Slowenien
     

 

 
 
33.-34. Spieltag Izola holt sich den Titel NEU 16.05.02
29.-32. Spieltag Nervenflattern im Meisterschaftsendspurt 09.05.02
25.-28. Spieltag Countdown 02.05.02
21.-24. Spieltag Rudar Velenje mit neuer Kraft 25.04.02
17.-20. Spieltag Nationaltrainer tritt zurück 18.04.02
13.-16. Spieltag Tabor Sezana obenauf 11.04.02
09.-12. Spieltag Tabellenführer-wechsel-Dich-Festspiele 04.04.02
05.-08. Spieltag Niederlage für Olimpija 28.03.02
01.-04. Spieltag Nova Gorica in der Krise 21.03.02

 
 
 
Izola holt sich den Titel

16.05.02 - Nichts war entschieden am vorletzten Spieltag. Noch konnten drei Teams Meister werden und auch im Abstiegskampf durfte noch keiner abgeschrieben werden. Und so wartete die Liga gespannt auf den Auftritt des Tabellenführers beim Abstiegskandidaten HIT Nova Gorica. Würde Izola das Ding diesmal locker und souverän über die Bühne bringen und damit vorzeitig die Meisterschaft erringen oder würde das Nervenflattern an der Tabellenspitze weitergehen? Es ging weiter, Izola verlor bei HIT Nova Gorica, die mit nun 3 Punkten und einer um vier Tore besseren Tordifferenz vor Platz 16 auf dem 13. Platz der Liga lagen. Izola mußte also auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Und der Tabellenzweite Tabor Sezana tat Ihnen den Gefallen. Im Spiel bei
 Rudar Velenje holte man nur ein 1:1-Unentschieden und hatte nun drei Punkte Rückstand auf Platz eins, mußte somit nicht nur im letzten Spiel gewinnen, sondern zudem noch auf eine Niederlage von Autoplus Korte Izola hoffen. Vielleicht würde es diese Saison ja auch einen lachenden Dritten geben? 
Der Titelträger der vergangenen zwei Saisons, Olimpija Ljubljana, besiegte am 33. Spieltag Nafta Lendava mit 2:1 und überholte damit das Team aus Sezana. Lediglich ein Punkt sowie die deutlich schwächere Tordifferenz trennt Olimpija noch von der Spitze. Für Nafta bedeutete diese Niederlage, noch einmal am letzten Spieltag alles geben zu müssen. Lediglich zwei Punkte trennt das Team von Trainer Marcel Lomott von Platz 16. Betrachten wir die Abstiegszone vor dem letzten Spieltag etwas genauer: Auf Platz 15, einen Punkt vor den Abstiegsrängen, liegt derzeit Promorje Ajdovscina nach einer 1:2-Niederlage gegen Korotan Prevalje. Derzeit 16., und damit Absteiger, wäre Aufsteiger NK Zarica, die im Abstiegsknüller beim punktgleichen 17., NK Sentjur, ein 2:2 Unentschieden errangen. Als erster Absteiger steht nach einer 1:2-Niederlage bei Potrosnik Beltinci der Aufsteiger Drava Ptuj fest. Bei vier Punkten Rückstand war auch rechnerisch für den Champion der letztjährigen Zweitligasaison nichts mehr möglich. Doch wer würde Ptuj in die zweite slowenische Liga begleiten? 

Der 34. Spieltag mußte es an den Tag bringen. Der 17., NK Sentjur, kam zu einem 2:2 bei NK Mura Sobota und mußte nun auf Niederlagen für NK Zarica und Promorje Ajdovscina hoffen. Doch diese Hoffnung, sollte sich nicht erfüllen, auch der NK Zarica holte einen Punkt beim 3:3 gegen HIT Nova Gorica. Gebannt wartete nun alles auf das Ergebnis aus Ruse, wo Pohorje gegen Promorje Ajdvoscina gewinnen mußte, damit der NK Zarica erstklassig blieb. Doch das Erfolgsteam der letzten Wochen, das seitdem Trainerwechsel zu Michael Schmitz erst eine Niederlage (2:3 gegen Autoplus Korte Izola) bot an diesem Spieltag eine desolate Leistung und verlor mit 0:2, somit schaffte Promorje den Klassenerhalt und NK Zarica sowie der NK Sentjur werden in der kommenden Saison gemeinsam mit Drava Ptuj in der zweiten Liga spielen. Damit steigen in der Saison 2002’2 gleich zwei Aufsteiger direkt wieder ab. In den vorigen Saison mußte jeweils nur eine Mannschaft den direkten Weg zurück in die Zweite Liga gehen. Zwei Aufsteiger in einer Saison traf es zuletzt in der Saison 2001’4, als Zivila Triglav Kranj und Viator-Vektor Ljubljana als Aufsteiger sofort wieder abstiegen. In der Saison 2001’4 hieß der Meister übrigens Autoplus Korte Izola. Ein gutes Omen? Im letzten Spiel der Saison würde ein Sieg zum Titel reichen. Der Gegner hieß Rudar Velenje und die Fans in Izola feierten ihre Mannschaft schon vor dem Spiel. Lange Zeit tat sich der Tabellenführer schwer gegen einen sehr defensiv eingestellten Gegner. Es wurden zwar viele Chancen rausgespielt, doch im Abschluß stand immer wieder ein Spieler aus Velenje im Weg. Am Ende gewann Autoplus Korte Izola das Spiel glücklich, aber nicht unverdient, mit 1:0 und holte sich somit die zweite Meisterschaft in der Vereinsgeschichte. Den Verfolgern blieb damit nur noch der Kampf um den zweiten CL-Startplatz. Der Tabellenzweite, Olimpija Ljubljana, kam im Auswärtsspiel bei Brda Bobrovo nur zu einem 2:2-Unentschieden, so würde Tabor Sezana bei einem Sieg gegen den NK Koper das Team aus der Hauptstadt noch überholen können. Mit einem ungefährdeten 4:0-Erfolg sicherte sich Sezana Platz zwei und damit die Teilnahme an der CL-Qualifikation, während Olimpija sich in der kommenden Saison mit der UEFA-Cup-Teilnahme begnügen muß. 

Im slowenischen Pokalfinale standen sich die Teams von TK-EL Stojnci und HIT Nova Gorica gegenüber. Nach sehr ausgeglichenen 90 Minuten stand es 1:1. Nachdem es in der Verlängerung keinen weiteren Treffer gab, mußte das El
fmeterschießen entscheiden. Auch hier alles ausgeglichen, die ersten vier Schützen jeder Mannschaft trafen und als der fünfte Schütze von TK-EL Stojnci anlief, wurden bereits Wetten abgeschlossen, wieviele Spieler jeder Mannschaft noch schießen würden, doch der Ball ging hoch übers Tor und so brauchte der letzte Schütze von HIT Nova Gorica nur noch den Ball im Netz zu versenken und das Team könnte den Pokal in die Stadt an der italienischen Grenze mitnehmen. Und er traf, Riesenjubel bei den Anhängern von HIT Nova Gorica, Trauer und Entsetzen bei den Fans von TK-EL Stojnci. 

Die Nationalmannschaft benötigte in den letzten zwei Spielen in der Super-Euro-League unbedingt Siege, um die Klasse zu halten. Am 17. Spieltag ging es gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, Weißrussland. Wieder einmal wurde die Heimschwäche des slowenischen Nationalteams deutlich, trotz ordentlicher Leistung und deutlicher Überlegenheit gelang nur ein 1:1. Bei drei Punkten Abstand und einer um vier Treffer schlechteren Tordifferenz als die Schweiz auf dem besten Nicht-Abstiegsplatz war der Abstieg im letzten Spiel wohl nicht mehr zu vermeiden. Doch statt der befreit aufspielenden Mannschaft sah man im abschließenden Match beim Ex-Euro-League-Champion Spanien eine sehr verkrampft auftretende slowenische Mannschaft, die dieses Spiel verlor. Dennoch kann man über die Saison gesehen den Slowenen in den Auswärtsspielen keinen Vorwurf machen. Der Abstieg wurde in den Heimspielen besiegelt. Mit nur 6 Punkten in neun Heimspielen kann man in keiner Liga die Klasse halten - erst recht nicht in der europäischen Königsliga. Auswärts hingegen hatte das slowenische Team offenbar die nötige Lockerheit, um auch mit den ganz großen Europas mithalten zu können - die zweitbeste Auswärtsbilanz, 13 Punkte aus 9 Spielen, zeigt, daß der Abstieg vermeidbar gewesen wäre. Zum Trost wollte das Team in diesem Jahr die Balkan-Meisterschaft gewinnen. Im Endspiel Erster gegen Zweiter mußte Slowenien gegen den Tabellenführer Bosnien antreten. Doch auch hier versagten den Spielern die Nerven, man verlor mit 1:2 und rutschte noch hinter Gastgeber Mazedonien auf den dritten Platz zurück. Erstmals wurde in dieser Saison in der Balkan-Meisterschaft der Abstieg eingeführt. Es traf den letztjährigen Titelträger Griechenland, der in sieben Spielen nicht einen Punkt holte, mit 9 Treffern die wenigsten in der Liga erzielte sowie mit 20 Treffern die meisten kassierte. 

Die Presseabteilung Slowenien gratuliert allen Gewinnern der abgelaufenen Saison und bedankt sich bei allen Lesern für ihr Interesse. Selbstverständlich sind wir auch in der neuen Saison wieder für sie am Ball.

Heiner Zimmermann

Nervenflattern im Meisterschaftsendspurt

09.05.02 - Spannend ging’s zu im Topspiel der ersten slowenischen Liga am 29. Spieltag der laufenden Saison. Tabellenführer Autoplus Korte Izola traf auf den Dritten, Tabor Sezana. Sezana kämpfte bei bereits fünf Punkten Rückstand in diesem Spiel praktisch um die letzte Chance auf den Titel, bei einer Niederlage konnte man sich wohl aus dem Meisterschaftskampf verabschieden. Dementsprechend gingen sie zu Werke und Izola hielt dagegen. Am Ende erzielten beide einen Treffer und trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden. Wer jetzt gedacht hatte, da schlägt die große Stunde vom Tabellenzweiten, Olimpija Ljubljana, der täuschte sich gewaltig, denn statt mit einem Sieg nun selbst die Tabellenführung zu übernehmen, verloren die Hauptstädter bei Potrosnik Beltinci mit 1:2 und so vergrößterte sich der Abstand zur Spitze auf zwei Punkte. Auch der Tabellenvierte, Korotan Prevalje, konnte aus dem Remis im Spitzenspiel keinen Vorteil erreichen, man verlor beim Vorletzten der Tabelle, NK Sentjur, mit 2:3. Sentjur schaffte mit diesem Sieg den Anschluß an die Nicht-Abstiegsplätze, der Rückstand auf den derzeitigen fünfzehnten, TK-EL Stojnci, beträgt nur noch zwei Punkte. Zwischen diesen beiden liegt derzeit auf Platz 16 Promorje Ajdovscina nach einer 1:2-Heimniederlage gegen Branik Maribor. Der Tabellenletzte, Drava Ptuj, hat nach einem 2:2 bei HIT Nova Gorica kaum noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt. Bei sechs Punkten Abstand zu Platz 15 kann man wohl schon mit den Planungen für die kommende Zweitligasaison beginnen.

