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| Izola holt
sich den Titel
16.05.02 - Nichts war entschieden am vorletzten Spieltag. Noch
konnten drei Teams Meister werden und auch im Abstiegskampf durfte noch
keiner abgeschrieben werden. Und so wartete die Liga gespannt auf den Auftritt
des Tabellenführers beim Abstiegskandidaten HIT Nova Gorica. Würde
Izola das Ding diesmal locker und souverän über die Bühne
bringen und damit vorzeitig die Meisterschaft erringen oder würde
das Nervenflattern an der Tabellenspitze weitergehen? Es ging weiter, Izola
verlor bei HIT Nova Gorica, die mit nun 3 Punkten und einer um vier Tore
besseren Tordifferenz vor Platz 16 auf dem 13. Platz der Liga lagen. Izola
mußte also auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Und der Tabellenzweite
Tabor Sezana tat Ihnen den Gefallen. Im Spiel bei
Rudar Velenje holte man nur ein 1:1-Unentschieden und hatte nun
drei Punkte Rückstand auf Platz eins, mußte somit nicht nur
im letzten Spiel gewinnen, sondern zudem noch auf eine Niederlage von Autoplus
Korte Izola hoffen. Vielleicht würde es diese Saison ja auch einen
lachenden Dritten geben?
Der Titelträger der vergangenen zwei Saisons, Olimpija Ljubljana,
besiegte am 33. Spieltag Nafta Lendava mit 2:1 und überholte damit
das Team aus Sezana. Lediglich ein Punkt sowie die deutlich schwächere
Tordifferenz trennt Olimpija noch von der Spitze. Für Nafta bedeutete
diese Niederlage, noch einmal am letzten Spieltag alles geben zu müssen.
Lediglich zwei Punkte trennt das Team von Trainer Marcel Lomott von Platz
16. Betrachten wir die Abstiegszone vor dem letzten Spieltag etwas genauer:
Auf Platz 15, einen Punkt vor den Abstiegsrängen, liegt derzeit Promorje
Ajdovscina nach einer 1:2-Niederlage gegen Korotan Prevalje. Derzeit 16.,
und damit Absteiger, wäre Aufsteiger NK Zarica, die im Abstiegsknüller
beim punktgleichen 17., NK Sentjur, ein 2:2 Unentschieden errangen. Als
erster Absteiger steht nach einer 1:2-Niederlage bei Potrosnik Beltinci
der Aufsteiger Drava Ptuj fest. Bei vier Punkten Rückstand war auch
rechnerisch für den Champion der letztjährigen Zweitligasaison
nichts mehr möglich. Doch wer würde Ptuj in die zweite slowenische
Liga begleiten?
Der 34. Spieltag mußte es an den Tag bringen. Der 17., NK Sentjur,
kam zu einem 2:2 bei NK Mura Sobota und mußte nun auf Niederlagen
für NK Zarica und Promorje Ajdovscina hoffen. Doch diese Hoffnung,
sollte sich nicht erfüllen, auch der NK Zarica holte einen Punkt beim
3:3 gegen HIT Nova Gorica. Gebannt wartete nun alles auf das Ergebnis aus
Ruse, wo Pohorje gegen Promorje Ajdvoscina gewinnen mußte, damit
der NK Zarica erstklassig blieb. Doch das Erfolgsteam der letzten Wochen,
das seitdem Trainerwechsel zu Michael Schmitz erst eine Niederlage (2:3
gegen Autoplus Korte Izola) bot an diesem Spieltag eine desolate Leistung
und verlor mit 0:2, somit schaffte Promorje den Klassenerhalt und NK Zarica
sowie der NK Sentjur werden in der kommenden Saison gemeinsam mit Drava
Ptuj in der zweiten Liga spielen. Damit steigen in der Saison 2002’2 gleich
zwei Aufsteiger direkt wieder ab. In den vorigen Saison mußte jeweils
nur eine Mannschaft den direkten Weg zurück in die Zweite Liga gehen.
Zwei Aufsteiger in einer Saison traf es zuletzt in der Saison 2001’4, als
Zivila Triglav Kranj und Viator-Vektor Ljubljana als Aufsteiger sofort
wieder abstiegen. In der Saison 2001’4 hieß der Meister übrigens
Autoplus Korte Izola. Ein gutes Omen? Im letzten Spiel der Saison würde
ein Sieg zum Titel reichen. Der Gegner hieß Rudar Velenje und die
Fans in Izola feierten ihre Mannschaft schon vor dem Spiel. Lange Zeit
tat sich der Tabellenführer schwer gegen einen sehr defensiv eingestellten
Gegner. Es wurden zwar viele Chancen rausgespielt, doch im Abschluß
stand immer wieder ein Spieler aus Velenje im Weg. Am Ende gewann Autoplus
Korte Izola das Spiel glücklich, aber nicht unverdient, mit 1:0 und
holte sich somit die zweite Meisterschaft in der Vereinsgeschichte. Den
Verfolgern blieb damit nur noch der Kampf um den zweiten CL-Startplatz.
Der Tabellenzweite, Olimpija Ljubljana, kam im Auswärtsspiel bei Brda
Bobrovo nur zu einem 2:2-Unentschieden, so würde Tabor Sezana bei
einem Sieg gegen den NK Koper das Team aus der Hauptstadt noch überholen
können. Mit einem ungefährdeten 4:0-Erfolg sicherte sich Sezana
Platz zwei und damit die Teilnahme an der CL-Qualifikation, während
Olimpija sich in der kommenden Saison mit der UEFA-Cup-Teilnahme begnügen
muß.
Im slowenischen Pokalfinale standen sich die Teams von TK-EL
Stojnci und HIT Nova Gorica gegenüber. Nach sehr ausgeglichenen 90
Minuten stand es 1:1. Nachdem es in der Verlängerung keinen weiteren
Treffer gab, mußte das El
fmeterschießen entscheiden. Auch hier alles ausgeglichen, die
ersten vier Schützen jeder Mannschaft trafen und als der fünfte
Schütze von TK-EL Stojnci anlief, wurden bereits Wetten abgeschlossen,
wieviele Spieler jeder Mannschaft noch schießen würden, doch
der Ball ging hoch übers Tor und so brauchte der letzte Schütze
von HIT Nova Gorica nur noch den Ball im Netz zu versenken und das Team
könnte den Pokal in die Stadt an der italienischen Grenze mitnehmen.
Und er traf, Riesenjubel bei den Anhängern von HIT Nova Gorica, Trauer
und Entsetzen bei den Fans von TK-EL Stojnci.
Die Nationalmannschaft benötigte in den letzten zwei Spielen
in der Super-Euro-League unbedingt Siege, um die Klasse zu halten. Am 17.
Spieltag ging es gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, Weißrussland.
Wieder einmal wurde die Heimschwäche des slowenischen Nationalteams
deutlich, trotz ordentlicher Leistung und deutlicher Überlegenheit
gelang nur ein 1:1. Bei drei Punkten Abstand und einer um vier Treffer
schlechteren Tordifferenz als die Schweiz auf dem besten Nicht-Abstiegsplatz
war der Abstieg im letzten Spiel wohl nicht mehr zu vermeiden. Doch statt
der befreit aufspielenden Mannschaft sah man im abschließenden Match
beim Ex-Euro-League-Champion Spanien eine sehr verkrampft auftretende slowenische
Mannschaft, die dieses Spiel verlor. Dennoch kann man über die Saison
gesehen den Slowenen in den Auswärtsspielen keinen Vorwurf machen.
Der Abstieg wurde in den Heimspielen besiegelt. Mit nur 6 Punkten in neun
Heimspielen kann man in keiner Liga die Klasse halten - erst recht nicht
in der europäischen Königsliga. Auswärts hingegen hatte
das slowenische Team offenbar die nötige Lockerheit, um auch mit den
ganz großen Europas mithalten zu können - die zweitbeste Auswärtsbilanz,
13 Punkte aus 9 Spielen, zeigt, daß der Abstieg vermeidbar gewesen
wäre. Zum Trost wollte das Team in diesem Jahr die Balkan-Meisterschaft
gewinnen. Im Endspiel Erster gegen Zweiter mußte Slowenien gegen
den Tabellenführer Bosnien antreten. Doch auch hier versagten den
Spielern die Nerven, man verlor mit 1:2 und rutschte noch hinter Gastgeber
Mazedonien auf den dritten Platz zurück. Erstmals wurde in dieser
Saison in der Balkan-Meisterschaft der Abstieg eingeführt. Es traf
den letztjährigen Titelträger Griechenland, der in sieben Spielen
nicht einen Punkt holte, mit 9 Treffern die wenigsten in der Liga erzielte
sowie mit 20 Treffern die meisten kassierte.
Die Presseabteilung Slowenien gratuliert allen Gewinnern der abgelaufenen
Saison und bedankt sich bei allen Lesern für ihr Interesse. Selbstverständlich
sind wir auch in der neuen Saison wieder für sie am Ball.
Heiner Zimmermann |
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| Nervenflattern
im Meisterschaftsendspurt
09.05.02 - Spannend ging’s zu im Topspiel der ersten slowenischen
Liga am 29. Spieltag der laufenden Saison. Tabellenführer Autoplus
Korte Izola traf auf den Dritten, Tabor Sezana. Sezana kämpfte bei
bereits fünf Punkten Rückstand in diesem Spiel praktisch um die
letzte Chance auf den Titel, bei einer Niederlage konnte man sich wohl
aus dem Meisterschaftskampf verabschieden. Dementsprechend gingen sie zu
Werke und Izola hielt dagegen. Am Ende erzielten beide einen Treffer und
trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden. Wer jetzt gedacht hatte, da
schlägt die große Stunde vom Tabellenzweiten, Olimpija Ljubljana,
der täuschte sich gewaltig, denn statt mit einem Sieg nun selbst die
Tabellenführung zu übernehmen, verloren die Hauptstädter
bei Potrosnik Beltinci mit 1:2 und so vergrößterte sich der
Abstand zur Spitze auf zwei Punkte. Auch der Tabellenvierte, Korotan Prevalje,
konnte aus dem Remis im Spitzenspiel keinen Vorteil erreichen, man verlor
beim Vorletzten der Tabelle, NK Sentjur, mit 2:3. Sentjur schaffte mit
diesem Sieg den Anschluß an die Nicht-Abstiegsplätze, der Rückstand
auf den derzeitigen fünfzehnten, TK-EL Stojnci, beträgt nur noch
zwei Punkte. Zwischen diesen beiden liegt derzeit auf Platz 16 Promorje
Ajdovscina nach einer 1:2-Heimniederlage gegen Branik Maribor. Der Tabellenletzte,
Drava Ptuj, hat nach einem 2:2 bei HIT Nova Gorica kaum noch eine realistische
Chance auf den Klassenerhalt. Bei sechs Punkten Abstand zu Platz 15 kann
man wohl schon mit den Planungen für die kommende Zweitligasaison
beginnen.
Doch noch wird die Hoffnung bei Drava Ptuj nicht aufgegeben, das Auf
und Ab erneut mitmachen zu müssen (Ptuj ist nach einem Abstieg in
der vorletzten Saison in der vergangenen Saison direkt wieder aufgestiegen).
