter das 3:0 fiel. Doch es wurde noch einmal gefährlich, als Jeunesse 10 Minuten vor Schluss noch 2 Tore kurz nacheinander gelangen. Hans-Josef Loew wurde nach dem Spiel von seinen Spielern eine Ehrenrunde um den Platz getragen, so dass wir ihn nicht mehr zu den neu entstandenen Meisterchancen befragen konnten. 
Im Topspiel des Spieltages hatte nämlich Merl-Belair den Diekircher Young-Boys klar die Grenzen aufgezeigt. Oli Tzschachels Jungs konnten sich kaum aus der eigenen Spielhälfte befreien und waren mit dem 1:3 noch gut bedient. Die Fans entrollten Spruchbänder: „So werdet ihr nie mehr Meister“ und in Anspielung auf den hohen Altersdurchschnitt der Mannschaft: „Ihr wollt Young Boys sein?“

Tobias Koch

Trainer spekulieren auf Rümelinger Trainerposten

25.04.02 - 21. Spieltag: Die Young-Boys nicht zu stoppen
5 Punkte Vorsprung hat Diekirch nun auf Platz 2. Auch der FC Brouch konnte aus dem Stade Municipal keine Punkte mitnehmen. Petra Prediger ärgerte sich über die Niederlage durch einen Elfmeter in letzter Minute: „Eine unterirdische Leistung des Schiris. Man hatte fast den Eindruck, dass wir absichtlich am Sieg gehindert werden sollten. Der FLF will wohl die Young-Boys zum Meister machen!“ Oliver Tzschachel dazu: „Der Elfmeter war aus meiner Sicht vollkommen O.K. Klares Trikotzerren! Von mir ein großes Kompliment an meine Mannschaft, die immer wieder ins Spiel zurückgekommen ist, und an die Fans, die heute unser 12. Mann waren.“
Sensationell gewann der FC Monnerich 4:1 bei Minerva Lintgen. Im Kellerduell konnte Spora Luxemburg einen 2:1-Sieg in Wormeldingen feiern, die nach dem Tausch der Plätze nun auf dem ersten Abstiegsplatz 16 stehen.

22. Spieltag: Zweitliga - Trainer spekulieren auf Ruemelinger Trainerposten
Nach der 1:3 Niederlage im 6-Punkte-Spiel gegen den SC Bettemburg sagte der Klubpräsident über die Trainersuche: „Wir sondieren den Trainermarkt hauptsächlich im Ausland.“ Komisch, dass mehrere Nationalspieler aus der unteren Hälfte der 2. Liga auf der Tribüne saßen. Ruemelinger Insider verrieten, dass  Baumgart erst mal nach Italien zurückgekehrt ist.
Jeunesse Esch könnte diese Saison zum ersten Mal seit langem einen Europacupplatz erreichen. Mit dem knappen 2:1 Auswärtssieg stürzten sie allerdings den Meister Schifflingen tiefer in die Krise. 

23. Spieltag: Neuer Trainer startet mit Niederlagenserie
Der neue Trainer des Aufsteigers AS Luxemburg verlor nun auch das Derby beim Lokalrivalen im Stade Hammerel. Walter Limas Team hatte zu keiner Zeit etwas entgegenzusetzen. So werden in Cessingen wieder Abstiegsängste laut, die wegen des guten Saisonstarts bisher nicht aufgekommen waren. US dagegen zeigte sich sehr frisch und will nach dem Ende der Europapokal-Hoffnungen jetzt noch die Meisterschaft.
Im dritten Spiel nach Chris Baumgarts Entlassung siegte Ruemelingen endlich wieder. Wie befreit spielte das Team gegen die Spitzenmannschaft FC Brouch auf, so dass der Sieg zu keinem Zeitpunkt gefährdet war.

