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| Alles schaut
ins Stade Prince Jean
16.05.02 - 33. Spieltag: Diekirch zittert sich zu einem 1:0
Oli Tzschachels Young-Boys mussten bei Josef Nalbachs Schierenern antreten,
für die es bereits um nichts mehr ging. Dennoch zeigte sich der Tabellenführer
verkrampft und war in der 1. Halbzeit die deutlich schwächere Mannschaft.
Nach dem Pausentee spielten sie 10 Minuten lang auf wie die Feuerwehr und
erzielten den Führungstreffer. Nun folgte eine halbe Stunde müdes
Gekicke nach dem Motto „Diekirch wollte nicht mehr und Schieren konnte
nicht mehr.“
Was erreichte Merl beim wohl ungleich schwereren Spiel in Luxemburg?
US-Trainer Matthias Steinbrück hatte noch vor dem Spiel getönt:
„Da wir 3. werden wollen, putzen wir diese Hinterwäldler weg.“ Pustekuchen!
Merl zog unbeeindruckt sein Kurzpassspiel auf, das schon in ganz Luxemburg
berühmt ist und konnten am Ende gegen die Millionarios aus der Hauptstadt
mit 2:1 gewinnen. Nach dem Spiel applaudierten alle Fans demonstrativ dem
Sieger und man war sich einig, den Gästen den Meistertitel zu wünschen.
Das Ziel Europacupteilnahme hatte US nun verfehlt.
Minerva Lintgen ging mit 0:3 bei Etzella unter und könnte nun
den 3. Platz noch verlieren. Stefan Marx: „Wir werden bereitstehen, wenn
sich Minerva noch einen Fehler erlaubt.“
Tommy Kellas’ hochgradig abstiegsgefährdetes Team kam zu Hause
nicht über ein 1:1 gegen Fola Esch hinaus. Der Trainer: „Wir hoffen
jetzt auf ein Wunder!“
Im Kellerduell zwischen AS Luxemburg und Monnerich setzte sich das
Heimteam mit 2:1 durch einen Handelfmeter 5 Minuten vor Schluss durch und
konnte den Klassenerhalt feiern. Hendrik Nalbach dagegen muss nun bis zum
letzten Spiel zittern und immer mit einem Auge nach Rümelingen schielen,
wo Spora spielt.
Dramatisch wird’s auch für den FC Koeppchen, der nach dem 1:1
gegen Jeunesse Esch nun ausgerechnet nach Merl muss, wo auch die Meisterschaft
entschieden werden könnte.
34. Spieltag: Alles schaut ins Stade Prince Jean
Showdown in Merl. Im Stade Prince Jean sollte die Meisterschaft und
der Abstiegskampf mit entschieden werden. Gastgeber Red Star Merl, Aufsteiger
und nun auf Platz 2 mit einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Diekirch,
wollte einen eventuellen Schnitzer des Tabellenführers unbedingt ausnutzen.
Der Gast FC Koeppchen Wormeldingen, seit 4 Saisons in der 1. Liga etabliert
musste ums nackte Überleben kämpfen. Früh fiel das 1:0 für
die Gäste, die mit 3 Stürmern angetreten waren, nach einem langen
Flankenlauf. Das Abtasten war dann schon vorbei und die gefürchteten
Merler Stürmer testeten mehrfach den Koeppchen-Schlussmann. Ein Steilpass
in den Strafraum – und der Merler Toptorjäger und feststehender Torschützenkönig
Jeff Strasser schob souverän am Torhüter vorbei zum Ausgleich.
Weiter ging der Druck von Seiten der Gastgeber, doch kurz vor dem Halbzeitpfiff
schlossen die Wormeldinger einen Konter erfolgreich ab. Nach Silvia Weis’
Pausenpredigt spielte Merl noch konzentrierter und drehte das Spiel durch
2 tolle Spielzüge in der 55. und 62. Minute. Nun wurde es für
den FC Koeppchen eng, der für den sicheren Klassenerhalt einen Sieg
brauchte. Man warf alles nach vorne und hatte doppelt Glück, als die
Gastgeber erst in der 78. Minute eine 3 gegen 1 Kontersituation nicht erfolgreich
abschließen konnten und sie in der 80. Minute mit einem Gewaltschuss
an den Innenpfosten den Ausgleich erzielten. Ein 3:3 also, dennoch Tristesse
pur in Merl:
Die Young-Boys hatten nämlich in ihrem Heimspiel gegen Etzella
nicht viel anbrennen lassen und 1:0 gewonnen, und so konnte die Meisterfeier
wie geplant stattfinden. Verbandspräsident Michael Loew meinte, als
er den Meisterpott überreichte: „Wir ehren heute den verdienten Meister,
der wie immer unglaublich diszipliniert und sicher gespielt hat. Dieser
Verein hat eine große Tradition in der 1. Liga und im Europapokal
und ich bin sicher, sie wird die Champions League wieder kräftig aufmischen!“
Die letzten, laut ausgerufenen Worte gingen dennoch im frenetischen Jubel
der Fans unter. „Meister werden nur die Young-Boys“, „Oli Tzschachel Fußballgott“
und „Europa wir kommen!“ skandierten sie noch stundenlang.
Im entscheidenden Spiel musste der Tabellensechzehnte Spora Luxemburg
beim bereits abgestiegenen US Rümelingen ran. Mit großem Einsatz
kämpfte die als Söldnertruppe verschrieene Mannschaft ihren Gegner
förmlich nieder und feierte mit dem 2:1 den Nichtabstieg. Keiner weiß,
wie viele Liter Freibier flossen und Tommy Kellas war auch tags darauf
noch nicht wieder richtig ansprechbar.
Hendrik Nalbach und sein FC Monnerich musste gegen das gesicherte Mittelfeldteam
aus Schifflingen also mindestens einen Punkt holen, um sich zu retten.