Und dies bewies die Mannschaft am 30. Spieltag. Mit einer engagierten Leistung
gelang ein 3:2-Sieg gegen Rudar Velenje. Der Zauber von Velenje-Trainerin
Stefanie Barth, die die Mannschaft in den ersten Spielen von Erfolg zu
Erfolg führte, ist offensichtlich endgültig vorbei. Statt dessen
sorgte ein anderer Trainer nun für Furore. Michael Schmitz, erst seit
fünf Spielen als Trainer von Pohorje Ruse im Amt und seitdem kassierte
der Abstiegskandidat erst eine einzige Niederlage. Und auch im sechsten
Spiel sollte dieser keine weitere Niederlage folgen, Pohorje Ruse gewann
gegen den Tabellensiebzehnten, NK Sentjur, mit 3:1. Damit lag Sentjur nur
noch einen Punkt vor Drava Ptuj. Beide Teams hatten nun wieder eine reelle
Chance auf den Klassenerhalt. Der Abstand zu Platz 15, den nun NK Zarica
belegte, betrug nur drei bzw. vier Punkte. NK Zarica verlor übrigens
sein Spiel an diesem Spieltag mit 2:1 bei Tabor Sezana. Damit näherte
sich das Team von Trainer Ludwig Penzkofer wieder der Tabellenspitze, da
die Konkurrenz erneut Nerven im Titelkampf zeigte. So erzielte Tabellenführer
Autoplus Korte Izola im Heimspiel gegen NK Mura Sobota erneut nur ein 1:1-Unentschieden
und hat nun nur noch drei Punkte Vorsprung vor Sezana. Olimpija Ljubljana
enttäuschte noch mehr, der zweimalige slowenische Meister verlor im
heimischen Bezigrad-Stadion gegen Abstiegskandidat TK-EL Stojnci mit 1:2
und rutschte in der Tabelle aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter
Tabor Sezana zurück.
Und auch am 31. Spieltag konnte das Team von Olimpija Ljubljana den
Negativtrend nicht stoppen. Bei NK Mura Sobota verlor der Titelverteidiger
nach einer desolaten Abwehrleistung mit 2:5 und wurde nun sogar vom für
den UEFA-Cup qualifizierenden dritten Platz verdrängt, da der bisherige
Vierte, Korotan Prevalje, beim weiterhin schwächelnden Rudar Velenje
mit 3:1 gewann. Doch auch der Tabellenzweite, Tabor Sezana, zeigte an diesem
Spieltag Ne
rven und verlor beim Siebzehnten, NK Sentjur, mit 3:2, damit waren
jetzt alle drei Teams punktgleich. Tabellenführer Autoplus Korte Izola
dagegen gewann sein Auswärtsspiel bei Aufsteiger NK Zarica souverän
mit 3:0 und baute somit den Vorsprung auf die Verfolger auf sechs Punkte
aus. Im Abstiegskampf bedeutete diese Niederlage für Zarica das Abrutschen
auf den 16. Platz, den Promorje Ajdovscina mit einem 3:1-Sieg gegen Brda
Bobrovo verließ. Auf Platz 15 mit bereits zwei Punkten Vorsprung
auf Zarica, lag nun HIT Nova Gorica nach einem 2:2 gegen Pohorje Ruse.
Der 17., NK Sentjur, war nun bereits punktgleich mit Zarica. Lediglich
Drava Ptuj darf nach dem 1:2 bei NK Koper und einem Abstand von sechs Punkten
zu einem Nichtabstiegsplatz bereits die Koffer packen.
Oder doch nicht? Mit einem 1:0-Sieg am 32. Spieltag gegen den direkten
Konkurrenten Promorje Ajdovscina kämpfte sich Drava Ptuj noch einmal
heran. Zu gute kam dem Schlußlicht dabei, daß von der direkten
Konkurrenz keiner gewinnen konnte. Drava Ptuj hatte zwei Runden vor Schluß
nun nur noch drei Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz.
Für die anderen beiden derzeit auf den Abstiegsrängen platzierten
Teams, NK Sentjur und NK Zarica, betrug der Abstand zu Platz 15 (HIT Nova
Gorica) nur noch einen Punkt. Nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun
hat Pohorje Ruse. Die Verpflichtung von Trainer Michael Schmitz erweist
sich mehr und mehr als Volltreffer. Überraschend deutlich schlug Pohorje
an diesem Spieltag den Konkurrenten Rudar Velenje mit 4:0. Schmitz führte
das Team in den acht Spieltagen seiner Amtszeit von Platz 14 auf Platz
sieben der Tabelle. In der Meisterschaft biegen die Teams nun auf die Zielgerade
ein. Angeführt von Autoplus Korte Izola, denen am 32. Spieltag ein
Sieg gegen den Abstiegskandidaten NK Sentjur reichen würde, um die
zweite Meisterschaft der Vereinsgeschichte zu feiern. Doch erneut zeigte
sich eine Mannschaft im Titelrennen nervös und so gelang dem hohen
Favoriten nur ein 1:1-Remis, bereits das dritte Heimspiel in Folge, das
Izola nicht gewinnen konnte. So mußte man nun auf Ausrutscher der
Konkurrenz hoffen, um nun schon die Meisterschaft perfekt zu machen. Doch
diesen Gefallen taten die Verfolger dem Tabellenführer nicht. Tabor
Sezana gewann mit 2:1 gegen HIT Nova Gorica und Olimpija Ljubljana ist
nach einem klaren 4:1-Sieg gegen Branik Maribor wieder im Geschäft,
lediglich Korotan Prevalje verabschiedete sich mit einer 0:3-Heimniederlage
gegen NK Koper aus dem Titelrennen. Der Titelkampf ist also nun ein Dreikampf,
von denen Izola momentan die besten Karten hat, da ein Sieg aus den letzten
zwei Spielen reicht, um den Titel sicher zu haben. Tabor Sezana und Olimpija
Ljubljana hingegen dürfen nicht nur nach oben schauen, sondern müssen
gleichzeitig noch die Verfolger im Blick haben, um nicht am Ende sogar
die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb zu verpassen.
Volles Programm für die slowenische Nationalmannschaft im
Abstiegskampf der Super Euro League. Gleich vier Spiele standen in diesem
Wettbewerb am vergangenen Wochenende auf dem Plan, da vor zwei Wochen ja
sämtliche Länderspiele abgesagt wurden. Am 13. Spieltag verbeugte
sich die slowenische Nationalmannschaft vor Ihrem großen Trainer
Siggi Scheffler und dankte ihm für seinen Rücktritt vom Rücktritt
mit einem 4:1-Sieg in San Marino. Damit konnte wieder zu den Konkurrenten
im Abstiegskampf aufgeschlossen werden. Am 14. Spieltag reichte es im Heimspiel
gegen die Ukraine nur zu einem unglücklichen 2:2, der Abstand von
drei Punkten zum ersten Nicht-Abstiegsplatz konnte jedoch gehalten werden.
Der 15. Spieltag brachte eines der größten Spiele der slowenischen
Nationalmannschaft: Mit 4:2 wurde das Team aus England auf der britischen
Insel bezwungen. Damit wurde erstmals seit dem 10. Spieltag der letzte
Platz in der SEL verlassen. Doch die darauffolgende peinliche 2:3-Heimniederlage
gegen die Schweiz bedeutete am 16. Spieltag die erneute Übernahme
der roten Laterne. In den letzten zwei Spielen der Saison sind, bei drei
Punkten Rückstand aufs rettende Ufer, zwei Siege Pflicht, um auch
weiterhin in der SEL vertreten zu sein. Wesentlich besser läuft es
da für das slowenische Nationalteam beim Balkan-Cup. Zwar wurde am
vorletzten Spieltag gegen den Gastgeber Mazedonien in Skopje die zweite
Niederlage der laufenden Saison kassiert, dennoch liegt Slowenien in der
Tabelle punktgleich mit Tabellenführer Bosnien nur aufgrund der weniger
erzielten Treffer auf Platz zwei. Im abschließenden Spiel kommt es
somit zum großen Finale, denn für den siebten Spieltag ist im
Spielplan ausgerechnet das Duell Bosnien gegen Slowenien vorgesehen. Wer
auch immer dieses Finale gewinnt, ist der Sieger der diesjährigen
Balkan-Meisterschaft, lediglich bei einem Unentschieden haben noch andere
Teams eine theoretische Chance auf den Titel.
Heiner Zimmermann |
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| Countdown
02.05.02 - Der Countdown in der slowenischen Liga läuft.
Noch genau zehn Spieltage sind in dieser Saison zu absolvieren und es bleibt
weiterhin spannend.
Tabellenführer bleibt nach einem mühsamen 3:2-Erfolg gegen
das abgeschlagene Schlußlicht Drava Ptuj das Team von Tabor Sezana.
Doch nur einen Punkt dahinter lauert als neuer Zweiter nun Autoplus Korte
Izola auf seine Chance. Der Double-Gewinner der Saison 2001’4 gewann gegen
Brda Bobrovo mit 2:1 und überholte damit den Champion der letzten
beiden Saisons, Olimpija Ljubljana, die beim Abstiegskandidaten HIT Nova
Gorica überraschend deutlich mit 1:4 verloren. Das Hauptstadtteam
hat nun zwei Punkte Rückstand auf den zur CL-Quali-Teilnahme berechtigenden
zweiten Tabellenplatz, aber auch zwei Punkte Vorsprung auf den vierten
Platz. Dort hat sich nun nach einem 3:1-Sieg gegen Aufsteiger TK-EL Stojnci
Rudar Velenje festgesetzt. Die Erfolgsstory der neuen Trainerin Stefanie
Barth geht also weiter, auch im fünften Spiel bleibt das Team unter
ihrer Regie ungeschlagen. Eine ähnliche Erfolgsstory strebt der erst
vor diesem Spieltag neu ernannte Trainer von Pohorje Ruse, Michael Schmitz,
an. Schmitz kam vom damaligen Tabellenführer der zweiten slowenischen
Liga und soll nun das Team von Pohorje Ruse vor dem Abstieg in eben diese
zweite Liga bewahren. Im ersten Spiel konnte das Team gegen den Vizemeister
und Pokalsieger der vergangenen Saison, Korotan Prevalje, durchaus mithalten.
Beim 4:4 überzeugte Ruse besonders in der Offensive, die Defensivarbeit
wurde jedoch sträflich vernachlässigt, so daß dieses Spiel
beinahe noch verloren worden wäre. Durch die Erfolge der Konkurrenten
HIT Nova Gorica und NK Koper (4:1 gegen Potrosnik Beltinci) rutschte Pohorje
Ruse jedoch trotz der ordentlichen Leistung zunächst mal auf einen
Abstiegsplatz (16.), einen Punkt hinter dem rettenden Ufer, aber auch einen
Punkt Vorsprung vor dem 17., NK Sentjur, die ein 1:1 gegen Branik Maribor
erreichten. Bereits sechs Punkte Rückstand hat das Tabellenschlußlicht,
Drava Ptuj, nach der Niederlage beim Tabellenführer.
Und ausgerechnet am folgenden 26. Spieltag war der Tabellenzweite Autoplus
Korte Izola zu Gast. Unerwartet respektlos jedoch gingen die Mannen des
Tabellenletzten zu Werke und besiegten am Ende den hohen Favoriten knapp,
aber nicht unverdient mit 4:3. Damit wurde der Rückstand auf Platz
15 nun auf vier Punkte verkürzt. Auch einem anderen Team gelang ein
Erfolgserlebnis im Abstiegskampf. Beim Heimdebüt des neuen Trainers
Michael Schmitz gewann Pohorje Ruse gegen NK Mura Sobota mit 3:1 und verabschiedete
sich damit wieder von den Abstiegsplätzen. Dem Team ist unter dem
neuen Trainer ein neues, selbstbewußteres Auftreten deutlich anzumerken.