24. Spieltag: Wiltz und Rodingen als schlechte Beispiele reichen nicht
Der FC Schifflingen geht genau den Weg, den man vor der Saison unbedingt vermeiden wollte. Platz 17 lautet die katastrophale Bilanz nach 24 Spieltagen. Im Heimspiel gegen US Luxemburg war die Meistermannschaft der vergangenen Saison nicht wiederzuerkennen. Die 0:1 Pleite hätte noch höher ausfallen können. „Es wäre ein großer Verlust für die Liga, wenn Schifflingen absteigen würde. Tolle Tradition, begeisterungsfähige Fans und eine Mannschaft mit großem Potenzial. Aber ich befürchte das Schlimmste, wenn ich den heutigen Spielverlauf Revue passieren lasse“, so Gäste-Trainer Steinbrück. „Aber meine Jungs haben es dem Gegner natürlich auch sehr schwer gemacht.“
An der Spitze der Tabelle stehen 3 Topfavoriten auf die Meisterschaft: Der ehemalige Champions-League-Sieger und aktuelle Vizemeister Young-Boys Diekirch, die konstanteste Spitzenmannschaft dank Oli Tzschachel, der Vizemeister 2001’5 um Luxemburgs Mr. Europacup Matthias Steinbrück und Loews Millionentruppe von Jeunesse Esch. Dazu gesellen sich noch der „kleine“ Lokalrivale Fola Esch und Red Star Merl, die vor der Saison als heiße Abstiegskandidaten gehandelt wurden.
Dafür stehen mit dem FC Koeppchen und Spora 2 Vereine unten, die sich an bessere Zeiten erinnern können. Schifflingen wurde oben bereits erwähnt und der Absturz des SC Bettemburg hatte sich gegen Ende der letzten Saison schon angedeutet, als der 3. Platz doch deutlich verfehlt wurde. Der Tabellenletzte Ruemelingen wird es sicherlich sehr schwer haben.

Tobias Koch

Die Liga spielt verrückt

18.04.02 - 17. Spieltag: ASL – Minerva Lintgen ausverkauft!
Wer hätte das gedacht, dass jemals 3000 begeisterte Fans in den Complex Sportif Kohnen nach Cessingen pilgern würden, um ausgerechnet das Spiel des ASL gegen Lintgen zu sehen? Der Interims/Co-Trainer jedenfalls freute sich über die ungewohnte Kulisse: „ Heute kann jeder sehen, dass der ASL in die 1. Liga gehört. Unsere Fans haben sich schon in der bisherigen Saison als 12. Mann erwiesen und ich bin sicher, sie werden uns heute zum Sieg peitschen.“ Nur der Gegner wollte auch ein paar Wörtchen mitreden und erzielte bereits nach 10 Minuten die 1:0 Führung, nachdem ein Stürmer mit einem weiten Pass auf die Reise geschickt worden war und den Luxemburger Torwart mit einem Beinschuss überwand. Gegen Ende der 1. Halbzeit erhöhten die Gäste auf 0:2 und ließen dann trotz des Ehrentreffers nichts mehr anbrennen und gewannen am Ende mit 3:1. So kam es, dass nach dem Spiel nur noch eine kleine Schar Minerva Anhänger im Stadion feierten.
Oli Tzschachel beendete den Höhenflug von Etzella Ettelbrück und stürzte Stefan Marx’ Team mit dem 4:1 – Auswärtssieg vom 3.Platz. Die Fans der Young-Boys waren sich sicher, nun geht’s „auf zur zweiten Meisterschaft“

