Aktuelles Saison 2002/1
News: 2001/1 2001/2 2001/3 2001/4 2001/5 2002/1 2002/2 2002/3-2003/4
2004

 
11.03.2002 Spanien - England 2-1 : Wollte man aus eigener Kraft den Klassenerhalt packen, waren zwei Siege nötig. Und gegen England konnte diese Pflicht errfüllt werden. Zwei erneut frühe Tore durch Reiss und Pallasch brachten Spanien auf die Siegesstrasse, aber nachdem bereits in der 27.Minute der Anschlusstreffer fiel, begann das große Zittern. Mit weichen Knien torkelten die span. Spieler über das Grün und nur Englands Lachkrämpfe bei diesem Anblick und die Unwichtigkeit der letzten Spiele für die Jungs von der Insel konnten Schlimmeres verhindern - zumal das Spiel in Gijon stattfand und solche Spiele hier Tradition haben. England liess Spanien also großzügig den Heimsieg und wie nötig er war, zeigte ein anschliessender Blick aufs Ergebnistableau. Auch Norwegen blieb siegreich und der Abstand damit bei einem mickrigen Pünktchen.

Weissrussland - Spanien 2-2 : Selbst die Gastgeber waren noch nicht ganz gerettet. Punktgleich mit ihren Gästen waren sie aber mit der besseren Tordifferenz ausgestattet und durften keinesfalls verlieren. Nach zwei Minuten gingen sie sogar in Front und Spanien bemühte sich vergeblich den Rest der ersten Hälfte ins Spiel zurück zu finden. Fünf Mnuten nach dem Seitenwechsel glich Felix Meyer aus und als Iwannek mit seinem zweiten Tor im Nationaldress die Führung besorgte, wähnte man sich auf der sicheren Seite. Aber jetzt kam die Ausgangsposition zum Tragen.  Die Weissrussen versuchten alles nur erdenklich Mögliche, das Remis zu retten, um nicht selbst von norwegischen Punktverlusten abhängig zu sein. Sechs Minuten vor dem Ende war es dann passiert. Nach Pass von Hosch konnte Switko ausgleichen und die letzten Minuten überstand die Abwehr auch unbeschadet. Damit war die Heimmansnschaft gerettet. Aber was war mit Spanien? Gespannt warteten sie auf das Ergebnis aus Norwegen: 3-3 - Gerettet! Mit einem Punkt vor Norwegen wurde die Klasse gehalten. Dass es so eng werden würde, hatte vor der Saison beim bis gerade amtierenden Europameister wohl keiner erwartet, aber Ende gut, alles gut. Die nächste Saison wird bestimmt besser.

Zypern - Spanien 2-3 : Bei einer Gesamtbilanz von 4-7 Toren in zwei Spielen kann man durchaus von einem rassigen Duell sprechen, denn auch das Rückspiel auf der Götterinsel hatte es in sich. Nach einer Viertelstunde brachte Junker Spanien in Führung und man wähnte sich als sicherer Sieger in dem Vergleich. Doch nachdem Zypern eine Stunde später mit einem Doppelschlag das Spiel drehte, fehlte ihnen plötzlich nur noch ein Tor. Also versuchten sie alles und stürmten mit Mann und Maus nach vorne. Und genau das konnte Spanien ausnutzen. Reucher erzielte in der 88.Minute den 2-2 Ausgleich, womit der Vergleich endgültig an Spanien ging. Und eine Minute später markierte Reucher sogar den erneuten Siegtreffer für die Seleccion. Zypern entwickelt sich immer mehr zu einem Lieblingsgegner Spaniens. Und vielleicht sollte der Antrag gestelt werden, nur noch gegen Mannschaften aus dem östlichen Mittelmeer anzutreten, bei 7 Siegen in 7 Spielen gegen Griechenland und Zypern würde dies Sinn machen.