Auf Rang 16 abgerutscht ist nach einem 2:2 bei TK-EL Stojnci nun der NK
Koper, jedoch nur aufgrund der um zwei Treffer schlechteren Tordifferenz
gegenüber dem 15., HIT Nova Gorica (2:2 bei Branik Maribor. Die Erfolgsserie
von Rudar Velenje unter der neuen Trainer Stefanie Barth fand an diesem
Spieltag ein Ende. Im Auswärtsspiel beim Titelverteidiger Olimpija
Ljubljana setzte es mit 2:3 die erste Niederlage seit dem Trainerwechsel.
Dem Team aus der Hauptstadt gelang damit wieder der Anschluß an die
Tabellenspitze, da sowohl Tabellenführer Tabor Sezana (2:3 bei Korotan
Prevalje) als auch, wie bereits erwähnt, der bisherige Tabellenzweite
Autoplus Korte Izola ihre Spiele verloren. Somit lagen Sezana und Ljubljana
nun punktgleich in Führung, dahinter fo
lgte mit einem Punkt Rückstand das Team aus Izola.
Wie gut der Trainerwechsel dem Team von Pohorje Ruse bekam, sollte sich
am 27. Spieltag zeigen. Respektlos und selbstbewußt trat das Team
beim aktuellen Tabellenführer Tabor Sezana auf und kam am Ende zu
einem verdienten 1:0-Erfolg. Trainer Michael Schmitz war schon nach drei
Spielen der größte und wurde nach dem Spiel von den mitgereisten
Fans gefeiert, während die Mannen aus Sezana ganz schnell in der Kabine
flüchteten. Diese Chance ließen sich die Verfolger natürlich
nicht nehmen. Doch auch Olimpija Ljubljana konnte sich mit einem 2:2 beim
NK Koper nicht absetzen. Der lachende Dritte war Autoplus Korte Izola.
Das Team von Trainer Andreas Venzlaff überholte mit einem 3:0 Erfolg
gegen den Tabellenvierten Korotan Prevalje die beiden Konkurrenten und
übernahm die Tabellenführung mit einem Punkt sowie der deutlich
besseren Tordifferenz vor Olimpija Ljubljana. Für Rudar Velenje und
Trainerin Stefanie Barth war die Erfolgsserie nun endgültig gerissen.
Auch das Heimspiel gegen Branik Maribor wurde mit 1:3 verloren. Im Tabellenkeller
gab es erneut eine Veränderung auf dem 16. Tabellenplatz, den nun
Aufsteiger TK-EL Stojnci nach einer 1:2 Niederlage bei Promorje Ajdovscina
belegt. Dahinter das mittlerweile gewohnte Bild: Auf Platz siebzehn das
Team von NK Sentjur, das diesmal gegen Brda Bobrovo mit 2:3 unterlag und
am Tabellenende Drava Ptuj nach einer 1:3-Pleite bei NK Zarica.
Und auch am 28. Spieltag sollte sich an diesem Bild wenig ändern.
Im direkten Duell trennten sich Drava Ptuj und NK Sentjur mit 2:2 und verloren
somit wichtigen Boden im Kampf gegen den Abstieg, da die Konkurrenz ihrerseits
die Spiele gewann. TK-EL Stojnci gelang mit dem 3:1 gegen Potrosnik Beltinci
der erste Sieg seit dem 22. Spieltag. NK Koper gewann mit 3:2 bei Branik
Maribor und überholte damit sogar Promorje Ajdovscina, die nach einer
2:4-Niederlage bei Olimpija Ljubljana nun Platz 15 belegen. Für NK
Sentjur (5 Punkte Rückstand auf Platz 15) und Drava Ptuj (7 Punkte)
dürfte das Erreichen des Klassenerhalts in den letzten sechs Spielen
wohl kaum noch zu schaffen sein, doch wer diese beiden in die zweite Liga
begleiten wird, ist noch völlig offen, da zwischen Platz 11 und Platz
16 gerade mal ein Punkt liegt. Auf besagtem elften Platz liegt übrigens
nun Pohojre Ruse. Wie jede Serie, so mußte auch die Erfolgsserie
von Trainer Michael Schmitz einmal zu Ende gehen. An diesem 28. Spieltag
war es soweit. Das Duell gegen bei Tabor Sezana am vorigen Spieltag hatte
der Mannschaft offenbar zuviel Kraft gekostet, so gelang gegen den neuen
Tabellenführer Autoplus Korte Izola im erstmals in dieser Saison ausverkauften
Pohorje-Stadion keine weitere Überraschung. Der Tabellenführer
gewann am Ende souverän mit 3:2 und bleibt damit weiter vorne, dicht
gefolgt jedoch vom Titelverteidiger Olimpija Ljubljana. Dem lange Zeit
führenden Team von Tabor Sezana scheint im Saisonfinale die Luft auszugehen.
Im Heimspiel gegen NK Mura Sobota unterlag der Dritte der aktuellen Tabelle
mit 2:3. Das Team von Trainer Ludwig Penzkofer bleibt damit zwar erst mal
auf Platz drei, jedoch hat der Tabellenvierte Korotan Prevalje mit einem
3:1-Erfolg gegen NK Zarica zumindest nach Punkten aufgeschlossen.
Auch im Pokalhalbfinale ist der Abwärtstrend von Tabor Sezana
zu spüren gewesen. Nach einer 1:2-Niederlage bei HIT Nova Gorica ist
das Team in diesem Wettbewerb ausgeschieden. Der Pokalgegner von Nova Gorica
wurde im Spiel TK-EL Stojnci gegen Potrosnik Beltinci erst in der Verlängerung
entschieden. Konnten die Gäste aus dem Nordosten der Republik in der
regulären Spielzeit das Spiel noch weitgehend ausgeglichen gestalten,
so mußten sie sich nach der Verlängerung doch noch relativ deutlich
mit 1:3 geschlagen geben.
Die Nationalmannschaft lieferte die wichtigste Nachricht schon
vor dem ersten Anpfiff des Wochenendes: Coach Siggi Scheffler erklärte,
seine Rücktrittsankündigung zum Saisonende zurückzuziehen
und dem Vorschlag des Verbandes, zur Entlastung einen Co-Trainer zu engagieren,
zuzustimmen. Als neuer Co-Trainer wurde Denis Gelhard inthronisiert. Ob
es eine kluge Entscheidung war, mit Gelhard ausgerechnet einen bekennenden
Fan der ukrainischen Nationalmannschaft, die in der Super-Euro-League genau
wie Slowenien derzeit gegen den Abstieg kämpft, zu verpflichten, werden
die nächsten Spiele zeigen müssen. Der Auftakt des neuen Trainer-Gespanns
verlief jedoch in der Super-Euro-League alles andere als glücklich.
Nach einer deutlichen 1:3-Heimniederlage gegen den Tabellenführer,
die Faröer-Inseln, übernahm das slowenische Nationalteam die
rote Laterne und hat, nachdem das Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten
im Abstiegskampf, die Slowakei, ebenfalls mit 1:3 verloren ging,
nun bereits drei Punkte Rückstand auf den derzeitigen Neunten. Besser
ist die Lage in der Balkan-Meisterschaft. Da bekanntlich in der Vorwoche
alle Länderspiele aufgrund von Verbandsproblemen abgesagt wurden,
gab es an diesem Wochenende also gleich zwei Begegnungen zu bestreiten.
Am vierten Spieltag trat das Team in Skopje gegen Albanien an und erziel
te einen 2:1-Erfolg. Im zweiten Spiel der Woche ging es gegen Griechenland.
Beim Titelverteidiger jedoch herscht in dieser Saison die große Krise,
i
n den bisherigen vier Spielen setzte es ausschließlich Niederlagen.
Und das sollte sich auch gegen Slowenien nicht ändern, so gewannen
das Team des nördlichsten Teilnehmers der diesjährigen Balkan-Meisterschaft
mit 3:1 und setzten sich in der Tabelle an die Spitze. Da der bisherige
Tabellenführer Kroatien gegen Bulgarien mit 0:2 verlor, haben die
Slowenen zwei Runden vor Schluß sogar drei Punkte Vorsprung auf den
dichtesten Verfolger und somit die große Chance, nach zwei Vize-Meisterschaften
in den ersten drei Jahren erstmals die Meisterschaft zu gewinnen.
Heiner Zimermann |
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| Rudar Velenje
mit neuer Kraft
25.04.02 - Im Topspiel des 21. Spieltags traf der Tabellenführer
Tabor Sezana auf den derzeit auf Rang drei liegenden Titelverteidiger Olimpija
Ljubljana. In diesem Spiel zeigte Tabor, wie man gedenkt, die dritte Meisterschaft
von Olimpija in Folge zu verhindern. Klar überlegen siegte Tabor am
Ende mit 3:0. Gar nicht so überlegen konnte der Tabelenzweite Autoplus
Korte Izola den
Anschluß an die Spitze halten. Mit viel Mühe gelang
ein 3:2 gegen TK-EL Stojnci. Mit einem 3:1-Sieg gegen Nafta Lendava erklomm
Korotan Prevalje nach diesem Spieltag Platz drei der Tabelle. Endlich wieder
jubeln konnten die Fans von Rudar Velenje. Nachdem vor dem Spiel kurzfristig
Trainer Andreas Kochsrach entlassen und Stefanie Barth als Nachfolgerin
verpflichtet wurde, spielte das Team wie befreit auf und holte mit dem
2:2 bei NK Mura Sobota den ersten Punkt in der Rückrunde. Ebenfalls
zufrieden waren die Fans von Pohorje Ruse. Obwohl die eigentlich noch vor
dem Wochenende geplante Verpflichtung eines neuen Trainers nicht mehr klappte,
gelang dem Team ein 0:0 gegen den Tabellenfünften Branik Maribor.
Im Tabellenkeller tankte NK Koper mit einem 3:1-Sieg bei HIT Nova Gorica
neues Selbstbewußtsein und stieß gleichzeitig den Gegner in
arge Abstiegsbedrängnis. Nova Gorica steht nach dem Spiel nun auf
Platz 16, da auch der bisher auf dem 17. Tabellenplatz liegende NK Sentjur
gegen Promorje Ajdovscina mit 2:1 gewann. Hinter Nova Gorica liegen damit
nur noch Brda Bobrovo und Drava Ptuj, die an diesem Spieltag direkt aufeinandertrafen.
Dieses Spiel gewann Drava Ptuj überraschend deutlich mit 3:1, bleibt
aber dennoch auf dem letzten Tabellenplatz mit vier Punkten Abstand zum
rettenden Ufer.
Schützen- und Volksfest in Ljubljana am 22. Spieltag. Hatte man
in der slowenischen Hauptstadt nach der Niederlage gegen den Tabellenführer
eigentlich schon alle Titelträume begraben wollen, so flackerte nach
einem überragenden 4:1-Sieg gegen den Tabellenzweiten Autoplus Korte
Izola neue Hoffnung aus. Olimpija liegt nun als Tabellendritter nur einen
Punkt hinter Izola und fünf Punkte hinter Tabellenführer Tabor
Sezana, der beim 3:3 bei Branik Maribor Punkte abgeben mußte. Die
neue Trainerin bei Rudar Velenje scheint die Jungs völlig verwandelt
zu haben. Spielten sie die ersten Spieltage der Rückrunde noch erfolg-
und lustlos, so merkt man Ihnen jetzt den neu gewonnenen Spaß am
Spiel wieder an. Und auch in den Ergebnissen spiegelt es sich wieder, im
zweiten Auswärtsspiel konnte der zweite Punkt eingefahren werden (2:2
bei NK Koper). Der Gewinner im Abstiegskampf hieß an diesem Wochenende
Brda Bobrovo. Mit 3:1 wurde der bisherige Tabellendritte Korotan Prevalje
nach Hause geschickt. Damit kletterte Bobrovo wieder rauf auf Rang 15.
