Aktuelles Saison 2002/2
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2004

 
13.05.2002 Schweiz - Spanien 0-0 : Des Autors Höflichkeit sollte Schweigen gebieten ob der Leistungen beider Teams. Man fühlte sich an Gijon '82 erinnert. Aber vielleicht konnte es ja auch keine der teilnehmenden Mannschaften besser. Dann allerdings drängt sich die Frage auf, wie sie in die SEL gekommen sind.

Spanien - Slowenien 2-0 : Bereits das zweite Spiel in Folge ohne Gegentor. Spaniens Defensive findet ausgerechnet in der entscheidenden Saisonphase zu gewohnter Stärke zurück. Junker kurz vor der Halbzeitpause und Matthias Lang nach einer Stunde machten den Sieg und - viel wichtiger - den Klassenerhalt perfekt. Das wusste bei Abpfiff des Spiels zwar noch keiner, aber das Zittern hatte bald ein Ende, als nach und nach die Ergebnisse von den anderen Plätzen eintrudelten. Der letztjährige Shooting Star San Marino sowie das Mutterland England müssen den Gang in die Zweitklassigkeit antreten, Spanien hingegen bleibt dem Oberhaus erhalten. Dies ist die wichtigste und erfreulichste Nachricht dieses doch eher trostlosen Wochenendes.

Spanien - Kroatien 1-2 n.V. : Im Finale des Mittelmeer-Cups war dann doch Endstation. Kurz vor dem großen Erfolg wurden die Iberer von Kroatien niedergekämpft. Der frühen Führung der Kroaten rannte Spanien die ganze Spielzeit hinterher und schaffte erst sechs Minuten vor dem Abpfiff das erlösende 1-1 durch Breucker. Damit hatte man die Verlängerung erzwungen, in der aber erneut die Balkanbrasilianer dominierten und in der 102. Minute mit dem Golden Goal belohnt wurden. Trotzdem kann man Spanien ein gutes Abschneiden bei dem Turnier zugute halten, verdienter Sieger in diesem Spiel waren aber die Kroaten.

Spanien - Bulgarien 3-2 : Zum Ausklang einer wechselvollen und nervenaufreibenden Saison empfing man Bulgarien zu einem Freundschaftskick, in dem die Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen. Nach der frühen Führung der Bulgaren und deren Ausbau in der 39.Minute sah es aber so gar nicht nach einem gelungenen Saisonabschluss für Spanien aus. Zum psychologisch bekannt günstigesten Zeitpunkt gelang Dammertz aber der Anschlusstreffer - in der 44.Minute. Bulgarien brachte in Hälfte Zwei dann nicht mehr viel zustande, sodass Schwartz nach einer Stunde ausgleichen konnte. Und eine Viertelstunde vor Schluss gelang Oliver Lang sogar der inzwischen auch verdiente Siegtreffer. Beschliessen wir damit die Saison 2002/2 und hoffen auf ruhigere Gewässer in der kommenden Spielzeit.

06.05.2002 Spanien - England 1-3 : Das Match gegen die Inselkicker bildete den Auftakt für ein sehr anstrengendes Wochenende. Aufgrund der Spielausfälle vor 14 Tagen standen neben dem Halbfinale im Mittelmeer-Cup gleich vier Ligaspiele auf dem Programm und dabei geht es für Spanien ja bekanntlich um den Verbleib in der SEL. Und es begann gut. Bereits nach 10 Minuten konnte Rene Kautz Spanien in Führung bringen, die man sogar bis zur Pause verteidigen konnte. Doch danach begann das Dilemma erneut. Es gab einmal Zeiten, in denen besonders die Defensivarbeit der Iberer allerhöchsten Respekt in Europa verdiente, doch nach 12 Gegentoren in den vier Spielen des letzten Wochenendes scheint davon nichts mehr übrig zu sein. Am meisten fehlt wohl der Respekt der gegnerischen Stürmer vor der Abwehrreihe. In der 46.Minute konnte England ausgleichen, ging nur vier Minuten später sogar in Führung und als Spanien dann zum Ende hin vehement auf den Ausgleich drängte, kamen die Engländer in der Nachspielzeit sogar noch zum 3-1, der ihnen etwas Luft im Abstiegskampf verschaffte. Spanien gerät mit dieser löchrigen Abwehr aber immer mehr unter Zugzwang.