04.03.2002 Israel - Spanien 2-1 : Spanien entwickelt sich entgegen früherer Gewohnheiten immer mehr zum Frühstarter, dem dann hinten heraus die Luft ausgeht. Auch in Israel lag die Seleccion bereits nach zwei Minuten in Führung, nachdem Pedi Witte getroffen hatte. Doch diesmal war die Herrlichkeit schon in der ersten Hälfte vorbei. In der 10. und 36. Minute erzielten die Israelis ihre Treffer und liessen danach nichts mehr anbrennen. Sicher schaukelten sie ihren Sieg über die Runden und stießen Spanien ganz tief in den Abstiegssumpf.

San Marino - Spanien 1-2 : Spanien hat wohl damit die Meisterschaft in der SEL entschieden und den Abstiegskampf wieder spannend gemacht. Der Sieg war überlebensnotwendig. Das Spiel kam sehr schleppend in Gang, beide Teams trauten sich nicht so richtig nach vorne zu spielen. Zu groß war die Angst zu verrlieren. Erst Mitte der zweiten Halbzeit nahm das Spiel an Tempo auf, zeigte dann aber Szenen im Minutentakt. 73.Minute: Breucker bringt Spanien in Front, eine Minute später schafft Hennig den Ausgleich, doch erneut in direkten Gegenzug stellt Dammertz die Weichen wieder auf Auswärtssieg. Zwar hatte Schafroth Sekunden vor dem Abpfiff noch den Ausgleich auf dem Schlappen, aber als er daneben schoss, hatte Spanien wieder Chancen auf den Klassenerhalt und das Bergvölkchen kaum noch welche, Europameister zu werden. Aber das wollten sie bekanntlich auch nie.

Spanien - Zypern 4-2 : Direkt mit Hin- und Rückspiel ist der zweite Vergleich des Stolzes Iberiens mit der Insel der Götter eingeplant. Diese Woche genoss Spanien Heimrecht und nutzte es weidlich aus. Es waren noch keine 10 Minuten gespielt, als Schwartz, G. Meyer und Kautz für einen 3-0 Vorsprung gesorgt hatten. Nach dem in der 57.Minute das 3-2 gefallen war, sah es aber gar nicht mehr so rosig aus. Glücklicherweise gelang Iwannek noch das 4-2 in Minute 73 und wir können recht beruhigt am nächsten Wochenende ins östliche Mittelmeer schippern, um das Rückspiel in Angriff zu nehmen.

25.02.2002 Griechenland - Spanien 1-3 : Das kam wie gerufen. Nach den durchwachsenen bis peinlichen Auftritten der Seleccion in der letzten Zeit durfte Spanien beim Lieblingsgegner Griechenland antreten. Und den bisherigen drei Siegen fügten sie im vierten Spiel den vierten Sieg hinzu. Spanien zeigte zwar direkt zu Beginn, dass das Selbstvertrauen gegen die Hellenen besonders groß war und ging durch Schreindorfer nach 12 Minuten in Front, aber des Sieges sicher sein konnte man sich lange nicht. Nach einer halben Stunde gelang dem Gastgeber der Ausgleich, dem Witte acht Minuten später die erneut Führung folgen lies. Mitte der zweiten Hälfte stand das Spiel dann auf des Messers Schneide. Griechenland drückte, erspielte sich Chance um Chance und Spanien konterte gefällig. Nach einigen Minuten offenen Schlagabtausches erzielte Tsagkalidis den wohl bisher wichtigsten Treffer für seine neue, alte Heimat, als er in der 76. Minute zum entscheidenden 3-1 einschob. Danach gaben sich auch die Söhne Apollos endlich geschlagen.