Dafür ist der NK Sentjur nach einer 1:3-Niederlage bei Potrosnik Beltinci
wieder ganz tief drein im Abstiegskampf. Für den Tabellenletzten Drava
Ptuj wird es nach einem 1:3 im heimischen Stadion gegen NK Mura Sobota
ganz schwer. Das Team hat nun bereits sechs Punkte Rückstand auf den
ersten Nicht-Abstiegsplatz.
Und auch am 23.Spieltag sollte der NK Mura Sobota von sich reden machen.
In einem denkwürdigen Spiel gewann der aktuelle Zehnte der Tabelle
gegen den Dreizehnten, NK Koper in einer wahren Sturmschlacht mit 5:4.
Im Kampf gegen den Abstieg gelang dem NK Sentjur ein wichtiger 2:0-Sieg
gegen TK-EL Stojnci. Damit verläßt das Team erstmal wieder die
Abstiegsplätze. Auf Platz 16 rutschte diesmal Promorje Ajdovscina
ab. Ajdovscina verlor bei Rudar Velenje mit 0:2. Damit ist auch die Premiere
der neuen Rudar-Trainerin im heimischen Ob jezeru-Stadion gelungen. Als
besonderer Aufbaugegner für Abstiegskandidaten macht sich derzeit
Korotan Prevalje einen Namen. Nachdem man bereits am vorigen Spieltag bei
Brda Bobrovo unterlag, verlor man diesmal sogar vor heimischem Publikum
gegen das abgeschlagene Schlußlicht Drava Ptuj mit 1:2. Dennoch bleibt
Ptuj weiterhin letzter. Am anderen Ende der Tabelle strahlt auch weiterhin
Tabor Sezana von Platz eins. Doch ganz so strahlend sieht es nicht mehr
aus, denn im Heimspiel gegen Nafta Lendava gelang nur ein 1:1, während
die Konkurrenz ordentlich punktete. Der Zweite, Autoplus Korte Izola, hat
nach einem 2:0-Sieg gegen Branik Maribor nur noch zwei Punkte Rückstand
auf Sezana, und auch dem Tabellendritten, Olimpija Ljubljana, fehlen nach
einem 2:1-Sieg beim Aufsteiger NK Zarica nur noch drei Punkte, um zum Tabellenführer
aufzuschließen. Der Rest des Feldes hat mindestens vier Punkte Abstand
auf den Dritten und dürfte deshalb im Titelrennen wohl nicht mehr
mitreden können.
Doch zumindestens das Führungstrio rückte am 24.Spieltag näher
zusammen. Tabellenführer Tabor Sezana verlor mit 1:2 bei Brda Bobrovo
und bleibt nur noch aufgrund der um zehn Treffer besseren Tordifferenz
vor dem neuen Tabellenzweiten, Olimpija Ljubljana. Das Team aus der Hauptstadt
bezwang den Abstiegskandidaten NK Sentjur mit 2:1. Autoplus Korte Izola
erreichte bei Nafta Lendava ein 1:1 und bleibt damit nur einen Punkt hinter
den beiden Führenden. Im Abstiegskampf gab es erneut einige Wechsel.
So verließen Promorje Ajdovscina (1:0 gegen NK Koper) und HIT Nova
Gorica (2:1 bei TK-EL Stojnci) erstmal wieder die Abstiegsplätze,
dafür liegen jetzt der NK Koper (16.) und NK Sentjur (17.) punktgleich
mit dem 15. auf den Abstiegsplätzen. Das Schlußlicht Drava Ptuj
hat nach einem 1:1 gegen Pohorje Ruse noch drei Punkte Rückstand auf
das rettende Ufer. Zu guter Letzt nochmal ein Blick zu Rudar Velenje. Das
Team bestritt bei Potrosnik Beltinci das dritte Auswärtsspiel unter
der neuen Trainerin Stefanie Barth und es lief noch erfolgreicher als die
ersten beiden. Rudar Velenje gewann mit 1:0 und holte damit seit dem Trainerwechsel
8 Punkte aus vier Spielen, davon drei auf fremdem Platz. Es scheint, als
habe Rudar Velenje mit dem Wechsel einen wahren Glücksgriff getätigt.
Bei Pohorje Ruse hofft man auf einen ähnlich guten Einstand des neuen
Trainers, der nun vorgestellt wurde, und man kann mit Sicherheit sagen,
daß dem Verein da ein großer Coup gelungen ist. Es handelt
sich nämlich um Michael Schmitz, bis dato Trainer bei NK Mons Claudius,
die er in der Saison 2002’1 zum Aufstieg in die zweite Liga Sloweniens
gebracht hat, und dort das Team immerhin zum Tabellenführer gemacht
hat.
In der Champions-League stand am vergangenen Wochenende das Achtelfinale
auf dem Programm. Und zum ersten Mal seit der Saison 2000’4 ist hier wieder
ein Team aus Slowenien vertreten. Olimpija Ljubljana hat die Gruppenspiele
der Champions-League überstanden und traf nun auf den spanischen Meister
Rayo Vallecano. Aufgrund einer extra für dieses Spiel aufgebauten
Zusatztribüne fand das Hinspiel vor der größten Kulisse
statt, die Ljubljana je gesehen hat. Und das schien die Heimmannschaft
sehr zu beflügeln, mit 2:1 wurde das Spiel gegen die mit Stars gespickte
Mannschaft aus Spanien bezwungen. Doch die Euphorie und auch das viele
Daumen drücken in ganz Slowenien half nicht, im Rückspiel verlor
das Team von Trainer Heiner Zimmermann mit 0:4. Dennoch kann man zufrieden
sein und vielleicht kann Olimpija ja schon in den nächsten Jahren
an den größten internationalen Triumph eines slowenischen Teams,
die CL-Halbfinalteilnahme von Elan Novo Mesto in der Saison 2000’4, anknüpfen.
Die Länderspiele konnten aufgrund technischer Probleme des
Verbandes an diesem Wochenende nicht wie geplant durchgeführt werden.
Die Spiele werden nun am kommenden Wochenende nachgeholt und am darauffolgenden
Wochenende wird es dann einen Doppelspieltag geben. Der Spielausfall ärgerte
insbesondere die slowenischen Nationalspieler, wollten sie doch mit einer
großartigen Leistung ihren Teamchef doch noch zum Bleiben überreden.
Wie bereits in der Vorwoche berichtet, hat Trainer Siggi Scheffler zum
Saisonende seinen Rücktritt angekündigt. Doch ein kleiner Funken
Hoffnung bleibt, vom Verband wurde Trainer Scheffler angeboten, einen Co-Trainer
einzustellen, der dem Teamchef dann einen Teil der Arbeit abnimmt. In Slowenien
hoffen nun alle, daß es damit gelingt, Trainer Scheffler ein zweites
Mal davon zu überzeugen, die Rücktrittsankündigung doch
noch zurückzunehmen. Schließlich ist Scheffler einer der erfolgreichsten
Nationaltrainer Europas und er wäre sehr wichtig für den weiteren
Weg der slowenischen Mannschaft.
Heiner Zimmermann |
 |
| Nationaltrainer
tritt zurück
18.04.02 - Nur wenige Tage nach dem Aus im Balkan-Cup (1:2 n.V.
gegen Bulgarien) und dem Abrutschen auf einen Abstiegsplatz in der Super
Euro League (einem 1:1 im Heimspiel gegen Spanien folgte eine 1:2 Niederlage
in Israel) gab Sloweniens Nationaltrainer Siggi Scheffler seinen Rücktritt
bekannt. Er werde dem Nationalteam in der neuen Saison nicht mehr zur Verfügung
stehen. Der Rücktritt habe jedoch nichts mit den derzeitigen äußerst
schwachen Vorstellungen des Nationalteams zu tun, welches in der Super
Euro League mit 13 Treffern aus 10 Spielen das offensivschwächste
der ganzen Liga ist. Es sei an der Zeit, daß mal ein anderer die
Verantwortung übernehme, meinte Scheffler, der bereits seit der Gründung
des Nationalteams Teamchef ist. Obwohl Scheffler öffentlich als harter
Hund galt, bekundeten bereits zahlreiche Nationalspieler Ihr Bedauern über
diese Entscheidung, doch ein Rücktritt vom Rücktritt scheint
ausgeschlossen. Bis zum 3. Mai will der Verband nun einen neuen Teamchef
für das Nationalteam ernennen, doch wer auch immer es wird, es wird
schwer werden, aus dem Schatten eines Siggi Scheffler herauszutreten, der
in seiner Amtszeit das Nationalteam immerhin von der Third Division
in die Super Euro League geführt hat,dabei sowohl in der Third als
auch in der Second Division die Meisterschaft gewann. Auch bei der bereits
zur festen Institution gewordenen Balkan-Meisterschaft konnte Scheffler
Erfolge feiern, so wurde das Nationalteam in drei Spielzeiten immerhin
zweimal Vizemeister und gewann einmal den Balkan-Cup, den Pokalwettbewerb
der Balkan-Liga. Eine großartige Bilanz, die der scheidende Nationaltrainer
da aufweisen kann. Aber gleichzeitig natürlich eine schwere Bürde
für den Nachfolger.
Bei diesem Trubel um das Nationalteam gerät die Liga etwas in den
Hintergrund. Dabei war es hier an der Zeit, am 17. Spieltag einen Zwischenstand
zu
ermitteln. Herbstmeister war ja bereits nach 16 Spieltagen Tabor Sezana,
die an diesem letzten Spieltag der Hinrunde bei NK Koper zu einem 1:1 kamen.
Damit behielten sie ihren vier Punkte Vorsprung, da der Tabellenzweite,
Korotan Prevalje, im Spitzenspiel beim bisherigen fünften, Potrosnik
Beltinci, mit 3:2 unterlag und somit Rudar Velenje (4.) nach einem 2:1
im zweiten Spitzenspiel des Wochenendes gegen den bisherigen dritten, Autoplus
Korte Izola, auf Rang zwei vorrückte. Dicht gefolgt wird dieses Führungsquintett
von Sloweniens Spitzenteam, Olimpija Ljubljana, die mit einem 2:1-Sieg
gegen Brda Bobrovo nun punktgleich mit dem neuen vierten, Beltinci, und
fünften, Izola, auf dem 6. Platz liegen, mit einem beruhigenden Vorsprung
von drei Punkten auf den Tabellensiebten, NK Zarica, die an diesem Spieltag
zu einem 1:1 bei HIT Nova Gorica kamen. Für Nova Gorica bedeutete
dieser Punkt den Verbleib auf einem Nichtabstiegsplatz, denn auch der 16.,
Promorje Ajdovscina, konnte beim 2:2 im Abstiegskampf gegen Pohorje Ruse
(14.) punkten. Das Tabellenende zieren weiter Drava Ptuj (1:1 bei TK-EL
Stojnci) mit zwei sowie NK Sentjur (0:1 gegen NK Mura Sobota) mit vier
Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz.