18. Spieltag: Geld schießt keine Tore
Die höchsten Etats der Liga haben nach einer Lux-News-Umfrage Spora Luxemburg und Jeunesse Esch. Da dachte ich mir, beim Aufeinandertreffen der beiden im Stade Josy Barthel wäre sicher einiges geboten. Das hoffte ich umso mehr, nachdem ich den gesalzenen Eintrittspreis gezahlt hatte. Und ich muss sagen, tolle Anzeigetafel, Ledersitze mit Sitzheizung, ausfahrbares Stadiondach, alles vom feinsten. 9200 Zuschauer haben in dieser Arena Platz. Aber das Spiel... Frühe Führung von Jeunesse, die sich dann weit zurückzogen und das Team von Tommy Kellas kommen ließen. Es entwickelte sich ein einseitiges Spiel, aber von Spora ideenlos geführt und daher fast ohne Torchancen. 10 Minuten vor Spielende verließen die Zuschauer in Scharen das Stadion und verpassten, wie Jeunesse in der 88. Minute für sein destruktives Spiel bestraft wurde. So verließ ich das Stadion mit der Gewissheit, dass das Spiel keinen Sieger verdient hatte und überlegte mir, wie ich meine Kosten am besten würde von der Steuer absetzen können.
Aber auch sonst gab es wenig Tore zu bestaunen, v.a. die Spitzenmannschaften waren wenig erfolgreich. Lintgen unentschieden in Schifflingen, ebenso Beggen beim FC Brouch, nur die ASL feierten den Sieg gegen Oli’s Young-Boys.

19. Spieltag: Meister Schifflingen kommt nicht auf die Beine
Wieder ein klarer Sieg für Diekirch zu Hause gegen den FC Schifflingen. Mit dem 4:1 scheint die Diekircher Tor-Maschine langsam in Gang zu kommen. Dagegen herrscht beim Meister Katzenjammer. Simone Marx: „Wir können einen Europacup-Platz schon fast abhaken. Meine Spieler werden nun den Ernst des Abstiegskampfs erleben und das bedeutet auch ein wesentlich härteres Training.“
Das droht auch den Spora-Spielern, die gar mit 1:4 in Merl untergingen. Ganz anders der FC Mamer. Thomas Zittauer wertete das 2:2 bei US Luxemburg als Erfolg. „Meine Mannschaft spielt schon die ganze Saison tollen Fußball. Da wird der Erfolg noch ganz von selbst kommen, da bin ich sicher.“

20. Spieltag: Die Liga spielt verrückt
Schon wieder wurde ein Spitzenreiter gestürzt. Christian Ehmers Avenir Beggen konnte sich nur einen Spieltag oben halten. Beim Spiel in Monnerich sah man Schwächen in der Offensive, die man beim besten Sturm der Liga nie erwartet hätte. Hendrik Nalbach konnte sich mit dem 1:0 wieder etwas Luft verschaffen. „Wir haben heute gezeigt, dass in dieser Liga wirklich jeder jeden schlagen kann.“
Im großen Derby Spora - US Luxemburg ging keine Mannschaft als Sieger vom Platz. Ein Spiel, symptomatisch für den Saisonverlauf der beiden Mannschaften.

Tobias Koch

Vorsicht, Schifflingen kommt!

11.04.02 - 13. Spieltag: Aufsteiger AS bleibt Nr. 1 in der Hauptstadt
In 3 Heimspielen der Hauptstadtklubs konnten diese 3 Siege feiern. Nr. 1 in der Stadt bleibt der Aufsteiger AS aus dem Stadtteil Cessingen. Der amtierende Meister FC Schifflingen wurde mit 3:1 geschlagen. Trainer Friedrichs Truppe steht wieder mal auf Platz 2. Im grauen Mittelfeld befinden sich die beiden großen Vereine. Matthias Steinbrück konnte sich noch mit der Doppelbelastung von US Lux im UEFA-Cup herausreden: „Es ist eben schwer, am Mittwoch gegen den UEFA-Cup-Sieger und am Wochenende zum Beispiel gegen Merl zu spielen. Das muss meine Mannschaft noch lernen.“ Gegen Fola Esch ist das beim 3:1 schon gelungen. Am meisten enttäuschte bisher Spora, das Team mit dem neben Jeunesse Esch höchsten Etat der Liga. Geht es nach dem 3:1 im Stade Josy Barthel gegen Monnerich endlich nach oben?
Diese Frage stellten sich die Zuschauer in Wormeldingen nach dem 0:4 gegen Diekirch wahrlich nicht. Der Gastgeber demonstrierte vollendete Harmlosigkeit und der Vizemeister war in allen Belangen überlegen.

