| Aufstieg der
Türken in fast trockenen Tüchern
18.04.02 - ZYPERN
– TÜRKEI
Die 27.000 Zuschauer im ausverkauften
Neo G.S.P. Stadium zu Nikosia sahen ein spannendes Spiel
zwischen Zypern und der Türkei,
in dem die Türken am Ende mit 1:0 die Oberhand behielten. Martin
Grunder schoss mit seinem goldenen
Tor die Kicker vom Bosporus auf den dritten Aufstiegsplatz.
Zum Spiel: In den ersten 15 Minuten
drückten die Zyprioten ihre Gegner aus der Türkei an die Wand,
was eventuell daran gelegen haben
könnte, dass die Türken noch immer vom derart unfairen Verhalten
der zypriotischen Fans geschockt
waren. Diese Hooligans demolierten vor dem Spiel den türkischen
Mannschaftsbus und gossen Ersatzspieler
Sachs einen Becher Bier über den Kopf.
So kam Zypern zu zwei Großchancen,
die Biester (2.) und Vollenberg (15.) jedoch kläglich vergaben.
Danach fing sich die Türkei
wieder und kam seinerseits zu zwei Chancen: Zweimal stand Görres allein
vorm zypriotischen Torwart. Beim
erstenmal scheiterte er noch (17.), beim zweitenmal bewies er
Auge: Der türkische Spielmache
sah, dass Martin Grunder in der Mitte mitgelaufen war und spielte ihm
den Ball mustergültig in
den Fuß. Der „Bomber der Nation“ ließ sich diese Chance nicht
entgehen und
versenkte zum 1:0 in der 35. Minute.
In Halbzeit zwei stürmte
Zypern dann nur noch in Richtung türkisches Tor. Allerdings schafften
sie es
meistens nicht, den finalen Pass
zu spielen, sodass die fanatischen Zuschauer kaum Gelegenheit
hatten, eine Torchance ihrer Zyprioten
zu bejubeln. Besser machten es die Türken, die mit ihren
überfallartigen Kontern dass
gegnerische Tor mehrfach in Bedrängnis brachten. Ein zählbarer
Erfolg
sprang dabei allerdings auch nicht
hinaus. So blieb es beim letztlich verdienten 1:0-Sieg für die
Türken, die nun ein ganz
heißer Anwärter auf den Aufstieg sind.
ASERBAIDSCHAN – TÜRKEI
Die 83.500 Zuschauer im Olympia-Stadion
von Kiew, in das das Spiel mangels geeigneter Stadien in
Aserbaidschan verlegt werden musste,
bekamen einen zukünftigen Zweitligisten zu sehen. Der Auftritt
der Türkei war trotz des
scheinbar knappen 2:1-Sieges so überlegen, dass kaum jemand mehr am
Aufstieg der Türken zweifelt.
Die Türkei hatte das Spiel
von Anfang an im Griff. Wenn es nötig war, schossen sie einfach mal
eben
ein Tor und wenn sie bereits in
Führung lagen, schonten sie sich für die nächsten Spiele.
Bereits in der
ersten Minute spielten sie die
Aserbaidschanis (heißen die so???) derart schwindelig, dass sie fast
gar
nicht mehr mitkriegten, dass Martin
Sachs bereits zur 1:0-Führung getroffen hatte. Die nächste
sehenswerte Szene spielte sich
dann in der 24. Minute ab: Nachdem Thomas Neubauer nach einem
fairen Tackling von Frank Albrecht
einfach abhob, pfiff der schweizerische Schiedsrichter zur
Überraschung aller plötzlich
Elfmeter. Diesen verwandelte Robert Oberhüttinger dann sicher, sodass
es
plötzlich 1:1 stand. Der
Spielverlauf war so völlig auf den Kopf gestellt. Aber die Kicker
vom Bosporus
ließen gar keine Glücksgefühle
bei den Männern aus Aserbaidschan aufkommen und legten sofort den
Siegtreffer nach: Os Önal
läuft vom Anstoß weg durch die ganze aserbaidschanische Abwehr
hindurch
und setzte dann wunderbar Stefan
Desouki in Szene, der den Ball mit der Hacke durch die Beine des
gegnerischen Torwarts hindurch
ins Tor bugsierte.
Hannes Saul |
| Überragender
Triumph gegen Aserbaidschan
21.03.02 - Im ausverkauften
19 Mayis Stadi, dem Heimstadion von Genclerbirligi, trieben die 24.000
fanatischen
Fans ihre Nationalmannschaft zu
einem überragenden 4:1-Triumph über Aserbaidschan (Tore: Wipplinger
(2), Önal, Görres/Oberhüttinger).
Es dauerte nicht lange, genauer
gesagt acht Minuten, bis die türkische Fankurve erstmals in Freude
ausbrach: Nach einer Flanke von
Frank Albrecht setzte sich Os Önal gegen seinen Bewacher Ohlhoff
durch und köpfte das 1:0.
Exakt 22 Sekunden später vollendete Sascha Görres eine schöne
Kombination zum 2:0, worauf es
zu leichten Ausschreitungen in der aserbaidschanischen Fankurve
kam. Die Sicherheitsbeamten in
Ankara polierten das Image der türkischen Ordner allerdings etwas
auf
und bekamen die Krawalle schnell
in den Griff, sodass dass Spiel nicht unterbrochen werden musste.
Die aserbaidschanischen Spieler
passten sich nun dem Niveau ihrer Fans an und versuchten, die
Hausherren mit bösen Fouls
einzuschüchtern. Der dänische Schiedsrichter wirkte der Klopperei
aber
gleich wirkungsvoll entgegen,
indem er Ronaldo Weber nach einer bösen Attacke im Strafraum gegen
Christoph Tapper vom Platz stellte
(34.). Den fälligen Elfmeter verwandelte Carsten Wipplinger zum
3:0. Auch diesmal dauerte es nur
39 Sekunden, bis die Türken wieder nachlegten. Der Knipser Carsten
Wipplinger ließ die gegnerische
Abwehr ganz alt aussehen und versenkte den Ball zu seinem zweiten
Treffer. Er führt nun die
Torjägerliste der Liga an. Danach schalteten die Türken vier
bis fünf Gänge
zurück und Aserbaidschan
konnte noch zum 1:4 verkürzen. Robert Oberhüttinger durfte sich
in die
Torschützenliste eintragen.
Ein Fünkchen Hoffnung keimte auf. Die Türken ließen allerdings
nichts mehr
anbrennen und fuhren den 4:1-Sieg
souverän nach Hause.
Hannes Saul |