Für die Heimmannschaft sah es zunächst zappenduster aus, als
Schifflingen schnell mit 2:0 in Führung ging. Aber die Zuschauer hörten
nicht auf, ihr Team anzufeuern und so blies man zur gnadenlosen Aufholjagd.
In der 85. Minute fiel das 3:2 – der Moment, in dem endlich auch Spengel
glaubte, „dass der Fisch geputzt ist“.
Noch ein Team, das schwer gefährdet war, war der FC Brouch. Daheim
gegen Bettemburg einen Punkt holen, das war nun die Devise, dann würden
sie den FC Koeppchen ins Verderben stürzen. Es erwies sich als nicht
derart schwer, in der 2. Halbzeit beschränkte sich Brouch darauf,
das 1:1 über die Runden zu bringen – was Petra Prediger, die wusste,
dass möglicherweise sogar ein Sieg notwendig gewesen wäre.
Den 3. Platz holte sich übrigens überraschend noch Avenir
Beggen, womit Christian Ehmer doch ein Teilziel erreicht hatte. Ein Heim-2:1
gegen die nervenschwachen Luxemburger von Matthias Steinbrück reichte
angesichts der desolaten 0:1 Heimniederlage von Lintgen gegen AS Luxemburg.
GANZ HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE GEHEN AN DEN MEISTER UND DEN
VIZE-MEISTER, UEFA-CUP-TEILNEHMER BEGGEN; POKALSIEGER MAMER UND AN TOMMY
KELLAS FÜR DEN KLASSENERHALT!!!! ALS AUFSTEIGER DARF ICH US MONDORF,
YELLOW BOYS WEILER UND UN KAERJENG BEGRÜßEN.
Wegen des Abstiegs werde ich die Lux-News nicht mehr weitermachen.
Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand aus Luxemburg die News übernehmen
würde. Also einfach losschreiben und den Artikel an die Tipmaster
News und Matze Bauer schicken.
Ich danke meiner Leserschaft herzlich für das Interesse und Vertrauen.
Tobias Koch |
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| Beggen begräbt
Meisterhoffnungen
09.05.02 - 29. Spieltag: Will denn keiner Meister werden?
So sah es nämlich im Stade Hammerel aus, wo der Zweite Diekirch
beim 6. US Luxemburg zu Gast war. Das ganze Spiel spielte sich im Mittelfeld
ab, und wenn einmal der Ball zu einem Stürmer kam, blieb dieser schnell
im gegnerischen Abwehrbollwerk stecken. Torlos und mit einem gellenden
Pfeifkonzert endeten die 90 Minuten und kaum einer der Zuschauer glaubte
nachher noch, einen kommenden Meister gesehen zu haben.
Der Spitzenreiter Red Star Merl dagegen zog mit einem 3:1 gegen den
Tabellendritten davon. Trotzdem redete hier noch niemand von der Meisterschaft.
30. Spieltag: Abstiegskandidaten schlagen Titelanwärter
Zu Jan Tulke nach Rümelingen fuhren die Merler am 30. Spieltag
und keiner hielt es für möglich, das sie die Punkte dortlassen
würden. Am Ende wurde es mit 4:1die höchste Saisonniederlage
für den Aufsteiger und in Rümelingen ist die Hoffnung zurückgekehrt.
Aber Tzschachels Young-Boys waren weit davon entfernt, diesen Fauxpas
auszunutzen. Sie verloren sang- und klanglos 1:2 daheim gegen den akut
gefährdeten FC Koeppchen.
Neuer Tabellenführer: Minerva Lintgen nach einem 2:0 gegen Mamer.
31. Spieltag: Walter Lima muss ich in Abstiegsnot bewähren
Der am Anfang der Saison so starke Aufsteiger AS Luxemburg steckt nach
der 2:3 - Niederlage gegen den Letzten Bettemburg tiefer denn je im Abstiegssumpf.
Walter Lima, der die Mannschaft Mitte der Saison von Manfred Friedrich
übernommen hatte: „Der Klassenerhalt wäre für unseren Verein
ein Riesenerfolg. Man merkt dem Team an, dass es bereit ist, alles dafür
zu geben!“ Wir werden sehen, ob die viel kritisierte Entscheidung des Vorstands
für ein völligen Neuling als Trainer sich als richtig erweist.
Der „neue“ Tabellenführer Diekirch gewann 3:2 bei Mamer und profitierte
von den Niederlagen der ersten 3 Lintgen, Merl und Beggen.
32. Spieltag: Beggen begräbt Meisterhoffnungen
Im Stade „Rue Henri Dunant“ stand wieder mal ein Spitzenspiel an, in
dem die Heimmannschaft die Chance hatte, eine gute Ausgangsposition für
das Saisonfinish herauszuspielen. 2 eklatante Abwehrfehler entschieden
das Spiel jedoch letztlich für den Gast aus Merl, der mit unglaublicher
Sicherheit genau auf diese gewartet hatte. Die Gäste haben nun mit
Lintgen, Diekirch, Fola Esch und Beggen alle Topteams geschlagen.
Der FC Schifflingen sorgte mit seinem Sieg dafür, dass Stefan
Nalbachs SC Bettemburg praktisch abgestiegen ist und hat sich selbst aller
Abstiegssorgen entledigt.
Wie stehen die Chancen?
1. Meisterschaft / Europacup:
Diekirch: 1 Punkt Vorsprung und wohl stärkste Mannschaft. Großer
Favorit. RP: A Schieren, H Ettelbrück. nicht zu schwer, Meisterschaft
ist Pflicht
Merl: Überraschungsmannschaft des Jahres. Großer Vorteil:
Hat nix zu verlieren. RP: A US Lux, H Wormeldingen. schwer, wird aber wohl
für Platz 2 reichen.
Lintgen: auch Aufsteiger, Platz 3 wäre toller Erfolg. bei 3 Punkten
Rückstand kaum Meisterchancen. RP: A Etzella, H AS Lux. Heimsieg muss
sein.