Spanien - Irland 0-1 : Was da in Teamchef Pallasch gefahren ist, kann er wohl heute selbst nicht mehr erklären. Sollte diese Mannschaftsbesprechung jemals an die Öffentlichkeit gelangen, wird sie als grösster taktischer Irrtum seit dem legendären Spiel Maltas in England (auch bekannt unter dem Titel 'Energie Cottbus versenkt in der Nähe von Köln eine Mittelmeerinsel') in die Geschichte eingehen. Die ersten Minuten rannten alle Spieler der Seleccion wie von der Tarantel gestochen blind nach vorne, sich dort gegenseitig über den Haufen und anschliessend mit dem Kopf vor die Wand. Danach verliessen sie den Ort des Geschehens. Wenige Minuten später gelang Irland das 1-0. Und in Ermangelung eines Gegners, der ihren Auswärtssieg in Gefahr bringen konnte, gingen auch sie nun heim. Die Zuschauer waren nicht gerade erbaut darüber, dass das Spiel bereits nach 15 Minuten beendet war, noch enttäuschter zeigten sie sich aber über die Art und Weise, wie der Trainer die Iberer auf- und eingestellt hatte. Diesem dürften nun schwere Zeiten bevorstehen.

Niederlande - Spanien 3-2 : Zum Abschluss dieses abwechselungsreichen Wochenendes stand ein freundschaftlicher Kick im Land des Käses auf dem Programm. Besonders Präsident Breucker freute sich über den Trip nach Kerkrade, wo er früher seine Brötchen verdient hatte und mit Cordes und Klühe alte Weggefährten aus noch nicht vergessenen Zeiten wiedertraf. Die zahlreich erschienen Zuschauer bekamen auch ein hochklassiges und interessantes Spiel zu sehen, das keine Zeit mit Abtasten vergeudete. Nach acht Minuten brachte Tombrock bei seiner Premiere für die Seleccion die Gäste in Führung, im direkten Gegenzug konnten die Niederländer aber egalisieren. Auch in der Folgezeit wogte das Spiel hin und her. Weitere Tore wollten aber einfach nicht fallen. In den Schlussminuten war es dann endlich soweit. Klühe brachte Holland mit einem Doppelschlag in der 84. und 85.Minute mit 3-1 in Front, aber Spanien konnte kontern. Drei Minuten vor dem Ende war es ausgerechnet Breucker in seinem alten Stadion vorbehalten, den spanischen Anschlusstreffer zu erzielen, zu mehr reichte es aber nicht mehr. Und trotzdem war es ein schönes Wiedertreffen mit alten Freunden, das allen viel Freude bereitet hat.

18.02.2002 Spanien - Norwegen 2-2 : Und wieder gab es keinen Sieg für die ehemals so glorreiche Seleccion des  - man glaubt es kaum - immer noch amtierenden Europameisters. Troz des glänzenden Starts (Junker machte in der ersten Minute das 1-0), gelang es den Iberern nicht, Ruhe ins Spiel zu bringen. Man stürmte gerade in Hälfte Eins weiter munter nach vorne, vergab seine Großchancen jedoch gleich mehrmals am norwegischen Gehäuse. Und was in solchen Fällen dann passiert, kennen wir ja alle zur Genüge. Nach der Drangperiode kamen in den zweiten 45 Minuten die Gäste aus dem hohen Norden stark auf und erzielten in der 69.Minute den Ausgleich. Sieben Minuten später brachte die zweite Hälfte des Brüderpaares Medina Norwegen sogar in Führung und man fürchtete eine erneute Heimniederlage Spaniens. Doch wenn es um das Land am schlechtesten steht, kommt der Präsident und versucht zu retten, was noch zu retten ist. Auch diesmal ließ Breucker sich nicht lange bitten und erzielte im Gegenzug das 2-2. Dabei blieb es und letztlich war die Punkteteilung auch verdient. Aber trotzdem ist es eindeutig zu wenig im Kampf um den Klassenerhalt.