Die Rückrunde begann für Tabellenführer Tabor Sezana
mit einem Tiefpunkt. Am 18. Spieltag mußte sich Sezana mit 1:2 beim
Abstiegskandidaten Promorje Ajdovscina geschlagen geben. Doch auch der
Konkurrenz erging es nicht viel besser: Der Tabellenzweite Rudar Velenje
verlor vor eigenem Publikum gegen NK Zarica ebenfalls mit 1:2, der Tabellendritte
Korotan Prevalje unterlag bei TK-EL Stojnci gar mit 0:2 und der Tabellenvierte,
Potrosnik Beltinci, verlor im Heimspiel gegen ein überraschend starkes
Pohorje Ruse mit 1:2. Diese Schwächephase der Führenden wurde
nun von Autoplus Korte Izola genutzt. Im Südwest-Derby beim NK Koper
gelang Izola ein 3:1-Sieg und damit der Sprung auf Platz zwei, mit drei
Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter. Auf Rang drei vorschieben
konnte sich aufgrund der Niederlagen der Konkurrenz der Titelverteidiger
Olimpija Ljubljana mit einem 2:1-Sieg gegen Drava Ptuj, die nun nur noch
einen Punkt Vorsprung vor dem Tabellenletzten aufweisen können, da
dem NK Sentur im Abstiegsknüller bei HIT Nova Gorica ein 1:1 gelang.
Damit rutscht Nova Gorica wieder auf einen Abstiegsrang, da Promorje Ajdovscina
ja gegen den Tabellenführer gewann und dadurch die Abstiegsplätze
erstmal verlassen konnte.
Als am 19. Spieltag die Spieler des TK-EL Stojnci den Platz des Stadions
Pohorje in Ruse wie begossene Pudel verließen, lag dies nur zu einem
kleinen Teil am Nieselregen, der während des gesamten Spiels nicht
aufhören wollte. Vielmehr lag es am Gegner, die an diesem Nachmittag
einen Lauf hatten, wie es sich jeder Trainer nur wünschen kann. Jeder
Schuß ein Treffer, wunderbare Kombinationen, am Ende gewann Pohorje
Ruse mit 6:1 und jeder fragte sich, wie dieses Team überhaupt in den
Abstiegskampf hatte abrutschen können. Seit dem Pokalsieg der Saison
2001’3 war dieses Team praktisch nicht mehr richtig in Erscheinung getreten,
war die graue Maus der Liga. Und nun eine solche Vorstellung. Dabei wurde
hinter den Kulissen bereits über eine Ablösung des Trainers Holger
Mey spekuliert. Natürlich wurde auch in anderen Stadien an diesem
Tage Fußball gespielt. Tabellenführer Tabor Sezana gelang endlich
mal wieder ein Sieg, 2:1 gegen Potrosnik Beltinci, der Tabellenzweite,
Autoplus Korte Izola, konnte seine Platzierung mit einem mageren 1:1 gegen
Promorje Ajdovscina immerhin verteidigen, und der Tabellendritte, Olimpija
Ljubljana rutschte nach einem 1:3 gegen Korotan Prevalje auf den sechsten
Platz ab. Prevalje übernahm den dritten Tabellenplatz. Überraschender
als die Niederlage von Ljubljana jedoch war die Schlappe des bisherigen
Tabellenvierten, Rudar Velenje. Das Team von Trainer Andreas Kochsrach
unterlag beim Tabellenschlußlicht NK Sentjur mit 1:2. Für
Sentjur war es der erste Sieg nach 11 Spielen ohne dreifachen Punktgewinn.
Damit gelang der Sprung auf Platz 17, neues Schlußlicht ist Aufsteiger
Drava Ptuj, die zuhause gegen ein wiedererstarktes Branik Maribor mit 0:1
unterlagen. Maribor kletterte durch diesen Sieg in der Tabelle übrigens
auf den fünften Platz, punktgleich mit dem neuen vierten, NK Zarica.
Am 20. Spieltag konnte das Team des NK Sentjur sein wiedergewonnenes
Selbstbewußtsein gleich in Punkte umwandeln. Im Auswärtsspiel
beim NK Koper gelang ein 2:1-Sieg, damit wurde nicht nur der Abstand auf
das rettende Ufer auf zwei Punkte verkürzt, sondern gleichzeitig der
Gegner Koper mit in den Abstiegssumpf hineingerissen. Koper rutscht nach
diesem Spiel auf den 16. Tabellenplatz, da der bisherige 16., HIT Nova
Gorica, überraschend bei Rudar Velenje mit 2:0 gewann. Auf Platz 18
gerät Drava Ptuj immer mehr in die Gefahr, gleich wieder in die zweite
Liga runter zu müssen. Trotz eines Punktgewinns mit dem 1:1 bei Nafta
Lendava beträgt der Abstand zum letzten Nicht-Abstiegsplatz bereits
sechs Punkte. An der Tabellenspitze konnte das Verfolgerfeld an diesem
Spieltag wieder etwas Boden auf den Führenden gut machen. Tabor Sezana
kam nur zu einem 1:1-Unentschieden bei TK-EL Stojnci, somit konnte der
Tabellenzweite Autoplus Korte Izola, mit einem Sieg bei Potrosnik Beltinci
den Rückstand wieder auf drei Punkte schrumpfen lassen. Wieder auf
Rang drei geklettert ist Olimpija Ljubljana nach einem 2:1-Sieg gegen ein
Pohorje Ruse, bei dem von der Herrlichkeit des vorigen Spieltags nichts
mehr zu sehen war. Für Trainer Holger Mey war dieses Spiel gleichzeitig
der Abschied bei Pohorje Ruse. Ein sicherlich finanziell nicht gerade attraktives
Angebot aus der zweiten Liga Griechenlands machte den Absprung für
den umstrittenen Trainer leichter und so einigte man sich mit der Vereinsführung
auf eine Vertragsauflösung. Ein neuer Trainer soll noch vor dem nächsten
Spieltag gefunden werden.
Im Viertelfinale des slowenischen Pokalwettbewerbs bewies TK-EL Stojnci
erneut, daß die deutliche Niederlage am 19. Spieltag nur ein Ausrutscher
war. Nach dem 1:1 am 20. Spieltag gegen den Tabellenführer gelang
diesmal ein 1:1 beim Tabellenvierten Korotan Prevalje. In der Verlängerung
konnten dann sogar noch zwei Treffer erzielt werden, so daß Stojnci
ins Pokalhalbfinale einzog. Relativ leicht gelang der Halbfinaleinzug für
Potrosnik Beltinci. Das Team von Trainer Christian Wildner hatte im Spiel
gegen NK Koper keine Probleme und siegte sehr souverän mit 5:1. HIT
Nova Gorica verwies den letzten noch verbliebenen Zweitligisten NK Vrhnika
mit 1:0 aus dem Wettbewerb. Doch der größte Knaller stand diesmal
in Izola auf dem Programm. Autoplus Korte Izola gegen Tabor Sezana, Pokalsieger
2001’4 gegen den Pokalfinalisten des Vorjahres, der aktuellen Tabellenzweite
gegen den Tabellenführer, eine spannendere Partie war kaum vorstellbar.
Die 1:0-Führung der Gastmannschaft konnte Izola noch vor der Halbzeit
ausgleichen. Nach der Halbzeit lief das Heimteam in einen Konter und kassierte
das 1:2. Trainer Venzlaff setzte nun alles auf eine Karte und beorderte
seine ganze Truppe nach vorne, was das 1:3 zur Folge hatte. Nach dem Spiel
erklärte ein etwas zerknirschter Izola-Trainer Andreas Venzlaff, man
habe dem Publikum immerhin etwas geboten und werde sich nun voll auf die
Meisterschaft konzentrieren können. Das ganze Interview lesen sie
weiter unten.
In der Champions-League wollte Olimpija Ljubljana an diesem Wochenende
in den Rückspielen der Gruppenphase den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale
perfekt machen. Und der Auftakt gelang vielversprechend. Im Auswärtsspiel
beim direkten Konkurrenten, dem tschechischen Meister FC Synot Mesto, gelang
ein 1:1. Da auch der FC Dundee bei den Queens Park Rangers 1:1 spielte,
stand der schottische Vizemeister gemeinsam mit Ljubljana und Synot Stare
Mesto mit 7 Punkten da. Die Queens Park Rangers hatten mit einem einzigen
Punkt wohl keine Chance mehr, die nächste Runde zu erreichen, dennoch
konnten sie das Zünglein an der Waage sein. Olimpija gelang im Spiel
gegen den englischen Vizemeister am 5. Spieltag dann ein 2:1-Efolg und
hielt sich damit weiter auf Platz zwei hinter dem punktgleichen Tabellenführer
FC Dundee, aber immerhin schon drei Punkte vor dem Tabellendritten FC Synot
Stare Mesto. Im abschließenden Heimspiel gegen den FC Dundee brauchte
also nur noch ein Punkt her, um auf jeden Fall die nächste Runde zu
erreichen. Doch Ljubljana strauchelte, unterlag im heimischen Stadion mit
1:2 und mußte nun darauf hoffen, daß der FC Synot Stare Mesto
bei der bereits ausgeschiedenen Mannschaft der Queens Park Rangers nicht
höher als mit zwei Toren Unterschied gewann. Die Kunde aus London
verbreitete sich wie ein Lauffeuer, die Rangers haben sich nicht aufgegeben,
sondern für ihre Ehre gekämpft und mit 2:1 gewonnen. Damit erreichte
Olimpija Ljubljana also das Achtelfinale. Dort trifft man nun auf einen
richtig harten Brocken, den spanischen Meister Rayo Vallecano.
Interview mit Andreas Venzlaff, Trainer bei Autoplus Korte Izola
Slowenien News: Herr Venzlaff, Sie sind mit Ihrem Team im ¼
Finale gegen Tabor Sezana ausgeschieden, wir bitten Sie um eine Analyse.
A.Venzlaff : Es war doch ein Interessantes
Spiel, wo die Zuschauer voll und ganz auf Ihre Kosten gekommen sind.
Slowenien News : Ein paar Worte zu dem Spielverlauf.
A.Venzlaff: Ein Fehler in unser Abwehr nutzte
der Torjäger von Tabor Sezana eiskalt aus, wir haben dann den Druck
etwas erhöht und mehr Spielanteile gehabt, deswegen war der Ausgleich
zur Pause mehr als verdient. Nach der Pause wollten wir Tabor Sezaná
noch mehr unter Druck setzen und haben uns dann einen Konter eingefangen.
10 min. vor Schluss haben wir alles auf eine Karte gesetzt und unseren
Libero aufgelöst, ob wir nun 3:1 oder 2:1 verlieren ist egal, aber
wir wollten auf jeden Fall noch die Verlängerung erreichen.
Slowenien News: Machen Sie sich Sorgen, daß die Mannschaft
die Niederlage im Pokal aus der Bahn wirft?
A.Venzlaff : Nein warum? Gegen den aktuellen
Tabellenführer zu verlieren ist möglich. Meine Mannschaft hat
aufopfernd gekämpft. Wir stehen in der Meisterschaft nur 3 Punkte
hinter Tabor auf dem 2. Platz., und Tabor muss noch einmal zu uns kommen.,
es ist also noch alles möglich, ich hoffe nur das mein Team die jetzige
Leistung noch lange halten kann.
Heiner Zimmermann |
 |
| Tabor Sezana
obenauf
11.04.02 - Der Tabellenvierte Tabor Sezana machte sich die Punktverluste
der Konkurrenten zu nutze und kletterte nach einem 3:2-Sieg nach dem 13.Spieltag
auf den zweiten Tabellenplatz bei nur einem Punkt Rückstand auf die
Tabellenspitze, da das Führungstrio komplett Remis spielte. Tabellenführer
Korotan Prevalje mußte sich überraschend mit einem 3:3 beim
Vorletzten, HIT Nova Gorica, begnügen. Das bisher auf Platz drei gelegene
Team von Rudar Velenje erreichte nur ein 2:2 vor eigenem Publikum gegen
Drava Ptuj und der bisherige Zweitplatzierte Autoplus Korte Izola kam zu
einem 3:3 bei NK Mura Sobota. Autoplus Korte Izola ist übrigens der
letzte Meister, bevor Olimpija Ljubljana zum Höhenflug ansetzte und
die Liga scheinbar nach belieben dominierte. Doch diese Ära ist offensichtlich
endgültig beendet, am 13. Spieltag setzte es mit dem 0:2 beim Aufsteiger
TK-EL Stojnci bereits die fünfte Saisonniederlage. Zum Vergleich:
Im Vorjahr verlor Olimpija in der ganzen Saison lediglich fünf Spiele.