US Lux: muss laut Vorstand unbedingt Europacup erreichen, daher sehr
unter Druck. RP: H Merl, A Beggen. sehr schwer, es wird knapp werden.
Außenseiterchancen auf Platz 3: Beggen, Fola & Jeunesse Esch,
Ettelbrück
Im Niemandsland: Schifflingen, Mamer
2. Abstiegskampf:
Schieren: Gutes Torverhältnis und 2 Punkte Abstand müssen
reichen (H Diekirch, A Fola)
Brouch: zu stark zum absteigen, außerdem leichtes RP (A Schifflingen,
H Bettemburg)
Monnerich: Viele erinnern sich an 2001’3, als man in ähnlicher
Situation abstieg. Aber letzte Saison gibt wiederum Sicherheit (A AS Lux,
H Schifflingen)
Wormeldingen: Abstiegskampf schon die ganze Saison, daher müsste
Rettung klappen (H Jeunesse, A Merl)
AS Lux: unerfahrener Trainer und Absturz zuletzt machen den Fans Angst.
Alles kommt aufs Monnerich-Spiel an (H Monnerich, A Lintgen)
Spora: Tommy Kellas würde in der 2. Liga wohl weitermachen. letzter
Spieltag entscheidet über Abstieg (H Fola, A Rümelingen)
Rümelingen, Bettemburg: können für die 2. Liga planen,
nur noch minimale Chancen
Tobias Koch |
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| Vater schlägt
Sohn
02.05.02 - 25. Spieltag: Merl-Belair auf Rang 2!!
Ein überzeugender 4:2 Heimsieg gegen Petra Predigers FC Brouch
brachte dem sensationellen Aufsteiger Red Star Merl den Sprung auf Platz
2, der am Ende der Saison zur Teilnahme an der Champions League berechtigt.
Silvia Weis: „Ganz Merl steht Kopf! Das wird die mit Abstand beste Saison
der Vereinsgeschichte und am Ende werden wir Luxemburg zeigen, wie in Merl
und Belair gefeiert wird. Den Klassenerhalt werden wir uns nämlich
nicht mehr nehmen lassen.“ Besonders erleichtert war die Trainerin, dass
die kurze Krise um den 10. Spieltag so toll überwunden wurde.
Von der Meisterschaft träumte Oli Tzschachel nach dem 1:0 Auswärtssieg
beim Fünften Fola Esch: „ Ein guter Sturm gewinnt Spiele, aber eine
sichere Abwehr gewinnt Meisterschaften. Und die wollen wir jetzt unbedingt.“
Immer näher zu den Abstiegsplätzen wandert Wormeldingen,
die zu Hause 1:2 gegen den direkten Konkurrenten Schifflingen verloren.
26. Spieltag: Zwei 6-Punkte-Spiele verloren – wartet nun Liga 2 auf
Koeppchen?
Tobias Koch hatte noch extra darauf hingewiesen: „In Bettemburg müssen
wir zeigen, dass wir dem Abstiegskampf gewachsen sind. Ich erwarte von
meiner Mannschaft endlich 100%-igen Einsatz.“ Den wird auch Stefan Nalbach
gefordert haben und so kam ein kampfbetontes Spiel ohne spielerische Glanzleistungen
heraus, das Bettemburg am Ende mit 3:2 gewinnen konnte. Der Abstiegskampf
kommt nun langsam in die entscheidende Phase und überall wird gezittert.
Wie in Ruemelingen, wo auf Trainer Chris Baumgart erst mal als 3. in
dieser Saison Co-Trainer Beck folgte, der das Schlimmste beim Tabellenletzten
verhindern sollte. Frei nach dem Motto „neue Besen kehren gut“ traten seine
Mannen beim Spitzenreiter Young-Boys an und erstürmte ein 4:1. Die
enttäuschten Fans sahen eine überhebliche Heimmannschaft, die
das Spiel schon vor dem Anpfiff gewonnen geglaubt hatte.
Ein weiteres Beispiel für die Auswirkungen eines Trainerwechsels
gab der AS Luxemburg unter Walter Lima gegen Spora. Gegen die Gäste,
die sich größtenteils wie ein Absteiger präsentierten kam
man zu einem 3:1.
27. Spieltag: Punkt geklaut im Stade Hammerel
Auf einem UEFA-Cupplatz stand der FC Monnerich und konnte also mit
breiter Brust ins Stade Hammerel, um dem großen US Luxemburg in die
Suppe zu spucken. Was auch zunächst gelang, als man in der 25. Minute
0:1 in Führung ging. Der US Lux, der bisher das Spiel bestimmt hatte,
kam fast postwendend zum Ausgleich. Ähnlich Anfang der 2. Halbzeit:
56. Minute 1:2 Monnerich, 63. 2:2. Dennoch war Spengel zufrieden: „Einen
Punkt beim Meisterschaftsanwärter mitzunehmen ist eine gute Sache.
Außerdem hat man gesehen, dass unsere Mannschaft hier absolut mithalten
konnte.“
Besonders von dem Unentschieden im Spitzenspiel profitierten Red Star
Merl durch ein dramatisches 4:3 gegen Minerva Lintgen und Fola Esch, die
1:0 beim erschöpft wirkenden „Vizemeisterbesieger“ Ruemelingen gewinnen
konnten.
28. Spieltag: Vater schlägt Sohn
Hans-Josef Loew gegen seinen Sohn Michael. In Esch, um Esch und um
Esch herum wurde dieses Stadtderby mit Hochspannung erwartet. Was würde
sich der im Hinspiel unterlegene Michael einfallen lassen, um seinem Vater
endlich mal wieder eine auswischen zu können?