Doch noch wird die Hoffnung bei Drava Ptuj nicht aufgegeben, das Auf und Ab erneut mitmachen zu müssen (Ptuj ist nach einem Abstieg in der vorletzten Saison in der vergangenen Saison direkt wieder aufgestiegen). Und dies bewies die Mannschaft am 30. Spieltag. Mit einer engagierten Leistung gelang ein 3:2-Sieg gegen Rudar Velenje. Der Zauber von Velenje-Trainerin Stefanie Barth, die die Mannschaft in den ersten Spielen von Erfolg zu Erfolg führte, ist offensichtlich endgültig vorbei. Statt dessen sorgte ein anderer Trainer nun für Furore. Michael Schmitz, erst seit fünf Spielen als Trainer von Pohorje Ruse im Amt und seitdem kassierte der Abstiegskandidat erst eine einzige Niederlage. Und auch im sechsten Spiel sollte dieser keine weitere Niederlage folgen, Pohorje Ruse gewann gegen den Tabellensiebzehnten, NK Sentjur, mit 3:1. Damit lag Sentjur nur noch einen Punkt vor Drava Ptuj. Beide Teams hatten nun wieder eine reelle Chance auf den Klassenerhalt. Der Abstand zu Platz 15, den nun NK Zarica belegte, betrug nur drei bzw. vier Punkte. NK Zarica verlor übrigens sein Spiel an diesem Spieltag mit 2:1 bei Tabor Sezana. Damit näherte sich das Team von Trainer Ludwig Penzkofer wieder der Tabellenspitze, da die Konkurrenz erneut Nerven im Titelkampf zeigte. So erzielte Tabellenführer Autoplus Korte Izola im Heimspiel gegen NK Mura Sobota erneut nur ein 1:1-Unentschieden und hat nun nur noch drei Punkte Vorsprung vor Sezana. Olimpija Ljubljana enttäuschte noch mehr, der zweimalige slowenische Meister verlor im heimischen Bezigrad-Stadion gegen Abstiegskandidat TK-EL Stojnci mit 1:2 und rutschte in der Tabelle aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter Tabor Sezana zurück. 

Und auch am 31. Spieltag konnte das Team von Olimpija Ljubljana den Negativtrend nicht stoppen. Bei NK Mura Sobota verlor der Titelverteidiger nach einer desolaten Abwehrleistung mit 2:5 und wurde nun sogar vom für den UEFA-Cup qualifizierenden dritten Platz verdrängt, da der bisherige Vierte, Korotan Prevalje, beim weiterhin schwächelnden Rudar Velenje mit 3:1 gewann. Doch auch der Tabellenzweite, Tabor Sezana, zeigte an diesem Spieltag Ne
rven und verlor beim Siebzehnten, NK Sentjur, mit 3:2, damit waren jetzt alle drei Teams punktgleich. Tabellenführer Autoplus Korte Izola dagegen gewann sein Auswärtsspiel bei Aufsteiger NK Zarica souverän mit 3:0 und baute somit den Vorsprung auf die Verfolger auf sechs Punkte aus. Im Abstiegskampf bedeutete diese Niederlage für Zarica das Abrutschen auf den 16. Platz, den Promorje Ajdovscina mit einem 3:1-Sieg gegen Brda Bobrovo verließ. Auf Platz 15 mit bereits zwei Punkten Vorsprung auf Zarica, lag nun HIT Nova Gorica nach einem 2:2 gegen Pohorje Ruse. Der 17., NK Sentjur, war nun bereits punktgleich mit Zarica. Lediglich Drava Ptuj darf nach dem 1:2 bei NK Koper und einem Abstand von sechs Punkten zu einem Nichtabstiegsplatz bereits die Koffer packen. 

Oder doch nicht? Mit einem 1:0-Sieg am 32. Spieltag gegen den direkten Konkurrenten Promorje Ajdovscina kämpfte sich Drava Ptuj noch einmal heran. Zu gute kam dem Schlußlicht dabei, daß von der direkten Konkurrenz keiner gewinnen konnte. Drava Ptuj hatte zwei Runden vor Schluß nun nur noch drei Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Für die anderen beiden derzeit auf den Abstiegsrängen platzierten Teams, NK Sentjur und NK Zarica, betrug der Abstand zu Platz 15 (HIT Nova Gorica) nur noch einen Punkt. Nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun hat Pohorje Ruse. Die Verpflichtung von Trainer Michael Schmitz erweist sich mehr und mehr als Volltreffer. Überraschend deutlich schlug Pohorje an diesem Spieltag den Konkurrenten Rudar Velenje mit 4:0. Schmitz führte das Team in den acht Spieltagen seiner Amtszeit von Platz 14 auf Platz sieben der Tabelle. In der Meisterschaft biegen die Teams nun auf die Zielgerade ein. Angeführt von Autoplus Korte Izola, denen am 32. Spieltag ein Sieg gegen den Abstiegskandidaten NK Sentjur reichen würde, um die zweite Meisterschaft der Vereinsgeschichte zu feiern. Doch erneut zeigte sich eine Mannschaft im Titelrennen nervös und so gelang dem hohen Favoriten nur ein 1:1-Remis, bereits das dritte Heimspiel in Folge, das Izola nicht gewinnen konnte. So mußte man nun auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen, um nun schon die Meisterschaft perfekt zu machen. Doch diesen Gefallen taten die Verfolger dem Tabellenführer nicht. Tabor Sezana gewann mit 2:1 gegen HIT Nova Gorica und Olimpija Ljubljana ist nach einem klaren 4:1-Sieg gegen Branik Maribor wieder im Geschäft, lediglich Korotan Prevalje verabschiedete sich mit einer 0:3-Heimniederlage gegen NK Koper aus dem Titelrennen. Der Titelkampf ist also nun ein Dreikampf, von denen Izola momentan die besten Karten hat, da ein Sieg aus den letzten zwei Spielen reicht, um den Titel sicher zu haben. Tabor Sezana und Olimpija Ljubljana hingegen dürfen nicht nur nach oben schauen, sondern müssen gleichzeitig noch die Verfolger im Blick haben, um nicht am Ende sogar die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb zu verpassen. 

Volles Programm für die slowenische Nationalmannschaft im Abstiegskampf der Super Euro League. Gleich vier Spiele standen in diesem Wettbewerb am vergangenen Wochenende auf dem Plan, da vor zwei Wochen ja sämtliche Länderspiele abgesagt wurden. Am 13. Spieltag verbeugte sich die slowenische Nationalmannschaft vor Ihrem großen Trainer Siggi Scheffler und dankte ihm für seinen Rücktritt vom Rücktritt mit einem 4:1-Sieg in San Marino. Damit konnte wieder zu den Konkurrenten im Abstiegskampf aufgeschlossen werden. Am 14. Spieltag reichte es im Heimspiel gegen die Ukraine nur zu einem unglücklichen 2:2, der Abstand von drei Punkten zum ersten Nicht-Abstiegsplatz konnte jedoch gehalten werden. Der 15. Spieltag brachte eines der größten Spiele der slowenischen Nationalmannschaft: Mit 4:2 wurde das Team aus England auf der britischen Insel bezwungen. Damit wurde erstmals seit dem 10. Spieltag der letzte Platz in der SEL verlassen. Doch die darauffolgende peinliche 2:3-Heimniederlage gegen die Schweiz bedeutete am 16. Spieltag die erneute Übernahme der roten Laterne. In den letzten zwei Spielen der Saison sind, bei drei Punkten Rückstand aufs rettende Ufer, zwei Siege Pflicht, um auch weiterhin in der SEL vertreten zu sein. Wesentlich besser läuft es da für das slowenische Nationalteam beim Balkan-Cup. Zwar wurde am vorletzten Spieltag gegen den Gastgeber Mazedonien in Skopje die zweite Niederlage der laufenden Saison kassiert, dennoch liegt Slowenien in der Tabelle punktgleich mit Tabellenführer Bosnien nur aufgrund der weniger erzielten Treffer auf Platz zwei. Im abschließenden Spiel kommt es somit zum großen Finale, denn für den siebten Spieltag ist im Spielplan ausgerechnet das Duell Bosnien gegen Slowenien vorgesehen. Wer auch immer dieses Finale gewinnt, ist der Sieger der diesjährigen Balkan-Meisterschaft, lediglich bei einem Unentschieden haben noch andere Teams eine theoretische Chance auf den Titel. 

Heiner Zimmermann

Countdown

02.05.02 - Der Countdown in der slowenischen Liga läuft. Noch genau zehn Spieltage sind in dieser Saison zu absolvieren und es bleibt weiterhin spannend. 

Tabellenführer bleibt nach einem mühsamen 3:2-Erfolg gegen das abgeschlagene Schlußlicht Drava Ptuj das Team von Tabor Sezana. Doch nur einen Punkt dahinter lauert als neuer Zweiter nun Autoplus Korte Izola auf seine Chance. Der Double-Gewinner der Saison 2001’4 gewann gegen Brda Bobrovo mit 2:1 und überholte damit den Champion der letzten beiden Saisons, Olimpija Ljubljana, die beim Abstiegskandidaten HIT Nova Gorica überraschend deutlich mit 1:4 verloren. Das Hauptstadtteam hat nun zwei Punkte Rückstand auf den zur CL-Quali-Teilnahme berechtigenden zweiten Tabellenplatz, aber auch zwei Punkte Vorsprung auf den vierten Platz. Dort hat sich nun nach einem 3:1-Sieg gegen Aufsteiger TK-EL Stojnci Rudar Velenje festgesetzt. Die Erfolgsstory der neuen Trainerin Stefanie Barth geht also weiter, auch im fünften Spiel bleibt das Team unter ihrer Regie ungeschlagen. Eine ähnliche Erfolgsstory strebt der erst vor diesem Spieltag neu ernannte Trainer von Pohorje Ruse, Michael Schmitz, an. Schmitz kam vom damaligen Tabellenführer der zweiten slowenischen Liga und soll nun das Team von Pohorje Ruse vor dem Abstieg in eben diese zweite Liga bewahren. Im ersten Spiel konnte das Team gegen den Vizemeister und Pokalsieger der vergangenen Saison, Korotan Prevalje, durchaus mithalten. Beim 4:4 überzeugte Ruse besonders in der Offensive, die Defensivarbeit wurde jedoch sträflich vernachlässigt, so daß dieses Spiel beinahe noch verloren worden wäre. Durch die Erfolge der Konkurrenten HIT Nova Gorica und NK Koper (4:1 gegen Potrosnik Beltinci) rutschte Pohorje Ruse jedoch trotz der ordentlichen Leistung zunächst mal auf einen Abstiegsplatz (16.), einen Punkt hinter dem rettenden Ufer, aber auch einen Punkt Vorsprung vor dem 17., NK Sentjur, die ein 1:1 gegen Branik Maribor erreichten. Bereits sechs Punkte Rückstand hat das Tabellenschlußlicht, Drava Ptuj, nach der Niederlage beim Tabellenführer. 