Der größte Coup dieses Spieltags gelang dem NK Koper. Das Tabellenschlußlicht
bezwang mit einer glänzenden Leistung den Gegner Brda Bobrovo mit
4:1 und katapultierte sich damit gleich auf Rang 13. Da ja, wie bereits
erwähnt, auch der Tabellenvorletzte HIT Nova Gorica punkten konnte,
ziert nun Promorje Ajdovscina nach einer 1:2-Heimniederlage gegen ein wiedererstarktes
Nafta Lendava das Tabellenende. Das Kellerduell NK Sentjur gegen Pohorje
Ruse endete mit einem 3:3, damit ist Sentjur nun 15., Pohorje Ruse rutscht
sogar auf einen Abstiegsplatz.
Doch bereits am 14. Spieltag sollte sich das Blatt wenden. Pohorje Ruse
gelang mit einem 2:1-Sieg gegen HIT Nova Gorica der Sprung auf Rang 13,
dafür rutschte NK Sentjur nun nach einem 2:3 gegen den Tabellenzweiten
Tabor Sezana auf Platz 16. Doch dieser Sieg reichte Sezana nicht zur Übernahme
der Tabellenführung, denn auch der Tabellenführer gewann im Spitzenspiel
gegen den Vierten Rudar Velenje mit 3:2. Der Dritte, Autoplus Korte Izola,
kam dagegen nur zu einem 3:3 gegen den starken Aufsteiger NK Zarica. Der
Titelverteidiger Olimpija Ljubljana gibt mit dem 3:2-Sieg gegen NK Mura
Sobota mal wieder ein Lebenszeichen von sich, doch mit sechs Punkten Abstand
auf die Tabellenspitze und dem derzeitigen siebten Tabellenplatz kann der
slowenische Champions-League-Teilnehmer die dritte Meisterschaft in Folge
wohl abschreiben.
Es sei denn, sie bekommen doch noch die Kurve und wer am 15. Spieltag
das Auswärtsspiel bei Branik Maribor gesehen hat, wird dieses Team
sicher noch nicht abschreiben. Mit einer grandiosen Leistung wurde dieses
Spiel am Ende deutlich und verdient mit 4:1 gewonnen. Hinzu kommt, daß
die neuen Meisterschaftsanwärter weiterhin nicht souverän genug
auftreten. Diesmal unterlag Korotan Prevalje mit 1:3 bei NK Koper und mußte
an der Tabellenspitze nun Platz machen für Tabor Sezana, die mit 3:1
bei HIT Nova Gorica gewannen. Auch der bisherige Dritte, Autoplus Korte
Izola, zog mit einem 3:1 bei NK Sentjur in der Tabelle an Prevalje vorbei.
Den höchsten Sieg an diesem Spieltag konnte jedoch Rudar Velenje feiern.
Mit 4:0 wurde Pohorje Ruse nach Hause geschickt. Am Tabellenende hat sich
im Abstiegsknüller Promorje Ajdovscina mit einem 3:2 gegen Drava Ptuj
aus dem Keller geschossen. Das Team von Trainerin Jasmin Jurrack liegt
nun immerhin auf Rang 15, einen Platz wie auch einen Punkt vor dem Gegner
Ptuj. Das Tabellenende zieren nach dem 15. Spieltag NK Sentjur und HIT
Nova Gorica.
Ein wahres Schützenfest lieferte der Tabellenführer Tabor
Sezana am 16. Spieltag ab. Mit 5:1 wurde der Tabellenvierte Rudar Velenje
bezwungen. Mit diesem Sieg baute der Altmeister nicht nur seine Tabellenführung
auf 4 Punkte aus, er hat nun auch eine um 6 Treffer bessere Tordifferenz
als der neue Tabellenzweite Korotan Prevalje, der mit einem 3:3 gegen Promorje
Ajdovscina an dem bisherigen Zweiten Autoplus Korte Izola vorbei zog. Izola
blamierte sich an diesem Spieltag im Heimspiel gegen den Tabellenletzten
HIT Nova Gorica und verlor am Ende nicht unverdient mit 1:3. Mit diesem
Erfolg schoß Nova Gorica gleich wieder raus aus dem Keller und belegt
nun den 15. Tabellenplatz vor dem punktgleichen Team von Promorje Ajdovscina.
Zwei Punkte dahinter liegt nach einer 2:3-Heimniederlage gegen Potrosnik
Beltinci der Aufsteiger Drava Ptuj. Neues Schlußlicht nach diesem
Spieltag ist nun NK Sentjur.
Im Pokal stand an diesem Wochenende das Achtelfinale auf dem
Programm. Hier setzte sich unter anderem das Führungstrio der ersten
Liga durch, doch während Autoplus Korte Izola (4:1 gegen Drava Ptuj)
und Tabor Sezana (4:2 gegen Nafta Lendava) ihre Spiele gegen Ligakonkurrenten
souverän gewannen, konnte sich Korotan Prevalje erst in der Verlängerung
mit 3:2 beim derzeitigen Zweiten der Zweiten Liga, Zeleznicar Maribor,
durchsetzen. Auch sonst, gab es fas ausschließlich Favoritensiege,
lediglich in dem Duell der Kellerkinder der zweiten Liga zwischen Elan
Novo Mesto und NK Vrhnika sowie im Duell zwischen Erstliga-Kellerkind HIT
Nova Gorica und Zweitliga-Aufstiegsaspirant NK Dravograd war vor den Spielen
kein eindeutiger Favorit auszumachen. Während HIT Nova Gorica den
Gegner Dravograd von Beginn an kontrollierte und am Ende souverän
mit 4:1 gewann, barg das Spiel der Zweitligaabstiegskandidaten wohl die
meiste Spannung dieser Pokalrunde. Am Ende siegte NK Vrhnika glücklich
mit 2:1 und ist nun der einzige Zweitligavertreter im Pokal-Viertelfinale
der aktuellen Saison.
In der Champions-League schaut ganz Slowenien in diesen Wochen
auf Olimpija Ljubljana, die bereits zum zweiten Mal in Folge die CL-Gruppenspiele
erreichten. Zum Auftakt durfte im heimischen Bezigrad-Stadion der tschechische
Meister FC Synot Stare Mesto empfangen werden. Mit dem 3:1-Sieg zeigten
das slowenische Team gleich seine Ambitionen, dieses Mal die Gruppenspiele
zu überstehen. Als nächstes folgte eine Reise nach Nordwestlondon
zum englischen Vizemeister Queens Park Rangers. Vor einigen Jahren, damals
gerade als Aufsteiger aus der zweiten Liga gekommen, errang dieses Team
sogar die englische Meisterschaft. Mittlerweile ist das Team in Englands
Eliteliga etabliert, mußte aber verletzungsbedingt auf einige Stars
verzichten. So hatte Olimpija leichtes Spiel und gewann am Ende mit 4:0.
Im letzten Spiel ging es zum wohl erfolgreichsten und wohl auch stärksten
Team dieser CL-Gruppe, dem FC Dundee. Jedoch liegen die beiden Meisterschaften
für den aktuellen schottischen Vizemeister bereits lange zurück,
und auch der letzte Titel, der schottische Pokalsieg 2001/1 ist bereits
sechs Spielzeiten her. Dennoch hat Trainer Bernd Hauck eine starke Truppe,
die an diesem Tage auch dem slowenischen Spitzenteam Olimpija Ljubljana
im Dens Park Stadium deutlich die Schranken aufwies und mit 3:0 gewannen.
Dennoch brauchen die Hauptstädter sich bisher in der CL nicht zu verstecken
- nach vier Siegen in vier Spielen in der Qualifikation steht man nun nach
der Hinrunde der Gruppenspiele mit zwei Siegen aus drei Spielen auf dem
zweiten Tabellenplatz. Zudem hat man gegenüber den Hauptkonkurrenten
FC Synot Stare Mesto und FC Dundee noch den Vorteil, noch zweimal zu Hause
antreten zu dürfen.
Der Nationalmannschaft gelang in dieser Saison der zweite Auswärtssieg
in der Super Euro League. Die von Trainer Scheffler angekündigte Taktik-Änderung
machte sich bereits am 7.Spieltag bezahlt, das slowenische Team gewann
mit 2:1 in der Schweiz. Auch das zweite Spiel an diesem Wochenende mußte
auf fremdem Platz bestritten werden. Am 8.Spieltag setzte es für die
Slowenen in Weißrussland eine 0:1-Niederlage. Dafür konnte in
der Balkan-Liga am dritten Spieltag der zweite Erfolg gefeiert werden.
Mit 3:2 gewann das slowenische Team in Skopje gegen Jugoslawien und liegt
in der Tabellen nun auf Rang drei, punkt- und torgleich mit Gastgeber Mazedonien.
Wilde Spekulationen gibt es über die Lage beim Titelverteidiger Griechenland.
Das in der Vorsaison in der Balkan-Meisterschaft ungeschlagene Team ziert
derzeit nach drei Niederlagen das Tabellenende.
Heiner Zimmermann |
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| Tabellenführer-wechsel-Dich-Festspiele
04.04.02 - Bei Nafta Lendava musste Trainerin Nadja Wegl nach
nur 14 Spieltagen wieder gehen. Das Präsidium erklärte, es gäbe
differenzen im Bereich der Spielerführung, die trotz mehrfacher Versuche
nicht zu beseitigen waren. Als Nachfolger wurde Marcel Lomott verpflichtet.
Lomott war zuletzt Trainer bei Cukaricki Belgrad in der zweiten Liga Jugoslawiens
und gilt als noch recht unbeschriebenes Blatt. Sein Debüt verlief
mit dem 2:2 gegen NK Sentjur durchwachsen. Im Spitzenspiel des 9. Spieltages
traf der aktuelle Tabellenführer Rudar Velenje auf den zweimaligen
Meister Olimpija Ljubljana. Dabei zeigte der Spitzenreiter, dass er zu
Recht derzeit ganz oben steht, mit einer beeindruckenden Leistung fertigte
man das Hauptstadt-Team mit 3:0 ab. Dennoch konnte man die Tabellenführung
mit diesem Sieg nicht weiter ausbauen, da auch die Verfolger Autoplus Korte
Izola (3:1 gg. Drava Ptuj) und Korotan Prevalje (nach einem 1:0-Sieg bei
Tabor Sezana nun auf Rang drei mit zwei Punkten Rückstand auf das
Führungsduo) ihre Spiele gewinnen konnten. Als einzige Mannschaft
des bisherigen Führungsquartetts musste NK Mura Sobota eine Niederlage
hinnehmen. Das Team von Trainer Jens Osmer verlor im Heimspiel gegen Pohorje
Ruse mit 2:3. Im Abstiegskampf rückt das Feld zusammen. Im direkten
Abstiegsduell bezwang der bisherige Tabellenvorletzte NK Koper den derzeit
trainerlosen Aufsteiger TK-EL Stojni, und verließ mit diesem Sieg
die Abstiegsplätze. Da Brda Bobrovo mit dem 1:1 bei NK Zarica punktete
und HIT Nova Gorica mit 2:1 gegen Branik Maribor gewann, rutschte Stojni
sogar auf den letzten Tabellenplatz ab. Wie eng es im Tabellenkeller zugeht,
zeigt die Tatsache, dass TK-EL Stojni lediglich einen Punkt Rückstand
auf einen Nicht-Abstiegsplatz hat.