Spanien - Ukraine 1-2 : Wieder ging die Heimmannschaft früh in Führung. Oliver Lang sorgte nach 5 Minuten dafür, er war erst kurz vor Spielbeginn für den eigentlich vorgesehenen Reiss ins Team gerückt. Die einstige Schwäche des schläfrigen Beginns scheinen die Spanier entgültig abgelegt zu haben. Abgelegt haben sie aber auch ihr Selbstbewusstsein und ihre Konstanz in der Abwehr. Nachdem vor dem Seitenwechsel das Spiel ausgeglichen war, stellten sich nachher wieder die inzwischen so üblichen Konzentrationsschwächen in der Abwehr ein. Spaniens Defensivblock scheint nur noch Luft für eine Stunde zu haben, da kann man die Uhr danach stellen, wann der Gegner zu Großchancen kommt. Und auch die Ukraine ließ es sich nicht nehmen, zwei davon in der 70. und 77. Minute zum Sieg zu nutzen. Spanien ist damit in der Liga seit 6 Spielen ohne Sieg und rutscht auf einen Abstiegsplatz, wärend die Gäste die Tabellenführung übernommen haben und goldenen Zeiten entgegen blicken.

Spanien - Lettland 1-2 : Und ewig grüßt der Angstgegner. Die bisherige, so düstere Bilanz gegen die Balten konnte auch im dritten Aufeinandertreffen nicht mit dem ersten Punktgewinn aufgebessert werden. Zwar gab es erneut einen Blitzstart - diesmal durch Schwartz. Aber genauso sicher folgt ja nun auch der Einbruch nach einer Stunde. Die Letten schafften Spanien sogar bereits etwas früher müde zu spielen. In der 57.Minute glückte ihnen der Ausgleich, dem sie sechs Minuten vor Schluss auch noch den Siegtreffer folgen ließen. Damit steht ein weiteres schwarzes Wochenende für den Stolz Iberiens zu Buche und im Moment ist noch keine Ende der Durststrecke in Sicht. Trainer Pallasch ist nun gefordert und hat bereits Konsequenzen angekündigt.

11.02.2002 Spanien - Weissrussland 1-3 : Spanien stand unter dem Druck, dieses Spiel für sich entscheiden zu müssen, sollte es noch etwas werden mit der erfolgreichen Titelverteidigung. Doch dies schien die Mannen von Trainer Pallasch überhaupt nicht zu belasten. Bereits nach 10 Minuten brachte Hiebel die Iberer mit 1-0 in Front. Danach gelang jedoch nicht mehr viel. Zwar war die Mannschaft sehr offensiv ausgerichtet, aber die Lücken in der Defensive umso größer. Nach eine halben Stunde markierte Switko den Ausgleich für die Gäste. Das wäre ja nicht schlimm gewesen, aber die spanischen Offensivkünstler versemmelten eine Großchance nach der anderen. Ein Doppelschlag in der 57. und 58. Minute durch Poppe entschied dann das Spiel zugunsten der Gäste und Spanien verabschiedet sich immer weiter von der Tabellenspitze.

Armenien - Spanien 3-2 : Von diesem Spiel werden die Zuschauer noch ihren Urenkeln erzählen - wenn ihr schwaches Herz die Dramatik der Schlussminuten unbeschadet überstanden hat. Es war kein Vergleich zu dem Schlafwagenfussball, den beide Teams vor Wochenfrist im Freundschaftsspiel geboten haben. Witte brachte nach 9 Minuten den amtierenden Europameister mit 1-0 in Führung und Spanien dominierte auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte. Erst nach dem Seitenwechsel kamen die Armenier besser ins Spiel und Beitelhoff gelang in der 50. Minute auch der Ausgleich. Weiter einen offenen Schlagabtausch boten beide Teams, doch Tore wollten in der regulären Spielzeit nicht mehr fallen. Der Schiedsrichter zeigte 4 Minuten Nachspielzeit an, da der Armene Gäber ziemlich lang auf dem Feld behandelt wurde, bevor er dann doch durch Lawrenz ersetzt wurde. Ein herrlicher 30m-Volleyschuss durch Junker brachte Spanien in der ersten Minute der Nachspielzeit in Front und man hörte die Steine bei Trainer Pallasch auf die Tartanbahn plumpsen. Armenien hatte es nun verständlicherweise eilig. Anstoß durch Lawrenz und Grünhagen, auf der linken Seite sprintete Stück nach vorn und Grünhagen spielte ihm millimetergenau in den Fuss - 2-2 durch Stück. Erneuter Anstoss, Tsagkalidis vertändelte den Ball, Stück ging dazischen und mit dem Leder am Fuss auf und davon. Und nur zwei Minuten nach dem Führungstreffer der Spanier schaffte Stück die Wende und erzielte das 3-2 für Armenien. Tsagkalidis schien ein Dejavu- Erlebnis zu haben, er kommt aus Barcelona.