14. Spieltag: Blamage für „Spengel“
Trainer Hendrik „Spengel“ Nalbach musste an diesem Wochenende eine deutliche 1:4 – Heimpleite einstecken. Besonders schmerzhaft, da es gegen die Schierener seines Bruders Josef ging. Der frohlockte: „Unsere Taktik war haushoch überlegen. Wir hatten die Schwächen der Monnericher Viererkette vorher genau besprochen und dann gnadenlos ausgenutzt.“
Der Meister FC Schifflingen feierte einen knappen Sieg gegen Tabellenführer Beggen. Das Team von Simone Marx zeigte eine große läuferische und kämpferische Leistung.
Die Tabellenspitze übernahm einmal mehr Minerva Lintgen mit einem 4:1 – Heimsieg gegen Spora. Wieder war nicht zu erkennen, welche Mannschaft letztes Jahr noch in der 2. Liga spielte.

15. Spieltag: FC Brouch = Nervenflattern in wichtigen Spielen
Seit mehreren Saisons schon spielt der FC Brouch im oberen Tabellendrittel der Liga mit und galt immer wieder als Geheimtip auf den Meistertitel. Aber die entscheidenden Spiele gegen Konkurrenten wurden meist verloren. Daran hat sich auch auswärts bei AS Luxemburg nichts geändert. Brouch spielte ungewohnt fahrig und verkrampft und verlor noch mit 2:3.
Stefan Marx’ Etzella Ettelbrück setzte seinen Lauf mit einem 4:2 gegen Monnerich fort und schoss den Gegner so auf einen Abstiegsplatz. Dort sehen viele Experten auch Red Star Merl am Ende der Saison. Das Team von Silvia Weis unterlag Avenir Beggen mit 2:3 und feierte somit in den letzten 8 Spielen nur einen Sieg. Wir der Absturz weitergehen?

16. Spieltag: Vorsicht, Schifflingen kommt!
Die beiden Trainerinnen Petra Prediger und Simone Marx sind mit ihren Teams gerade in verschiedene Richtungen unterwegs. Schifflingen baute mit dem Auswärts-4:2 eine kleine Siegesserie auf, Brouch ist erst mal weg vom Fenster.
Endgültig den Anschluss an die Tabellenspitze schaffte Stefan Marx mit einem 2:1 in Lintgen, das erst in der Nachspielzeit zu Stande kam. Nun stehen 3 Vereine mit gleicher Punktzahl vorne: Avenir Beggen, Etzella und der AS Luxemburg, alle 25 Punkte.
Erstaunlich: Von Platz 18 bis 1 sind nach dem 3:2 des Tabellenletzten Bettemburg beim ersten Beggen nur noch 8 Punkte Abstand. Wie gleichwertig die Liga besetzt ist, zeigt auch, dass schon 8 Mannschaften Spitzenreiter waren (Lintgen 5, Beggen 4, Diekirch 2, Brouch, ASL, Merl, Fola, Mamer alle 1x)

Tobias Koch

Die Aufsteiger bärenstark

04.04.02 - 9. Spieltag: Jeunesse Esch bleibt auf Kurs
Mit einem 2:1 gegen Tabellenführer Lintgen bestätigte Jeunesse Esch das Saisonziel von Trainer Michael Loew: „Unser Ziel ist und bleibt wie jede Saison die Meisterschaft.“ Wenn man bedenkt, dass fast alle anderen Meisterschaftsanwärter bisher tief enttäuschten, ist dier derzeitige 4. Platz eine Spitzen-Ausgangsposition.
Eine der großen Enttäuschungen war Spora Luxemburg. Jetzt ging sogar das kleine Derby gegen den AS Luxemburg mit 0:1 verloren und die Zuschauer fragten sich, ob der Trainer die Mannschaft überhaupt noch erreicht. Wir befragten Tommy Kellas: Wie beurteilst du die Perspektiven von Spora in dieser Saison? Wir werden gegen den Abstieg spielen, das hat das heutige Spiel ganz klar gezeigt. Wenn man die Vorgaben des Präsidiums von vor der Saison (Europacupplatz) anschaut, muss man eine Entlassung des Trainers befürchten, vor allem weil die vergangene Saison auch so daneben ging, oder? Ich will in diesem Verein langfristig arbeiten und das Präsidium hat mir volles Vertrauen ausgesprochen. Ich bin stinksauer, dass die Medien immer wieder Unruhe in den Verein hereintragen.
Das bisher torreichste Spiel der Saison war das 4:4 zwischen Merl und Monnerich. In der spannenden Schlussphase zeigten die Abwehrreihen beider Mannschaften viele Lücken, die die Trainer im Hinblick auf die nächsten Spiele schließen sollten.