Ein schwarzer Tag für das Führungsduo war der 10. Spieltag.
Tabellenführer Rudar Velenje verlor mit 0:2 bei Branik Maribor. Der
Tabellenzweite Autoplus Korte Izola machte es auch nicht viel besser und
unterlag mit 1:2 bei Korotan Prevalje, die mit diesem Sieg die Gunst der
Stunde nutzten und sich nach fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen
an die Tabellenspitze setzten. Auf dem vierten Tabellenplatz steht weiterhin
NK Mura Sobota, die ein 2:2 bei Potrosnik Beltinci erkämpften. Auf
Platz fünf findet man bereits den Meister der vergangenen beiden Jahre,
Olimpija Ljubljana. Das Team steckt derzeit in einer Krise, offensichtlich
fällt es den Spielern in dieser Saison schwer, sich neben der Champions-League
noch für die Liga zu qualifizieren. Dennoch gelang an diesem Spieltag
ein glücklicher 3:2-Sieg gegen Abstiegskandidat NK Koper. Das Team
aus dem Südwesten liegt nun auf dem ersten Abstiegsrang, punktgleich
mit dem fünfzehnten, Nafta Lendava, die unter dem neuen Trainer Lomott
mit 1:3 gegen HIT Nova Gorica unterlagen. Nova Gorica hat nach vier Siegen
aus den letzten fünf Spielen die Abstiegsränge erst mal verlassen.
Dort findet man neben dem NK Koper derzeit die beiden Aufsteiger Drava
Ptuj und TK-EL Stojni, die beide ihre Heimspiele an diesem Spieltag nicht
gewinnen konnten.
Erneuter Wechsel an der Tabellenspitze nach dem 11. Spieltag. Tabellenführer
Korotan Prevalje unterlag mit 2:3 beim starken Aufsteiger NK Zarica, die
jetzt bereits Platz fünf der Tabelle belegen. Der Tabellenzweite Rudar
Velenje unterlag an diesem Spieltag völlig überraschend im Heimspiel
gegen Nafta Lendava mit 2:3. Trainer Lomott hatte diesmal offenbar den
richtigen Punkt bei seinen Spielern gefunden. Die Niederlagen der beiden
Führenden nutzte das Team von Autoplus Korte Izola gnadenlos aus und
übernahm mit einem 3:1 gegen Pohorje Ruse nun die Tabellenführung.
Platz vier eroberte an diesem Spieltag Tabor Sezana nach einem 2:1-Sieg
beim bisherigen Vierten Mura Sobota. Die überragende Mannschaft der
vergangenen zwei Spielzeiten, Olimpija Ljubljana, findet sich nach einem
1:1 bei Promorje Ajdovscina nun auf Rang sechs wieder. Im Tabellenkeller
hat sich auch an diesem Spieltag wieder einiges getan. Mit einem grandiosen
4:2-Sieg bei NK Sentjur hat sich Drava Ptuj erst mal aus dem Tabellenkeller
entfernt. Dort trifft man auf Platz 16 nun wieder auf HIT Nova Gorica,
die die guten Leistungen der letzten Spiele mit einer sehr schwachen Vorstellung
bei der 0:1-Heimniederlage gegen Brda Bobrovo wieder zunichte machten.
Auf Rang 17 liegt nun NK Koper nach einem 2:2 gegen Branik Maribor und
dahinter findet man, bereits mit zwei Punkten Abstand auf den Rest des
Feldes, TK-EL Stojni nach einem 1:1 bei Potronik Beltinci. Offensichtlich
fehlt bei diesem Team eine Führungsperson, die den Spielern sagt,
wo es lang geht.
Doch deshalb sollte man Stojni keinesfalls unterschätzen. Diesen
Fehler beging am 12. Spieltag NK Mura Sobota und wurde mit 3:0 bitter bestraft.
Der TK-EL Stojni katapultierte sich mit diesem Sieg gleich auf Rang 13
hoch, denn auch wenn man bereits zwei Punkte Rückstand hatte, so lagen
doch die anderen Teams davor recht dicht beieinander. Neues Schlusslicht
ist NK Koper nach einer 0:3-Niederlage bei Nafta Lendava. Dort bekommt
Neutrainer Marcel Lomott sein Team offensichtlich immer besser in den Griff
und hat es nun bereits auf den achten Rang der Tabelle geführt, einen
Rang hinter Branik Maribor, die an diesem Spieltag den Gegner Promorje
Ajdovscina mit 3:2 auf die Abstiegsränge schossen. An der Tabellenspitze
geht das Führung-wechsel-Dich-Spielchen weiter. Da der Tabellenerste
Autoplus Korte Izola an diesem Spieltag mit 1:2 beim Tabellenvierten Tabor
Sezana unterlag, rutschte Korotan Prevalje nach einem 3:1 gegen NK Sentjur
wieder an die Spitze. Doch auch das scheint nicht von bleibender Tendenz,
denn punktgleich mit dem Tabellenzweiten aus Izola liegt der Tabellendritte
Rudar Velenje nach einem 2:1-Auswärtssieg nun wieder nur noch einen
Punkt hinter dem Tabellenführer und wird im kommenden Heimspiel versuchen,
nun seinerseits wieder die Führung zu übernehmen. Zwei Punkte
hinter Velenje versucht Tabor Sezana auf Rang vier, in das Konzert der
großen Drei einzudringen. Wiederum zwei Punkte dahinter lauert ein
Trio auf seine Chance, zunächst mal Sezana abzufangen: Auf Platz fünf
liegt dort der sehr starke Aufsteiger NK Zarica (2:2 bei Pohorje Ruse),
auf Rang sechs Olimpija Ljubljana (2:2 gg. Potrosnik Beltinci und auf Rang
sieben, wie bereits erwähnt, Branik Maribor. Es bleibt also spannend
in Sloweniens Elite-Liga.
In der Champions-League zeigte Olimpija Ljubljana, was sie wirklich
können. Der walisische Champion Welshpool Town wurde im Hinspiel in
Wales mit 2:
1 bezwungen. Und auch im Rückspiel in der slowenischen Hauptstadt
ließ Olimpija beim 3:2-Sieg nichts mehr anbrennen. Damit erreicht
erstmals ein slowenischer Vertreter zum zweiten Mal die Gruppenspiele der
Champions-League. Im UEFA-Cup hingegen sieht es aus slowenischer Sicht
mal wieder böse aus
. Der letzte verbliebene Vertreter aus Slowenien, Potrosnik Beltinci,
trat
in der ersten Hauptrunde gegen IA Akranes aus Island an, und
verlor schon das Hinspiel vor eigenem Publikum deutlich mit 1:3. Im Rückspiel
auf der Insel wurde dann zwar nur mit 1:2 verloren, doch damit war dann
auch der letzte slowenische Vertreter aus dem UEFA-Cup ausgeschieden.
Die slowenische Nationalmannschaft erwischte ein schwarzes Wochenende.
Zum Auftakt gelang am 5. Spieltag der Super-Euro-League immerhin noch ein
1:1 gegen die Ukraine, doch dann folgte am 6. Spieltag eine 2:4-Heimniederlage
gegen starke Engländer, die nach diesem Spiel die Tabellenführung
der Super-Euro-League übernahmen, während die slowenische Nationalmannschaft
auf Platz acht und damit auf einen Abstiegsrang abrutschte. Auch in der
Balkan-Liga erwischte die slowenische Nationalmannschaft alles andere als
einen guten Tag. Mit 1:4 wurde das Duell gegen den Nachbarn Kroatien verloren.
So gerät das Thema Klassenerhalt nicht nur in der Euro-League in den
Blickpunkt.
Heiner Zimmermann |
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| Niederlage
für Olimpija
28.03.02 - 19 Spiele in Folge blieb der Meister der vergangenen
beiden Jahre zuletzt ungeschlagen. An diesem fünften Spieltag der
Saison sollte diese Serie ein Ende haben. Im Spiel beim Tabellenzweiten
unterlag Olimpija Ljubljana mit 1:2, büßte damit zudem noch
die Tabellenführung ein und findet sich nun nur noch auf Rang drei
wieder, denn auch Rudar Velenje ist durch einen 3:2-Sieg gegen NK Koper
an Olimpija vorbeigezogen. Einziges noch ungeschlagenes Team neben Tabellenführer
Autoplus Korte Izola ist nun Tabor Sezana. Der Tabellenvierte schlug am
5. Spieltag Branik Maribor mit 1:0. Weiter auf dem Vormarsch ist der Vizemeister
und Pokalsieger des Vorjahres, Korotan Prevalje. Mit einem 4:1 gegen Brda
Bobrovo landet das Team von Trainer Helmut Delker bereits wieder auf Rang
6. Im Tabellenkeller konnte sich TK-EL Stojni im Aufsteigerduell bei NK
Zarica mit einem 1:0-Sieg von den Abstiegsplätzen entfernen. Das Tabellenende
ziert weiterhin HIT Nova Gorica, nachdem auch das fünfte Spiel der
Saison verloren wurde, diesmal mit 1:2 gegen Promorje Ajdovscina.
Doch auch diese Serie mußte einmal zu Ende gehen und das geschah
am sechsten Spieltag. Auswärts beim UEFA-Cup-Teilnehmer Potrosnik
Beltinci gewann Nova Gorica mit 2:1. Trotz dieses Erfolgserlebnisses bleibt
die rote Laterne jedoch in der westslowenischen Grenzstadt, da selbst der
Vorletzte, Brda Bobrovo, vor diesem Spieltag bereits vier Punkte hatte
und Bobrovo am 6. Spieltag zudem noch einen Punkt beim 1:1 gegen Pohorje
Ruse holte. Auf Rang 16 logiert weiterhin NK Koper nach einem 1:1 gegen
NK Mura Sobota. Den Spielern des Meisters ist die Niederlage am vorigen
Spieltag offenbar auf den Magen geschlagen. Wie sonst ist es zu erklären,
daß das Team im Heimspiel gegen den Aufsteiger NK Zarica kaum Gegenwehr
zeigt und auch dieses Spiel mit 1:2 verliert? Doch die anderen Teams drängen
sich auch nicht gerade an die Spitze. Der bisherige Spitzenreiter Autoplus
Korte Izola verliert bei Branik Maribor mit 1:2 und gibt die Führung
an Rudar Velenje ab, die sich beim 1:1 gegen Promorje Ajdovscina jedoch
auch nicht mit Ruhm bekleckerten. An Olimpija vorbei gezogen auf Platz
drei ist nun Korotan Prevalje nach einem 1:0-Sieg bei Drava Ptuj.
Am 7. Spieltag zeigten die Teams von der Tabellenspitze, warum sie dort
oben stehen. Rudar Velenje hatte beim 2:0-Sieg den Gegner Potrosnik Beltinci
jederzeit im Griff und auch Autoplus Korte Izola hatte trotz der zwei Gegentore
relativ wenig Mühe beim 4:2-Sieg gegen Nafta Lendava. Auf Rang drei
steht nun völlig überraschend NK Sentjur. Das Team von Trainerin
Carlotta Marie nutzte die Schwächephase von Olimpija Ljubljana aus
und schlug den Meister mit 2:1. Olimpija rutscht in der Tabelle auf Rang
acht. Schlechter stand das Team zuletzt am 7. Spieltag der vergangenen
Saison da. Tabellenschlußlicht HIT Nova Gorica gelang der zweite
Sieg, diesmal mit 2:0 gegen TK-EL Stojni, und gibt damit die Rote Laterne
an Brda Bobrovo ab, die trotz ordentlicher Leistung bei Tabor Sezana mit
3:2 verloren.