Und ausgerechnet am folgenden 26. Spieltag war der Tabellenzweite Autoplus Korte Izola zu Gast. Unerwartet respektlos jedoch gingen die Mannen des Tabellenletzten zu Werke und besiegten am Ende den hohen Favoriten knapp, aber nicht unverdient mit 4:3. Damit wurde der Rückstand auf Platz 15 nun auf vier Punkte verkürzt. Auch einem anderen Team gelang ein Erfolgserlebnis im Abstiegskampf. Beim Heimdebüt des neuen Trainers Michael Schmitz gewann Pohorje Ruse gegen NK Mura Sobota mit 3:1 und verabschiedete sich damit wieder von den Abstiegsplätzen. Dem Team ist unter dem neuen Trainer ein neues, selbstbewußteres Auftreten deutlich anzumerken. Auf Rang 16 abgerutscht ist nach einem 2:2 bei TK-EL Stojnci nun der NK Koper, jedoch nur aufgrund der um zwei Treffer schlechteren Tordifferenz gegenüber dem 15., HIT Nova Gorica (2:2 bei Branik Maribor. Die Erfolgsserie von Rudar Velenje unter der neuen Trainer Stefanie Barth fand an diesem Spieltag ein Ende. Im Auswärtsspiel beim Titelverteidiger Olimpija Ljubljana setzte es mit 2:3 die erste Niederlage seit dem Trainerwechsel. Dem Team aus der Hauptstadt gelang damit wieder der Anschluß an die Tabellenspitze, da sowohl Tabellenführer Tabor Sezana (2:3 bei Korotan Prevalje) als auch, wie bereits erwähnt, der bisherige Tabellenzweite Autoplus Korte Izola ihre Spiele verloren. Somit lagen Sezana und Ljubljana nun punktgleich in Führung, dahinter fo
lgte mit einem Punkt Rückstand das Team aus Izola. 

Wie gut der Trainerwechsel dem Team von Pohorje Ruse bekam, sollte sich am 27. Spieltag zeigen. Respektlos und selbstbewußt trat das Team beim aktuellen Tabellenführer Tabor Sezana auf und kam am Ende zu einem verdienten 1:0-Erfolg. Trainer Michael Schmitz war schon nach drei Spielen der größte und wurde nach dem Spiel von den mitgereisten Fans gefeiert, während die Mannen aus Sezana ganz schnell in der Kabine flüchteten. Diese Chance ließen sich die Verfolger natürlich nicht nehmen. Doch auch Olimpija Ljubljana konnte sich mit einem 2:2 beim NK Koper nicht absetzen. Der lachende Dritte war Autoplus Korte Izola. Das Team von Trainer Andreas Venzlaff überholte mit einem 3:0 Erfolg gegen den Tabellenvierten Korotan Prevalje die beiden Konkurrenten und übernahm die Tabellenführung mit einem Punkt sowie der deutlich besseren Tordifferenz vor Olimpija Ljubljana. Für Rudar Velenje und Trainerin Stefanie Barth war die Erfolgsserie nun endgültig gerissen. Auch das Heimspiel gegen Branik Maribor wurde mit 1:3 verloren. Im Tabellenkeller gab es erneut eine Veränderung auf dem 16. Tabellenplatz, den nun Aufsteiger TK-EL Stojnci nach einer 1:2 Niederlage bei Promorje Ajdovscina belegt. Dahinter das mittlerweile gewohnte Bild: Auf Platz siebzehn das Team von NK Sentjur, das diesmal gegen Brda Bobrovo mit 2:3 unterlag und am Tabellenende Drava Ptuj nach einer 1:3-Pleite bei NK Zarica.

Und auch am 28. Spieltag sollte sich an diesem Bild wenig ändern. Im direkten Duell trennten sich Drava Ptuj und NK Sentjur mit 2:2 und verloren somit wichtigen Boden im Kampf gegen den Abstieg, da die Konkurrenz ihrerseits die Spiele gewann. TK-EL Stojnci gelang mit dem 3:1 gegen Potrosnik Beltinci der erste Sieg seit dem 22. Spieltag. NK Koper gewann mit 3:2 bei Branik Maribor und überholte damit sogar Promorje Ajdovscina, die nach einer 2:4-Niederlage bei Olimpija Ljubljana nun Platz 15 belegen. Für NK Sentjur (5 Punkte Rückstand auf Platz 15) und Drava Ptuj (7 Punkte) dürfte das Erreichen des Klassenerhalts in den letzten sechs Spielen wohl kaum noch zu schaffen sein, doch wer diese beiden in die zweite Liga begleiten wird, ist noch völlig offen, da zwischen Platz 11 und Platz 16 gerade mal ein Punkt liegt. Auf besagtem elften Platz liegt übrigens nun Pohojre Ruse. Wie jede Serie, so mußte auch die Erfolgsserie von Trainer Michael Schmitz einmal zu Ende gehen. An diesem 28. Spieltag war es soweit. Das Duell gegen bei Tabor Sezana am vorigen Spieltag hatte der Mannschaft offenbar zuviel Kraft gekostet, so gelang gegen den neuen Tabellenführer Autoplus Korte Izola im erstmals in dieser Saison ausverkauften Pohorje-Stadion keine weitere Überraschung. Der Tabellenführer gewann am Ende souverän mit 3:2 und bleibt damit weiter vorne, dicht gefolgt jedoch vom Titelverteidiger Olimpija Ljubljana. Dem lange Zeit führenden Team von Tabor Sezana scheint im Saisonfinale die Luft auszugehen. Im Heimspiel gegen NK Mura Sobota unterlag der Dritte der aktuellen Tabelle mit 2:3. Das Team von Trainer Ludwig Penzkofer bleibt damit zwar erst mal auf Platz drei, jedoch hat der Tabellenvierte Korotan Prevalje mit einem 3:1-Erfolg gegen NK Zarica zumindest nach Punkten aufgeschlossen. 

Auch im Pokalhalbfinale ist der Abwärtstrend von Tabor Sezana zu spüren gewesen. Nach einer 1:2-Niederlage bei HIT Nova Gorica ist das Team in diesem Wettbewerb ausgeschieden. Der Pokalgegner von Nova Gorica wurde im Spiel TK-EL Stojnci gegen Potrosnik Beltinci erst in der Verlängerung entschieden. Konnten die Gäste aus dem Nordosten der Republik in der regulären Spielzeit das Spiel noch weitgehend ausgeglichen gestalten, so mußten sie sich nach der Verlängerung doch noch relativ deutlich mit 1:3 geschlagen geben.
 

Die Nationalmannschaft lieferte die wichtigste Nachricht schon vor dem ersten Anpfiff des Wochenendes: Coach Siggi Scheffler erklärte, seine Rücktrittsankündigung zum Saisonende zurückzuziehen und dem Vorschlag des Verbandes, zur Entlastung einen Co-Trainer zu engagieren, zuzustimmen. Als neuer Co-Trainer wurde Denis Gelhard inthronisiert. Ob es eine kluge Entscheidung war, mit Gelhard ausgerechnet einen bekennenden Fan der ukrainischen Nationalmannschaft, die in der Super-Euro-League genau wie Slowenien derzeit gegen den Abstieg kämpft, zu verpflichten, werden die nächsten Spiele zeigen müssen. Der Auftakt des neuen Trainer-Gespanns verlief jedoch in der Super-Euro-League alles andere als glücklich. Nach einer deutlichen 1:3-Heimniederlage gegen den Tabellenführer, die Faröer-Inseln, übernahm das slowenische Nationalteam die rote Laterne und hat, nachdem das Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, die Slowakei,  ebenfalls mit 1:3 verloren ging, nun bereits drei Punkte Rückstand auf den derzeitigen Neunten. Besser ist die Lage in der Balkan-Meisterschaft. Da bekanntlich in der Vorwoche alle Länderspiele aufgrund von Verbandsproblemen abgesagt wurden, gab es an diesem Wochenende also gleich zwei Begegnungen zu bestreiten. Am vierten Spieltag trat das Team in Skopje gegen Albanien an und erziel
te einen 2:1-Erfolg. Im zweiten Spiel der Woche ging es gegen Griechenland. Beim Titelverteidiger jedoch herscht in dieser Saison die große Krise, i
n den bisherigen vier Spielen setzte es ausschließlich Niederlagen. Und das sollte sich auch gegen Slowenien nicht ändern, so gewannen das Team des nördlichsten Teilnehmers der diesjährigen Balkan-Meisterschaft mit 3:1 und setzten sich in der Tabelle an die Spitze. Da der bisherige Tabellenführer Kroatien gegen Bulgarien mit 0:2 verlor, haben die Slowenen zwei Runden vor Schluß sogar drei Punkte Vorsprung auf den dichtesten Verfolger und somit die große Chance, nach zwei Vize-Meisterschaften in den ersten drei Jahren erstmals die Meisterschaft zu gewinnen. 

Heiner Zimermann

Rudar Velenje mit neuer Kraft

25.04.02 - Im Topspiel des 21. Spieltags traf der Tabellenführer Tabor Sezana auf den derzeit auf Rang drei liegenden Titelverteidiger Olimpija Ljubljana. In diesem Spiel zeigte Tabor, wie man gedenkt, die dritte Meisterschaft von Olimpija in Folge zu verhindern. Klar überlegen siegte Tabor am Ende mit 3:0. Gar nicht so überlegen konnte der Tabelenzweite Autoplus Korte Izola den
 Anschluß an die Spitze halten. Mit viel Mühe gelang ein 3:2 gegen TK-EL Stojnci. Mit einem 3:1-Sieg gegen Nafta Lendava erklomm Korotan Prevalje nach diesem Spieltag Platz drei der Tabelle. Endlich wieder jubeln konnten die Fans von Rudar Velenje. Nachdem vor dem Spiel kurzfristig Trainer Andreas Kochsrach entlassen und Stefanie Barth als Nachfolgerin verpflichtet wurde, spielte das Team wie befreit auf und holte mit dem 2:2 bei NK Mura Sobota den ersten Punkt in der Rückrunde. Ebenfalls zufrieden waren die Fans von Pohorje Ruse. Obwohl die eigentlich noch vor dem Wochenende geplante Verpflichtung eines neuen Trainers nicht mehr klappte, gelang dem Team ein 0:0 gegen den Tabellenfünften Branik Maribor. Im Tabellenkeller tankte NK Koper mit einem 3:1-Sieg bei HIT Nova Gorica neues Selbstbewußtsein und stieß gleichzeitig den Gegner in arge Abstiegsbedrängnis. Nova Gorica steht nach dem Spiel nun auf Platz 16, da auch der bisher auf dem 17. Tabellenplatz liegende NK Sentjur gegen Promorje Ajdovscina mit 2:1 gewann. Hinter Nova Gorica liegen damit nur noch Brda Bobrovo und Drava Ptuj, die an diesem Spieltag direkt aufeinandertrafen. Dieses Spiel gewann Drava Ptuj überraschend deutlich mit 3:1, bleibt aber dennoch auf dem letzten Tabellenplatz mit vier Punkten Abstand zum rettenden Ufer.