Spanien - Moldawien 1-3 : Nachdem Spanien in den Ligaspielen bereits so sehr enttäuscht hatte, brachten sie selbst im Freundschaftsspiel gegen Moldawien kein Erfolgserlebnis zustande. Breucker gelang zwar die Führung nach fünf Minuten, aber nur sechs Minuten später erzielte Monden den Ausgleich. Danach plätscherte das Spiel recht ereignislos vor sich hin, bis gegen Ende dann die Enttäuschung des bisherigen Saisonverlaufes die Iberer zu lähmen schien. Die Konzentration ließ ob der Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit immer mehr nach und so kamen die Moldauer noch zu zwei Toren durch Werner - und Spanien im dritten Spiel des Wochenendes zum dritten Mal unter die Räder. Dass es so nicht weitergehen kann, ist jedem im Verband klar und der Präsident wird noch diese Woche sich mit dem Teamchef in Verbindung setzen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

04.02.2002 Spanien - San Marino 1-2 : Munter mischt der Zwergenstaat weiter die SEL auf. Gerade aufgestiegen zeigte das Bergvölkchen auch vor dem amtierenden Europameister einfach nicht den nötigen Respekt. Anstatt in huldvollem Abstand den Ballfertigkeiten der Iberer zuzuschauen, furhen sie ihnen gnadenlos in die Parade und erzielten völlig unerlaubterweise bereits nach zwei Minuten den Führungstreffer. Gerade diese Anfangsoffensiven, die San Marino immer wieder zeigt, lassen das Gerede von Doping in der SEL nicht verstummen. Wie anders ist eine solche Aggresivität zu Spielbeginn zu erklären, als mit einem tiefen Schluck Piff-Paff vor Anpfiff. COOL sollte hier dringend einschreiten, das Zeug ist gefährlicher als EPO, war von der Prommerschen Internationale auch schon mal verboten worden, doch in den Bergen Norditaliens scheint es weiter zum Lebensalltag zu gehören. Das Spiel jedoch schien seinen gewohnten Gang zu gehen. Spanien fand zurück zu seiner Linie, Michalek schaffte nach 17 Minuten den Ausgleich und Reiss mühte sich im Mittelfeld ständig. Seine Anspiele fanden jedoch nie den richtigen Adressaten. Sieben Minuten vor Ende geschah dann das Unfassbare. Nachdem sich der Marinese Paus einen Schluck aus seiner Trinkflasche gönnte, sprintete er zurück aufs Spielfeld, schnappte sich das Leder und marschierte unaufhaltsam dem spanischen Tor entgegen. Keiner konnte ihn stoppen und so gelang ihm tatsächlich der 2-1 Siegtreffer. Was sich in dieser Trinkflasche befand, entzieht sich leider unserer Kenntnis.

England - Spanien 1-1 : Es war das Spiel der Enttäuschten. Der Vize- empfing den Europameister und beide zitterten sich über die 90 Minuten, um blos nicht mit einer Niederlage den Anschluss an die etwas enteilten Weissrussen zu verlieren. Ein Blitztor durch Junker brachte Spanien nach nur 60 Sekunden in Führung, eine knappe halbe Stunde später glich Boll für die Gastgeber aus. Danach versuchten beide Mannschaften, den Gegner auf keinen Fall gewinnen zu lassen - was ihnen auch eindrucksvoll gelang. Da die Weissrussen ihre Pflichtaufgabe aber erfolgreich gestalteten, finden sich beide nun eher im hinteren Verfolgerfeld wieder. Die Ziele hatten die Nationaltrainer vor der Saison wesentlich höher angesiedelt.