Jeunesse begann mit 3 Stürmern gegen die Fola-Viererkette in der
Abwehr. Viel zu ungestüm, wie sich zeigen sollte, denn durch einen
Pass über 40 Meter leitete der Fola-Rechtsverteidiger einen Konter
ein, der schon nach 10 Minuten zum 1:0 führte. Gleich darauf nutzte
Fola den Schockzustand der Jeunesse-Truppe aus und erhöhte nach einem
schnellen Spielzug auf 2:0. Anfang der 2. Halbzeit war das Spiel dann gelaufen,
als nach einem erneuten Konter das 3:0 fiel. Doch es wurde noch einmal
gefährlich, als Jeunesse 10 Minuten vor Schluss noch 2 Tore kurz nacheinander
gelangen. Hans-Josef Loew wurde nach dem Spiel von seinen Spielern eine
Ehrenrunde um den Platz getragen, so dass wir ihn nicht mehr zu den neu
entstandenen Meisterchancen befragen konnten.
Im Topspiel des Spieltages hatte nämlich Merl-Belair den Diekircher
Young-Boys klar die Grenzen aufgezeigt. Oli Tzschachels Jungs konnten sich
kaum aus der eigenen Spielhälfte befreien und waren mit dem 1:3 noch
gut bedient. Die Fans entrollten Spruchbänder: „So werdet ihr nie
mehr Meister“ und in Anspielung auf den hohen Altersdurchschnitt der Mannschaft:
„Ihr wollt Young Boys sein?“
Tobias Koch |
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| Trainer spekulieren
auf Rümelinger Trainerposten
25.04.02 - 21. Spieltag: Die Young-Boys nicht zu stoppen
5 Punkte Vorsprung hat Diekirch nun auf Platz 2. Auch der FC Brouch
konnte aus dem Stade Municipal keine Punkte mitnehmen. Petra Prediger ärgerte
sich über die Niederlage durch einen Elfmeter in letzter Minute: „Eine
unterirdische Leistung des Schiris. Man hatte fast den Eindruck, dass wir
absichtlich am Sieg gehindert werden sollten. Der FLF will wohl die Young-Boys
zum Meister machen!“ Oliver Tzschachel dazu: „Der Elfmeter war aus meiner
Sicht vollkommen O.K. Klares Trikotzerren! Von mir ein großes Kompliment
an meine Mannschaft, die immer wieder ins Spiel zurückgekommen ist,
und an die Fans, die heute unser 12. Mann waren.“
Sensationell gewann der FC Monnerich 4:1 bei Minerva Lintgen. Im Kellerduell
konnte Spora Luxemburg einen 2:1-Sieg in Wormeldingen feiern, die nach
dem Tausch der Plätze nun auf dem ersten Abstiegsplatz 16 stehen.
22. Spieltag: Zweitliga - Trainer spekulieren auf Ruemelinger Trainerposten
Nach der 1:3 Niederlage im 6-Punkte-Spiel gegen den SC Bettemburg sagte
der Klubpräsident über die Trainersuche: „Wir sondieren den Trainermarkt
hauptsächlich im Ausland.“ Komisch, dass mehrere Nationalspieler aus
der unteren Hälfte der 2. Liga auf der Tribüne saßen. Ruemelinger
Insider verrieten, dass Baumgart erst mal nach Italien zurückgekehrt
ist.
Jeunesse Esch könnte diese Saison zum ersten Mal seit langem einen
Europacupplatz erreichen. Mit dem knappen 2:1 Auswärtssieg stürzten
sie allerdings den Meister Schifflingen tiefer in die Krise.
23. Spieltag: Neuer Trainer startet mit Niederlagenserie
Der neue Trainer des Aufsteigers AS Luxemburg verlor nun auch das Derby
beim Lokalrivalen im Stade Hammerel. Walter Limas Team hatte zu keiner
Zeit etwas entgegenzusetzen. So werden in Cessingen wieder Abstiegsängste
laut, die wegen des guten Saisonstarts bisher nicht aufgekommen waren.
US dagegen zeigte sich sehr frisch und will nach dem Ende der Europapokal-Hoffnungen
jetzt noch die Meisterschaft.
Im dritten Spiel nach Chris Baumgarts Entlassung siegte Ruemelingen
endlich wieder. Wie befreit spielte das Team gegen die Spitzenmannschaft
FC Brouch auf, so dass der Sieg zu keinem Zeitpunkt gefährdet war.
24. Spieltag: Wiltz und Rodingen als schlechte Beispiele reichen
nicht
Der FC Schifflingen geht genau den Weg, den man vor der Saison unbedingt
vermeiden wollte. Platz 17 lautet die katastrophale Bilanz nach 24 Spieltagen.
Im Heimspiel gegen US Luxemburg war die Meistermannschaft der vergangenen
Saison nicht wiederzuerkennen. Die 0:1 Pleite hätte noch höher
ausfallen können. „Es wäre ein großer Verlust für
die Liga, wenn Schifflingen absteigen würde. Tolle Tradition, begeisterungsfähige
Fans und eine Mannschaft mit großem Potenzial. Aber ich befürchte
das Schlimmste, wenn ich den heutigen Spielverlauf Revue passieren lasse“,
so Gäste-Trainer Steinbrück. „Aber meine Jungs haben es dem Gegner
natürlich auch sehr schwer gemacht.“
An der Spitze der Tabelle stehen 3 Topfavoriten auf die Meisterschaft:
Der ehemalige Champions-League-Sieger und aktuelle Vizemeister Young-Boys
Diekirch, die konstanteste Spitzenmannschaft dank Oli Tzschachel, der Vizemeister
2001’5 um Luxemburgs Mr. Europacup Matthias Steinbrück und Loews Millionentruppe
von Jeunesse Esch. Dazu gesellen sich noch der „kleine“ Lokalrivale Fola
Esch und Red Star Merl, die vor der Saison als heiße Abstiegskandidaten
gehandelt wurden.