Israel - Spanien 1-3 : Was waren die Israelis früher für Angstgegner. Ungern denkt man an die Schlappen bei der EM-Qualifikation im eigenen Land zurück, aber seit es in der Liga um Punkte geht, haben die Nahost-Kicker nicht mehr viel zu bestellen bei den Duellen. Der Spielverlauf glich der Heimniederlage gegen England, mit dem Vorteil, dass Spanien diesmal auswärts antreten durfte. Matthias Lang gelang Mitte der ersten Hälfte die Führung, Holger Junker direkt nach Wiederanpfiff der Ausbau derselben. Doch nachdem in der 53.Minute der Anschlusstreffer fiel, schöfte der Gastgeber neuen Mut und warf alles nach vorne. Und genau dies nutzte erneut die konternde Mannschaft aus und erzielte durch Ralf Iwannek die endgültige Entscheidung mit der letzten Aktion im Spiel. Zwar spielte man erneut nicht zu Null, aber durch den Sieg bleibt man am rettenden Ufer dran.

Faröer - Spanien 1-1 : Welch Grottenkick.Wie so oft wurde man von der Aufstellung enttäuscht. Versprach diese noch Offensivgeist auf beiden Seiten, so sah man sich im Verlaufe des Ballgeschiebes eines Besseren belehrt. Was nützt es, wenn zwar auf beiden Seiten nur Angreifer auf dem Feld sind, aber keiner in der Lage ist, einen 8-Meter-Pass unfallfrei zu stoppen? Da wünscht man sich lieber die Spiele Catenaccio gegen Beton, in denen man wenigstens über Kratzen, Kämpfen, Beißen schreiben kann. Ach ja, nach Ablauf der regulären Spielzeit zogen sich dann beide Mannschaften zur Sicherung des einen Punktes in ihre Hälften zurück und es fielen logischerweise noch zwei Tore, gleichmäßig verteilt für jeden eines. Das spanische erzielte übrigens Christian Michalek. Warum nicht gleich so?

Spanien - Ukraine 3-2 : Wenn der Anschluss nicht schon vor den beiden abschließenden Spielen am kommenden Wochenende verloren gehen sollte, musste ein Sieg her für die Iberer. Und, siehe da, wenn Nervenstärke gefordert ist, ist auf Spanien Verlass. Aber auch der Ukraine gebührt an dieser Stelle ein Lob für eine gute und unterhaltsame Partie. Nach elf Minuten gelang Gonzo Meyer der einzige Treffer der ersten Halbzeit, in der ein verteiltes Spiel hin- und herwog. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff gelang der motiviert aus der Kabine kommenden Ukraine der nicht unverdiente Ausgleich, den Tsagkalidis aber postwendend kontern konnte. Danach bekam Spanien das Spiel immer besser in den Griff und strahlte mit jeder Minute mehr Sicherheit aus. Trozdem dauerte es bis zur ersten Minute der Nachspielzeit, bis Andreas Geil in seinem ersten Länderspieleinsatz das so wichtige 3-1 erzielte. So wünscht man sich einen Neunationalspieler: Reinkommen, Tor machen, ruhig bleiben. Die Ukraine kam noch zum erneuten Anschlusstreffer, aber den Sieg liessen sich die Iberer nicht mehr nehmen. Zwar rangieren sie immer noch auf einem Abstiegsplatz, sind aber wieder punktgleich mit dem rettenden Ufer. Und da selbst der Zweite noch absteigen, sich der Letzte aber auch noch retten kann, steht uns ein nervenaufreibendes Wochenende bevor.