Armenien - Spanien 0-1 : Da beide Mannschaften bereits in wenigen Tagen an gleicher Stätte im Rahmen der SEL erneut aufeinandertreffen, wollte sich wohl keiner in die Karten schauen lassen. Hiebel hielt sich nicht an die vornehme Zurückhaltung und schob nach sieben Minuten zum 1-0 für Spanien ein. Von Armenien war in der Offensive nichts zu sehen und den Gästen wäre es bestimmt recht, wenn dies nächste Woche genauso sein wird. Das Spiel war eine Strafe für die Zuschauer und sollte den Verantwortlichen beider Verbände eine Lehre sein. Ein Testspiel gegen ein Team, gegen das man beriets kurz danach in einem Pflichtspiel antreten muss, kann nicht in einem rauschenden Fussballfest enden.

28.01.2002 Irland - Spanien 2-0 : Es scheint so langsam zur schlechten Gewohnheit zu werden beim Europameister, dass man in den Auswärtsspielen die nötige Konzentration vermissen lässt. Ähnlich wie bereits bei der Niederlage in der Ukraine stellte diesmal Irland trotz geschlossenem Auftreten eine scheinbar unüberwindbare Hürde dar. Das Spiel lief eigentlich ganz unaufgeregt. Wärend Spanien seine wenigen Chancen nicht nutzen konnte, gelangen Irland ein paar Minuten vor und nach der Halbzeit die entscheidenden Treffer. Die Iberer schienen nicht willens zu sein, sich gegen die Pleite zu stemmen. Es wirkte fast so, als ob der eine oder andere Akteur meinte, mit ordentlichen Heimspielen den Klassenerhalt sichern zu können und mehr auch gar nicht anstreben zu müssen.

Spanien - Israel 2-0 : Und wieder ging die Rechnung der Gesättigten auf. Zuhause spielt man zwar auch nicht überragender als auswärts, aber man gewinnt seine Spiele doch irgendwie. Und in der Zwischenzeit ist auch vom ehemaligen Angstgegner Israel nichts mehr zu spüren. Geduldig spielte die Seleccion ihr Pensum herunter, wartete auf seine Chancen und die boten sich mit zunehmender Spieldauer und kraftloseren Israelis gegen Ende des Spiels. In der 81. Minute schaffte Tsagkalidis das erlösende 1-0. Und wärend Israel nun alles nach vorne warf, um sich gegen die zweite Niederlage gegen Spanien zu stemmen, konterte ausgerechnet der vor dem Tor sonst so unruhige Kautz den Ex-Europameister eiskalt aus und markierte in der Nachspielzeit das 2-0. Damit waren wieder einmal drei Punkte eingefahren und großes Erstaunen löste der anschließende Blick auf die Tabelle aus. Mit 7 Toren aus 6 Spielen kann man wirklich nicht zufrieden sein, nur 6 Gegentore sprechen aber für eine immer noch sehr konzentrierte Abwehrleistung besonders vor eigenem Publikum. Bei diesem Torverhältnis bereits 12 Punkte gesammelt zu haben, ist wohl mehr als glücklich, aber dass man damit auch noch Tabellenführer der SEL ist, setzt den Verfolgern wirklich die Hörner auf. Lassen wir uns mal überraschen, wie lange die sich das noch gefallen lassen.

Slowenien - Spanien 1-2 : Mit dem Gastspiel in Ljubljana soll für Spanien die Aufräumarbeit beginnen. So nach und nach planen die Verantwortlichen sich die Nationalmannschaften vorzuknöpfen, gegen die man bisher keinen Blumentopf gewinnen konnte. Bisher gab es ein Spiel zwischen den beiden Nationen und das ging verloren.Auch diesmal schien nach tor- und trostloser erster Hälfte Slowenien die Oberhand zu behalten. Mit Wiederanpfiff gingen sie 1-0 in Führung. Doch wärend sich die Heimmannschaft danach abmühte, die Entscheidung herbeizuführen, geland Oliver Lang in Minute 73 der Ausgleich. Und damit die Angst vor zukünftigen Begegnungen auch endgültig verfliegt, legte Matthias Lang in der 91.Minute noch den Siegtreffer nach. Spanien entwickelt sich mehr und mehr zum Spezialisten für die ganz späten Tore. Nun ja, solange es gut geht...