Dafür stehen mit dem FC Koeppchen und Spora 2 Vereine unten, die
sich an bessere Zeiten erinnern können. Schifflingen wurde oben bereits
erwähnt und der Absturz des SC Bettemburg hatte sich gegen Ende der
letzten Saison schon angedeutet, als der 3. Platz doch deutlich verfehlt
wurde. Der Tabellenletzte Ruemelingen wird es sicherlich sehr schwer haben.
Tobias Koch |
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| Die Liga spielt
verrückt
18.04.02 - 17. Spieltag: ASL – Minerva Lintgen ausverkauft!
Wer hätte das gedacht, dass jemals 3000 begeisterte Fans in den
Complex Sportif Kohnen nach Cessingen pilgern würden, um ausgerechnet
das Spiel des ASL gegen Lintgen zu sehen? Der Interims/Co-Trainer jedenfalls
freute sich über die ungewohnte Kulisse: „ Heute kann jeder sehen,
dass der ASL in die 1. Liga gehört. Unsere Fans haben sich schon in
der bisherigen Saison als 12. Mann erwiesen und ich bin sicher, sie werden
uns heute zum Sieg peitschen.“ Nur der Gegner wollte auch ein paar Wörtchen
mitreden und erzielte bereits nach 10 Minuten die 1:0 Führung, nachdem
ein Stürmer mit einem weiten Pass auf die Reise geschickt worden war
und den Luxemburger Torwart mit einem Beinschuss überwand. Gegen Ende
der 1. Halbzeit erhöhten die Gäste auf 0:2 und ließen dann
trotz des Ehrentreffers nichts mehr anbrennen und gewannen am Ende mit
3:1. So kam es, dass nach dem Spiel nur noch eine kleine Schar Minerva
Anhänger im Stadion feierten.
Oli Tzschachel beendete den Höhenflug von Etzella Ettelbrück
und stürzte Stefan Marx’ Team mit dem 4:1 – Auswärtssieg vom
3.Platz. Die Fans der Young-Boys waren sich sicher, nun geht’s „auf zur
zweiten Meisterschaft“
18. Spieltag: Geld schießt keine Tore
Die höchsten Etats der Liga haben nach einer Lux-News-Umfrage
Spora Luxemburg und Jeunesse Esch. Da dachte ich mir, beim Aufeinandertreffen
der beiden im Stade Josy Barthel wäre sicher einiges geboten. Das
hoffte ich umso mehr, nachdem ich den gesalzenen Eintrittspreis gezahlt
hatte. Und ich muss sagen, tolle Anzeigetafel, Ledersitze mit Sitzheizung,
ausfahrbares Stadiondach, alles vom feinsten. 9200 Zuschauer haben in dieser
Arena Platz. Aber das Spiel... Frühe Führung von Jeunesse, die
sich dann weit zurückzogen und das Team von Tommy Kellas kommen ließen.
Es entwickelte sich ein einseitiges Spiel, aber von Spora ideenlos geführt
und daher fast ohne Torchancen. 10 Minuten vor Spielende verließen
die Zuschauer in Scharen das Stadion und verpassten, wie Jeunesse in der
88. Minute für sein destruktives Spiel bestraft wurde. So verließ
ich das Stadion mit der Gewissheit, dass das Spiel keinen Sieger verdient
hatte und überlegte mir, wie ich meine Kosten am besten würde
von der Steuer absetzen können.
Aber auch sonst gab es wenig Tore zu bestaunen, v.a. die Spitzenmannschaften
waren wenig erfolgreich. Lintgen unentschieden in Schifflingen, ebenso
Beggen beim FC Brouch, nur die ASL feierten den Sieg gegen Oli’s Young-Boys.
19. Spieltag: Meister Schifflingen kommt nicht auf die Beine
Wieder ein klarer Sieg für Diekirch zu Hause gegen den FC Schifflingen.
Mit dem 4:1 scheint die Diekircher Tor-Maschine langsam in Gang zu kommen.
Dagegen herrscht beim Meister Katzenjammer. Simone Marx: „Wir können
einen Europacup-Platz schon fast abhaken. Meine Spieler werden nun den
Ernst des Abstiegskampfs erleben und das bedeutet auch ein wesentlich härteres
Training.“
Das droht auch den Spora-Spielern, die gar mit 1:4 in Merl untergingen.
Ganz anders der FC Mamer. Thomas Zittauer wertete das 2:2 bei US Luxemburg
als Erfolg. „Meine Mannschaft spielt schon die ganze Saison tollen Fußball.
Da wird der Erfolg noch ganz von selbst kommen, da bin ich sicher.“
20. Spieltag: Die Liga spielt verrückt
Schon wieder wurde ein Spitzenreiter gestürzt. Christian Ehmers
Avenir Beggen konnte sich nur einen Spieltag oben halten. Beim Spiel in
Monnerich sah man Schwächen in der Offensive, die man beim besten
Sturm der Liga nie erwartet hätte. Hendrik Nalbach konnte sich mit
dem 1:0 wieder etwas Luft verschaffen. „Wir haben heute gezeigt, dass in
dieser Liga wirklich jeder jeden schlagen kann.“
Im großen Derby Spora - US Luxemburg ging keine Mannschaft als
Sieger vom Platz. Ein Spiel, symptomatisch für den Saisonverlauf der
beiden Mannschaften.
Tobias Koch |
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| Vorsicht,
Schifflingen kommt!
11.04.02 - 13. Spieltag: Aufsteiger AS bleibt Nr. 1 in der
Hauptstadt
In 3 Heimspielen der Hauptstadtklubs konnten diese 3 Siege feiern.
Nr. 1 in der Stadt bleibt der Aufsteiger AS aus dem Stadtteil Cessingen.