10. Spieltag: Die Aufsteiger bärenstark
In toller Form befindet sich Manfred Friedrichs AS Luxemburg. Seine Mannen ließen Josef Nalbachs Schierenern kaum eine Chance und putzten sie mit einem 4:2 förmlich weg. Nun sind alle 3 Aufsteiger unter den Top 5 der Tabelle. Wer soll noch verhindern, dass wieder ein Aufsteiger Meister wird?
Der Titelverteidiger FC Schifflingen wohl nicht. Simone Marx erwischte einen rabenschwarzen Start in die Saison und erholte sich nur langsam. Immerhin gelang ein 2:1 – Heimsieg gegen Spora Luxemburg, die nun die Rote Laterne fast erreicht haben.
Denn auch der Tabellenletzte Bettemburg durfte einen 2:0 Heimsieg gegen Mamer feiern, sodass der Abstand von Tabellenersten zum Tabellenletzten gerade mal 7 Punkte betrug. Die 1. Liga – ausgeglichen wie lange nicht mehr.

11. Spieltag: kleine Krise für Minerva
Im Spitzenspiel zwischen der besten Europapokalmannschaft und der besten Mannschaft in der Liga wurde ein Spitzenreiter gestürzt. Minerva Lintgen, nun schon im 3. Spiel in Folge sieglos, fiel durch die 2:3 Niederlage in einem hochklassigen Spiel bis auf den 6. Platz zurück. US Luxemburg hat dagegen nun die Abstiegszone vorerst verlassen.
Neuer Tabellenführer ist nun der Lokalrivale AS, der 4:2 in Ettelbrück gewinnen konnte. Stefan Marx war sehr aufgebracht: „Wie kann es sein, dass man AS Luxemburg nach den letzten Spielen unterschätzt?? Mein Team hat überheblich gespielt und wollte den Gegner vorführen. Jetzt sind wir zu Recht auf dem Teppich gelandet.“
Ein Blick auf das Tabellenende zeigte US Ruemelingen als Schlusslicht nach dem 0:2 bei Avenir Beggen. Offensichtlich hat der Trainerwechsel in der letzten Saison nix gebracht. Chris Baumgart arbeitet wohl in den nächsten Wochen auf Bewährung.

12. Spieltag: Wieder neuer Tabellenführer
Kaum Spitzenreiter, musste auch AS Luxemburg den Platz an der Sonne abgeben. „Königsmörder“ sind die Mannen von Christian Ehmer aus Beggen, die ihrerseits nach dem 3:2 Auswärtssieg den Thron in Besitz genommen haben. Der Trainer hat große Ziele: „Wir werden dafür sorgen, dass diese Saison kein Aufsteiger Meister wird!“
Zum Glück gibt es den FC Koeppchen! Wieder mal dienten die Wormeldinger als Aufbaugegner bei Minerva Lintgen. Horst Adler: „Dieses 4:1 motiviert uns für schwerere Aufgaben."

Tobias Koch

Wo zum Teufel liegt Merl-Belair?