Doch schon am achten Spieltag sollte Brda Bobrovo das Tabellenende wieder
verlassen. Mit einer hervorragenden Leistung gelang, für alle überraschend,
ein 4:1-Sieg gegen den Tabellenzweiten Autoplus Korte Izola. Duplizität
der Ereignisse in Stojni, wo der Tabellenvorletzte TK-EL Stojni den aktuellen
Tabellenführer Rudar Velenje in ähnlicher Weise mit dem gleichen
Ergebnis aus allen Wolken holte. Damit war der vier Punkte Vorsprung ,
den die beiden Führenden bereits auf den Rest des Feldes herausgespielt
hatten, an einem Spieltag fast aufgebraucht. Nur noch einen Punkt hinter
den beiden lauert nun NK Mura Sobota nach einem 2:0 bei Promorje Ajdovscina.
Zwei Punkte hinter den Führenden liegt Korotan Prevalje nach einem
2:1-Sieg gegen Pohorje Ruse. Am Tabellenende findet man nun übrigens
wieder HIT Nova Gorica. Das Team verlor bei Olimpija Ljubljana mit 3:2.
Damit dürfte die schwarze Serie für Ljubljana wohl beendet sein.
Zumindest fast, denn im Pokal stand an diesem Wochenende das Match gegen
Potrosnik Beltinci auf dem Programm. Die Spieler von Olimpija waren jedoch
mit Ihren Gedanken offenbar schon wieder in der Champions-League und verloren
dieses Spiel mit 1:3. Das Spitzenspiel jedoch fand wohl in Prevalje statt,
wo Titelverteidiger Korotan auf Tabellenführer Rudar Velenje traf.
Nach nervösem Beginn behielt Prevalje am Ende die Oberhand und zieht
nach dem 2:1 in die nächste Runde ein. Insgesamt ziehen zwölf
Erstligisten in die Zweite Runde ein. Fünf der sechs ausgeschiedenen
Erstligisten scheiterten in Duellen gegen andere Erstligisten, nur einem
Zweitligisten gelang eine Überraschung. NK Vrhnika bezwang auswärts
den Erstligisten Promorje Ajdovscina mit 2:1.
In der Champions-League gewann der einzige noch verbliebene slowenische
Vertreter Olimpija Ljubljana das Hinspiel gegen Standard Lüttich mit
1:0. Im Rückspiel in Belgien besannen die Slownenen sich dann Ihrer
Stärken und siegten auch hier, diesmal mit 2:0. Im UEFA-Cup bekam
es der Vizemeister Korotan Prevalje mit dem FC Derry City zu tun. Das Hinspiel
in Irland wurde mit 4:2 verloren, der 3:2-Sieg im Rückspiel reichte
leider nicht ganz, um die nächste Runde zu erreichen. Besser machte
es da Potronsnik Beltinci. Der Meister der Saison 2001/3 gewann auswärts
bei Wisla Krakau mit 1:0. Im Rückspiel reichte gegen die Polen somit
ein 2:2-Unentschieden, um die nächste Runde zu erreichen.
Die Nationalmannschaft gewann das Auftaktspiel der diesjährigen
Balkan-Meisterschaft gegen Bulgarien mit 2:0. In der Super-Euro-League
standen diesmal zwei Heimspiele auf dem Programm. Zunächst gelang
ein 3:1-Sieg gegen die Slowakei. Nach der anschließende 0:3-Niederlage
gegen San Marino wurde von Spieler der slowenischen Nationalmannschaft
das Wochenende selbstkritisch bewertet, was ausgerechnet den als „Quälix
Beinhart" verschrienen Trainer der slowenischen Nationalmannschaft, Siggi
Scheffler, zu der Aussage hinreißen ließ, dieses Wochenende
sei „zufriedenstellend" verlaufen. Ist es wirklich für den erfolgshungrigen
Trainer schon zufriedenstellend, wenn seine Mannschaft nicht mal die Heimspiele
gewinnt oder versucht da nur jemand, von seinem Image als „harter Hund"
loszukommen? Sicher, bei einem Blick auf die Tabelle sieht man die slowenische
Nationalmannschaft auf einem gesicherten fünften Tabellenplatz. Aber
außer der Schweiz (2.) und England (3.) hat kein Team bereits so
viele Heimspiele absolviert wie Slowenien.
Heiner Zimmermann |
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| Nova Gorica
in der Krise
21.03.02 - Erster Tabellenführer der neuen Saison ist überraschend
Abstiegskandidat Brda Bobrovo nach einem 4:2-Sieg gegen Branik Maribor.
Mit jeweils 3:1 gewannen Tabor Sezana (gg. Promorje Ajdovscina) und Vizemeister
Korotan Prevalje (gg. Aufsteiger TK-EL Stojnci) ihre Spiele. Der Meister,
Olimpija Ljubljana, gastierte zum Saisonauftakt beim Zweitligachampion
Drava Ptuj und gewann am Ende mit 2:1. Als einzigem Aufsteiger gelang NK
Zarica ein Sieg, mit 2:1 wurde Rudar Velenje bezwungen. Im Südwest-Derby
gab es keinen Sieger, 2:2 trennten sich Autoplus Korte Izola und NK Koper.
Einziges weiteres Unentschieden am ersten Spieltag war das 1:1 zwischen
Pohorje Ruse und Potrosnik Beltinci.
Im Knüller des zweiten Spieltags mußte der Pokalsieger und
Vizemeister der abgelaufenen Saison, Korotan Prevalje, beim Meister Olimpija
Ljubljana antreten. Mit 3:2 behielt der Meister in diesem Duell die Oberhand
und rangiert nach dem Spiel nun auf Platz zwei der Tabelle. Für Olimpija
war es das siebzehnte Ligaspiel ohne Niederlage in Folge, mit anderen Worten,
der Meister ist umgerechnet eine komplette Halbserie ungeschlagen. Auf
dem Platz an der Sonne steht überraschend NK Zarica, die im Auswärtsspiel
bei NK Koper Offensivfußball der Extraklasse zeigten und mit 5:2
gewannen. Als drittes Team im Bunde ist lediglich noch NK Mura Sobota (2:1
gg. HIT Nova Gorica) ohne Punktverlust. Nafta Lendava verwies das Topteam
des ersten Spieltags deutlich in die Schranken und gewann gegen Brda Bobrovo
mit 4:1. Am Tabellenende finden sich drei Mannschaften noch ohne Punktgewinn
wieder. Neben HIT Nova Gorica verloren auch Promorje Ajdovscina und Zweitliga-Meister
Drava Ptuj beide Spiele.
Autoplus Korte Izola schleicht sich am dritten Spieltag mit einem 3:2
bei Potrosnik Beltinci auf Rang zwei der Tabelle vor. Dem Überraschungsteam
des zweiten Spieltags, NK Zarica, ist beim 5:2-Sieg offenbar die Puste
ausgegangen, man verlor das Heimspiel gegen die bisher noch ohne Punktgewinn
dastehende Mannschaft von Promorje Ajdovscina mit 3:1. Neuer Spitzenreiter
ist, wie eigentlich nicht anders zu erwarten war, Olimpija Ljubljana. Der
Meister der vergangenen zwei Jahre gewann auch das dritte Spiel der neuen
Saison, diesmal mit 2:0 bei Pohorje Ruse. Vizemeister Korotan Prevalje
steckt offenbar in einem kleinen Formtief, im Heimspiel gegen Branik Maribor
gelang lediglich ein 2:2-Unentschieden. NK Koper verlor zum zweiten Male
hintereinander mit 3 Toren Differenz, diesmal mit 1:4 beim NK Sentjur und
rutscht dadurch auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Dahinter findet sich
nur noch der Heimatverein des Präsidenten des slowenischen Fußballverbandes,
HIT Nova Gorica, die nach einer 1:3-Heimniederlage gegen Rudar Velenje
noch ohne jeglichen Punkt bereits jetzt in argen Schwierigkeiten stecken...
...und dies sollte sich auch am vierten Spieltag nicht ändern.
Mit 0:2 unt
erlag man im Kellerduell beim Siebzehnten, NK Koper. Dadurch verließ
Koper die Abstiegsplätze und TK-EL Stojnci rutschte auf den vorletzten
Rang der Tabelle. Der Aufsteiger unterlag im Heimspiel gegen Autoplus Korte
Izola 1:2. Izola gelang durch diesen Sieg, zumindest nach Punkten zum Tabellenführer
aufzuschließen, denn Olimpija Ljubljana erreichte gegen Tabor Sezana
nur ein 2:2. Neuer Tabellendritter ist mit neun Punkten nun Rudar Velenje
nach einem 2:1-Sieg gegen den bisherigen Dritten NK Mura Sobota, die als
vierter nun schon drei Punkte Rückstand auf das Führungsduo haben.
Enorm ersatzgeschwächt trat das Team von Korotan Prevalje in der
ersten Qualifikationsrunde zur Champions-League an. Bereits nach
dem 0:3 im Hinspiel gegen den maltesischen Vertreter Zebbug Rangers war
klar, daß diesmal wohl keine zwei Vertreter aus Slowenien die Gruppenspiel
erreichen würden. Auch im Rückspiel gelang nicht viel und Korotan
unterlag auch vor eigenem Publikum mit 0:1. Nicht viel besser erging es
dem Pokalfinalisten NK Mura Sobota in der UEFA-Cup-Qualifikation, der zwar
im Hinspiel beim AJ Auxerre in Frankreich nur mit 1:2 unterlag, im Rückspiel
jedoch mit 1:4 einen Einbruch erlebte. Der einzige Sieg eines slowenischen
Klubs in dieser ersten Qualifikationsrunde gelang Potrosnik Beltinci. Mit
3:1 gewann das Team von Christian Wildner in Lettland bei Skonto Riga.
Das Rückspiel im eigenen Stadion verloren die Ostslowenen zwar mit
2:3, doch das reichte in der Addition immerhin zum Erreichen der nächsten
Runde.
Die Nationalmannschaft erlebte an diesem Wochenende ein ganz
besonderes Spiel. Das erste Spiel in der Super-Euro-League vor ausverkauftem
Haus im Nationalstadion Bezigrad in Ljubljana und dann auch noch gegen
den frisch gekürten Europameister Israel. Erwartungsgemäß
war dieser Gegner einfach zu stark und die Slowenen unterlagen mit 1:3,
doch feierten die Fans Ihre Mannschaft nach dem Spiel wie nach einem Sieg,
einfach, weil man nun im Konzert der ganz Großen mitwirkte. Und noch
größer wurde die Euphorie, als am zweiten Spieltag sogar der
erste Sieg gelang. Mit 2:1 gewann das Team auf den Faröer-Inseln und
hat damit in der Tabelle erstmal so renommierte Nationen wie Ex-Europameister
Spanien und auch die Engländer hinter sich gelassen. Doch dies alles
ist nur eine Momentaufnahme und der Weg zum Klassenerhalt ist noch lang.
Ein weiteres Erfolgserlebnis gab es im Balkan-Cup, bei dem in der 1. Runde
das Team aus Kroatien in der Verlängerung mit 4:3 bezwungen wurde.
Unsere Nationalmannschaft ist also auf einem guten Weg, hoffen wir, daß
dieser Weg auch von Erfolg gekrönt sein wird.
Heiner Zimmermann |