Der amtierende Meister FC Schifflingen wurde mit 3:1 geschlagen. Trainer
Friedrichs Truppe steht wieder mal auf Platz 2. Im grauen Mittelfeld befinden
sich die beiden großen Vereine. Matthias Steinbrück konnte sich
noch mit der Doppelbelastung von US Lux im UEFA-Cup herausreden: „Es ist
eben schwer, am Mittwoch gegen den UEFA-Cup-Sieger und am Wochenende zum
Beispiel gegen Merl zu spielen. Das muss meine Mannschaft noch lernen.“
Gegen Fola Esch ist das beim 3:1 schon gelungen. Am meisten enttäuschte
bisher Spora, das Team mit dem neben Jeunesse Esch höchsten Etat der
Liga. Geht es nach dem 3:1 im Stade Josy Barthel gegen Monnerich endlich
nach oben?
Diese Frage stellten sich die Zuschauer in Wormeldingen nach dem 0:4
gegen Diekirch wahrlich nicht. Der Gastgeber demonstrierte vollendete Harmlosigkeit
und der Vizemeister war in allen Belangen überlegen.
14. Spieltag: Blamage für „Spengel“
Trainer Hendrik „Spengel“ Nalbach musste an diesem Wochenende eine
deutliche 1:4 – Heimpleite einstecken. Besonders schmerzhaft, da es gegen
die Schierener seines Bruders Josef ging. Der frohlockte: „Unsere Taktik
war haushoch überlegen. Wir hatten die Schwächen der Monnericher
Viererkette vorher genau besprochen und dann gnadenlos ausgenutzt.“
Der Meister FC Schifflingen feierte einen knappen Sieg gegen Tabellenführer
Beggen. Das Team von Simone Marx zeigte eine große läuferische
und kämpferische Leistung.
Die Tabellenspitze übernahm einmal mehr Minerva Lintgen mit einem
4:1 – Heimsieg gegen Spora. Wieder war nicht zu erkennen, welche Mannschaft
letztes Jahr noch in der 2. Liga spielte.
15. Spieltag: FC Brouch = Nervenflattern in wichtigen Spielen
Seit mehreren Saisons schon spielt der FC Brouch im oberen Tabellendrittel
der Liga mit und galt immer wieder als Geheimtip auf den Meistertitel.
Aber die entscheidenden Spiele gegen Konkurrenten wurden meist verloren.
Daran hat sich auch auswärts bei AS Luxemburg nichts geändert.
Brouch spielte ungewohnt fahrig und verkrampft und verlor noch mit 2:3.
Stefan Marx’ Etzella Ettelbrück setzte seinen Lauf mit einem 4:2
gegen Monnerich fort und schoss den Gegner so auf einen Abstiegsplatz.
Dort sehen viele Experten auch Red Star Merl am Ende der Saison. Das Team
von Silvia Weis unterlag Avenir Beggen mit 2:3 und feierte somit in den
letzten 8 Spielen nur einen Sieg. Wir der Absturz weitergehen?
16. Spieltag: Vorsicht, Schifflingen kommt!
Die beiden Trainerinnen Petra Prediger und Simone Marx sind mit ihren
Teams gerade in verschiedene Richtungen unterwegs. Schifflingen baute mit
dem Auswärts-4:2 eine kleine Siegesserie auf, Brouch ist erst mal
weg vom Fenster.
Endgültig den Anschluss an die Tabellenspitze schaffte Stefan
Marx mit einem 2:1 in Lintgen, das erst in der Nachspielzeit zu Stande
kam. Nun stehen 3 Vereine mit gleicher Punktzahl vorne: Avenir Beggen,
Etzella und der AS Luxemburg, alle 25 Punkte.
Erstaunlich: Von Platz 18 bis 1 sind nach dem 3:2 des Tabellenletzten
Bettemburg beim ersten Beggen nur noch 8 Punkte Abstand. Wie gleichwertig
die Liga besetzt ist, zeigt auch, dass schon 8 Mannschaften Spitzenreiter
waren (Lintgen 5, Beggen 4, Diekirch 2, Brouch, ASL, Merl, Fola, Mamer
alle 1x)
Tobias Koch |
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| Die Aufsteiger
bärenstark
04.04.02 - 9. Spieltag: Jeunesse Esch bleibt auf Kurs
Mit einem 2:1 gegen Tabellenführer Lintgen bestätigte Jeunesse
Esch das Saisonziel von Trainer Michael Loew: „Unser Ziel ist und bleibt
wie jede Saison die Meisterschaft.“ Wenn man bedenkt, dass fast alle anderen
Meisterschaftsanwärter bisher tief enttäuschten, ist dier derzeitige
4. Platz eine Spitzen-Ausgangsposition.
Eine der großen Enttäuschungen war Spora Luxemburg. Jetzt
ging sogar das kleine Derby gegen den AS Luxemburg mit 0:1 verloren und
die Zuschauer fragten sich, ob der Trainer die Mannschaft überhaupt
noch erreicht. Wir befragten Tommy Kellas: Wie beurteilst du die Perspektiven
von Spora in dieser Saison? Wir werden gegen den Abstieg spielen, das hat
das heutige Spiel ganz klar gezeigt. Wenn man die Vorgaben des Präsidiums
von vor der Saison (Europacupplatz) anschaut, muss man eine Entlassung
des Trainers befürchten, vor allem weil die vergangene Saison auch
so daneben ging, oder? Ich will in diesem Verein langfristig arbeiten und
das Präsidium hat mir volles Vertrauen ausgesprochen. Ich bin stinksauer,
dass die Medien immer wieder Unruhe in den Verein hereintragen.
Das bisher torreichste Spiel der Saison war das 4:4 zwischen Merl und
Monnerich. In der spannenden Schlussphase zeigten die Abwehrreihen beider
Mannschaften viele Lücken, die die Trainer im Hinblick auf die nächsten
Spiele schließen sollten.