28.03.02 - 5. Spieltag: Horst Adler: Siegeswillen eingeimpft
Unheimliche Leistungsbereitschaft und äußerster Siegeswille zeichneten sein Team beim 4:3 in Beggen wieder mal aus. Auch von der starken Aufholjagd von Avenir wurden die Lintgener nicht ernsthaft in Bedrängnis gebracht. Horst Adler war nach dem Spiel begeistert: „Wir haben heute wieder glanzvollen Fußball geboten. Von den anderen Erstligaklubs unterscheidet uns die tolle Kameradschaft, die im Aufstiegsjahr gewachsen ist. Aber erst wenn meine Mannschaft selbst in kritischen Situationen dem Druck standhält, dürfen wir den Abstiegskampf aus den Augen verlieren.“
Mit dem gleichen Ergebnis schlug Mamer Spora Luxemburg und stürmte an die Spitze der Tabelle. Thomas Zittauer und das Umfeld in Mamer erwartet diese Saison einen Europacupplatz, nachdem dieser letzte Saison schon greifbar nah schien.
Gar nicht wie Kellerkinder präsentierten sich die beiden letzten FC Koeppchen (3:0 gegen Schieren) und Etzella (2:1 in US Luxemburg). Bei normalem Saisonverlauf dürften die beiden Vereine nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

6. Spieltag: neues Luxemburger Lokalderby
Das erste Lokalderby zwischen dem Aufsteiger AS und dem UEFA-Cup-Teilnehmer US Luxemburg endete 2:2. Die frechen Nobodys von Manfred Friedrich sorgten für viel Gefahr vor dem US – Tor und hätten am Ende vielleicht sogar mehr als nur einen Punkt verdient gehabt. Matthias Steinbrück gab zu bedenken, dass seine Mannschaft im Europapokal viel Kraft ließ: „Unsere Bank ist noch zu schwach besetzt. Hier müssen wir noch nachlegen und starke Ergänzungsspieler verpflichten.“ Der eine oder andere Spieler vom Lokalrivalen schien ihm auch gefallen zu haben...
Im Spitzenspiel schaffte Lintgen trotz eines 1:1 gegen Diekirch den Sprung an die Spitze, da sich Mamer in Schieren knapp mit 2:3 geschlagen geben musste.

7. Spieltag: Wo zum Teufel liegt Merl-Belair?
...fragten sich wohl die meisten Erstliga-Trainer zu Beginn der Saison. Jetzt wissen es zumindest die Kollegen aus Bettemburg, Mamer und Schieren, die die fest eingeplanten 3 Punkte nachher nicht mit nach Hause nehmen konnten. Jetzt ist das „Unterhaching Luxemburgs“ sogar Tabellenführer. Trainerin Silvia Weis: „Ich hätte nie geglaubt, dass sich meine Mannschaft in der ersten Liga so gut verkaufen würde. Vielleicht können wir ja sogar genug Punkte für den Klassenerhalt sammeln.“
Jeunesse Esch belegte nach einem knappen 3:2-Heimsieg gegen Brouch nun Platz 3, wobei die Tabelle so eng beeinander war, dass nur 2 Punkte Vorsprung vor Platz 12 blieben.

8. Spieltag: Meister feiert ersten Heimsieg
Mit einem 3:1 gegen den FC Koeppchen konnte Simone Marx endlich den ersten Heimsieg einfahren und den 18. Platz (!) verlassen. Die Trainerin warnt: „Ich halte meinen Jungs jeden Tag das schlechte Beispiel des FC Rodingen vor. Diese Peinlichkeit möchten wir uns um jeden Preis ersparen.“ 
Arg abgerutscht ist Diekirch nach einer Heimniederlage gegen Fola Esch, neuer Tabellenführer ist wieder der andere Aufsteiger Minerva Lintgen. Es würde irgendwie wenig für die Stärke der 1. Liga Luxemburgs sprechen, wenn wieder ein Aufsteiger Meister werden würde. Also Matthias, Stefan, Michael, Simone strengt euch an, damit nächste Saison nicht alle ernstzunehmenden Experten auf einen Aufsteiger als Meister tippen...