Schützen- und Volksfest in Ljubljana am 22. Spieltag. Hatte man in der slowenischen Hauptstadt nach der Niederlage gegen den Tabellenführer eigentlich schon alle Titelträume begraben wollen, so flackerte nach einem überragenden 4:1-Sieg gegen den Tabellenzweiten Autoplus Korte Izola neue Hoffnung aus. Olimpija liegt nun als Tabellendritter nur einen Punkt hinter Izola und fünf Punkte hinter Tabellenführer Tabor Sezana, der beim 3:3 bei Branik Maribor Punkte abgeben mußte. Die neue Trainerin bei Rudar Velenje scheint die Jungs völlig verwandelt zu haben. Spielten sie die ersten Spieltage der Rückrunde noch erfolg- und lustlos, so merkt man Ihnen jetzt den neu gewonnenen Spaß am Spiel wieder an. Und auch in den Ergebnissen spiegelt es sich wieder, im zweiten Auswärtsspiel konnte der zweite Punkt eingefahren werden (2:2 bei NK Koper). Der Gewinner im Abstiegskampf hieß an diesem Wochenende Brda Bobrovo. Mit 3:1 wurde der bisherige Tabellendritte Korotan Prevalje nach Hause geschickt. Damit kletterte Bobrovo wieder rauf auf Rang 15. Dafür ist der NK Sentjur nach einer 1:3-Niederlage bei Potrosnik Beltinci wieder ganz tief drein im Abstiegskampf. Für den Tabellenletzten Drava Ptuj wird es nach einem 1:3 im heimischen Stadion gegen NK Mura Sobota ganz schwer. Das Team hat nun bereits sechs Punkte Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. 

Und auch am 23.Spieltag sollte der NK Mura Sobota von sich reden machen. In einem denkwürdigen Spiel gewann der aktuelle Zehnte der Tabelle gegen den Dreizehnten, NK Koper in einer wahren Sturmschlacht mit 5:4. Im Kampf gegen den Abstieg gelang dem NK Sentjur ein wichtiger 2:0-Sieg gegen TK-EL Stojnci. Damit verläßt das Team erstmal wieder die Abstiegsplätze. Auf Platz 16 rutschte diesmal Promorje Ajdovscina ab. Ajdovscina verlor bei Rudar Velenje mit 0:2. Damit ist auch die Premiere der neuen Rudar-Trainerin im heimischen Ob jezeru-Stadion gelungen. Als besonderer Aufbaugegner für Abstiegskandidaten macht sich derzeit Korotan Prevalje einen Namen. Nachdem man bereits am vorigen Spieltag bei Brda Bobrovo unterlag, verlor man diesmal sogar vor heimischem Publikum gegen das abgeschlagene Schlußlicht Drava Ptuj mit 1:2. Dennoch bleibt Ptuj weiterhin letzter. Am anderen Ende der Tabelle strahlt auch weiterhin Tabor Sezana von Platz eins. Doch ganz so strahlend sieht es nicht mehr aus, denn im Heimspiel gegen Nafta Lendava gelang nur ein 1:1, während die Konkurrenz ordentlich punktete. Der Zweite, Autoplus Korte Izola, hat nach einem 2:0-Sieg gegen Branik Maribor nur noch zwei Punkte Rückstand auf Sezana, und auch dem Tabellendritten, Olimpija Ljubljana, fehlen nach einem 2:1-Sieg beim Aufsteiger NK Zarica nur noch drei Punkte, um zum Tabellenführer aufzuschließen. Der Rest des Feldes hat mindestens vier Punkte Abstand auf den Dritten und dürfte deshalb im Titelrennen wohl nicht mehr mitreden können. 

Doch zumindestens das Führungstrio rückte am 24.Spieltag näher zusammen. Tabellenführer Tabor Sezana verlor mit 1:2 bei Brda Bobrovo und bleibt nur noch aufgrund der um zehn Treffer besseren Tordifferenz vor dem neuen Tabellenzweiten, Olimpija Ljubljana. Das Team aus der Hauptstadt bezwang den Abstiegskandidaten NK Sentjur mit 2:1. Autoplus Korte Izola erreichte bei Nafta Lendava ein 1:1 und bleibt damit nur einen Punkt hinter den beiden Führenden. Im Abstiegskampf gab es erneut einige Wechsel. So verließen Promorje Ajdovscina (1:0 gegen NK Koper) und HIT Nova Gorica (2:1 bei TK-EL Stojnci) erstmal wieder die Abstiegsplätze, dafür liegen jetzt der NK Koper (16.) und NK Sentjur (17.) punktgleich mit dem 15. auf den Abstiegsplätzen. Das Schlußlicht Drava Ptuj hat nach einem 1:1 gegen Pohorje Ruse noch drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Zu guter Letzt nochmal ein Blick zu Rudar Velenje. Das Team bestritt bei Potrosnik Beltinci das dritte Auswärtsspiel unter der neuen Trainerin Stefanie Barth und es lief noch erfolgreicher als die ersten beiden. Rudar Velenje gewann mit 1:0 und holte damit seit dem Trainerwechsel 8 Punkte aus vier Spielen, davon drei auf fremdem Platz. Es scheint, als habe Rudar Velenje mit dem Wechsel einen wahren Glücksgriff getätigt. Bei Pohorje Ruse hofft man auf einen ähnlich guten Einstand des neuen Trainers, der nun vorgestellt wurde, und man kann mit Sicherheit sagen, daß dem Verein da ein großer Coup gelungen ist. Es handelt sich nämlich um Michael Schmitz, bis dato Trainer bei NK Mons Claudius, die er in der Saison 2002’1 zum Aufstieg in die zweite Liga Sloweniens gebracht hat, und dort das Team immerhin zum Tabellenführer gemacht hat. 

In der Champions-League stand am vergangenen Wochenende das Achtelfinale auf dem Programm. Und zum ersten Mal seit der Saison 2000’4 ist hier wieder ein Team aus Slowenien vertreten. Olimpija Ljubljana hat die Gruppenspiele der Champions-League überstanden und traf nun auf den spanischen Meister Rayo Vallecano. Aufgrund einer extra für dieses Spiel aufgebauten Zusatztribüne fand das Hinspiel vor der größten Kulisse statt, die Ljubljana je gesehen hat. Und das schien die Heimmannschaft sehr zu beflügeln, mit 2:1 wurde das Spiel gegen die mit Stars gespickte Mannschaft aus Spanien bezwungen. Doch die Euphorie und auch das viele Daumen drücken in ganz Slowenien half nicht, im Rückspiel verlor das Team von Trainer Heiner Zimmermann mit 0:4. Dennoch kann man zufrieden sein und vielleicht kann Olimpija ja schon in den nächsten Jahren an den größten internationalen Triumph eines slowenischen Teams, die CL-Halbfinalteilnahme von Elan Novo Mesto in der Saison 2000’4, anknüpfen. 

Die Länderspiele konnten aufgrund technischer Probleme des Verbandes an diesem Wochenende nicht wie geplant durchgeführt werden. Die Spiele werden nun am kommenden Wochenende nachgeholt und am darauffolgenden Wochenende wird es dann einen Doppelspieltag geben. Der Spielausfall ärgerte insbesondere die slowenischen Nationalspieler, wollten sie doch mit einer großartigen Leistung ihren Teamchef doch noch zum Bleiben überreden. Wie bereits in der Vorwoche berichtet, hat Trainer Siggi Scheffler zum Saisonende seinen Rücktritt angekündigt. Doch ein kleiner Funken Hoffnung bleibt, vom Verband wurde Trainer Scheffler angeboten, einen Co-Trainer einzustellen, der dem Teamchef dann einen Teil der Arbeit abnimmt. In Slowenien hoffen nun alle, daß es damit gelingt, Trainer Scheffler ein zweites Mal davon zu überzeugen, die Rücktrittsankündigung doch noch zurückzunehmen. Schließlich ist Scheffler einer der erfolgreichsten Nationaltrainer Europas und er wäre sehr wichtig für den weiteren Weg der slowenischen Mannschaft.

Heiner Zimmermann

Nationaltrainer tritt zurück

18.04.02 - Nur wenige Tage nach dem Aus im Balkan-Cup (1:2 n.V. gegen Bulgarien) und dem Abrutschen auf einen Abstiegsplatz in der Super Euro League (einem 1:1 im Heimspiel gegen Spanien folgte eine 1:2 Niederlage in Israel) gab Sloweniens Nationaltrainer Siggi Scheffler seinen Rücktritt bekannt. Er werde dem Nationalteam in der neuen Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Rücktritt habe jedoch nichts mit den derzeitigen äußerst schwachen Vorstellungen des Nationalteams zu tun, welches in der Super Euro League mit 13 Treffern aus 10 Spielen das offensivschwächste der ganzen Liga ist. Es sei an der Zeit, daß mal ein anderer die Verantwortung übernehme, meinte Scheffler, der bereits seit der Gründung des Nationalteams Teamchef ist. Obwohl Scheffler öffentlich als harter Hund galt, bekundeten bereits zahlreiche Nationalspieler Ihr Bedauern über diese Entscheidung, doch ein Rücktritt vom Rücktritt scheint ausgeschlossen. Bis zum 3. Mai will der Verband nun einen neuen Teamchef für das Nationalteam ernennen, doch wer auch immer es wird, es wird schwer werden, aus dem Schatten eines Siggi Scheffler herauszutreten, der in seiner  Amtszeit das Nationalteam immerhin von der Third Division in die Super Euro League geführt hat,dabei sowohl in der Third als auch in der Second Division die Meisterschaft gewann. Auch bei der bereits zur festen Institution gewordenen Balkan-Meisterschaft konnte Scheffler Erfolge feiern, so wurde das Nationalteam in drei Spielzeiten immerhin zweimal Vizemeister und gewann einmal den Balkan-Cup, den Pokalwettbewerb der Balkan-Liga. Eine großartige Bilanz, die der scheidende Nationaltrainer da aufweisen kann. Aber gleichzeitig natürlich eine schwere Bürde für den Nachfolger. 

Bei diesem Trubel um das Nationalteam gerät die Liga etwas in den Hintergrund. Dabei war es hier an der Zeit, am 17. Spieltag einen Zwischenstand zu
ermitteln. Herbstmeister war ja bereits nach 16 Spieltagen Tabor Sezana, die an diesem letzten Spieltag der Hinrunde bei NK Koper zu einem 1:1 kamen. Damit behielten sie ihren vier Punkte Vorsprung, da der Tabellenzweite, Korotan Prevalje, im Spitzenspiel beim bisherigen fünften, Potrosnik Beltinci, mit 3:2 unterlag und somit Rudar Velenje (4.) nach einem 2:1 im zweiten Spitzenspiel des Wochenendes gegen den bisherigen dritten, Autoplus Korte Izola, auf Rang zwei vorrückte. Dicht gefolgt wird dieses Führungsquintett von Sloweniens Spitzenteam, Olimpija Ljubljana, die mit einem 2:1-Sieg gegen Brda Bobrovo nun punktgleich mit dem neuen vierten, Beltinci, und fünften, Izola, auf dem 6. Platz liegen, mit einem beruhigenden Vorsprung von drei Punkten auf den Tabellensiebten, NK Zarica, die an diesem Spieltag zu einem 1:1 bei HIT Nova Gorica kamen. Für Nova Gorica bedeutete dieser Punkt den Verbleib auf einem Nichtabstiegsplatz, denn auch der 16., Promorje Ajdovscina, konnte beim 2:2 im Abstiegskampf gegen Pohorje Ruse (14.) punkten. Das Tabellenende zieren weiter Drava Ptuj (1:1 bei TK-EL Stojnci) mit zwei sowie NK Sentjur (0:1 gegen NK Mura Sobota) mit vier Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Die Rückrunde begann für Tabellenführer  Tabor Sezana mit einem Tiefpunkt. Am 18. Spieltag mußte sich Sezana mit 1:2 beim Abstiegskandidaten Promorje Ajdovscina geschlagen geben. Doch auch der Konkurrenz erging es nicht viel besser: Der Tabellenzweite Rudar Velenje verlor vor eigenem Publikum gegen NK Zarica ebenfalls mit 1:2, der Tabellendritte Korotan Prevalje unterlag bei TK-EL Stojnci gar mit 0:2 und der Tabellenvierte, Potrosnik Beltinci, verlor im Heimspiel gegen ein überraschend starkes Pohorje Ruse mit 1:2. Diese Schwächephase der Führenden wurde nun von Autoplus Korte Izola genutzt. Im Südwest-Derby beim NK Koper gelang Izola ein 3:1-Sieg und damit der Sprung auf Platz zwei, mit drei Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter. Auf Rang drei vorschieben konnte sich aufgrund der Niederlagen der Konkurrenz der Titelverteidiger Olimpija Ljubljana mit einem 2:1-Sieg gegen Drava Ptuj, die nun nur noch einen Punkt Vorsprung vor dem Tabellenletzten aufweisen können, da dem NK Sentur im Abstiegsknüller bei HIT Nova Gorica ein 1:1 gelang. Damit rutscht Nova Gorica wieder auf einen Abstiegsrang, da Promorje Ajdovscina ja gegen den Tabellenführer gewann und dadurch die Abstiegsplätze erstmal verlassen konnte.