10. Spieltag: Die Aufsteiger bärenstark
In toller Form befindet sich Manfred Friedrichs AS Luxemburg. Seine
Mannen ließen Josef Nalbachs Schierenern kaum eine Chance und putzten
sie mit einem 4:2 förmlich weg. Nun sind alle 3 Aufsteiger unter den
Top 5 der Tabelle. Wer soll noch verhindern, dass wieder ein Aufsteiger
Meister wird?
Der Titelverteidiger FC Schifflingen wohl nicht. Simone Marx erwischte
einen rabenschwarzen Start in die Saison und erholte sich nur langsam.
Immerhin gelang ein 2:1 – Heimsieg gegen Spora Luxemburg, die nun die Rote
Laterne fast erreicht haben.
Denn auch der Tabellenletzte Bettemburg durfte einen 2:0 Heimsieg gegen
Mamer feiern, sodass der Abstand von Tabellenersten zum Tabellenletzten
gerade mal 7 Punkte betrug. Die 1. Liga – ausgeglichen wie lange nicht
mehr.
11. Spieltag: kleine Krise für Minerva
Im Spitzenspiel zwischen der besten Europapokalmannschaft und der besten
Mannschaft in der Liga wurde ein Spitzenreiter gestürzt. Minerva Lintgen,
nun schon im 3. Spiel in Folge sieglos, fiel durch die 2:3 Niederlage in
einem hochklassigen Spiel bis auf den 6. Platz zurück. US Luxemburg
hat dagegen nun die Abstiegszone vorerst verlassen.
Neuer Tabellenführer ist nun der Lokalrivale AS, der 4:2 in Ettelbrück
gewinnen konnte. Stefan Marx war sehr aufgebracht: „Wie kann es sein, dass
man AS Luxemburg nach den letzten Spielen unterschätzt?? Mein Team
hat überheblich gespielt und wollte den Gegner vorführen. Jetzt
sind wir zu Recht auf dem Teppich gelandet.“
Ein Blick auf das Tabellenende zeigte US Ruemelingen als Schlusslicht
nach dem 0:2 bei Avenir Beggen. Offensichtlich hat der Trainerwechsel in
der letzten Saison nix gebracht. Chris Baumgart arbeitet wohl in den nächsten
Wochen auf Bewährung.
12. Spieltag: Wieder neuer Tabellenführer
Kaum Spitzenreiter, musste auch AS Luxemburg den Platz an der Sonne
abgeben. „Königsmörder“ sind die Mannen von Christian Ehmer aus
Beggen, die ihrerseits nach dem 3:2 Auswärtssieg den Thron in Besitz
genommen haben. Der Trainer hat große Ziele: „Wir werden dafür
sorgen, dass diese Saison kein Aufsteiger Meister wird!“
Zum Glück gibt es den FC Koeppchen! Wieder mal dienten die Wormeldinger
als Aufbaugegner bei Minerva Lintgen. Horst Adler: „Dieses 4:1 motiviert
uns für schwerere Aufgaben."
Tobias Koch |
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| Wo zum Teufel
liegt Merl-Belair?
28.03.02 - 5. Spieltag: Horst Adler: Siegeswillen eingeimpft
Unheimliche Leistungsbereitschaft und äußerster Siegeswille
zeichneten sein Team beim 4:3 in Beggen wieder mal aus. Auch von der starken
Aufholjagd von Avenir wurden die Lintgener nicht ernsthaft in Bedrängnis
gebracht. Horst Adler war nach dem Spiel begeistert: „Wir haben heute wieder
glanzvollen Fußball geboten. Von den anderen Erstligaklubs unterscheidet
uns die tolle Kameradschaft, die im Aufstiegsjahr gewachsen ist. Aber erst
wenn meine Mannschaft selbst in kritischen Situationen dem Druck standhält,
dürfen wir den Abstiegskampf aus den Augen verlieren.“
Mit dem gleichen Ergebnis schlug Mamer Spora Luxemburg und stürmte
an die Spitze der Tabelle. Thomas Zittauer und das Umfeld in Mamer erwartet
diese Saison einen Europacupplatz, nachdem dieser letzte Saison schon greifbar
nah schien.
Gar nicht wie Kellerkinder präsentierten sich die beiden letzten
FC Koeppchen (3:0 gegen Schieren) und Etzella (2:1 in US Luxemburg). Bei
normalem Saisonverlauf dürften die beiden Vereine nichts mit dem Abstieg
zu tun haben.
6. Spieltag: neues Luxemburger Lokalderby
Das erste Lokalderby zwischen dem Aufsteiger AS und dem UEFA-Cup-Teilnehmer
US Luxemburg endete 2:2. Die frechen Nobodys von Manfred Friedrich sorgten
für viel Gefahr vor dem US – Tor und hätten am Ende vielleicht
sogar mehr als nur einen Punkt verdient gehabt. Matthias Steinbrück
gab zu bedenken, dass seine Mannschaft im Europapokal viel Kraft ließ:
„Unsere Bank ist noch zu schwach besetzt. Hier müssen wir noch nachlegen
und starke Ergänzungsspieler verpflichten.“ Der eine oder andere Spieler
vom Lokalrivalen schien ihm auch gefallen zu haben...
Im Spitzenspiel schaffte Lintgen trotz eines 1:1 gegen Diekirch den
Sprung an die Spitze, da sich Mamer in Schieren knapp mit 2:3 geschlagen
geben musste.
7. Spieltag: Wo zum Teufel liegt Merl-Belair?
...fragten sich wohl die meisten Erstliga-Trainer zu Beginn der Saison.
Jetzt wissen es zumindest die Kollegen aus Bettemburg, Mamer und Schieren,
die die fest eingeplanten 3 Punkte nachher nicht mit nach Hause nehmen
konnten. Jetzt ist das „Unterhaching Luxemburgs“ sogar Tabellenführer.