21.01.2002 Ukraine - Spanien 2-0 : Nun ist es passiert. Zum ersten Mal seit der Zugehörigkeit der Iberer zur Euro League gelang dem amtierenden Europameister kein Tor. Zwangsläufig kam es so zur ersten Niederlage der Saison gegen deutlich überlegene Ukrainer, die bereits nach 20 Minuten durch Specht in Führung gingen. Kurz vor der Pause erhöhte Neu-Präsident Grüning sen. auf 2-0. Und solange man nicht trifft, kann man so ein Spiel dann auch nicht drehen. Man merkte schon recht deutlich, dass die Ukraine einfach zu stark war an diesem Tag. Hätte Spanien wirklich einmal den Anschlusstreffer erzielt, hätte das Heimteam wohl ernst gemacht und den Vorsprung weiter ausgebaut. Unterm Strich bleibt ein enttäuschender Betriebsausflug und das Wissen, diese Saison nicht so glorreich gestartet zu sein wie noch in der letzten.

Spanien - Griechenland 2-1 : Zum Glück ging es nun wieder gegen Aufbaugegner Griechenland. Bisher standen in zwei Spielen zwei Siege zu Buche und an der makellosen Billanz gegen Hellas sollte sich auch nichts ändern, obwohl es diesmal knapper war als bei den überlegenen Triumphen letzte Saison. Nach 23 Minuten geriet man sogar erstmals gegen Griechenland in Rückstand (Ott), Matthias Lang konnte jedoch nur vier Minuten später mit einem sehenswerten 25m-Schuss ausgleichen. Dann passierte bis zur Pause und auch weite Strecken der zweiten Halbzeit nichts aufregendes. Kurz vor dem Ende jedoch zog das Spiel noch einmal dramatisch an. Spanien brauchte den Sieg, um an der Ukraine dranzubleiben und wollte auch seine weisse Weste gegen die Griechen verteidigen. Diese wiederum besaßen durchaus Konterchancen, doch schließlich war es soweit. In der ersten Minute der Nachspielzeit schaffte Christine Schreindorfer, der neuere Teil der südländischen Frauenpower, den erlösenden 2:1-Siegtreffer. Der Rest war grenzenloser Jubel. Spanien ist nun mit 9 Punkten gleichauf mit Spitzenreiter Ukraine auf Platz 2, hat sich also erneut oben festgebissen.

Weissrussland - Spanien 4-1 : Zum Abschluss des schönen Wochenendes hatte uns der Präsi noch das sonnige Spanien versprochen. 
Ich muss da wohl was verwechselt haben, denn statt in Mallorca landeten wir in unserem miefigen Witebsk. Um uns zu trösten, hatten uns die Gäste drei Eimer Sangria in die Kabine gestellt. Bei dem Gesöff ist es kein Wunder, dass die so kacke Fußball spielen. Aber eins hatten wir uns vorgenommen: Zumindest diesmal spielen wir über 90 Minuten und zeigen dem Publikum wie unschlagbar Belarus wirklich ist. Es lief auch prächtig an. Unser Poppe hatte uns für diese kleine Trainingseinheit "halbhoch" angeordnet, also übten wir uns fleißig in Akrobatik. Während der ersten Halbzeit ist der Ball wohl etwa 2 mal zu Boden gefallen (jaja, der Erik hat gepennt), aber die Iberier kamen dabei nicht einmal an die Kugel. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit stellte sich der Stefan vor Gegners Tor und nickte unbedrängt ein. In Hälfte Zwei ließen wir die Gegner eigentlich auch nur ins Leere laufen. Unser fantastisches Publikum sparte selbstverständlich nicht mit Hohn und Spott *hihi*. Jedenfalls irgendwann nach 70 Minuten legte ich an der Mittellinie recht ungeschickt für Thorsten auf. Der konnte den Ball gerade noch so ersprinten und feuerte das Ding in Richtung Tor. Leute was soll ich euch sagen: Die Kugel trillerte eine halbe Minute lang zwischen Latte und Torlinie - Wembley war wohl nen Scheiß dagegen. Die Spanier standen rum und guckten einfach nur ungläubig zu. Während dieser Vorstellung (die Holzlatte in Witebsk verlor dabei haufenweis an Spänen und Farbe) muss die Kugel wohl drei Mal die Torlinie überquert haben, denn der Schiedsrichter meinte jetzt steht es 4:0. Den Rest des Spieles verbrachten wir in der Sprecherkabine und schauten uns das Tor des Jahres immer wieder in Zeitlupe an. Also meiner Meinung nach waren das 7 Tore, aber ich bin ja kein Erbsenzähler. Während dieser Zeit sollen die Spanier auch noch Tore geschossen haben, aber wen interessiert das schon. 
(Jan Berger)