Als am 19. Spieltag die Spieler des TK-EL Stojnci den Platz des Stadions Pohorje in Ruse wie begossene Pudel verließen, lag dies nur zu einem kleinen Teil am Nieselregen, der während des gesamten Spiels nicht aufhören wollte. Vielmehr lag es am Gegner, die an diesem Nachmittag einen Lauf hatten, wie es sich jeder Trainer nur wünschen kann. Jeder Schuß ein Treffer, wunderbare Kombinationen, am Ende gewann Pohorje Ruse mit 6:1 und jeder fragte sich, wie dieses Team überhaupt in den Abstiegskampf hatte abrutschen können. Seit dem Pokalsieg der Saison 2001’3 war dieses Team praktisch nicht mehr richtig in Erscheinung getreten, war die graue Maus der Liga. Und nun eine solche Vorstellung. Dabei wurde hinter den Kulissen bereits über eine Ablösung des Trainers Holger Mey spekuliert. Natürlich wurde auch in anderen Stadien an diesem Tage Fußball gespielt. Tabellenführer Tabor Sezana gelang endlich mal wieder ein Sieg, 2:1 gegen Potrosnik Beltinci, der Tabellenzweite, Autoplus Korte Izola, konnte seine Platzierung mit einem mageren 1:1 gegen Promorje Ajdovscina immerhin verteidigen, und der Tabellendritte, Olimpija Ljubljana rutschte nach einem 1:3 gegen Korotan Prevalje auf den sechsten Platz ab. Prevalje übernahm den dritten Tabellenplatz. Überraschender als die Niederlage von Ljubljana jedoch war die Schlappe des bisherigen Tabellenvierten, Rudar Velenje. Das Team von Trainer Andreas Kochsrach unterlag beim Tabellenschlußlicht NK Sentjur mit 1:2. Für  Sentjur war es der erste Sieg nach 11 Spielen ohne dreifachen Punktgewinn. Damit gelang der Sprung auf Platz 17, neues Schlußlicht ist Aufsteiger Drava Ptuj, die zuhause gegen ein wiedererstarktes Branik Maribor mit 0:1 unterlagen. Maribor kletterte durch diesen Sieg in der Tabelle übrigens auf den fünften Platz, punktgleich mit dem neuen vierten, NK Zarica. 

Am 20. Spieltag konnte das Team des NK Sentjur sein wiedergewonnenes Selbstbewußtsein gleich in Punkte umwandeln. Im Auswärtsspiel beim NK Koper gelang ein 2:1-Sieg, damit wurde nicht nur der Abstand auf das rettende Ufer auf zwei Punkte verkürzt, sondern gleichzeitig der Gegner Koper mit in den Abstiegssumpf hineingerissen. Koper rutscht nach diesem Spiel auf den 16. Tabellenplatz, da der bisherige 16., HIT Nova Gorica, überraschend bei Rudar Velenje mit 2:0 gewann. Auf Platz 18 gerät Drava Ptuj immer mehr in die Gefahr, gleich wieder in die zweite Liga runter zu müssen. Trotz eines Punktgewinns mit dem 1:1 bei Nafta Lendava beträgt der Abstand zum letzten Nicht-Abstiegsplatz bereits sechs Punkte. An der Tabellenspitze konnte das Verfolgerfeld an diesem Spieltag wieder etwas Boden auf den Führenden gut machen. Tabor Sezana kam nur zu einem 1:1-Unentschieden bei TK-EL Stojnci, somit konnte der Tabellenzweite Autoplus Korte Izola, mit einem Sieg bei Potrosnik Beltinci den Rückstand wieder auf drei Punkte schrumpfen lassen. Wieder auf Rang drei geklettert ist Olimpija Ljubljana nach einem 2:1-Sieg gegen ein Pohorje Ruse, bei dem von der Herrlichkeit des vorigen Spieltags nichts mehr zu sehen war. Für Trainer Holger Mey war dieses Spiel gleichzeitig der Abschied bei Pohorje Ruse. Ein sicherlich finanziell nicht gerade attraktives Angebot aus der zweiten Liga Griechenlands machte den Absprung für den umstrittenen Trainer leichter und so einigte man sich mit der Vereinsführung auf eine Vertragsauflösung. Ein neuer Trainer soll noch vor dem nächsten Spieltag gefunden werden. 

Im Viertelfinale des slowenischen Pokalwettbewerbs bewies TK-EL Stojnci erneut, daß die deutliche Niederlage am 19. Spieltag nur ein Ausrutscher war. Nach dem 1:1 am 20. Spieltag gegen den Tabellenführer gelang diesmal ein 1:1 beim Tabellenvierten Korotan Prevalje. In der Verlängerung konnten dann sogar noch zwei Treffer erzielt werden, so daß Stojnci ins Pokalhalbfinale einzog. Relativ leicht gelang der Halbfinaleinzug für Potrosnik Beltinci. Das Team von Trainer Christian Wildner hatte im Spiel gegen NK Koper keine Probleme und siegte sehr souverän mit 5:1. HIT Nova Gorica verwies den letzten noch verbliebenen Zweitligisten NK Vrhnika mit 1:0 aus dem Wettbewerb. Doch der größte Knaller stand diesmal in Izola auf dem Programm. Autoplus Korte Izola gegen Tabor Sezana, Pokalsieger 2001’4 gegen den Pokalfinalisten des Vorjahres, der aktuellen Tabellenzweite gegen den Tabellenführer, eine spannendere Partie war kaum vorstellbar. Die 1:0-Führung der Gastmannschaft konnte Izola noch vor der Halbzeit ausgleichen. Nach der Halbzeit lief das Heimteam in einen Konter und kassierte das 1:2. Trainer Venzlaff setzte nun alles auf eine Karte und beorderte seine ganze Truppe nach vorne, was das 1:3 zur Folge hatte. Nach dem Spiel erklärte ein etwas zerknirschter Izola-Trainer Andreas Venzlaff, man habe dem Publikum immerhin etwas geboten und werde sich nun voll auf die Meisterschaft konzentrieren können. Das ganze Interview lesen sie weiter unten. 

In der Champions-League wollte Olimpija Ljubljana an diesem Wochenende in den Rückspielen der Gruppenphase den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale perfekt machen. Und der Auftakt gelang vielversprechend. Im Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten, dem tschechischen Meister FC Synot Mesto, gelang ein 1:1. Da auch der FC Dundee bei den Queens Park Rangers 1:1 spielte, stand der schottische Vizemeister gemeinsam mit Ljubljana und Synot Stare Mesto mit 7 Punkten da. Die Queens Park Rangers hatten mit einem einzigen Punkt wohl keine Chance mehr, die nächste Runde zu erreichen, dennoch konnten sie das Zünglein an der Waage sein. Olimpija gelang im Spiel gegen den englischen Vizemeister am 5. Spieltag dann ein 2:1-Efolg und hielt sich damit weiter auf Platz zwei hinter dem punktgleichen Tabellenführer FC Dundee, aber immerhin schon drei Punkte vor dem Tabellendritten FC Synot Stare Mesto. Im abschließenden Heimspiel gegen den FC Dundee brauchte also nur noch ein Punkt her, um auf jeden Fall die nächste Runde zu erreichen. Doch Ljubljana strauchelte, unterlag im heimischen Stadion mit 1:2 und mußte nun darauf hoffen, daß der FC Synot Stare Mesto bei der bereits ausgeschiedenen Mannschaft der Queens Park Rangers nicht höher als mit zwei Toren Unterschied gewann. Die Kunde aus London verbreitete sich wie ein Lauffeuer, die Rangers haben sich nicht aufgegeben, sondern für ihre Ehre gekämpft und mit 2:1 gewonnen. Damit erreichte Olimpija Ljubljana also das Achtelfinale. Dort trifft man nun auf einen richtig harten Brocken, den spanischen Meister Rayo Vallecano. 

Interview mit Andreas Venzlaff, Trainer bei Autoplus Korte Izola
Slowenien News: Herr Venzlaff, Sie sind mit Ihrem Team im ¼ Finale gegen Tabor Sezana ausgeschieden, wir bitten Sie um eine Analyse.
A.Venzlaff : Es war doch ein Interessantes Spiel, wo die Zuschauer voll und ganz auf Ihre Kosten gekommen sind.
Slowenien News : Ein paar Worte zu dem Spielverlauf.
A.Venzlaff: Ein Fehler in unser Abwehr nutzte der Torjäger von Tabor Sezana eiskalt aus, wir haben dann den Druck etwas erhöht und mehr Spielanteile gehabt, deswegen war der Ausgleich zur Pause mehr als verdient. Nach der Pause wollten wir Tabor Sezaná noch mehr unter Druck setzen und haben uns dann einen Konter eingefangen. 10 min. vor Schluss haben wir alles auf eine Karte gesetzt und unseren Libero aufgelöst, ob wir nun 3:1 oder 2:1 verlieren ist egal, aber wir wollten auf jeden Fall noch die Verlängerung erreichen.
Slowenien News: Machen Sie sich Sorgen, daß die Mannschaft die Niederlage im Pokal aus der Bahn wirft?
A.Venzlaff : Nein warum? Gegen den aktuellen Tabellenführer zu verlieren ist möglich. Meine Mannschaft hat aufopfernd gekämpft. Wir stehen in der Meisterschaft nur 3 Punkte hinter Tabor auf dem 2. Platz., und Tabor muss noch einmal zu uns kommen., es ist also noch alles möglich, ich hoffe nur das mein Team die jetzige Leistung noch lange halten kann.