Trainerin Silvia Weis: „Ich hätte nie geglaubt, dass sich meine Mannschaft
in der ersten Liga so gut verkaufen würde. Vielleicht können
wir ja sogar genug Punkte für den Klassenerhalt sammeln.“
Jeunesse Esch belegte nach einem knappen 3:2-Heimsieg gegen Brouch
nun Platz 3, wobei die Tabelle so eng beeinander war, dass nur 2 Punkte
Vorsprung vor Platz 12 blieben.
8. Spieltag: Meister feiert ersten Heimsieg
Mit einem 3:1 gegen den FC Koeppchen konnte Simone Marx endlich den
ersten Heimsieg einfahren und den 18. Platz (!) verlassen. Die Trainerin
warnt: „Ich halte meinen Jungs jeden Tag das schlechte Beispiel des FC
Rodingen vor. Diese Peinlichkeit möchten wir uns um jeden Preis ersparen.“
Arg abgerutscht ist Diekirch nach einer Heimniederlage gegen Fola Esch,
neuer Tabellenführer ist wieder der andere Aufsteiger Minerva Lintgen.
Es würde irgendwie wenig für die Stärke der 1. Liga Luxemburgs
sprechen, wenn wieder ein Aufsteiger Meister werden würde. Also Matthias,
Stefan, Michael, Simone strengt euch an, damit nächste Saison nicht
alle ernstzunehmenden Experten auf einen Aufsteiger als Meister tippen...
Tobias Koch |
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| Schwacher
Start für Spitzenklubs
21.03.02 - 1. Spieltag: Schwacher Start für Spitzenclubs
Die Europacup-Teilnehmer und Spitzenclubs der letzten Saison starteten
allesamt durchwachsen in die Saison.Der überlegene Meister Schifflingen
konnte beim Aufsteiger Lintgen nie an die Leistungen der vergangenen Saison
anknüpfen. Obwohl noch nicht inmn der Champions League belastet, wirkten
die Jungs von Simone Marx beim 1:2 müde und ausgebrannt.
Vizemeister Young-Boys Diekirch leistete sich daheim gegen den zweiten
Aufsteiger AS Luxemburg ein peinliches 1:1, wobei Manfred Friedrich die
Aufstiegseuphorie seiner Mannschaft gut konservieren konnte. Stefan Marx
begründete die 1:3 Niederlage seiner Mannschaft bei Fola Esch mit
der Doppelbelastung: “Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die Liga
neben den Europacup-Erlebnissen vernachlässigen. Der UEFA-Cup muss
Sahnehäubchen bleiben, die Liga bleibt die Hauptaufgabe!” Der Pokalsieger
US Luxemburg schaffte es auch nicht wie geplant an die Tabellenspitze.
Nach 90 spannenden Minuten hieß es 2:2 gegen den FC Koeppchen.
2. Spieltag: 21 Tore in 3 Spielen
....und nur 14 in den anderen 6 Spielen! Fast rekordverdächtig
und ärgerlich für die Teams, die trotz 3 oder 4 erzielter Tore
keine 3 Punkte einfahren konnten. Besonders in Torlaune waren Etzella und
Ruemelingen. Jeweils 4 Tore standen zu Buche und die Trainer durften sich
nachher über ihre sehr erfolgreiche Offensivtaktik freuen. Besonders
Stefan Marx ärgerte sich über 2 verlorene Punkte: “Wer 6 Spiele
an einem Wochenende hat, darf nicht soviel Kraft verschwenden und daheim
mit 4 Toren keinen Sieg einfahren.”
Viel Einsatz kostete es den SC Bettemburg, den Aufsteiger Minerva Lintgen
knapp mit 4:3 zu schlagen. Horst Adler freute sich trotzdem über die
Leistung seiner Mannschaft: “Wenn wir so weiter machen, werden wir kaum
für den Abstieg in Frage kommen. Wir blicken optimistisch in die Zukunft.”
Neuer Tabellenführer ist der FC Brouch nach einem überzeugenden
4:2 gegen den FC Monnerich. Wird Petra Prediger die nächste “Meisterin”?
3. Spieltag: Es geht drunter und drüber...
In der Tabelle. Neuer Spitzenreiter Young-Boys Diekirch nach einem
3:1-Sieg gegen Bettemburg (dabei erhielt der Vizemeister 2 zweifelhafte
Foulelfmeter zugesprochen). Alter Spitzenreiter Brouch nur noch 10. (!)
nach 1:4-Debakel in Lintgen. Horst Adlers Sensationsteam überollte
den Gegner förmlich mit grandioser Unterstützung der eigenen
Fans im Rücken und belegte nun Platz 2. Das Luxemburger Derby US -
Spora endete 3:1 für Matthias Steinbrücks Team, das um 9 Plätze
auf 7 kletterte. Spora leistete sich dagegen einen Fehlstart. Tommy Kellas
trotzig: “Unser Team muss sich erstmal einspielen. Die ganzen Neuzugänge
müssen integriert werden. Unser Ziel bleibt die Champions League.”
Muss es auch, bei dem Kader...
4. Spieltag: Wormeldingen geht unter
Der ganze Frust von 3 sieglosen Spielen, harter öffentlicher Kritik,
besonders an den Neuzugängen, entlud sich bei Spora Luxemburg in einem
echten Sturm, von dem der FC Koeppchen weggefegt wurde. Allein der neue
brasilianische Stürmer Garilson traf 3 x beim 5:1 - Kantersieg. Der
Trainer des FC Koeppchen über die indiskutable Leistung seiner Mannschaft:
“Ich war schon vorher enttäuscht von dem schwachen Saisonstart meiner
Mannschaft, aber dieses Spiel schreit nach harten Konsequenzen. Ich werde
mir entsprechende Maßnahmen überlegen.”
Der Meister FC Schifflingen scheint dem “Weg der Meister” in die 2.
Liga folgen zu wollen. Die 2:3-Heimniederlage gegen Ruemelingen “roch”
jedenaflls schon nach Abstiegskampf.
Tobias Koch |