San Marino - Spanien 1-2 : Das ewig junge Duell des Stolzes Iberiens mit dem heimlichen Herrscher auf dem Stiefel fand beim vierten Aufeinandertreffen allein in dieser Saison mit Spanien einen glücklichen Sieger. Nach nur zwei Minuten erzielte Matthias Lang mit seinem zweiten Treffer an diesen Wochenende die Führung, die Uwe Pallasch drei Minuten nach dem Seitenwechsel sogar auf 2-0 schrauben konnte. Nachdem San Marino aber in der 51.Minute bereits verkürzte, wurde es für Spanien noch sehr brenzlig. Vierzig Minuten musste gezittert werden, bis der Finaleinzug bei Mittelmeer-Cup geschafft war, aber das erfreuliche Ende ließ vieles vergessen, was Spanien in diesem Spiel falsch machte. Jetzt haben sie den Sprung ins Finale geschafft und treffen dort nach hoffentlich erfolgreich beendetem Kampf um den Klassenerhalt auf Kroatien. Das könnte diese nervenaufreibende Zittersaison noch zu einem versöhnlichen Abschluss bringen.

29.04.2002 Spanien - Slowakei 4-4 : Da ging sie fort, die spanische Defensivkunst. Es schwammen ihnen die Felle den Bach hinunter. Aber man kann das Spiel auch positiv angehen: Jeder, wirklich jeder Schuss war ein Treffer. Sowas hat es in den inzwischen 160 Spielen der Seleccion noch nie gegeben. Dabei verlief die erste Halbzeit recht ruhig. Spanien ging durch Tombrock bereits in der ersten Minute in Führung und verteidigte diese bis kurz vor dem Seitenwechsel. Aber auch nach dem Ausgleich blieben ja noch 45 Minuten Zeit, das Heimspiel zu gewinnen. Es passierte aber erschreckend wenig, bis dann die letzten 20 Minuten anbrachen. Der Doppelschlag der Slowaken in der 72. und 73. Minute passte den Iberern nun gar nicht ins Konzept, doch aufgeben wollten sie auch noch nicht. Tsagkalidis konnte in der 75.Minute nach Pass von Gonzo Meyer wieder aufschliessen und es kam noch besser. In der 81. und 82.Minute der nächste Doppelschlag. Diesmal traf Schwartz und zwar gleich zweimal zum 4-3. Spanien wähnte sich auf der Siegerstrasse und hätte die herrliche Flanke von Michalek kurz danach einen Abnehmer gefunden, hätte die Heimmannschaft wohl auch mit drei Punkten im Gepäck den Ort des Geschehens verlassen können. So aber mussten sie in der 85.Minute den erneuten Ausgleich hinnehmen und trauern nun zwei wichtigen vergebenen Punkten nach.

San Marino - Spanien 3-1 : Es war dies bereits das dritte Aufeinandertreffen der beiden Teams in der laufenden Saison, aber immer noch steht ein mickriger Punkt aus diesen Duellen zu Buche. Auch im Liga-Auswärtsspiel auf dem Monte Giganto war trotz der frühen Führung durch Junker kein Blumentopf zu gewinnen. Bereits in der 12.Minute kassierte man den Ausgleich und zum Ende der Partie bekam das Bergvölkchen diese immer mehr in den Griff. Logische Konsequenz waren die Siegtreffer der Marinesen in der letzten Viertelstunde. Mit nur einem Punkt aus den beiden Ligaspielen steht Spanien weiter auf einem Abstiegsplatz und verdankt es nur der Mithilfe der ebenfalls bedrohten Teams, dass der Abstand nur einen Punkt beträgt, der aufzuholen sein dürfte.