Heiner Zimmermann

Tabor Sezana obenauf

11.04.02 - Der Tabellenvierte Tabor Sezana machte sich die Punktverluste der Konkurrenten zu nutze und kletterte nach einem 3:2-Sieg nach dem 13.Spieltag auf den zweiten Tabellenplatz bei nur einem Punkt Rückstand auf die Tabellenspitze, da das Führungstrio komplett Remis spielte. Tabellenführer Korotan Prevalje mußte sich überraschend mit einem 3:3 beim Vorletzten, HIT Nova Gorica, begnügen. Das bisher auf Platz drei gelegene Team von Rudar Velenje erreichte nur ein 2:2 vor eigenem Publikum gegen Drava Ptuj und der bisherige Zweitplatzierte Autoplus Korte Izola kam zu einem 3:3 bei NK Mura Sobota. Autoplus Korte Izola ist übrigens der letzte Meister, bevor Olimpija Ljubljana zum Höhenflug ansetzte und die Liga scheinbar nach belieben dominierte. Doch diese Ära ist offensichtlich endgültig beendet, am 13. Spieltag setzte es mit dem 0:2 beim Aufsteiger TK-EL Stojnci bereits die fünfte Saisonniederlage. Zum Vergleich: Im Vorjahr verlor Olimpija in der ganzen Saison lediglich fünf Spiele. Der größte Coup dieses Spieltags gelang dem NK Koper. Das Tabellenschlußlicht bezwang mit einer glänzenden Leistung den Gegner Brda Bobrovo mit 4:1 und katapultierte sich damit gleich auf Rang 13. Da ja, wie bereits erwähnt, auch der Tabellenvorletzte HIT Nova Gorica punkten konnte, ziert nun Promorje Ajdovscina nach einer 1:2-Heimniederlage gegen ein wiedererstarktes Nafta Lendava das Tabellenende. Das Kellerduell NK Sentjur gegen Pohorje Ruse endete mit einem 3:3, damit ist Sentjur nun 15., Pohorje Ruse rutscht sogar auf einen Abstiegsplatz. 

Doch bereits am 14. Spieltag sollte sich das Blatt wenden. Pohorje Ruse gelang mit einem 2:1-Sieg gegen HIT Nova Gorica der Sprung auf Rang 13, dafür rutschte NK Sentjur nun nach einem 2:3 gegen den Tabellenzweiten Tabor Sezana auf Platz 16. Doch dieser Sieg reichte Sezana nicht zur Übernahme der Tabellenführung, denn auch der Tabellenführer gewann im Spitzenspiel gegen den Vierten Rudar Velenje mit 3:2. Der Dritte, Autoplus Korte Izola, kam dagegen nur zu einem 3:3 gegen den starken Aufsteiger NK Zarica. Der Titelverteidiger Olimpija Ljubljana gibt mit dem 3:2-Sieg gegen NK Mura Sobota mal wieder ein Lebenszeichen von sich, doch mit sechs Punkten Abstand auf die Tabellenspitze und dem derzeitigen siebten Tabellenplatz kann der slowenische Champions-League-Teilnehmer die dritte Meisterschaft in Folge wohl abschreiben.

Es sei denn, sie bekommen doch noch die Kurve und wer am 15. Spieltag das Auswärtsspiel bei Branik Maribor gesehen hat, wird dieses Team sicher noch nicht abschreiben. Mit einer grandiosen Leistung wurde dieses Spiel am Ende deutlich und verdient mit 4:1 gewonnen. Hinzu kommt, daß die neuen Meisterschaftsanwärter weiterhin nicht souverän genug auftreten. Diesmal unterlag Korotan Prevalje mit 1:3 bei NK Koper und mußte an der Tabellenspitze nun Platz machen für Tabor Sezana, die mit 3:1 bei HIT Nova Gorica gewannen. Auch der bisherige Dritte, Autoplus Korte Izola, zog mit einem 3:1 bei NK Sentjur in der Tabelle an Prevalje vorbei. Den höchsten Sieg an diesem Spieltag konnte jedoch Rudar Velenje feiern. Mit 4:0 wurde Pohorje Ruse nach Hause geschickt. Am Tabellenende hat sich im Abstiegsknüller Promorje Ajdovscina mit einem 3:2 gegen Drava Ptuj aus dem Keller geschossen. Das Team von Trainerin Jasmin Jurrack liegt nun immerhin auf Rang 15, einen Platz wie auch einen Punkt vor dem Gegner Ptuj. Das Tabellenende zieren nach dem 15. Spieltag NK Sentjur und HIT Nova Gorica. 

Ein wahres Schützenfest lieferte der Tabellenführer Tabor Sezana am 16. Spieltag ab. Mit 5:1 wurde der Tabellenvierte Rudar Velenje bezwungen. Mit diesem Sieg baute der Altmeister nicht nur seine Tabellenführung auf 4 Punkte aus, er hat nun auch eine um 6 Treffer bessere Tordifferenz als der neue Tabellenzweite Korotan Prevalje, der mit einem 3:3 gegen Promorje Ajdovscina an dem bisherigen Zweiten Autoplus Korte Izola vorbei zog. Izola blamierte sich an diesem Spieltag im Heimspiel gegen den Tabellenletzten HIT Nova Gorica und verlor am Ende nicht unverdient mit 1:3. Mit diesem Erfolg schoß Nova Gorica gleich wieder raus aus dem Keller und belegt nun den 15. Tabellenplatz vor dem punktgleichen Team von Promorje Ajdovscina. Zwei Punkte dahinter liegt nach einer 2:3-Heimniederlage gegen Potrosnik Beltinci der Aufsteiger Drava Ptuj. Neues Schlußlicht nach diesem Spieltag ist nun NK Sentjur. 

Im Pokal stand an diesem Wochenende das Achtelfinale auf dem Programm. Hier setzte sich unter anderem das Führungstrio der ersten Liga durch, doch während Autoplus Korte Izola (4:1 gegen Drava Ptuj) und Tabor Sezana (4:2 gegen Nafta Lendava) ihre Spiele gegen Ligakonkurrenten souverän gewannen, konnte sich Korotan Prevalje erst in der Verlängerung mit 3:2 beim derzeitigen Zweiten der Zweiten Liga, Zeleznicar Maribor, durchsetzen. Auch sonst, gab es fas ausschließlich Favoritensiege, lediglich in dem Duell der Kellerkinder der zweiten Liga zwischen Elan Novo Mesto und NK Vrhnika sowie im Duell zwischen Erstliga-Kellerkind HIT Nova Gorica und Zweitliga-Aufstiegsaspirant NK Dravograd war vor den Spielen kein eindeutiger Favorit auszumachen. Während HIT Nova Gorica den Gegner Dravograd von Beginn an kontrollierte und am Ende souverän mit 4:1 gewann, barg das Spiel der Zweitligaabstiegskandidaten wohl die meiste Spannung dieser Pokalrunde. Am Ende siegte NK Vrhnika glücklich mit 2:1 und ist nun der einzige Zweitligavertreter im Pokal-Viertelfinale der aktuellen Saison.

In der Champions-League schaut ganz Slowenien in diesen Wochen auf Olimpija Ljubljana, die bereits zum zweiten Mal in Folge die CL-Gruppenspiele erreichten. Zum Auftakt durfte im heimischen Bezigrad-Stadion der tschechische Meister FC Synot Stare Mesto empfangen werden. Mit dem 3:1-Sieg zeigten das slowenische Team gleich seine Ambitionen, dieses Mal die Gruppenspiele zu überstehen. Als nächstes folgte eine Reise nach Nordwestlondon zum englischen Vizemeister Queens Park Rangers. Vor einigen Jahren, damals gerade als Aufsteiger aus der zweiten Liga gekommen, errang dieses Team sogar die englische Meisterschaft. Mittlerweile ist das Team in Englands Eliteliga etabliert, mußte aber verletzungsbedingt auf einige Stars verzichten. So hatte Olimpija leichtes Spiel und gewann am Ende mit 4:0. Im letzten Spiel ging es zum wohl erfolgreichsten und wohl auch stärksten Team dieser CL-Gruppe, dem FC Dundee. Jedoch liegen die beiden Meisterschaften für den aktuellen schottischen Vizemeister bereits lange zurück, und auch der letzte Titel, der schottische Pokalsieg 2001/1 ist bereits sechs Spielzeiten her. Dennoch hat Trainer Bernd Hauck eine starke Truppe, die an diesem Tage auch dem slowenischen Spitzenteam Olimpija Ljubljana im Dens Park Stadium deutlich die Schranken aufwies und mit 3:0 gewannen. Dennoch brauchen die Hauptstädter sich bisher in der CL nicht zu verstecken - nach vier Siegen in vier Spielen in der Qualifikation steht man nun nach der Hinrunde der Gruppenspiele mit zwei Siegen aus drei Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz. Zudem hat man gegenüber den Hauptkonkurrenten FC Synot Stare Mesto und FC Dundee noch den Vorteil, noch zweimal zu Hause antreten zu dürfen. 

Der Nationalmannschaft gelang in dieser Saison der zweite Auswärtssieg in der Super Euro League. Die von Trainer Scheffler angekündigte Taktik-Änderung machte sich bereits am 7.Spieltag bezahlt, das slowenische Team gewann mit 2:1 in der Schweiz. Auch das zweite Spiel an diesem Wochenende mußte auf fremdem Platz bestritten werden. Am 8.Spieltag setzte es für die Slowenen in Weißrussland eine 0:1-Niederlage. Dafür konnte in der Balkan-Liga am dritten Spieltag der zweite Erfolg gefeiert werden. Mit 3:2 gewann das slowenische Team in Skopje gegen Jugoslawien und liegt in der Tabellen nun auf Rang drei, punkt- und torgleich mit Gastgeber Mazedonien. Wilde Spekulationen gibt es über die Lage beim Titelverteidiger Griechenland. Das in der Vorsaison in der Balkan-Meisterschaft ungeschlagene Team ziert derzeit nach drei Niederlagen das Tabellenende. 

Heiner Zimmermann

Tabellenführer-wechsel-Dich-Festspiele

04.04.02 - Bei Nafta Lendava musste Trainerin Nadja Wegl nach nur 14 Spieltagen wieder gehen. Das Präsidium erklärte, es gäbe differenzen im Bereich der Spielerführung, die trotz mehrfacher Versuche nicht zu beseitigen waren. Als Nachfolger wurde Marcel Lomott verpflichtet. Lomott war zuletzt Trainer bei Cukaricki Belgrad in der zweiten Liga Jugoslawiens und gilt als noch recht unbeschriebenes Blatt. Sein Debüt verlief mit dem 2:2 gegen NK Sentjur durchwachsen. Im Spitzenspiel des 9. Spieltages traf der aktuelle Tabellenführer Rudar Velenje auf den zweimaligen Meister Olimpija Ljubljana. Dabei zeigte der Spitzenreiter, dass er zu Recht derzeit ganz oben steht, mit einer beeindruckenden Leistung fertigte man das Hauptstadt-Team mit 3:0 ab. Dennoch konnte man die Tabellenführung mit diesem Sieg nicht weiter ausbauen, da auch die Verfolger Autoplus Korte Izola (3:1 gg. Drava Ptuj) und Korotan Prevalje (nach einem 1:0-Sieg bei Tabor Sezana nun auf Rang drei mit zwei Punkten Rückstand auf das Führungsduo) ihre Spiele gewinnen konnten. Als einzige Mannschaft des bisherigen Führungsquartetts musste NK Mura Sobota eine Niederlage hinnehmen. Das Team von Trainer Jens Osmer verlor im Heimspiel gegen Pohorje Ruse mit 2:3. Im Abstiegskampf rückt das Feld zusammen. Im direkten Abstiegsduell bezwang der bisherige Tabellenvorletzte NK Koper den derzeit trainerlosen Aufsteiger TK-EL Stojni, und verließ mit diesem Sieg die Abstiegsplätze. Da Brda Bobrovo mit dem 1:1 bei NK Zarica punktete und HIT Nova Gorica mit 2:1 gegen Branik Maribor gewann, rutschte Stojni sogar auf den letzten Tabellenplatz ab. Wie eng es im Tabellenkeller zugeht, zeigt die Tatsache, dass TK-EL Stojni lediglich einen Punkt Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz hat. 