Tobias Koch

Schwacher Start für Spitzenklubs

21.03.02 - 1. Spieltag: Schwacher Start für Spitzenclubs
Die Europacup-Teilnehmer und Spitzenclubs der letzten Saison starteten allesamt durchwachsen in die Saison.Der überlegene Meister Schifflingen konnte beim Aufsteiger Lintgen nie an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen. Obwohl noch nicht inmn der Champions League belastet, wirkten die Jungs von Simone Marx beim 1:2 müde und ausgebrannt.
Vizemeister Young-Boys Diekirch leistete sich daheim gegen den zweiten Aufsteiger AS Luxemburg ein peinliches 1:1, wobei Manfred Friedrich die Aufstiegseuphorie seiner Mannschaft gut konservieren konnte. Stefan Marx begründete die 1:3 Niederlage seiner Mannschaft bei Fola Esch mit der Doppelbelastung: “Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die Liga neben den Europacup-Erlebnissen vernachlässigen. Der UEFA-Cup muss Sahnehäubchen bleiben, die Liga bleibt die Hauptaufgabe!” Der Pokalsieger US Luxemburg schaffte es auch nicht wie geplant an die Tabellenspitze. Nach 90 spannenden Minuten hieß es 2:2 gegen den FC Koeppchen.

2. Spieltag: 21 Tore in 3 Spielen
....und nur 14 in den anderen 6 Spielen! Fast rekordverdächtig und ärgerlich für die Teams, die trotz 3 oder 4 erzielter Tore keine 3 Punkte einfahren konnten. Besonders in Torlaune waren Etzella und Ruemelingen. Jeweils 4 Tore standen zu Buche und die Trainer durften sich nachher über ihre sehr erfolgreiche Offensivtaktik freuen. Besonders Stefan Marx ärgerte sich über 2 verlorene Punkte: “Wer 6 Spiele an einem Wochenende hat, darf nicht soviel Kraft verschwenden und daheim mit 4 Toren keinen Sieg einfahren.”
Viel Einsatz kostete es den SC Bettemburg, den Aufsteiger Minerva Lintgen knapp mit 4:3 zu schlagen. Horst Adler freute sich trotzdem über die Leistung seiner Mannschaft: “Wenn wir so weiter machen, werden wir kaum für den Abstieg in Frage kommen. Wir blicken optimistisch in die Zukunft.”
Neuer Tabellenführer ist der FC Brouch nach einem überzeugenden 4:2 gegen den FC Monnerich. Wird Petra Prediger die nächste “Meisterin”?

3. Spieltag: Es geht drunter und drüber...
In der Tabelle. Neuer Spitzenreiter Young-Boys Diekirch nach einem 3:1-Sieg gegen Bettemburg (dabei erhielt der Vizemeister 2 zweifelhafte Foulelfmeter zugesprochen). Alter Spitzenreiter Brouch nur noch 10. (!) nach 1:4-Debakel in Lintgen. Horst Adlers Sensationsteam überollte den Gegner förmlich mit grandioser Unterstützung der eigenen Fans im Rücken und belegte nun Platz 2. Das Luxemburger Derby US - Spora endete 3:1 für Matthias Steinbrücks Team, das um 9 Plätze auf 7 kletterte. Spora leistete sich dagegen einen Fehlstart. Tommy Kellas trotzig: “Unser Team muss sich erstmal einspielen. Die ganzen Neuzugänge müssen integriert werden. Unser Ziel bleibt die Champions League.” Muss es auch, bei dem Kader...

4. Spieltag: Wormeldingen geht unter
Der ganze Frust von 3 sieglosen Spielen, harter öffentlicher Kritik, besonders an den Neuzugängen, entlud sich bei Spora Luxemburg in einem echten Sturm, von dem der FC Koeppchen weggefegt wurde. Allein der neue brasilianische Stürmer Garilson traf 3 x beim 5:1 - Kantersieg. Der Trainer des FC Koeppchen über die indiskutable Leistung seiner Mannschaft: “Ich war schon vorher enttäuscht von dem schwachen Saisonstart meiner Mannschaft, aber dieses Spiel schreit nach harten Konsequenzen. Ich werde mir entsprechende Maßnahmen überlegen.” 
Der Meister FC Schifflingen scheint dem “Weg der Meister” in die 2. Liga folgen zu wollen. Die 2:3-Heimniederlage gegen Ruemelingen “roch” jedenaflls schon nach Abstiegskampf.

Tobias Koch