Spanien - Italien 4-2 : Beim Mittelmeer-Cup läuft es dagegen weiter wie geschmiert. Im Viertelfinale war für Italien Endstation. Der Meister der frühen Tore schlug erneut zu. Diesmal war es Rene Kautz zu verdanken, dass Spanien bereit nach zwei Minuten in Front lag. Nur zwei Minuten später hatten sie aber schon den Ausgleich kassiert. Nach der erneuten Führung durch Matthias Lang zur Mitte der ersten Hälfte sorgte erneut ein Blitztor für die Vorentscheidung zugunsten der Iberer. Direkt nach Wiederanpfiff schaffte Breucker das 3-1. Italien konnte zwar erneut verkürzen, eine echte Siegchance hatten sie aber nicht mehr. Und um die Souveränität des Sieges zu unterstreichen erzielte Dammertz in der 80.Minute auch noch das 4-2. Im Halbfinale trifft man nun auf - na, wen wohl? San Marino natürlich.

Belgien - Spanien 3-0 : Vom Trainer vergessen, von der Mannschaft nie richtig beachtet fand so ganz nebenbei noch ein Freundschaftskick statt. Aber im Gegensatz zu ihren flachen Nachbarn aus dem Norden weckt Belgien nicht gerade den Ehrgeiz der iberischen Nationalmannschaftsspieler. Nur zu dritt trat man die Reise in das Land der Pommes und Pralinen an - und kehrte erwartungsgemäß mit einer deftigen Schlappe im Gepäck wieder heim. Wenn sich gleich vier Spieler kurz vor dem Abflug krank melden, kann man der restlichen Truppe ob der Gegentore keinen Vorwurf machen. Früh gerieten sie in Rückstand und gegen Ende liess die Kraft nach, sodass Belgien noch zwei Treffer nachlegen konnte. Ein trauriger Ausklang eines nicht gerade erfolgreichen Wochenendes.

15.04.2002 Slowenien - Spanien 1-1 : Zum wichtigen Abstiegsduell traf die Seleccion in Ljubljana ein und dor auf Aufsteiger Slowenien, der ebenfalls unten steht. Die langjährige Erfahrung der Iberer in der höchsten europäischen Spielklasse zahlte sich direkt zu Spielbeginn aus. Slowenien erwartete das übliche Abtasten, Dammertz schnappte sich einfach den Ball, ging aufs Tor zu und markierte nach nur fünf Minuten die Führung für die Gäste. Nur kurz danach verpasste Michalek, die Führung auf 2-0 auszubauen und anschliessend fanden die Gastgeber zurück ins Spiel. 10 Minuten vor dem Pausentee gelang ihnen sogar der inzwischen verdiente Ausgleich. Und in den zweiten 45 Mnuten versuchten sie alles mögliche, das Spiel noch zu gewinnen. Spanien dachte nun doch eher daran, den Dreier für den direkten Konkurrenten zu verhindern, als selbst unbedingt gewinnen zu wollen und sicherte so mit einer guten Defensivleistung das Remis.

Spanien - Weissrussland 1-0 : Auch hier zeigte sich die spanische Defensive gewohnt stabil. Wie schon gegen Israel reichte ein Tor, um sich entscheidend an die Nicht-Abstiegsplätze heranzukämpfen. Und dieses gelang auch noch dem Teamchef persönlich. Uwe Pallasch wusste, was die Stunde geschlagen hatte und zog sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf der Vorahnungen, die für den Fall einer Niederlage bereits seinen Kopf rollen sahen. In der 35.Minute war die Welt aber wieder in Ordnung, Spanien gewann das dritte Heimspiel in Folge gegen die Weissrussen, die nun ihrerseits mit in den Schlamassel am Tabellenende hineingezogen wurden.

Mazedonien - Spanien 1-1 : Es ging nun wirklich um gar nichts mehr für Spanien im letzten der fünf Gruppenspiele des Mittelmeer-Cups. Aber gerade deshalb ist es ihnen hoch anzurechnen, dass sie sich nicht hängen liessen, sondern durchaus mit Engagement zu Werke gingen. Dieses wurde auch zu einem Zeitpunkt belohnt, als die meisten Zuschauer noch nicht einmal Platz genommen hatten. Der große Zeiger war noch nicht einmal um die Stadionuhr, da schaffte Schwartz die Führung für die Iberer. Nachdem Junker aber kurz darauf keinen Abnehmer für seinen Massflanken fand, begnügte Spanien sich darauf, das Spiel zu kontrollieren. Mazedonien kam dann aber mit mehr Entschlossenheit aus der Kabine und Spanien fand den zweiten Gang nicht mehr. Nach etwas über einer Stunde kam es, wie es kommen musste, Mazedonien glich aus. Danach verkam das Spiel mehr und mehr zu einem Frühlingspicknick mit Ball. Beide Teams hatten sich mit diesem Ergbenis für das Viertelfinale qualifiziert, wo Italien nun auf Spanien wartet.