Ein schwarzer Tag für das Führungsduo war der 10. Spieltag. Tabellenführer Rudar Velenje verlor mit 0:2 bei Branik Maribor. Der Tabellenzweite Autoplus Korte Izola machte es auch nicht viel besser und unterlag mit 1:2 bei Korotan Prevalje, die mit diesem Sieg die Gunst der Stunde nutzten und sich nach fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen an die Tabellenspitze setzten. Auf dem vierten Tabellenplatz steht weiterhin NK Mura Sobota, die ein 2:2 bei Potrosnik Beltinci erkämpften. Auf Platz fünf findet man bereits den Meister der vergangenen beiden Jahre, Olimpija Ljubljana. Das Team steckt derzeit in einer Krise, offensichtlich fällt es den Spielern in dieser Saison schwer, sich neben der Champions-League noch für die Liga zu qualifizieren. Dennoch gelang an diesem Spieltag ein glücklicher 3:2-Sieg gegen Abstiegskandidat NK Koper. Das Team aus dem Südwesten liegt nun auf dem ersten Abstiegsrang, punktgleich mit dem fünfzehnten, Nafta Lendava, die unter dem neuen Trainer Lomott mit 1:3 gegen HIT Nova Gorica unterlagen. Nova Gorica hat nach vier Siegen aus den letzten fünf Spielen die Abstiegsränge erst mal verlassen. Dort findet man neben dem NK Koper derzeit die beiden Aufsteiger Drava Ptuj und TK-EL Stojni, die beide ihre Heimspiele an diesem Spieltag nicht gewinnen konnten. 

Erneuter Wechsel an der Tabellenspitze nach dem 11. Spieltag. Tabellenführer Korotan Prevalje unterlag mit 2:3 beim starken Aufsteiger NK Zarica, die jetzt bereits Platz fünf der Tabelle belegen. Der Tabellenzweite Rudar Velenje unterlag an diesem Spieltag völlig überraschend im Heimspiel gegen Nafta Lendava mit 2:3. Trainer Lomott hatte diesmal offenbar den richtigen Punkt bei seinen Spielern gefunden. Die Niederlagen der beiden Führenden nutzte das Team von Autoplus Korte Izola gnadenlos aus und übernahm mit einem 3:1 gegen Pohorje Ruse nun die Tabellenführung. Platz vier eroberte an diesem Spieltag Tabor Sezana nach einem 2:1-Sieg beim bisherigen Vierten Mura Sobota. Die überragende Mannschaft der vergangenen zwei Spielzeiten, Olimpija Ljubljana, findet sich nach einem 1:1 bei Promorje Ajdovscina nun auf Rang sechs wieder. Im Tabellenkeller hat sich auch an diesem Spieltag wieder einiges getan. Mit einem grandiosen 4:2-Sieg bei NK Sentjur hat sich Drava Ptuj erst mal aus dem Tabellenkeller entfernt. Dort trifft man auf Platz 16 nun wieder auf HIT Nova Gorica, die die guten Leistungen der letzten Spiele mit einer sehr schwachen Vorstellung bei der 0:1-Heimniederlage gegen Brda Bobrovo wieder zunichte machten. Auf Rang 17 liegt nun NK Koper nach einem 2:2 gegen Branik Maribor und dahinter findet man, bereits mit zwei Punkten Abstand auf den Rest des Feldes, TK-EL Stojni nach einem 1:1 bei Potronik Beltinci. Offensichtlich fehlt bei diesem Team eine Führungsperson, die den Spielern sagt, wo es lang geht.

Doch deshalb sollte man Stojni keinesfalls unterschätzen. Diesen Fehler beging am 12. Spieltag NK Mura Sobota und wurde mit 3:0 bitter bestraft. Der TK-EL Stojni katapultierte sich mit diesem Sieg gleich auf Rang 13 hoch, denn auch wenn man bereits zwei Punkte Rückstand hatte, so lagen doch die anderen Teams davor recht dicht beieinander. Neues Schlusslicht ist NK Koper nach einer 0:3-Niederlage bei Nafta Lendava. Dort bekommt Neutrainer Marcel Lomott sein Team offensichtlich immer besser in den Griff und hat es nun bereits auf den achten Rang der Tabelle geführt, einen Rang hinter Branik Maribor, die an diesem Spieltag den Gegner Promorje Ajdovscina mit 3:2 auf die Abstiegsränge schossen. An der Tabellenspitze geht das Führung-wechsel-Dich-Spielchen weiter. Da der Tabellenerste Autoplus Korte Izola an diesem Spieltag mit 1:2 beim Tabellenvierten Tabor Sezana unterlag, rutschte Korotan Prevalje nach einem 3:1 gegen NK Sentjur wieder an die Spitze. Doch auch das scheint nicht von bleibender Tendenz, denn punktgleich mit dem Tabellenzweiten aus Izola liegt der Tabellendritte Rudar Velenje nach einem 2:1-Auswärtssieg nun wieder nur noch einen Punkt hinter dem Tabellenführer und wird im kommenden Heimspiel versuchen, nun seinerseits wieder die Führung zu übernehmen. Zwei Punkte hinter Velenje versucht Tabor Sezana auf Rang vier, in das Konzert der großen Drei einzudringen. Wiederum zwei Punkte dahinter lauert ein Trio auf seine Chance, zunächst mal Sezana abzufangen: Auf Platz fünf liegt dort der sehr starke Aufsteiger NK Zarica (2:2 bei Pohorje Ruse), auf Rang sechs Olimpija Ljubljana (2:2 gg. Potrosnik Beltinci und auf Rang sieben, wie bereits erwähnt, Branik Maribor. Es bleibt also spannend in Sloweniens Elite-Liga.

In der Champions-League zeigte Olimpija Ljubljana, was sie wirklich können. Der walisische Champion Welshpool Town wurde im Hinspiel in Wales mit 2:
1 bezwungen. Und auch im Rückspiel in der slowenischen Hauptstadt ließ Olimpija beim 3:2-Sieg nichts mehr anbrennen. Damit erreicht erstmals ein slowenischer Vertreter zum zweiten Mal die Gruppenspiele der Champions-League. Im UEFA-Cup hingegen sieht es aus slowenischer Sicht mal wieder böse aus
. Der letzte verbliebene Vertreter aus Slowenien, Potrosnik Beltinci, trat
 in der ersten Hauptrunde gegen IA Akranes aus Island an, und verlor schon das Hinspiel vor eigenem Publikum deutlich mit 1:3. Im Rückspiel auf der Insel wurde dann zwar nur mit 1:2 verloren, doch damit war dann auch der letzte slowenische Vertreter aus dem UEFA-Cup ausgeschieden. 

Die slowenische Nationalmannschaft erwischte ein schwarzes Wochenende. Zum Auftakt gelang am 5. Spieltag der Super-Euro-League immerhin noch ein 1:1 gegen die Ukraine, doch dann folgte am 6. Spieltag eine 2:4-Heimniederlage gegen starke Engländer, die nach diesem Spiel die Tabellenführung der Super-Euro-League übernahmen, während die slowenische Nationalmannschaft auf Platz acht und damit auf einen Abstiegsrang abrutschte. Auch in der Balkan-Liga erwischte die slowenische Nationalmannschaft alles andere als einen guten Tag. Mit 1:4 wurde das Duell gegen den Nachbarn Kroatien verloren. So gerät das Thema Klassenerhalt nicht nur in der Euro-League in den Blickpunkt. 

Heiner Zimmermann

Niederlage für Olimpija

28.03.02 - 19 Spiele in Folge blieb der Meister der vergangenen beiden Jahre zuletzt ungeschlagen. An diesem fünften Spieltag der Saison sollte diese Serie ein Ende haben. Im Spiel beim Tabellenzweiten unterlag Olimpija Ljubljana mit 1:2, büßte damit zudem noch die Tabellenführung ein und findet sich nun nur noch auf Rang drei wieder, denn auch Rudar Velenje ist durch einen 3:2-Sieg gegen NK Koper an Olimpija vorbeigezogen. Einziges noch ungeschlagenes Team neben Tabellenführer Autoplus Korte Izola ist nun Tabor Sezana. Der Tabellenvierte schlug am 5. Spieltag Branik Maribor mit 1:0. Weiter auf dem Vormarsch ist der Vizemeister und Pokalsieger des Vorjahres, Korotan Prevalje. Mit einem 4:1 gegen Brda Bobrovo landet das Team von Trainer Helmut Delker bereits wieder auf Rang 6. Im Tabellenkeller konnte sich TK-EL Stojni im Aufsteigerduell bei NK Zarica mit einem 1:0-Sieg von den Abstiegsplätzen entfernen. Das Tabellenende ziert weiterhin HIT Nova Gorica, nachdem auch das fünfte Spiel der Saison verloren wurde, diesmal mit 1:2 gegen Promorje Ajdovscina. 

Doch auch diese Serie mußte einmal zu Ende gehen und das geschah am sechsten Spieltag. Auswärts beim UEFA-Cup-Teilnehmer Potrosnik Beltinci gewann Nova Gorica mit 2:1. Trotz dieses Erfolgserlebnisses bleibt die rote Laterne jedoch in der westslowenischen Grenzstadt, da selbst der Vorletzte, Brda Bobrovo, vor diesem Spieltag bereits vier Punkte hatte und Bobrovo am 6. Spieltag zudem noch einen Punkt beim 1:1 gegen Pohorje Ruse holte. Auf Rang 16 logiert weiterhin NK Koper nach einem 1:1 gegen NK Mura Sobota. Den Spielern des Meisters ist die Niederlage am vorigen Spieltag offenbar auf den Magen geschlagen. Wie sonst ist es zu erklären, daß das Team im Heimspiel gegen den Aufsteiger NK Zarica kaum Gegenwehr zeigt und auch dieses Spiel mit 1:2 verliert? Doch die anderen Teams drängen sich auch nicht gerade an die Spitze. Der bisherige Spitzenreiter Autoplus Korte Izola verliert bei Branik Maribor mit 1:2 und gibt die Führung an Rudar Velenje ab, die sich beim 1:1 gegen Promorje Ajdovscina jedoch auch nicht mit Ruhm bekleckerten. An Olimpija vorbei gezogen auf Platz drei ist nun Korotan Prevalje nach einem 1:0-Sieg bei Drava Ptuj.

Am 7. Spieltag zeigten die Teams von der Tabellenspitze, warum sie dort oben stehen. Rudar Velenje hatte beim 2:0-Sieg den Gegner Potrosnik Beltinci jederzeit im Griff und auch Autoplus Korte Izola hatte trotz der zwei Gegentore relativ wenig Mühe beim 4:2-Sieg gegen Nafta Lendava. Auf Rang drei steht nun völlig überraschend NK Sentjur. Das Team von Trainerin Carlotta Marie nutzte die Schwächephase von Olimpija Ljubljana aus und schlug den Meister mit 2:1. Olimpija rutscht in der Tabelle auf Rang acht. Schlechter stand das Team zuletzt am 7. Spieltag der vergangenen Saison da. Tabellenschlußlicht HIT Nova Gorica gelang der zweite Sieg, diesmal mit 2:0 gegen TK-EL Stojni, und gibt damit die Rote Laterne an Brda Bobrovo ab, die trotz ordentlicher Leistung bei Tabor Sezana mit 3:2 verloren. 