14.01.2002 Spanien - Armenien 2-1: Kaum waren die Feierlichkeiten zum ersten Titelgewinn überstanden, schon startete das Unternehmen Titelverteidigung. Aufsteiger Armenien gab sich die Ehre und das Spiel ging schon mit dem Anpfif richtig los. Der erste Angriff der neuen Saison brachte bereits die Führung durch Erfolgstrainer Pallasch. Die Uhr zeigt noch nicht einmal eine Minute Spielzeit. Doch fast genauso schnell saß der Konter der Gäste. Nach drei Minuten konnte Lawrenz ausgleichen. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hatte Zober noch die große Chance, die Gäste sogar in Front zu bringen, doch sein Schuss blieb in einer Pfütze auf der Linie des spanischen Tores liegen. Direkt nach Wiederanpfiff sorgte Dammertz dann für das 2-1 und das war bereits die Entscheidung. Armenien konnte keine großen Akzente mehr setzen und die Heimmannschaft machte dort weiter, wo sie letzte Woche aufgehört hatte.

Norwegen - Spanien 0-1: Beide Mannschaften verausgabten sich bereits in den ersten 45 Minuten fast völlig und was dort gezeigt wurde, war zumindest von den Gästen aller Ehren wert. Nach einer knappen halben Stunde schob Hiebel nach Pass von Schulzki aus kurzer Distanz zur Führung für den Europameister ein. Oliver Lang hatte direkt im Anschluss die Möglichkeit auf 2-0 zu erhöhen, vergab jedoch freistehend. Bis zum Seitenwechsel folgten nun Angriffe des Aufsteigers aus dem hohen Norden, doch wurden alle durch die gut postierte spanische Abwehr zunichte gemacht. Nach dem Seitenwechsel ließen die Angriffbemühungen beider Teams spürbar nach und Spanien konnte einen ebenso makellosen Start hinlegen wie in der abgelaufenen Saison.

Andorra - Spanien 1-3: Die mehrtätigen Feierlichkeiten anlässlich des 100. Länderspiels Andorras fanden in dem Freundschaftsspiel gegen den großen Nachbarn seinen Höhepunkt. Das ganze Land war auf den Beinen, um die Stars aus dem sonnigen Süden zu bestaunen und diese gönnten ihnen sogar die Freude, nach 15 Minuten die Führung durch Dretzke bewundern zu dürfen. Bevor die Euphorie aber zu groß wurde, sorgte Breucker drei Minuten später für den Ausgleich. Dann geschah lange Zeit nichts, die Zuschauer hatten auch so ihren Spaß und waren stolz, die Helden des europäischen Fussballs so hautnah erleben zu dürfen. Ein Doppelschlag in der 71. und 75. Minute durch Schreindorfer und Junker sorgte dann für klare Verhältnisse, ließ die Heimmannschaft aber auch nicht lange trauern. Man hatte schließlich gegen eines der ganz großen Teams Europas verloren. Und so waren am Ende alle glücklich und zufrieden über den Verlauf dieses Frendschaftsspiels.