Spanien - Nordirland 1-1 : Nach all den Reisestrapazen traf man sich dann noch zum Abschluss des Wochenendes mit den Nordiren, um bei einem freundschaftlichen Kick, die Erfolge der letzten Zeit zu feiern. Beide Trainer gaben hier auch mal ihren Ersatzspielern die Chance, zu zeigen, dass auf sie Verlass ist. Nun, verlassen kann man sich schon auf sie, schliesslich fanden alle den Weg zum Spielfeld, aber warum sie nicht häufiger zum Einsatz kommen, kann bei dieser geballten Offensiv-Nicht-Leistung nicht verwundern. Nach absolut verschlafener erster Hälfte gelang den Nordiren durch einen Glücksschuss zwei Minuten vor dem Seitenwechsel die Führung, was zur Folge hatte, dass es in der spanischen Kabine doch etwas lauter wurde. Zumindest Kautz nahm sich dies dann zu Herzen und erzielte in der 66.Minute den Ausgleich.Verlieren wollte man vor eigenem Publikum nun auch nicht unbedingt, auch wenn die Konzentration derzeit anderen Begegnungen gilt.

08.04.2002 Ukraine - Spanien 2-2 : Es war bereits das siebte Aufeinandertreffen mit den Ballkünstlern vom Ostblock und dazu noch ein sehr wichtiges.  Wenn man die Ausgangsposition in der Tabelle ansieht, kann das Remis durchaus als Erfolg gewertet werden, zumal Spanien sich nicht hinten rein stellte, sondern frech nach vorne spielte. Lohn dieser Mühen war die Führung durch Rene Kautz nach einer guten Viertelstunde. Und nachdem Tsagkalidis den Ausgleich der Ukrainer postwendend mit der erneuten Führung beantwortete (29.), dachten viele schon, die Iberer seien stark genug den ganz großen Triumph zu feiern. Aber in der zweiten Hälfte drückte die Heimmannschaft mit Vehemenz auf den Ausgleich. In der 65.Minute war es dann um Spanien und seine Führung geschehen. Zwar konnte Spanien nun nicht mehr zusetzen, aber der Einbruch folgte auch nicht. Mit etwas Glück und viel Kampfesmut rettete Spanien den Punkt ins Ziel.

Spanien - Schweiz 3-1 : Und plötzlich wird Spanien mutig. Da war ja fast jeder Schuss ein Treffer gegen die zu Saisonbeginn aufgestiegenen Eidgenossen. Matthias Lang brachte bereits nach sechs Minuten den Ex-Europameister in Front, sein Namensvetter Oliver erhöhte nach einer halben Stunde sogar auf 2-0. Die Hoffnung wuchs. Auch wenn die Schweiz kurz nach dem Seitenwechsel den Anschluss erzielte, als in der 66.Minute Felix Meyer wieder auf 3-1 erhöhte war man sich des Sieges schon recht gewiss. Zwar versuchten es die Alpenländer in den letzten zehn Minuten noch einmal, aber selbst Ergebniskosmetik blieb ihnen diesmal verwehrt. Damit hat Spanien endgültig den Anschluss an die vor ihm plazierten Nationen geschafft und wieder berechtigte Chancen auf den Klassenerhalt.