Doch schon am achten Spieltag sollte Brda Bobrovo das Tabellenende wieder verlassen. Mit einer hervorragenden Leistung gelang, für alle überraschend, ein 4:1-Sieg gegen den Tabellenzweiten Autoplus Korte Izola. Duplizität der Ereignisse in Stojni, wo der Tabellenvorletzte TK-EL Stojni den aktuellen Tabellenführer Rudar Velenje in ähnlicher Weise mit dem gleichen Ergebnis aus allen Wolken holte. Damit war der vier Punkte Vorsprung , den die beiden Führenden bereits auf den Rest des Feldes herausgespielt hatten, an einem Spieltag fast aufgebraucht. Nur noch einen Punkt hinter den beiden lauert nun NK Mura Sobota nach einem 2:0 bei Promorje Ajdovscina. Zwei Punkte hinter den Führenden liegt Korotan Prevalje nach einem 2:1-Sieg gegen Pohorje Ruse. Am Tabellenende findet man nun übrigens wieder HIT Nova Gorica. Das Team verlor bei Olimpija Ljubljana mit 3:2. Damit dürfte die schwarze Serie für Ljubljana wohl beendet sein.

Zumindest fast, denn im Pokal stand an diesem Wochenende das Match gegen Potrosnik Beltinci auf dem Programm. Die Spieler von Olimpija waren jedoch mit Ihren Gedanken offenbar schon wieder in der Champions-League und verloren dieses Spiel mit 1:3. Das Spitzenspiel jedoch fand wohl in Prevalje statt, wo Titelverteidiger Korotan auf Tabellenführer Rudar Velenje traf. Nach nervösem Beginn behielt Prevalje am Ende die Oberhand und zieht nach dem 2:1 in die nächste Runde ein. Insgesamt ziehen zwölf Erstligisten in die Zweite Runde ein. Fünf der sechs ausgeschiedenen Erstligisten scheiterten in Duellen gegen andere Erstligisten, nur einem Zweitligisten gelang eine Überraschung. NK Vrhnika bezwang auswärts den Erstligisten Promorje Ajdovscina mit 2:1. 

In der Champions-League gewann der einzige noch verbliebene slowenische Vertreter Olimpija Ljubljana das Hinspiel gegen Standard Lüttich mit 1:0. Im Rückspiel in Belgien besannen die Slownenen sich dann Ihrer Stärken und siegten auch hier, diesmal mit 2:0. Im UEFA-Cup bekam es der Vizemeister Korotan Prevalje mit dem FC Derry City zu tun. Das Hinspiel in Irland wurde mit 4:2 verloren, der 3:2-Sieg im Rückspiel reichte leider nicht ganz, um die nächste Runde zu erreichen. Besser machte es da Potronsnik Beltinci. Der Meister der Saison 2001/3 gewann auswärts bei Wisla Krakau mit 1:0. Im Rückspiel reichte gegen die Polen somit ein 2:2-Unentschieden, um die nächste Runde zu erreichen. 

Die Nationalmannschaft gewann das Auftaktspiel der diesjährigen Balkan-Meisterschaft gegen Bulgarien mit 2:0. In der Super-Euro-League standen diesmal zwei Heimspiele auf dem Programm. Zunächst gelang ein 3:1-Sieg gegen die Slowakei. Nach der anschließende 0:3-Niederlage gegen San Marino wurde von Spieler der slowenischen Nationalmannschaft das Wochenende selbstkritisch bewertet, was ausgerechnet den als „Quälix Beinhart" verschrienen Trainer der slowenischen Nationalmannschaft, Siggi Scheffler, zu der Aussage hinreißen ließ, dieses Wochenende sei „zufriedenstellend" verlaufen. Ist es wirklich für den erfolgshungrigen Trainer schon zufriedenstellend, wenn seine Mannschaft nicht mal die Heimspiele gewinnt oder versucht da nur jemand, von seinem Image als „harter Hund" loszukommen? Sicher, bei einem Blick auf die Tabelle sieht man die slowenische Nationalmannschaft auf einem gesicherten fünften Tabellenplatz. Aber außer der Schweiz (2.) und England (3.) hat kein Team bereits so viele Heimspiele absolviert wie Slowenien.

Heiner Zimmermann

Nova Gorica in der Krise

21.03.02 - Erster Tabellenführer der neuen Saison ist überraschend Abstiegskandidat Brda Bobrovo nach einem 4:2-Sieg gegen Branik Maribor. Mit jeweils 3:1 gewannen Tabor Sezana (gg. Promorje Ajdovscina) und Vizemeister Korotan Prevalje (gg. Aufsteiger TK-EL Stojnci) ihre Spiele. Der Meister, Olimpija Ljubljana, gastierte zum Saisonauftakt beim Zweitligachampion Drava Ptuj und gewann am Ende mit 2:1. Als einzigem Aufsteiger gelang NK Zarica ein Sieg, mit 2:1 wurde Rudar Velenje bezwungen. Im Südwest-Derby gab es keinen Sieger, 2:2 trennten sich Autoplus Korte Izola und NK Koper. Einziges weiteres Unentschieden am ersten Spieltag war das 1:1 zwischen Pohorje Ruse und Potrosnik Beltinci.

Im Knüller des zweiten Spieltags mußte der Pokalsieger und Vizemeister der abgelaufenen Saison, Korotan Prevalje, beim Meister Olimpija Ljubljana antreten. Mit 3:2 behielt der Meister in diesem Duell die Oberhand und rangiert nach dem Spiel nun auf Platz zwei der Tabelle. Für Olimpija war es das siebzehnte Ligaspiel ohne Niederlage in Folge, mit anderen Worten, der Meister ist umgerechnet eine komplette Halbserie ungeschlagen. Auf dem Platz an der Sonne steht überraschend NK Zarica, die im Auswärtsspiel bei NK Koper Offensivfußball der Extraklasse zeigten und mit 5:2 gewannen. Als drittes Team im Bunde ist lediglich noch NK Mura Sobota (2:1 gg. HIT Nova Gorica) ohne Punktverlust. Nafta Lendava verwies das Topteam des ersten Spieltags deutlich in die Schranken und gewann gegen Brda Bobrovo mit 4:1. Am Tabellenende finden sich drei Mannschaften noch ohne Punktgewinn wieder. Neben HIT Nova Gorica verloren auch Promorje Ajdovscina und Zweitliga-Meister Drava Ptuj beide Spiele. 

Autoplus Korte Izola schleicht sich am dritten Spieltag mit einem 3:2 bei Potrosnik Beltinci auf Rang zwei der Tabelle vor. Dem Überraschungsteam des zweiten Spieltags, NK Zarica, ist beim 5:2-Sieg offenbar die Puste ausgegangen, man verlor das Heimspiel gegen die bisher noch ohne Punktgewinn dastehende Mannschaft von Promorje Ajdovscina mit 3:1. Neuer Spitzenreiter ist, wie eigentlich nicht anders zu erwarten war, Olimpija Ljubljana. Der Meister der vergangenen zwei Jahre gewann auch das dritte Spiel der neuen Saison, diesmal mit 2:0 bei Pohorje Ruse. Vizemeister Korotan Prevalje steckt offenbar in einem kleinen Formtief, im Heimspiel gegen Branik Maribor gelang lediglich ein 2:2-Unentschieden. NK Koper verlor zum zweiten Male hintereinander mit 3 Toren Differenz, diesmal mit 1:4 beim NK Sentjur und rutscht dadurch auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Dahinter findet sich nur noch der Heimatverein des Präsidenten des slowenischen Fußballverbandes, HIT Nova Gorica, die nach einer 1:3-Heimniederlage gegen Rudar Velenje noch ohne jeglichen Punkt bereits jetzt in argen Schwierigkeiten stecken... 

...und dies sollte sich auch am vierten Spieltag nicht ändern. Mit 0:2 unt
erlag man im Kellerduell beim Siebzehnten, NK Koper. Dadurch verließ Koper die Abstiegsplätze und TK-EL Stojnci rutschte auf den vorletzten Rang der Tabelle. Der Aufsteiger unterlag im Heimspiel gegen Autoplus Korte Izola 1:2. Izola gelang durch diesen Sieg, zumindest nach Punkten zum Tabellenführer aufzuschließen, denn Olimpija Ljubljana erreichte gegen Tabor Sezana nur ein 2:2. Neuer Tabellendritter ist mit neun Punkten nun Rudar Velenje nach einem 2:1-Sieg gegen den bisherigen Dritten NK Mura Sobota, die als vierter nun schon drei Punkte Rückstand auf das Führungsduo haben. 

Enorm ersatzgeschwächt trat das Team von Korotan Prevalje in der ersten Qualifikationsrunde zur Champions-League an. Bereits nach dem 0:3 im Hinspiel gegen den maltesischen Vertreter Zebbug Rangers war klar, daß diesmal wohl keine zwei Vertreter aus Slowenien die Gruppenspiel erreichen würden. Auch im Rückspiel gelang nicht viel und Korotan unterlag auch vor eigenem Publikum mit 0:1. Nicht viel besser erging es dem Pokalfinalisten NK Mura Sobota in der UEFA-Cup-Qualifikation, der zwar im Hinspiel beim AJ Auxerre in Frankreich nur mit 1:2 unterlag, im Rückspiel jedoch mit 1:4 einen Einbruch erlebte. Der einzige Sieg eines slowenischen Klubs in dieser ersten Qualifikationsrunde gelang Potrosnik Beltinci. Mit 3:1 gewann das Team von Christian Wildner in Lettland bei Skonto Riga. Das Rückspiel im eigenen Stadion verloren die Ostslowenen zwar mit 2:3, doch das reichte in der Addition immerhin zum Erreichen der nächsten Runde. 

Die Nationalmannschaft erlebte an diesem Wochenende ein ganz besonderes Spiel. Das erste Spiel in der Super-Euro-League vor ausverkauftem Haus im Nationalstadion Bezigrad in Ljubljana und dann auch noch gegen den frisch gekürten Europameister Israel. Erwartungsgemäß war dieser Gegner einfach zu stark und die Slowenen unterlagen mit 1:3, doch feierten die Fans Ihre Mannschaft nach dem Spiel wie nach einem Sieg, einfach, weil man nun im Konzert der ganz Großen mitwirkte. Und noch größer wurde die Euphorie, als am zweiten Spieltag sogar der erste Sieg gelang. Mit 2:1 gewann das Team auf den Faröer-Inseln und hat damit in der Tabelle erstmal so renommierte Nationen wie Ex-Europameister Spanien und auch die Engländer hinter sich gelassen. Doch dies alles ist nur eine Momentaufnahme und der Weg zum Klassenerhalt ist noch lang. Ein weiteres Erfolgserlebnis gab es im Balkan-Cup, bei dem in der 1. Runde das Team aus Kroatien in der Verlängerung mit 4:3 bezwungen wurde. Unsere Nationalmannschaft ist also auf einem guten Weg, hoffen wir, daß dieser Weg auch von Erfolg gekrönt sein wird. 

Heiner Zimmermann