Spanien - San Marino 1-2 : Nach all den Siegen und Feierlichkeiten in den Ligaspielen sowie dem souverän erreichten Viertelfinale des Mittelmeer-Cups sei der Seleccion dieses doch eher klägliche Schauspiel gestattet.Zwar brachte der Teamchef selbst Spanien früh in Führung, aber als das Bergvölkchen noch in der ersten Hälfte das Spiel drehen konnte, fehlte Spanien der letzte Wille. Für die nächste Runde ist man trotz dieser bestimmt vermeidbaren Niederlage bereits vor dem abschliessenden Gruppenspiel qualifiziert und belegt zur Zeit Platz 2 hinter Mazedonien in seiner Gruppe. Bei den folgenden Ligaspielen sollte man aber wieder deutlich konzentrierter zu Werke gehen, will man den Klassenerhalt noch sichern.

01.04.2002 Spanien - Israel 1-0 : Jaja, unserer früherer Angstgegner. Seit es im Ligabetrieb um Punkte geht, gehören die Israelis zu unseren absoluten Lieblingsgegnern. Auch dieses Mal versuchten sie vergeblich, uns ein Osterei ins Nest zu legen. Nichts war zu sehen vom gefürchteten Offensivblock um Dennis Wussow, nur selten wagten sich die Gäste in unsere Hälfte und so reichte ein mageres Törchen, das Rene Kautz kurz vor dem Pausenpfiff schaffte, um endlich den ersten Saisonsieg in der SEL einzufahren.

Spanien - Faröer 1-1 : Auch hier war die Defensive Trumpf. Und inzwischen steht sie wieder, die gefürchtete spanische Abwehr. Zwar gelang den Wikingern schon nach sechs Minuten der Führungstreffer, aber das war wohl mehr auf Unkonzentriertheiten im iberischen Deckungsverbund zurückzuführen als auf färingische Fussballkunst. Früh war allen Anwesenden im Stadion klar, dass mehr bei den verspielten Offensivbemühungen der Insulaner nicht herauskommen würde. Also machte Spanien sich daran, das Spiel zu wenden. Michalek stürmte aufs Tor zu - daneben. Breuckers Weitschuss - wieder nichts. Man ging tatsächlich mit diesem Rückstand in die Kabinen. Aber sofort nach Wiederanpfiff schaffte Matthias Lang den Ausgleich und es blieb noch Zeit. Doch auch Iwannek und Pallasch bekamen den Ball nicht im Tor der Färinger unter und so musste sich Spanien mit diesem 1-1 begnügen. Zwar hat man durch die vier Punkte wieder Anschluss an die anderen Teams gefunden, die Rote Laterne hängt aber immer noch über der iberischen Halbinsel.

Griechenland - Spanien 1-2 : Wie hätte dieses Spiel auch sonst enden sollen? Nach Griechenlands Abstieg gibt es in der Liga diese Saison ja keine Chance mehr, die Bilanz weiter aufzubessern gegen den Lieblingsgegner Spaniens. Also musste das Vorrundenspiel des Mittelmeercups herhalten, um gegen die Hellenen im fünften Spiel den fünften Sieg einzufahren. Gonzo Meyer in der 26. und Junker in der 38.Minute stellten die Weichen früh in die richtige Richtung und auch das Anschlusstor vor der Pause brachte Spanien nicht aus dem Konzept. Es gibt einfach sehr viel Sicherheit, wenn man weiss, dass man gegen diesen Gegner einfach nicht verlieren kann. Die Qualifikation fürs Viertelfinale wäre somit geschafft und die restlichen beiden Vorrundenspiele können sorgenfrei angegangen werden.

25.03.2002 Spanien - San Marino 2-2 : Nach dem blamablen Auftakt-Wochenende hiess es gegen den Vize-Europameister eigentlich, Schadensbegrenzung zu betreiben. Dass dabei auch noch ein Punktgewinn heraussprang, ist durchaus als erfreulich zu bewerten. Bereits nach neun Minuten hatte der Gast vom Monte Titano die Führung erzielt, der Spanien den Rest der ersten Hälfte hinterherlief. Als sie nach einer Stunden dann endlich durch Gonzo Meyer zum Ausgleich gekommen waren, nahm ihnen die Vertretung des Bergvölkchens bereits sieben Minuten später erneut jede Hoffnung. Doch Spanien gab nicht auf, setzte zum finalen Sturmlauf an und wurde belohnt. Der junge Tombrock überzeugte erneut und schaffte mit dem 2-2 in der 84.Minute sein drittes Tor im dritten Länderspiel. Der erste Punkt war also geschafft.

England - Spanien 5-1 : War es Übermut? War es Selbstzufriedenheit? Was sicher ist, ist, dass ausgerechnet beim Spiel auf der Insel, im Mutterland sämtlicher Spieler mit einer runden Schweinsblase, die Seleccion mit so breiter Brust auftrabte, dass sie sich kaum bewegen konnte. Warum dies so war, konnte auch nach Abpfiff Trainer Pallasch der versammelten Journalistenschar nicht erklären. Am Anfang funktionierte die Selbstsicherheit sogar noch. Nach 10 Minuten brachte Matthias Lang die iberischen Ballartisten mit 1-0 in Front, aber mit welcher aufreizenden Lässigkeit Spanien in der Folgezeit zu Werke ging, zeugt von gnadenloser Selbstüberschätzung. Einsatz? Nicht vorhanden. Kampf? Aber Spanien doch nicht. Man ist schliesslich stark genug, um England in Grund und Boden zu spielen. Ja? Nein. Was in den 80 Minuten folgte, war eine Lehrstunde über Siegeswillen und körperbetontes Spiel. Nachdem in der 20.Minute der Ausgleich fiel, glaubte England wieder an sich und zeigte, was Offensivfussball so attraktiv macht. Ein Doppelschlag von Bierwirth zehn Minuten vor dem Seitenwechsel entschied das Spiel, aber wer dachte, Spanien würde sich in Hälfte 2 wehren, sah sich eines besseren belehrt. In der 53.Minute der vierte und vier Minuten später der fünfte Gegentreffer sorgten für die höchste Niederlage in Spaniens Länderspielgeschichte. Nachdem man mit einem Punkt aus vier Spielen sowieso schon das Ende der SEL ziert, hat man sich nun auch noch die Tordifferenz versaut. Wer soll die Seleccion jetzt noch retten?

Portugal - Spanien 1-1 : Dieses Spiel im Rahmen des Mittelmeer-Cups liess Spanien wieder zu einer gewohnt defensiven Glanzleistung auflaufen. Gegen den Erzrivalen von der Westküste legt sich halt immer noch jeder ins Zeug. Die frühe Führung von Reucher konnten die Westküstler zwar drei Minuten später ausgleichen, aber zu mehr reichte es nicht. Und da Spanien das erste Spiel gewonnen hatte, waren sie mit dem Ergebnis auch zufrieden. Die bereits erreichten vier Punkte könnten schon für einen Platz unter den ersten vier dieser Sechser-Gruppe reichen, womit die Qulifikation fürs Viertelfinale so gut wie in trockenen Tüchern ist.

18.03.2002 Weissrussland - Spanien 2-1 : Zum Auftakt der neuen Saison ging es direkt nach Weissrussland, wo es vor Wochenfrist noch 2-2 hiess und damit der Klassenerhalt gefeiert werden konnte. Diesem bisher ersten Punktgewinn gegen die Osteuropäer konnten keine weiteren Zähler hinzugewonnen werden. Nachdem die Gastgeber in der ersten Hälfte mit 2-0 in Front gingen, gelang zwar Chistian Michalek in der  61.Minute der Anschlusstreffer, aber das war auch schon alles, was Spanien in der Offensive zu leisten im Stande war. Es gab in der Schlussviertelstunde Chancen auf beiden Seiten, auch die Weissrussen hätten das 3-1 erzielen können, doch zu einem Torerfolg kam es nicht mehr und so startet Spanien erstmals mit einer Niederlage in die Saison.

Slowakei - Spanien 2-1 : Der Spielplan meinte es nicht gerade gut mit der Seleccion. Schon stand das zweite Auswärtsspiel auf dem Programm, Aufsteiger Slowakei. Das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams war zu Beginn der Nationalmannschaftsbewegung beim 5-Nations-Tournament Anfang 2001. So war man froh, endlich wieder auf eine der Urgesteine der NM zu treffen. Mit Daniel Certa auf der einen und Uwe Pallasch sowie Reimund Breucker auf der anderen Seite standen sogar noch drei Leute auf dem Platz, die auch bereits vor mehr als 5 Saisons für ihre Länder aufgelaufen sind. Doch im Gegensatz zu damals behielten die Slowaken diesmal die Oberhand. Wärend Spanien in der ersten Hälfte losstürmte und nach 20 Minuten durch Breucker mit 1-0 in Front ging, schauten sich die Gastgeber das Treiben ruhig an und warteten ab. Spanien hatte sein Pulver dann auch nach 45 Minuten verschossen und die Slowakei kam stärker ins Spiel. Nach einer Stunde erzielte Honrath den Ausgleich, zehn Minuten später Zils sogar die slowakische Führung. Und da Spanien zum Ende die Luft ausging, war die Niederlage damit auch besiegelt. Der Ex-Europameister steht also direkt zu Beginn der Saison mit dem Rücken zur Wand.

Zypern - Spanien 1-2 : Eine Einladung des italienischen Verbandes führte die Kontrahenten der vergangenen zwei Wochen erneut zusammen. Diesmal ging es um den Start des Mittelmeer-Cups, an dem auf Einladung Italiens 12 Nationen mit mehr oder weniger Mittelmeer-Küste teil nehmen. Und wie der Zufall es wollte bescherte uns das Los ausser Erzfeind Portugal auch erneut die Zyprioten in unserer Gruppe. Und die Serie hielt. In dritten Spiel am dritten Wochenende hintereinander gewann Spanien das Aufeinandertreffen. Dammertz mit einem frühen Tor und Tombrock noch vor dem Seitenwechsel stellten früh die Weichen auf Sieg. Erneut liess nach dem Pausentee die Kraft bei den Spaniern deutlich nach, was sich im Anschlusstreffer kurz nach dem Wechsel ausdrückte, doch mehr schafften die Zyprioten nicht mehr. Die spanische Abwehr stand wesentlich sicherer als noch zuletzt in den Ligabegegnungen und schaukelte den Sieg über die Runden. Und nächste Woche wartet Portugal.

Spanien - Niederlande 3-1 : Die größte Aufregung gab es auf spanischer Seite bereits vor dem Spiel. Coach Pallasch verzichtete erneut auf Reiss, der damit immer noch auf seinen ersten Einsatz gegen sein früheres Land warten muss. Reiss machte seinem Unmut ob dieser Entscheidung Luft und bekam sogar vom Präsidenten Rückendeckung, die Pallasch bis aufs Blut reizte. Kritik an seiner Personalpolitik lässt er sich nicht gefallen und stachelte damit wohl die Mannschaft vor dem Spiel zusätzlich auf. Denn besonders Spieler aus der zweiten Reihe, die sonst nicht so zum Zuge kommen, machten auf sich aufmerksam. Nach dem frühen Rückstand durch Drude konnte Oliver Lang zum bekannt psychologisch so wichtigen Zeitpunkt kurz vor dem Seitenwechsel ausgleichen. Beide Teams suchten in Hälfte 2 die Entscheidung und spielten mutig nach vorne, aber zehn Minuten vor Schluss stand es immer noch 1-1.  Dann kam der große Auftritt von Marc Reucher. Zuerst nahm er einen Steilpass von Breucker auf und mit und versenkte mit nicht gekannter Cleverness zum 2-1. Nur eine Zeigerumdrehung später markierte er sogar noch das 3-1 nach einer Standardsituation und sorgte damit für die Entscheidung. Damit konnte erfolgreich Revanche genommen werden für die 2-3 Niederlage in der letzten Saison. Und doch bleibt festzuhalten, dass Spanien Siege in Freundschaftsspielen nicht nach vorne bringen.